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Studium BWL oder Medizinische Physik

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Linguist, 19 Juni 2010.

  1. Linguist
    Linguist (26)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hallo Ihr,

    ich stehe momentan vor einer relativ weitreichenden Entscheidung. Ab Oktober möchte ich gerne studieren und schwanke nach zig Infoveranstaltungen, Fachbüchern und Gesprächen mit Studenten der jeweiligen Fächer (BWL und Medizinische Physik) zwischen eben diesen beiden Studiengängen.

    Wenn ich nur nach Interesse gehen würde, so fiele die Entscheidung auf Medizinische Physik. Hier habe ich schon ein kleines "Schnupperstudium" absolviert, d.h. zwei Tage Infoveranstaltungen, eine Vorlesung und eine Übung mitgemacht. Ich weiß, dass das nicht sehr aussagekräftig ist, aber besser als garnichts. Anschließend habe ich mich noch mit Studenten über den Anspruch im Studium unterhalten. Die ersten Semester sind eigentlich identisch mit einem normalen Physikstudium, dann geht es ab Semester 3-4 auch mit Vorlesungen im Bereich Medizin weiter. Mich interessiert diese Verknüpfung zwischen Physik und Medizin brennend, da ich etwas im Bereich Medizin schon länger angepeilt hatte, aber eigentlich eher in die theoretische Richtung wollte.

    Nun habe ich Angst davor, dass ich das nicht packen könnte. Ich bin zwar sehr fleißig, diszipliniert und matheinteressiert (Habe mich die letzten Wochen auch mit universitärer Mathematik auseinandergesetzt), habe aber Angst, dass die Inhalte einfach meinen Intellekt überschreiten. Viele Studenten meinten auch, dass selbst Mathe LKler mit 15 Punkten nach dem ersten Semester geflogen sind. Also ich würde definitiv alles geben und weiß auch, dass der Großteil des Studiums aus sehr schweren Übungszetteln, Klausuren und Selbststudium besteht. Mir ist auch bewusst, dass Unimathematik rein garnichts mehr mit Schulmathe zutun hat, aber das reizt mich gerade, zumindest die Bereiche, in denen ich mich schon ein wenig eingelesen habe (math. Induktion). Allerdings bleibt die Angst, zu versagen, insbesondere vor meinen Eltern. Die machen mir zwar keinen krassen Druck, haben aber nicht sonderlich viel Geld und ich möchte das natürlich nicht aus dem Fenster werfen.

    Die andere Alternative wäre BWL. Solide, wahrscheinlich weniger fordernd und für mich auch weniger interessant, aber sicher im Rahmen meiner intellektuellen Fähigkeiten. Hier hätte ich auch die Möglichkeit in höheren Semestern Module in Richtung Mathe zu belegen (Risikomanagment, etc.) und dem Ganzen ein wenig Würze zu verleihen. Aber auch wenn ich das Gefühl habe, dass Unimathe mich komplett überfordert, kann ich in höheren Semestern immer noch Module in anderen Bereichen wählen und das Hindernis so umschiffen.

    Nun muss ich bis zum 15.07. eine Entscheidung treffen, eigentlich schon früher, da ich anfang Juli in Urlaub fliege. Das Ganze lässt mir momentan keine Ruhe. Über einige Tipps würde ich mich freuen.

    Grüße,
    Linguist
     
    #1
    Linguist, 19 Juni 2010
  2. User 32843
    User 32843 (29)
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Mach medizinische Physik. Wenn du nach dem ersten Semester bemerkst dass es zu anspruchsvoll ist, kannst du immer noch auf BWL wechseln.

    Ein Studium zu wählen weil es weniger fordernd und weniger interessant ist als das Traumstudium wird dich kaum glücklich machen, und du wirst dich wohl irgendwann fragen ob es nicht besser gewesen wäre das zu versuchen.

    Machs einfach, verlieren kannst du kaum etwas.
     
