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Braucht der Sieger den Verlierer?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Makealongstoryshort, 27 August 2017.

  1. Unbreakable – Unzerbrechlich – Wikipedia

    Der Zerbrechliche sucht und findet in diesem Film den Unzerbrechlichen und ich frage Euch umgekehrt ob ihr glaubt, dass der Unzerbrechliche den Zerbrechlichen braucht, ob der Sieger den Verlierer benötigt, ob es den Glücklichen ohne den Unglücklichen geben kann.

    Was ich nicht meine (nur zur Sicherheit): mir geht es nicht um die Frage Superheld vs. Superschurke. Mir geht es auch nicht um Gemeinheiten und Grausamkeiten, die Menschen begehen (natürlich hoffe ich inständig, dass es ohne diese möglich wäre) und mir geht es auch NICHT um die Frage ob manche etwas schlechtes verdienen und manche nicht, ob es Karma gibt und ob das fair ist o.ä.
    Mir geht es um die Frage: KANN es überhaupt Sieger ohne Verlierer geben. Selbstverständlich meine ich das auf wirklich alle Lebensbereiche bezogen, aber plastisch und anschaulich kann man das am beruflichen Erfolg ausmachen. Könnten denn wirklich alle Menschen beruflich ergolgreich sein, ohne, dass andere erfolglos sind?

    Vielleicht oder eher ganz sicher ist das jetzt nicht perfekt formuliert und ausgearbeitet. Vielleicht fällt mir, wenn ihr Euch brav :smile: beteiligt, noch ein, wie ich es griffig ausdrücken kann.

    Gibt es Gewinner ohne Verlierer?
     
    #1
    Makealongstoryshort, 27 August 2017
  2. User 136760
    Sehr bekannt hier
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    nicht angegeben
    Man kann nicht wissen, was Glück ist, ohne Unglück erlebt zu haben usw. Alles hat einen Gegenpol und ohne Positives gibt es nichts Negatives.

    Für mich gehört das zu den Grundsätzen des Lebens.

    Edit: wobei ich da nicht auf andere schaue sondern auf mich, denn jeder würde wohl Glück oder Erfolg anders definieren.
     
    #2
    Zuletzt bearbeitet: 27 August 2017
    User 136760, 27 August 2017
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  3. DannyMirow
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    Nö, kann es realistisch wohl gar nicht geben. Nicht solange wir Menschen so unperfekt sind und besser sein wollen als andere. Daran sind auch schon die Kommunismus-Versuche gescheitert. Dass jeder ein Gewinner ist bleibt wohl eine schöne Utopie...
     
    #3
    DannyMirow, 27 August 2017
  4. Auch wenn Du weggehst von der beruflichen Frage?
    Könnten niemals alle bzgl. ihres Liebeslebens glücklich sein?
     
    #4
    Makealongstoryshort, 27 August 2017
  5. User 163532
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    nicht angegeben
    Wenn ich es nur auf mich beziehe: Ich fühle mich gut, wenn ich etwas erreiche oder gut gemacht habe. Ich brauche keinen Gegenpol, der gleichzeitig versagt.
     
    #5
    User 163532, 27 August 2017
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  6. Mir geht es weniger um die Frage ob das Glück das Unglück braucht, sondern ob der Glückliche den Unglücklichen braucht.
     
    #6
    Makealongstoryshort, 27 August 2017
  7. User 115625
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    nicht angegeben
    Das ist tatsächlich nur eine Frage der Definition.

    Beispiel: Wir stellen uns ein hypothetisches System vor, in dem alle ZWANGSLÄUFIG genug für ein angenehmes Leben haben, aber nicht soviel, dass man es als "Überfluss" bezeichnen könnte. Und niemand hat mehr als der andere. Man könnte sagen: "Allen geht es gut, deshalb sind sind alle Gewinner". Man könnte aber auch sagen: "Niemand hat die Chance, sein Leben NOCH besser zu machen. NOCH mehr zu haben. Deshalb sind alle in diesem System, die das wollen aber nicht können, Verlierer, da sie dieser Chance beraubt werden."

