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Beziehung und Fremdsprache

Dieses Thema im Forum "Liebe & Sex Umfragen" wurde erstellt von User 97853, 16 November 2017.

Stichworte:
  1. User 97853
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Single
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    Hoffentlich gab es das Thema in letzter Zeit nicht.
    Meine Gedanken sind folgende:
    In einer Beziehung mit einem Partner, der die gleiche Muttersprache hat, kann man ohne Hindernisse kommunizieren. Der Wortschatz ist vorhanden, man kennt die Redewendungen und weiß, wie man was ausdrücken muss, damit es so ankommt, wie man möchte (meistens zumindest). Wie ist das aber, wenn man mit einem Menschen zusammen ist, der eine andere Muttersprache hat? Beispielsweise kommuniziert man deshalb immer auf Englisch miteinander. Was aber, wenn man kein native speaker ist und Englisch nur in der Schule gelernt hat? Was, wenn einem für gewisse Dinge der Wortschatz fehlt und man sich dann einfach "einfacher", aber somit auch anders ausdrücken muss? Schließlich hätte man den Satz auf Deutsch ganz anders formuliert.
    Habt ihr schon mal eine Beziehung mit jemandem geführt, der nicht eure Muttersprache gesprochen hat?
    Gab es Schwierigkeiten?
    Wie habt ihr diese überwunden?
    Wie sieht es mit so kulturellen Unterschieden wie "Ich liebe dich" aus. In den USA schmeißt man mit so einem Satz vielleicht schneller um sich als in Deutschland (reine Vermutung und soll nur als Beispiel dienen). Wie geht ihr damit um?
    Welche Tipps hat ihr für Paare, bei denen mind einer nicht in der Muttersprache spricht?
    Die Fragen dienen nur als Orientierung.
     
    #1
    Zuletzt bearbeitet: 16 November 2017
    User 97853, 16 November 2017
    • Interessant Interessant x 1
  2. krava
    krava (36)
    Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
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    Single
    Mein Englisch ist fließend, deswegen hatte ich mit englischsprachigen Männern noch nie Probleme.
    Das würde aber mit jeder anderen Sprache anders aussehen. Ich kann zwar auch andere Sprachen, aber längst nicht so gut. Und ich glaube das wäre mir dann einfach zu anstrengend :grin:
    Bei Englisch ist das kein Problem, das spreche ich eigentlich wie Deutsch. Da muss ich mich auch nicht außerordentlich konzentrieren.
    Bei mir ist es oft sogar so, dass mir eine Formulierung auf englisch wesentlich leichter fällt aus auf deutsch das war aber auch in meiner Schulzeit schon so.
    Ich habe selbst mit meinem Ex Ex-Freund oft Englisch geredet bzw gerade etwas emotionales oft auf Englisch erklärt, obwohl er ein Deutscher ist :grin:
     
    #2
    krava, 16 November 2017
  3. User 167603
    Ist noch neu hier
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    vergeben und glücklich
    Hab selbst keine Erfahrung, fragte mich aber genau das schon öfters. Meine Mutter war aber mal mit einem US Amerikaner verheiratet der in den 80ern hier in Deutschland stationiert war. Irgendwie hat es komischerweise geklappt, obwohl sie kein Wort englisch konnte. Mehr oder weniger.
    Das lernt man wohl relativ leicht und, du darfst nicht vergessen, viel in einer Beziehung funktioniert nicht über gesprochene Worte. Außerdem nimmt man wohl automatisch "Rücksicht" auf den anderen wenn dieser sich unglücklich ausdrückt. Ja, also die Sprache ist nicht sooo das Problem, gerade in Beziehungen. Das ist bei Arbeitskollegen und anderen Menschen denen man distanzierter ist, wesentlich schwieriger.
    Da stolpert es vielleicht in einer Beziehung eher an der Mentalität allgemein, aber nicht unbedingt am Sprachproblem. Mein Fall wäre es aber auch nicht.
     
