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Bisserl provokant gefragt!

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Stonic, 29 Januar 2010.

  1. Stonic
    Stonic (41)
    Grillkünstler
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    So nun möchte ich mal eine etwas provokante Frage stellen aber so beim durchschauen der verschiedenen Threads hier aber auch in meinem RL erlebe ich so kommt es mir zumindest vor, daß die "Jugend" (16-25) von heute doch sehr unselbstständig ist und auch sehr leicht die eigenen Fehler von sich schiebt und sich hinter Behauptungen wie ich wurde gemobbt, ich kann nicht ich bin in Therapie oder änlichem versteckt.

    Ist die Jugend von heute so verweichlicht das jeder sofort zu einem Therapeuten rennt und auch so unselbstständig oder kommt das einem alten Sack wie mir nur so vor ?


    edit: Tippfehler im Titel zu spät bemerkt bitte korrigieren
     
    #1
    Stonic, 29 Januar 2010
  2. Chérie
    Chérie (30)
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    Also da ich in die Altersgruppe falle und mich durchaus für nicht verweichlicht ansehe, kann ich dir da nicht zustimmen. .D Ich weiß nicht, nimmst du die Leute hier als Referenzgruppe für deine Einschätzung? Wäre glaube ich falsch. Hier wird einfach sehr offen über die jeweiligen Probleme gesprochen und in der Anonymität auch gerne etwas gejammert - eine Sache, die in der "Welt da draußen" ja nunmal so gar nicht gerne gesehen wird.

    Und was deine Einschätzung bzgl. Therapien angeht: ich denke, dass ein eventuelles Stigma, was "früher" noch auf so Dingen wie Therapien oder Sitzungen beim Psychologen lastete, nämlich "Der/die hat sie doch nicht mehr alle!" einfach überholt ist. Es ist selbstverständlicher geworden, dass man sich professionelle Hilfe holt.
     
    #2
    Chérie, 29 Januar 2010
  3. Stonic
    Stonic (41)
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    Nein ich nehm nicht das forum als Referenzgruppe sondern die Kinder von Freunden und im Verein und was ich beruflich so mitbekomme.

    ZUm Beispiel kann kaum ein 18 jähriger Mensch kochen oder sich selbst versorgen das mein ich mit unselbstständig oder sich selber um seine Sachen kümmern wie Bewerbungen schreiben Termine ausmachen etc...für alles muessen die Eltern einspringen das meinte ich mit verweichlicht
     
    #3
    Stonic, 29 Januar 2010
  4. Chérie
    Chérie (30)
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    Da würde ich aber den schwarzen Peter den Eltern zuschieben :zwinker:
     
    #4
    Chérie, 29 Januar 2010
  5. Stonic
    Stonic (41)
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    Das mag ja sein das streite ich auch nicht ab mir kommt es halt so vor als ob Selbstständigkeit in der heutigen Erziehung nicht mehr ein primäres Ziel ist
     
    #5
    Stonic, 29 Januar 2010
  6. User 15352
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    Yeah, ich bin (noch) jung :cool: :grin:!


    Na, daran sind dann aber doch die Eltern Schuld. Wie soll ein Kind auch selbstständig werden, wenn die Eltern ihm alles abnehmen?

    Ich war jedenfalls nicht so - weder mit 6 noch mit 18 :zwinker:, doch ich kenne viele Anfang 20-Jährige (vorzugsweise männlichen Geschlechts), die noch im Hotel Mama wohnen und sich dort von vorne bis hinten bedienen lassen.

    Ich glaube, dieser Trend nimmt aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Lage und den steigenden Lebenserhaltungskosten + Studiengebühren zu. Da flüchten sich viele halt gerne ins gemacht Nest, statt - wie früher, als es extrem uncool war, keine eigene Bude zu haben - möglichst schnell von zu Hause ausziehen zu wollen.
     
    #6
    User 15352, 29 Januar 2010
  7. Luc
    Luc (29)
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    nicht angegeben
    Zum Therapeuten "rennen" hat einen grund. Und nein, es ist immer noch so, dass man sich für psychische Probleme schämt! Wer den Arm gebrochen hat, präsentiert es und sammelt irgendwelche Unterschriften und Grüsse drauf. Wer eine Depression, Bullimie oder sich sonst irgendwie selbstzerstörerisch verhäldt wird gesagt "Die/der hat sie nciht mehr alle." und wird gemieden. Darum wird sowas halt versteckt und man hat keine Lust auf einen Seelenstriptease...
    Ich bin der Meinung, dass man von ihr immer mehr abverlangt. Das hat Konsequenzen.

