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Bin ich psychisch krank?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von adlernebel2005, 26 Juni 2005.

  1. adlernebel2005
    Benutzer gesperrt
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    1
    Single
    Hallo,

    ich glaube langsam, das mit mir etwas nicht stimmt... ich habe vor Jahren meine Mutter verloren, sie litt an Krebs, aber ich war über ihren Tod sehr schnell hinweg (ein paar Wochen). Ich habe nichtmal auf der Trauerfeier geweint. Auch sonst eigentlich nur einmal. Seit dem es passiert ist, war ich nicht einmal auf dem Friedhof, auch sonst hab ich das Gefühl, das ich mich meiner Familie nicht besonders verbunden fühle... selbst mein kleiner Neffe, der mich total mag, ist für mich eher nervig... ich weiss ,das klingt hart, aber es ist einfach so... es macht mich irgendwie ziemlich fertig. Auf der anderen Seite suche ich selber nach Liebe, die ich durch meine Freundin erhalte, und ich würde es niemals ertragen, sie zu verlieren!! Als mich damals meine letzte Freundin verlassen hat, war das für mich der schlimmste Verlust in meinem Leben!! Aber wieso fiel es mir so leicht, über den Verlust meiner Mutter hinwegzubekommen?? Was ist los mit mir??

    Ich musste mir das einfach mal von der Seele schreiben, weil ich mich irgendwie selbst dafür hasse und einfach nicht mehr weiter weiss.
     
    #1
    adlernebel2005, 26 Juni 2005
  2. Galotta
    Galotta (40)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    Verliebt
    Bei mir ist das Ähnlich. Große gefühle habe ich zu meiner Familie nicht, auch nicht wenn jemand verstirbt so wie es bei meiner Oma war.
    Dabei sieht es bei Freunden ganz anders aus. Meine 1. Große Liebe (12 Jahre her), ist derzeit an Krebs erkrankt.
    Das macht mich dann schon ziemlich fertig.

    Denke aber nicht das dies eine psychische Erkrankung ist.

    mfg ß
     
    #2
    Galotta, 26 Juni 2005
  3. Touchdown
    Touchdown (37)
    Verbringt hier viel Zeit
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    1
    vergeben und glücklich
    Jeder geht mit dem Tod anders um. Man muss nicht unbedingt in Tränen ausbrechen, um zu trauern. Wichtiger ist doch, dass man den Menschen nicht vergisst. Niemand ist ein schlechterer Mensch, nur weil er auf eine andere Art trauert.
    Ich bin bisher mit dem Tod von geliebten Personen auch immer recht gut klargekommen (zumindest besser als andere), das bedeutet aber nicht, dass ich nicht oft an sie denken würde.
     
    #3
    Touchdown, 26 Juni 2005
  4. Dilara-Zoé
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Wenn deine Beziehung zu deiner Mutter vorher auch schon nicht besonders toll war, kann es doch durchaus sein, dass dich ihr Tod nicht so mitgenommen hat, wie wenn du sie geliebt hättest. Wie alt warst du denn damals?
    Möglich wäre es auch, dass du die Sache irgendwie verdrängst. Wenn du noch nicht mal auf dem Friedhof warst.
    Du solltest rausfinden, was auf dich zutrifft. Psychisch krank bist du aber nicht, soweit ich das beurteilen kann.
     
    #4
    Dilara-Zoé, 26 Juni 2005
  5. User 39864
    Sehr bekannt hier
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    in einer Beziehung
    ……
     
    #5
    Zuletzt bearbeitet: 20 April 2014
    User 39864, 9 August 2005
  6. User 22358
    User 22358 (28)
    Meistens hier zu finden
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    Single
    bei krebs weiß man ja auch vorher, dass der mensch sterben wird. vielleicht hast du schon vorher abschied genommen und konntest besser mit dem verlust umgehen, weil du vorbereitet warst. du wusstest was auf dich zukommt und konntest dich darauf vorbereiten. wenn sie beispielsweise bei einem autounfall ujms leben gekommen wäre, hätte deine trauer ganz anders aussehen können.
     
    #6
    User 22358, 9 August 2005
  7. Sascha_CH
    Sascha_CH (37)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Sehe ich auch so!

    Wie war denn Dein Verhältnis zu Deiner Mum bevor sie starb?
     
    #7
    Sascha_CH, 9 August 2005
  8. largerthan...
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    nicht angegeben
    geht mir genauso. frag mich auch manchmal woher das kommt.
     
    #8
    largerthan..., 9 August 2005
  9. Grinsekater1968
    Chauvinist
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    nicht angegeben
    Ich denke eher, daß es eine ganz normale Reaktion ist, über den Tod der Mutter erst mal ganz leicht hinweg zu kommen. Wenn es einen Erwachsenen aus den gewohnten Gleisen hauen kann, wie soll da erst recht ein Jugendlicher mit umgehen ? Du hast den Verlust Deiner Mutter möglicherweise wahrgenommen, aber eben nicht emotional verarbeitet. Der Schmerz über ihren Verlust ist immer noch da, und der wartet darauf, beerdigt zu werden. Das tut mitunter fürchterlich weh, aber es wird Dich nicht umbringen. Überstandener Schmerz macht Dich immer stärker. Wenn Du unglücklich bist, dann frag Dich, woran das außer der Geschichte mit der Mutter noch liegen könnte, und dann schaff das zuerst aus der Welt.
    Begib Dich einfach mal auf den Friedhof und bring Deiner Mutter ein paar Blumen. Und dann gehst Du vielleicht mal mit Deinem Neffen auf eine Kirmes oder ähnliches und beobachtest, was passiert, wenn ihr beide Spaß habt.
     