    Und je nachdem, wie ich das nun definiere, gibt es eben Gewinner ohne Verlierer oder Gewinner und Verlierer. Analog zu übertragen auf alle anderen Bereiche des Lebens.
     
    #7
    User 115625, 27 August 2017
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  8. Nicht DU brauchst ihn vielleicht, aber ist die Tatsache, dass Du etwas erreicht hast, vielleicht damit verbunden, dass das jemand anders NICHT erreichen kann?
     
    #8
    Makealongstoryshort, 27 August 2017
  9. User 136760
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    nicht angegeben
    Verstehe ich nicht. Meinst du so was wie Ausbeutung?
    Wenn ich glücklich bin, was hat das damit zu tun, wie ein anderer sich fühlt?
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 27 August 2017 ---
    Das Problem beim Menschen ist, dass er sich Probleme sucht, wenn er keine mehr hat. Es wird also immer was sein, wenn nicht in dem einen dann im anderen Lebensbereich.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 27 August 2017 ---
    Ich kann mich auch gut fühlen, weil die Sonne scheint. Nehme ich damit jemand anderem die Chance, im selben Moment ebenfalls glücklich zu sein bzw. sich gut zu fühlen?
     
    #9
    User 136760, 27 August 2017
  10. User 163532
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    nicht angegeben
    Nein, nicht unbedingt.
    Wenn es um einen Job geht: Vielleicht. Wenn ich ihn bekomme, bekommt ihn ein Anderer logischerweise nicht. Aber vielleicht hätte er ihn eh nicht bekommen, unabhängig von mir.

    Ich bezog mich eher auf Dinge, die die niemanden unglücklich machen, nur weil sie mich glücklich machen.
    Wenn ich besser werde im Klavierspielen werde, z.B., weil ich täglich sehr viel übe, dann ist das ein Erfolg für mich. Aber wenn meine beste Freundin nicht besser wird, weil sie z.B. selten übt, dann hat das mit meinem Erfolg nichts zu tun.

    Vielleicht kann ich deine Frage auch nicht ganz greifen, falls du etwas Anderes meinst.
     
    #10
    User 163532, 27 August 2017
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  11. DannyMirow
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    Interessante Frage. Auf das einzelne Paar bezogen können sicher beide Partner glücklich sein - wobei sich dann auch beide Seiten bemühen und kompromissbereit sein müssen. Es wird dann in meinen Augen mehr oder weniger ein "gemeinsames" Glück geschaffen. Auf das große gesamtgesellschaftliche Liebesglückbild bezogen habe ich da meine Zweifel - weil es halt nicht auf jeden Topf auch den passenden Deckel gibt (bzw. dieser so schwer zu finden sein kann, dass es aussichtslos ist). Da gibt es sie dann auch, die "Verlierer", weil sie zu alt, zu dick, zu arm, zu ungebildet (oder auch zu gebildet!), zu hässlich, zu reich oder was auch immer sind. Als unvollkommene Menschen denken wir halt in Kategorien, und da kann sich wohl keiner wirklich von freisprechen.
     
    #11
    DannyMirow, 27 August 2017
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  12. Mr. Poldi
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    Ist das tatsächlich so?
    Du gehst bei deiner Überlegung davon aus dass dein häufiges Üben nur Auswirkungen auf dich hat, dem ist aber mitnichten so.
    Alles was wir tun oder nicht tun hat Auswirkungen, die wir in ihrer Tragweite gar nicht vollständig erfassen können.
    Durch dein Klavierspiel erzeugst Du Schallwellen die nicht da wären wenn Du nicht üben würdest.
    Was diese für Auswirkungen haben ist praktisch unmöglich zu bestimmen, somit ist auch nicht ausgeschlossen dass diese über eine lange Reaktionskette dafür sorgen dass deine Freundin weniger üben kann.
    Mal ein plastisches Beispiel:
    Es ist Sonntag Nachmittag, du und deine Freundin (Anästesistin mit Rufbereitschaft) sind zu Hause und wollen Klavier spielen.
    Du setzt dich ans Klavier während Sie noch unter der Dusche steht.
    Dein Nachbar ist von der Musik genervt, beschließt einen Spaziergang zu machen und wird eine Zeit später in einen schweren Unfall verwickelt, kommt in die Notaufnahme und es wird eine Anästhesistin benötigt - deine Freundin.
    Somit hatte dein Klavierspiel direkt die Auswirkung dass Sie sich nicht auch verbessern konnte, denn Sie hatte ja einen Einsatz der nicht stattgefunden hätte wenn dein Nachbar zu Hause geblieben wäre.
     
