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Bettler an der Haustür

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Chris84, 18 Juni 2005.

  1. Chris84
    Chris84 (32)
    Verbringt hier viel Zeit
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    11
    vergeben und glücklich
    Hatte gerade das Erlebnis. Ich sitz beim frühstück, es klingelt, ich geh an die Tür, steht da ein älterer zerbrechlicher Mann. Mit einem Stück Papier in der Hand auf dem Ausgedruckt irgendwas von wegen: Arm, brauche Geld blabla steht. Habs so genau gar nicht angesehen.
    Dazu hat er die Hände gefaltet und sagt nur bitte,bitte, vermutlich konnte er kein Deutsch oder wollte es vielleicht nicht können.

    Ich persönlich mag diese Haustür Bettler nicht und habe ihn weggeschickt, bzw. viel mehr die Tür wieder zu gemacht, mit dem Verweis das Sozialamt lässt niemanden verhungern.

    Nun nagt an mir doch irgendwie ein wenig der Zweifel. Andererseits wenn ich logisch drüber nachdenke, find ich es nicht in Ordnung was er macht.

    1. wer sagt mir, dass er wirklich so arm ist
    2. ist es in Deutschland ja nun wirklich so, dass niemand verhungert
    3. woher kommt er an den Ausdruck, wenn er nichtmal Deutsch kann??
    4. wenn er damit erfolg hat und auch nur 1 €/Haustür bekommt, dann sind realistisch gesehen locker 30€ und mehr "Stundenlohn" drin.


    Fazit ich habe irgendwie Zweifel daran, dass seine Bettelein so berechtigt ist.

    Was denkt ihr??

    Klar tun mir solche Leute leid, aber vor einigen Jahren ist hier ein angeblich blinder lang gekommen. Wie sich wenig später herausstellte war er kern gesund und hat 500€ in wenigen Tagen erbettelt.

    Würde gerne mal eure Meinung hören und was ihr an meiner Stelle gemacht hättet.
     
    #1
    Chris84, 18 Juni 2005
  2. mahnwacht
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    ganz ehrlich hätte ich ihm wohl was gegeben! den wen ich schon das glück habe, das es mir gut geht! und wenn du sagst das er alt und zerbrechlich ist, hat er wohl keine anderen möglichkeiten!
    vielleicht kann er aus bestimmten gründen nich zum sozialamt! haftbefehel....etc.
    also wie gesagt ich hätte ihm wohl 5 euro oder so gegeben, den 5 euro tuen niemanden weh, und ihn hätte es gefreut!
    natürlich gibts da sicher auch so trickbetrüger, aber es gibt auch echt solche fälle!!
     
    #2
    mahnwacht, 18 Juni 2005
  3. Félin
    Félin (30)
    Meistens hier zu finden
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    offene Beziehung
    Also bei uns kam einmal einer vorbei und meinte, er hätte kein Geld, bräuchte aber welches, weil seine Kinder auch keine Klamotten haben. Naja, meine Mutter hat ihm dann Klamotten gegeben und die lagen dann später ein paar Meter weiter im Graben

    Von daher bin ich bei sowas misstrauisch
    Und wenn er wegen Haftbefehl nicht zum Sozialamt können sollte- im Gefängnis gibts wenigstens essen etc. das kann ja nicht sehr viel schlimmer sein, als wen es ihm jetzt so dreckig geht
     
    #3
    Félin, 18 Juni 2005
  4. Ginny
    Ginny (35)
    Sehr bekannt hier
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    3
    vergeben und glücklich
    Bei uns hat früher regelmäßig ein Obdachloser an der Tür geklingelt. Statt Geld bekam er öfters ein Butterbrot von uns - wer wirklich obdachlos ist, freut sich dann auch über sowas. ;-)

    Wenn ich auf der Straße angesprochen werde oder an einem Bettler vorbeikomme, gebe ich manchmal etwas ... das hängt zugegebenermaßen von meiner Stimmung ab. Kleingeld wie 1-, 2-, 5- und 10-Centstücke kann ich bedenkenlos wegeben, die versauern meist nur im Portemonnaie. Und wenn ich nett und höflich gefragt werde, dann gebe ich sowieso gerne eine Kleinigkeit. Auf dreiste Anfragen dagegen reagier ich nicht.

