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Bundestagspetition gegen Massentierhaltung

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Habbi, 10 Januar 2009.

  1. Habbi
    Gast
    0
    Hallo,

    Bis spätestens Ende Januar / Anfang Februar sollen rund 50.000 Unterschriften zusammenkommen!

    Mehr Infos unterhttp://www.unternehmen-fuer-tiere.org/cms/website.php?id=/aktuelles_massentierhaltung.htm

    JETZT können wir was erreichen, wenn möglichst viele Leute an einem Strang ziehen!

    Die Petition kann allerdings nicht mehr Online abgegeben werden. Also ausdrucken, sammeln, verschicken!

    Wer sich also ein für Tierschutz interessiert und ein bisschen was erreichen will, soll doch bitte mitmachen und wenn es nur ein paar Unterschriften von Freunden oder Bekannten sind :smile:
    Vielen dank,
    Grüße Habbi

    EDIT: Es geht bei der Sache übrigens auch um Gesundheit. Tiere in Massenhaltung müssen dermaßen viele Qualen erleiden und um diese ertragen zu können ohne zu sterben, werden sie mit Medikamenten vollgepumpt. Diese Medikamente nimmt jeder, der das Fleisch ist indirekt zu sich!
     
    #1
    Habbi, 10 Januar 2009
  2. zickzackbum
    Verbringt hier viel Zeit
    754
    113
    64
    nicht angegeben
    Ich weiss nicht, vielleicht sind die Zustände ja verbesserungsbedürftig (z.B. Medikamentenmissbrauch, wobei Antibiotika meines Wissen nach schon längst zum Glück nicht mehr als Mastmittel erlaubt sind), aber generell gegen Massentierhaltung zu sein, wie kann ich mein Fleisch dann noch bezahlen ?

    Ich fänds ja auch besser meine Eier nur von glücklichen Luxushühnern (sofern Hühner überhaupt "glücklich" sein können) zu bekommen, aber der Planet ist vielleicht nicht mal groß genug, um ALLE Menschen regelmäßig mit Fleisch zu versorgen, wie soll das dann wenigstens für uns noch funktionieren, wenn man Massentierhaltung abschafft ?

    Auch bin ich eher ein Freund des Artenschutzes als des Tierschutzes.
     
    #2
    zickzackbum, 10 Januar 2009
  3. pissedbutsexy
    Verbringt hier viel Zeit
    360
    103
    7
    vergeben und glücklich
    Ich habe da einen kleinen Tipp für dich: Seltern/Weniger Fleisch essen!
    Aber sowas kommt für 90% der Menschheit ja nicht in Frage, man kann lieber Tiere quälen, damit man billiges Fleisch kaufen kann.

    Zum Thema:
    Ich werds morgen direkt ausdrucken und in Freundeskreis und Familie Unterschriften sammeln. Sowas wäre schon lange nötig gewesen. Ich stehe dazu, dass ich gerne Fleisch esse, aber ich bezahle lieber etwas mehr Geld dafür, dass die Tiere nicht gequält werden und esse dafür dann seltener Fleisch.
     
    #3
    pissedbutsexy, 10 Januar 2009
  4. Habbi
    Gast
    0
    Es geht bei der Forderung eigentlich nicht mal hauptsächlich darum die Massentierhaltung auf einen Schlag abzuschaffen. Das wird ohnehin nicht passieren wenn wir mal realistisch sind. Und das ist den Bittstellern wohl auch klar. Aber in der Politik läuft es nunmal seit jeher so: Einer fordert und irgendwo in der Mitte trifft man sich.
    Es soll vor allem ein Gesetz erlassen werden bei dem die Tiere wenigstens ein bisschen artgerechter gehalten werden als im Moment und bei dem das Wohl der Tiere ein an höherer Stelle steht als im Moment.

    Ich als Tierschützer hab schon verdammt oft heimlich aufgenommene Videos aus solchen Massenanstalten gesehen. Da kommen jedem Fleischesser die Tränen und jedem Fleischesser vergeht der Appetit. Ich kenne sogar schon Leute, die aus diesen Gründen nur noch Fleisch vom Bauern kaufen.

