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Beziehung geht zu Ende...

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von Panterei, 8 Dezember 2007.

  1. Panterei
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ich hab lange überlegt, ob ich hier reinschreiben soll, aber ich denke, es hilft mir die Sache mit meiner Exfreundin (fällt mir schwer, das zu schreiben, wills noch nicht wirklich glauben, dass es aus ist) zu verarbeiten. Aber ich fang lieber von ganz vorne an:

    Vor zwei Jahren hab ich sie zufällig auf einer Uni-Party kennengelernt, sie hat mich aus heiterem Himmel angesprochen, weil sie mich mit jemandem verwechselt hat. Dann ging alles relativ schnell. Haben uns nach einer Woche getroffen und waren nach sage und schreibe 9 Tagen zusammen. Viele werden jetzt sagen, Mensch das ist zu schnell, das kann nicht gutgehen. Normalerweise denk ich da auch so, aber in diesem Fall hab ich einfach mich einfach mal fallen lassen und so hat es sich eben ergeben, dass wir sehr schnell zusammen kamen. Nun gut, ich werde gerade melancholisch und eigentlich tut der Anfang ja auch gar nichts zur Sache, aber die zwei Jahre mit ihr waren einfach so schön. Sie ist (ja ist sie immer noch) ein total lieber, offener, intelligenter Mensch,
    allerdings auch ziemlich perfektionistisch (Abiturnote 0.8) und ein absolut rational denkender (der mich immer irgendiwe verändern wollte und nie zufrieden mit dem ist, was sie hat) Mensch. Wenn wir z.B. zusammen einkaufen waren und ich links rum gehen wollte, dann wollte sie rechts gehen. Ich ließ mich immer von ihr überzeugen, dass es rechts rum eigentlich günstiger war (sie hatte in der Tat immer die besseren Argumente, hatte sehr viel überzeugungskraft) und ich hab halt dann immer gedacht, gut, lass de Frau ihren Willen, gibst du halt nach (fällt mir normalerweise schwer, weil ich selbst ungern unrecht habe, aber das ist wohl Liebe). Zweimal hatten wir Krach in der Beziehung, weil ihr bestimmte Dinge an mir nicht passten (z.B. Unordentlichkeit). Ich hab dann immer versucht, auf sie einzugehen und mich zu besserun, und danach war eigentlich immer wieder alles in Ordnung. Dabei muss ich sagen, dass ich kein leichter Mensch bin. Ich bin ziemlich faul, hab mich in der Beziehung ausgeruht, bin fast nie zu ihr gefahren (das war auch ein Punkt, den sie kritisiert hatte), allerdings war ich immer (und das sagt sie selber), immer gut zu ihr und für sie da, wenn sie mich gebraucht hat. Trotz oben genannter Punkte war sie meine erste Beziehung, in der ich mich voll fallen lassen konnte, in der ich sie anrufen konnte, ohne Angst zu haben, sie dadurch zu bedrängen. Wir sprachen davon, was später wird usw... Und sie ist immer gern vorbeigekommen, ich hab gemerkt, dass sie gern bei mir war und das hat mich glücklich und faul gemacht (ich hatte ja schon alles was ich mir jemals erhofft hatte). Außerdem - und das wird mir erst jetzt klar - hatte ich mein Befinden absolut von ihr abhängig gemacht. Sie hat mir einfach
    alles gegeben, was ich brauchte. Ich bin nicht mehr gern mit Freunden weggegangen, weil sie mir nicht geben konnten, was SIE mir gab, war die ganze Zeit daheim vorm Computer gesessen - kurz und gut: Ich hab mein Glück von ihr abhänging gemacht. Ich bin beispielsweise nicht mehr weggegangen, einersetis aus Faulheit (ich hatte ja schon ne tolle Freundin), andererseits aus Angst, ich könnte mich in ne andere verlieben, wenn ich ohne sie Spaß mit
    anderen Mädchen habe. Versteht ihr, mir hat es keinen Spaß bereitet mit anderen Spaß zu haben, ohne das sie dabei ist, weil ich dachte/denke, dass ich ihr damit weh tue/ sie verletze) und das mir letztendlich den Spaß verdorben hat.