    Da gab's allerdings auch mal eine junge Frau, die in der Stadt fast unmittelbar neben dem Sozialamt saß und bettelte. Als die Mutter meiner Freundin sie darauf aufmerksam machte, dass sie sich mal um Unterstützung kümmern solle und nur ein paar Meter weitergehen müsste, hat diese abgelehnt. Wäre ihr zu peinlich, usw. Das finde ich dann ein starkes Stück, wenn man lieber auf der Straße bettelt, als sich um staatliche Hilfe zu bemühen.
     
    #4
    Ginny, 18 Juni 2005
  5. kerl
    kerl (53)
    Verbringt hier viel Zeit
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    1
    nicht angegeben
    an userer haustür geht bei uns nichts. o.k. mein schnucki lässt sich schon mal 25kg äpfel andrehen die wir nicht gebrauchen können, aber das war es auch schon. :grin:

    auf der strasse gebe ich schon mal was, aber nur wenn ich dazu mein geldbeutel nicht rausholen muss.
    d.h. was so in der hosen tasche ist.
    kommt auch auf den typen an wie er fragt.
    einer hat sich mal bedankt dafür das er nichts bekommen hat. "danke das sie darüber nachgedacht haben", da habe ich ihm dann doch noch was gegeben. :grin:

    ansonsten mache ich mir keine grossen gedanken darum, zur not gibt es hier stütze. das ist zwar lausig wenig man kann aber damit auskommen. (eigene erfahrung)

    lg
    kerl
     
    #5
    kerl, 18 Juni 2005
  6. kramule
    Gast
    0
    da ist aber schon ein unterschied zwischen äpfelverkäufern und vermeindlichen obdachlosen:-P
    ich hab noch nie erlebt, dass ein penner (ist das ethisch korrekt??)an der haustür bettelt, aber ich glaube ich würde den eher auslachen und ihm ordentlich in den arsch treten. genauso wie obdachlosen die betteln. was anderes ist es wenn obdachlose ganz ruhig am rand sitzen, kein bier oder sonstigen alk neben sich stehen haben, den gebe ich auch ab und zu was. oder wenn die so am rand knien. damit erniedrigen die sich so demonstrativ dass auch ich mitleid habe....
     
    #6
    kramule, 18 Juni 2005
  7. Chris84
    Chris84 (32)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    tröstet mich ja, dass ich nicht zu einer assozialen Minderheit gehöre. Ich finde das eben einfach zu aufdringlich. Und überleg mal, wass passiert wenn jeder dem 5 €gibt, hey bei dem Verdient werf ich mein Studium weg, so viel kannst du gar nicht verdienen. ~100€ die Stunde sind dann ja schonmal kein Ding mehr.....
     
    #7
    Chris84, 18 Juni 2005
  8. Berlin0478
    Gast
    0
    ..ganz schlimm finde ich jene "Persönchen", welche mit Obdachlosen-Zeitungen unter dem Arm durch U- und S-Bahnen, naturgemäß mit Verkaufsabsicht, tingeln..

    Schlimm deshalb, weil ich als Steuerzahler dreifach geschädigt werde, denn

    1. wird er sich kaum um eine sozialversicherungspflichtige Arbeit bemühen, da er nunmal ganztägig, zumindest jedoch einige Stunden, Zeitungen veräußert.

    2. ich sicher bin, dass er den Tageserlös aus dem Zeitungsverkauf kaum gegenüber dem örtlichen Sozialhilfeträger angeben wird, wenngleich er von dort Leistungen, wie jeder Anspruchsberechtigte auch, erhalten wird. Der Verkauf wird ergo kaum von Seiten des Sozialamtes kontrollierbar sein und entsprechend bei der monatlichen Sozialhilfeberechnung berücksichtigt werden.

