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  • konstie
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    27 Januar 2012
    #1

    Dürfen homosexuelle Pärchen Kinder adoptieren?

    Hey :smile:

    Kürzlich ist bei uns im Religionsunterricht die Frage aufgekommen, ob homosexuelle Pärchen Kinder adoptieren dürfen. Die gute Hälfte des Kurses war dagegen, Begründung: "die Kinder würden in keinem normalen Umfeld aufwachsen; bzw. es ist einfach unnormal". Mein Vater teilt diese Meinung.
    Ich muss sagen, dass mich das wirklich entsetzt, ich sehe keinen Unterschied zwischen Homo- und Heterosexuellen.
    Meiner Meinung nach können Kinder bei zwei Vätern/Müttern genauso gut aufwachsen wie bei 'klassischen Eltern', also Vater und Mutter.
    Dass das Kind vielleicht später Probleme mit anderen Kindern kriegen könnten, liegt mMn nicht daran, dass das Kind bei gleichgeschlechtlichen Eltern aufgewachsen ist, sondern daran, dass die "Hetero-Kinder" einfach von ihren Eltern intolerant aufgezogen wurden - sprich, warum sollte man Homosexuelle für die Fehler der Heterosexuellen bestrafen? So wird sich diese Situation nie ändern.

    Liegt meine Sicht der Dinge vielleicht einfach an meiner Bisexualität? Habe ich wichtige Argumente außer Acht gelassen, oder leben diejenigen, die gegen Kinder für Schwule sind, einfach noch im Mittelalter?

    Mich würde eure Meinung interessieren! :smile:
     
  • User 36171
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    27 Januar 2012
    #2
    Ich hätte deine Klassenkameraden da mal gefragt: "Was ist schon normal?" Bisschen rückständig, die Leute, ganz ehrlich...

    Natürlich kann es für Kinder, deren Eltern gleichgeschlechtlich sind, Probleme und Hänseleien geben. Allerdings wurden auch schon Kinder gehänselt, deren Vater den Namen der Mutter angenommen hat; deren Vater Hausmann war oder deren Eltern sonst wie aus der Reihe fallen/fielen. Also, kein besonders starkes Argument. Was gab's denn sonst noch so für Argumente?

    Meine Meinung: Gute Eltern lassen sich nicht an irgendwelchen Katalog-Merkmalen festmachen. Auch/schon gar nicht am Geschlecht.
     
  • Hooten
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    27 Januar 2012
    #3
    In der Schulzeit kannte ich jemanden, der eine Mutter UND eine Stiefmutter hatte. Und das vor ungefähr 15 Jahren. :zwinker:

    Hat damals schon gut geklappt und wer bis Heute ein Problem damit hat, dass homosexuelle Paare Eltern sind, hat sie nicht mehr alle.
     
  • User 49007
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    27 Januar 2012
    #4
    ich linke dir mal einen Thread den ich vor 4j eröffnet habe zum selben Thema. Fals du dich da mal bissl reinlesen willst oder so
    Homosexuelle und Adoption
     
  • User 38570
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    27 Januar 2012
    #5
    Kinder von schwulen oder lesbischen Paaren wachsen heute in der Regel genau so "normal" auf, wie andere auch, von daher ist dies kein wirkliches Argument. Es gibt inzwischen zahlreiche Kinder, die in homosexuellen Beziehungen aufwachsen und dadurche keine Nachteile haben. Ob das Kind irgendein Geschlecht "vermisst" ist auch nur eine Vermutung, ein Beleg ist mir nicht bekannt. Davon abgesehen ist es ja auch nicht so, dass Homosexuelle keine andersgeschlechtlichen Bekannte, Verwandte oder Freunde hätten. Der Kontakt ist da also vorhanden.

    Die Befürchtungen bezüglich Hänseleien... Meiner Meinung nach liegt es an den Eltern, wie es ein Kind erzieht, welche Sicherheiten es ihm gibt und wie sie selbst mit ihrem Lebensstil umgehen. Da muss eigentlich kein Kind leiden, es muss lediglich vermittelt bekommen, wie es damit umzugehen hat.
     
  • User 44981
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    27 Januar 2012
    #6
    Ob die Umgebung nun "normal" oder eben nicht "normal" ist - hauptsache es geht den Kinder gut! (wie auch immer man definieren möge, was nun "normal" ist und was nicht...)

