Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

Das Leben ist schööön...

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Princesa, 4 Mai 2009.

  1. Princesa
    Verbringt hier viel Zeit
    205
    101
    0
    nicht angegeben
    Hallo (oder sollte ich besser Gute Nacht schreiben...)!

    Ich habe eigentlich Grund zufrieden mit meinem Leben zu sein. Okay, es läuft nicht alles rund und alles andere als geplant (in vielerlei Hinsicht). Aber man sollte sich ja nicht beklagen. Trotzdem bin ich irgendwie frustriert und total demotiviert (was früher nicht der Fall). Hab einfach nicht mehr so viele Pläne und Ideen wie früher (dabei bin ich doch noch gar nicht soo alt :ratlos: )

    Wenn ich mich umblicke geht es anderen kaum besser. Stress mit Fam., Arbeit, Bez. Kinder, Geldsorgen, Krankheit, usw. usf. Ich habe den Eindruck die meisten warten auf etwas, dass ihnen endlich ihr verdientes Glück bringen soll: Studienabschluss, den richtigen Partner, Ehe, Kindersegen, eine bessere Arbeitsstelle, etc. Aber wenn man das alles erreicht hat, ist man dann endlich glücklich? Oder geht das Spiel vielmehr von Vorne los?

    Vielleicht trennen sich deshalb ja so viele Paare, weil sie das, was sie sich im Leben wünschen und von dem Partner erwarteten, nicht bekommen haben. :ratlos: Eine Freundin, die eigentlich glückliche Mutter ist, wünscht sich jetzt wieder weggehen und ausschlafen zu können; zuvor wollte sie ein Baby. Will man denn generell immer das, was man gerade nicht hat? Auf diese Weise kann der Mensch doch nie glücklich werden?

    Was tut ihr damit euer Leben schön wird? Wie findet und bewahrt ihr euer Glück? Ich habe in vielen Büchern gelesen (was ja auch stimmt), dass man das Glück nur in sich selbst finden und nicht durch äußere Umstände erlangen kann. Aber wie soll man das anstellen? Was tut ihr, dass das euer Leben schön wird?

    Princesa
     
    #1
    Princesa, 4 Mai 2009
  2. D-Man
    D-Man (30)
    Meistens hier zu finden
    1.236
    133
    84
    in einer Beziehung
    Das Problem bei Glück ist, dass es immer besser ist, als normal.

    Das heißt im Endeffekt, dass es immer eine Steigerung geben muss. Sonst gewöhnst du dich an das Glück und es ist keins mehr, weils normal ist.

    Am besten ist dabei, du denkst mal in Ruhe über dein Leben nach und fragst dich "Geht es mir schlecht, oder geht es mir gut?" und wenn du dann dahinter kommst "hey eigentlich gings mir schonmal viel schlechter und ich hab kein Grund zu meckern." Dann würde ich dir empfehlen - tus auch nicht und sei einfach glücklich :zwinker:.

    Du kannst es natürlich auch so machen, dass du dir immer neue Ziele steckst und schaust was du als nächstes erreichen kannst... Ziele im Sport, Sammeln, etc.
     
    #2
    D-Man, 4 Mai 2009
  3. SidewalkPlayer
    Sorgt für Gesprächsstoff
    343
    43
    7
    nicht angegeben
    Das ist doch genau das selbe, wenn du unbedingt diese tolle Hose kaufen willst die du in der Stadt gesehen hast ... und wenn du sie dir endlich gekauft hast überkommt dich ein Schlechtes gewissen und du willst sie nicht mehr!

    Das ist ein psychologisches Phänomen was sich "kognitive Dissonanz" nennt, kann mir aber nicht vorstellen dass es bei standhaften Menschen auftritt ehrlichgesagt.
     
    #3
    SidewalkPlayer, 4 Mai 2009
  4. spätzünder
    Benutzer gesperrt
    1.337
    0
    95
    Single
    Glück ist für mich, wie alle Dinge im Leben, von der jeweiligen Gesellschaft abhängig. Natürlich hat man innerhalb der Gesellschaft auch gewisse Spielräume, aber wenn die immer enger werden, wird's problematisch mit dem Glück. In unserer Gesellschaft beispielsweise ist so ziemlich alles von Geld, Ware und Arbeit abhängig. Und wenn der Gesellschaft oder allein schon dir selbst diese Dinge ausgehen, kann man das mit der Selbstverwirklichung und dem Glück vergessen.

    Mein Glück und meine Träume sehe ich in mehreren Dingen. Aber um diese zu erlangen, ist auch oftmals Geld vonnöten. Ich persönlich kann nur versuchen, mein Glück und das meiner Mitmenschen gegen die Krisenerscheinungen dieser Gesellschaft einzufordern. Das tue ich einerseits durch Gesellschaftskritik, andererseits, indem ich selbst versuche, mein Verhalten gegenüber mir und meinen Mitmenschen zu ändern.

    Letzteres tue ich, indem ich mir neue Verhaltensweisen angewöhne, die man heutzutage nur noch selten findet, die sich aber viele Menschen wünschen. Ich denke daher z.B. viel über menschliche Kommunikation nach und überlege und zu neuen Erkenntnissen gelange, wie man hier etwas wirklich neues reinbringen kann und gleichzeitig den Modetrends der Postmoderne zu entsagen.
    Im Bereich 'Flirten' beispielsweise versuche ich es mir abzugewöhnen, diesen ganzen Klischees a la 'Alle Frauen sind so und so/wollen alle das und das' hinterher zu rennen.
    Anstatt Sprüche klopfen versuche ich, natürlich rüber zu kommen. Anstatt mich ständig nach den neuesten Klischees zu verbiegen, ob Frau ein Arschloch oder ein 'Weichei' haben will oder wie man möglichst viele Frauen in die Kiste bekommt, versuche ich herauszufinden, was ich will, was mir Spaß macht und vor Allem, wer ich bin und wo meine Stärken und Schwächen liegen. Mir hilft dabei ein ganz interessanter Flirtkurs, der gänzlich anders ist als dieser PU-Quatsch.

