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bin ich überhaupt ein mensch?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von royce_gracie, 27 September 2009.

  1. royce_gracie
    Sorgt für Gesprächsstoff
    8
    28
    1
    nicht angegeben
    die frage stell ich mir immer öfters.

    außer zum lebensmitteleinkauf war ich in den letzten 2 jahren vielleicht 3-4 mal vor der tür!

    ich bin zuhause in megaton, liberty city, im octagon der ufc oder springfield natürlich.

    also in fantasie welten.

    dort bin ich glücklich, in manchen spielen bin ich einer der besten weltweit! (es gibt internationale ranglisten, bei mehreren strecken ,ist ein rennspiel, bin ich insgesamt auf platz 20, 25, 38 von ca 400 000)

    oder poker spiel ich natürlich, aber immer seltener weil ich nicht so oft gut drauf bin und nur spielen kann und gewinnen kann wenn ich den geist frei hab.

    irgendwie zieht der rest was viele als leben bezeichnen würden an mir vollkommen vorbei, ich studiere nicht, ich arbeite nicht, ich geh am wochenende nicht fort geschweige denn unter der woche, das letzte mal in einer disco war ich vor einem halben jahr und das auch nur ca 2 stunden,

    danach bin ich alleine und mit einem unguten gefühl in der brust nach hause gegangen, ich hasse diesen gang nach hause, deswegen geh ich nicht mehr fort, ich fühl mich so allein wenn ich eine volle disco sehe, jeder tanzt, jeder scheint unbeschwert spaß zu haben, bis auf mich.
    als wär ich kein mensch, ein aussätziger, ein pessimistischer gefühlskrüppel solche leute kommen ja besonders gut an!!

    wenn ich schlecht drauf bin (meistens in der früh bevor ich high werde)

    haue ich oft gegen kästen oder andere dinge, so fest das das holz bricht und meine ellbogen und knöchel angeschwollen und rot sind.

    danach fühl ihc mich aber gut, da spür ich mich wenigstens,

    seit 2 jahren hab ich mich mit keiner frau mehr getroffen, hab niemanden berührt und wurde auch nicht berührt außer von der kalten aluminium stange die früher mal meine duschstange war.


    Tipps die völlig unbrauchbar sind:

    such dir hobbys!

    (mache bereits kampfsport, aber nur zuhause alleine haha)

    unternimm was mit freunden!
    (danach fühl ich mich immer schlechter als vorher)

    kopf hoch, du bist noch jung!
    (ja leider, ich wünschte ich wär 60zig ohne verwandte und freunde, dann könnt ich mich endlich umbringen, so gehts nicht, ich will meiner familie nicht wehtun)

    versuchs mit einer kontaktanzeige


    außer denen hat vielleicht jemand voschläge wie man aus so einem loch wieder rauskommt?
     
    #1
    royce_gracie, 27 September 2009
  2. Mitbewohner
    Sorgt für Gesprächsstoff
    273
    43
    11
    in einer Beziehung
    Professionelle Hilfe ist wohl angebracht.
    Ich glaube nämlich nicht, dass dir Tipps aus dem Forum was bringen würden.
     
    #2
    Mitbewohner, 27 September 2009
  3. User 91095
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
    7.275
    598
    8.055
    nicht angegeben
    Wieviel Zeit verbringst du denn vor dem Computer? Eventuell hast du eine (Internet/Spiel-)Sucht, dann wäre ein Therapeut nicht verkehrt.
     
    #3
    User 91095, 27 September 2009
  4. donmartin
    Gast
    1.903
    Man kann niemanden zu seinem Glück zwingen.
    Da du Tipps ablehnst oder schon gleich ausschließt.....ist Dir kaum mehr zu Helfen.
    Vielleicht schaffst du es ja zu einem Arzt.

    Wirf dein Leben weg und vergammle - es ist Deins.

    Aber - das ist der Grund für das eingefügte Zitat, AUF WESSEN KOSTEN tust du es?
     
