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Beziehung zu jmd. mit (starken) psychischen Problemen?

Dieses Thema im Forum "Liebe & Sex Umfragen" wurde erstellt von MooonLight, 12 Februar 2006.

  1. MooonLight
    Sehr bekannt hier
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    173
    3
    nicht angegeben
    Kurz und knapp:

    Könntet ihr euch eine Beziehung mit jemandem vorstellen, der ernsthafte und/oder starke psychische Probleme (Essstörungen, Depressionen, Angststörungen, Psychosen, whatever) hat? Der eine Therapie benötigen würde oder schon macht? Soll heißen, dem es durchaus auch längere Zeit sehr schlecht gehen kann.
     
    #1
    MooonLight, 12 Februar 2006
  2. Dillinja
    Dillinja (34)
    Verbringt hier viel Zeit
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    5
    nicht angegeben
    kann ich mir vorstellen, ja

    abgeschreckt werde ich dadurch sicherlich nicht
     
    #2
    Dillinja, 12 Februar 2006
  3. *soulfly*
    Gast
    0
    natürlich, wenn die gefühle vorhanden sind :herz:
    dann mache ich alles, um ihm zu helfen und werde ihn auch auf diesem weg unterstützen.
    das wäre für mich kein grund, den kontakt abzubrechen oder eine beziehung zu verweigern.
     
    #3
    *soulfly*, 12 Februar 2006
  4. Julia716
    Julia716 (29)
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    vergeben und glücklich
    also ich weiß, dass ich es kann, weil ich seit 3 jahren in so einer Beziehung lebe. mein freund hat starke essstörungen, und das seit 5 jahren. bis vorigen sommer hatte er es eigentlich gut unter kontrolle, aber jetzt bricht wieder alles hervor, und er beginnt morgen wieder eine therapie.
    manchmal ist es schon schwer, damit umzugehen, aber ich würde ihn deswegen nie verlassen können.
     
    #4
    Julia716, 12 Februar 2006
  5. ping_pong
    ping_pong (28)
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    0
    nicht angegeben
    Ja ich kanns mir vorstellen bzw. hatte auch schon eine solche Beziehung. Es war nicht immer leicht, vorallem weil man meinen Ex nie abschätzen konnte und er oft sehr heftig und unerwartet reagiert hat.
     
    #5
    ping_pong, 12 Februar 2006
  6. Kanaani
    Kanaani (26)
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    nicht angegeben
    ich denke mir,dass es an jedem menschen selber liegt, denn jeder geht mit den verschiedensten situationen anders um...
    ob ich das könnte weiss ich garnicht,ich stell mir das ziemlich schwer vor.
     
    #6
    Kanaani, 12 Februar 2006
  7. Sternschnuppe_x
    Benutzer gesperrt
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    Single
    Ich hab sowas nur mal ansatzweise kennengelernt, bei meinem Ex. War keine echte "psychische Störung", die schon Jahre andauerte oder so, im Gegenteil. War etwas, was eigentlich ganz plötzlich kam, ich weiß bis heute auch nicht so wirklich, was es eigentlich war (und wie's ihm da mittlerweile geht, bin mir da überhaupt nicht sicher, seh ihn zwar noch, aber er erzählt mir kaum noch was über sich).

    Und ich muß sagen: Bewußt würde ich so eine Beziehung wohl nicht eingehen. Ich hab gemerkt, wie sehr das an den Nerven zerrt. Klar, man sagt sich "Das schaffen wir zusammen, ich liebe ihn doch und unterstütze ihn", aber IRGENDWANN kommt der Punkt, wo man selbst nicht mehr kann. Vor allem, wenn man merkt, daß man eigentlich gar nicht helfen KANN, daß man völlig machtlos ist. Dazu kommt dann noch, daß man sich selbst ganz mies fühlt und Schuldgefühle bekommt, wenn man sich wünscht, auch mal wieder einfach nur eine ganz "normals" und "unbeschwerte" Beziehung zu führen...

    Nein, ich brauche einen Partner, der nicht von mir abhängig ist, der auf eigenen Beinen steht, der mit seinem Leben klarkommt und mit sich selbst im reinen ist. Natürlich, Probleme kann es immer geben, und daß man sich dann gegenseitig unterstützt, ist keine Frage. Nur - ich würde keine Beziehung mit jemandem wollen, der von Grund auf ein Problem mit sich selbst hat.