    #2
    User 32843, 19 Juni 2010
  3. Mitbewohner
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    in einer Beziehung
    Richtig, Ich würde immer erst das versuchen, was mir auch mehr Spaß macht!
    Das kann sehr gut sein, dass Leute mit einem 15er Mathe LK durch die Klausur fallen, es kann aber auch sein, dass du mit Mathe GK super durch kommst. Das sind alles Einzelfälle, von denen du deine Entscheidung nicht abhängig machen solltest.
    Vorher kannst du nicht 100%ig sagen, ob es dir liegt und der Stoff gut reinläuft.
    Du solltest es einfach versuchen, dein bestes geben und nach einer Weile wirst du bestimmt erkennen, ob dir das Fach liegt oder nicht.
    Man ist in dem, was einem Spaß macht, meistens erfolgreicher und ambitionierter, also lautet meine Antwort: Medizinische Physik.
     
    #3
    Mitbewohner, 19 Juni 2010
  4. Maria1982
    Maria1982 (34)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Single
    Ich kann mich hier meinen Vorrednern nur anschließen. Versuch es mit dem, von dem Du glaubst, dass es Dir Spaß machen wird.

    Selbst wenn Du feststellen solltest, dass das nicht Dein Ding sein sollte, Du bist wirklich nicht der einzige, der sich nach 1-2 Semestern nochmal umentscheidet und eine andere Studienrichtung wählt. Der Weg von der Schule zum Studium ist nicht so einfach, weil man irgendwie in einer anderen Welt landet, die man vorher nicht richtig einschätzen kann. Da bist Du ja mit Deinem "Schnupperstudium" schon weit vorn, Du weißt wenigstens ansatzweise, was auf Dich zukommt, das wissen viele nicht. Offensichtlich hat Dir das ja auch Spaß gemacht, also nur zu!

    Zum Thema Uni-Mathematik kann ich Dir sagen, dass das ganz sicher kein Zuckerschlecken sein wird. Das viel gerühmte Studentenleben auch während des Semesters, das man vielleicht mit einem BWL-Studium haben kann, in dem einem nicht jede Woche wieder ein neues (oder eher mehrere) Übungsblätter abverlangt werden, bleibt in solchen Naturwissenschaften - gerade am Anfang, so man denn ernsthaft am Ball bleiben möchte - eher auf der Strecke. Stattdessen sitzt man am Wochenende vor seinem Übungsblatt. Dafür muss man sich aber vor Augen halten, wie lange eigentlich Semesterferien sind, in denen es (außer Du mußt irgendwelche Praktika machen oder arbeiten?) eigentlich kaum etwas zu tun gibt, weil man sich ja im Semester schon recht fleißig auf die Klausuren vorbereitet hat.
    Uni-Mathematik ist aber nicht sooo schwer, wie es von allen Seiten verbreitet wird. Es kostet nur Disziplin und Zeit, sich das zu erarbeiten, was da verlangt wird, was aber nicht den Stoff unverstehbar macht, sondern nur hart an der Eigenmotivation zehrt. :smile: Aber es ist natürlich auch so, dass es, insbesondere, wenn man ein paar gleichgesinnte Studenten trifft, mit denen man sich zusammen an die Übungsaufgaben macht (also nicht, sie zusammen von jemand anderem abschreibt *g*), auch wirklich Spaß machen kann, sich solange einer Aufgabe zu widmen, bis man sie dann auch tatsächlich gelöst hat.

    Nach dem, was Du so geschrieben hast, glaube ich durchaus, dass Du die Anforderungen für so ein Studium (sich selbst zum Arbeiten zu zwingen) mitbringst. Wünsche Dir viel Spaß dabei!
     
    #4
    Maria1982, 19 Juni 2010
  5. aiks
    Gast
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    Off-Topic:
    Ich wär ja für Linguistik :tongue:
     
    #5
    aiks, 19 Juni 2010
  6. klatschmohn
    Meistens hier zu finden
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    Single
    Schon alleine, wenn man sich deinen Anfangspost durchliest ist klar, was du machen "solltest" :smile:. Du beschreibst in einem relativ langen Text, wieso du gern medinzinische Physik studieren würdest- und dann nur ein kurzes.."oder eben BWL" :grin:. Ich denke du hast dich schon entschieden und brauchst "nur" etwas Zuspruch.

    Und die Möglichkeit zu wechseln, steht ja dann auch noch im Raum falls du wirklich merken solltest, dass du es nicht so schaffen kannst, wie du gerne würdest.