    #4
    donmartin, 27 September 2009
  5. royce_gracie
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    8
    28
    1
    nicht angegeben
    ich bin mir sicher das ich süchtg bin, nach videospielen und gras.

    war schon 2 mal bei einem arzt (hab auch alle möglichen tests machen lassen weil sich mein physischer zustand auf einmal verschlechtert hat und ich panickattackan hatte, das ist vorbei denn die ärzte konnten nichts finden, das hat mich ein bisschen beruhigt, ich dachte echt ich krieg multiple sklerose oder oder einen herzinfarkt mit 22 jahren haha)

    bei suchtberatungsstellen war ich auch, 2 verschiedenen, hat aber nichts geholfen.

    naja ich bin anscheinend kein mensch, zumindest kein normaler, bald holt mich sowieso e.t. der extraterretrische ab, der ist so lieb der kleine.

    danach gehts per anhalter durch die galaxie bis zum restaurant am ende des universums, dort werd ich mir ein steak gönnen.
     
    #5
    royce_gracie, 27 September 2009
  6. Nevery
    Nevery (30)
    Planet-Liebe ist Startseite
    8.688
    598
    7.632
    in einer Beziehung
    natürlich bist du ein mensch. menschen sind nicht "gleich" in ihrem charakter, und was für manche gut und richtig ist, ist für andere das verkehrteste überhaupt.
    wenn dieses leben für dich richtig ist, wieso zweifelst du dann daran? weils nicht "normal" ist?

    den anspruch, normal zu sein, das zu sein, was andere für richtig halten, den hab ich schon vor jahren verworfen. mag für andere gut und richtig sein, für mich ists das nicht. vielleicht trifft das auch auf dich zu.

    aus eigener erfahrung kann ich dir sagen, du wirst dieses leben führen, solange es mit dir vereinbar ist. quälts dich zu sehr, wirst du dich ändern. nicht von einem tag auf den andern, aber langsam und sicher. was dir im moment fehlt, ist die akzeptanz deiner selbst. und das ist ein prozess, der zeit braucht - mit dem du aber sofort anfangen kannst. du musst nicht an dir und deiner menschlichkeit zweifeln. erst, wenn du dich als gut und richtig akzeptiert hast, kannst du anfangen dich selbst zu entwickeln und zu verbessern. vertrau auf dich - man leitet sich selber schon ganz gut, wenn man sich selber ernstnimmt und drauf lauscht.

    wie du schon ganz richtig erkannt hast, helfen dir die tips, die man anderen in der situation gibt, nicht weiter. vielleicht kommst du irgendwann zu einem punkt, an dem du spass daran hast - aber bis dahin kannst du von der grossen masse an menschen keine ratschläge erwarten, das musst du mit dir selber ausmachen. wie sollte dir jemand helfen können und dir eine richtung weisen, der nur das "normale" leben akzeptiert und dich nicht versteht?
     
    #6
    Nevery, 27 September 2009
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  7. Luc
    Luc (29)
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Es gibt Suchtkliniken. Sowohl für Drogen (Gras) als auch für anderes (Word of Warcraft, Pornos usw.) Bei den Drogen machst du zuerst einen Entzug, was bei Cannabis nicht so schwierig sein dürfte. Wenn deine UP dann negativ ist, geht es an deine innere Welten. Dort arbeiten auch Sozialarbeiter, die mit dir zusammen schauen werden, was Jobmässig für Möglichkeiten stehen und sie helfen dir, dein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Vielleicht mag das Arbeiten dich in deinem momentanen Zustand etwas abschrecken, aber das wird sich bald ändern.

    Du bist noch ein Mensch. :zwinker: "Gefühlskrüppel" ist etwas hart und beleidigend ausgedrückt, aber der eigentliche Sinn hinter dem Wort ist meiner Spekulation nach eigentlich wahr. Es lässt sich allerdings ändern.
    Falls du noch nicht die Motivation dazu hast, musst du wohl noch etwas "tiefer sinken" damit du endlich etwas dagegen tust. Das ist auch böse gesagt, es ist aber leider häufig so. Aber du hast diesen Thread eröffnet. Also werden das wohl erste Impulse sein. :zwinker:
     
    #7
    Luc, 27 September 2009
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  8. Vetstudy
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hey,
    also erstmal bist du natürlich ein Mensch!
    Du lebst dein Leben enfach nur anders als Andere.
    Es ist schonmal gut, dass du zumindest erkennst, dass es eigentlich nicht so weiter gehen kann.

    Ich denke auch, dass professionelle Hilfe das Beste für dich wäre.
    Wende dich an einen Therapeuten.

    Zudem musst du raus aus deiner Welt.
    Darf ich mal fragen, wie es kommt, dass du nicht arbeitest?
    Hast du einfach Pech gehabt und keine Ausbildungsstelle oder einen Studienplatz bekommen oder hattest du einfach keinen Bock?