    @pissebutsexy: Danke :smile:
     
    #4
    Habbi, 10 Januar 2009
  5. ~magic~
    Gast
    0
    Ich muss zickzackbum zustimmen, dass es einfach nicht möglich ist, für alle Tiere ein richtiges Luxusleben zu ermöglichen. Dann könnten sich viele Menschen schlichtweg es sich nicht mehr leisten, regelmäßig Fleisch zu essen.

    Massentierhaltung ist ja nicht gleich zusetzen mit Tierquälerei.
    Wenn die Tierschutzbestimmungen usw. eingehalten werden, dann geht es denn Tieren ja auch nicht so schlecht. Und die Landwirte (die überwiegende Mehrzahl zumindest) haben auch Interesse, dass es den Tieren gut geht und sie sich wohlfühlen, sofern dass natürlich möglich ist. Weil umso schlechter es den Tieren geht, umso schlechter sind auch die Erträge, welche so ein Tier bringt.
    Neue Laufställe für Rinder werden zum Beispiel nicht umsonst mit so drehenden Bürsten ausgestattet, wo sich die Tiere massieren lassen können....


    Was mich eigentlich dazu bewegt, diesen Beitrag zu schreiben:
    Dein Beitrag gegen Fleischesser.
    Ich habe kein Problem damit, wenn jemand Vegetarier, Veganer, und was es noch alles für Spezialisierungen gibt, ist. Wegen mir kann jeder essen, was er möchte.

    Persönlich esse ich sehr gerne Fleisch und Wurst aber auch genauso andere Dingen, wie mal nur einen Salat (und ja, auch mal mit Putenstreifen) oder Nudeln.

    Fleisch gehört schon immer zu den Nahrungsmitteln der Menschheit. Ich kann einfach nicht verstehen, wieso man mit aller Gewalt Menschen dazu bringen will, weniger/kein Fleisch zu esen. Wie gesagt, wer das will kann es gerne tun, aber er soll die anderen auch das essen lassen, was diese möchten.
     
    #5
    ~magic~, 10 Januar 2009
  6. pissedbutsexy
    Verbringt hier viel Zeit
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    7
    vergeben und glücklich
    Natürlich kann jeder essen was er will. Aber es ist erwiesen, dass es für die Gesundheit eines Menschen nicht zwingend notwenig ist, jeden Tag Fleisch zu essen.
    Ich finde es einfach nur vollkommen daneben, dass Menschen einfach vor dem Leid der Tiere die Augen schließen. Also ich für meinen Teil finde es nicht in Ordnung, wenn Schweine eng zusammengepfercht auf einem Gitterboden leben, wo sie noch in ihrem eigenen Kot und Urin liegen müssen.
    Hier geht nichts gegen Fleischesser, sondern einfach nur darum, dass man nachdenken sollte, woher Fleisch kommt, bevor man es isst. Und dabei sollte nicht immer das Attribut "Billig, billig, billig" im Vordergrund stehen.
     
    #6
    pissedbutsexy, 10 Januar 2009
  7. Habbi
    Gast
    0
    @magic: Die Bedingungen sind nicht ausreichend. Vor allem die Kontrollen in den Massentierhaltungsbetrieben sind bescheiden. Die finden ausschließlich unter Ankündigung statt. Zu deutsch: Es herrschen Zustände jenseits von gut und böse, sobald jedoch die Kontrolle angekündigt wird, wird "aufgeräumt".
    Bei den Massentierhalten verrecken die Tiere zum Teil elend. Kranke Tiere liegen tagelang zwischen den gesunden und müsse auf elende Art und Weise verrecken. Die erlöst niemand von ihrem Leid.
    Ein Schwein hat beispielsweise 0,75m² Platz zum Leben. Es ist einfach nur traurig.
    Die "Gesunden" Tiere werden mit Medikamenten vollgepumpt um überhaupt zu überleben, die der Fleischesser dann auch aufnimmt.
    Jungtiere dürfen teilweise OHNE BETÄUBUNG kastriert werden.
    Die Geflügeltransporte sind so grausam, dass Tiere dabei umkommen.
    usw.
     