    Ich habe schon so manches Mal bereut, dass ich damals in deinem Alter ein Studium angefangen habe, was mich zwar schon interessiert hat- aber letzendlich bin ich in dieser Beziehung den Weg des geringeren Widerstandes gegangen. Ich kann gut damit leben, dass ich studiert habe was ich studiert habe. Aber manchmal spiele ich schon diese: Was wäre wenn...Spielchen... .

    Deswegen.....medizinische Physik :smile:.
     
    #6
    klatschmohn, 19 Juni 2010
  7. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Du hast anscheinend ziemlich großes Interesse an der medizinischen Physik und vor allem hast du auch großes Interesse an der Mathematik. - Das sind doch schon mal die besten Voraussetzungen, medizinische Physik zu studieren. - Denn ohne großes Interesse an den Themen und Inhalten des Studiums wirst du wohl kaum durchhalten.

    Ich studiere selbst Physik (noch auf Diplom) und muss ganz klar sagen, dass das Studium schon sehr schwer ist. Wenn ich höre, wie locker manche andere Studiengänge sind und wie viel Zeit andere Leute neben dem Studium haben, bin ich manchmal schon ein wenig neidisch. - Denn ohne eine gewisse Frustrationstoleranz und Arbeitsbereitschaft wirst du das Studium sicherlich bals wieder aufgeben.

    Im normalen Physik-Grundstudium ist die Mathematik schon sehr wichtig und auch nicht gerade einfach. - Trotzdem hat mir Mathe mit am meisten Spaß gemacht, weil ich einen tollen Prof hatte, der mir gezeigt hat, was für ein tolles, logisches Gedankengebäude die Mathematik eigentlich ist und wie wenig die richtige Mathematik mit der Schul-Mathematik zu tun hat. - Natürlich war die Mathematik im Grundstudium recht anspruchsvoll... aber mir hat das richtig Spaß gemacht und ich war auch immer ziemlich gut in Mathe.

    Dass Leute mit 15 Punkten im Mathe-Abi rausfliegen, ist kein Wundern... denn das waren dann diejenigen, die ihre 15 Punkte durch stupides Auswendiglernen von Schritt-für-Schritt-Lösungswegen erreicht haben. Und das heißt noch lange nicht, dass du mit schlechteren Mathe-Noten keine Chance hast.
    Dein Schul-Mathe-Wissen nutzt dir in den Mathe-Vorlesungen im Studium nämlich überhaupt nichts.

    Insgesamt kann ich dir nur raten, mit medizinischer Physik anzufangen! - Denn dafür scheinst du dich wirklich zu interessieren.
    Das ist doch viel besser als ein blödes BWL-Studium, das viele Leute nur anfangen, weil sie nicht wissen, was sie eigentlich studieren sollen und trotzdem später viel Geld verdienen wollen.
     
    #7
    User 44981, 19 Juni 2010
  8. MaulPaul
    MaulPaul (28)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Hey Hey, keine Wertungen wie "blödes BWL Studium etc etc" damit verärgerst du nur die jenigen, die BWL aus Interesse studieren (wie mich)

    Und zum Treadstarter: BWL ist genauso anstrengend wie viele andere Fächer auch. Es kommt drauf an womit du zufrieden bist. 1.0 oder 3.0. Für eine 3 muss man sogut wie nichts machen, aber eine 1.0 schafft bei uns nie einer, obwohl wir auch richtig intelligente Leute dabei haben.
    Beim BWL Studium ist einfach das positive, dass man unglaublich viele Möglichkeiten hat sich zu vertiefen, ich denke es gibt kaum Fächer wo das in dem Rahmen möglich ist.
     
    #8
    MaulPaul, 19 Juni 2010
  9. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Ich möchte nicht diejenigen verärgern, die BWL aus wirklichem Interesse studieren, sondern amüsiere mich einfach nur darüber, wie viele Leute BWL studieren, weil sie nicht wissen, was sie studieren sollen. (Und das ist nun mal die häufigste Begründung, die ich für BWL und ähnliche Studiengänge gehört habe)
     
    #9
    User 44981, 19 Juni 2010
  10. MaulPaul
    MaulPaul (28)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Mist, ich hab auch das :-D Smilie vergessen, sollte nicht so ankommen als ob ich jetzt beleidigt bin ^.^
     
    #10
    MaulPaul, 19 Juni 2010
  11. User 12900
    where logic cannot intervene
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    nicht angegeben
    Ja, für mich klingt BWL in diesem Fall auch nur wie eine Notlösung oder bestensfalls 2. Wahl.