    Ich denke, dass du einen geregelten Tagesablauf benötigst, eine Arbeitsstelle könnte dazu beitragen.
    Ich selbst kenne das VErhalten von mir, dass ich sobald ich morgens frei habe, also Urlaub oder auch damals Ferien, mich einfach zu nichts motivieren kann und den ganzen TAg den Hintern nicht hochbekomme.
    Muss ich aber morgens zur Arbeit, dann läuft der ganze Tag einwandfrei und ich kann allemöglichen Aufgaben erledigen.

    Was sagen eigentlich deine Eltern dazu? Meine würden mir gehörig in den Hintern treten.:zwinker:

    Und du musst natürlich von den Drogen weg, aber das wirst du wohl selbst wissen.

    Liebe Grüße
     
    #8
    Vetstudy, 27 September 2009
  9. klatschmohn
    Meistens hier zu finden
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    133
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    Single
    Ich denke das Wesentliche ist, dass du aus deinem Umfeld raus musst in eine stationäre Behandlung. Ich denke du schaffst es im Moment nicht in eine Tagesklinik zu gehen, dich zu verändern, und dabei jeden Nachmittag wieder in denselben Sog zu kommen. Klingt vielleicht hart, ist aber so. Ich kenne mich da aus.

    Manchmal hilft nur viel Abstand und Konfrontation. Ich denke auch eine Gruppentherapie wäre vielleicht angebracht. Hauptsache du kommst raus aus deinem Loch. Dort wirst du aufgefangen- von Mitpatienten und Personal- du fällst nicht in ein Loch wie zuhause. Du kannst selbst dein Tempo bestimmen- was du erzählen willst und wann und deine Psyche mutet dir nur so viel Offenheit zu wie du verarbeiten kannst.

    Ich kenne es gut, wenn sich Gedanken nur noch um Quests, das nächste Level und diverse Mobs und Inis drehen. Wenn man nur aufsteht um sich den Kopf voll zu knallen, zum Frühstück das erste Köpfchen raucht und dann den ganzen Tag zugekifft auf der Couch rum hängt.

    Aber ich weiß auch, wie es sich anfühlt wieder zu fühlen, klar zu sein, zu reden- gesund zu werden. Das zu leben, was andere "Normalität" nennen und was sich trotz des bitteren Beigemschmacks gut anfühlt....

    Vielleicht ist dein Leidensdruck im Moment nicht groß genug. Vielleicht brauchst du auch jmd, der dir zur Seite steht. Mich hat damals eine sehr gute Freundin zum ersten Vorgespräch vor meiner ersten stationären Therapie begleitet und ich glaube, ohne sie wäre ich nicht stark genug gewesen.

    Es wird nie EINFACH sein. Aber die Arbeit an einem selbst ist letzendlich die, die nie aufhört und dennoch die meisten Erfolgserlebnisse verspricht. Ich sollte nicht weiter mit leeren Parolen um mich werfen.

    Ich würde an deiner Stelle zu meinem Hausarzt gehen und mich einweisen lassen in eine Klinik, die auf Suchterkrankungen spezialisiert ist. Und dann mit viel Geduld mit mir selbst an die Sache rangehen.
     
    #9
    klatschmohn, 27 September 2009
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  10. vanille
    Gast
    0

    kampfsport zuhause? wie soll das denn gehen? liegestütze im kampf gegen den inneren schweinhund?:rolleyes: such dir doch einen verein in der nähe raus und mach mal ein probetraining. vielleicht kickboxen oder so.

    warum ist der tipp den blöd?
     
    #10
    vanille, 27 September 2009
  11. Lupinchen
    Lupinchen (26)
    Öfters im Forum
    381
    53
    49
    in einer Beziehung
    Es erst einmal wollen, und ja nicht erwarten das es ohne eigenes zutun und überwindung des inneren Schweinehundes geschieht.

    Und warum nicht?
     
    #11
    Lupinchen, 27 September 2009
  12. Karry87
    Verbringt hier viel Zeit
    622
    103
    4
    nicht angegeben
    Ich hab erstmal massenhaft Fragen:

    Woher beziehst du denn dein Geld? Vor allem, wenn du nicht arbeiten gehst, woher hast du das Geld um dich von Gras zu "ernähren"?
    Unterhält dich der Staat oder deine Familie?

