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Brauche Hilfe bei Geschichte.

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von frouk, 20 Februar 2004.

  1. frouk
    Gast
    0
    Hallo Ihr geschichten-Genies!!

    Ich möchte (MUSS) eine Liebesgeschichte schreiben und komme da absolut nicht weiter. Es wäre wunderbar, wenn mir jemand helfen könnte.

    Ich dachte an folgendes.
    Ein Junge ist begeisterter Flötenspieler, er träumt davon einmal ein berühmter Musiker zu werden. Aber sein Leben sieht leider ganz anders aus. Er muss auf dem Markt in dem Gemüsestand seines Vaters arbeiten, damit die beiden genug Geld zum Leben haben. Abends sitzt er immer in seinem Zimmer und spielt eine traurige Melodie.

    Eines Tages sieht er auf dem Markt dieses wunderschöne Mädchen. Es ist gut gekleidet und in Begleitung Ihrer Mutter. Es interessiert sich nicht für ihn, weil er nur Sohn eines armen Gemüsehändlers ist...

    Soweit, so gut.
    Also das Mädchen interessiert sich nicht für ihn! Weil er nicht reich ist.

    Am Ende wird er aber tatsächlich ein berühmter Flötenspieler (durch irgendeinen Zufall, irgendeine Entwicklung). Er gibt ein Konzert und das Mädchen ist von seinem Talent begeistert und verliebt sich doch in ihn, auch wenn er nicht reich ist.

    Die Musik soll also eine Metapher für Liebe sein.

    Hat jemand eine Idee, wie es dazu kommen könnte, dass er doch ein berühmter Musiker wird?

    Wie komme ich vom Anfang (er verliebt sich in sie...aber sie will nicht) zum Ende (sie verliebt sich in seine Musik=in ihn)????

    Vielleicht kann mir jemand einen Tip geben (oder die Geschichte schreiben;-)
    Danke schonmal.
    F.
     
    #1
    frouk, 20 Februar 2004
  2. Guzi
    Verbringt hier viel Zeit
    692
    113
    26
    nicht angegeben
    Na, machs doch auf die einfachste Art:
    Wenn er abends Flöte spielt, kommt jemand an seinem Haus vorbei (oder wo immer er auch spielt) und dieser jemand ist z.B. ein Komponist oder sowas. Also jemand, der sich mit Musik auskennt und sein Talent erkennt.
    Und der fördert dann den Jungen und sein Flötenspiel. Dann bringst halt n bissel Komplikationen ein bis er dann seine ersten Konzerte geben kann. Und die ganze Zeit vergisst er natürlich aber nich das Mädchen (is ja klar)
    Und dann, bei irgendeinem Konzert, ist sie da und sieht ihn und er sie eben auch und erkennt sie wieder und ist wieder "Feuer und Flamme" für sie.
    Naja, und irgendwie kommt sie immer öfter zu seinen Konzerten, weil seine Melodie und sein Gesicht ihr nicht mehr aus dem Kopf gehen.

    Ich hoff mal, dass ist genug für den Anfang :zwinker:

    Wär meine erste Idee.
    Vielleicht gefällt sie dir ja.

    Bis dann

    eure Guzi
     
    #2
    Guzi, 20 Februar 2004
  3. frouk
    Gast
    0
    wow! danke!!! ja das hilft schonmal!

    aber was für komplikationen könnte es geben???
    ich bin leider kein geschichtenerzähler, aber soviel weiß ich, dass es probleme geben muss. es darf nicht so einfach für ihn sein, das mädchen zu bekommen und auch nicht, ein berühmter musiker zu werden.

    irgendwas muss ihm im weg stehen.

    der komponist klopft also abends an seiner tür, weil er die musik gehört hat. er sagt, dass er ein konzert geben soll und möchte, dass der junge sofort mitkommt, damit er noch zwei wochen üben kann.
    der vater braucht jedoch den jungen auf dem markt. er hält nichts von musik und verbietet ihm, das konzert zu geben. der junge entschließt sich, das konzert zu geben. nach zwei wochen kommt er nach hause um seinem vater eine eintrittskarte zu bringen, doch der liegt verhungert auf dem boden...

    neee, das ist nichts...
    und wo ist da das mädchen...

    verdammt..
     