    #3
    User 167603, 16 November 2017
  4. User 165783
    Ist noch neu hier
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    8
    3
    Single
    Das ist kein Problem, sie ist Mexikanerin und ich Deutscher und dann alles auf Englisch. Passt. :smile:
     
    #4
    User 165783, 16 November 2017
    • Lieb Lieb x 1
  5. User 167764
    Ist noch neu hier
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    nicht angegeben
    Was ich an Sprache mag, ist Präzision und mein Deutsch ist deswegen wahrscheinlich sehr altmodisch. Die Rechtschreibreform hat der Sprache und unserer Kultur nicht gutgetan und die vom internationalen Gebrauch abweichenden Schreibweisen von allgemeingültigen Fremdwörtern wie Delfin halte ich schon bald für "nationale Großmannsucht". Als Lateiner ärgert mich am Rande auch die ungebildete neue deutsche Schreibweise vieler lateinischer Fremd- und Lehnwörter.

    Ich war mit Ausländerinnen zusammen, aber meist aus dem angelsächsischen Sprachraum. Ich hatte anfänglich die üblichen Vorurteile genau wie du ("Amis sind oberflächlich und ungebildet"), habe aber viel gelernt und konnte diesen Eindruck mit der Zeit besser einschätzen. Die deutsche Sprache ist in meinen Augen verzagt. Alles wird relativiert, zurückgenommen und in einem Wust nichtssagender Floskeln und mehrdeutiger Begriffe verborgen oder sogar getarnt. Und das, obwohl die Angelsachsen vier- oder fünfmal so viele Wörter haben wie wir!

    Vergleiche bspw. mal den "Hundeflüsterer" und den "Hundeprofi". Der eine hat sein Leben aufs Spiel gesetzt, um eine unmissverständliche Sprache anwenden zu können und in unzweideutigen Worten zwischen Mensch und Hund zu vermitteln, beim anderen sind die Hunde "irgendwie drauf" und er wurde vom Gymnasium Duisburg geworfen. "Gymnasium" ist bei Amis und Griechen, letztere haben das Wort erfunden, übrigens eine Turnhalle.

    Also: Ja, in einer fremden Sprache, jedenfalls in Englisch, musst du dich eindeutiger bekennen (der "man" nimmt dir das dann nicht mehr ab) und vieles was dir im Deutschen hoch komplex vorgekommen ist, ist im Englischen gerade mal einen Satz wert. Dadurch lässt sich die Welt deutlich präziser beschreiben. Was steht denn im Deutschen an Stelle von "I love you"? Vielleicht so etwas wie "deine Person lässt mich nicht kalt, aber ich möchte meine Gefühle zu dir zunächst als ein Lebensabschnittspartner tiefer ergründen, um zu sehen, ob mein Empfinden zu dir kongruent in unseren gemeinsamen Lebensentwürfen im Test der Zeit besteht und dann würde ich gern am Ende meiner Berufsausbildung nochmal mit dir reden"? Gegen Ende hab ich noch nicht mal mehr auf die Grammatik geachtet.

    Mein Bekanntenkreis ist in der Mehrzahl englisch. Ich genieße es, mich auf Englisch auszudrücken und kann so besser Ordnung in meine Gedanken bringen. Früher in der Schule haben z.B. manche Leute für 22 Seiten die selbe Note erhalten wie ich für meine 1 1/2 Seiten. Kulturelle Unterschiede gibt es - übrigens auch unter den Angelsachsen selbst - mir ist aber aufgefallen, dass deren Existenz Amerikanern im Gegensatz zu Deutschen eher bewusst zu sein scheint.

    Das Leben im Ausland ist auf jeden Fall unmittelbarer als in der Heimat und eine Beziehung zu jemanden aus einem anderen Kulturkreis macht dein Gefühlsleben definitiv universeller, jedoch dadurch nicht ärmer, sondern meiner Meinung nach reicher.
     
    #5
    User 167764, 17 November 2017
    • Zustimmung Zustimmung x 1
  6. ProgressiveMind
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    in einer Beziehung
    Ich bin mit na Oberpfälzerin leiert. Bisher keine großen Probleme!
     