    Zunächst etwas scheinbar Beziehungs-Unabhängiges: Vor ein paar Monaten kam ich heim und hatte plötzlich ein absolut schlechtes Gefühl, plötzlich totale Niedergeschlagenheit und das Gefühl meine
    Gedanken laufen Amok in meinem Kopf. Die folgenden Monate habe ich mich intensivst mit mir selbst und meinem Befinden beschäftigt, habe mir unterschiedlichste psychiatrische Krankheiten angedichtet und war die letzten Monate wirklich fast am verzweifeln, was mit mir los ist, warum ich ständig am selbstbemitleiden bin und mir einfach der Elan fehlt. Ich muss dazu sagen, dass ich eher der gedankenversunkende Mensch ist, der alles in seinem Kopf tausendfach analysiert, warum, wieso, weshalb und vom hundertsten ins tausendste komme. In all dieser Zeit hat sich meine
    Freundin kaum darum gekümmert, was ich habe, zumindest oberflächlich, denn sie ist Meisterin darin, Dinge zu verdrängen und rational zu erklären. Ich hab sie aber immer verstanden, weil sie mal ne Beziehung hatte mit einem Alkoholiker mit einer äußerst schweren Trennung, in der er sogar mit Selbstmord gedroht hat, wenn sie ihn verlässt. Trotzdem hat sie das durchgezogen, und dafür bewundere ich sie einfach. Sie kam mir immer stärker als ich vor. Ich ständig am jammer über Gott und die Welt und sie die starke Frau (nach außen). Auf jeden Fall war ich in letzter Zeit äußerst schlecht drauf und vor drei Wochen war es dann soweit. Irgendein "Bauchgefühl", auf das ich mich bisher immer verlassen konnte, veranlasste mich dazu, sie nach einem äußerst gelungenen, liebevollen Abend (vll. war das der Grund) zu fragen, "ob sie mich überhaupt noch wolle", fragt mich nicht warum. Sie meinte es wäre alles in Ordung, aber ich da kenn ich sie zu gut, die Meisterin der Rationalisierung (Herz sagt was anderes, als ihr Verstand ihr sagt). Nachdem ich sie ein wenig mehr gereizt habe, ist es aus ihr herausgebrochen (sinngemäß):

    "Sie sei sich nicht mehr sicher, ob sie mich noch liebe oder nur aus Gewohnheit zusammen sei. Sie weiß diesmal keinen Grund, was ihr an mir nicht passen sollte, aber irgendwas lässt sie zweifeln."

    Ich war wie immer veständnisvoll, hab gesagt, sie brauch sich deshalb keine Sorgen zu machen, ich lass ihr notfalls Zeit, wenn sie sie braucht. Am nächsten Tag war scheinbar wieder alles in Ordung, ich war froh, dass alles wieder passt, aber unterbewusst gleichzeitig skeptisch: Man kann sich doch nicht von einen auf den anderen Tag wieder sicher sein? Die ganze Woche spielte mir mein Kopf noch die heile Beziehung vor, aber ein schlechtes Gefühl blieb weiterhin. Vor einer oder zwei Wochen (ich weiß es echt nicht mehr) war sie mit ihrer Freundin unterwegs und ich wurde mein schlechtes Bauchgefühl nicht los (im Nachhinein lässt sich das natürlich leicht sagen). Am nächsten Tag kam sie wieder vorbei, war zunächst wieder alles wie beim alten. Dann plötzlich sagt sie unter Tränen: " Ich hab scheiße gebaut, ich hab gestern mit einem andern rumgeknutscht". War natürlich ein Schlag ins Gesicht, aber als sie das sagte, war ich total ruhig, so als hätte ich gewusst, dass die augenscheinliche Ruhe der vorangegangenen Woche wie gesagt nur augenscheinlich war. Bewusst in meinem Verstand war mir das wohl nicht, aber ich hatte im nachhinein einfach kein gutes Gefühl gehabt. Sie war so fertig als sie mir das beichtete und ich hab ihr im Grunde sofort verziehen und auch geglaubt, dass ihr das nichts bedeutet hat, auch wenn ich mir ein paar Tage Bedenkzeit gönnen wollte.

    Ich muss jetzt hier kurz unterbrechen und eines sagen: Meine Exfreundin/Freundin ist ein sehr moralischer Mensch, Untreue
    passt nicht zu ihr. Dabei bleibe ich, sie ist ein wunderbarer, gefühlvoller, liebenswerterr Mensch! Egal, was sie
    macht, gemacht hat, machen wird, ich kann ihr nicht böse sein! Und ich versuche mich gegen die schlechten
    Gedanekn, die ich trotzdem manchmal gegen sie habe, zu wehren, denn sie zeugen meiner Meinung nach nicht von
    Liebe, sondern von verletztem männlichen Stolz.