    Hat dich die Agentur für Arbeit nie versucht irgendwo unter zu kriegen, musst du nicht an irgendwelchen Maßnahmen teilnehmen?

    Kriegt deine Familie nichts mit? Wenn sie dir doch soviel wert sind, dass du dich nicht umbringen willst, dann muss da doch noch irgendwie Kontakt sein oder nicht? Merkt da niemand was?

    Ich kann mich so schlecht in die Situation reinversetzen. Wie kann sich jemand von der Welt abschotten und gleichzeitig soviel Geld haben, dass er sich Gras kauft? Und woher kommt der Kontakt zum Dealer, wenn man doch nie vor die Tür geht (oder war das beim Lebensmitteleinkaufen mit aufgezählt?)...?
     
    #12
    Karry87, 27 September 2009
  13. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
    13.614
    398
    2.056
    vergeben und glücklich
    Karry hat schon die Fragen gestellt, die mir auch sofort einfielen.

    Findest Du selbst es denn überhaupt wirklich schlecht, so zu leben? Offensichtlich ist der Leidensdruck nicht so stark, dass Du wirklich etwas unternehmen willst. Nur einmal zu einer Suchtberatung zu gehen, genügt nicht - natürlich weiß ich nicht, was die Berater Dir dort denn geraten haben. "Hören Sie doch auf mit dem Spielen" wirds wohl kaum als einziger Tip gewesen sein, oder? Denn bei Sucht ist das Aufhören eben nicht einfach. Schon gar niciht, wenn der Süchtige nicht aufhören will oder gar noch stolz ist auf das, was er mit der Sucht "erreicht" (die Erwähnung Deiner Position in der Rangliste zum Beispiel...).

    Du bist ein Mensch, ganz klar - nur lebst Du ein nicht gerade durchschnittliches Leben. Und Du lebst auf eine Art, die ich nicht für erstrebenswert halte. Nix gegen ein Eremitenleben - aber Dein Spielverhalten klingt auf mich sehr abschreckend.

    Mich interessiert auch, womit Du Deinen Lebensunterhalt bestreitest und ob Du überhaupt selbst etwas an diesem Zustand ändern willst.
     
    #13
    User 20976, 27 September 2009
  14. User 76250
    Planet-Liebe Berühmtheit
    3.193
    348
    3.050
    Single
    Und ich kann mir lebhaft vorstellen, warum nicht. So, wie Du hier schreibst, weckst Du bei mir den Eindruck, dass Du Deinem Leben nicht wirklich neue Impulse geben willst. Du gehst anscheinend immer den einfachsten Weg, den des geringsten Widerstands, und wenn's hart wird, gibt's 'ne Tüte, und Dein eigentlich beschissenes Leben - das Du nur bemerkst, wenn Du gerade nicht 2 Meter über dem Boden schwebst - wird wieder puderrosa. Und natürlich die Games, diese virtuelle Traumwelt, in die Du vor dem Leben flüchtest.

    Aber Überraschung: Dir kann keiner helfen - sofern Du es nicht selbst willst, und zwar mit allen Konsequenzen. Es liegt allein bei Dir. Hast Du die Eier - oder hast Du sie nicht?
     
    #14
    User 76250, 27 September 2009
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  15. HAY-Deez
    Verbringt hier viel Zeit
    742
    103
    3
    nicht angegeben
    Hast Du einen festen Freundeskreis?
    Und wenn ja: Teilen Sie Deinen Zeitaufwand fürs Zocken bzw. Leben in der Fantasy-Welt?
     
    #15
    HAY-Deez, 27 September 2009
  16. Maxx
    Sehr bekannt hier
    1.379
    198
    623
    Single
    Die Frage ist doch, ob die Spielsucht oder die Sucht (?) nach Gras tatsächlich ein eigenständiges Problem des TS ist oder ob die Flucht vor der Realität in die Spielwelt einem anderen Problem entspringt. Nachdem was man hier herausliest könnten das sein: Probleme mit der Gesellschaft, Angst vor sozialer Interaktion, Depressionen etc.

    Du machst Andeutungen, dass du dich in Gesellschaft unwohl und wie ein Aussätziger fühlst, während andere neben dir ihren Spass haben. Du hast diese Gefühle und die Hintergründe jedoch, was auch verständlich ist, nicht weiter präzisiert.

