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Berufswahl meiner Freundin

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Problemchen, 30 Mai 2008.

  1. Problemchen
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Hallo zusammen,

    ich bin recht unglücklich, weil es meiner Freundin nicht gut geht und ich weiß nicht, wie ich ihr weiter helfen kann.

    Meine Freundin hat nach der Realschule eine Ausbildung zur Erzieherin gemacht und dann auch zwei Jahre in einem Kindergarten gearbeitet. Sie hat aber schnell gemerkt, dass sie der Beruf nicht ausfüllt und Sozialarbeit / Sozialpädagogie studiert. Sie ist jetzt kurz davor ihr Diplom zu schreiben und völlig fertig mit den Nerven. Sie möchte nichts mehr mit dem Studium und der Arbeit zu tun haben, sie möchte auch nichts mehr mit Kindern machen - und weiß jetzt nicht, was sie stattdessen nach dem Diplom machen soll. Das sie das Studium beendet, das sieht sie selber ein. Lust auf eine weitere Ausbildung hat sie auch nicht wirklich, vor allem da ihr das knappe Geld auf die Nerven geht, bzw. sie einen Kredit für das Studium aufnehmen musste.

    Habt ihr eine Idee wie ich ihr da helfen kann?

    Vielen Dank & liebe Grüße,
     
    #1
    Problemchen, 30 Mai 2008
  2. Schmusekatze05
    Meistens hier zu finden
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    Verheiratet
    Hast du denn das Gefühl, dass es wirklich so ist, dass sie nichts mehr in dem Berufsfeld machen will?
    Oder ist es vielleicht eher der Stress so kurz vor dem Abschluss? Ich denke mal, dass das Gefühl, wenn die letzte stressige Phase des Studiums anbricht viele kennen, dass man eigentlich keinen Bock mehr hat und nur noch alles hinwerfen will.

    Wenn es wirklich so ist, dass sie das falsche Studium gewählt hat und ihr die Arbeit keinen Spaß macht, dann ist das natürlich extrem problematisch, aber dann frage ich mich auch, warum sie das Studium überhaupt gemacht hat.

    Wenn es eher der Stress ist, dann wird das wieder. Hoffe ich zumindest. Mir geht es zur zeit nämlich auch so. Der Stress hat sich förmlich überschlagen seit August letzen Jahres bei mir. Schriftliches Examen, Diplomarbeit, Projektarbeit und bald das mündliche Examen. Ich muss ganz ehrlich gestehen, ich habe auch keinen Bock mehr und habe zwischendurch extrem gezweifelt. Wenn ich dann aber rational überlege, dann ist es einfach der Studienstress und ich freu mich darauf ab Juli endlich wieder richtig zu arbeiten.

    Wenn es "nur" der Stress sein sollte, dann verwöhn sie mal einen Tag lang richtig schön. Das sollte schon mal für etwas Entspannung sorgen.
     
    #2
    Schmusekatze05, 30 Mai 2008
  3. Problemchen
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    hmm ich glaube (leider) nicht, dass es der Stress ist. Sie hat eigentlich eine recht angenehme Woche, hat sich auch 1 Semester mehr Zeit gegeben um alles zu schaffen.

    Das sie keine Lust mehr hat fing schon vor einigen Monaten an und wurde immer schlimmer. Sie hat im Moment Probleme mit der gesamten "Branche". Zusätzlich gab es noch ein Ereigniss mit einem Kind auf das sie aufgepasst und seitdem will sie nichtsmehr mit Kindern machen.

    Sie selber geht schon davon aus, dass sie das falsche Studium gewählt hat. Und genau das ist ja das extrem problematische. Aber sie hat es jetzt nunmal gemacht, aber sie weiß auch nicht, was sie sonst machen soll - sie hat soviele Ideen, was sie gerne machen würde, das würde zehn Leben füllen.