    Und noch was zu mir: hab grad bei durchlesen gemerkt, dass ich wie das volle Weichei rüberkomm. Ich denke ich hab druchaus ein gesundes Selbsbewusstsein (nur in Liebesdingen vll nicht), schau denk ich nicht schlecht aus, mach mein Studium ohne große Probleme und hab einige gute Freunde und bin auch sonst ein ganz guter Kerl, denk ich mal.

    Gut weiter im Text. Ursprünglich wollte ich eine Woche "taktisch" warten, damit sie erkennt, was sie an mir hat. Aber nach drei Tagen inneren Zwangs habe ich sie doch angerufen, ich bin vorbeigefahren, wir haben uns vesöhnt, mein Verstand war zwar realistisch, ich höre mich noch sagen, wir müssten schauen, was die Zukunft bringt und ich könnte ihr nicht versprechen, das ich noch was von ihr wolle. Sie war eigentümlich nett zu mir, hat gesagt, ihr wäre es am liebsten ich geh selber auf ne Party und knutsche mit einer anderen rum. Dann meinte sie, sie wäre doch gestört, weil sie sowas sagt. Sie war selber fix und fertig, ich
    hab ihr ihren eigenen innere zweikampf (Verstand vs Herz) angesehen. Sie sagt, ihre Freundinnen sagten zu ihr immer, sie solle auf ihr Herz hören, aber ihr Herz sagt irgendwie nichts. Nun gut, die woche darauf war ich nicht gut drauf, war aus unerfindlichen Gründen absolut mies drauf, obwohl ich mir einredete, es sei doch alles in Ordnung. Das weiß man natürlich immer erst im Nachhinein. Gegen Ende der Woche meldete sie sich wieder täglich, so wie sonst auch immer, wir telefonierten und ich war wirklich wieder guten Mutes, dass alles ein gutes Ende nehmen wird. Ich
    war während des Wochenendes bei meinem Vater, dem ich in Liebesdingen sehr vertraue. Ich weiß noch genau, als
    mein Dad meinte, "Ein dritter kommt immer erst dann ins Spiel, wenn schon lange davor, meist unbewusst, Zweifel bestanden haben". Ich hör mich noch aufbrausen, als er das sagte, weil ich das nicht hören wollte, weil ich vermutlich tief drinnen wusste, dass es die Wahrheit ist... Wie gesagt im Nachhinein wird einem alles erst klar.

    Letzten Montag ist sie dann wieder vorbeigekommen und hat mit ihrem neuen Elan, der mir die Woche zuvor so Mut gemacht hatte, gesagt sie müsste jetzt mit mir mal Klartext reden. Ich hatte ihr das mit dem "dritten im Spiel" von meinem Vater gesagt (ich kann ihr einfach nichts verheimlichen, hab das Gefühl ich belüge sie sonst) und sie hat mich nach dem Klartextreden gefragt, ob ich das absichtlich gemacht habe. Ich weiß es nicht. Zurück zum
    Klartext reden: Sie stellt sich also vor mich hin, holt tief Luft (und sowas fällt ihr immer sehr schwer, deshalb hab ichs ihr auch hoch angerechnet), und sagte sinngemäß:

    Ja, du hast Recht, es war ein dritter im Spiel, sie hat sich in einen Typen aus dem Institut (an der Uni) verknallt und sie war jetzt drei Wochen im Zwiespalt, hat sich aber meine Worte zu Herzen genommen, dass man das langfristige Glück nicht gegen kurzfristige Glücksgefühle eintauschen sollte und sie hat sich für mich entschieden.