    #3
    frouk, 20 Februar 2004
  4. Guzi
    Verbringt hier viel Zeit
    692
    113
    26
    nicht angegeben
    Alten, Junge....wenn du kein Geschichtenerzähler bist, wieso willst du dann eine schreiben?? Dann lass es doch...die Idee von dir ist am Anfang ja ganz gut, aber nachher....der Komponist kommt, nimmt ihn mit, Vater verhungert...wasn das für ne Story??

    Ich mein, wir können dir hier ja nich die ganze Story schreiben....Was willst du mit der überhaupt?? Langeweile???

    Ich mein, wenn du echt keinen Plan hast, wies weitergehen soll, dann lass es lieber....ich hab keinen Schimmer, was du mit der Story bezweckst, aber ich glaub, selbst ICH (und ich bin KEIN Geschichtenschreiber) könnt dir ne Story da reinbauen....

    Aber es is deine Geschichte, also denk dir selber was! Du wolltest nur Anregungen, nich jemanden, der die ganze Geschichte für dich schreibt.
     
    #4
    Guzi, 21 Februar 2004
  5. frouk
    Gast
    0
    Das ist leider ein Geheimprojekt. Ich brauch einfach ne Geschichte.

    Und so´n Rumgezicke hilft mir da auch nicht. Aber danke für Deine ersten Tips.

    Was hälste denn hiervon? Ist das zu unlogisch?

    **************************************

    Ein Junge lebt mit seinem Vater in bescheidenen Verhältnissen. Der Vater hat einen Gemüsestand auf dem Markt, und der Junge muss dort arbeiten, damit die beiden genug Geld zum Leben haben. Seine Mutter ist vor langer Zeit gestorben, er kann sich kaum noch an sie erinnern. Sie war einmal eine berühmte Flötenspielerin und auch der Junge ist begeisterter Flötenspieler. Er besitzt die Flöte seiner Mutter, eine besondere und alte Flöte, die viel Wert ist. Sein größter Traum ist es, einmal so berühmt zu sein wie sie. Er hat aber kein Geld, um eine gute Musikschule zu besuchen, so übt er jeden Abend alleine in seinem Bett.

    Der Vater hält nicht viel von der Musik, denn seit seine Frau gestorben ist, hat er den Glauben in die Musik (=in die Liebe) verloren. Er erlaubt dem Jungen nicht, seine Zeit mit Musizieren zu vergeuden, sondern glaubt, dass nur harte Arbeit zum Erfolg führt.

    Es ist Abend. Vater und Sohn sitzen zusammen beim Abendessen. Der Junge sagt dem Vater, dass er nicht mehr in dem Gemüseladen arbeiten will, sondern sein Glück als Straßenmusikant versuchen will. Der Vater ist außer sich. Er meint, dass Musik eine brotlose Kunst ist und dass er ihn im Laden braucht, damit genug Geld für die Wohnung und Lebensmittel rein kommt. Traurig steht der Junge auf und geht in sein Zimmer.

    Als er am Morgen aufwacht, denkt er darüber nach, ob er auf den Vater hören soll oder nicht.
    Ich muss auf dem Markt arbeiten, damit genug Geld da ist.

    Und so geht er also auch an diesem Tag wieder mit seinem Vater auf den Markt. Der Tag fängt an wie jeder andere. Er räumt Gemüse und Obst in die Auslagen während sein Vater die Kunden bedient. Ihm fällt die Frau auf, die gerade mit seinem Vater spricht. Sie ist sehr gut gekleidet und sieht sehr reich aus. Er hat sie noch nie zuvor gesehen. Dann ruft ihn der Vater. Der Junge soll der Dame helfen, Ihre Waren zum Auto zu bringen. Natürlich hört der Junge auf seinen Vater und trägt die schwere Kiste zum Auto. Als er am Wagen vorbei läuft um die Sachen in den Kofferraum zu legen sieht er auf dem Rücksitz dieses wunderschöne Mädchen. Sein Herz schlägt schneller. Er starrt sie an. Aber sie schenkt ihm keinen einzigen Blick. Erst ein forscher Ruf der Dame weckt ihn aus seinem Tagtraum auf. Er setzt die Kiste im Kofferraum ab und beobachtet wie das Auto am Horizont verschwindet. Da sieht er an der Stelle wo das Auto geparkt hat ein Portemonnaie, dass die Frau anscheinend beim Einsteigen verloren hat.