    #7
    Habbi, 10 Januar 2009
  8. ~magic~
    Gast
    0
    Es ist vielleicht nicht unbedingt notwendig, aber auch nicht schädlich.

    Und wenn Tiere auf Spaltenböden gehalten werden, ist das normalerweise eine hygienische Sache. Bestimmt nicht die beste Liegefläche aber besser, als wie wenn Sie z.Bsp. auf Stroh gehalten werden und man nicht regelmäßig nachstreut und mistet (und dreckig werden die Tiere immer, egal ob Sie auf Stroh oder Spaltenboden gehalten werden).


    Wenn man das Rad aber weiter dreht, was wäre wenn alle sich nur noch von Gemüse usw. ernähren würden? Dann würden die Anbauflächen dafür wahrscheinlich auch nicht ausreichen.
    Muss man dann mehr Wälder für Anbauflächen roden?
    Dann werden bestimmt mehr Gewächshäuser gebaut, diese evtl. im Winter beheizt usw. ...
    Die Felder, wo für den Gemüseanbau geeignet sind, stärker bewirtschaftet und somit der Boden stärker beansprucht...

    Ich will damit nur sagen, dass damit die Welt auch nicht rosig ausschauen würde.
    Es würde zwar keine Tiere mehr geben, die in der Massentierhaltung (und zumindest Einzelfälle wird es immer geben, wo Tierschutzbestimmungen verletzt werden - da braucht man sich nichts vormachen oder sich schönreden, das ist schon klar) aber es gäbe bestimmt ein paar andere negative Auswirkungen...

    Das die Kontrollen ausschließlich unter Anmeldung stattfinden, stimmt nicht. Es finden auch unangemeldete Kontrollen statt.
    Bei den Kontrollen kann man bestimmt einiges verbessern. Ich kenne mich da nicht so gut aus, aber ich kann mir vorstellen, dass es einfach auch zu wenig Kontrolleure gibt.

    Das es solche Fälle gibt, will ich überhaupt nicht abstreiten und diese verurteile ich auch.
    Ich möchte nur bewusst machen, dass das nicht für alle Landwirte zutrifft (mal unabhängig davon, wie groß die sind).
    Das z.Bsp. kranke Tiere tagelang zwischen den gesunden liegen, halte ich jetzt schon für einen Extremfall. Das wird von Tierschutzorganisationen usw. öfters gebracht, oft auch übertrieben dargestellt. Oft bringen die auch die Bilder von einem Fall zigmal wieder.
    Aber bei den allermeisten Landwirten wirst du, wenn du einfach so durch die Ställe spazieren würdest (rein theoretisch - soll man natürlich nicht machen, weil du Krankheiten mitbringen könntest, die für die Tiere ansteckend sind), nicht sehen...
     
    #8
    ~magic~, 10 Januar 2009
  9. simon1986
    simon1986 (30)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    398
    2.013
    Verlobt
    Weniger Fleisch essen würde durchaus Sinn machen!

    Die Rinder der Reichen werden mit dem Mais gemästet, den sich die Armen nicht mehr leisten können.

    Für grosse Teile der Menschheit stellt sich nicht die frage, wie viel Fleisch können wir essen? sondern: kriegen wür überhaupt zu essen
     
    #9
    simon1986, 10 Januar 2009
  10. pissedbutsexy
    Verbringt hier viel Zeit
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    7
    vergeben und glücklich
    Genau das kam mir vorhin auch in den Sinn.
    Hier sprechen Menschen darüber, dass man ja nicht auf Fleisch verzichten müsse. Es ist zu viel verlangt, einfach mal weniger Fleisch zu essen..in anderen Teilen der Welt (mittlerweile wohl auch in Deutschland) hungern Menschen. Es gibt Familien, die sich nichteinmal Fleisch leisten können!
     