    #6
    ProgressiveMind, 17 November 2017
    • Witzig Witzig x 7
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  7. GreenAndGrey
    Meistens hier zu finden
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    Verheiratet
    Meine Beziehung hat von der Abwesenheit einer gemeinsamen Muttersprache bisher sehr profitiert: Wir wissen, wie leicht Missverständnisse entstehen können, daher hören wir einander genauer zu und versuchen auch, uns klarer auszudrücken und ausführlicher zu erklären.

    Zusätzlich zum sprachlichen Aspekt kommt ja noch der kulturelle hinzu. Hier haben wir auch immer sehr viel Engagement für das Erklären der eigenen und das Verstehen der anderen Kultur an den Tag gelegt.
     
    #7
    GreenAndGrey, 17 November 2017
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  8. User 83901
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    vergeben und glücklich
    Ich hatte in meinem Leben durchaus schon Partner oder Sexpartner, die kein Deutsch gesprochen haben. Im Idealfall hat man dann Englisch geredet, da ich das fließend spreche. Zweimal war es Spanisch, das spreche ich zwar nur lausig, verstehe ich aber gut. Insofern ging das schon irgendwie, in einer längeren Beziehung hätte ich die Sprache dann natürlich entsprechend intensiver gelernt oder studiert.

    Nun ist mein Partner Schwede, der fließend Englisch und etwas Deutsch (und darüber hinaus Spanisch) spricht. Er konnte immer gut mit Sprachen, daher gibt es nur selten Probleme in der Kommunikation. Eigentlich.

    Allerdings sprechen wir fast ausschließlich Schwedisch. Mittlerweile jedenfalls. Zu Beginn habe ich mich mit dem bisschen Uni-Schwedisch und dem, was ich mir über Gespräche mit meinen schwedischen Freunden angeeignet habe, ziemlich geziert. Mir war es zudem peinlich, dass ich bestimmte Laute (das Zungen-R) einfach aufgrund meiner eigenen Herkunft nicht bilden kann (auch wenn ich als Linguist in der Theorie weiß, wie man sie bildet), und das hat mich ziemlich gebremst. Mit der Zeit wurde ich aber lockerer und wir scherzen eigentlich eher darüber.

    Mein Freund korrigiert mich, sobald ich einen Fehler mache. Grammatikfehler unterlaufen mir selten, Aussprache- und vor allem Betonungsfehler (bedingt durch den Singsang der Sprache) kommen eher mal vor. Mein Freund unterbricht mich dann, spricht das Wort korrekt aus und ich wiederhole es.

    Ansonsten gab es den ein oder anderen peinlichen Moment, weil ich natürlich noch längst nicht alle Ausdrücke kann. Einmal sagte ich: "Kan vi inte sätta på cykeln?" und mein Freund brach in schallendes Gelächter aus. Da standen wir am Auto und ich wollte mein Fahrrad auf die Halterung setzen (setzen = sätta). Leider fragte ich mit dem obigen Satz: "Können wir nicht das Fahrrad vögeln?", weil "sätta på" Slang für eben vögeln ist (außer man spricht über Kaffee....). :ninja::flennen::ROFLMAO:

    Deshalb haben wir anfangs im Bett auch nur Englisch geredet, aber mittlerweile dominiert dort auf beiden Seiten Schwedisch. Man lernt das ja alles. :smile:

    "Ich liebe dich" ist im Schwedischen übrigens ähnlich gewichtet wie im Englischen. Die Kinder sagen das zu mir, mein Freund sagt das zu mir, wir sagen das zu den Kindern, zu der Katze... Eine Unterscheidung wie im Deutschen zwischen "lieben" und "liebhaben" gibt es nicht.

    EDIT: Welchen Rat könnte ich geben?
    Wenn man wie in unserem Fall beide Muttersprachen anwenden will, muss man ziemlich konsequent trainieren. Wir machen das manchmal auch einfach so, dass jeder seine Muttersprache spricht, das ist gutes Training fürs Hörverständnis. Oder wir spielen das übliche Tandem-Spiel, in dem er Deutsch spricht und ich Schwedisch.