    3. ich mit meinen Steuern dessen Lebensunterhalt (Sozialhilfe bzw. Arbeitslosengeld II) finanzieren muß
    und darüberhinaus ihm ein nicht zu verachtendes unversteuertes Nebeneinkommen, erneut aus eigener Tasche, ermögliche, darum gilt für mich:

    Niemals eine Obdachlosenzeitung kaufen, solange der Verkaufserlös zumindest in Teilen, damit ein Arbeitsanreiz erhalten bleibt, nicht auf den monatlichen Sozialhilfesatz angerechnet wird!

    ..das sehe ich genauso! ..zudem Du ein immenses Problem "heranzüchtest", sobald Du auch nur ein einziges Mal Geld reichst, denn eines kannst Du glauben: Wird einmal gegeben, wird wiedergekommen, denn warum, wird er sich fragen, sollte er nicht erneut so grosszügig spenden?!
     
    #8
    Berlin0478, 18 Juni 2005
  9. DocDebil
    DocDebil (42)
    im Ruhestand
    1.048
    248
    447
    nicht angegeben
    http://www.biss-magazin.de/main.cfm?s=22&CFID=39460&CFTOKEN=85654374

    @Berlin0478 - bevor Du solche Sprüche rausklopfst, lese oberen Link:

    Nicht jeder darf BISS verkaufen. Generell gilt, dass Bürger, die nachweislich obdachlos sind, keine Sozialhilfe oder Arbeitslosenhilfe beziehen, uneingeschränkt BISS verkaufen dürfen. Sozialhilfeempfänger, Arbeitslose und Rentner dürfen im gesetzlich vorgeschriebenen Rahmen durch den BISS-Verkauf ihre Bezüge aufbessern.

    Ordnung muss sein. Jeder BISS-Verkäufer erhält einen BISS-Ausweis, den er während seiner Arbeitszeit gut sichtbar tragen muss. Alkoholisiert und unter Drogen darf BISS keinesfalls verkauft werden. Auch der Verkauf an der Haustür ist untersagt. BISS ist eine Zeitschrift, die gewissermaßen nur “auf der Straße” verkauft werden darf.

    Ihren BISS-Verkäufer kennen Sie vom Sehen her bestimmt schon. Das hat seinen Grund, denn jeder unserer Mitarbeiter hat einen festen Stammplatz. Hier darf nur er verkaufen. Marienplatz, Stachus, Sendlinger Tor und Hauptbahnhof gehören zu den bekanntesten Plätzen. Schon mancher BISS-Verkäufer ist mittlerweile zu einer festen Institution geworden. Durch die regelmäßige Präsenz kann sich zwischen Käufer und Verkäufer eine gute Beziehung entwickeln. Für viele Verkäufer eine wichtige - und oft die einzige - Kommunikationsmöglichkeit zur bürgerlichen Gesellschaft!

    Wenn Sie jemanden kennen, der obdachlos oder arm ist, fragen Sie doch mal, ob nicht ein Zusatzverdienst als BISS-Verkäufer in Frage käme. Die richtige Anlaufstelle ist unser Büro in der Metzstraße 29. Dort werden zwischen 10 und 12 Uhr Ausweise ausgestellt. Und das sollte die Person mitbringen: einen Personalausweis, ein Passfoto und bei festem Wohnsitz einen Nachweis darüber, wie sie ihren Lebensunterhalt bestreitet. BISS freut sich über jeden!
     
    #9
    DocDebil, 18 Juni 2005
  10. Junior
    Junior (39)
    Verbringt hier viel Zeit
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    86
    0
    Single
    Ein besonders seltsamer Fall war der, als ich beim Weg von der Strassenbahn zum Zahnarzt von einer Frau mit Kopftuch und Balkanischem Akzent angesprochen wurde. Ob ich ihr nicht etwas Geld geben könne, sie hätte keines und sei schlecht dran..bitte bitte...

    Also gab ich ihr etwas Münz. Ich nagte ja nicht am Hungertuch. Jetzt ging es aber erst richtig los: Ob ich ihr nicht 20 Franken geben könnte, Sie hätte ein Kind und müsse Windeln kaufen etc. etc. Sie liess sich nicht abwimmel. 3 Min. später war ich so genervt, dass ich ihr auch noch diese 20 Franken gab, dann hätte ich wenigsten endgültig meine Ruhe.

