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Beziehungen: Wie häufig Diskussionen, Streit und Zickereien?

Dieses Thema im Forum "Liebe & Sex Umfragen" wurde erstellt von User 20579, 12 Januar 2015.

  1. User 20579
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    Liebe Forumsgemeinde,

    nachdem ich ja nun auch einmal eine Beziehung mit einem Mann führe, der mir auch schonmal Widerworte gibt oder anderer Meinung ist, gibt es für mich Anlass zu dieser Umfrage.

    Ich möchte einfach mal wissen, wie oft es in anderen Beziehungen Diskussionen, kleinere Zickereien oder handfeste Streitigkeiten gibt.

    Damit meine ich sowohl kleinere Kabbeleien, Gezicke, Meinungsverschiedenheiten - aber auch richtige Auseinandersetzungen.

    Wie ihr das definiert, sei euch überlassen, mir geht es eher um Beschreibungen, als um den Titel. Mir ist auch klar, dass solche Umfragen häufig ein "Wir streiten nie!" hervorrufen, aber mir geht es weniger um Begriffe, als um Inhalte.

    Ein Beispiel: Als ich das erste Mal anderer Ansicht als mein Freund war und da auch ein bisschen dezidierter ausgeholt habe, war er total verunsichert und meinte "Streiten wir uns jetzt darüber?"

    Zweites Beispiel: Ich bin bei Freunden eingeladen, die schon zur Begrüßung hinter verschlossenen Türen verschwinden, sich dort anbrüllen, man hört Weinen, Gebrülle und Geschrei, nach ein paar Minuten kommen die raus, als ob nix gewesen wäre. Auf meine Nachfrage ein paar Tage später, was da los war, heißt es "Ach, das war doch nix Besonderes, hatte auch nichts zu bedeuten".. :confused:

    Das sind Dinge, die ich hier auch beleuchten möchte, einfach, weil mich das mal interessiert - weil auch in jeder Beziehung die Paardynamik total verschieden ist - mancheiner ist trotz regelmäßiger Zickereien total zufrieden, ein anderer kriegt bei einem scharfen Wort schon schlechte Laune. .

    Bei mir war es jahrelang so, dass ich in der Beziehung die Oberhand hatte und mein Ex eigentlich nie was gekontert hätte. Entweder gab er mir Recht oder er ignorierte es - sprach kaum, zog sich zurück. Das war fürchterlich frustrierend - ich wurde immer wütender, er ignorierte mich immer weiter - und irgendwann war das Thema offiziell erledigt, weil eh nichts zurückkam. Ätzend. Entsprechend haben sich sämtliche Beziehungsprobleme über Jahre gezogen, es wurde nichts geklärt, nichts aufgelöst - es schwelte nur immer weiter vor sich hin.

    Mit meinem jetzigen Freund ist das komplett anders - wir haben uns sehr zügig kennengelernt, uns sehr schnell sehr häufig gesehen und sehr viele Beziehungsschritte im Schnelldurchlauf durchgezogen - und entsprechend häufig geraten wir nun auch aneinander. Ich habe das Gefühl, wir raufen uns im wahrsten Sinne des Wortes zusammen. Wir sind beide sehr ähnlich, impulsiv und dickköpfig - und entsprechend werden Diskussionen schnell sehr hitzig geführt. Nach den letzten Erfahrungen dieses Wochenendes sind wir uns nun beide sicher, da mal einen Gang zurückschalten zu müssen und auch mal innezuhalten, wenn wir uns beide gerade unendlich in etwas reinsteigern wollen - da wir beide im "Eifer des Gefechts" der sicheren Meinung sind, Recht zu haben, wird es bei uns auch schnell etwas zu emotional. Nicht in dem Sinne, dass wir uns beleidigen, Dinge schmeißen oder jemand gewalttätig wird - das der Vollständigkeit halber dazu. Aber schon mit sinnfreien Totschlagargumenten "Wenn du das so siehst, brauchen wir gar nicht mehr reden!" und "Dann fahre ich eben nach Hause wenn du mich so doof findest" - völlig unreif und albern, daran müssen wir dringend arbeiten.