    Sternschnuppe
     
    #7
    Sternschnuppe_x, 12 Februar 2006
  8. Grinsekater1968
    Chauvinist
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    0
    1
    nicht angegeben
    Kann ich nicht pauschal beantworten.
    Menschen mit psychischen Auffälligkeiten fordern sehr viel Verständnis und Geduld vom Partner, sie können aber auch intensiver als andere Menschen eine Liebe sehr erfüllend gestalten, würd ich sagen. Sie können einen immer wieder an den Rand der eigenen Belastbarkeit bringen, die Gefahr, sich selbst totunglücklich zu machen ist hoch. Es kann aber auch sehr schön werden, wenn man vernünftig damit umgeht. Ich kann das so sagen weil ich das bereits mehrmals erlebt habe, insgesamt dreimal. Es ist ganz wichtig, daß man begreift, welche Rolle man dabei hat. Eine Helfer-Beziehung geht auf kurz oder lang immer schief, weil sie nicht wirklich gleichberechtigt ist. Man kann seine Partnerin lieben, aber man ist nicht dafür da um ihr zu helfen oder sie zu retten. Ihre inneren Dämonen muß sie schon allein bekämpfen. Die Rolle des Therapeuten darf man nicht vermischen mit der Rolle als fester Partner, sonst macht man sich selbst auch unglücklich.

    Meine erste Freundin hatte eine ausgeprägte Verweigerungshaltung vor Kontakten fast aller Art, aber sie hatte ein gutes Herz. Meine dritte Beziehung (mehr eine Art Affäre) war mit jemandem, der schon länger labil war ; als ihre Ärztin sie zwangsweise einweisen lief, brach der Konktakt zu ihr ab (sie wog 39 kg). Ich hatte danach noch sehr lange Schuldgefühle, aber es gab einfach nichts, was ich hätte tun können. Ich hätte ihr nur im Weg gestanden.
    Die schlimmste Erfahrung bisher (aber auch die schönste) habe ich mit meiner Ex gemacht, bei der soziale Störung und Suchtprobleme tragischerweise Hand in Hand gingen. Dass sie so krank ist habe ich erst im Lauf der Zeit nach und nach entdeckt weil sie sich fast immer geweigert hat offen über ihre Altlasten zu reden, von denen es nicht gerade wenig gab (Mißbrauch, Vergewaltigung, Abtreibungen, Schuldgefühle den Föten gegenüber, usw.) und die Sucht auch wechselnde, unterschiedliche Gesichter im Lauf der Zeit bekam (Spielsucht, Bulimie, Kaufsucht, Alkoholismus, Magersucht, Cannabis....). Ich fand sie einfach cool, - daß das einen ernsten Hintergrund haben könnte, den Gedanken hatte ich nicht so sehr bewußt im Kopf und das lernte ich dann auf ziemlich unangenehme Weise näher kennen.

    Grundsätzlich würd ich so eine Beziehung nicht ablehnen, aber es kommt eben sehr darauf an, wie die betroffene Person mit ihrer Erkrankung umgeht. Die Übergänge von "normal" bis "krank" sind gerad im Bereich der psychischen Auffälligkeiten fließend, die Betroffenen wehren sich auch oft (verständlicherweise) gegen die Stigmatisierung "ich habe ein Problem mit mir".
    Sagen wir mal so - in bestimmten Fällen würd ich eine Beziehung grundsätzlich ausschließen. Z. B.
    - wenn jemand dazu neigt, Fassaden zu leben ("ich bin ok - Du bist derjenige, der spinnt", "Das ist alles nie passiert - oder zumindest versuche ich es mir einzureden" usw.)
    - wenn jemand Lügen als sinnvoll und nützlich betrachtet (O-Ton meiner Ex zu Anfang unserer Beziehung : "Lügen machen das Leben einfacher ...")
    - wenn jemand eine Therapie nur als Mittel für einen bestimmten Zweck benutzt aber nicht tatsächlich an den Wurzeln seiner Probleme zu arbeiten bereit ist
    - wenn jemand mißbraucht oder vergewaltigt wurde und darin kein ernsthaftes Problem und keine Notwendigkeit sieht sich professionelle Hilfe zu suchen (also nicht so wie ich es will, sondern grundsätzlich nicht dazu bereit ist, weder jetzt noch irgendwann)
    - UND wenn ein Suchtverhalten ergänzend hinzu kommt
    (Rauchen über längere Zeit wäre mir da schon zuviel)


    Edt. : Wenn jemand eine gleichberechtigte Partnerschaft nicht ertragen kann sondern Nähe nur zulassen kann wenn sie die Beziehung allein kontrolliert (sie bestimmt wann wo was passiert, der Partner darf Vorschläge machen aber es geht prinzipiell fast immer nur nach ihren Vorstellungen).
     
    #8
    Grinsekater1968, 12 Februar 2006
  9. Sonata Arctica
    Beiträge füllen Bücher
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    vergeben und glücklich
    ja kann ich mir vorstellen,ist sicher schwierig,aber wenn ich die person leibe,will ich ihr ja auch helfen!
     