    Aber damit nicht genug, Sie sagte sie müsse noch Miete zahlen, ob ich ihr nicht 300 franken geben könnte, sie würde sie mir auch wieder zurückzahlen etc etc. Da wurde ich ungehalten und forderte sie auf, mich in Ruhe zu lassen. Wenig später beim Haus angekommen, in dem sich der Zahnarzt befindet, hing sie immernoch wie eine Klette an mir, ich konnte nur sie nur mit Mühe und Not aus dem Gebäude hinausdrängen und die Türe zudrücken....und flüchten!

    Habt Ihr auch schon mal so etwas erlebt?!
     
    #10
    Junior, 18 Juni 2005
  11. deiwl
    Gast
    0
    DAS erinnert mich an Paris. Da waren wir mit der Schule damals und ständig kamen "arme Frauen" mit 3 Kindern im Schlepptau und wollten "Geld für was zu essen". Wir hatten immer Beguettes und wenn man ihnen die dann angeboten hat, konnte man froh sein, wenn sie einen nicht verschlagen haben.

    Trotzdem denke ich, wenn es einem einigermaßen gut geht, sprich man hat ein Dach überm Kopf und was zu futtern sollte es einem eigentlich egal sein, welche Absichten der Bettler wirklich verfolgt. Lieber einmal einem Betrüger "helfen", als einem der es wirklich nötig hätte nix zu geben, oder?

    Willst du dich mit solchen Betrügern auf eine Stufe stellen? Dann musst du ihnen aber auch was geben :zwinker:
     
    #11
    deiwl, 18 Juni 2005
  12. Berlin0478
    Gast
    0
    ..es ist bei lebensnaher Betrachtungsweise unsinnig, anzunehmen, dass auch nur ein einziger Zeitungsverkäufer keine staatlichen Sozialleistungen erhalten soll, andernfalls erhielte er sich in ökonomischer Hinsicht außerordentlich
    dumm! ..zudem sich die Frage stellt, inwieweit ein Nachweis gegenüber "BISS", dass eine staatliche Leistungen angabegemäß nicht beansprucht wird, überhaupt geführt werden soll!

    Sollte es tatsächlich einen Zeitungsverkäufer geben, dem, obgleich ein Anspruch auf Sozialhilfe o.ä. ursprünglich vorlag, eine Leistung in Verlauf der Arbeitslosigkeit von amtswegen entzogen wurde, dann geschah dieses ausnahmslos nur deshalb, weil er sich nicht an die berechtigten Auflagen der Behörde gehalten haben konnte; sich entweder einer Arbeitsaufnahme oder einer Weiterbildungsmaßnahme entzogen bzw. sich nicht ausreichend um Arbeit bemüht hatte! - sollte dem so sein, braucht er mich nicht auch noch anzubetteln, denn ich muß auch für meinen Lebensunterhalt schwer arbeiten gehen und bin keineswegs bereit, Bettler "auszuhalten", denn 345.- monatlich zzgl. Miete bzw. bei Obdachlosen entsprechende Unterkunftszuschüsse erhält, sobald ein Anspruch vorliegt, in Deutschland JEDER, da 345.- Euro/mtl. das staatliche garantierte Existenzminimum markieren! - ergo: es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit niemanden in Deutschland, welcher freiwillig auf Sozialleistungen verzichtet, auch wenn es jene Zeitungsverkäufer gerne suggerieren möchten.. Es wird Zeit, dass der Staat endlich durchgreift, es kann nicht angehen, dass ich alles und jeden "durchfüttern" muß, während mir von Jahr zu Jahr im weniger zum Lebensunterhalt verbleiben! - Die Parkanlagen in den Städten verdrecken zunehmend, weshalb junge, gesunde Menschen Leistungen jeglicher Art weiterhin erhalten, um bis mittags auszuschlafen, anstatt sie zu gemeinnützigen Tätigkeiten heranzuziehen, ist mir ein Rätsel! - ausgenommen all jene, welche sich ernsthaft um Arbeit bemühen, leider aber in strukturschwachen Gebieten keine annehmswerte erhalten!
     
    #12
    Berlin0478, 18 Juni 2005
  13. User 11345
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    nicht angegeben
    jaja, es gibt solche und solche.