    Er öffnet das Portemonnaie und findet dort Geld und einen Zettel mit einer Adresse.
    Er weiß, dass er und sein Vater das Geld gut gebrauchen könnten. Es würde Ihnen die nächste Monatsmiete sichern. So gibt er das Portemonnaie seinem Vater. Der Vater steckt das Geld ein und wirft das Portemonnaie in den Mülleimer, der neben dem Marktstand steht.

    Dem Jungen ist nicht wirklich wohl bei der Sache. Er hat ein schlechtes Gewissen. Jeden Tag hält er auf dem Markt nach dem Mädchen Ausschau. Jeden Abend spielt er auf seiner Flöte. Es vergehen Tage und das Mädchen taucht nicht auf. Dann, eines Tages, sieht er das Auto vorfahren und die Frau und das Mädchen steigen aus. Sein Herz schlägt schneller. Die Frau kommt auf den Stand zu und redet mit seinem Vater. Offensichtlich fragt er sie nach dem Portemonnaie. Ob er es vielleicht hier gefunden hat. Der Vater zuckt aber nur mit den Schultern und schüttelt den Kopf.
    Der Junge, der sich auf diesen Moment vorbereitet hat, geht zu dem Mädchen und gibt Ihr eine wunderschöne Blume. Das Mädchen, das ebenso gut gekleidet ist wie Ihre Mutter, dreht sich aber einfach um. Geknickt geht er zum Stand zurück. Die Frau kommt ihm entgegen, diesmal hat sie nichts gekauft.

    Als der Junge sich noch einmal zu dem Mädchen umdreht sieht er, wie ein anderer, gut gekleideter Junge auf das Mädchen zugeht und Ihr einen riesigen Blumenstrauß gibt. Das Mädchen strahlt und gibt dem Jungen einen Kuss.

    Dem Jungen wird klar, dass das Mädchen auf Luxus und Reichtum aus ist. Und so sieht er wieder dem Auto zu wie es am Horizont verschwindet

    Der Junge ist trauriger denn jemals zuvor. Am Abend sitzt er wieder in seinem Zimmer und spielt Flöte. Als er fertig ist, setzt er die Flöte ab und schaut sie an. Wenn er die Flöte verkauft, könnte er dem Mädchen ein Geschenk machen. Er muss eine Entscheidung treffen.

    Er liebt die Musik zu sehr, um seine Flöte zu verkaufen

    Wieder vergehen einige Tage, an denen er auf dem Marktstand arbeitet und nach dem Mädchen Ausschau hält. Abends spielt er seine Musik. Da klopft es plötzlich an der Tür. Der Vater öffnet die Tür und ein Mann, der sich als Komponist vorstellt, betritt die Wohnung. Er sagt, er hätte die Musik von draußen gehört und ist begeistert. Er bietet dem Jungen an, ein Konzert zu geben (reicht ihm einen Vertrag). Der Junge strahlt. Das hat er sich immer gewünscht. Der Mann sagt, dass das Konzert in einem Monat ist und er den Jungen für diese Zeit zum Üben mitnehmen müsse. Dem Vater passt das natürlich gar nicht. Er braucht den Jungen am Marktstand. Wild schüttelt der Vater den Kopf. Der Mann erwidert, dass der Junge natürlich Geld dafür bekommt. Der Vater willigt ein.

    Einen Monat lang übt der Junge mit dem Komponisten. Seine Musik wird immer besser. In der ganzen Stadt hängen Plakate, die das Konzert ankündigen und die Leute bleiben interessiert davor stehen. Der Junge bringt viel Geld nach Hause. Er könnte damit dem Mädchen einen Diamandring kaufen.

    Aber er gibt das Geld seinem Vater, denn das ist ihm wichtiger.
    Der Vater kann von dem Geld einen anderen Jungen bezahlen, der ihm auf dem Marktstand hilft.

    Der Tag des Konzertes rückt immer näher. Jeden Abend spielt der Junge seine Melodie. Sie ist sehr traurig. Zwar ist er seinem Ziel, ein berühmter Musiker zu werden, näher als jemals zuvor. Sein anderer Wunsch, das Mädchen in das er sich verliebt hat zu bekommen, konnte er sich jedoch nicht erfüllen.

    Am Tag des Konzertes zieht er sich seine Sonntagskleider an und macht sich auf den Weg zur Konzerthalle.
    Als er dort ankommt steht zu seiner Überraschung niemand am Eingang, keine einzige Menschenseele. Er ist geschockt, dachte er doch, dass er nun ein berühmter Musiker werden würde. Anscheinend interessiert sich aber niemand für seine Musik.
    Aber er denkt sich, nun wo er hier ist, gibt er das Konzert. Auch wenn es vor leerem Publikum ist.