    Vielen Dank schonmal für deine Antwort :smile:
     
    #3
    Problemchen, 30 Mai 2008
  4. User 53748
    User 53748 (28)
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    in einer Beziehung
    Hm... und wenn sie sich vor Augen hält warum sie das Studium angefangen hat? Warum sie Kinder mag usw?
    Es sind ja nicht alle Kinder gleich. Und das manche von denen extreme Blagen sind wusste sie sicher auch vorher. Vielleicht hilft ihr das, wenn sie sich das sagt. Also warum sie das machen wollte und was an der Arbeit schön ist. Sie ist so kurz vorm Abschluss, da sollte sie nicht alles hinwerfen. Den zu Ende bringen, ein paar Wochen "Urlaub" machen und erst mal entspannen und dann weitersehen.
    Vielleicht regelt sich das dann wie von selbst :smile:
     
    #4
    User 53748, 30 Mai 2008
  5. neverknow
    neverknow (28)
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    Single
    Lässt sich mit Sozialarbeit nicht auch was anderes machen als "nur mit Kindern" arbeiten? Ich erinnere mich an ein Praktikum, das ich in einer Psychiatrie auf der Drogen-Entgiftungs-Station gemacht habe, dort waren auch Sozialarbeiter, die mit den Süchtigen gearbeitet haben. (Ich war zB dabei, wie ein Sozialarbeiter mit einem Aidskranken in dessen Wohnung gefahren ist und die Dinge dort ein wenig "geregelt" hat (Mietzahlungen usw), und dann noch in einem sog. Drogencafé vorbeigeschaut hat, wo Abhängige sauberes Heroin erhalten.)

    Vielleicht interessiert sie so etwas ja mehr? Müssen ja keine Drogen sein, es gibt sicherlich noch andere Arbeitsfelder.


    Aber auch wenn sie sich das alles nicht vorstellen kann, bleibt ihr denke ich dennoch leider keine andere Wahl. Gerade wenn sie, wie du schreibst, Probleme mit Geldknappheit hat, kann sie nicht einfach nochmal ein Zweitstudium dranhängen (eine Ausbildung, in der man schon bezahlt wird, schon eher). Sie sollte erst einmaml warten, bis sie das Dipolom in der Hand hält, sich darauf besinnen, weshalb sie das Studium eigentlich begonnen hat, und dann zumindest versuchen, einen geeigneten Arbeitsplatz und Freude daran zu finden. Falls das alles auch nach einiger "Anlaufzeit" nicht fruchten sollte, kann man sich immer noch Gedanken über einen zweiten Weg machen.
    Wie alt ist deine Freundin denn?
     
    #5
    neverknow, 30 Mai 2008
  6. Luc
    Luc (29)
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    nicht angegeben
    Es ist sehr heufig so, dass man zu etwas ganz anderem wird, als was man die Ausbildung gemacht hat. Meine Mutter zum Beispiel machte Chemielaborantin und ist jetzt Therapeutin. :tongue: Mal ein Zwischenjahr machen wäre vielleicht nicht schlecht. Sie kann Jobs annehen (muss ja nicht umbedingt mit Kinder sein, ich meine servieren oder so), damit sie mal Geld bekommt und meiner Erfahrung nach findet man darin auch oft heraus, was man eigentlich machen will.
     
    #6
    Luc, 31 Mai 2008
  7. Schmusekatze05
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    Verheiratet
    Mit einem abgeschlossenen Studium in Sozialpädagigik muss sie wirklich nicht unbedingt mit Kindern arbeiten.
    Meine Freundin arbeitet damit zum Beispiel bei einem Verein ähnlich wie "Die Brücke" und dann halt mit Behinderten. Vorher hat sie mit Leuten gearbeitet, die durch Drogen behindert geworden sind (so genau habe ich die Zusammenhänge nicht verstanden, aber irgendwie waren das Leute, die durch Drogenkonsum halt kopfmäßig weggetreten waren).

    Oder auch im öffentlichen Dienst lässt sich was finden -> beim Jugendamt sind oft Sozialpädagogen beschäftigt; wobei da natürlich wieder ein Teil der Arbeit mit Kindern ist.

