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  • xoxo
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    24 Mai 2009
    #1

    biologisches Geschlecht vs. soziales Geschlecht

    Bisher haben wir Menschen geglaubt, dass wir das Geschlecht anhand der biologischen Merkmale (Penis und Nicht-Penis) festmachen. Da man diese Merkmale aber im Alltag nicht sieht, machen wir Menschen das Geschlecht anhand des sozial-kulturellen Geschlechtes (Haarlänge, Stimme, Kleidungsstil, Gestik, Mimik, Benehmen, Gang, etc …) fest.

    Wir haben jetzt bei einer Studie herausgefunden, dass wenn Menschen das soziale Geschlecht als Mann identifizieren und dann aber sehen, dass der Mensch eine Vagina hat, dass die Menschen dennoch bei ihrer Meinung bleiben und sagen, dass der Mensch ein Mann ist. Umgekehrt gilt dasselbe: Schließen die Menschen darauf, dass es vom Aussehen her eine Frau ist und man zeigt ihnen dann den Penis, glauben sie weiterhin, dass es eine Frau ist.

    Mir ist egal, ob ihr glaubt, ihr würdet so niemals denken und würdet die Frau natürlich als Frau erkennen, sobald ihr seht, dass kein Penis vorhanden ist.

    Mich interessiert nur, warum ihr glaubt, dass das das soziologische Geschlecht in unserem Denken hierarchisch höher ist, als das biologische Geschlecht. Warum halten Menschen einen Mann für einen Mann, obwohl er eine Vagina aufweist? (Und umgekehrt)
     
  • seson
    seson (32)
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    24 Mai 2009
    #2
    Wo hast du denn das abgeschrieben?
     
  • Maxx
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    24 Mai 2009
    #3
    Es ist vielleicht so, weil der Mensch andere Menschen und deren Geschlecht normalerweise anhand von Haarlänge, Stimme, Kleidungsstil, Gestik, Mimik, Benehmen und Gang einstuft. Ob ein Penis oder eine Vagina vorhanden ist, das bekommt man unter normalen Umständen nicht zu Gesicht und wird dann einfach entsprechend der Einschätzung des Geschlechts so angenommen.

    Deshalb hat das soziologische Geschlecht in unserem Denken den Vorrang gegenüber dem biologischen Geschlecht, weil das Gehirn auf eine sekundenschnelle Einschätzung des Geschlechts vom Gegenüber aufgrund besagter äusserlicher Merkmale ausgerichtet ist.
     
  • Batrick
    Batrick (30)
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    nicht angegeben
    24 Mai 2009
    #4
    Die Quelle würd mich auch mal interessieren.
     
  • User 44981
    User 44981 (30)
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    24 Mai 2009
    #5
    Falls das wirklich so ist, finde ich auch die Erklärung von Maxx plausibel:

    Im Normalfall können wir nur die soziologischen Geschlechtsmerkamle sehen, da Penis oder Vagina von Kleidung verdeckt sind, so dass die Identifikation durch diese soziologischen Merkmale deutlich öfters passiert, so dass sie auch als "besser" eingestuft wird.

    Trotzdem würde mich eine Quelle für diese Studie interessieren, weil ich mir das Ergebnis kaum vorstellen kann.
     
  • virtualman
    virtualman (33)
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    24 Mai 2009
    #6
    tja das liegt dann wohl daran das wir uns eben auf dieser Soziologischen Ebene bewegen, und nicht mehr auf der biologischen.
    Das soziologische, vernünftige ist sozusagen die aufgesetzte "Software" der letzten Jahrhunderte / Jahrtausende (naja eher Jahrhunderte), und sie scheint doch ganz gut zu laufen.
    Das ist bei Tieren keinesfalls so, da gibt es sicher auch soziale Aspekte usw..., aber niemals dieses Abstraktionsvermögen oder sowas wie Vernunft.
    Von daher kann man zurecht sagen, und dafür plädiere ich auch immer: Mensch ist Mensch und Tier ist Tier. Also man muss das beides trennen!
    Tiere sind keine Menschen und Menschen auch keine Tiere!
     
  • User 29904
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    24 Mai 2009
    #7
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    Zuletzt bearbeitet: 22 Februar 2016
  • squibs
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    24 Mai 2009
    #8
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    24 Mai 2009
    #9
    Wenn sich eine Frau als Mann fühlt, ist sie trotzdem eine Frau. :ratlos:
    Nur geistig eben nicht.. und da wir eben nur den Körper und nicht die Gedanken sehen, bleibt die Frau eine Frau und ist kein Mann.
    Ja, ich glaube du bist auch so oberflächlich.
     
  • 24 Mai 2009
    #10
    Die Menschen in einer Gruppe versuchen sich an gewissen Merkmalen zu messen und entwickeln automatisch gewisse Regeln und grundsätze, welche gewisse Aktionen, Verhaltensmustern und Aussensarten auch in ein gewisses Schema reinzwängen. Dadurch ist ein typisch männliches verhalten, halt für Männer reserviert. Wenn man zB als Mann sich nicht männlich genug benimmt, wird einem oft der Status "Mann" abgesprochen.

    Wir sind in der Gruppe verdorben, durch Vorstellung und Regeln, welche uns das Leben durchaus einfacher machen können, aber uns oft auch ignorant und intolerant erscheinen lässt.
     
  • spätzünder
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    24 Mai 2009
    #11
    Also ich finde ja, nach den gender-Erkenntnissen der letzten Jahrzehnte wie Intersexualität etc. sollte die Menschheit dazu übergehen, die Geschlechtertrennung der Menschen in Mann und Frau gänzlich aufzugeben. Für mich ist auch die Bezeichnung 'Mann' und 'Frau' eine soziale Aufspaltung. Und selbst biologische Faktoren sind gesellschaftlich vermittelt. Die gesellschaftliche Vermittlung ist eigentlich das A und O.
     
  • waschbär2
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    vergeben und glücklich
    24 Mai 2009
    #12
    Siehe Verhaltenstheorie.

    Der geschilderte "Versuch" ist zwar jetzt ein Extrembeispiel, aber in einer abgeschwächten Version wird es etwas klarer:

    Wenn Männlein oder Weiblein kein ausgeprägtes "arttypisches" Verhalten an den Tag legt und im Gegenteil noch "artfremde" Signale aussendet, wird "es" weder von den gegengeschlechtlichen Artgenossen als Paarungspartner noch bei den gleichgeschlechtlichen als einer der Eigenen akzeptiert. Das setzt sich im Unterbewusstsein fest.

    Eine Zwei-Zentner-Muskel-Heulsuse mit tuntigem Gehabe wird so wenig als Mann betrachtet, wie das zierlich-schlanke Mannweib mit Haaren auf den Zähnen als Frau. Da auch die Sexualorgane hier nur sekundär den Eindruck prägen, hilft es dann auch nichts mehr, einen Penis oder eine Vagina zu haben ... :zwinker:
     

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