    Er betritt die Bühne. Es ist dunkel. Dann geht ein Spotlight an. Er wirft einen Blick in das Publikum und zu seiner Verwunderung sieht er eine einzige Person in der Mitte sitzen. Er schaut genauer hin und erkennt, dass es das Mädchen vom Markt ist. Er setzt seine Flöte an und spielt – besser als jemals zuvor– sein Lied.

    Das Mädchen hat Ihren Reichtum aufgegeben, um das Konzert alleine genießen zu können. Und wie sich später herausstellt, war der Komponist Ihr Vater und sie hat ihn einen Monat lang beim Proben beobachtet und sich in seine Musik verliebt.

    ***************************+

    F
     
    #5
    frouk, 21 Februar 2004
  6. LOST
    LOST (29)
    Verbringt hier viel Zeit
    89
    91
    0
    Single
    Wenn du offen für ein wenig Kritik bist:

    Warum kommt die Frau erst Tage (vll. sogar Wochen?) später auf den Markt zurück, um nach ihrem Portemonnaie zu fragen? Wenn da wirklich sehr viel Geld drin war, hätte sie doch wenn dann möglichst schnell wieder auftauchen müssen, denn ansonsten sind die Chancen auf einem Markt voller armer Schlucker wohl unter null, das Portemonnaie zu finden.

    Und warum kriegt der Junge ein Leben in Luxus und Reichtum (ok, etwas übertrieben, aber trotzdem. Diamantring?) spendiert, bevor er sein erstes Konzert gibt? Ist doch ein herbes Verlustgeschäft, wenn sich die Investition nicht lohnt, mal abgesehen von der Werbekampagne.
    Kein halbwegs fähiger Unternehmer würde ein großes Konzert allein für einen einzigen, flötenspielenden Jungen geben, wenn er nicht weiß, dass großes Interesse besteht, und selbst dann würde er ihn erst einmal kostengünstiger im Rahmen kleinerer Veranstaltungen oder zusammen mit anderen Künstlern auftreten lassen.
    Aber selbst wenn man davon absieht, müssen die Bewohner der Stadt(?) ja absolute Musikbanausen sein, wenn kein Schwein zu seinem Konzert kommt, obwohl groß mit Plakaten an jeder Straßenecke geworben wurde. Waren die Tickets zu teuer, und das Mädchen ist nur gekommen, weil es durch ihren Vater umsonst hingehen konnte?

    Fazit: Nach einem solchen Konzert würde der Junge sehr schnell wieder auf der Straße landen, und der Komponist und seine Familie würden sich wahrscheinlich bald dazu gesellen müssen, bei dem Verlustgeschäft, das sie da gemacht haben.

    Ich würde also die angesprochenen Aspekte an deiner Stelle noch einmal überdenken. Hoffe, ich konnte hilfreich sein. :zwinker:
     
    #6
    LOST, 28 Februar 2004
  7. frouk
    Gast
    0
    Doch doch, bin immer noch für Kritik offen - danke.

    Ja, hast recht, das Mädchen sollte am nächsten Tag zum Markt zurückkommen. Stimmt schon, dass auf dem Markt die weniger Reichen arbeiten, aber deswegen sind sie ja nicht weniger ehrlich.

    Der Junge wird von dem Komponisten dafür bezahlt, dass er mit dem Jungen übt (etwas unlogisch?). Deshalb hat er Geld um Ihr einen Diamantring zu kaufen. Vielleicht sollte es ein großer Blumenstrauß sein.

    Es ist nicht so, dass keiner aus der Stadt das Konzert hören will, sondern das Mädchen hat alle Karten aufgekauft, um das Konzert alleine genießen zu können. Sie hat 'Ihren Reichtum aufgegeben, um das Konzert alleine genießen zu können'. Im ersten Moment ist der Junge natürlich geschockt, dass niemand da ist, aber dann ist die Überraschung um so größer, als er nur das Mädchen im Auditorium sieht.

    Ich weiß, die Geschichte ist ziemlich mies.
    Trotzdem danke...