    #10
    pissedbutsexy, 10 Januar 2009
  11. Habbi
    Gast
    0
    Was die Kontrollen angeht: Die sollten eigentlich auch von Veterinärmedizinern durchgeführt werden. Die zuständigen Tierärzte stecken leider viel zu oft mitdrin. In Oberfranken wurde erst vor kurzem ein solcher Fall aufgedeckt und zur Anzeige gebracht. Laut Recherchen des Deutschen Tierschutzbundes soll das aber nicht unbedingt eine Ausnahme sein. In Deutschland geht es auf vielen Höfen so zu. Das haben übrigens jüngste Recherchen ergeben, bei denen (mal wieder) eingebrochen und gefilmt wurde. Anders geht es schließlich nicht.

    Mir ist bewusst, dass es nicht in allen Schlachthöfen so schlimm zugeht. Aber schlechte Bedingungen sind trotzdem noch nicht die absolute Ausnahme. Bei manchen Höfen könnte man meinen, dass das Gesetz vor der Tür endet.

    Die ohnehin nicht ausreichenden Gesetze werden zu oft nicht eingehalten.

    Mal abgesehen davon dass von die DGE ohnehin nur 300-600 Gramm Fleisch pro Woche empfohlen werden. Wieso also nicht weniger Fleisch essen?
    Weil es den Ernährungsgewohnheiten entspricht? Das ist keine Begründung...

    Es ist schonmal nachgewiesene Sache, dass es Krankheiten gibt, die nur in der Massentierhaltung auftreten. Massentierhaltung ist und bleibt nunmal keine artgerechte Haltung. Die Tiere stehen unter Dauerstress und können keinerlei artgerechtes Verhalten durchführen. Ein Schritt vor, einer zurück. Mehr Platz ist nicht. Der Stress führt zu einem extrem schwachen Immunsystem und dieses wiederum zu Krankheiten. Es werden viele Arzeimittel gegeben, die sich auch im Fleisch des Endverbrauchers befinden. Jedes Tier erhält übrigens diese Medikamte, denn diese werden in der Regel vorbeugend verabreicht.
    Die momentanen Bedingungen bei den deutschen Massentierhaltungen sind einfach nur schlecht. Die Gesetze sind ein sinnloser Kompromiss zwischen Tierschutz und Wirtschaft. Massntierhaltung hat absolut nichts mit artgerecht zu tun. Ob die Richtlinien nun eingehalten werden oder nicht ist hierbei im großen und ganzen egal.

    Durch die Massentierhaltungen werden mehr und mehr Landwirte in den Ruin getrieben. Jedes Jahr machen in Deutschland etwa 15.000 Höfe dicht. Das ist ebenfalls absolut nicht tragbar. Bioprodukte stammen übrigens nicht vom Bauern. Die kommen nur aus Massentierhaltungsbetrieben in denen ein bisschen andere Richtlinien herrschen.

    Es gibt in Deutschland ein Gesetz, das artgerechte Haltung vorschreibt. Wieso soll das hier nicht gelten? Haben diese Tiere kein Recht darauf?

    Ich finde es unglaublich, dass es Leute gibt denen nur das billige Fleisch am Herzen liegt. Das ist beinahe so schlimm wie die unersättliche Profitgier der Massentierhaltungsbetriebe.
    Genauso finde ich es unglaublich, dass manche Menschen scheinbar der Meinung sind, dass man Tieren Schmerzen zufügen kann wie mal will.
    Menschen respektieren die Bedüfnisse der Tiere nicht und ich kann absolut nicht verstehen wieso. Ich kann Menschen, die für Massentierhaltung sind nur immerwieder empfehlen sich eine Woche lang in ner 1,5m² Toilette einsperren zu lassen, denn die 0,75m² Platz die ein Schwein hat, sind nichts anderes. Einen Schritt vor, einen Schritt zurück. Das wars. Und das das ganze Leben lang. Dagegen wäre eine 1,5m² Toilette purer Luxus....

    Und mir ist bewusst, dass das Fleisch teurer werden würde. Mich als Vegetarierin trifft das im ersten Moment zwar nicht, aber ich werde wohl in nicht allzuferner Zukunft eine Familie gründen, die ich natürlich nicht vegetarisch ernähren würde bzw. ich werde wohl auch in nicht allzuferner Zukunft mit meinem Freund zusammenziehen, dem ich natürlich auch Fleisch servieren würde. Es würde mich also wohl oder übel auch irgendwann treffen.
     
