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Eltern/Familie Chaos - mal kurz ausheulen

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von krava, 29 Mai 2010.

  1. krava
    krava (35)
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    Ich muss mich schon wieder ausheulen, kann das Thema nicht mal richtig einordnen. :ratlos:

    Ich versuche, mich kurz zu fassen.
    Es geht um den Vater von meinem Freund, der lässt sich Ende des Jahres zum zweiten Mal scheiden. Mit seiner Fastexfrau war ich vor 2 Jahren sehr gut befreundet. Das ging dann Anfang 2009 irgendwie auseinander. Von ihr kam kaum noch was und ich hab mich die ganze Zeit gefragt warum. Zu ihrem 50. hat sich unser Kontakt noch mal etwas intensiviert, aber seit 1 Jahr ist da eigentlich kaum noch was.
    Ich konnte über die Gründe immer nur spekulieren.
    Seit Anfang des Jahres wissen wir jetzt, dass sie und ihr Mann sich getrennt haben, sie sucht sich jetzt eine Wohnung mit ihrem Sohn und sie hat sich sehr verändert. Allerdings war das schon vor ihrer Trennung so.
    Von unserer Freundschaft ist nichts mehr übrig, was mich erstmal sehr traurig macht. :geknickt:

    Dazu kommt, dass mein Freund total schadenfroh ist und wortwörtlich sagt, dass er es lustig findet, wenns ihr schlecht geht. Ich weiß gar nicht wie ich das einordnen soll. Vermutlich ist er deshalb so schadenfroh, weil es ihr jetzt so geht wie seiner Mutter vor über 15 Jahren. ABer hat das eine wirklcih was mit dem anderen zu tun?
    Durch die Scheidung seiner Eltern ist mein Freund definitiv angeknackst, aber verschafft es einem dann wirklich Genugtuung, wenn so was auseinander geht und die verlassene Frau entsprechend "absteigt"?
    Sie steht jetzt in der Tat sehr dumm da, hat keinen Schulabschluss, nur einen Minijob, ist finanziell total von ihrem Fastex abhängig etc.
    Ich könnte auch schadenfroh sein, weil sie jetzt so dumm da steht und über mich oft genug gelästert hat als ich arbeitslos war, aber das ist nicht meine Art. Und unter Freunden gehört sich das nicht und wir waren immerhin mal welche.

    Was genau ist jetzt also das Problem?

    Zum Einen unsere kaputte Freundschaft, mit der ich mich eigentlich längst abgefunden hatte. Seit 3 Tagen beschäftigt mich das aber wieder mehr, weil ich sie da zufällig beim Einkaufen getroffen hab. Sie war eiskalt zu mir, nur hallo und gleich weiter, dabei hab ich schon Luft geholt, um zu sagen "Wie gehts?".

    Und zum Anderen die seltsame REaktion meines Freundes....
    Er ist so herablassend, aber ich weiß nicht, ob ihm das zusteht.

    Wir haben uns vorhin deswegen ziemlich gestritten. Einerseits sagt er, ich versteh ihn nicht - was richtig ist. Andererseits sagt er, es geht mich nichts an und sagt nichts weiter dazu.
    Aber wie soll ich es dann verstehen?

    Bei seiner Stiefmutter ist er schadenfroh, bei seiner eigenen Mutter nicht. Dabei ist die an ihrer Scheidung mindestens so mitschuldig wie ihre "Kollegin". Aber der eigenen Mutter gegenüber ist man wohl anders eingestellt.

    Sorry für das Wirrwarr... :rolleyes:
     
    #1
    krava, 29 Mai 2010
  2. Chérie
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    War denn seine "Stiefmutter" der Grund für die Trennung seiner Eltern? Dann könnte ich es vielleicht schon etwas verstehen, dass dein Freund jetzt nicht so traurig darüber ist. Und dass er seine eigene Mutter anders betrachtet als die Steifmutter ist ja schon (fast) naturgemäß. Vielleicht ist das auch einfach seine Art damit umzugehen. Denn was soll er machen? Sein Vater ist ja erwachsen, er kann sich ja nicht in dessen Liebesleben einmischen. Vielleicht hilft es ihm, sich so ein "Hass-Sarkasmus-Objekt" zu suchen.