    Ansonsten sind sie so "normal" wie früher. Auch von der Selbstständigkeit her gibt es junge Leute, die selbstständig sind und solche die es halt eben nicht sind.
     
    #7
    Luc, 29 Januar 2010
  8. MrShelby
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    Zum Thema Therapie: Gerade im Internet findet man meiner Meinung nach überdurchschnittlich viele, die wahlweise eine gemacht haben oder gerade in einer sind. Einerseits ist es hier in der Anonymität leicht, über sowas zu reden, und andererseits dürften nicht wenige mit psychischen Problemen aus Angst oder sonstigen Gründen oft zu Hause sein. Die hocken dann 12 Stunden/Tag vor dem Rechner, und erzählen dann von ihren Problemen, während andere zeitleich im Sportverein oder bei Freunden sind bzw. am Wochenende weggehen.

    Das man länger zu Hause wohnen bleibt liegt doch nicht zuletzt daran, dass man über viel längere Strecken kaum Geld hat. Früher ging man mit 16 in die Ausbildung, und hatte sofort seinen Lohn. Heute kommen oftmals 13 Jahre Schule dann ggf. noch das Studium und dann mit etwas Pech viele unbezahlte Praktika. Sicherheit und die Möglichkeit, sich eine Selbständigkeit leisten zu können, sehen anders aus.
     
    #8
    MrShelby, 29 Januar 2010
  9. User 44981
    User 44981 (29)
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    Ich sehe erst mal folgenden Grund für die fehlende Selbstständigkeit:

    Früher war es normal, dass mit 15 oder 16 nach der Haupt- oder Realschule der Ernst des Lebens mit der Ausbildung und dem ersten verdienten Geld begeonnen hat. Nach dem Abschluss der Ausbildung haben die Leute dann schon ziemlich früh genügend Geld verdient, um wirklich selbstständig und unabhängig zu leben.

    Heutzutage ist es ja eher der Normalfall, dass junge Leute erst mal aufs Gymnasium gehen und dann studieren, bevor überhaut mal der Ernst des Lebens so richtig beginnt. Man bleibt also im Normalfall viel länger zumindest finanziell von den Eltern abhängig. Viele Leute wohnen u.A. aus finanziellen Gründen länger zu Hause bei den Eltern.
    Frühestens mit 25 hat man dann mal seinen Abschluss und kann anfangen, genügend Geld für ein selbstständiges, unabhängiges Leben, sofern man nicht zur Generation Praktikum gehört und erst mal zig Praktika macht, ohne eine große Aussicht auf einen gescheiten, ordentlich bezahlten Job zu haben.

    Heutzutage fehlt somit vielen jungen Leuten einfach die Möglichkeit, unabhängig und eigenständig zu leben, was natürlich die Motivation zum Erlernen der Fähigkeiten für ein selbstständiges Leben senkt. Warum sollte man sich dann die ganzen Fähigkeiten aneignen, wenn man sie im Hotel Mama sowieso nicht nutzen kann und einige Dinge für einen übernommen werden - ob man will oder nicht?
     
    #9
    User 44981, 29 Januar 2010
  10. many--
    many-- (32)
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    Unselbstständiger sind wir in der Tat. Das liegt daran, dass sich Technologie und Gesellschaft weiterentwickelt haben. Die Nestphase des Westmenschen ist verlängert, und er muss auch nicht mehr wissen, wie man Holz hackt, um zu überleben. Das machen andere Typen. Man muss lernen, Geld zu verdienen, um besagte Typen zu bezahlen.

    Was die Sache mit der Unsicherheit, dem Nichtakzeptieren eigener Fehler und der Therapeutensucht angeht... nun, ich sage mal, im Zuge obiger Entwicklungen sind junge Westmenschen deutlich sensibler geworden als Menschen es jemals gewesen sind. Ob das natürlich oder gut ist sei mal dahin gestellt; es mag auch übertrieben und nur in unserem derzeitigen sehr künstlichen Lebensumfeld möglich sein.
    Tatsache aber: es ist so, da hast du schon recht.

    Insgesamt stehen wir sicher vor anderen psychologischen, medizinischen und soziologischen Herausforderungen als unsere Elterngeneration (this be u ^^), geschweige denn die Nachkriegs-Großelterngeneration. Die Grundfragen sind sicher die gleichen - wie überlebe ich, wie komme ich zu meinem Glück, was wird aus mir - aber die Umstände und Methoden sind radikal - radikal! - anders. Wir reagieren darauf, wie Menschen immer reagiert haben: wir wählen instiktiv den einfachsten Weg und damit den Weg der Masse, herausragende Einzelindividuen ausgenommen (das sind dann meist die, die später in der Lage sind, den Weg der Massen in ihrem Interesse zu manipulieren).