    Sobald wir beide wieder ruhig werden, können wir nämlich dann doch alles klären und sind uns überraschend einig - entsprechend bin ich eigentlich ganz froh drüber, weil wir dann sehr gute Gespräche führen, die super sachlich und konstruktiv verlaufen und wir so auch schon sehr viel klären konnten, was uns auf dem Herzen lag. Das emotionale Verhalten von vorher ist uns dann auch beiden unangenehm und wir entschuldigen uns dafür - das wirklich zu ändern wird aber vermutlich schwierig. Da ich für meinen Teil schon seit Jahren ähnlich streite - nur bisher ohne Gegenspieler -

    Wir sind beide Leute, wo sich andere Dinge falsch kanalisieren - wie oft ist ein Ausraster meinerseits, weil er Socken rumliegen lässt, nur stressigen Kollegen geschuldet, wie oft sind blöde Sätze, die er von sich gibt, nur bedingt von der Sorge um seine berufliche Zukunft. Dennoch muss ich sagen, dass ich mich manchmal frage, ob wir zuviel diskutieren oder rumzicken - einfach, weil ich es auch überhaupt nicht gewohnt bin, dass mir mal jemand Widerworte gibt oder meine eigene Unfehlbarkeit in Frage stellt. :zwinker:

    Über zahlreiche Antworten würde ich mich freuen. Und gerne auch ohne "Wir streiten uns nie, wir vertragen uns immer perfekt"-Beschönigung, sondern gerne auch mit den dreckigen Details. :grin: :tongue:
     
    #1
    User 20579, 12 Januar 2015
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  2. User 46728
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    Ich gehöre zu der harmoniebedürftigen Fraktion, die ein gutes Händchen für Partner hat, die mir ähnlich sind. In früheren Beziehungen habe ich mich mit dem Partner meistens 1-2 Mal in der gesamten Zeit (von 6 Monaten bis 4 Jahren alles dabei) gezofft habe, aber dann richtig. In der 4 Jahre langen Beziehung habe ich meinen Ärger ein paar Mal runtergeschluckt, da mein Ex super in "das Leben ist kurz, lass uns nicht streiten" war. Meist diskutiere ich bestimmte Sachen in Ruhe und sachlich aus, bevor man einen Grund zum Streit hat - selbst das muss selten sein. Und ich gehe auch Streit nicht aus dem Weg.

    In meiner jetzigen Beziehung haben mein Freund und ich kürzlich festgestellt, dass wir beide noch nicht die Spur eines Grundes zum streiten hatten, obwohl wir uns immer so lang am Stück sehen, dass wir aufeinander hocken - es würde also theoretisch genug Möglichkeit geben, aber wir passen einfach sehr gut zusammen und haben ähnliche Ansichten. In seiner letzten Beziehung wurde dauernd gestritten, sie war relativ streitsüchtig und hat ihn soweit gehabt, dass er angenommen hat, dass er auch so ist. Sie war aber der Typ Frau, bei der Teller fliegen im Streit. Daher ist er heilfroh, dass wir anders sind.

    Kenne genug Beziehungen, die das tägliche streiten brauchen. Erst am WE bei einem Pärchen erlebt. Ich kenne sie und ihn sehr gut. Sie steht neben mir und brüllt ihn am Telefon zusammen, möchte danach Bestätigung von mir für ihr verhalten haben. Kurze Zeit später schreibt er mir seine Sicht per SMS und möchte wissen, dass er Recht hat -.- sind aber natürlich längst wieder versöhnt und glücklich.
     
    #2
    Zuletzt bearbeitet: 12 Januar 2015
    User 46728, 12 Januar 2015
  3. User 91095
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    Moderator
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    nicht angegeben
    Nein, laut und dreckig wird es bei uns tatsächlich nicht, und ich bin auch sehr froh drüber. Damit könnte ich überhaupt nicht umgehen. Mein Freund ist aber auch keiner, der gerne streitet, und vermutlich eher wie dein Exfreund, vom Typ her. Zum Glück ist er auch gar nicht dickköpfig und gleichzeitig (leider viel zu) harmoniebedürftig, sodass er auch gerne Streitigkeiten aus dem Weg geht oder hofft, dass sie sich von selbst auflösen, wenn man ihnen nur die Zeit gibt, oder eben drauf hofft, dass ich es anspreche. Das ist natürlich nicht optimal, vor allem, wenn es um die Beziehung geht. Meist versuche ich ihn dazu zu motivieren, selbst Dinge anzusprechen, was mal besser, mal schlechter funktioniert. Ich persönlich bin der Meinung, dass ich recht gut streiten/diskutieren kann und man deswegen keine Angst braucht, sich auf eine Diskussion mit mir einzulassen, weil ich auch in emotionalen Debatten versuche, einigermaßen fair zu sein. Allerdings ist es auch so, dass ich nicht leicht von meiner Meinung abzubringen bin, und mein Freund einfach nicht besonders schlagfertig ist und er sich schwer tut, im Eifer des Gefechts gut zu argumentieren. Böse ausgedrückt könnte man daher sagen, dass eine Diskussion/ein Streit, wo wir wirklich gegensätzliche Meinungen haben, entweder darin endet, dass er mir Recht gibt, oder darin, dass er frustriert ist, weil er gegen meine Rhetorik nicht ankommt.