    Hingegen finde ich es nicht so ungewöhnlich, dass du Geld hast, um dir Gras zu kaufen, obwohl du nicht arbeitest. Wir kennen weder die finanziellen (familiären) Hintergründe, noch wissen wir in welcher Art von Sozialsystem du steckst. Es soll doch tatsächlich Leute geben, die aufgrund persönlicher Probleme nicht gezwungen sind an irgendwelchen Massnahmen vom Arbeitsamt teilzunehmen, da sie schlicht und einfach auf dem Arbeitsmarkt nicht wirklich vermittelbar sind.

    Ehrlich gesagt kann ich deine Situation zum Teil sehr gut nachvollziehen. Ich bin auch jemand, der mehr oder weniger sein ganzes Leben im Internet verbringt und dabei auch öfter mal an der Konsole zockt, da auch diese fast rund um die Uhr eingeschaltet ist. Ich muss gestehen, dass ich es schlimm fände, wenn sowohl PC und Videospiele aus meinem Leben verbannt würden, da beides für mich sehr wichtig ist. Dennoch würde ich mich eher nicht als süchtig bezeichnen, da ich nie den gesamten Tag ununterbrochen nur der einen Tätigkeit nachgehe und ich nie zum Beispiel darüber vergessen würde zu essen und diese virtuellen Tätigkeiten würden mich auch niemals davon abhalten mehrmals am Tag das Haus zu verlassen, selbst wenn ich jederzeit und schon bald wieder mich für eine Weile damit beschäftigen werde. Worauf ich hinaus will ist, dass es einfach schwierig ist abzuschätzen, ob und wie süchtig man wirklich von einer Tätigkeit ist und warum man ihr überhaupt nachgeht. Bei mir z.B. ist es wirklich diese Mischung aus ehrlichem Spass daran und der etwas unglücklichen Situation, dass ich für mich kaum Alternativen im Leben sehe und schaffen möchte.

    Wer hingegen jeden Tag 10 Stunden ununterbrochen seiner beruflichen Tätigkeit nachgeht, könnte ja demzufolge auch als süchtig gelten, da er wohl nicht so einfach sein Leben und sein gewohntes Umfeld von einem Tag auf den anderen freiwillig über Bord werfen könnte. Gerade da ich aus Leidenschaft gerne spiele und am PC bin, würde ich es trotz allem nicht als Sucht bezeichnen. Ich bin da auch in keinen Zocker-Communitys und knacke Hi-Scores. Würde ich aber zwanghaft jeden Tag 10 Stunden ununterbrochen spielen, nur damit ich dadurch meine Zeit totschlage, dann hätte das in meinen Augen durchaus Suchtpotential.

    Etwas stutzig macht mich allerdings deine Aussage, dass du in den letzten 2 Jahren abgesehen von den Einkäufen vielleicht drei bis vier mal vor der Tür warst, du aber das letzte Mal vor einem halben Jahr in der Disco warst. Das würde ja quasi bedeuten, dass du kaum das Haus verlässt, aber falls du das doch tust, du dann gleich eine Massenveranstaltung besuchst, wo man eh fehl am Platz ist, wenn man nicht eine gewisse Geselligkeit an den Tag legt. Es wird wohl sehr schwierig eine solche Geselligkeit zu spielen und überzeugend rüberzubringen, wenn man ein derart einzelgängerisches Dasein führt.

    Möglicherweise gäbe es ja auch für dich andere Alternativen, schon alleine zwecks Bewegungsdrang, das Haus zu verlassen, ohne dass du dabei sogar mit Menschen in Kontakt kommen müsstest.

    Eine Arbeit zu finden könnte dein Leben allerdings in andere Bahnen lenken, jedoch würde ich mich in diesem Punkt hier nicht unbedingt der Meinung der Mehrheit anschliessen, dass eine feste Beschäftigung mit geregelter Arbeitszeit dich zwingend von deinen trüben Gedanken ablenkt. Möglicherweise tut es dies, wenn du eine Arbeit hast, hinter der du 100 % stehst und die du wirklich aus Leidenschaft machst. Ansonsten kann durchaus die Gefahr bestehen, dass nicht die Arbeit dich von deinen negativen Gedanken ablenkt, sondern dass deine Gedanken dich von deiner Arbeit ablenken. Ich für mich persönlich würde mir immer sagen, dass ich entweder eine solche Stelle annehmen würde, mich da reinhänge und mich anpasse oder es von vornherein gleich bleiben lasse. Aber die Erfahrung solltest du wohl für dich selber machen, um dabei zu erkennen, ob du dich mit Arbeit und den Strukturen der Leistungsgesellschaft arrangieren, anfreunden oder gar identifizieren kannst oder ob du dich zumindest mit einer bestimmten, für dich erfüllenden Arbeit anfreunden könntest, die vielleicht nur schwer, vielleicht mit etwas Glück auch leichter als gedacht zu finden ist.
     