    Zunächst war ich sehr niedergeschlagen, aber dann keimte auch Hoffnung auf. Endlich hat sich eine Frau mal für mich entschieden (über meine Exbeziehungen kann ich im weiteren Verlauf des Threads mal was schreiben, nur soviel, erste Liebe, bester freund in sie verknallt, sie entscheidet sich für ihn, beide weg). Und ich wollte bzw, will sie ja als Freudin, deshalb hab ich mir gesagt, ok, sie will einen Neustart und du willst es ja auch. Ich meinte dann zu ihr, dass ich es nochmal versuchen wolle, ihr aber nicht versprechen könne, ob ich das aushalte (vielleicht war mir schon klar, dass das so nicht geht). Ich wollte dann noch was wissen, was sie mit dem Typen aus dem Institut alles gemacht hat, sie meinte zweimal geküsst, aber sie war nie bei ihm daheim und er nie nie bie ihr. Naja, eigentlich egal, hier gehts schlißlich um uns. Kurzfristig stieg wut in mir auf: Sie kommt nach dem Diskounfall zu mir, heult sich aus, sagt sie sei so ein trottel, und danach knutscht sie nocheinmal mit dem anderen typen rum (mir kommt grad wieder hoch, aber ich weiß, dass das ein oberflächliches Gefühl ist). Gut wie gesagt, ich halte sie für einen moralischen Menschen und ich
    betrachte diese ganze Unsicherheitsgeschichte als einen großen Ausrutscher, der nichts anderes als die Folge ihrer Unsicherheit ist. und nicht das eigentliche Problem ist (Was ist mit uns) Wir machen also aus, dass wir am nächsten Tag wieder in den Tanzkurs gehen (den ich in sehr negativer Erinnerung habe, weil danach immer etwas geschah). Den nächsten Tag bin ich relativ gut drauf, aber
    irgendwas in mir lässt mich am Nachmittag tiefst betrübt werden. Mir war schon klar, als sie mir am Tag zuvor sagt, sie "entscheide" sich für mich, so als ob es nun an mir liege sie zu nehmen oder nicht. Am Tag zuvor meinte sie außerdem noch, dass ich meinen Eltern nichts sagen dürfe, weil es sonst ein Spießrutenlauf für sie würde. Das Argument stimmt natürlich (sie hat ja immer gute Argumente), aber das Wie, diese Bedingung passt nicht zur
    reumütig zurückkehrenden Freundin. Das ist vermutlich auch der Grund warum, ich am Dienstag so schlecht drauf war. Sie ist dann vor dem Tanzkurs gekommen und an diesem Abend sprach ich diese Dinge nochmal, die mich so gestört haben.

    Nochmal: Sie ist kein schlechter Mensch! Das ist mir wirklich wichtig, dass ihr sie nicht verurteilt. Ich glaube ihr, wenn sie sagt, dass sie mit mir zusammen sein will und ich glaub auch, dass sie ehrlich zu mir zurückkommen wollte, weil ihr Verstand sagt, dass ich der Richtige für sie bin. Aber ich kenn sie halt und das ist das
    tragische an der Sache. Sie wehrt sich solange gegen ihr Herz, dagegen, dass sie mich nicht mehr so liebt wie sie es gern hätte, und sie ist selbst innerlich zerrissen, ich weiß es.

    Auf jeden Fall war das der Abend, an dem mir klar wurde, dass das so nichts wird. Ich hab ihr gesagt, dass das so nicht funktionniert, das ich ihre Entscheidung für eine "Vernunftsentscheidung" halte und dass ich so nicht mit ihr zusammen sein kann (*heul* man viel mir das schwer und ich kann immer noch nicht glauben, dass es aus ist).

    Wir haben dann beide Rotz und Wasser geheult und sie war so zerrissen, dass es mir fast das Herz gebrochen hätte, obwohl mir auch klar ist, dass ich als Ursache ihres Übels nicht gleichzeitig ihr Heilmittel sein kann. Wir haben uns lange umarmt und sie hat schluchzend gesagt, sie wisse auch nicht, warum sie mich nur drücken könne wie einen Freund und mir keine Liebe entgegen bringen könne. Und in dem Moment war mir eigentlich klar, dass das
    Schiff abgefahren war. Und mir wurde wieder bewusst, dass ich was an meinem eigenen Leben ändern muss, dass ich nicht meine ganze Liebe auf eine Person versteifen darf (bzw. muss ich mir die Frage stellen, ob ICH überhaupt selbst echt liebe???), denn wie heißt es so schön in Erich Fromms "Kunst der Liebe"..... über die abgöttische
    Liebe (die ich hoffentlich noch nicht habe ;-) ):


    Eine Form der Pseudoliebe, die nicht selten ist und oft als die "große Liebe" erlebt wird (und die noch öfter in rührenden Filmen und Romanen dargestellt wird), ist die abgöttische Liebe. Wenn jemand noch nicht das Niveau erreicht hat, wo er ein Gefühl der Identität, des Ich-Seins hat, das sich auf die produktive Entfaltung seiner eigenen Kräfte gründet, neigt er dazu, die geliebte Person zu "vergöttern". Er wird dann seinen eigenen Kräften entfremdet und projiziert sie auf die geliebte Person, die er als das summum bonum, als Inbegriff aller Liebe, allen Lichts und aller Seligkeit verehrt. Bei diesem Prozeß beraubt er sich völlig des Gefühls von eigener Stärke und verliert sich in der Geliebten, anstatt sich in ihr zu finden.
    [Anmerkung m.k.: Man beachte die, selbst bei Fromm leider relativ häufig anzutreffende, implizite Verteilung der Geschlechterrollen, wie hier z.B. der Liebende ("jemand") vs. die Geliebte] Da in der Regel niemand auf die Dauer die Erwartungen eines so abgöttischen Liebenden erfüllen kann, muß es zu Enttäuschungen kommen, und man sucht sich mit einem neuen Idol zu entschädigen, manchmal in einem nicht endenden Kreislauf. Kennzeichnend für diese Liebe ist die Intensität und Plötzlichkeit des Liebeserlebnisses. Oft wird diese abgöttische Liebe als die wahre große Liebe bezeichnet. Aber während sie angeblich der Inbegriff einer intensiven, tiefen Liebe ist, spricht aus ihr in Wirklichkeit nur der Hunger und die Verzweiflung des abgöttisch Liebenden. Es braucht wohl nicht besonders erwähnt zu werden, daß nicht selten zwei Menschen in einer gegenseitigen abgöttischen Liebe zusammenfinden, die in Extremfällen das Bild einer folie a deux [Wahnsinn zu
    zweit] bietet.