    Und ich sehe keinen Grund, warum es Kindern bei homosexuellen Adoptiveltern generell aufgrund deren Homosexualität nicht gut gehen sollte...
    Allerdings halte ich es für wichtig, dass Kinder Vertrauenspersonen beider Geschlechter zur Verfügung haben, was bei heterosexuellen (Adoptiv- oder nicht)Eltern automatisch der Fall ist, während es bei homosexuellen Adoptiveltern nicht automatisch der Fall ist. Von daher halte ich es durchaus für sinnvoll, bei der Auswahl homosexueller Adoptiveltern darauf zu achten, dass das Kind auch mit Personen des anderen Geschlechts zu tun hat und den wenigen homosexuellen Paaren die Adoption zu verwehren, die ihrem Adoptivkind das nicht ermöglichen können oder wollen (auch wenn das sicherlich nur ganz wenige Ausnahmefälle unter den homosexuellen Paaren sind, die gerne ein Kind adoptieren wollen... und es gibt ja auch unter heterosexuellen Paaren, die ein Adoptivkind wollen, diverse Hinderungsgründe).
    Dass dieses Problem der fehlenden Bezugs- und Vertrauensperson eines Geschlechts auch bei alleinerziehenden leiblichen Elternteilen auftreten kann, ändert nichst daran, dass man dieses Defizit dort verhindern sollte, wo es sich verhindern lässt (nämlich bei Adoptiveltern).
    Denn gerade in der Pubertät gibt es für Kinder durchaus Themen, über die sie vielleicht mit dem einen Geschlecht deutlich lieber reden als mit dem Anderen...
     
  • User 27781
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    27 Januar 2012
    #7
    Also ich stell mir da nur eine Frage: Warum nicht? Sind Homosexuelle schlechtere Menschen? Ich glaube sogar das sie stellenweise die besseren Menschen sind... Zumindest wenn ich mir unsere Gesellschaft so anschaue.
     
  • Ezio Auditore
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    27 Januar 2012
    #8
    Wonach machst du das fest?
     
  • User 27781
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    27 Januar 2012
    #9
    Da Homosexuelle weitaus toleranter sind, zumindest meiner Meinung nach.
    Sind wir doch mal ehrlich das wir in bestimmten Gebieten selbst in Deutschland noch Meinungen haben, das dies eine Krankheit sei. Von den USA fang ich lieber gar nicht erst an.
     
  • Ezio Auditore
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    28 Januar 2012
    #10
    Ich durfte in diesem Forum schon öfter lesen, dass Homosexuelle allzu gerne gegen Bisexuelle wettern. :zwinker: Und denke somit eher, dass es auf allen Seiten schwarze Schafe (prozentual ungefähr gleich viele) gibt, doch der Aufschrei der Heterosexuellen nur deshalb einen höheren Klang hat, weil es einfach mehr Heteros gibt.

    Schau dich doch mal auf anderen Gebieten um, du findest in jeder "Gruppe" stets unterschiedliche Ansichten. Intoleranz und Ignoranz, unabhängig von religiöser. politischer oder wie hier, sexueller Orientierung gibt es überall.

    Pauschalurteile halte ich in jeder Richtung für gefährlich. Und ich bin der Meinung, dass die sexuelle Orientierung kein Kriterium bei der Wahl der Adoptiveltern sein sollte. Also weder als Vorteil, noch als Nachteil ausgelegt.
     
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  • User 27781
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    28 Januar 2012
    #11

    Da gebe ich dir vollkommen Recht :jaa:
    Ob Hetero, Homo oder Bi- sexuell... Es sollte für die Erziehung eines Kindes keine Rolle spielen.
     
  • User 53748
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    28 Januar 2012
    #12
    Ich hab nichts dagegen... ich frage mich nur gerade bspw. "fehlt den Kindern nicht das weibliche/männliche Vorbild im familiären Umfeld"...? Gegegnargument: dann wäre das bei Alleinerziehenden ja auch "Manko"...
    hmm.. negativ aber eher aufgrund der Gesellschaft: Das Kind wird denke ich oft gehänselnt oder gefragt wie "es" entstanden ist usw... und nach deutschem Recht hat es auch ein Recht auf Auskunft darüber, wer biologischer Vater/Mutter ist... sprich.. .falls die Homosexuellen Eltern das "verheimlichen" wollen aus welchen Gründen auch immer wird das rechtlich zumindest schwierig. (wobei das ist wohl eher nicht der Fall bzw. das Problem bei Adoption sondern eher wenn vllt. die eine Frau mit einem Mann schläft / eine Samenspende ausführen lässt so dass das Kind zur Hälfte ihre Gene trägt)
     