    Tja, es ist schade, dass ihr euch nicht mehr gut versteht. Aber Menschen kommen und gehen und ganz ungetrübt war ja eure Freundschaft dann auch wieder nicht.
     
    #2
    Chérie, 29 Mai 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  3. krava
    krava (35)
    Verhütungsberaterin mit Herz & Hund Themenstarter
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    Letztlich war sie zumindest der Grund. Es gab zwar wohl auch noch die ein oder andere andere Frau, aber hängen geblieben ist sein Vater dann eben bei ihr und hat sie auch kurz nach der Scheidung geheiratet.
    Dass mein Freund über die Scheidung jetzt nicht traurig ist, ist auch völlig okay. Bin ich ja auch nicht. Geht uns ja eigentlich auch nichts an.
    Als mein Freund von der Scheidung erfahren hat, war er allerdings schon bestürzt. Nicht wegen seiner Stiefmutter, sondern wegen seinem Halbbruder. Der ist jetzt im gleichen Alter wie mein Freund bei "seiner" Scheidung. Er hat sich damals einige Tage geweigert, mit seinem Vater zu reden, weil er sauer war. Ich musste dann vermitteln, was ich Gott sei Dank auch geschafft hab.

    Da könntest du recht haben. Sarkasmus trifft es vielleicht ganz gut...
    Ich kann mir gut vorstellen, dass er das sozusagen nur "aufsetzt", im Grunde aber gar nicht so empfindet.

    Eigentlich schon.
    Du hast schon Recht, nicht jede Freundschaft hält für immer, aber ich finds so schade, wenn ich nicht mal den Grund kenn. Andererseits war sie wohl auch keine sehr gute Freundin, wenn sie mich einfach so links liegen lässt.
     
    #3
    krava, 29 Mai 2010
  4. Chérie
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    Wenn sie dann die "letzte" Frau war, dann hat sie der Scheidung seiner Eltern wohl ein Gesicht gegeben. Und die erneute Scheidung stellt vielleicht auch bei ihm wieder die erste Scheidung in Frage. So nach dem Motto "Warum Papa lässt du dich jetzt von ihr scheiden, obwohl du uns wegen ihr damals verlassen hast?".

    Durch diese Situation werden ja auch die Erinnerungen an seine eigenen Gefühle, Schmerzen und Traurigkeit wieder gewckt, die er damals empfunden hat. Wenn es ihm hilft, so darüber wegzukommen, dann halte ich das schon für ok.

    Und zum Punkt Freundschaft: DU bist die Freundin des Sohnes ihres untreuen Mannes (hattest du nicht mal einen anderen Thread, in dem es darum ging, dass der Vater jetzt auch wieder eine Neue hat?) und gehörst damit zu der ganzen Sippe. Vielleicht will sie im Moment nix mit der ganzen Sache zu tun haben. Sie hat's ja wohl schwer genug, ihr eigenes Leben auf die Reihe zu bekommen, mit den un-rosigen Aussichten.
     
    #4
    Chérie, 29 Mai 2010
  5. krava
    krava (35)
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    Den Gedanken könnte ich nachvollziehen, aber ich bin mir nicht sicher, ob mein Freund den hat.
    Ich hab noch nicht dran gedacht, dass seine Reaktion deshalb so ist, weil er die Situation auf sein eigenes Scheidungstrauma bezieht. :hmm:
    Er war mit seiner Stiefmutter aber auch mal gut befreundet, hat auch oft betont, dass sie letztlich liebenswerter und herzlicher ist als seine Mutter (was auch definitiv stimmt!) - auch zwischen ihnen beiden bestand ein Vertrauensverhältnis!

