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Bräuchte Hilfe bei Interpretation der Karikatur "deutsche Frage"

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Chacaline, 4 April 2008.

  1. Chacaline
    Chacaline (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Hallo ihr Lieben :smile2:

    Ich stehe nun das letzte Mal in meinem Leben vor der Interpretation einer Geschichtskarikatur... wie ja viele von euch schon wissen, bin ich absolut kein GeschichtsAs... da ist es nicht viel förderlicher, dass unser Lehrer mal wieder unseren Zensurenschluss verplant und nun noch auf die Schnelle seine Noten zusammen bekommen will *seufz* wir haben es noch nicht geschafft die Thematik im Unterricht zu behandeln, deshalb bin ich auf Hilfe angewiesen. Mittwoch ist Abgabe, vorgestern habe ich die Aufgabe bekommen... ich habe schon sämtliche Bücher durchstöbert und mich versucht in die Situation der jeweiligen jahreszahlen reinzulesen, aber mir fehlt da noch der genauere bezug... geschichte ist so komplex... ich habe jetzt erstmal die Beschreibungen zu den Bildern so gut es geht verfasst... bei den Interpretationen tue ich mich noch etwas schwer =(

    Hier nun erstmal die karikatur:

    [​IMG]


    Folgende Aufagben sind zu bearbeiten:

    1. Beschreiben und deuten Sie die Karikatur und setzen Sie sich mit dem Standpunkt des Autors auseinander! Begründen Sie ihre eigene Meinung!

    2. Beschreiben Sie, wie das Bild Ende der 70er Jahre aussehen würde. (noch absolut keine Ahnung, wie ich es beschreiben soll)

    3. Vergleichen Sie die Karikatur mit der Karikatur auf Seite 407.
    (ähnlich wie Aufgabe 2 =( )

    [​IMG]


    1. Die Karikatur besteht aus drei Bildern, welche untereinander angeordnet sind und jeweils immer, einen zeitlichen Abstand von 10 Jahren zum folgenden Bild, aufweisen. Unter jeder Abbildung sind eine Jahreszahl und ein Satz abgebildet.
    Beschreibung:
    Im ersten Bild ist jeweils links und rechts ein Mann abgebildet, die sich versuchen die Hände zu reichen. Ihre aufgerissenen Münder und die ausdrucksstarke Mimik und Gestik, lassen vermuten, wie sehr sie sich doch wünschen bei dem anderen zu sein. Verstärkt wird dies durch die Bildunterschrift: „Brüder!“, welche die Zusammengehörigkeit der beiden Männer kennzeichnet. Des Weiteren sehen sich die Männer sehr ähnlich, da sie die gleiche Statur aufweisen und dieselbe Kleidung tragen. Zwischen ihnen erkennt man eine kleine Mauer mit ein wenig Stacheldraht.
    Interpretation:


    Beschreibung:
    Das zweite Bild zeigt die Männer 10 Jahre später. Die Männer sind immer noch voneinander getrennt. Jedoch hat sich ihr Verhalten zueinander geändert. Das anfängliche Verlangen nacheinander ist nicht mehr vorhanden. Vielmehr schreiben sie etwas teilnahmslos (der linke Mann), oder verärgert (der rechte Mann) einen Brief. Auch die Mauer verstärkt den Eindruck der Entfremdung voneinander. Sie ist viel dicker und größer geworden und weist inzwischen viel mehr Stacheldraht auf. Des Weiteren sprechen sie sich nun nicht mehr mit Bruder an, sondern beginnen ihren Brief mit „Mein lieber Vetter!“. Auch weisen sie nicht mehr den gleichen Lebensstandart auf, indem sie beispielsweise unterschiedliche Kleidung tragen (reich und ärmlich), unterschiedlich große Tintenfässer auf ihren Tischen stehen haben, einer von ihnen auf einem gepolsterten Stuhl sitzt (der Mann rechts), während der andere mit einem ganz normalen Holzstuhl vorlieb nehmen muss (der Mann links). Beide Männer tragen eine Mütze, welche jedoch unterschiedliche Symbole aufweist. Der Mann auf der linken Seite trägt Sterne auf seiner Kopfbedeckung, dagegen der Mann auf der rechten Seite einen Hammer und eine Sichel.
    Interpretation:

    Beschreibung:
    Auf der dritten Abbildung sind die Männer nach 20 Jahren dargestellt. Die anfänglichen Brüder sind zu Vätern herangewachsen. Ihre Söhne stellen die neue Generation dar. Die Grenze zwischen den beiden Männern ist noch gewaltiger geworden. Ihr Ende ist nun nicht mehr zu erkennen, sie ist noch stabiler geworden, welches durch den ausgeprägten Stacheldraht vermehrt verstärkt wird. Aus diesem Grund ist nur ein geringfügiger oder gar kein Kontakt zu anderen Seite möglich, welches eine weitere Entfremdung begünstigt und zum Vergessen der alten Bruders/Vetters führt. Beide Männer werden mit größeren Leibern dargestellt, die auf die wohlgenährte Beschaffenheit der Herren hinweist. Die Kleidung sagt aber weiterhin, dass der Mann auf der linken Seite, reicher ist als der auf der rechten Seite. Er raucht eine Zigarre, welche bekanntlich teuer sind und sitzt außerdem auf einem gepolsterten Sessel, während der andere auf einem normalen Stuhl platziert ist. Auffällig ist, dass beide Männer ihre Sitzrichtungen verändert haben. Sie befinden sich nun mit den Rücken zueinander, welches die weitere Entfremdung kennzeichnet. Es gibt absolut kein Interesse mehr an dem anderen, was z.B. auch durch die Aussage: „Ach ja, - wir haben da irgendeinen entfernten Verwandten im Ausland…“ verdeutlicht wird. Die Väter wollen nicht, dass ihre Söhne Kontakt zu ihrem „Grenzpartner“ aufnehmen. Ein weiteres Auseinanderdriften der Interessen und der Zusammengehörigkeit ist unaufhaltsam, da die folgende Generation gleich in die väterliche Richtung geschoben wird.
    Interpretation:


    Vielen Dank schonmal im Vorraus!!!
     
    #1
    Chacaline, 4 April 2008
  2. Pornobrille
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    nicht angegeben
    du hast vielleicht noch die gesichtsausdrücke der beiden männer vergessen. weil die sagen ja auch viel aus. der mann aus dem osten schaut immer traurig, wehmütig und der deutsche hat am schluss seine nase im himmel usw..

    achja und das mit den sternen und hammer und sichel könntest du vielleicht noch erklären was das bedeutet. man weiß ja nie!
     
    #2
    Pornobrille, 5 April 2008
  3. unbekannte
    unbekannte (33)
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    naja das erste bild ist für mich die trennung von ost und west und symbolisiert die teilung eines staates und zb auch die flüchtlingsströme

    das zweite bild zeigt die normalisierung und durch die jeweiligen "besetzer" zu erkennen hammer sichel auf der kappe usw

    es gibt also quasi eine zuneigung/zusammengehörigkeitsgefühl jedoch wird man durch die verschiedene analogie schon angefremdet

    das dritte bild zeigt das das ost/west stark getrennt wurde sie haben ihr zugehörigkeitsgefühl verloren (zb wie wir heute zu ostpreußen oder kolonien in afrika) sie wissen um die gemeinsame wurzeln verleugnen aber gemeinsamheiten

    man kann auch sagen das mit zunehmender genesung der staaten (erholung der wirtschaft) das intresse der anderen schwindet

    also erst will man zusammensein aber nach und nach weis man das wenn man zusammenkommt das was man aufgebaut hat zerstört werden könnte (sozialismus/kapitalismus)


    man könnte noch bemerken das es eine vorraussicht ist da zu dem zeitpunkt noch nicht sehr viel passiert ist
     
    #3
    unbekannte, 5 April 2008
  4. DelS
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    vergeben und glücklich
    .........
     
    #4
    DelS, 5 April 2008
  5. Tinkerbellw
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    nicht angegeben
    Zu Aufagbe eins solltest nochmal dn Standpunkt des Autors herausstreichen! Der Autor ist der Meinung, dass Ost und WEstdeuschalnd sich immer mehr voneinander enfernen werden! Die unterschiede nehmen zu, die Gemeinsamkeiten und Verbundehiet nimmt immer mehr ab. jeder lebt sich in seiner Situation ein......