    #16
    Maxx, 28 September 2009
  17. User 48403
    User 48403 (47)
    SenfdazuGeber
    9.405
    248
    657
    nicht angegeben
    Die Tips sind aus DEINER Sicht unbrauchbar, sind aber trotzdem das A und O, um sein Leben nicht zu vergammeln. Aber in Deinem momentanen Zustand scheinst Du Dich ja nicht wohlzufühlen, sonst würdest Du Dich hier nicht ans Forum wenden.
    Aber Du scheinst noch nicht so weit unten zu sein, dass Du auch was ändern willst.

    Kannst Du das mal näher erläutern, aus wessen Gründen es nichts geholfen hat? Willst Du Dir eigentlich auch helfen lassen?
     
    #17
    User 48403, 28 September 2009
  18. *Luna*
    *Luna* (34)
    Meistens hier zu finden
    2.674
    133
    14
    Single
    Du spielst doch so viele Games, weil du sonst keine Hobbies hast, stimmts? Vielleicht wenige oder gar keine richtigen Freunde? Es wäre ja schwer, mit den Games aufzuhören wenn du sonst nix besseres mit deiner Zeit anzufangen weißt; also finde ein Hobby, das dir Spaß macht (am besten ein Sport, und am besten mit anderen Leuten zusammen). Fussball, Boxen, Handball,Tanzkurs oder sonst was. Erst wenn du merkst, dass dir das richtige echte Leben viel mehr geben kann als so ein Spiele-Ersatz für dein Leben wirst du dich meiner Meinung nach von Spielen lösen können, es vielleicht sogar noch spielen, ohne es gleich als Lebensinhalt zu sehen.

    Dir fehlt auch ein täglicher Tagesplan! Such dir Arbeit!

    Also du siehst das du nicht mehr heraus kommst, und du hast eingesehen, dass du süchtig(krank)bist.
    Alleine schaffst du es nicht, d.h. du musst dir Hilfe holen.

    Eins ist sicher: Nur darüber nachdenken und beklagen, was alles im Eimer ist, hilft Dir kein Stück weiter. Du musst Dich selbst aus dem Sumpf rausziehen, indem Du alle Hilfe annimmst, die Du kriegen kannst. Stell Dich! Du solltest dir professionelle Hilfe suchen
     
    #18
    *Luna*, 28 September 2009
  19. royce_gracie
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    8
    28
    1
    nicht angegeben
    denke für die antworten.

    um eure fragen kurz zu beantworten:

    bekomme geld vom staat, ein bisschen was von familie und den rest den ich für gras verschwende verdien ich durchs poker spielen (is echt nicht viel vielleicht 400 euro im monat maximal)


    bei suchtberatungsstellen hats nicht geklappt weil ich kein licht am ende des tunnels gesehen hab, als ich dort war und über alles gesprochen hab hat ich mich so aufgewühlt und mies gefühlt das ich sofort danach beschlossen habe weiterzukiffen und nicht mehr dran zu denken, hab zwar ein konsumtagebuch geführt um einen überblick zu haben , das hat mir auch geholfen seitdem rauche ich wesentlich weniger.

    also ich seh mich schon in die richtige richtung gehen, aber ich vertrau mir selber nicht und falle immer wieder in alte gedankenmuster zurück und beende oft meinen plan mit kiffen aufzuhören, habs einmal ein halbes jahr geschafft, ganz leicht ist es 1-2 tage nichts zu rauchen, aber dabei auch zu bleiben is der hammer.

    hab irgendwie auf nichts lust, nehm mir immer vor: ja morgen triffst dich mit dem machst das, suchst dir arbeit, beginnst ein neues leben!