    #11
    Habbi, 11 Januar 2009
  12. Malin
    Malin (29)
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    Single
    Doch ist es. Als Maximum wird empfohlen höchstens 3mal die Woche eine Portion zu essen, die nicht größer ist als dein Handteller (ohne Finger) und notwendig für eine gesunde Ernährung ist es überhaupt nicht.


    :ROFLMAO: selten so gelacht....
    erstens der Mensch ist darauf angelegt sich von pflanzlicher Nahrung zu ernähren
    zweitens muss für die Herstellung von 1kg Fleisch 7kg Getreide verfüttert werden.
    Was lernen wir daraus? Richtig! Würden alle Menschen nur Pflanzen essen, würde sogar weniger angebaut werden müssen als jetzt oder es würde zur Abwechslung mal für alle reichen. Denn in den ärmeren Ländern wird Wald gerodet, um Tierfutter anzubauen.
    Wenn ich jetzt ganz radikal sein möchte, könnte ich sagen, für dein Schnitzel verhungert irgendwo ein Kind!

    Solche Aussagen wie deine kenne ich nur zu Genüge aus Veggi Diskussionen. Das kommt vermutlich daher, dass viele Menschen sich gerne was in die Taschen lügen, die Augen verschließen um weiterhin ihr tglich Fleisch ohne Reuhe auffressen zu können.
     
    #12
    Malin, 11 Januar 2009
  13. Henk2004
    Henk2004 (33)
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    Also tut mir leid, du siehst das ziemlich einseitig.

    Was ist denn für dich Massentierhaltung?

    Und dein Argument, dass ein Schwein einzeln allein in ner 0,75m² Bucht leben muss und sich nicht bewegen kann ist doch vollkommener Blödsinn.

    In den meisten Betrieben hat ne Bucht Platz für 20-40 Tiere, in neuen Ställen sind meist Großbuchten für 100-200 Tiere also 75-100m² Fläche zum rumlaufen.

    Auch stimmt es nicht, dass die Tiere generell mit Medikamenten bis zu den Ohren vollgepumpt werden.

    Bei Geflügel mag das anders sein, da kenn ich mich nicht so aus aber ein normaler Bauer wird alles dafür tun um Medikamente nicht einsetzen zu müssen.

    Das Zeugs kostet ja schließlich auch Geld und gesunde Tiere wachsen numal am besten.

    Jedenfalls wirst du viele Betriebe mit Schweinen oder Rindern finden können, wo die Tiere abgesehen von diversen Impfungen KEINE Medikamente bekommen.

    Selbst wenn man es nicht wollte, MUSS man teilweise Tiere impfen lassen, weil der Staat es so angeordnet hat.

    Was im Geflügelbereich abgeht widert mich aber ehrlich gesagt auch teilweise an.
     
    #13
    Henk2004, 11 Januar 2009
  14. Habbi
    Gast
    0
    Wikipedia.

    Ähm, du sagst ein Schwein habe mehr als 0,75m² Platz und gleichzeitig sagst du auf 75-100m² leben 100-200 Tiere? Also wenn auf 75m² 100 Tiere leben sind das für mich 0,75m² Platz und viel Platz zum rumlaufen haben die Tiere hier nicht, auch wenn die Bucht so groß ist. Dafür werden zuviele Schweine in eine Bucht gesteckt.
    Massentierhaltung ist nunmal nicht artgerecht und kann niemals artgerecht sein.
     
    #14
    Habbi, 12 Januar 2009
  15. ~magic~
    Gast
    0
    Um vielleicht ein Missverständnis aus dem Weg zu räumen: Henk2004 hat es glaub so verstanden, als wenn du gemeint hättest, ein Schwein wäre alleine auf 0,75 m² eingesperrt.

    Aber dadurch, dass die Schweine ja mit mehreren eingesperrt sind, kann es sich bewegen und herumlaufen, auch wenn umgerechnet auf das einzelne Schwein nur 0.75 m² vorhanden sind.