    Ende der 70er würde ich beide als Opas sehen die Söhne erwachsen die vielleicht fragen ob es da wirklich Verwandte auf der anderen Seite gibt!

    Im Vergleich mit der anderen Karrikatur würde ich betonen das beide zeigen, wie die MEnschen sich in die Situation eingelebt haben. Karrikatur 1 von 1945 (?) ziegt die ENtfremdung noch als mögliche Option, die Karrikatur aus den 70 zeigt die AKTUELLE Sichtweise aus den 70ern. Der Autor will mit dem anbringen der Tapeten zeigen, dass die Deutschen sich in der Situation eingerichtet haben, das heißt sie akzeptienren sie. Der Autor aus den 40 er jahren hat dies durch die dicker werdenden Wände dargestellt!



    hoffe konnte etwas helfen!
     
    #5
    Tinkerbellw, 5 April 2008
  6. Chacaline
    Chacaline (27)
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    oh man... vielen Dank :smile2: eure Beiträge helfen mir wirklich weiter :smile2:
    ich stehemomentan etwas unter Zeitdruck, da ich gleichzeitig auf zwei kleine Mädchen das WEüber aufpasse und 12 Pferde, 3 Hunde, 5 Katzen,4 Schafe und 2 Meerschweinchen versorgen muss... allerdings habe ich schon ein paar Bücher zu den jeweiligen Zeiträumen der Bilder gewälzt und mir ein paar Stichpunkte gemacht... ich werde heute noch (kann später werden, da ich noch misten, füttern, etc. muss) meinen fertigen text zu der ersten Aufgabe präsentieren :smile:
    vielen lieben Dank für eure tatkräftige Unterstützung :smile:

    über weitere Vorschläge, Anregungen und Tips freu ich mich natürlich :smile:

    liebe Grüßles
     
    #6
    Chacaline, 5 April 2008
  7. DelS
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    .....
     
    #7
    DelS, 5 April 2008
  8. Chacaline
    Chacaline (27)
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    Single
    meine bisherige endfassung zu Bild 1:


    Beschreibung:
    Im ersten Bild ist jeweils links und rechts ein Mann abgebildet, die sich versuchen die Hände zu reichen. Ihre aufgerissenen Münder und die ausdrucksstarke Mimik und Gestik, lassen vermuten, wie sehr sie sich doch wünschen bei dem anderen zu sein. Verstärkt wird dies durch die Bildunterschrift: „Brüder!“, welche die Zusammengehörigkeit der beiden Männer kennzeichnet. Des Weiteren sehen sich die Männer sehr ähnlich, da sie die gleiche Statur aufweisen und dieselbe Kleidung tragen. Ebenso tragen sie die gleichen Mützen, welche als typisches Merkmal des deutschen Michels gewertet werden kann. Zwischen ihnen erkennt man eine kleine Mauer mit ein wenig Stacheldraht.
    Interpretation:

    Die beiden Männer auf dem Bild stellen die Besatzungszonen da. Sie sind ärmlich gekleidet und haben eine hagere Statur, da der vergangene Krieg die Menschen in die Armut trieb. Viele mussten sogar hungern. Der gesamten deutschen Bevölkerung ging es durch die überaus schlechte wirtschaftliche Lage schlecht.
    Die schwarzen Mützen, die beide tragen, symbolisieren ihre Zusammengehörigkeit. Die Farbe könnte ein Zeichen für die Reichsflagge, oder den schwarzen Reichsadler sein. Verstärkt wird der Gedanke der Zusammengehörigkeit durch den Satz „Brüder!“. Dies charakterisiert eine starke Bindung, welche jedoch durch eine Grenze zwischen ihnen nicht gewährt wird, so sehr sie den anderen auch erreichen wollen. Die Begrenzung zwischen ihnen symbolisiert die damalige Demarkationslinie und somit die Trennung zwischen dem Osten und dem Westen.
    Die UdSSR wich in ihren Vorstellungen über eine Nachkriegsordnung von den westlichen Siegermächten ab. Der beginnende Ost-West-Konflikt wirkte sich auf die Politik der Besatzungsmächte in Deutschland aus.
    Die Besatzungsgewalt in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) übte die Sowjetische Militäradministration (SMAD) aus. Sie verfolgte ein doppeltes Ziel: die Entnazifizierung und Entmilitarisierung, aber v. a. die Umwandlung von Staat und Gesellschaft nach dem Muster der UdSSR. Stalin wollte die SBZ in den Sicherheitsgürtel kommunistischer Satellitenstaaten integrieren. Dies geschah über ökonomisch-soziale Maßnahmen, wie z.B. der „Bodenreform“ (Sept. 1945 bis Frühjahr 1946) und der Währungsreform (23.6. 1948), welche die Einführung der DM-Ost als Reaktion auf die Währungsreform in den Westzonen beinhaltete. Und über politische Maßnahmen. In Moskau erhielten beispielsweise geschulte Mitglieder der KPD einflussreiche Stellen in der Verwaltung und es kam zur Zwangsvereinigung von KPD und SPD zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED, 21./22.4. 1946).
    Die weltpolitische Blockbildung führte zu einer grundsätzlichen Frontstellung der USA gegen die UdSSR, welches von dem US-Präsident Truman in der Truman-Doktrin formuliert wurde.
    Dabei offeriert die USA den „in ihrer Freiheit bedrohten freien Völkern“ militärische und wirtschaftliche Unterstützung. Die Maxime der amerikanischen Politik wurde dabei, die Eindämmung (Containment) des sowjetischen Einflusses. Wegen der Einbeziehung der SBZ in den sowjetischen Machtbereich änderten die Westalliierten ihre Besatzungspolitik. Somit kam es im Jahr 1947 zum Zusammenschluss der amerikanischen und britischen Zone zu einem Wirtschaftsraum, der so genannten Bizone. Der Marshall-Plan vom 5.6.1947 war ein Hilfsprogramm der USA, für alle europäischen Länder, deren Wiederaufbau der Wirtschaft mit Sachlieferungen und Krediten unterstützt werden sollte. Dabei zwang die UdSSR ihre Satellitenstaaten und die SBZ, das Hilfsprogramm abzulehnen.
    Am 26.6.1948 sperrte die UdSSR die Zufahrtswege zu den Westsektoren Berlins, um die Westmächte zu zwingen, die Verbindungen zwischen Westberlin und den Westsektoren aufzugeben. Diesem Angriff auf Berlins Vier-Mächte-Status begegneten die Amerikaner und Briten mit der Versorgung Westberlins aus der Luft mit „Rosinenbombern“. Damit zwangen sie Stalin zur Aufhebung der Blockade.



    irgendwie fehlen mir noch ein paar schlüsse der historischen hintergründe zur Karikatur... aber ich weiß nicht wie ich es anstellen soll =(

    liebe Grüßles

    Bild2:

    Beschreibung:
    Das zweite Bild zeigt die Männer 10 Jahre später. Die Männer sind immer noch voneinander getrennt. Jedoch hat sich ihr Verhalten zueinander geändert. Das anfängliche Verlangen nacheinander ist nicht mehr vorhanden. Vielmehr schreiben sie etwas teilnahmslos (der linke Mann), oder verärgert (der rechte Mann) einen Brief. Auch die Mauer verstärkt den Eindruck der Entfremdung voneinander. Sie ist viel dicker und größer geworden und weist inzwischen viel mehr Stacheldraht auf. Des Weiteren sprechen sie sich nun nicht mehr mit Bruder an, sondern beginnen ihren Brief mit „Mein lieber Vetter!“. Auch weisen sie nicht mehr den gleichen Lebensstandart auf, indem sie beispielsweise unterschiedliche Kleidung tragen (reich und ärmlich), unterschiedlich große Tintenfässer auf ihren Tischen stehen haben, einer von ihnen auf einem gepolsterten Stuhl sitzt (der Mann rechts), während der andere mit einem ganz normalen Holzstuhl vorlieb nehmen muss (der Mann links). Beide Männer tragen eine Mütze, welche jedoch unterschiedliche Symbole aufweist. Der Mann auf der linken Seite trägt Sterne auf seiner Kopfbedeckung, dagegen der Mann auf der rechten Seite einen Hammer und eine Sichel.
    Interpretation:
    Die zweite Abbildung zeigt die Normalisierung der Situation. Es gibt nicht mehr die kraftvollen Versuche seinen „Grenzpartner“ zu erreichen, was vor allem auf die jeweiligen "Besetzer" (die zuerkennen Symbole) zurück zu führen ist. Dabei stehen die Sterne beim linken Mann stehen für die 'stars and stripes' von den USA. Rechts sieht man Hammer und Sichel auf der Mütze, welches die Symbole der Sowjetunionen zu der Zeit war. Es gibt noch eine gewisse Zuneigung und ein Zusammengehörigkeitsgefühl, jedoch werden die Männer schon durch verschiedene Analogie angefremdet.
    Ein weiterer Punkt ist es, dass es 10 Jahre gedauert hat, bis beide deutschen Staaten - DDR und BRD die Souveränität zurück erhalten haben, welches aus der abgebildeten Jahreszahl erkennbar ist (1955). Die BRD ist in dem Jahr der Nato beigetreten, die DDR dem Warschauer Pakt. Deshalb stehen die Personen links für die Geschichte der BRD und rechts für die der DDR. Sowohl die NATO als auch der Warschauer Pakt sind zwei komplett unterschiedliche Militärpakte. So wurde versucht, beide Teile Deutschland an sich zu ziehen. Dementsprechend der linke Mann (BRD) an die USA und der rechte Mann (DDR) an die Sowjetunion.
    Aus diesem Grund wurde die Mauer mit den Militärpakten weiter aufgerüstet, was man gut an der zunehmenden Stabilität der Mauer und dem vermehrten Stacheldraht erkennen kann.
    Die wirtschaftlichen Unterschiede werden jetzt besonders deutlich. Während der linke Mann inzwischen schon ein kleines „Wohlstandsbäuchlein“ aufweist, wird der rechte Mann immer noch durch eine hagere Statur bestimmt. Auch die Mäntel zeigen dies bestimmt, da der rechte Mann eindeutig zu dünn für diesen ist. Dies kennzeichnet die wirtschaftliche Unterlegenheit der DDR bezüglich der BRD. Auch das kleinere Tintenfass auf der Seite des rechten Mannes, ist ein Symbol für die schlechte Wirtschaft aber auch für den Kommunismus. Ebenso verstärkt sich dieses Bild auch in Form der Stühle, auf denen die Männer sitzen. Während rechts nur mit einem Holzstuhl vorlieb genommen werden muss, sitz der andere in einem gemütlichen Sessel.
    Der Kommunismus hat das Prinzip, dass jeder soviel bekommt wie er braucht. Diesbezüglich gilt: ''Gleiches für jeden. Jeder für jeden.'' Aus diesem Grund wird auch die Tinte gerecht verteilt und an Komfort der Stühle gespart, da man aufgrund der Wirtschaftslage sparen muss.
    Nach dem Zerfall der DDR hat man sich über Honecker beschwert, dass sie in ihrem Gebäude in Luxus leben würden, aber nachdem man das Gebäude gestürmt hatte sah man, dass es dort auch viele Holzstühle gab, und nicht gerade von Luxus überschwärmt war, sondern relativ normal und für heutige Regierungsverhältnisse sogar ärmlich ausgerichtet war.
    Die deutsche Frage wurde Teil des Ost-West-Konflikts. Dabei waren die Einstellungen der Hegemonialmächte zu den Teilstaaten gegensätzlich. Die USA ging davon aus, dass die BRD der einzige rechtmäßige Staat ist und die UdSSR hatte die Zwei-Staaten-Theorie, welche besagt, dass beide deutschen Staaten gleichrangig sind. Jeder Versuch, die deutsche Frage zu lösen, scheiterte. Dass die USA und die UdSSR ein vereinigtes Deutschland in ihre Einflusssphäre einbeziehen wollten, zeigte sich v. a. an der Reihenfolge der Schritte zur Vereinigung, die sie vorschlugen, und an der sowjetischen Forderung nach Neutralität.