    #9
    Sonata Arctica, 12 Februar 2006
  10. bett-poster
    Verbringt hier viel Zeit
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    Kommt drauf an ... ich dneke mal wenn sich diese probleme in der beziehung entwickeln würde ich natürlich versuchen ihm zu helfen.
    Wenn ich die Person aber erst kennenlerne .. dnan kann ich es nicht sagen. Das kann schließlich auch beim ersten Eindruck sehr abschreckend wirken.
     
    #10
    bett-poster, 12 Februar 2006
  11. Félin
    Félin (30)
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    offene Beziehung
    Ja, auf jeden Fall. Ich hätte kein Problem mit einem Freund der essgestört ist oder Depressionen hat.
     
    #11
    Félin, 12 Februar 2006
  12. SexySellerie
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    Meine Mutter ist eine starke Borderline-Persönlichkeit und aufgrund dessen hätte ich niemals die Kraft dazu, eine Beziehungzu jemanden zu haben, der auch in irgendeiner Hinsicht geisteskrank ist. Das würde bei mir zu viele Wunden aufreißen. Ich mach 'nen ziemlich großen Bogen um psychisch labile.
     
    #12
    SexySellerie, 12 Februar 2006
  13. User 2404
    Verbringt hier viel Zeit
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    Ich sehe das auch wie Sternschnuppe und Grinsekater.

    Vom verlieben würde es mich nich abhalten ,aber auf dauer wird eine Beziehung sehr darunter leiden.

    Der feste wille mit einer Therapie ,damit meine ich nicht eine zu machen um sagen zu können ich tu ja was dagegen,dgegen anzukämpfen wird einer glückliche Beziehung sehr förderlich sein.
     
    #13
    User 2404, 12 Februar 2006
  14. BloodY_CJ
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Wenn man die Person liebt, warum nicht? Solange sie nicht irgendwelche Störungen die für mich schlecht sein könnten hat, mich also dadurch schlägt o.ä..
     
    #14
    BloodY_CJ, 12 Februar 2006
  15. SexySellerie
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    Single
    Psychosen, Depressionen, SVV, Essstörungen,etc. sind aber durchaus Dinge, die einen verdammt mitnehmen können. Man muss sich drüber im Klaren sein, dass es einen sehr viel Kraft kostet, jemanden zu unterstüzen und in seiner eventuellen Therapie zu stärken. Und man muss sich darüber im Klaren sein, dass einemögliche Trennung, deinen kranken Partner noch mal 5km weiter aus der Bahn zu werfen.
     
    #15
    SexySellerie, 12 Februar 2006
  16. desh2003
    Gast
    0
    Natürlich ist es pauschal schwierig zu sagen, aber grundsätzlich denke ich, dass ich derjenigen als Freund mehr helfen kann als wenn wir uns für eine gemeinsame Beziehung entscheiden würden.
     
    #16
    desh2003, 12 Februar 2006
  17. Mr. Poldi
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Kann ich mir ehrlich gesagt nur sehr schwer bis gar nicht vorstellen.

    Da ich selbst in die Kategorie "hat massive psychische Probleme" falle, wäre das wohl absolut kontraproduktiv.
     
    #17
    Mr. Poldi, 12 Februar 2006
  18. Grinsekater1968
    Chauvinist
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    1
    nicht angegeben
    Ich find es ist nicht die Aufgabe von Freunden sich zu helfen. Ich bin befreundet mit Menschen die ich mag, die mich mögen und mit denen es Spaß macht etwas gemeinsam zu unternehmen, aber ich würd nie hingehen und für jemanden den Lebensberater spielen - das kann alles nur zerstören. Und in einer Beziehung liebt man sich, man vögelt miteinander und man wärmt dem Anderen den Rücken - aber man geht nicht hin und leistet Lebenshilfe. Bin doch nicht das Rote Kreuz. Seh ich zumindest so.
     
    #18
    Grinsekater1968, 12 Februar 2006
  19. Piratin
    Piratin (38)
    Beiträge füllen Bücher
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    Verheiratet
    Och näh....ich bin da zu ungeduldig für....

    Das würde für mich die Beziehung doch sehr belasten. Ich mein, nen Hau hat ja jeder irgendwie, der eine mehr, der andere weniger, aber so richtig riesengroße Probleme würden mich doch eher abschrecken.
     
    #19
    Piratin, 12 Februar 2006
  20. birdie
    birdie (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Wenn ich über diese Probleme schon vorher Bescheid weiß, dann würde ich mir das schon sehr stark überlegen. Vor alleim weil ich selbst nicht gerade der stabilste Mensch bin und auch mal meine zustände habe, und wenn es uns dann beiden schlecht geht treiben wir uns nur noch tiefer rein anstatt und gegenseitig zu helfen.
    Wenn es erst im Laufe einer Beziehung rauskommt, würde das aber nicht bedeuten, dass ich gleich SChluss mache. Versuchen würd ichs auf jeden fall.
     
    #20
    birdie, 12 Februar 2006

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