    Im Grunde sind das uralte Prozesse, aber die momentanen Ausprägungen sind schon so extrem, dass sie uns an den Rand unserer biologischen Bestimmung, Ausrichtung und Kapazität führen.
     
    #10
    many--, 29 Januar 2010
  11. donmartin
    Gast
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    Das Wichtigste ist, dass die jungen Menschen wissen wo sie die Eltern finden und sich auch an sie wenden können.
    Manchmal könnte ich mir die Haare raufen, wenn jemand mit 27 bestimmte Dinge nicht weiß - ich es aber für mich Vorraussetze. Hallo? Ich bin 48, und froh dass sie Fragen. Dazu bin ich da.
    Einmal Fahrrad fahren gelernt und man kann es ein Leben lang - aber wenn man noch nie eine Überweisung ausgefüllt hat oder einen Sauerbraten gekocht hat - was solls? Ist nicht Wichtig.
    Dafür ist keine Zeit, dass "muss" auch nicht. Dafür verstehe ich die Welt der Jugned manchmal nicht und frage, was bedeutet dieses und jenes und wie muss ich mich in bestimmten Situationen unter Jungvolk denn benehmen, was ist heute "IN"?

    Keinerlei Vorwürfe an die "Jugend", ich würde es genauso machen.
    Möglichst lange auf "Mutters Tasche" liegen.

    Die Zeit hat sich gewandelt, Kinder werden von klein auf Laufbahnen geschickt, haben Erfolgsdruck, werden zugeballert mit Klamotten, da hätte JEDER Jugendliche zu meiner Zeit eben die gleichen Prioritäten gesetzt. Oder eben die "Flügel gestreckt".....
    Die Eltern (soweit es noch ein intaktes Elternhaus gibt) mussen BEIDE arbeiten, meistens gibts Einzelkinder, nicht wie früher, als der Ø bei 3 Kindern lag. Diese Kinder wurden entweder von der Mutter erzogen, oder, wenn sie arbeiten war, haben die Kinder das untereinander getan, der/die Älteste bekam den "schwarzen Peter" und bekam schon früh die Aufpasserrolle.....

    Faule Kinder/Jugendliche gab es schon immer. Die, die nicht wollten.

    Es gab und wird auch immer die geben, die können sich abstrampeln wie doof, sie kriegen es nicht "gescheit" hin, andere werden ins kalte Wasser geworfen und es klappt sofort.

    Den Eltern ist auch nur bedingt eine Schuld zu geben. Egoistische Eltern und auch die anderen, die sich nicht gekümmert haben, die gabs schon früher.

    Die Frage ist ja:In welcher Welt müssen diese Jungen Menschen Leben? Nicht in der Welt, wie wir sie uns vorstellen und mit der wir selber nicht zurechtkommen würden. Nicht mit den Grundlagen einer Erziehung, DIE WIR genossen haben.

    Früher wurde auch zum Psychologen gegangen! ICh war selber dort. Es gab auch einen Schulpsychologen. Nur war es meinen Eltern peinlich. Die Lösung war einfach aber wäre Fatal gewesen:
    "Ab, du kommst ins Heim oder in die Besserungsanstalt".
    Kein Scherz!
    Dort wird man Erzogen. Ob zur Selbstständigkeit oder zu einem Charakterlich reinen Menschen....? Mit Sicherheit NICHT.

    Aus unserer Sicht hat sich sehr viel Verändert, wir "sehen" es anders, weil wir es anders gelernt haben. Wir sind auf eine ganz andere Welt "vorbereitet" worden. Die Jugend sieht nicht unbedingt ein Problem darin, weil sie MIT dieser für uns fremden Welt aufwächst und sich anpasst.

    Der Druck, der dadurch entsteht, die vermehrten Psychischen Erkrankungen - das ist die Antwort auf das Chaos, dass Menschen in meinem Alter und Älter anrichten, indem sie ihre Vorstellungen, ihre Werte ihr Leben auf die sich verändernde Welt projezieren und meinen es zu ihrem Besten zu tun.

    Man lernt immer fürs Leben. Das wurde uns früher dauernd gesagt.
    Nur für wessen Leben, das wurde uns nicht gesagt.

    Die Jungen Leute stecken mittendrin, in einem Leben, indem sie kaum noch Zeit haben zu lernen, zur Ruhe zu kommen und werden verheizt. Um dann vielleicht mit 34-40 mit Kopfschütteln da zu stehen, und sich über die nächste Generation wundern - die aus ihrer Sicht noch unselbständiger sind. Oder schon genauso "krank", mit Burnout und Herzinfarkten wie sie selber....