    Ich rate dir auch zur Medizinischen Physik. Zum einen scheinst du daran wirklich Interesse zu haben (und ein BWL-Studium ohne größeres Interesse abzuschließen, ist auch nicht grad leicht), aber zum anderen sehe ich da auch bessere Zukunftschancen. BWL machen einfach viel mehr Leute.
     
    #11
    User 12900, 19 Juni 2010
  12. User 53463
    Meistens hier zu finden
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    vergeben und glücklich
    Ich weiß nicht ob ein anspruchsvoller naturwissenschaftlicher Studiengang für dich so der Bringer ist, wenn man sieht, wie extrem sich deine Interessen in den letzten Monaten so geändert haben. Wenn du dich jetzt zwar dafür begeistern kannst, bist du dir sicher, dass das auch in einem halben Jahr noch so ist? Zudem schien es ja so, dass du selbst für die Schule schon sehr viel tun musstest um ein gutes Ergebnis zu erhalten. D.h. wenn du dafür schon so viel arbeiten musstest wird das im Studium sicher nicht besser werden.
     
    #12
    User 53463, 19 Juni 2010
  13. Linguist
    Linguist (26)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Das kann ich schlecht prognostizieren. Allerdings wäre ich mir bei keinem Studiengang sicherer und ich habe wirklich schon einige Szenarien durchgespielt.

    Naja, der Start war auch mehr als holprig. Anfang der 12 sowohl in Bio als auch Mathe auf 2P gestanden, dann in beiden Fächern auf eine 12-14P hochgearbeitet. Klar musste ich relativ viel arbeiten. Aber ich schäme mich nicht dafür, dass mir meine Noten nicht zugeflogen sind. Gerade für mein Matheabitur habe ich mich sehr gut vorbereitet, viele Probeklausuren durchgerechnet und im Endeffekt überdurchschnittlich viel getan. Dafür kamen aber auch 12P raus, sodass ich eigentlich zufrieden bin.

    Aber du sprichst schon etwas an, dass mir auch Sorgen bereitet: Das ich trotz großer Leistungsbereitschaft einfach an meine intellektuellen Grenzen stoße und scheitere. Allerdings kann ich mir keine wirkliche Alternative vorstellen. Wenn ich in Richtung BWL gehe, dann noch eher in Form eines dualen Studiums.
     
    #13
    Linguist, 19 Juni 2010
  14. User 30029
    User 30029 (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hallo,

    also ich kann mich den anderen nun nicht hundertprozentig anschließen. Ich bin zwar im Prinzip auch der Meinung, dass man das studieren sollte, was einen am meisten interessiert, aber eben nur im Prinzip, denn Interesse reicht nicht immer aus.

    Mein Freund studiert Physik, ich studiere Mathe und ich kann dir sagen, das sind nochmal zwei verschiedene Sachen. Dich sollte also neben Mathe auch die Physik wirklich interessieren! Und mit beidem solltest du zum einen gut rechnen können und zum anderen, was viel wichtiger ist, logische Zusammenhänge erkennen und abstrakt denken können. Mein Freund kann beides ziemlich gut und hat eine sehr schnelle Auffassungsgabe, aber trotzdem ackert er wie verrückt bei seinem Physikstudium. Er hat pro Woche 2-4 Übungsblätter je nach Semester und da hast du halt pro Blatt ne Woche Zeit, die zu bearbeiten und in Grundzügen zu verstehen. Da muss man einfach schnell sein vom Denken, denn nach der Woche kommen die nächsten Blätter.

    Ich habe so viele Leute, die wirklich gewollt haben, bei mir und auch bei meinem Freund am Studium scheitern sehen und deshalb denke ich, dass reines Interesse nicht ausreicht.
    Man kann zwar viel damit ausgleichen, aber nicht alles. Oft ist es dann auch so, dass Leute, die langsamer sind, bei privaten Übungsgruppen maximal geduldet werden, da sie im Prinzip die anderen aufhalten und der Stoff meistens kein Ende nimmt.