    #9
    Grinsekater1968, 9 August 2005
  10. Amontilado
    Amontilado (36)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    So ein Quatsch! Bei vielen Krebsarten ist es eben nicht sicher, ob die Person daran sterben wird. Ich kenne viele Leute die an Krebs erkrankt sind und von denen ist nur meine Oma gestorben...anstatt mit der Person abzuschließen sollte man lieber auf Besserung hoffen...
     
    #10
    Amontilado, 10 August 2005
  11. Lost_soul
    Gast
    0
    Ich denke ich weiß was mit dir los ist denn ich erkenne mich ein bißchen in deinem Verhalten wieder. Seit mein Vater sich erschossen hat als ich 9 war hab ich eine gestörte Beziehung zu meinen restlichen Familienmitgliedern. Ich denke dass Du vor lauter Schmerz so zugemacht hast, dass deine wahren Gefühle so tief drinnen sind dass du sie gar nicht (mehr) spürst. Du distanzierst dich von deiner Familie, aber nicht weil du sie nicht magst, sondern weil es zu schmerzhaft für dich wäre deine tiefen Gefühle rauszulassen. So geht es mir zumindest. Ich könnte es nicht ertragen wenn meine Mutter auch noch weg wäre, dann gehe ich lieber auf Distanz denn dann "tut es ja vielleicht irgendwann nicht mehr so weh" wenn man mit dem Menschen nicht so ein herzliches Verhältnis hat. Das ist meine Denkweise die wie ich weiß verkehrt ist. Deswegen möchte ich in absehbarer Zeit eine Therapie machen. Ich denke dein Problem ist nicht viel anders. Sorry falls ich falsch liege
     
    #11
    Lost_soul, 11 August 2005
  12. Sauerlaender29
    Verbringt hier viel Zeit
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    91
    0
    Verheiratet
    Dein Statement ist genau so ein Quatsch.. sorry....

    Klar stirbt nicht jeder Mensch der Krebs hat... hat jawohl auch keiner gesagt.. aber im Laufe der Krankheit ist schon irgendwann ein Punkt absehbar wo es nicht mehr weitergeht.

    Mein Vater hat auch über ein Jahr zunächst sehr erfolgreich den Krebs bekämpft und wurde als geheilt entlassen. Ein knappes halbes Jahr später kam der Krebs zurück... und in den letztzen 4-6 Wochen seines Lebens wahr schon absehbar das er die Krankheit nicht überleben würde. Und in dieser Zeit ist es sehrwohl möglich sich von diesem jemand auch emotional ein bisschen zu verabschieden.
     
    #12
    Sauerlaender29, 11 August 2005
  13. Shadow_80
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single

    Natürlich ist es nicht sicher ob jemand an Krebs stirbt.
    Natürlich sollte man auf Besserung hoffen.

    Aber mit der Diagnose Krebs, kommt man nicht umhin, wenigstens die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass diese Person ebendoch versterben könnte.
    Das hat nichts mit Abschließen zu tun.

    Insofern kann man sich darauf "vorbereiten", einfach ist es trotzdem nicht. Aber unter Umständen halt einfacher als wenn eine Person plötzlich unerwartet stirbt (Unfall, ähnliches)

    @Threadstarter

    Mein persönlicher Eindruck aus deinem Geschriebenen ist, dass es mir scheint als hättest du den Tod eben nicht verwunden. Kann es nicht wirklich belegen, wirkt auf mich aber so.
     
    #13
    Shadow_80, 11 August 2005
  14. q:
    q: (37)
    Verbringt hier viel Zeit
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    1
    Verheiratet
    Was du da beschreibst ist n ziemlich normaler Trauerprozess beim Verlust eines nahestehenden Menschen durch Tod oder besser gesagt, die anfängliche Abwehr gegen diesen.

    Zudem ist der Verlust durch Tod und derjenige durch Trennung was anderes. Der Tod ist endgültig und von daher auch schwieriger zu fassen, wie das Zerbrechen einer Partnerschaft. Weiter sind auch die Bindungen und die Bedeutungen dieser zwei Beziehungsformen andere.

    Also sicher nicht abnormal oder gar Anzeichen einer krankhaften psychischen Störung, würde ich sagen. Aber wenn es dich belastet und du das Gefühl hast, irgendwie solltest du den Verlust deiner Mutter anders verarbeiten zu müssen/wollen, dann ist eine Gesprächsanalyse bei einem Psychtherapeuten sicher nicht verkehrt.
     
    #14
    q:, 11 August 2005

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