    Lt. der Definition der Massentierhaltung ist jeder (Hobbylandwirte mit 3 Kühen, 2 Kälbern, 11 Hennen, 50 Stahlfliegen und 10 Mäusen mal ausgenommen) Landwirt ein Landwirt, der Massentierhaltung betreibt.
    Selbst wenn der seine Kühe tagsüber auf die Weide treibt, in der Nacht und im Winter stehen die Tiere dann wieder auf sehr begrenztem Raum.

    Das damit jeder Landwirt als Massentierhalter dargestellt, stimmt ja auch und ist richtig. Ein Landwirt ist ein Unternehmer, der versucht mit Tieren, Ackerbau usw. Geld zu verdienen (da braucht man sich nichts vormachen, das ist so, und durch den schärferen Wettbewerb werden die auch immer stärker gezwungen als Unternehmer zu denken - wenn sie das nicht machen, können sie zusperren).
    ABER was mich daran stört, was man auch an diesem Thread hier sieht, dass sobald irgendwelche Skandale von einzelnen Betrieben aufkommen, sofort alle als Massentierhalter in einen Sack gesteckt werden und auf alle draufgehauen wird. Da sollte man davor überlegen, ob das wirklich für alle zutrifft, bevor man losschreit...
     
    #15
    ~magic~, 12 Januar 2009
  16. Habbi
    Gast
    0
    Ein Landwirt gilt hier NICHT als Massentierhalter, denn er hält die Tiere nicht auf begrenztem Raum und auch nicht ausschließlich auf begrenztem Raum. Ob sie nun auf die Weide kommen oder nicht.
    Ich verfolge die Problematik der Massentierhaltung schon einige Zeit und es geht hier nicht um Missstände in den Betrieben. Es geht lediglich darum, dass Massentierhaltung NIEMALS artgerecht sein wird und auch niemals artgerecht sein kann. Egal ob die Auflagen nun eingehalten werden oder nicht. Und hier kann man durchaus auf alle Massentierhaltungsbetriebe draufhauen. Ich behaupte nicht, dass in allen Betrieben Missstände herrschen. Ich sage lediglich, dass Massentierhaltungen niemals artgerecht sein können.
    Ich frage mich wieso ausgerechnet Schweine, Kühe, Hühner kein Recht auf artgerechte Haltung haben sollen, denn das wird ihnen mit den Massentierhaltungsstätten eindeutig genommen.

    EDIT: Ähm was den Platz angeht: Weißt du wie groß Schweine werden? Ich kann dir zwar keine genauen Maßangaben nennen, aber ich weiß wie ein ausgewachsenes Schwein aussieht. Bei 100 Tieren auf 75m² ist da nicht viel Platz zum rumlaufen. Das ist schon fast ne Sardinenbüchse.
     
    #16
    Habbi, 12 Januar 2009
  17. Henk2004
    Henk2004 (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Ich fragte, was für DICH Massentierhaltung ist, nicht was wikipedia dazusagt...

    Also pro Tier ist ja eine bestimmte Fläche vorgeschrieben, für kleine Tiere weniger, für größere mehr. (macht ja auch Sinn..)

    Da du anscheinend nicht wirklich eine Ahnung hast, wie das in der Praxis abläuft, schreib ich das mal für dich.

    Bauer Heinz Brömmelkamp hat nen neuen Stall für 1200 Tiere gebaut. (Aaaaaaaaaaaaaaah, Hilfe; MASSENTIERHALTUNG)

    Nun hat der Stall aber 12 einzelne Abteile zu je 100 Tiere wobei die Abteile jeweils unabhängig voneinander gefüttert und im Hinblick auf Temperatur/Luft geregelt werden können. Soll heißen Ferkel mit 25 kg bei sagen wir mal 28°C, die dicken bei 20°C.

    Da der Bauer zu faul ist die Abteile abzutrennen (Massentierhaltung soll ja schließlich keine Arbeit machen...) haben die 100 kleinen Ferkel genauso viel Platz wie es 100 Große haben müssten, also 75m², können also munter und lustig hin und her rennen.