  • User 29904
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    28 Januar 2012
    #13
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    Zuletzt bearbeitet: 21 Februar 2016
  • User 38494
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    #14
    smile .... wer sich mal ÜBERHAUPT mit dem thema adoption beschäftigt, wird da kein problem mit haben, welche sexuelle orientierung die eltern haben. :grin:

    im grunde ist das wurscht welche sexuellen vorlieben leute haben die kinder adoptieren möchten ... solange sie nicht pädophile neigungen haben natürlich. :zwinker:

     
  • User 68557
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    28 Januar 2012
    #15
    Off-Topic:
    Was ist schon "Normal".. Duden .. "gewöhnlich", "durchschnittlich"..
    Also ICH möchte mein Kind nicht ein gewöhnliches und durchschnittliches Heranwachsen bieten..
    Sorry ich hasse das Wort "Normal" in dem Kontext. Das bringen unsere Jugendlichen in den Schulen, an denen ich über sexuelle VIelfalt aufklären auch. Normal?! Hetero?! Da fühl ich mich ja fast beleidigt.


    Wahrscheinlich wäre es ein besserer Ansatz einen allgemeinen "Elternpass" einzuführen, statt gleichgeschlechtlichen paaren einfach mal rundum sowas zu verbieten.
    Die sollen erstmal abwarten, bis die Holländer rausgefunden haben, wie man aus 2 Eizellen ein Kind macht. Dann fahren die ganzen Lesben wenns bezahlbar wird rüber und zeigen unserer spießigen Gesellschaft mal was für tolle Mädchen sie kriegen können :zwinker:
     
  • User 39498
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    28 Januar 2012
    #16
    Dazu ein schönes Video:

    [ame=http://www.youtube.com/watch?v=FSQQK2Vuf9Q&feature=related]Zach Wahls Speaks About Family - YouTube[/ame]

    In diesem Fall geht es zwar nicht um Adoption, aber um das gleiche zugrundeliegende Konzept.
    Ich habe selber meine gesamte Jugend (14 bis 19) bei meiner Cousine und ihrer Lebenspartnerin verbracht. Mein Vater ist schon lange keine "Vertrauensperson" mehr. Es fehlt mir nie, keinen Mann als Bezugsperson zu haben, also keine Vaterfigur - wieso auch? Man sollte immer daran denken, das auch in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft die beiden Partner unterschiedlich sind und auch unterschiedliche Rollen übernehmen. So ist auch bei meiner Familie die Rollenverteilung recht klar, eine übernimmt den Teil "Quatsch machen" und eine übernimmt das "in die Schranken weisen". Ist zwar auch manchmal andersrum, aber eben nicht viel anders als bei einer Familie mit Mutter und Vater.

    Und mal abgesehen davon stimme ich zu, man wächst ja nicht isoliert auf. Im Umfeld gibt es doch in der Regel Menschen und auch potentielle Bezugspersonen beider Geschlechter.
     
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  • User 114120
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    28 Januar 2012
    #17
    Meine Eltern sind zwar ein heterosexuelles Paar, doch waren sie mehr an ihrer Karriere, als an ihren Kindern interessiert. Hab mir daher mein Elternersatz bei meiner Schwester und meinem Onkel gesucht. Meine Freundin hat dagegen nur ihre Mutter und die hat ihren "Job" so gut gemacht, dass eine Vaterrolle garnicht erst fehlte.

    Das sind jetzt zwei Extrembeispiele, doch kommt es nicht aufs Geschlecht der Eltern oder deren Anzahl an, sondern wie gut die Rolle als Eltern wahrgenommen wird. Heutzutage gibt es zu viele Alleinerziehende, um noch von einem klassischen Elternbild sprechen zu können. Egal, ob bi-, homo- oder heterosexuell, ein einzelner Homosexueller kann ein besserer Vater und Mutter sein, als 2 Elternteile zusammen.
     
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    28 Januar 2012
    #18
    Ich bin nächstens dafür, dass man das Geschlecht als rechtliche Kategorie abschafft. Die rechtliche Einteilung in zwei Geschlechter schafft nämlich nur Ärger - und Frauen und Männer wird es trotzdem noch geben...
     
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    28 Januar 2012
    #19

    Zumal manche Leute sich psychisch (Transidenz) und physisch (Hermaphroditismus) nicht in die Kategorien einteilen lassen. Dafür bin ich auch schon lange!
     
  • User 40300
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    28 Januar 2012
    #20
    Meine Frau und ich haben uns lange überlegt, ein Kind zu adoptieren. Wir haben eine andere Lösung gefunden, wie wir zu unserem Kind kommen. Wir brauchen keines zu adoptieren; wäre ein viel zu großer Aufwand gewesen.
    Ich bekomme im Spätsommer mein eigenes leibliches Kind und wir sind beide glücklich darüber.
     

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