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Beschneidung

Dieses Thema im Forum "Aufklärung & Verhütung" wurde erstellt von quick, 10 August 2006.

  1. quick
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    Single
    Hallo erstmal :schuechte

    Ich bin 18 Jahre alt und würde mich gern beschneiden lassen, es hat mehrere Gründe wie z.B. Hygiene oder Esthetik. Sollte man damit zum Urologen ? Bezahlt sowas die Krankenkasse ? Ist es eine "große" OP unter narkose oder nur teilbetäubung ? Hat man danach Schmerzen ?

    Fragen über Fragen :ratlos:

    Ich hoffe ihr könnt mir helfen :smile:
     
    #1
    quick, 10 August 2006
  2. Numina
    Numina (29)
    ...!
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    198
    96
    Verheiratet
    1. Ja, der Urologe ist dein Ansprechpartner.

    2. Kosten, ohne medizinische Indikation:
    Das kommt unter anderem auf den Arzt an (welchen Zuschlag setzt er für die Privatbehandlung an), auf die Art der OP (statiönar oder - was die Regel sein dürfte - ambulant) und die Art der Betäubung (eine Vollnarkose ist natürlich teurer als eine Lokalanästhesie).
    Die Preisangaben, die man zu dem Thema findet, reichen von 150 Euro (sehr günstig) bis zu 500 Euro (schon fast unverschämt). Mit 250-300 Euro sollte man im Schnitt rechnen.

    2. Narkose:
    Beides ist möglich, örtliche Betäubung günstiger.

    3. Nachwirkungen. :zwinker:
    Nach ca. 2 Tagen wird erst einmal der Druckverband entfernt und durch einen normalen ersetzt. Nachdem dies geschehen ist, musst Du 3 mal täglich Kamillenbäder machen. Diese sind überhaupt nicht schmerzhaft, auch wenn sich ca. 25 Fäden rund um Deinen Penis entlang der Naht befinden. Neben dem wird die Naht mit einer ziemlich fettigen Creme beschmiert, welche den Heilungsverlauf beschleunigt und das Lösen der Fäden unterstützt. Ungefähr binnen 2-3 Wochen lösen sich die restlichen Fäden von alleine auf und nachdem ist auch Sex wieder möglich. Onanieren funktioniert allerdings schon wieder wesentlich früher.
     
    #2
    Numina, 10 August 2006
  3. fr210262
    Verbringt hier viel Zeit
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    101
    0
    Single
    > Mit 250-300 Euro sollte man IM SCHNITT rechnen.
     
    #3
    fr210262, 10 August 2006
  4. ProxySurfer
    Sehr bekannt hier
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    198
    653
    Single
    Heute kam im TV ein Bericht, dass ein Junge in einem Hamburger Krankenhaus nach einer Beschneidung gestorben ist. Er hatte irrtümlich eine falsche Infusion bekommen.

    Jede OP ist halt ein Risiko...:flennen:
     
    #4
    ProxySurfer, 10 August 2006
  5. AlUcArD55
    AlUcArD55 (25)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    Single
    aha fand ich sehr informativ weil ich auch kurz vor ner beschneidung steh aber den bericht mit dem jungen hab ich auch gesehen:cry:
     
    #5
    AlUcArD55, 11 August 2006
  6. krissimausi
    Verbringt hier viel Zeit
    381
    101
    0
    vergeben und glücklich
    oh oh...dann pass mal auf, dass dir der dödel net abfällt :tongue:
    aba spass beiseite..es muss ja net imma so tragisch enden!!! :smile:
     
    #6
    krissimausi, 11 August 2006
  7. mubitsche
    mubitsche (35)
    Benutzer gesperrt
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    0
    Single
    Hi liebe Leute!


