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beziehungsunfähig?!

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von anna20, 15 November 2008.

  1. anna20
    Verbringt hier viel Zeit
    25
    86
    0
    nicht angegeben
    -weg-
     
    #1
    anna20, 15 November 2008
  2. it's me
    it's me (34)
    Verbringt hier viel Zeit
    276
    101
    0
    Single
    Hallo,
    das war mal eine interessante Einleitung, da muss ich ja antworten. :zwinker:

    Was mir an Deinem Text zu Denken gibt ist nicht etwa Deine Selbstbeschreibung, sondern vielmehr die "Gründe" für das Hinterfragen Deiner Beziehung. So richtig feste konnte ich nämlich nicht finden. Vielleicht stört es ihn, vielleicht ist er nur an dem sexuellen interessiert, vielleicht ist er genervt. Du schreibst einerseits dass Du ihm nicht das geben kannst, was für eine Partnerschaft wichtig ist, gleichzeitig kannst Du aber -auch nach (nur!) einem Gespräch- nicht genau sagen, was ihm eigentlich wichtig ist.
    Kurz: Solltest Du eure Beziehung nur auf ein Gefühl hin beenden?

    Ich finde nicht. So schreibst Du, dass Du schon immer und auch gegenüber allen Personen schwer Vertrauen fasst. Er wusste das bestimmt schon zu Beginn eurer Beziehung und ist sie dennoch eingegangen. Er sieht also etwas in Dir, was Du Dir selbst nicht zugestehen möchtest, nämlich die Beziehungsfähigkeit.

    Auch möchte ich Dir die Frage stellen, was sich durch das Beenden der jetzigen Beziehung für Dich ändern wird. Wirst Du allein dadurch offener? Behindert er Dich auf Deinem Weg zu Dir selbst?
    Nur wenn das der Fall ist, dann würde ich ein Sinn im Ende Deiner Beziehung sehen.

    Meiner Meinung nach solltest Du Dich auf den Weg nach den Ursachen des geringen Vertrauens machen. Nur dann kannst Du etwas dagegen unternehmen. Vielleicht kannst Du hierzu noch etwas schreiben?
    Solange Du die Dinge nur so vage beschreiben kannst und -siehe oben- selbst so unsicher bist ob Du mit dem Ende Deiner Beziehung nicht einen riesen Fehler machst, würde ich diese nicht beenden.
    Das ist jetzt zumindest mein Gefühl nach dem Durchlesen Deines Textes und damit ebenfalls schwierig festzunageln...
     
    #2
    it's me, 15 November 2008
  3. anna20
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    -weg-
     
    #3
    anna20, 16 November 2008
  4. Fuchs
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
    5.488
    398
    3.290
    Single
    Hi!

    Nicht entmutigen lassen! :zwinker:

    Soweit ich dich richtig verstehe, hast du im wesentlichen 2 Probleme:

    Du bist mit deiner Beziehung nicht zufrieden. Es ging dir zu schnell, und du stellst die ganze Sache in Frage, weil du gewisse Gefühle nicht verspürst. Darüberhinaus hegst du den Verdacht, dass er nicht zufrieden sein könnte - sogar, dass er nur wegen dem Sex mit der zusammen ist.

    Allerdings ist nicht wirklich etwas vorgefallen und du kennst seinen Standpunkt auch nicht wirklich. Das sind alles Dinge, die du dir mehr oder weniger zusammenreimst und welche daher nicht unbedingt stimmen müssen. Sieh mal, das mit der Liebe lässt sich wirklich schwer erklären. Ich habe auch nie kapiert, warum meine Freundin mich geliebt hat, auch wenn sie es mir oft genug erklärt hat. Ich glaube, das ist ein ganz normales Gefühl und du solltest nicht über eine Trennung nachdenken, nur weil du Vermutungen hegst. Zudem ist hier auch nicht klar, inwieweit dein zweites Problem mit hineinspielt und das ist wesentlich ernster.