    Was Alltagskleinkram anbelangt:
    In meiner letzten Beziehung war ich mit einem Sturkopf zusammen, und wir haben uns zwar auch nie laut gestritten, sondern immer sehr zivilisiert diskutiert, aber trotzdem bestand die Beziehung dann hauptsächlich aus beidseitigen Kompromissen, was auf Dauer dann nicht geklappt hat, und mich selbst immer zickiger werden ließ. Ich war dann viel streitsüchtiger als sonst.

    In meiner jetzigen Beziehung könnte man sich mMn ruhig öfters streiten, aber mein Freund meint, viele Sachen (also Kleinigkeiten im Alltag) sind ihm einfach nicht wichtig genug, als dass er da jetzt seinen Weg durchsetzen müsste oder auf sein Recht bestehen muss. Daher machen wir viele Dinge dann oft so, wie ich es gerne hätte, und er spricht nur dann etwas an, wenn es ihm wirklich gegen den Strich geht. Bisher war es so, dass wir uns da recht gut ergänzt haben: Die Sachen, die mir wichtig waren, waren ihm relativ wurscht, und die Sachen, die ihm wichtig waren, waren mir ziemlich egal. Das ist natürlich sehr praktisch für den Alltag.
     
    #3
    User 91095, 12 Januar 2015
  4. Dr.evil
    Gast
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    Also anschreien und ausfallend werden ginge bei mir gar nicht. Da wäre ich ganz schnell weg.

    Ansonsten hab ich gerade sone Art Beziehung, neudeutsch nennt sich das wohl Mingle. Und da geraten wir, wobei das eigentlich als Mingles nicht so sein sollte, recht häufig aneinander. Bestimmt einmal die Woche. Wie diskutieren rum, haben unterschiedliche Lebensauffassungen, fordern irgendwie Dinge ein. Das ist alles manchmal etwas anstrengend und kann definitiv auf Dauer nicht so weiterlaufen. Dafür bin ich viel zu harmoniebedürftig aber gleichzeitig auch zu selbstbewusst, um da immer einfach klein beizugeben.
    Aber es wird nie laut oder sowas. Da bleiben wir schon sachlich. Wir sind nur beide manchmal etwas stur und wenn ich ihr sage, dass ich gerne etwas mehr Zeit mit ihr verbringen würde (so unter der Woche einmal beieinander schlafen wäre nett), sie das aber nicht will/kann (schreibt Examen) aber dann gleichzeitig bald in den Winterurlaub eine Woche fährt, dann frage ich mich eben, wieso das eine geht, das andere aber nicht. Das ist glaube unser Lieblingsstreitthema momentan. :grin:
     
    #4
    Dr.evil, 12 Januar 2015
  5. Pink Bunny
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    So wirklich streiten tun wir eigentlich selten. Er ist ein Mensch der unglaublich ungerne streitet oder laut wird. Daher favorisiert er die Barney Stinson - Methode: Er steht auf und geht ^^

    Ich dagegen spreche lieber gleich aus was mir nicht passt. Es würde mir aber auch nicht einfallen ihn wie in den Beispielen zusammen zu scheißen....:zwinker:
    Harmonie ist uns beiden wichtig.
     
    #5
    Pink Bunny, 12 Januar 2015
  6. User 90972
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    Uns merkt man den Stresspegel an.
    Wenn bei uns beiden viel los ist, gibt es öfter mal Knatsch. "Wo hast du das wieder hingelegt?"- "Hä? Ich hab das nicht angefasst."; "Warum liegt das noch da rum?" Blablabla. 2,3 Minuten grummeln und dann hat es sich wieder. Als wir das Geknatsche (streiten ist es für mich nicht) zu einem sehr stressigen Zeitpunkt beide satt hatten, haben wir beschlossen solche Gespräche mit "... und nachher will ich kuscheln!" zu beenden. Seit dem ist die Stimmung auch nach minimalem Ärger viel besser und wir beide lachen schnell darüber. Ich mag unsere Knatsch-Kultur. So ganz ohne wäre es auch langweilig. :zwinker:

    So richtig gestritten haben wir bisher nicht.Wenn es mal länger als ein paar Minuten Knatsch gab, lag das an unseren beiden Sturköpfen. Wenn es hier wirklich öfter richtig knallen würde, wir uns anschreien oder sonstwie an die Gurgel gehen würden, wäre das für mich nicht tragbar.
     
