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Burnout Syndrom?!

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von User 53748, 18 Juni 2007.

  1. User 53748
    User 53748 (28)
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    in einer Beziehung
    Ich kann nicht mehr, ich hab das Gefühl als läuft mein Leben wie ein Film ab und ich bin hilfloser Zuschauer meines eigenen Untergangs.

    In letzter Zeit habe ich wohl all meine Kraftreserven aufgebraucht und das ohne es selbst großartig zu merken. Das einzige was mir seit etwa Anfang des Jahres aufgefallen ist, ist eine Art chronischer Müdigkeit. Kaum habe ich mal ein, zwei Minuten Ruhe überfällt sie mich wie einen Stein, ich bin dann kaum noch ansprechbar, man muss mich geradezu wachrütteln. Und das täglich.
    Hinzu kommt, das ich immer nervöser werde. Zwar hab ich es geschafft mit Nägelkauen aufzuhören, dafür kratze ich mir seit Jahren und das nun immer häufiger (ich weiß es ist wiederlich) Pickel auf. Das nicht nur einmal, nein, auch den heilenden Prozess störe ich immer wieder durch mein Kratzen, wäre ein Wunder wenn mein Gesicht nicht bald total vernarbt ist. In die Öffentlichkeit traue ich mich ohne Schminke deshalb kaum noch.
    Wenn ich das nicht tue wippe ich mit dem Bein und bin ab und an kurz davor das Nägelkauen wieder anzufangen. Ich kann einfach nicht stillhalten.

    Dieses Jahr ist einfach so scheiße gelaufen, nun muss ich die 12. wiederholen und bin total frustriert, nicht wie alle andern sein zu können. Ich war nie besonders gut, aber auch nie besonders toll in der Schule, aber mein Leistungsabfall wird immer stärker.

    Hinzu kommen private Probleme.. ich liebe meinen Freund über alles, aber manchmal machts "klick" und ich reagiere nur noch zynisch, will um jeden Preis meine Ruhe und ich hanlde zutiefst egoistisch. Ich kann das alles nicht mehr. Ich hab Angst meine Beziehung durch den Stress den ich mir größtenteils selbst mache zu zerstören.
    Ich will heute zum Arzt und mich für eine Woche krankschreiben lassen, ich hoffe der versteht mich und hält mich nicht für irgendeine Schulschwänzerin oder so. Ich hab allen bescheid gesagt, eine Woche Auszeit zu wollen, selbst vor meinem Freund. Einerseits habe ich das Gefühl nur so rauszufinden was mir in zukunft hilft, andererseits tut es mir in der Seele weh und ich hab Angst so alles noch schlimmer zu machen.

    Aber auch ich das selbst lese und mir meine körperlichen Symptome wie Nervosität, Schlafstörungen, zunehmende Agressionen, Farge nach dem Sinn des Lebens usw anschaue denke ich ich übertreibe und es ist alles ganz normal.

    Denn irgendwie ist es schon lange so. Ich habe nie gelernt, in jedem Gebiet (Schule - Freunde - Beziehung - Freizeit ...) auf einem etwa gleichen Level zu arbeiten. Entweder ich stürze mich in die Schule, in meine Beziehung oder oder. Der Rest leidet dann sozusagen. Ich krieg mein Leben einfach nicht organisiert. Wenn ich das Chaos in meinem Zimmer betrachte so spiegelt es meinen momentanen Zustand wieder, und der scheint immer schlimmer zu werden..

    Ich kann nicht mehr und ich will nicht mehr.. am liebsten wünsch ich mir manchmal nicht mehr da zu sein...

    Danke fürs Lesen..


    *Biene*
     
    #1
    User 53748, 18 Juni 2007
  2. Bambi
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    nicht angegeben
    Hast du die Möglichkeit, dir mal eine richtige Auszeit zu nehmen? In eine andere Stadt fahren (Freundin besuchen?) und das alles einmal hinter dir zu lassen? Sowas kann helfen, jedenfalls besser, als traurig zuhause zu bleiben.
     
    #2
    Bambi, 18 Juni 2007
  3. User 37583
    User 37583 (37)
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    nicht angegeben
    Bei dem was du schreibst denke ich, es wäre sinnvoll, wenn du mal einen Psychotherapeuten aufsuchen würdest, damit dieser dir Hilft dein Leben wieder in den Griff zu bekommen.
     