    Sie hat sich aber schon vor der Trennung von mir distanziert und untreu war ihr Mann schon vor 10 Jahren. Konsequenzen hat sie damals aber nicht gezogen. Und dass ich mit dem Sohn ihres Mannes zusammen bin, hat sie früher auch nicht gestört. Deswegen versteh ich das eben nicht...
    Dass sie mit sich zu kämpfen hat, ist sicher richtig, aber grade in der Situation sollte man sich doch über eine gute Freundin freuen oder nicht? Ich würde ihr gerne meine Hilfe beim Umzug oder so anbieten, aber ich hab nicht den Eindruck, dass sie das will. :schuettel:
     
    #5
    krava, 29 Mai 2010
  6. User 20976
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    vergeben und glücklich
    Dürfte auch eine "zweckgebundene Freundschaft" gewesen sein - entstanden aus Eurem Quasi-Verwandtschaftsverhältnis. Man könnte die Trennung nun als "Wegfall der Geschäftsgrundlage" bezeichnen, wenn man den entsprechenden Terminus aus dem Geschäftsleben übertragen will.

    Natürlich ist das einerseits schade, andererseits können Freundschaften immer enden, versanden, sich ändern, zerbrechen. Aus "dramatischen" Gründen. Oder einfach so, ohne dass genau zu benennen wäre, was sich geändert hat. Und es gibt keine Pflicht, dem anderen Beteiligten zu erläutern, warum man den Kontakt nicht fortsetzen will. Ich finds fairer, miteinander zu sprechen, aber vielleicht ist in diesem Fall ja für sie absolut klar, dass sie mit der (erweiterten) Familie ihres "Exmanns in spe" nichts mehr zu tun haben will und das natürlich auch das Ende des Kontakts mit Dir umfasst.

    Ich kann verstehen, dass Dich sein herablassendes/sarkastisches Verhalten stört. Weil es eine Seite seines Charakters zeigt, die Du vermutlich nicht besonders gern magst. Aber ich rate Dir, Dich bezüglich dieser Scheidungssache nicht weiter einzumischen oder ihn zu Mitleid oder Ähnlichem mit seiner Ex-Stiefmutter bewegen zu wollen. Er hat seine Erfahrungen machen müssen mit der Scheidung seines Vaters und darunter gelitten, ihn hat das auf eine bestimmte Weise geprägt - manches von damals kommt jetzt wieder hoch.

    Lass ihn. Ich denke, die Scheidung seines Vaters sollte nicht Euer Beziehungsleben stören. Eventuell ist das für Dich auch deswegen so schlimm, weils bei Euch in letzter Zeit eh anstrengend war und Du genervt bist von seiner fehlenden Rücksichtnahme bzw. von seinem Egoismus?
     
    #6
    User 20976, 29 Mai 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  7. krava
    krava (35)
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    Danke auch dir für deine Antwort Mosquito!
    Klingt traurig, was du schreibst, ist aber höchstwahrscheinlich wahr. Und ich muss mich damit wohl abfinden.
    Diese Scheidungssache war immer etwas, das für mich nur schwer nachvollziehbar war. Ich wuchs in völlig anderen Umständen auf.
    Es hat ihn geprägt definitiv und du hast wohl recht, dass da jetzt einfach gewisse Dinge wieder hoch kommen - ob er will oder nicht. Ich kann das auch absolut nachvollziehen, nur kann ich ihm da wohl leider nicht viel helfen. :frown:

    Vielleicht auch, aber nicht vordergründig.
    Es tut mir eher leid, dass ich ihm eben nicht helfen kann bzw. in der Sache auch nur begrenzt an ihn heran komme.
    Es bringt nichts, heute noch mal mit ihm zu reden. Ich habs vorhin schon versucht, aber er hat mir deutlich zu verstehen gegeben, dass er keine Lust hat.

    Wir schlafen beide mal drüber und dann sprechen wir morgen vielleicht noch mal. Ich würde das gerne noch aus der Welt schaffen. :smile:
     
    #7
    krava, 29 Mai 2010
  8. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    Ich versteh, dass Du es gern "aus der Welt schaffen" willst. Aber manchmal ist es besser, etwas nicht mehr zu klären, weil es sich nicht klären lässt. Verschiedene Standpunkte und Erfahrungen sind eben vorhanden. Eventuell wärs möglich, ihm einfach zu sagen, dass Du ihm gern helfen und ihn unterstützen willst und weißt, dass Du das nur sehr bedingt kannst. Er sollte wissen, dass Du ihm zuhörst, wenn er drüber reden will. Über manche Dinge zu reden führt eben nicht weiter, sondern das Gespräch dreht sich im Kreis. ("Eine Spirale ist ein scheinbarer Kreis, der sich nie schließt.") Energiezehrend - und eventuell führt das Gespräch eher voneinander weg und lässt Euch auseinanderdriften, als wirklich produktiv zu sein.