    Redewendungen, Slang etc. lernt man ja am besten ganz natürlich oder auch durch das Lesen von Büchern.

    Ganz wichtig: Beim Sex unbedingt auf eine Sprache einigen, die beide verstehen, um Missverständnissen vorzubeugen. Das ist vor allem bei spezielleren Praktiken natürlich wichtig, damit nichts geschieht, was der eine vielleicht nicht will.
     
    #8
    Zuletzt bearbeitet: 17 November 2017
    User 83901, 17 November 2017
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  9. User 121794
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    Single
    Darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. :grin: In meiner Stadt und dadurch auch meinem Umfeld gibt es recht viele Internationals. Ich spreche Englisch zwar gut genug, um mich fließend unterhalten zu können, aber das Gefühl hintergründiger mentaler Arbeit ist dennoch mein ständiger Begleiter. Und im Vergleich zu meiner Muttersprache fallen auch Ebenen der Kommunikation weg, die ich in einer Beziehung oder allgemein vertrauteren, tiefgründigere Gesprächen früher oder später wohl vermissen würde. Ich spiele gerne mit der deutschen Sprache, erfinde regelmäßig eigene Wort- und Satzkreationen, liebe Sarkasmus und Wortwitz und finde es sehr anziehend, wenn da jemand mitzieht. Ich glaube, das würde mir längerfristig schon irgendwie fehlen. Es ist am Ende zwar höchstwarscheinlich nicht unüberwindbar, aber durchaus eine Sache, mit der ich irgendwie umgehen müsste (und mein Gegenüber höchstwahrscheinlich auch). Bleibt bisher aber rein theoretischer Natur, denn praktisch stand ich vor der Frage noch nicht. :grin:
     
    #9
    User 121794, 17 November 2017
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  10. User 83901
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    vergeben und glücklich
    Derlei Spiele mit der Sprache kann man sich aber aneignen, indem man sie eingehend studiert, eben durch Lektüre. Mir hat außerdem Wiktionary anfangs viel geholfen.

    Mittlerweile kann ich Emotionen, aber auch Verlangen und Geilheit ebenso gut auf Schwedisch ausdrücken oder eben Scherze machen. Im Schwedischen wird ja viel gereimt, da kann man coole Witze reißen. :cool:
     
    #10
    User 83901, 17 November 2017
  11. User 167764
    Ist noch neu hier
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    11
    nicht angegeben
    Was ich in meinem Beitrag weiter oben sagen wollte, war, dass ich Beschränkung als Bereicherung ansehe (was mittlerweile aber durch GreenAndGrey kürzer und besser formuliert worden ist).

    Wir gehen gemeinhin davon aus, dass wir mit mehr Wörtern auch mehr Schattierungen abbilden können. Bizarrerweise ist aber das Gegenteil der Fall.

    Raymond Chandler und Philip Dick haben bspw. Teile der Kurzgeschichten ihrer Anfangszeit in spätere Romane eingearbeitet und bei der Betrachtung übernommener Sequenzen wurde festgestellt, dass die Romanfassung nur ein Drittel der ursprünglichen Länge hatte, gleichzeitig aber bedeutend anschaulicher war. Aus sechzig Wörtern waren bei beiden nur noch zwanzig geworden, obwohl der Wortschatz ja gestiegen sein muss. Der Wortschatz ist für die Sprachkompetenz also offensichtlich völlig nebensächlich.
     
    #11
    User 167764, 17 November 2017
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  12. User 83901
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    2.450
    vergeben und glücklich
    Vielleicht aus literaturwissenschaftlicher Sicht.

    Hier habe ich aber zum Beispiel den Fall, dass ich zwei Kinder habe, die weder meine Muttersprache noch Englisch beherrschen und mit denen ich kommunizieren können muss. Und der Wortschatz eines fantasievollen 8-Jährigen kann ziemlich groß sein! Plus dass ich natürlich unter Umständen auch korrigierend eingreifen können will, wenn die Kinder Sprachfehler machen.
     