    #6
    User 90972, 12 Januar 2015
  7. User 36171
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    Wir gehören zur eher hitzigen Sorte, definitiv. Vor allem ich kann sehr temperamentvoll sein.

    Wir schreien uns nicht an - aber wir streiten sehr direkt und häufig auch laut (und, ja, mir steigen auch manchmal aus Frust oder Ärger Tränen in die Augen; ich bin schrecklich nah am Wasser gebaut). Das kommt nicht ständig vor, aber doch so oft, dass es irgendwie etwas "Normales" ist. Unsere Streits sind heftig, aber kurz. Nichts, was einen von uns aus der Fassung bringt. Sekunden nachdem ein Streit geendet hat, ist alles wie immer. Der Streit wurde geklärt und das war's.

    Manchmal, wenn wir uns besonders in eine Situation reingesteigert haben, müssen wir plötzlich loslachen (fast schon klischeehaft :grin:). - Ich bin ja irgendwie froh, dass wir richtig streiten können, ohne dass es der Beziehung etwas ausmacht. Gar nicht erst zu streiten ist für mich irgendwie keine Option: der Streit kommt ja meist nicht aus einem Konflikt zwischen uns beiden, sondern aus Druck von außen (Stress). Ein wenig Dampf abzulassen tut uns beiden gut.
     
    #7
    Zuletzt bearbeitet: 13 Januar 2015
    User 36171, 12 Januar 2015
  8. User 143177
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    in einer Beziehung
    edit
     
    #8
    Zuletzt bearbeitet: 1 August 2015
    User 143177, 12 Januar 2015
  9. User 113006
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    nicht angegeben
    Off-Topic:
    Ein super Thread, weshalb ich manchmal froh bin Single zu sein ... :grin:


    Mein Ex-Freund und ich hatten überhaupt keine gute Streitkultur. Wir stritten nicht oft, waren aber beide nicht in der Lage Streits angemessen zu klären und daher schwangen die Probleme immer unterschwellig mit.

    Einmal wurde ich wirklich richtig laut, weil er _überhaupt_ nicht verstand, was für ein Problem ich habe. Ich denke, da war er selbst geschockt. Wer mich kennt, weiß, dass ich eine überaus ruhige und gutmütige Seele bin. Bis ich laut werde dauert es einen Moment.

    Im Streit gegangen ist selten jemand. Einmal als er nicht konstruktiv das Problem angehen wollte, bat ich ihn, dass er sich wieder melden soll, wenn er wieder normal ist.

    Nee, die Beziehung war einfach nicht so der Bringer. :grin:
     
    #9
    User 113006, 12 Januar 2015
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  10. Mìa Culpa
    Gast
    0
    Wir streiten nicht oft, aber wenn, dann richtig.

    Ich bin eigentlich ein friedliebender Mensch und streite mich gar nicht gerne (ehrlich gesagt mache ich es auch einfach nicht, ich werde nur immer genötigt, "mitzustreiten") - erst recht nicht mit dem Partner. Mein Freund sieht das grundsätzlich zwar genauso, fährt aber doch relativ schnell mal dann aus der Haut, wenn er zu lange irgendwas stillschweigend hingenommen hat, das ihn eben stört(e).

    Ich versuche ihn ja schon seit längerer Zeit dazu zu bewegen, mir einfach gleich zu sagen, wenn ihn irgendwas nervt, aber das kriegt er nicht auf die Reihe. Dafür flippt er dann bei harmlosen "Störungen" aus und stellt irgendwelche abstrusen Zusammenhänge zu früheren Vorfällen her, anhand derer er dann ein paar ordentliche Rundumschläge machen kann. :rolleyes: Ich falle jedes Mal (obwohl ich es mittlerweile besser wissen müsste) aus allen Wolken und kann dann gar nicht so schnell angemessen oder schlagfertig reagieren, weil ich lauter Fragezeichen im Kopf habe und nicht fassen kann, wie man aus so einer Kleinigkeit so ein Drama machen kann. Wenn ich mir alles angehört habe, bin ich meistens auch so geknickt, dass ich gar nichts mehr sagen kann und dann kriegen wir uns irgendwie recht schnell wieder ein und versöhnen uns. :grin:

    Emotional sind wir eigentlich immer dabei, ich heule jedenfalls fast jedes Mal, er ab und zu danach vor lauter schlechtem Gewissen. Ich kann's aber auch absolut nicht ab, wie er "streitet", er wird dabei relativ laut und wirkt so resolut, dass ich immer denke: "Mit dem legst du dich besser nicht an." :whistle:

    Zum Glück können wir die Dinge danach immer ganz zivilisiert klären oder zumindest übereinkommen, dass wir da unterschiedlicher Ansicht sind. Ich bin auch sehr froh, dass er zwar schnell explodiert, sich aber genauso schnell wieder einkriegt und sich dann auch entschuldigen kann, ansonsten würde ich das nicht mitmachen. Jetzt hoffe ich nur noch, dass er irgendwann auf den Trichter kommt, dass es für uns beide wesentlich gesünder ist, Konflikte unmittelbar an- und vor allen Dingen auszusprechen, anstatt sie erst ewig gären zu lassen.
     
    #10
    Mìa Culpa, 12 Januar 2015
  11. User 107106
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verheiratet
    Ich kann zickig sein und das finde ich auch an mir nicht ganz so dolle. Täglich kommt es sicherlich 2, 3 mal vor, dass ich etwas zu meinem Mann in einem Ton sage, der nicht unbedingt nötig gewesen wäre: "Immer lässt du die nassen Handtücher auf dem Boden liegen!" Meistens geht mein Mann da aber gar nicht groß drauf ein.
    Streit im Sinne von Diskussion gibt es hier sicherlich einmal die Woche. Da werden dann aber eher recht sachlich Argumente aufgelistet und man versucht die eigenen Gefühle darzustellen. Meistens können wir das ganz gut.
    Richtig Streit, im Sinne von anbrüllen, Tränen und Schimpfworten (aber auch "nur" sowas wie "bist du so blöd, dass...", nichts in Richtung "Schlampe" oder sowas), hatten wir soweit ich weiß erst 1 mal und da lagen einfach auf beiden Seiten aufgrund anderer Sachen die Nerven total blank.
    Häufiges Streiten mit Schimpfworten, Türenknallen, geworfenen Gegenständen oder ähnlichem wären für mich auf Dauer ein Trennungsgrund. Ich habe in der Familie ein Paar, dass sich bis aufs übelste beschimpft und sie merken das nicht mal mehr. Spricht man sie darauf an, verstehen sie das Problem nicht. Das ist etwas, was ich sehr gruselig finde.
     
    #11
    User 107106, 12 Januar 2015
  12. User 148471
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    11
    nicht angegeben
    Mein Freund und ich sind mittlerweile seit 7,5 Jahren zusammen. Anfänglich war immer alles Friede, Freude, Eierkuchen. Das war allerdings nicht von langer Dauer :grin:
    Wir sind beide recht temperamentvoll und auch sehr dickköpfig. Diskussionen gibt es bei uns öfter, auf jeden Fall mindestens 1 x im Monat, allerdings bleiben diese noch recht harmonisch. Wirklich streiten kommt eigentlich eher dann vor wenn wir längere Zeit aufeinander hocken, Urlaubsbedingt zum Beispiel. Da schreien wir uns auch gern mal an und wenn mir das ganze zu doof wird bekommt er von mir noch ein nettes "du kannst mich mal" und ich verlasse den Raum. Er lässt mich dann meistens erstmal in Ruhe und wenn wir uns beide abreagiert haben wird das ganze nochmal ruhig besprochen und alles ist wieder schön. Lässt er mich allerdings mal allein im Raum stehen gehe ich ihm hinterher und schnauz ihn an warum er das jetzt nicht mit mir klärt x) Handgreiflich werden wir beide aber nicht, auch wenn's manchmal schon ziehmlich hitzig wird. Ich glaub der schlimmste Streit war mal so dass er die Schnauze so voll hatte das er drei Aschenbecher die er gerade aus dem Geschirrspüler nahm auf den Boden geworfen hat. Aus Trotz warf ich dann meinen Teller mit Lasagne dazu und war dann deprimiert über den Verlust der Lasagne. Dadurch mussten wir beide total lachen und alles war wieder gut :smile: Das ist aber auch schon einige Jahre her (4 oder 5). Mittlerweile haben wir ein gemeinsames Kind wodurch sich die Streitereien geändert haben. Grundsätzlich gilt: Solange der kleine Zuhause ist wird nicht geschrien! Diskutieren ist ok aber das sollte alles im Rahmen bleiben. Ich finde ohne gelegentliche zickereien oder Streitereien wäre eine Beziehung zu langweilig. Wenn's mal sehr lange am Stück zu harmonisch zugeht bei uns, leg ich es auch manchmal drauf an mich ein wenig zu streiten. Vielleicht nicht die feine englische Art aber wir sind beide sehr zufrieden mit unserer Beziehung :smile:
     
    #12
    User 148471, 12 Januar 2015
  13. Riot
    Gast
    0
    In meiner letzten Beziehung (mehrjährig inklusive gemeinsamer Wohnung) gab es, als sie noch intakt war, wirklich kaum Streitigkeiten.