    Ich bin selbst jemand, der immer an die Macht der Sprache glaubt und davon überzeugt ist. Aber ich bin auch überzeugt von der Kraft des Schweigens. :zwinker: Schweigen kann auch kommunikativ sein. Ein Akzeptieren, dass sich nicht alles im Gespräch klären oder bessern lässt, wenn es nicht ums Rechthaben geht, sondern um Emotionen und Erfahrungen.
     
    #8
    User 20976, 29 Mai 2010
  9. krava
    krava (35)
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    Wir haben grade noch mal kurz geredet. Jetzt sagt er wieder, ihm ist das egal und er konzentriert sich nur auf sich.
    Umso besser, aber ich glaub nicht, dass das stimmt. Überwiegend vielleicht, aber nicht 100%ig.
    Er sagt, ich soll darüber nicht mehr nachdenken und das werde ich wohl auch versuchen, aber das sagt sich oft leichter als es getan ist.
    Meine Schwiegerfamilie ist mir eben leider nur teilweise egal.
     
    #9
    krava, 29 Mai 2010
  10. Zantedeschia
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    nicht angegeben
    Und wenn du ihr das einfach anbietest? Ne SMS schreibst oder so? Mehr als nicht antworten kann sie nicht und vielleicht freut sie sich? Und wenn nicht, hast du es wenigstens versucht. (Vielleicht traut sie sich ja auch nicht richtig um Hilfe bitten, weil sie das Gefühl hat, dass sie jetzt keinen Anspruch mehr auf Hilfe aus der Familie hat oder so?) Aber es kann ja auch einfach sein, dass sie ihre Ruhe will und niemanden sehen will, der sie an ihren Noch-Mann erinnert. Von daher wäre es auch verständlich wenn sie nicht will. Du hast quasi nichts zu verlieren: Wenn sie will ist gut, und wenn nicht dann liegt es an der Situation und nicht an dir!
     
    #10
    Zantedeschia, 29 Mai 2010
  11. krava
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    Noch mal ein kleines Update, wen es interessiert:

    Mein Freund hat mir jetzt noch erklärt, dass es ihn so nervt, dass er jetzt sozusagen zum zweiten Mal den Hass auf seinen Vater abkriegt. Vor 15 Jahren von seiner Mutter bzw. den kriegt er bis heute ab und jetzt auch noch von seiner Stiefmutter. Zwar bei weitem nicht so extrem wie bei seiner Mutter, aber indirekt eben schon.
    Sie ist verbittert, wer kann ihr das verübeln? Und deshalb wohl ungerecht zu jedem...

    Trotzdem löst es das ganze auch nicht, wenn man schadenfroh daneben steht. Finde ich zumindest.
    Aber wir haben beschlossen, uns da einfach rauszuhalten. Das ist für alle Beteiligten das beste.
     
    #11
    krava, 30 Mai 2010
  12. Shiny Flame
    Beiträge füllen Bücher
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    Verlobt
    Gut so. Raushalten ist alles, was ihr da könnt. Ich habe erst in letzter Zeit gelernt, dass man manchmal eben wirklich nicht über alles reden muss, sondern schweigen auch sehr machtvoll ist - wie mosquito oben geschrieben hat. Es wird deinen Freund noch eine Weile verfolgen, das ist klar, aber man muss nicht wieder und wieder über alles reden. Es hilft manchmal auch einfach, wenn jemand da ist.
     
    #12
    Shiny Flame, 30 Mai 2010
  13. krava
    krava (35)
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    Ich hoffe es. Heute Mittag hat er wieder angedeutet, dass ich ihn nicht genügend unterstütze bzw. es gefiel ihm nicht, dass ich von dem Thema nichts mehr hören will. Aber wir müssen das so durchziehen. Ich hoffe, er sieht das noch ein bzw. ein bisschen Abstand von dem Ganzen, den er heute und morgen definitiv haben wird, tut ihm hoffentlich auch gut.
     
    #13
    krava, 30 Mai 2010

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