    dann wach ich auf und mein kopf is leer, mir ist schlecht und ich bin müde und der einzige gedanke ist das ich was zum rauchen brauch, wozu soll ich mich quälen und nichts rauchen wenn es auch leichter geht indem ich was rauch (aber nur in meinem kopf ist das so, mir ist klar das genau dadurch nicht alles leichter sonder viel schwerer wird und ich mehr und mehr verschwinde und zu einem geist werde)

    ich nehm mich selber kaum noch war.


    ich erwarte hier nicht das sich plötzlich die lösung für alles zeigt, wollte nur mal wieder feststellen das ich mich ändern muss/ WILL

    hilfe nehme ich natürlich an, viele wissen aber gar nicht das es mir so schlecht geht, im grunde weiß es niemand, ich verstecke es zimlich erfolgreich denk ich, war schon in der pubertät gefühlskalt , hab mich priviligiert und benachteiligt gefühlt, war ultraegoistisch mit null einfühlungsvermögen und keiner sozialen kompetenz, war irgendwie schon immer ein einzelgänger.

    und bei den frauen kommt das natürlich nicht gut an.

    das ist übrigens der hauptgrund warum ich mich zurückziehe, ich halte das ablehnende verhalten der frauen nicht mehr aus, ich bin einfach nicht gut genug, weiß es selber und genau das strahl ich auch aus und trage es nach außen, deswegen wollen mich nur die wenigsten.

    hatte schon die ein oder andere erfahrung, aber nach spätestens 3 wochen haben die frauen gemerkt was ich in wirklichkeit für ein riesen vollidiot ist der schnell beleidigt ist und sehr sehr nahe am wasser gebaut ist.

    das hat mich noch mehr bestätigt in meiner annahme das ich einfach nicht normal bin und keine berechtigung zu leben haben sollte, wann kommen endlich die guten neuen zeiten das man bei der geburt anhand der gene feststellen kann wie hoch die wahrscheinlichkeit ist das der mensch 1)physisch und 2)psychisch erkrankt ein 3)gesundes sozialleben hat und 4)wie wahrscheinlich er beim anderen geshclecht landet,

    bei mir wärs: 1) 39% 2) 95% 3) 12 % 4) 1 %

    das hätte man gesehen und meine eltern hätten gesagt, ach komm probieren wirs nochmal, is nur ein baby wir können ja jederzeit ein neues machen und hätten mich abgetrieben.

    schöne neue welt wäre das.

    naja bald, vielleicht 20 jahre dann wird an jeder ecke (plan der regierung um überbevölkerung zu vermeiden)
    eine suicide booth stehen die völlig gratis ist und dich einfach in deine atome auflöst und ins all schießt.

    ok ja hmm
     
    #19
    royce_gracie, 28 September 2009
  20. khaotique
    khaotique (27)
    Verbringt hier viel Zeit
    2.438
    123
    8
    vergeben und glücklich
    Natürlich ist es am Einfachsten, die Schuld am eigenen Scheitern der bösen Welt in die Schuhe zu schieben. Doch inwiefern bringt dich das weiter? Natürlich haben Menschen von Geburt an unterschiedliche Voraussetzungen, sei es was die genetischen Merkmale oder die soziale Herkunft angeht, aber dennoch liegt es in der Hand jedes Einzelnen, wie er sein Leben gestaltet. Du hast das Glück, in einem Land geboren worden zu sein, indem du dich zu großen Teilen frei entfalten und dich gleichzeitig einigermaßen sicher fühlen kannst. Du hast das Glück, ohne eine schwere Krankheit oder Behinderung geboren worden zu sein, die dich körperlich soweit einschränkt, dass du dein Leben nicht ohne fremde Hilfe meistern könntest. Du hast eine Familie, du hast Freunde,... Das ist mehr, als Millionen andere von sich behaupten können. Was ich damit sagen will: Es liegt nicht an den schlechten Voraussetzungen, dass du nichts aus deinem Leben machst, sondern nur an deiner eigenen Einstellung.

    Wenn man etwas ändern will, gibt es immer Wege. Voraussetzung dafür ist natürlich die nötige Motivation und das Eingeständnis, dass man ohne professionelle Hilfe nicht aus dem Sumpf herauskommt. Weiter oben wurde bereits eine stationäre Therapie empfohlen. Ich denke auch, dass das der richtige Weg für dich wäre, um aus deinem täglichen Trott auszubrechen und deinem Leben einen neuen Rythmus zu geben.
     
    #20
    khaotique, 28 September 2009
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