    #12
    Mr. Poldi, 27 August 2017
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  13. User 136760
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    nicht angegeben
    Wenn man das weiterdenkt, dürften wir nicht mal leben, denn wir üben immer irgendwie Einfluss auf das Gesamtsystem aus, selbst noch als toter Körper.
     
    #13
    User 136760, 27 August 2017
  14. Schweinebacke
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    nicht angegeben
    Off-Topic:
    mal verliert man, mal gewinnen die anderen :tentakel:
     
    #14
    Schweinebacke, 27 August 2017
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  15. User 77547
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    Verheiratet
    Die Kategorie Sieger oder Gewinner setzt m. E. schon voraus, dass es auch Verlierer geben muss. Es handelt sich dezidiert um Begriffe, die etwas mit Wettbewerb, Konkurrenz etc. zu tun haben.
    Insofern gibt es wohl in allen Lebensbereichen, die wir so organisieren, dass Konkurrenz bzw. Wettbewerb eine Rolle spielen, den Gewinner nur mit dem Verlierer. Aber es gibt ja auch Lebensäußerungen, in denen Konkurrenz und Wettbewerb keine Rolle spielen. Da gibts dann auch nicht zwangsläufig Verlierer, aber eben auch keine Gewinner.
     
    #15
    Zuletzt bearbeitet: 27 August 2017
    User 77547, 27 August 2017
  16. Mr. Poldi
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    Welche denn z.B.?
    Ich kann mir ehrlich gesagt keinen Lebensbereich bzw. Situation vorstellen in der es nicht irgendwo um Erfolg/Anerkennung/Dankbarkeit geht.
     
    #16
    Mr. Poldi, 27 August 2017
  17. User 154044
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    Wenn es um Konkurrenz geht, gibt es halt Gewinner und Verlierer. Wenn ich einen Job bekomme, freue ich mich. Aber: ich weiß weder wer ihn alles nicht bekommen hat, noch freue ich mich, dass diese Personen (wer auch immer sie sind) den Job nicht bekommen haben = keine Schadenfreude. Und wie jemand schon schrieb, ich kann mich über die Sonnenstrahlen freuen und das können auch andere. Die, die es (warum auch immer) nicht können, weil sie im Koma sind oder im Gefängnis ohne Fenster, tun mir leid. Wie definiert man auch Glück und Erfolg?

    Ein Sportler, der mäßig trainiert hat, ist vielleicht über den 4. Platz glücklich und gönnt den anderen die besseren Plätze, ohne verbittert zu sein. Der erfolgsverwöhnte Sportler schmollt wegen dem 3. Platz und könnte den Erfolg der anderen 2 auf dem Treppchen weniger ertragen.

    Sport ist gesund, auch für die Psyche und die allermeisten Sportler sind fair und mögen die Konkurrenz und ich behaupte, dass sie sich für andere ehrlich freuen können. Auch viele Hobbysportler wollen nicht nur gesund sein, sondern sich mit anderen messen und wenn einer beim Marathon Platz 2644 gemacht hat und die persönliche(!) Zeit verbessert hat, dann hat er Grund darüber happy zu sein; da wird er kaum über die Plätze unter 2644 lachen. Es geht um das gemeinsame Erlebnis und faire und psychisch stabile Menschen, werden es anderen gönnen können und wenn die Platzierung so stört, werden sie daran arbeiten. Es geht auch darum wie man tickt, ob man eher Optimist oder Pessimist ist z.B. Und ein Narzisst sieht paar Dinge wohl anders, als sein Nachbar ohne diese Störung.