    Bild 3:

    Beschreibung:
    Auf der dritten Abbildung sind die Männer nach 20 Jahren dargestellt. Die anfänglichen Brüder sind zu Vätern herangewachsen. Ihre Söhne stellen die neue Generation dar. Die Grenze zwischen den beiden Männern ist noch gewaltiger geworden. Ihr Ende ist nun nicht mehr zu erkennen, sie ist noch stabiler geworden, welches durch den ausgeprägten Stacheldraht vermehrt verstärkt wird. Aus diesem Grund ist nur ein geringfügiger oder gar kein Kontakt zu anderen Seite möglich, welches eine weitere Entfremdung begünstigt und zum Vergessen der alten Bruders/Vetters führt. Beide Männer werden mit größeren Leibern dargestellt, die auf die wohlgenährte Beschaffenheit der Herren hinweist. Die Kleidung sagt aber weiterhin, dass der Mann auf der linken Seite, reicher ist als der auf der rechten Seite. Er raucht eine Zigarre, welche bekanntlich teuer sind und sitzt außerdem auf einem gepolsterten Sessel, während der andere auf einem normalen Stuhl platziert ist. Auffällig ist, dass beide Männer ihre Sitzrichtungen verändert haben. Sie befinden sich nun mit den Rücken zueinander, welches die weitere Entfremdung kennzeichnet. Es gibt absolut kein Interesse mehr an dem anderen, was z.B. auch durch die Aussage: „Ach ja, - wir haben da irgendeinen entfernten Verwandten im Ausland…“ verdeutlicht wird. Die Väter wollen nicht, dass ihre Söhne Kontakt zu ihrem „Grenzpartner“ aufnehmen. Ein weiteres Auseinanderdriften der Interessen und der Zusammengehörigkeit ist unaufhaltsam, da die folgende Generation gleich in die väterliche Richtung geschoben wird.
    Interpretation:
    Beide Männer sind im Vergleich zu den vorigen Bildern sehr kräftig dargestellt worden. Die Symbole auf ihren Mützen lassen die Staaten erkennen, von denen sie eingenommen wurden. So ist rechts der kommunistische Stern zuerkennen, welcher insbesondere das Symbol des Kommunismus aber auch von der Sowjetunion ist. Die Streifen und Sterne auf der Mütze des linken Mannes stehen für die USA. Die Söhne stellen die nächste Generation dar. Aber auch hier lassen sich schon die ersten Unterschiede erkennen, wenn man beispielsweise die Haare betrachtet. Der Junge auf der rechten Seite hat deutlich weniger Haare, welches auf die schlechte wirtschaftliche Situation der DDR bezogen werden kann. Auch die Männer weisen viele Merkmale auf, die diese These verstärken. So ist der linke Mann viel besser gekleidet, rasiert, raucht eine Zigarre, sitzt auf dem höherwertigen Stuhl und hat seinen Tisch mit einer Tischdecke geschmückt, während der Mann auf der linken Seite des Bildes einfach gekleidet ist, einen Bart aufweist, auf einem normalen Holzstuhl sitzt, Pfeife raucht und einen normalen Tisch vor sich hat.
    Die „gewachsene Mauer“ ist ein Symbol für die Berliner Mauer, die 1961 gebaut worden war.
    1955 konnte man noch über die Mauer drüberschauen, nun ist dies nicht mehr möglich, da das ende der Mauer auf dem Bild nicht ersichtlich ist. Man kann daraus schließen, dass die Differenzen zu groß geworden sind. Dies bestätigt sich auch darin, dass sie nicht mehr zugewandt zueinander sitzen, sondern ihren Rücken zur Mauer gekehrt haben.
     