    #12
    User 83901, 17 November 2017
  13. Tahini
    Tahini (46)
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    in einer Beziehung
    Ich hatte grössere Kommunikationsprobleme mit meiner Freundin aus Niedersachsen als mit meinen Partnerinnen aus Iran und China. Nonverbale Kommunikation ist bei Paaren offensichtlich wichtiger als verbale, da man ja auch in Routine miteinander lebt und nicht bei jeder Kleinigkeit zu wohldurchdachten Vorträgen ausholen will.

    Madame Tahini und ich sprechen zuhause englisch (sie chinesisches Schulenglisch, ich mein mittlerweile recht abgeschliffenes Neutralenglisch auf kanadischer Suppenbasis), durchsetzt mit ein bisschen französisch (tiens, voila, bon voyage, tu l'as dit...), und vereinzelten, sich einschleichenden Ausdruecken aus dem Deutschen ("Wuerschtl!""Saukalt!" "Pfeif drauf!" "Schlaf gut!") und dem Schwedischen (fika, tack så mycket, strunta i det, släck ljuset var god...).

    Unterm Strich erfindet ja doch so gut wie jedes Paar seine eigene Sprache, kommt's mir vor.
     
    #13
    Tahini, 17 November 2017
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  14. User 91095
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    8.461
    nicht angegeben
    Schön wär's :zwinker:

    Sprache ist nur ein Instrument für Kommunikation, mehr aber auch nicht. Und Sprachen kann man lernen. Ich habe viele internationale Paare in meinem Bekannten- und Freundeskreis und Sprache ist da eher ein untergeordnetes Problem (eher kulturelle Unterschiede, wobei das bei "international" eingestellten Menschen auch nicht so schlimm ist). Viel wichtiger als Sprache ist, dass man sich auf einem anderen Level versteht, nämlich auf dem, das hinter der Sprache liegt.
     
    #14
    User 91095, 17 November 2017
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  15. User 130597
    Öfters im Forum
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    Verliebt
    Off-Topic:
    Kenne ich genauso von mir. Ich hab zu Schulzeiten mal einem skåning Nachhilfe in Deutsch gegeben, der selber das R nicht rollen konnte, mich aber damit aufgezogen hat ... :grin:


    Als ich jetzt nochmal neun Monate in Schweden war, hatte ich auch eine (wenn auch kurze) Beziehung zu einem Schweden. Ich spreche Schwedisch zwar fast perfekt (fast niemand hört mir an, dass ich nicht aus Schweden komme), aber mich hat es dann doch oft gestört, dass der schwedische Wortschatz im Gegensatz zum deutschen doch eher begrenzt ist und ich mich nicht immer so ausdrücken konnte, wie ich es gerne wollte. Außerdem habe ich es krasser als in Jugendzeiten gemerkt, dass ich im Schwedischen doch manchmal über Wörter oder Formulierungen nachdenken musste ... :annoyed:
    Jedenfalls fand ich es dann doch manchmal problematisch, dass ich in Diskussionen meinen Standpunkt nicht so darlegen konnte, wie ich es gerne wollte. Abgesehen davon war es aber kein Problem :grin:

    Mich mit meinem Partner auf Englisch unterhalten zu müssen, fände ich da wohl weitaus nerviger und würde ich auch nicht lange mitmachen, glaube ich.
     
    #15
    User 130597, 17 November 2017
  16. User 152150
    Verbringt hier viel Zeit
    1.014
    108
    437
    offene Beziehung
    Man sagt zwar (zu recht) Sprachen seien die Schlüssel zu den Herzen der Menschen....aber Liebe ist der Generalschlüssel.