    F-

     
    #7
    frouk, 1 März 2004
  8. LOST
    LOST (29)
    Verbringt hier viel Zeit
    89
    91
    0
    Single
    Das nicht, aber sie können das Geld vielleicht besser gebrauchen. Wenn ich da an den verhungerten Vater denke. :zwinker:

    Für eine Nicht-Berühmtheit sollte es wohl eher ein Taschengeld sein, insofern wäre ein Blumenstrauß wahrscheinlich wirklich besser. So einer kann immerhin auch ganz schön teuer sein.

    Achso... da sieht die Sache natürlich anders aus. Aber auch wenn man nicht weiß, wie viele Sitze der Saal hat, scheint das Mädchen doch ein ganz ordentliches Taschengeld zu bekommen. Oder sie hat den Veranstalter - der ja ihr Vater ist - überredet, ihr alle Karten zu geben.
    Hm... es mag vielleicht ganz romantisch sein, aber irgendwie ist es ziemlich unrealistisch. Gerade weil ihr Vater das Konzert ja organisiert zu haben scheint und damit wohl Gewinn machen will (?).

    Irgendwie wäre es schlüssiger (finde ich), wenn nach dem Konzert (der Vorhang ist gefallen) die Menge nach und nach den Saal verlässt, und nur das Mädchen bleibt zurück. Der Junge späht noch einmal durch den Vorhang und sieht sie da sitzen, und als er sie deswegen fragt, bittet sie ihn, noch einmal nur für sie zu spielen.
    Damit wäre die gewünschte Ausgangssituation geschaffen, und die Sache wird etwas glaubwürdiger.


    Der obige Text spiegelt natürlich nur meine Meinung wieder und erhebt keinen Anspruch auf allgemeine Gültigkeit. Wenn jemand etwas anderes denkt, soll er es in diesen Thread posten. :cool1:
     
    #8
    LOST, 2 März 2004
  9. Bea
    Bea (30)
    Verbringt hier viel Zeit
    1.311
    121
    0
    vergeben und glücklich
    Hallo!
    Nachdem du ja schon in einem anderen Beitrag geschrieben hast, dass du offen für Kritik bist, werde ich jetzt ganz offen schreiben, was ich davon halte :zwinker:
    Gleich vorneweg: Ich schreibe selber sehr viel, du kannst auch einige geschichten (auch Liebesgeschichten) von mir hier im Forum nachlesen.

    Zuerst zu deinem Stil: Ich hab jetzt nicht darauf aufgepasst, wie alt du bist, aber der Stil ist, sorry wenn ich das so sag, der von einem 4.-Klässler. Es sind zum einen total abgehackte Sätze (er sagte das. der Vater machte jenes. es passierte folgendes.), was das Lesen nicht erschwert, aber die Geschichte z.T. recht langweilig macht. Zum anderen hast du kaum innere Handlung. Du erzählst sehr genau, was passiert, sozusagen die "Objektebene", aber die "Subjektebene", was die verschiedenen Personen denken, fühlen, etc., das kratzt du nur ganz kurz am Rande:
    Hier z.B.: Was denkt der Junge? Ist er nur traurig, weil er nicht spielen darf? Oder ist er traurig, weil ihn keiner unterstützt? Denkt er, dass sein Vater doch der größte Vollidiot der Welt ist? Oder hat er sogar den Gedanken, dass der Vater ja recht hat?

    Das hier musst du entweder als Wörtliche Rede mit " am Anfang und " am Ende kennzeichnen oder deutlich machen, dass es Gedanken sind - so wie es jetzt in deiner Geschichte steht, reißt es einen total aus dem Lesefluss heraus.

    Diese Stelle z.B. eignet sich perfekt, um seine Gedanken/Gefühle auszubauen. Klar merkt der Leser, dass es hier ein bisserl gefunkt hat und der Junge sich verknallt hat - aber mehr auch nicht. Was denkt sich der Junge in dem Moment? Findet er sie wunderschön? Denkt er, sie ist arrogant? Was fühlt er?

    Er hat ein schlechtes Gewissen - interressant - und warum? Wenn sich das noch auf das Geld bezieht, dann solltest du auf jeden Fall den Absatz rausnehmen :zwinker: Denn die ganze Geschichte hindurch hast du immer dann Absätze gemacht, wenn wirklich ein neuer Abschnitt beginnt. Das solltest du dann auch kontinuierlich durchziehen!

    Was denkt der Junge hier? Ist er eifersüchtig? Versetzt ihm das einen Stich ins Herzen? Würde er am liebsten auf den Jungen losgehen und ihn umbringen? Hier fehlt wirklich jegliche innere Handlung, die an solchen Stellen wichtig ist um einen Bezug zum Hauptcharakter zu entwickeln!