    Ich denke auch, dass sie mit diesem Studium auch etwas finden kann, was nichts mit Kindern zu tun hat. Einfach mal umhören und überlegen, was sie sich stattdessen vorstellen könnte.

    Zur Not muss sie halt wirklich noch eine Ausbildung hinten dran hängen. Allerdings würde ich die Chance einen Ausbildungsplatz zu kriegen nicht als allzu hoch einschätzen. 1. aufgrund des Alters und 2. würde ich mir als Personalchef natürlich überlegen, wie wahrscheinlich es ist, dass sie die Ausbildung macht und hinterher wieder sagt: Das ist nichts für mich.
     
    #7
    Schmusekatze05, 31 Mai 2008
  8. Hase2008
    Hase2008 (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Sp /sa ist einer der Berufe mit den meisten Möglichkeiten. Man arbeitet nicht zwangsläufig mit Kindern. Das wäre nur ein Teil davon.
    Es gibt sooo viele Möglichkeiten, was man mit dem beruf alles machen kann. Aber das müsste sie ja auch wissen.
    EIne Möglicheit die ich ncoh sehe, wären Weiterbildungen zu machen. Man kann auch nch was Neues dazu studieren.
    Vielleicht sollte sie mal zur Berufsberatung gehen...
     
    #8
    Hase2008, 31 Mai 2008
  9. User 34612
    User 34612 (38)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    vergeben und glücklich
    Hase2008 hat völlig Recht.

    Ich bin ja nunmal auch SozPäd und hab früher auch gesagt, ich will uuunbedingt was mit Kindern machen und z.B. Jugendliche kommen für mich gar nicht in Frage.

    Während des Studiums hat sich dann aber rausgestellt, dass ich andere Arbeitsfelder viel interessanter finde und nun nun arbeite ich in der Jugend- und Erwachsenenbildung.
    Einen Schlenker zur Seniorenbetreuung habe ich während des Studiums auch schon gemacht.

    Das ist so ein vielseitiges und breites Berufsfeld, das seinesgleichen sucht und wenn man "sozial arbeiten" möchte, findet man auch garantiert sein Eckchen.
    Off-Topic:
    (Dazu fällt mir grad ein: wer glaubt, dass Sozialarbeiter sozial arbeiten glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten *g*)


    Wenn deine Freundin sich den sozialen Sektor nun allerdings überhaupt nicht mehr vorstellen kann, sollte sie sich umorientieren. Liegt es nur daran, dass sie nichts mehr mit Kindern machen will, sollte sie die Augen offen halten, was sie sonst noch machen kann.
    Die meisten SozPäds/SozArbs die ich kenne arbeiten nicht in dem Berufsfeld, weswegen sie das Studium mal begonnen hatten.
     
    #9
    User 34612, 31 Mai 2008
  10. Problemchen
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    vielen Dank für all die aufmunternden Worte.

    Ich glaube bei ihr ist es allerdings leider so, dass ihr die ganze Sozial-Schiene irgendwie nicht mehr zusagt. Aber ich finde die Idee mit einem "sabbatical year" ganz gut, also 1 Jahr was anderes machen was nichts damit zu tun hat :smile: Wahrscheinlich dürfte dann die Sozial-Schiene wieder zurückkommen.

    Ich werde heute einfach mal mit ihr reden :smile:
     
    #10
    Problemchen, 31 Mai 2008
  11. Bambi
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    Erwachsenenbildung hat z.B. nicht unbedingt was mit Sozialer Arbeit zu tun. Das ist echt ein weites Feld, damit findet sie garantiert ihre Nische.
     
    #11
    Bambi, 31 Mai 2008
  12. User 34612
    User 34612 (38)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    vergeben und glücklich
    Richtig - und deswegen ist das zum Beispiel oft auch nicht das Arbeitsfeld erster Wahl für den "klassischen Sozialarbeiter" und somit eine Möglichkeit, mal ein ganz anderes Arbeitsgebiet auszuprobieren.
     
    #12
    User 34612, 1 Juni 2008

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