    Ich habe mit knapp 21 Alles hinter mich gebracht. 2 Gesellenbriefe in der Tasche, Bundeswehr und erste eigene Wohnung, Führerschein und ne Menge Mädels.
    Was ist geblieben? Müssen meine Kinder das auch? Nö.

    Einkaufen und Kochen konnte ich trotzdem nicht. Ich habe zwar früh gelernt zu Kochen (auch als Beruf) aber es hat mir niemand gesagt, dass mir das nur etwas nutzt, wenn ich auch das Geld dazu habe. So steht man da, als junger Mann, unselbständig mit Allem was das Herz begehrt mit Auto ohne Sprit und nem Gesellenbrief als Koch ohne etwas im Kühlschrank zu haben....... Heute weiß ich worauf es ankommt. Die Jugend wird das auch erlernen und erfahren (müssen). Mit unserer Hilfe.
    Die Einen werden Untergehen, die anderen kommen nach Oben.
    Das wiederholt sich Alles. Nur in anderen Welten. :zwinker:

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 16:44 -----------

    Off-Topic:
    Du kannst ruhig die Hauptschule erwähnen! Als ich mit gerade 15 "fertig" war, zu dieser Zeit kamen 80% der Kinder aus der Hauptschule nach 7/8/9 Schuljahren. Der geringste Teil war der der Abiturienten. Realschule war verpönt, war nichts Halbes oder Ganzes......Schon in den 70ern war der Weg der Kinder vorbestimmt, Gymnasium war die Elite, da kam kaum ein Arbeiterkind rein. Heute ist es ja schon fast ein "Muss".
     
    #11
    donmartin, 29 Januar 2010
  12. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    Ich würde der heutigen Jugend ganz andere Attribute als "verweichlicht" und "unselbstständig" zuordnen.
     
    #12
    xoxo, 29 Januar 2010
  13. squarepusher
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    ich glaube die jugend ist den alten schon am arsch gegangen, als wir noch auf bäumen lebten.
     
    #13
    squarepusher, 29 Januar 2010
  14. User 53338
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    Ich sehe mich nicht als verweichlicht an, obwohl ich große Probleme habe im Leben zurecht zu kommem und zum wiederholten Male in Therapie bin. :zwinker: Ehrlich gesagt, halte ich mich für ziemlich stark, dass ich trotz aller Umstände mein Leben überhaupt erstmal fort führen konnte und es eingesehen habe, dass ich Hilfe brauche, bevor ich jahrelang unter meinen Problemen leide und mich dann mit 30 vor einen Zug schmeiße.

    Und ich finde es gut, dass Psychotherapien immer mehr in die Öffentlichkeit rutschen und man schon lange nicht mehr schief angeguckt wird, wenn man erzählt, dass man in Therapie ist - man sollte lieber an seinen Problemen arbeiten, bevor sie so schwerwiegend und schlimm sind, dass man etwas fürchterlich dummes tut - entweder sich selbst antut oder anderen Menschen.

    Wenn jemand meint, er braucht eine Therapie, weil er/sie früher gemobbt wurde, dann darf derjenige das auch ruhig tun ohne das ich darüber ein Urteil fälle, ob es angebracht ist oder nicht, denn das halte ich für furchtbar arrogant.


    Zum Thema "Ich kann nicht, weil..." - manchmal muss man wirklich erstmal einsehen, dass man WIRKLICH NICHT KANN! Das bedeutet aber NICHT, dass man diesen Umstand akzeptieren muss, sondern dass es dann nötig ist daran zu arbeiten. Aber: bei manchen psychischen Erkrankunen muss man auch einfach beachten, dass man etwas vielleicht nie, niemals können wird. Aber das sind, denke ich, die seltesten Fälle. Aber pauschal zu sagen, man "versteckt" sich hinter einer Störung oder Krankheit ist genau so falsch, wie wenn Betroffener dieser Störung oder Erkrankung sich ergeben und nichts tun würden.
     
    #14
    User 53338, 29 Januar 2010
  15. Zwergenfrau
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    Ich kenne auch den ein oder andern Fall und schüttel seit Jahren nur den Kopf. Da weiß Töchterchen nicht, wie die Spülmaschine angeht oder wie man Wäsche wäscht. Am Liebsten sind mir diejenigen, die mit abgeschlossener Ausbildung und festen Arbeitsplatz noch bei Mama wohnen und dann behaupten, sie stehen mit beiden Beinen fest im Leben.