    #8
    Chacaline, 8 April 2008
  9. Chacaline
    Chacaline (27)
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    Hilfe :cry:
     
    #9
    Chacaline, 8 April 2008
  10. Sternschnuppe_x
    Benutzer gesperrt
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    Jetzt streß dich doch nicht so! Es sind deine Hausaufgaben, und vermutlich bist du im Stoff besser drin als alle anderen hier im Forum. Mach es so gut du kannst, gib es ab und sieh, was dabei rauskommt. Generationen vor dir haben ihre Hausaufgaben auch ohne Internet gemacht. :zwinker:
     
    #10
    Sternschnuppe_x, 8 April 2008
  11. Chacaline
    Chacaline (27)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    2. Aufgabe

    Dem Autor nach würde das Bild wohl Ende der 70er Jahre, ebenso von den beiden Männern bestimmt sein. Allerdings würden sie nicht mehr mit dem Rücken zueinandergerichtet sitzen, sondern meiner Meinung nach vor der Mauer stehen und vorsichtig an ihr Kratzen, um auf die Reaktion der Gegenseite zu warten. Die Söhne stehen dabei im Hintergrund und beobachten das Geschehen gespannt. Sowohl die Seite der BRD als auch der DDR zeigt langsam aber sicher Interesse an dem jeweils anderen. Der Wohlstand der beiden Männer hat sich nicht wirklich verändert, noch immer ist der Mann auf der rechten Seite besser gekleidet, als auf der linken. Ihre zaghaften Versuche ein mögliches Zeichen vom Gegenüber wahrzunehmen sind die ersten kleinen Ansätze der Wiedervereinigung und somit die Basis des Mauerfalls in den späteren Jahren.
     
    #11
    Chacaline, 8 April 2008
  12. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    Da steht doch Bruder und nichtt "Brüder"? Also eine Art empathische Anrede im Singular. Das nur als kleiner Hinweis.

    Beachte, dass die Karikatur laut Bildunterschrift von 1949 ist - also die beiden unteren Bilder einen Blick in die Zukunft darstellen!
    Beitrittsdaten zu NATO etc. waren da noch gar nicht bekannt :zwinker:, es sei denn, der Karikaturist Köhler war ein Hellseher. Er hat 1949 gemutmaßt, wie sich das Verhältnis der Bürger beider Staaten entwickeln könnte - von "Bruder" zu "entferntem Verwandten irgendwo".

    Die andere Kariaktur ist unpersönlicher - da wird das Verhältnis zum Problem "Mauer" als Symbol der Teilung nicht anhand des Verhältnisses zu anderen Menschen dargestellt, sondern anhand des Verhaltens angesichts der Mauer. Hübsche Blümchentapete drauf - dann sieht die hässliche Mauer schon mal nicht mehr so schlimm aus, man gewöhnt sich dran...

    Und bitte - mach Deine Hausaufgaben selbst, Du hast ja nun einige Anregungen bekommen, bring mit Deinen eigenen Ideen die Aufgabe zu Ende. Das Forum ist keine Hausaufgabenmaschine...
     
    #12
    User 20976, 8 April 2008
  13. D!883Z
    D!883Z (30)
    Verbringt hier viel Zeit
    350
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    0
    vergeben und glücklich
    Ohne dir zu nahe treten zu wollen TS aber ich denke dir wurde schon geholfen und das was du schreibst wird vermutlich mit das Beste wenn nicht sogar das Beste sein was abgegeben wird.

    Sei wirklich froh und dankbar das sich soviele Menschen Mühe dafür geben. Wenn ich den Beitrag von DelS lese wird mir ja fast schwindelig. Gut geschrieben.
    Also gibs einfach so ab :zwinker:
     
    #13
    D!883Z, 8 April 2008
  14. DelS
    Verbringt hier viel Zeit
    282
    101
    0
    vergeben und glücklich
    .........
     
    #14
    DelS, 9 April 2008
  15. Chacaline
    Chacaline (27)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    237
    101
    0
    Single
    musste es heute abgeben... habe jetzt 5,5 Seiten gefüllt... Note bekomme ich morgen... müssen 10punkte werden... mal gucken

    danke für eure Hilfe!
     
    #15
    Chacaline, 9 April 2008
  16. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
    13.614
    398
    2.056
    vergeben und glücklich
    Und, was ist draus geworden?

    Hast Du die Entstehungszeit der Karikatur denn noch beachtet oder "unter den Tisch fallen lassen"?
     
    #16
    User 20976, 10 April 2008

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