    Ich würde dir raten: Denk drüber nach, was du kannst und wie schnell du Sachverhalte begreifen kannst. Du musst kein Genie sein, solltest aber auch nicht unbedingt für alles viel büffeln müssen. Wenn du dir da selber schwer tust, frag Leute, die dich kennen, wie sie deine Auffasungsgabe einschätzen. Du kannst viel mit Interesse und Leistungsbereitschaft (und vorallem einer hohen Frustrationsgrenze :zwinker: ) schaffen, aber grundlegend halte ich es für wichtig, dass man in der Lage ist, Dinge schnell zu begreifen.

    Ansonsten kann ich noch sagen: es ist absolut kein Weltuntergang, wenn du nach ein oder zwei Semestern wechselst - auch wenn deine Eltern wenig Geld haben, notfalls arbeitest du in den Semesterferien!
     
    #14
    User 30029, 19 Juni 2010
  15. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Single
    Warum hattest du in der 12. Klasse nur 2 Punkte in Mahe und Bio? - Und wie hast du es geschafft, dich auf 12-14P hochzuarbeiten?
    Hattest du erhebliche Defizite und Wissenslücken aus den vorherigen Jahren, die du erfolgreich aufarbeiten konntest?

    Wenn du das geschafft hast, ist das doch ein ziemlich gutes Zeichen für deine Arbeitsbereitschaft und Frustrationstoleranz. - Also Fähigkeiten, die man zumindest im normalen Physikstudium sehr gut gebrauchen kann.
    Wenn du aber schon ohne vorhergehende Defizite große Probleme mit dem Schulstoff hast und nur mit extrem viel Arbeit zu guten Noten kommst, könnte medizinische Physik doch schon etwas zu anspruchsvoll sein, wenn das Grundstudium ähnlich ist wie bei der normalen Physik.

    Aber auch von den Jobaussichten her würde ich dir eher zum Studium der medizinischen Physik raten... Fachkräftemangel sei Dank sieht es auf dem Arbeitsmarkt für Physiker ziemlich gut aus... und da sich der Fachkräftemangel in den nächsten Jahren noch verstärken wird, wird es wohl auch eher noch besser als schlechter werden.
    Ob du da als einer von unzähligen BWLern ähnlich gute Chancen hast, weiß ich nicht...
     
    #15
    User 44981, 19 Juni 2010
  16. BABY_TARZAN_90
    Sehr bekannt hier
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    526
    Verliebt
    Ich werde auch mit Studieren anfangen. Mein Pa hat mir gesagt:

    - Ein Auge auf die Neigungen und das Interesse,
    - ein Auge auf den Arbeitsmarkt.

    Nach dem, was ich hier gelesen habe, würde ich in deinem Fall medizinische Physik wählen.
     
    #16
    BABY_TARZAN_90, 19 Juni 2010
  17. Jekyll122
    Jekyll122 (27)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Single
    Du hast dir deine Frage doch schon selbst beantwortet. Dich interessiert Medizinische Physik. Schreib dich ein und probiers. An der Uni gibt es nicht mehr die Art von Leuten, die nix tun müssen und trotzdem überall Top sind.
    Hier zählt vor allem Fleiß und Interesse. Wenn du mal ein paar Prüfungen vergeigst......was solls? So geht es den anderen 60% in deinem Fach auch.

    Der feine Unterscheid zw. denen die es packen und denen, die es nicht packen, ist folgender: Die Erfolgreichen lassen sich von ein paar negativen Prüfungen nicht fertig machen. Sie ziehen das Ding bis zum Schluss durch.

    Du wirkst motiviert, interessiert, fleißig und ambitioniert. Bessere Vorraussetzungen kann man nicht verlangen. Also, schreib dich für das ein, das dich interessiert.


    Außerdem: Deine Eltern haben dich 19 Jahre lang durchgefüttert. Wenn dir dein Fach nach 1-2 Semester überhaupt nicht mehr gefällt oder es zu schwer für dich sein sollte, sodass du dann BWL studierst....dann macht das den Braten auch nicht mehr fett.


    Die Hälfte deines Posts besteht im Übrigen daraus, dass du dich für Mathe, Physik und Medizin interessierst und dass du diese Schnittstelle schon länger in Aussicht hast. Die Restzweifel, ob dus packen wirst oder nicht, kann dir keiner nehmen. Das kannst du nur selber herausfinden...