    Das lag aber nicht daran, dass einer die Oberhand hatte und der andere immer nur "Ja und Amen" gesagt hat, sondern vielmehr daran, dass wir einfach sehr ähnliche Ansichten hatten was die meisten Dinge angeht. Es lief einfach alles irgendwie von alleine ziemlich harmonisch und nur ganz wenige Dinge mussten überhaupt diskutiert werden. War auch definitiv ein großer Pluspunkt an dieser Beziehung, genau wie die Gesprächskultur. Im Falle einer Diskussion ist nie jemand ausfallend geworden, hat Türen geknallt oder Dinge gesagt, die man hinterher bereut - lief immer alles wirklich respektvoll ab. So wünsche ich es mir auch für die nächste Beziehung.
    Off-Topic:

    Häufigster Punkt für Genervtsein war die Essensauswahl, da wir beide da recht einfallslos und er noch dazu ziemlich mäkelig war. :grin: Das fällt aber natürlich nicht ernsthaft unter Streit.


    Was du da beschreibst, wäre mir auch viel zu anstrengend für eine ernsthafte Beziehung.
     
    #13
    Riot, 12 Januar 2015
  14. User 85989
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    In meiner letzten Beziehung habe ich mich mit meinem Ex schon wenige Wochen angefangen zu streiten und das in regelmäßigen Abständen. Das ging während der gesamten Beziehung so und nahm immer häufiger zu und wurde immer heftiger. Zum Ende der Beziehung hin, war ich extrem kraftlos und müde gewesen wegen den ganzen Streitereien, die wir hatten. Wir schrien uns gegenseitig an und er unterdrückte mich, setzte mich unter Druck und schob mir die ganze Schuld in die Schuhe. Einmal sagte dieser Mistkerl zu mir, dass das Problem alleine nur an mir liegen würde und dass ich, egal mit welchem anderen Typen auch zusammen sein werde, weiterhin dieses Streitproblem haben werde. :nope:

    In meiner jetztigen Beziehung, die ein paar Monate läuft, hatte ich bislang noch keine Probleme gehabt.
    Er ist ein ruhiger Mensch und sehr harmoniebedürftig, außerdem ist er ein selbstkritischer Mensch und würde grundsätzlich nie zuerst die Schuld bei anderen Menschen sehen, sondern versucht reflektiert zu sein.
    Er behauptet das gleiche über mich und es gab bislang noch nie ein Problem, weswegen wir uns gestritten hätten, weil wir immer der gleichen Meinung sind und dieselben Ansichten, wenn bspw. um bestimmte politische Themen geht.
    Ganz banale Dinge wie Unternehmungen waren bislang auch noch kein Problem gewesen, weil wir beide immer sehr spontan waren und uns nie auf etwas festgelegt haben, z.B. kurz bevor wir einkaufen gehen, überlegen wir gemeinsam was wir kochen wollen. Wir beide können Vorschläge machen und verschieben das andere Essen, das wir später mal kochen wollen.
     
    #14
    User 85989, 12 Januar 2015
  15. User 135918
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    Ich bin da vorbelastet durch meine Eltern. Und mache recht selten den Mund auf, doch wenn, dann geht es bei uns Rund. Wir werden lauter und ab unvan ergreife ich die Flucht aus Angst mir könne doch mal ne Hand ausrutschen. Das weiß sie aber wegen unserer Jahre langen Freundschaft.

    Sonst versuchen wir zwei Dick Köpfe auch mal richtig miteinander zu Reden.

    Wobei wir tun es. Meist endet Streit naher versöhnlich im Bett.
     