    Dir scheint es schon seit Jahren schlechter zu gehen - du bist unglücklich und fühlst dich minderwertig, wie man aus deinem Post herauslesen kann. Das ist ein privates Problem von dir, was mit deiner Beziehung nichts zu tun hat. Er kann da nichts dafür und es wäre ihm gegenüber auch nicht fair, die Beziehung deswegen zu beenden. Er wird wissen, warum er dich so gerne hat und wenn er das schon ein Dreiviertel Jahr macht, ist das doch schon einmal etwas. Dir muss aber klar sein, dass er dir in dieser Sache auch nicht helfen kann. Es ist ein Märchen, dass sich ein verschlossener Mensch durch die "wahre" Liebe völlig ändert und plötzlich keine Probleme mehr mit seinen Emotionen hat. So funktioniert das leider nicht.

    Gerade, da dich diese Sache scheinbar Jahre schon belastet, solltest du aktiv werden, und etwas dagegen unternehmen! Nicht für die Beziehung, sondern für dich selbst!

    Da es sich hierbei um ein emotionales Problem handelt, wird es viel Geduld erfordern, diese Sache in den Griff zu bekommen. Zudem wirst du einige Niederlagen einstecken müssen und es wird dich lange Zeit quälen, etwas daran zu ändern. Ich denke aber, wenn du die Einsicht gewinnst, dass du so nicht weiterleben willst und davon wirklich genötigt wirst, kannst du etwas daran ändern.

    Das erste, was du tun kannst, ist dich selbst zu beobachten und zu reflektieren. Das können erstaunlich wenig Menschen, aber von dem, was du hier so schreibst, denke ich, dass du dafür klug genug bist. In der Tat hast du nämlich schon angefangen, nach den Ursachen für deine Verschlossenheit zu forschen. Du beschreibst dich sehr nüchtern, und das ist ein guter Ausgangspunkt, um sich selbst zu analysieren. Du vermutest, dass ein Zusammenhang mit eventueller Ausgrenzung in der Kindheit bestanden hat - das könnte ein möglicher Grund sein. Kurz: Du denkst bereits darüber nach und das musst du weiterhin.

    Recherchiere ein wenig über das Thema Verschlossenheit im Internet und schaue, was du herausfinden kannst über Menschen. Was treibt sie zu solch einem Verhalten und welche Mechanismen verhindern, dass du deine Gefühle äußerst? Was verspürst du bspw. wenn dein Freund dir sagt, dass er dich liebt und dich so anschaut, als erwarte er eine Erwiederung?

    Du musst ganz genau herausfinden, wie du selbst funktionierst. Wenn du weißt, wodurch deine Gefühle zustande kommen und wo ihre Ursache liegt, kannst du beurteilen, ob diese Gefühle "falsch" sind und dann mit deinen Kopf dagegen halten. Du musst Situationen erkennen, in denen du merkst, dass du dich verschließt - begreifen, warum du das tust, das es ein für dich besseres Verhalten wäre, es nicht zu tun und dich schließlich entgegen deinen Gefühl dazu zwingen, es auch wirklich zu tun!

    Das klingt alles ein wenig arg psychologisch, und das ist es vermutlich auch :zwinker: . Vorallem bedeutet es Arbeit und unglaublich viel Überwindung. Zudem ist es ernüchternd, da du einfach so schnell keine Besserung spüren wirst, wenn du dich dann einmal überwunden hast. Das ganze passiert völlig unmerklich langsam, aber es ist möglich, diese Dinge selbst in den Griff zu bekommen.

    Sollte dich dieses Problem in deinen Leben zu stark einschränken und du es trotz stärkster Bemühungen selbst nicht schaffst, es in den Griff zu bekommen, würde ich an deiner Stelle auch vorsichtig darüber nachdenken, nicht professionelle Hilfe anzunehmen. Ein guter Therapeut kann dich auf diesen Weg unterstützen und gemeinsam mit dir herausfinden, weshalb du so bist, wie du nun einmal bist.

    Ich halte dich nicht für einen Fall für die Couch, aber ich kann natürlich nicht beurteilen, inwieweit dich diese Sache wirklich herunterzieht und ob du die Dinge wegen deiner Verschlossenheit hier verharmlost. Vielleicht denkst du mal drüber nach. Mit einem besseren Selbstwertgefühl ist das Leben auch nicht mehr so schwer :zwinker:

    -lg
    Fuchs
     
    #4
    Fuchs, 16 November 2008

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