    Also in kurz: Los, finds heraus...oder willst du dich während den ganzen trockenen BWL-Vorlesungen immer wieder fragen: Wie wärs jetzt wohl, wenn ich Medizinische Physik studieren würde?

    In diesem Sinne: Finde es heraus :zwinker:
     
    #17
    Jekyll122, 19 Juni 2010
  18. Schnuggi92
    Schnuggi92 (24)
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    Single
    wenn dich medizinische Physik so brennend interessiert dann mach das......:smile: setz dich mit dem was dich erwartet auseinander....
     
    #18
    Schnuggi92, 19 Juni 2010
  19. Linguist
    Linguist (26)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Mathe fande ich in der Unterstufe wirklich extrem öde... Das setzte sich dann irgendwie bis anfang der 12 fort, da mir natürlich alle Grundlagen fehlten und so auch kein Spaß aufkam. Da ich meine Lücken in Bio schnell schließen konnte, habe ich mir gedacht, dass ich das in Mathe packe (bin relativ ehrgeizig) und habe alle Lücken in den Herbstferien aufgeholt. Ich muss auch sagen, dass es mir anschließend wirklich einfach fiel, weil die Aufgabentypen im groben immer nach irgendeinem Schemata zu bearbeiten waren.

    Das eigentlich Interesse hat aber mein Infolehrer geweckt, weil ich ihn mal gefragt hatte, wieso man ableitet. Dann ging das so im Wechselspiel weiter, ich habe mich ein wenig eingelesen und gemerkt, dass Mathe eigentlich abseits der "Rechnerei" unheimlichen Spaß machen kann. Irgendwann hat er mir dann mal gezeigt, wie man die Summenformel über math. Induktion beweisen kann und das dieses ganze Gebilde "Mathematik" faszinierend weil logisch ist, wenn ich mich nur darauf einlasse und nicht sofort frustriert das Handtuch werfe. So blöd das auch klingt: Als ich erstmal verstanden habe, wie man ein einfaches Beispiel wie die Summenformel beweist und nur wenige "Grundannahmen" braucht, kam erstmal ein Aha-Effekt auf.

    Ich bedanke mich schon einmal für alle Tipps und ehrlichen Ratschläge. Im Endeffekt muss ich das Risiko wohl eingehen. Wenn ich scheitere, habe ich es wenigstens versucht.
     
    #19
    Linguist, 20 Juni 2010
  20. User 67523
    User 67523 (39)
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    ich bin der Meinung, dass, wenn man einigermassen Ausblick auf ein gutes Salär hat, (was bei med. Phys der Fall sein sollte), man den Studiengang nach Interesse wählen sollte.
    Um Dinge, die einen interessieren, kümmert man sich mehr, man denkt mehr drüber nach, vernetzt Gedanken besser, ist kreativer, hat mehr Freude dran (ganz wichtig) alles Dinge, die für ein gutes Abschneiden wichtig sind.

    Du solltest Dich darum bringen, in dem Du es Dir nicht zutraust.

    Etwas genereller:
    Fächer, die mehrere "klassische" Richtungen kombinieren, haben einen Vor- und gleichzeitig Nachteil. Du kennst beide ein wenig, oft aber zu wenig, um in einem der beiden dann zu arbeiten.
    Ich kenne den Stand Deiner Recherchen nicht, würde mir aber unbedingt konkretere Berufsbilder anschauen und Leute, die das studiert haben.
    In den Fällen, wo's nur ein Berufsbild gibt (z.B ganz heikel, Lehrer,Richter,Pfarrer,Berufssoldat) oder nur einen Arbeitgeber (Staat, Deutsche Bahn) musst Du extrem vorsichtig sein - dort bist Du als Arbeitnehmer unheimlich viel schwächer dran, da es keine Konkurrenz zwischen den Arbeitgebern um Leute wie Dich gibt.
    Als Beispiel...Lehrerlöhne in England sind unheimlich tief. Es gilt das Marktprinzip für die Lohnfestlegung, doch für die Lehrer gibt es keinen Markt.
     
    #20
    User 67523, 20 Juni 2010

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