    #15
    User 135918, 12 Januar 2015
  16. User 20579
    Planet-Liebe Berühmtheit Themenstarter
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    Verheiratet
    Sehr interessant, danke für die Antworten! :smile:

    Ja, das ist bei uns ähnlich. Mit dem Alltagsstress steigt auch unser Zickerei-Level - Steh nicht im Weg, leg das da nicht hin, wo ist mein Schlüssel? - und genauso sinkt es wieder, wenn wir beide frei haben. Wir haben uns noch nie gezankt, wenn wir nicht arbeiten mussten - weder, als wir krank waren, nicht im Urlaub, nicht an den Feiertagen... Aber wehe, wir sind müde, hungrig oder genervt von irgendwelchen Idioten - dann reicht schon Kleinkram, damit wir uns anzicken. Wobei ich sagen muss, es ist schon deutlich besser geworden: Mittlerweile sagt er z.B. häufig mal etwas wie "Es liegt jetzt nicht ernsthaft daran, sondern an deiner blöden Kollegin" oder ich sage "Gib mir erstmal was zu essen, mal gucken, ob ich das dann noch schlimm finde". Letztendlich kann man sowas ja selbst entkräften, wenn man weiß, woran es liegen könnte. Richtiger Streit ist das ja eh nicht - eher 2-3 Sätze, die hin und hergehen und wo man sich dann am Ende umarmt oder kuschelt und dann alles wieder gut ist. Dazu kommt, dass ich je nach Zyklusphase auch mehr als überempfindlich bin und dann hellseherische Fähigkeiten erwarte - auch nicht unbedingt praktisch.

    Größere Diskussionen resultieren eher aus unbedachten Kamikaze-Aktionen meines Liebsten - unbedachte Sprüche, Heiratsanträge im betrunkenen Zustand, von denen er nüchtern nichts mehr weiß oder die ihn dann total verunsichern...sowas eben.

    Richtige Meinungsverschiedenheiten hatten wir noch keine, weil wir uns auch in allem einig sind und uns total gut vertragen. Es kippt eben wirklich nur, wenn uns der Alltagsstress überrollt und wir beide aus irgendeinem Grund völlig überfordert sind.

    Wobei ich auch sagen muss, dass das bisher in jeder meiner Beziehungen so war, dass es anfangs mehr Knatsch gab. Mit der Zeit wurde es immer ruhiger und hat sich eingependelt, eben weil man den anderen dann auch besser kennenlernt. Das finde ich persönlich auch besser, als Paare, die über die Jahre nur noch streitsüchtiger werden und sich bei jeder Gelegenheit anmeckern - und dann am Besten noch vor Zeugen. Das finde ich bei einem befreundeten Paar extrem anstrengend, sowas möchte ich nie haben.
     
    #16
    Zuletzt bearbeitet: 12 Januar 2015
    User 20579, 12 Januar 2015
  17. User 124226
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    In meiner ersten Beziehung war es ähnlich wie bei dir. Mein damaliger Freund hat grundsätzlich keine Widerworte gegeben, mir alles Recht gemacht und alles einfach immer hingenommen. Wenn ich Probleme angesprochen habe, dann wurde immer nur gesagt "Okay, ich ändere mich." und das Thema war beendet. Er hat sich nur ganz, ganz selten getraut mir die Stirn zu bieten. Das hat mich immer sehr schnell auf die Palme gebracht und ich wurde immer zickiger und habe mir angewöhnt, dass ich dann auch öfter lauter werde. Einfach, damit er vielleicht mal reagiert und auch seine Meinung sagt. Die Beziehung ist dann auch gescheitert, weil ich machen konnte was ich wollte.

    In meiner letzten Beziehung gab es von Anfang an ständig mehr oder weniger große Streitereien. Ständig haben wir über irgendwas diskutiert weil (meistens mir) irgendwas nicht gepasst hat. Das waren sowohl Kleinigkeiten, als auch richtig große Sachen. Laut wurden wir beide dabei nie. Wir haben wirklich gut miteinander reden können und es kamen auch konstruktive Lösungen dabei raus. Allerdings zerrt das unglaublich an den Nerven ständig Streitereien zu haben, das ist mir erst hinterher bewusst geworden. Oftmals war ich auch diejenige die nachgegeben hat, weil ich sehr harmoniebedürftig bin. Sprüche wie "Dann fahr doch nach Hause." gab es bei uns nie. Wir haben uns vorher immer wieder vertragen.

    Was es aber noch nie gab und auch bei mir nie geben wird sind Streitereien, die im Beisein von Freunden oder anderen Personen ausgeführt werden. Das ist für mich ein absolutes No-Go! Wenn wir uns gestritten haben wenn andere dabei waren haben wir es praktisch "ignoriert" und sind uns aus dem Weg gegangen und haben das dann zu Hause unter 4 Augen geklärt.