    Da die kleinen Ferkel aber nun wachsen wird der Platz natürlich weniger. Jetzt sagst du: "Hah, jetzt hab ich ja doch Recht, dass die nicht mehr vor und zurück können"

    Irrtum.

    Denn wenn es ein ökonomisch denkender Bauer ist, wird der die fetten Schweine schon eher verkaufen, denn es ist sehr sehr unwahrscheinlich, dass alle Tiere gleich schnell wachsen. Und zu fett füttern kostet unnötig Geld... (Der ist ja schließlich so profithungrig, der Massentierhalter)

    So kann es also sein, dass nach 78 Tagen nur noch 90 Schweine in dem Abteil sind, haben aber Platz für 100 Tiere. So geht es dann wöchentlich oder zweiwöchentlich weiter, bis schließlich nur noch 30 Stück oder so drin sind, die kommen dann zum Schluss alle aufeinmal weg und dann ist der Stall leer.

    So wie du es anfangs dargestellt hattest, kann ein Schwein vor lauter anderen Schweinen im Stall nicht vor und zurück.

    So ist es, auch aus ökonomischen Gründen, nicht.

    Ich hoffe etwas Licht ins Dunkel gebracht zu haben.
     
    #17
    Henk2004, 12 Januar 2009
  18. ~magic~
    Gast
    0
    Ab wann ist dann (für dich) ein Landwirt/ ein landwirtschaftlicher Betrieb ein Massentierhalter - also ab welcher Anzahl Tier/ vorhandenen Platz...?
    Off-Topic:
    Weil wenn wir mal die gepostete Wikipedia-Definition nehmen, ist für mich jeder Landwirt ein Massentierhalter.


    Ja, das stimmt.
    Aber immer noch besser, als wie wenn ein Schwein auf 0,75 m² eingesperrt wäre, so wie Henk2004 aufgefasst hatte. Wollte damit das Missverständnis aufklären.
     
    #18
    ~magic~, 12 Januar 2009
  19. Malin
    Malin (29)
    Meistens hier zu finden
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    Single
    :kopf-wand
    wenn man dich in ne 100qm Wohnung steckt mit 99 Mitbewohnern, dann brauchst du auch nicht über Platzmangel meckern, schließlich hast du dann ne riiiiiiiesen Wohnung und kannst sogar herumlaufen. Vorrausgesetzt, du kannst dich zwischen den 99 Mitbewohnern noch durchquetschen...

    ja sie werden gezwungen immer mehr als Unternehmer zu denken auf Kosten der Tiere. Und warum? Weil der Verbrauchen möglichst garnix für sein Essen bezahlen will... hier ist Umdenken gefragt!

    Massentierhaltung ist imho einfach nur eine moderne Form der Sklaverei. Aber es wäre verdammt unbequem wenn sich die Menschheit das eingestehen würde. Schließlich macht es einem das Leben so einfach... Und das alles nur, weil Tiere selbst leider nicht für ihre Rechte gegen den Menschen einstehen können.
    In der Vergangenheit wurden Minderheiten von Menschen unterdrückt und versklavt. Sie konnten für ihre Rechte kämpfen und nur deshalb hat sich etwas verbessert.
    Die Tiere leiden im Stillen...
     
    #19
    Malin, 12 Januar 2009
  20. ~magic~
    Gast
    0
    @Malin:
    Wie oft soll ich bitte noch schreiben, dass ich mit dieser Erklärung nur dass Missverständnis aufklären wollte, dass Henk2004 verstanden, Habbi meint, dass ein Schwein auf 0,75 m² und nicht 100 Schweine auf 75 m² gehalten.
    Man kann wohl nicht abstreiten, dass bei 100 Schweine auf 75 m² die Tiere mehr Bewegungsspielraum haben als wenn ein Tier auf 0,75 m² gehalten wird!
    Das die Schweine keine Langstreckenläufe veranstalten können, ist auch klar...

    Desweiteren solltest du dir mal den letzten Beitrag von Henk2004 durchlesen, so wird das in Praxis gehandhabt und dadurch haben die Tiere auch (etwas) mehr Bewegungsspielraum.
     
    #20
    ~magic~, 12 Januar 2009

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