    Tolles Erlebnis:
    Ich gebe jemanden einwenig Geld, und werde dann gefragt ob ich nicht noch mehr geben würde *hallo?*

    Oder:
    ich kaufe eine Obdachlosenzeitschrift. Diese wird zu einem FESTEN Preis verkauft, und es ist den Verkäufern nicht gestattet mehr zu verlangen oder Spenden entgegen zu nehmen.
    Kaufe diese also passend für den Preis bei einem ~20 Jährigen. Fragt der mich "mehr nicht ?"
    Paar Monate später, selber Typ diesmal keine gekauft, fragt er "und spende ? - ist doch egal ob du überweist an Konto oder mir gibst" *Hallo?*

    das beste mein Vater:
    er hat gerade Mittagspause, wird von jemanden angesprochen, er hätte Hunger. Mein Vater meinte daraufhin, dass er ihm kein Geld geben würde, ihn jedoch zum essen einläd !
    Er könne soviel nehmen wie er wolle.
    der Typ meinte daraufhin, dass er dies nicht annehmen könne, so ein gut aussehender Herr, was sollen die Leute von ihm halten..
    Mein Vater erwiderte, dass es ihm egal sei, dass ER sein GAST sei.
    Der Typ: nein, ihr will den Ruf meines vaters nicht schädigen.
    Also meinte mein Vater, dass er zum Bäcker/Metzger geht und er ihm gerne etwas mitbringt und es ihm vor der Tür gibt.
    Auch dies wollte der Typ nicht annehmen...
    Ende der Geschichte: gab nichts für den Typen.
     
    #13
    User 11345, 18 Juni 2005
  14. Ich hab nix gegen Verkäufer von Obdachlosenmagazinen in U-Bahn oder Bettler oder sonst wen. Aber in dem Moment, wo jemand bei mir an der Tür klingelt um mich anzubetteln ist die Grenze für mich deutlich überschritten.

    Stell dir doch mal vor sowas spricht sich in der "Szene" rum, das auf diese Weise Geld zu holen ist. Dann klingelts bald alle 10 Minuten.

    Ich hab früher öfter mal was auf der Straße gegeben, mache ich aber nur noch in absoluten Ausnahmefällen, weil man in den meisten Großstäden ja keine 300 Meter weit kommt, ohne angebettelt zu werden. Wenn ich allen was gebe, werd ich selbst arm.

    Sehr agressiv kann ich reagieren, wenn Bettler versuchen einen an Ärmel oder Jacke festzuhalten. Fragen, ob ich mal nen Euro hab kann jeder, aber antatschen ist Tabu.
     
    #14
    Rockin´ Daddy, 18 Juni 2005
  15. leer
    leer (52)
    Verbringt hier viel Zeit
    156
    101
    0
    Verheiratet
    Ohne jetzt alles gelesen zu haben:
    Rumäninnen, die mit Kindern im Schoß und dem selben Papier an der Straße sitzen und betteln, haben ihren "Zuhälter" der nen Mercedes fährt, satelitenschüssel aufm Dach hat und vom Staat Sozialhilfe bekommt.

    20 jährige Mädels, die an der haustür Zeitschriften verkaufen wollen, stehen unter einer Drückerkolonne, die das Geld einkassiert...

    7 / 8 jährige Blumenkinder, die in thailand Blumen verkaufen, haben auch eine Mama Sun, die sie 13 Std täglich verkaufen lässt, sie abends teils schlägt und nichts zu essen gibt, selber aber ne ruhige Kugel schiebt.