    Ich habe einen guten Artikel gefunden, unter:http://www.manndat.de/index.php?id=55

    Die meines erachtens wichtigste Stelle, die eine Information und Auslegung der Beschneidung darstellt, die oft vergessen oder ignoriert wird, sei hier kurz zitiert:
    "Ziel jeglicher Form der Genitalverstümmelung ist, unabhängig vom Geschlecht des Opfers, die Kontrolle der Sexualität, d.h. im Besonderen die Vermeidung oft als unerwünscht betrachteten sexuellen Lustempfindens (speziell bei Jungen der Masturbation), und die Festlegung auf die von der Gesellschaft gewünschte Geschlechterrolle. So gilt die Beschneidung in afrikanischen Ländern in erster Linie als Initiationsritus bei Jugendlichen in der Pubertät. Die Fähigkeit, den mit ihr einher gehenden Schmerz aushalten zu können, gilt in vielen Stämmen als Voraussetzung zur Mannwerdung. Oft ist sie Voraussetzung dafür, überhaupt eine Frau zu bekommen, da die Frauen Wert darauf legen, einen Mann zu ehelichen, der diese Tortur über sich hat ergehen lassen."

    Wie der Verfasser des Artikels, so sehe auch ich in der Beschneidung keine Vorteil für den Beschnittenen, sondern im Falle der Mädchenbeschneidung den Wunsch der Eltern, ihr Kind unter Kontrolle zu behalten.
    Ich könnte sogar so weit gehen zu sagen, dass elterliche Verlustängste, die ursprünglich dazu da sind, überwunden zu werden (wie so viele Ängste) und die nicht als Ausrede für derartige Grausamkeiten herhalten dürfen, ein Mitgrund sind (abgesehen von Dummheit und Tradition, gepaart mit ideologischem Denken), die Töchter zu bescheiden.
    Bezeichnenderweise werden die Töchter nicht als Baby, sondern mit 5, oder oft vorm Anfang der Pubertät beschnitten. Das ist der Punkt, an dem die Tochter (bliebe sie unbeschnitten) durch aufkommende seuxuelle Gefühle und der eigenmächtigen Entdeckung der Sexualität dem Machtradius der Eltern entrinnen würde. Ein Mensch, der sich selbst zum Orgasmus bringt oder durch sexuelle Gefühle dazu getrieben wird, einen Partner zu finden, geht den Eltern quasi "verloren". Das ist gut so, doch Eltern mit einer kranken Einstellung könnten etwas dagegen haben und so zumindest symbolisch versuchen wollen, durch die Beschneidung die Tochter auch in ihrem Loslösungsprozess für sich zu behalten.
    Die sexuellen Gefühle und ein Orgasmus geben und auch Bestätigung. Ein sexuell fähiges Wesen zu sein, gibt Selsbtbewusstsein. Wollen vielleicht einige Eltern nicht, dass ihre Töchter selbstbewusst werden? Sollen die Töchter auf ewig asexuelle Kinoder bleiben?

    So weit, so gut. Ausgelöst durch den demokratiefeindlichen Opferfeminismus jammern leider viele Frauen, anstatt zu differenzieren. Schieben alle Schuld an ihrer Situation den immer "bösen" Männertäten zu und übernehmen selbst keine Verantwortung.
    So wird über Frauenbeschneidung (selbstverständlich ohne großen Effekt in Afrika und Asien) hier bei uns sehr viel geredet und diese Praxis immerhin stark kritisiert. Mitleid ist den beschnittenen Frauen also sicher (was ihnen letztlich aber auch nichts bringt).
    Wie sieht es aber mit der Männerbeschneidung aus?
    Da Männer traditionell leistungsfähig zu sein haben, wird durch die Beschneidung ihr Gefühl (ein Mann hat keine Gefühle zu haben, starke Gefühle, etwa die eines unbeschnittenen Penis mit sensibler Eichel sind sowohl den Frauen als auch vielen Männern selbst unheimlich) ohne Betäubung ("Ein Indianer spürt keinen Schmerz") stark eingeschränkt und werden die Männer auf sexuelle Leistungsfähigkeit und ihre Ejakulation beschränkt, ohne selbst intensive Gefühle haben zu dürfen (da diese ja "unmännlich" wären).
    Aufgrund der traditionellen Geschlechterrollen wird oftmals nichtmal daran gedacht, dass daran etwas falsch sein könnte.
    Die weibliche Opferrolle impliziert es dann auch noch, dass Freundinnen von ihrem Stecher verlangen, dass er sich beschneiden lässt, weil sie sich selbst, ohne Verantwortung übernehmen zu wollen, bestätigen wollen, dass sie Macht über ihn haben.


    LG, Mubi

    (Im Newsforum nicht postbar. Daher also hier. ich denke, es passt sehr gut.)
     
    #7
    mubitsche, 11 August 2006

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