    Jetzt würde ich sagen, dass ich nicht nochmal eine Beziehung führen möchte in der es regelmäßig Zoff gibt. Auch nicht um Kleinigkeiten.
     
    #17
    User 124226, 12 Januar 2015
  18. User 146984
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    Wir sind uns erschreckend einig in den allermeisten Dingen. "Erschreckend", weil man erwarten könnte, dass man sich in einer neuen Beziehung erstmal finden muss, aber ganz gegen meine Erwartung lief es bei uns von Anfang an einfach glatt. Kompromisse erkämpfen ist so oder so nicht nötig, weil wir die relevanten Dinge gleich sehen/handhaben. Wenn ein Kompromiss gefunden wird, dann ohne Kampf oder dass einer damit nur halbzufrieden ist. Da geht es dann um halbwegs irrelevante Dinge, bei dem es nicht stört ein wenig zurückzustecken.
    Natürlich sind wir uns nicht bei allem einig, aber das sind dann so Sachen wie "was willst du essen". Die erste Meinungsverschiedenheit, die mir bewusst aufgefallen ist, weil sie länger als wenige Minuten gedauert hat, war ohne Witz nach 3 Monaten Beziehung die Frage, welche Packung Kekse man kauft.
    Und keiner von uns beiden neigt zu stark emotionalen Vorwürfen o.ä. Wenn es also doch mal "Zoff" gibt, dann klingt es in etwa so: "Wusstest du, dass man Klospülungen auch benutzen kann? :zwinker:" - "Aaarg, schon wieder? Tut mir leid."

    Einen nenneswerten Streitpunkt gibt es, das ist der Kontakt zu einem Freund, der kein Geheimnis daraus macht, dass er mich nicht nur platonisch als weiblichen Kumpel sieht. Ich würde nie etwas mit demjenigen anfangen, aber meinem Freund behagt das Ganze nicht, auch wenn ich nicht glaube, dass er mir misstraut. Er misstraut mehr dem anderen, den er halt auch so gut wie gar nicht kennt und hat einfach Angst mich zu verlieren. Im Herbst habe ich deswegen auch auf einen Besuch bei besagtem Freund verzichtet. Aber jetzt im Weihnachtsurlaub habe ich ihn doch besucht, weil ich nicht aufgrund unberechtigter Eifersucht meine sozialen Kontakte auswählen möchte. Darüber haben wir ein paar längere, relativ emotionale Gespräche geführt. Aber auch hier kommen wir ohne Vorwürfe, Totschlagargumente usw. aus, sondern hören zu, lassen ausreden, gehen auf die Bedenken des anderen ein.

    Ich kenne mich so gar nicht, in der Familie bin ich viel dickköpfiger, streitlustiger, weniger fähig zuzuhören oder vernünftig zu diskutieren. Das beruht aber auf Gegenseitigkeit. Auch im Job mag ich es nicht, kritisiert zu werden. Aber bei diesem Menschen, da läuft es einfach und ich bin immer wieder verwundert. Und dankbar - wenns passt, dann passt es einfach. :love:
     
    #18
    User 146984, 12 Januar 2015
  19. User 106075
    Meistens hier zu finden
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    148
    321
    nicht angegeben
    Wirklich gestritten haben wir noch nie. Es gab jetzt in über zwei Jahren zwei Situationen (beide in der Endphase meiner Abschlussarbeit - Stress lässt grüßen), die ich als Diskussion sehen würde. Zum Glück sind wir beide harmoniebedürftig, sodass wir uns dann jeweils schnell wieder am Riemen reißen und das ganze klären konnten. :grin: Wir sind uns aber auch in vielen Dingen sehr ähnlich, also (grobe) Vorstellung vom weiteren Leben, Werte und so weiter.
    Mit einem streitsüchtigen Menschen könnte ich nicht zusammensein. Würde ich innerhalb der ersten paar Beziehungswochen einen handfesten Streit erleben, würde ich vermutlich die ganze Beziehung in Frage stellen. Es ist mir natürlich wichtig, dass jeder er selbst sein kann und niemand zu allem "Ja und Amen" sagen "muss". Dinge ruhig zu klären sollte allerdings immer möglich sein.
     
    #19
    User 106075, 12 Januar 2015
  20. User 146984
    Verbringt hier viel Zeit
    516
    88
    346
    Verheiratet
    Finde ich eine tolle Idee. Sollten wir irgendwann mal da ankommen, dass wir auch öfter mal Knatsch haben, dann hoffe ich sehr, dass ich mich daran erinnere.
     
    #20
    User 146984, 12 Januar 2015

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