    (Da fehlt übrigens ein Punkt - nur am Rande *g*)... Er muss eine Entscheidung treffen. Dann im nächsten Satz die Entscheidung. Wie trifft er sie? Ringt er mit sich? Oder sagt er einfach, ich verkauf sie nicht? Kein innerer Kampf? Keine Ahnung, was der Junge für ein Cyborg ist, aber wie du siehst, kann ich im Grunde überhaupt nichts mit deinem Charakter anfangen, weil er mir simpel und einfach nicht MENSCHLICH vorkommt. Er denkt und fühlt (scheinbar) nichts. Manchmal kann man das zwar zwischen den Zeilen schon rauslesen, aber für eine LIEBESGESCHICHTE, in der es IMMER um GEFÜHLE geht, ist davon viel zu wenig vorhanden!

    Das ist nun wirklich unlogisch ^.^ Zuerst arm wie eine Kirchenmaus, dann durch (unerfahrenes) Flötenspiel kann er plötzlich einen Diamantring kaufen? (übrigens: Diamant mit t nicht mit d) Da würde ich eher auf einen anderen Ring ausweichen - einen schönene Silberring, einen einfachen Goldring, aber keinen Diamantring, das klingt unwirklich.

    Warum soll sie sich in ihn verlieben? Nur weil sie schön (und reich) ist? warum ist die Melodie (immer noch) traurig?

    Fazit: Ich würde es an deiner Stelle nochmal überarbeiten, die Sätze mehr verbinden. Du hast eigentlich immer nur Hauptsätze, kaum Nebensätze. Vielleicht mal einen Relativsatz (ein Junge, der ihm am Stand hilft). Aber im Ganzen ist es eben sehr abgehackt, zwar nicht schwer zu lesen, aber ein bisschen langweilig. Du kannst ruhig ab und zu so kurze Sätze bringen, die sind auch recht gut, um schnell aufeinanderfolgende Ereignisse darzustellen - aber eine ganze Geschichte in diesem Stil zu schreiben, klingt wirklich nach Kleinkinderei.

    Was ist mir noch aufgefallen? Irgendwo hat der Bezug nicht gestimmt...
    Das war hier... Der Komponist und sie hat IHN - den Komponisten - einen Monat lang und sich in SEINE Musik - die Musik des Komponisten - verliebt... so steht es hier vom Bezug... Aber wahrscheinlich meinst du den Jungen, oder? Dann musst du das aber auch schreiben :zwinker: Der komponist und sie hat den Jungen/den Flötenspielern etc. zu gehört. Oder einfach, "war der Komponist ihr Vater und sie hat einen Monat lang den Proben zugehört" o.ä.

    Noch eine Kleinigkeit: Angehängte Bemerkungen in Klammern kommen nie gut an und reißen IMMER aus dem Lesefluss. Versuch das, was du sagen willst, auch wirklich in die Geschichte einfließen zu lassen. Schreib nicht, der Vater hat den Glauben an die Musik (=die Liebe) verloren. Das ist ja genau das, was du mit deiner Geschichte ausdrücken willst! Und darauf solltest du hinarbeiten - dass der Leser erkennt, dass du Musik als Symbol für die Liebe setzt - wenn du das schon in der ersten Zeile schreibst, nimmst du das ganze Ziel von deiner Geschichte heraus! Dann muss man sie im Grunde nichtmehr lesen, da der Plot reich und arm treffen sich, arm verliebt sich in reich, reich weißt ab, arm macht irgendwas, reich verliebt sich doch schon HUNDERTAUSENDMAL in allen möglichen Fassungen existiert!

    Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen und hab nicht zu viel von LOST wiederholt, hab mir seinen Beitrag nämlich nicht durchgelesen... Sodelle, ich muss jetzt in die Schule (*kotz*) sonst hätt ich noch weiter nach Auffälligkeiten gesucht :zwinker:
    Übrigens: Pronomen (Ihres etc.) wird in einer Geschichte klein geschrieben, das ist nur in der ANREDE (wie geht es Ihnen) groß :zwinker:

    Klein-Bea
     
    #9
    Bea, 3 März 2004
  10. frouk
    Gast
    0
    Hi, ja danke - waren sehr gute Tips.
    ...
     
    #10
    frouk, 8 März 2004

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