    Denke aber, dass man diese Unselbstständigkeit eher den Eltern zu "verdanken" hat.
    Mir wurde mit knapp 16 der Geldhahn zugedreht, soetwas wie Taschengeld gab es nicht mehr. Noch dazu sind meine Eltern wieder früh alleine in Urlaub gefahren. Anfangs waren wir bei den Großeltern, dann nur noch zum Mittagessen und irgendwann einfach 1-2 Wochen alleine daheim (da war ich so 14/15 Jahre alt). Mit genügend Geld und Freunden meiner Eltern als Ansprechpartner bei Problemen (wohnen um die Ecke).

    Dass immer mehr psychologische Hilfe in Anspruch nehmen, finde ich gut. Sehe es als Chance und finde es schön, dass es nicht mehr verpöhnt ist.
     
    #15
    Zwergenfrau, 29 Januar 2010
  16. User 86199
    User 86199 (36)
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    Verheiratet
    Off-Topic:
    Der Thread hat mich dazu gebracht, mal wieder den guten alten Sokrates rauszukramen: Ja ja, die "Jugend von heute"...
     
    #16
    User 86199, 29 Januar 2010
  17. squarepusher
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    Single
    ich würde die inanspruchnahme psychologischer hilfe übrigens nicht als verweichlichung ansehen, sondern als langsames anheben der standards. vor 50 jahren war man vielleicht nicht so "verweichlicht", aber dafür war der typische erwachsene mensch auch von einer vergleichsweise bescheidenen psychischen gesundheit.

    die inanspruchnnahme psychologischer betreuung, besonders unter jugendlichen, muss noch viel stärker ausgebaut werden.
     
    #17
    squarepusher, 30 Januar 2010
  18. brainforce
    brainforce (33)
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    Mit so einer Antwort macht sich "die heutige Jugend" auch alles einfach... :ratlos:

    Klar können manchmal die Eltern Schuld haben das man man gewisse Dinge nicht kann bzw. das Dinge vernachlässigt wurden (kochen, bügeln, mit Geld umgehen etc. pp.).
    Aber als "junger Erwachsener" sollte man eben doch in der Lage sein sich gewisse Dinge dann eben selbst beizubringen - ohne es sich einfach zu machen und zu sagen "die Eltern haben es mir nicht beigebracht...":ratlos:
     
    #18
    brainforce, 30 Januar 2010
  19. donmartin
    Gast
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    JA! Dazu sollte man aber auch als "Eltern" aufgeklärt genug sein SIE AUCH MAL MACHEN ZU LASSEN und SIE AUF DIE SCHNAU**** FALLEN zu lassen.
    Es ist ja nicht so, das viele zu faul wären, oder es nicht wollten.....es wird ihnen garnicht die Gelegenheit gegeben, selbst zu Lernen.

    Meine Tochter hat mir 2 Lieblings TShirts "zerbügelt".....und einen fürchterlichen Fraß gekocht.....Wir habens aber Überlebt, und beim nächsten mal besser machen oder "gemeinsam Besser machen" :tongue:

    Denn der Gruppenzwang macht vieles kaputt. MAn wird sehr schnell als "Rabeneltern" verspottet...."..wie du musst zu Hause selber kochen?"....."wie, warum musst du die Treppe putzen....?"

    Erinnert mich an einen Thread von dieser Woche:
    "Leide unter Ernährungsmangel!......ICH?KOCHEN? NACH der Schule...nicht zuzumuten...."
     
    #19
    donmartin, 30 Januar 2010
  20. Lenny84
    Gast
    0
    Menschen zu bashen, die jünger als man selbst sind, ist natürlich immer einfach.

    Du bist vielleicht mit anders erzogen worden und gehst von Dir und Deinem Umfeld aus. Dass es in Deiner Generation genauso viele unselbständige Menschen gibt, kann man doch im TV sehen: Da suchen 40jährige Bauern eine Frau, die den Haushalt in Ordnung hält und kochen kann. Der Vergleich mag nicht gut gewählt sein, aber die 40jährigen Bauern sind sicherlich nicht die einzigen in Deiner Zielgruppe (26-49), die den Weg ihres Bratens ab der Schlachtung nicht kennen.

    Ich halte sehr viel von der Zielgruppe, die Du ansprichst, weil ich beruflich und musikalisch einige kennengelernt habe. Ich bin noch nicht alt und ich fühle mich auch nicht alt und ich bin auch ganz sicher kein Spießer oder eine Spaßbremse, aber der Elan einer/s 19jährigen beeindruckt mich und zieht mich leicht mit.
     
    #20
    Lenny84, 30 Januar 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1

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