    Ich hab in meiner Firma ein paar Kollegen, die solch anscheinend komplizierte Beziehungen haben. Im Idealfall können dann beide wenigstens ein halbwegs passables Englisch. Aber auch das ist nicht immer gegeben.
    Bei einem Päärchen, daß sich gefunden hat, war noch nicht mal die Grundlage gegeben.....beide sprachen nur Sprachen, die der andere nicht versteht.
    Aber wenn man Menschen sieht, die sich wirklich lieben...kann man manchmal zum Schluß kommen, wie unwichtig Sprache sein kann...
     
    #16
    User 152150, 17 November 2017
    • Zustimmung Zustimmung x 1
  17. Damian
    Doctor How
    7.801
    598
    7.042
    Verheiratet
    Jedwede Form von Kommunikation ist nicht ersetzbar in einer Beziehung. Je mehr Kommunikation, desto tiefer das Verständnis untereinander. Ich denke das kann man als gesetzt ansehen.
    Ist ein Weg (oder sogar mehrere) blockiert, dann wird es ganz einfach schwerer, nicht unmöglich(!) aber eben schwerer.

    Am Ende kommt es doch mehr auf den Willen der Parteien an, den anderen auch wirklich zu verstehen, als auf den Weg, den man dazu gehen muss. Der Weg ist zwar länger bei unterschiedlichen Kulturen und Sprachen, der Wille ihn zu gehen zählt aber hier genau so wie woanders auch.

    Ganz ehrlich..mein Englisch ist sehr sehr gut. Ich kenne sehr sehr viele Redewendungen und slang Begriffe. Native Speaker gucken regelmäßig verwirrt und versuchen mich irgendwo zwischen UK und Australien zu platzieren. Dennoch würde ich mit einer Dame aus selbigen Ländern in das eine oder andere Problem rasseln. Wäre Englisch für beide Partner eine Fremdsprache, wäre es noch schwerer, denn jeder interpretiert dann Formulierungen für seinen Kulturkreis anders und verwenden dann mit Sicherheit welche, die mal falsch ankommen. Das ist dann leichter zu klären, wenn (wie in meinem ersten Beispiel), einer der Partner seine Muttersprache spricht. Der kann viel leichter beurteilen, ob jemand von der Forumuliertung schon daneben gegriffen hat.
    Würde ich eine Beziehung mit einer Dame aus einem anderen Kulturkreis eingehen (weil man sich halt eben verschossen hat), dann ist das so und man kann das auch hinbekommen...praktisch ist aber anders...und wenn ich mir ein paar Adjektive zu Beschreibung der Welt überlegen sollte, käme "praktisch" sicher nicht drin vor. :tongue:
     
    #17
    Damian, 17 November 2017
  18. Anila23123
    Anila23123 (23)
    Klickt sich gerne rein
    123
    18
    16
    nicht angegeben
    Eune Bezuehu nicht, aber ich hatte in Südamerika eine... ähm... ich nenne es mal Affäre, auch wenn es das nicht ganz trifft. Das mit der Kommunikation ging aber ganz gut. Nur umgangssprachlich Sachen waren mit erwas neu oft. Aber da hab ich noch einiges gelernt.
     
    #18
    Anila23123, 18 November 2017
  19. User 167048
    Ist noch neu hier
    23
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    0
    Verheiratet
    Ich führe seit 10 Jahren eine Beziehung auf Englisch, und der Kleine (wird jetzt 5 Jahre) trennen wir strickt, sie englisch ich deutsch.
    Am Anfang war das emotionale vielleicht etwas schwerer auszudrücken, aber jetzt alles normal..
     
    #19
    User 167048, 18 November 2017
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  20. User 137839
    Sorgt für Gesprächsstoff
    75
    43
    27
    Single
    Ich habe zwar bereits Männer gedated, mit denen ich mich nur auf Englisch unterhalten konnte und iirgendwie hat das auch funktioniert. Aber meine Fremdsprachenkenntnisse sind einfach nicht gut genug, sodass mir auf Dauer wohl der "Feinschliff" wie im Deutschen, das Detail, fehlen würde.
     
    #20
    User 137839, 18 November 2017
    • Zustimmung Zustimmung x 1

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