    #3
    User 37583, 18 Juni 2007
  4. User 49570
    User 49570 (29)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    keine ahnung ob dir der tipp jetzt helfen kann, aber wie wärs, wenn du dir jeden tag eine feste zeit nur für dich einrechnest?
    also sagen wir mal zwischen 19 und 20.30 darf dich keiner stören, keiner außer dir ist da, du arbeitest nicht, lernst nicht und tust nur dass, was dir hilft zu enstpannen.

    nimm dir zeit für dich selber, schreib alles auf, was du in der woche vorhast, mit uhrzeiten und dauer. das hilft dir alles zu organisieren und der stress nimmt vllt ein wenig ab...

    is nur n tipp, vllt hilfts dir ja n bisschen...

    viel glück!

    Alin
     
    #4
    User 49570, 18 Juni 2007
  5. glashaus
    Gast
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    Ganz ehrlich: bei Burnout ist eine einwöchige Auszeit nicht das richtige für dich. Vielleicht fühlst du dich danach etwas besser - aber nur kurzfristig, weil du nur deine Symptome behandelst, nicht die Ursache.

    Über die schreibst du ja auch recht wenig, so dass ich dir leider nur wenig weiterhelfen kann.
    Je nachdem wo deine Probleme liegen solltest du an dem Feld konkret ansetzen. Zeitmanagement, familiäre Probleme, schulische Defizite...daran musst du arbeiten und daran wird eine Woche "Urlaub" nichts ändern.
    Wenn du sehr gravierende Probleme hast, kann dir sicher auch professionelle Hilfe nicht schaden.
     
    #5
    glashaus, 18 Juni 2007
  6. User 53748
    User 53748 (28)
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    in einer Beziehung
    Vielen Dank euch vieren.
    Erst mal zum Arztbesuch. Der meinte es sei nur eine akute Stress Situation, ein Burnout würde über Jahre gehen usw. Jedenfalls hat er mich eine Woche krank geschrieben in der ich mir jetzt auch nur Zeit für mich nehme.

    @ Bambi: Das erinnert mich an Urlaub *träum*. Aber leider geht das nicht. Das Einzige was in zwei Wochen kommt ist ein einwöchiger Surfkurs auf Fehmarn, als Sportkurs an unserer Schule. In den Sommerferien wartet evtl. ein Umzug auf mich, bzw wir ziehen vllt um.

    @ *cookie*:grin:er Arzt meinte der Stress geht nach der Auszeit von alleine wieder weg. Erst mal abwartehn ob es stimmt was er sagt, ansonsten hab ich an deinen Vorschlag auch schon gedacht.

    @ Alin: Das mit der festen Zeit klingt gut. Ich überleg mal wann das am Besten sein könnte. Und zu dem Plan: Ich weiß nicht ob ich da a ) einen realistischen Plan hinbekomme und b) die Disziplin den genau einzuhalten, auf Dauer klingt das irgendwie.. hm... auch nach Routine. Gegen Stress kann es helfen aber ob einem das Leben dann noch Spaß macht wenn einem Zeit für spontanes fehlt?


    @ glashaus: Ja, ich werd wie gesagt sehen ob es wie der Arzt meint nach ner Woche bzw Auszeit besser wird oder ich prof. Hilfe brauche.
    *Biene*
     
    #6
    User 53748, 18 Juni 2007
  7. Henk2004
    Henk2004 (33)
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    vergeben und glücklich
    Burnout ists nich, daran erkranken nur Leistungsträger und du scheinst ja, so hart es auch klingt, keiner zu sein.

    Der Prozess ist ein schleichender und zieht sich, wie du schon sagst, vielfach über Jahre hin.

    Beispiel Arbeit und Nebenbei Studium oder umgegekehrt oder auch nur Arbeit.

    "Befallen" werden meist Leute die schlecht "Nein" sagen können sowie keine Zeit zum Abschalten haben, sprich auch am WE ganz normal arbeiten, weil sie sonst mit den ihnen auferlegten Aufgaben nicht fertig werden.

    Selbstständige und Studenten sind davon relativ häufig betroffen.

    Der normale Arbeitnehmer arbeitet ja nur 240 Tage im Jahr.