    Und trotzdem habe ich Hoffnung, dass der Zug für mich noch nicht ganz abgefahren ist, dass ich es schaffe, Liebe nicht erzwingen zu wollen und zu akzepieren, dass Liebe vergehen kann und nicht 100% im Leben ist...

    Im Übrigen sind folgende Interpretationen hauptsächlich von meinem Vater (hat wie gesagt meistens recht), die ich aber, je länger ich darüber nachdenke, als richtig empfinde, ich fasse sie nochmal zusammen:

    1) Meine Psycho-Verrückt-Werde Geschichte war nichts anderes als ein Abwehrmechanismus meines Verstandes (irgendwas stimmt nicht, ich weiß nicht was, also rationalisiere ich, indem ich mir Krankheiten andichte). Würde auch passen, weil ich mich seit den letzten Ereignissen davon befreit sehe.

    2) Meine Freundin befindet sich schon länger herzenstechnisch in einem Loslösungsprozess, den sie rein vernunftsmäßig nicht wahrhaben wollte (bis zum schluss, wollte sich für mich entscheiden)

    3) Es geht nicht um die Frage, "ich oder der ander Typ" (in den sie sich verknallt hat), sondern um um die Frage "ich oder ich-nicht" (wie gesagt ist ein dritter nur die logische Folge eines schon viel länger bestehener Loslösung)

    4) Gesagt Worte in einer Beziehung sind nur Schall und Rauch (z.B. Das Planen unserer Zukunft, soll nicht heißen, dass das nicht ernst gemeint ist in dem Moment, wo's gesagt wird, aber Liebe kann man nicht 100% erzwingen)

    5) Zu 99.99% ist die Beziehung beendet (das ist am schwersten zu akzeptieren)





    So jetzt sitz ich da, kann nichts mehr schreiben, könnte mal wieder heulen, aber eins weiß ich auch: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Und hoffen tu ich immer noch, auch wenn ich kein gutes Gefühl dabei habe. Ein bißchen Schuld ist meine Exfreundinn aber auch: An dem Abend, als ich die Sache beendet habe, hat sie es nicht wahrhaben wollen, sie hat so geheult und gesagt, dass sie nicht glauben kann, dass mein Bild nicht mehr auf ihrem Tisch steht und der Adventskalender, den ich für sie gemacht habe, nicht mehr da ist, und dass sie es nicht fassen kann und sie hat
    quasi angekündigt, dass irgendwas passieren muss.......

    .... und das Tragische an der ganzen Geschichte ist, dass sie das vermutlich in einem Moment der Melancholie gesagt hat und dass sie ganz genau weiß, dass es die richtige Entscheidung war...

    .... und ich weiß, dass ich die Hoffnung nicht aufgegeben habe, dass sie ihre Liebe doch noch entdeckt, aber ich weiß auch, dass das nicht in meiner derzeitigen Verfassung möglich ist....

    .... und ich weiß, dass ich mich erst wieder mein Leben in den Griff kriegen muss und mich um mich kümmern muss, bevor es jemals wieder klappen sollte.....

    .... und ich hab Angst davor, mich zu entlieben und das ist das macht mich am traurigsten dabei...

    .... weil ich weiß, dass es so kommen wird...



    Vielen Dank fürs Durchlesen!
    Panterei
     
    #1
    Panterei, 8 Dezember 2007
  2. MrEvil
    MrEvil (31)
    Verbringt hier viel Zeit
    755
    101
    0
    Single
    tja, kann man nichts mehr dazu sagen außer viel Erfolg beim durchstehen, dass du es möglichst bald hinter dir hast.
     
    #2
    MrEvil, 8 Dezember 2007

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