    Hab ich alles schon gesehen
     
    #15
    leer, 18 Juni 2005
  16. Félin
    Félin (30)
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    offene Beziehung
    Stimmt, auch als wir in barcelona waren, war da eine Frau, die ziemlich gut gekleidet war, mit einem Baby auf dem Arm und einem leeren Fläschchen und hat gebettelt, da sie ja kein Geld hat. Die war überhaupt nicht begeistert, als wir ihr nichts gegeben haben
    Oder in Rom hab ich das ach öfter erlebt, Frauen, die einem die Ohren vollheulen, weil sie so auf Mitleid hoffen - und dann die Verwünschungen, wennman nichts gibt
     
    #16
    Félin, 18 Juni 2005
  17. Sahneschnitte1985
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Nee an der Tür gebe ich generell nichts. Egal ob Bettler oder irgendein Spendenverein. Evtl. noch die Feuerwehr, weil ich die noch kenne und weiß, wo es hinkommt. 1 Euro Spenden bringen sowieso recht wenig. Da überweise ich dann lieber 1 mal im Jahr eine größere Summe oder übernehme eine Kinderpatenschaft.
    Wenn die Leute Kleidung oder Essen wollen bekommen sie was. Inna Grundschule bin ich so immer mein grausiges Butterbrot losgeworden :grin:


    LG Sara
     
    #17
    Sahneschnitte1985, 18 Juni 2005
  18. slaughterer
    Verbringt hier viel Zeit
    252
    101
    0
    in einer Beziehung
    ''Schatz, hol mal die Bockflinte vom Kamin.''

    (ok, ich muss Sie selbst holen...)

    An der Tuer gibt es nichts, aber Pennern geb ich ab und zu schonmal 1-2€.
     
    #18
    slaughterer, 18 Juni 2005
  19. darksilvergirl
    Verbringt hier viel Zeit
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    1
    nicht angegeben
    also da ich mal von ausgehe das keiner gerne bettelt (ich würds jedenfalls nich können) geh ich erstmal davon aus dasses "echt" ist - und wenn nicht hat sich entsprechender mensch mit dieser überwindung schon was verdient... wobei ich zugeben muss das kommt auch sehr aufs ansprechen drauf an, wenn mir wer von grund auf unsympathisch is wirds nix.
     
    #19
    darksilvergirl, 19 Juni 2005
  20. kerl
    kerl (53)
    Verbringt hier viel Zeit
    1.138
    121
    1
    nicht angegeben
    ja das denke ich auch immer, leider stimmt das nicht.
    das kostet dich oder mich überwindung, bei denen die das tun, soll es so aussehen als ob es überwindung kostet. :zwinker:

    bei vielen ist das betteln (bei denen die das tun heisst das dann "schnorren" damit es nicht so hart klingt, was es aber auch nicht besser macht) nahezu "berufung".
    originalton aus einer punkertruppe neben denen ich gesessen und mein eis geschschleckt habe.

    "so wer besorgt uns jetzt neues bier?" dann haben die jungs und mädels das flaschenpfand ausgerechnet und irgendeiner meinte dann das er "mal eben" was schnorren geht damit es für den neuen einkauf reicht.

    geht ja auch prima. wenn von 20 angeqatschten einer 50cent oder sogar ein euro gibt, dann ist das doch schon eine lohnende sache. besser als nix!

    für dich (hoffe ich doch das du wie auch immer genug geld zur verfügung hast), für mich und viele andere ist das zu wenig geld was man damit "verdient", aber für die leute die dann sowieso nichts zu tun haben ist das dann ein kleiner nebenverdienst.
    ob es denen tatsächlich leicht fällt steht auf einem anderem blatt.
    ich denke immer wer in der lage ist leute auf der stasse einfach so anzuquatschen, der sollte auch in der lage sein mit seinen "fähigkeiten" anderweitig geld zu verdienen.


    hier noch ein "schöner" vo gestern in der dortmunder city:
    mann ziemlich abgerissen kam auf uns zu. faltetet ein rezept auf sagte er sei sozialhilfeempfänger und sammelt für seinen medikamenteneinkauf.
    er müsse auch ganz dringend seine medikamente einnehmen sonst gehe es ihm schlecht.
    ich habe ihm fieserweise entgegnet das wenn er sozialhilfe-empfänger ist doch von der rezeptgebühr befreit sei.
    ruckzuck war er weg.
    naja aber die masche ist nicht schlech. :grin:

    da denke ich dann auch das man solche fähigkeiten doch irgendwie in geregelte bahnen lenken müsste.
    anscheinend hat er keine lust oder nie ein chance im leben bekommen. beides ist traurig. :frown:

    lg
    kerl
     
    #20
    kerl, 19 Juni 2005

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