    Es gibt aber numal Leute die arbeiten an 365 Tagen im Jahr, wenn sie mal ein Jahr nicht in Urlaub fahren.

    Aber irgendwann macht der Körper nicht mehr mit und "erfindet" irgendwelche Krankheiten, wie Allergien Magengeschwüre oder sonstige Schmerzen, dass man schlichtweg nicht mehr arbeiten kann. Hinzu kommt dann diese innere Leere, dass man sich fragt, warum zur Hölle man sich das überhaupt alles antut. Und man steht morgens gefrustet auf, ist ständig gereizt, weil nun der Körper nicht mehr so mitspielt. Man würd ja gerne voller Elan arbeiten aber man will nicht.

    Aber man muss arbeiten...

    Wenn man diese Zeichen nicht wahrnimmt, kann man letzten Endes nen Herzinfarkt bekommen oder Schlaganfall oder Hörsturz oder was weiß ich und dann is aus die Maus.

    Ziel muss also die "Work-Life-Balance" sein.

    Ruhezeiten einplanen und arbeiten delegieren, damit man auch mal Zeit für sich selber hat.

    Gibt genug Leute die vor lauter Arbeit ihr Privatleben vollends vernächlässigen und selbst auf Hochzeiten oder Beerdigungen denken, dass sie die Zeit sinnvoller hätten nutzen können.

    Gefährdet sind Leute die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben.

    Denen fällt es anfangs nämlich gar nicht so auf, dass sie 60-70 std in der Woche arbeiten. Man tuts ja gerne.

    Hab ich am Thema vorbeigeredet? Egal.
     
    #7
    Henk2004, 18 Juni 2007
  8. *Cara*
    *Cara* (30)
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    Verliebt
    Im Januar hatte ich auch einen Thread eröffnet weil ich das Gefühl hatte nicht mehr zu können. Ich hatte keine Motivation zu nichts, sollte lernen, konnte nicht mehr schlafen. Das ganze war ein verflixter Teufelskreis, weil ich ja nicht mehr schlafen konnte und dann am Tag darauf auch nicht fit war um etwas leisten zu können.

    Was ich aber eigentlich sagen wollte, mir wurde da auch von verschiedenen Seiten der Tipp zu einem Plan gegeben. Es hat mich einige Überwindung gekostet, ich habe mich dann aber hingesetzt und für eine Woche einen solchen Plan erstellt. Ich habe wirklich alles geplant: Telefonieren mit der Freundin, Essen, TV, Lerneinheiten. Mein Freund hat mich total unterstützt, für jede Woche die ich durchgehalten hatte, hab ich ein Geschenk erhalten. Ich hatte meine Freude an dem Plan. Ich habe am Ende des Tages gesehen, was ich geschafft habe und das hat mich gestärkt, das weiterzuführen. :smile:

    Allerdings hatte ich bei deinem Eingangspost auch das Gefühl, dass du dir am besten professionelle Hilfe suchen solltest. Hat der Arzt dazu nichts gesagt?
     
    #8
    *Cara*, 18 Juni 2007
  9. sweetgwendoline
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    Single
    also ehrlich gesagt, halte ich das für quatsch! wo meine persönlichen leistungsgrenzen liegen, lässt sich weder an der position, noch an der wöchentlichen arbeitszeit festmachen. jeder mensch ist unterschiedlich belastbar und auch wenn ich "nur" 40 stunden die woche arbeite, kann ich heillos überlastet sein, weil ich es nicht schaffe abzuschalten oder mich zu entspannen!
     
    #9
    sweetgwendoline, 19 Juni 2007
  10. glashaus
    Gast
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    Off-Topic:
    Najaaa, ihr habt beide ein wenig recht. [Beschäftige mich gerade für ein Seminar sehr intensiv mit dem Thema.]
    Leistung, und Leistungsüberlastung, die zum Burnout führen können lassen sich halt unterschiedlich definieren, z.B. als Arbeitszeit, z.B. aber auch als emotionale Überlastung.

    Denke aber auch eher, dass die TS an einem eher akuten Stresssymptom leidet und sich einfach in der freien Woche jetzt genau überleen sollte, wie sie die Ursachen anpackt. *Cara* hat ja schon ein super Beispiel genannt.
     
    #10
    glashaus, 19 Juni 2007

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