    Der Mensch ist ein emotionales Wesen und in dem Moment, wenn er versagt (nach seiner Definition), kann er die halbe Welt verfluchen. Nachher bei der Siegerehrung kann er dennoch gerührt sein, über die Freude der anderen und dann doch die Glückwünsche der anderen annehmen, obwohl er kaum einen sehen wollte, der ihm die Hand geben wollte.

    Nelson von den Simpsons lacht über Ungeschicke der anderen, weil es denen vielleicht für kurze Zeit schlechter geht als ihm, wo sie doch "alles haben". Trotzdem wünscht er sich wahrscheinlich mehr Freunde, wenn er im Bett liegt und ahnt nicht, dass die anderen unglücklicher sind als sie scheinen und weniger haben, als er denkt.

    Kommen wir zu Mobbing. Mobbing ist Schwäche, keine Stärke, aber leider überall verbreitet. Es gibt Menschen, die brauchen diesen Überlegenheitsgefühl. Sie stehen in ihrer perfiden Denke über das Mobbingopfer, weil das Opfer schwach erscheint/ist, man es nicht mag, weil es dies und das ist. Diese Mobber brauchen scheinbar den (in ihren Augen) Verlierer.

    Allen wäre geholfen, das eigene Glück zu mehren und es mit ihnen zu teilen. Wer besser ist, hat es meistens verdient und man zeigt Anstand und Größe, diesen ihr Erfolg und Glück zu gönnen. Manche schöpfen aus Neid ihre Motivation, aber nicht alles, was andere glücklich macht, würde einen selbst glücklich machen. Paar Dinge hören sich pathetisch an, aber erklären die Sache gut, denke ich.
     
    #17
    Zuletzt bearbeitet: 27 August 2017
    User 154044, 27 August 2017
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  18. User 77547
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    Das ist doch nicht das selbe wie Konkurrenz und Wettbewerb. Wenn ich mit meinen allerbesten Freunden oder meiner Familie zusammen etwas unternehme, gibts keine Konkurrenz (vielleicht manchmal zwischen den Kindern), aber es gibt trotzdem keine Gewinner und Verlierer. Im Alltag ist doch Gott sei Dank nicht alles auf Konkurrenz ausgerichtet, sondern auch viel auf Gemeinsamkeit, Kompromiss und Kooperation.
     
    #18
    User 77547, 27 August 2017
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  19. Mr. Poldi
    Mr. Poldi (37)
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    Um mal bei dem Beispiel Familie zu bleiben:
    Wenn ich etwas mit meiner Familie unternehme, dann geht die Initiative dafür eigentlich immer von Ihnen aus, ich mache da Ihnen zu liebe zwar mit, bräuchte das selbst aber nicht unbedingt.
    Zwar würde ich mich deshalb nicht als "Verlierer" sehen, glaube aber schon dass Sie somit unterm Strich mehr davon haben als ich, ergo "Gewwinner" sind.
     
    #19
    Mr. Poldi, 27 August 2017
  20. User 154044
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    Wenn du in einer Situation denkst, dass es um Konkurrenz geht, müssen es nicht andere. Man legt zu leicht seine Sicht in die Köpfe der anderen. Wenn dich jemand in sein neues Haus einlädt oder mit dir in seinem neuen Sportwagen düsen möchte, heißt nicht, dass er Lob und Anerkennung möchte für die materiellen Sachen, sondern dich als Freund daran teilhaben möchte. Und obwohl seine Freude groß ist, muss es keine Prahlerei sein. Diese "guck mal was ich habe und du nicht"-Menschen sind stehen bald alleine da oder oder suchen sich gleich einen, der auf "Schwanzvergleiche" steht.

    Beobachte Eltern, wenn sie im Verein ihre Kiddies betrachten. Himmelweite Unterschiede. Die einen sind froh, dass ihr Sprößling was macht und die anderen sitzen auf heißen Kohlen und man hört sie meterweit entfernt oder schlimmer, sie flüsstern dem Nebenmann negative Kommentare über die anderen Kinder. Nach dem Motto: mein Kind kann's am besten (Gewinner), seht und würdigt das (Anerkennung). Ergebnis: Kind heult Rotz und Wasser, wenn es nicht der Beste oder einer der Besten wird.
     
    #20
    User 154044, 27 August 2017

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