    Auch sonst versuche ich, ein Verhalten an den Tag zu legen, welches man heute nur noch selten findet und mit welchem ich versuche, der zunehmenden Barbarisierung der menschlichen Weltfamilie zu widerstehen und anderen Leuten, die nicht mehr an die guten Seiten im Menschen glauben, ein Gegenbeispiel zu liefern.

    Das ist Alles, was ich tun kann. Ich hoffe natürlich, dass ich mein Glück finde, aber ich weiss auch, dass es keine Garantie für dieses Glück gibt. Nicht in einem positiven Sinne eines Risikos, sondern im negativen Sinne. Wir Menschen sind heute so voneinander entfremdet, dass es keine Sicherheiten mehr gibt für diese oder jene Verhaltens- und Kommunikationsweise.

    Dennoch glaube ich zu wissen, was richtig ist. Ich habe letztens beispielsweise einen Rollstuhlfahrer getroffen, der bat mich, ihm 3 Euro zu geben für ein Taxi, das er in 20 Minuten bräuchte. Und weil ich immer versuche, ein leuchtendes Beispiel dafür zu sein, dass nicht alle Menschen fies und asozial sind :grin: , habe ich diesem Typen 3 Euro gegeben. Wie ich aber später feststellte, ist dieser Typ mit meinem Geld ins Kino gegangen. :frown:

    Da fiel mir auch als Erstes das Lied von den 'Prinzen' "Du musst ein Schwein sein" ein. Und viele Menschen hätten mir in diesem Moment gesagt: "Selbst Schuld, man darf heute keinem Menschen mehr trauen. Wenn du hilfsbereit und gut bist, kriegst du dafür nur noch einen Arschtritt".

    Aber diese Gedanken habe ich schnell wieder weg gewischt aus zwei Gründen: Erstens, weil ich weiss, dass eine Gesellschaft, die auf Konkurrenz, Misstrauen, Gier und gegenseitiger Vernichtung gebaut ist, selbst dem Untergang geweiht ist. Das sehe ich mittlerweile weltweit.

    Und zweitens, weil ich weiss, dass es trotz der ganzen gute Menschen ausnutzenden Arschlöcher da draußen trotzdem wirklich hilfsbedürftige Menschen gibt, die Hilfsbereitschaft zu schätzen wissen, weil sie sie wirklich benötigen.
    Auch wenn es Millionen Arschlöcher auf der Welt gibt, so gibt es dennoch hilfsbedürftige Menschen, für die es sich lohnt, weiterhin altruistisch zu bleiben.

    Natürlich bin ich kein uneigennütziger Mensch. Ich habe natürlich auch Bedürfnisse und Wünsche. Und eine meiner neuen Verhaltens-Änderungs-Versuche besteht darin, diese zu artikulieren und den Menschen, die daran interessiert sind, mitzuteilen.

    Ob ich dadurch mein Glück finden werde, sei es in punkto Sex, Liebe, Freundschaft oder Weltverbesserung - das steht in den Sternen.
    Aber zumindest weiß ich, dass emphatisches und freundliches Verhalten weiter trägt als asoziales und misanthropes Verhalten.
    Vielleicht werde ich mein Glück nie finden, aber zumindest wird mein Leben (hoffentlich in hohem Alter) mit dem guten Gewissen enden, dass ich für gegenwärtige und zukünftige Menschen ein Lichtblick sein werde in immer düsterer werdenden Zeiten.

    So, genug episches Geplappere. Ich gehe jetzt duschen. :grin:
     
    #4
    spätzünder, 4 Mai 2009
  5. User 78066
    User 78066 (39)
    Sehr bekannt hier
    1.341
    168
    264
    Verheiratet
    Nur vorab: als ich den Titel des Threads gelesen habe, ist mir gleich das Lied "Leben ist schön" http://www.youtube.com/watch?v=iOexvILiYaE eingefallen.



    Beim Glücklichsein: Ich verspüre dann immer eine innere Freude, mir wird dann immer ganz warm ums Herz, muß unwillkürlich lächeln, dann kann ich ganz tief durchatmen und es geht mir richtig wohlig gut. Und das strahle ich dann auch nach außen aus – ob ich das will oder nicht. Ich könnte dann die ganze Welt umarmen.

    Dieses Gefühl ist ein ganz Besonderes. Ich wünsche mir dann, daß die Zeit stehen bleibt; damit es lange anhält. Aber es ist kein lang andauernder Zustand: so schnell wie es gekommen ist, verflüchtigt sich es auch wieder; ein positives Grundgefühl bleibt noch zurück. Den Moment kann ich auch nicht mehr zurückholen; schon passé.
    Auch wenn die Momente viel zu schnell vergehen, ist das ist auch gut so: Wenn ich immer, andauernd glücklich wäre, würde ich das Gefühl nicht mehr zu schätzen wissen; es hätte sein Schönheit und seine Wirkung verloren.

    Glück hat für mich viel mit persönlicher Einstellung zu tun. Glücklichsein bedarf es bei mir vielfach nur an Kleinigkeiten sowie - vielleicht wird der eine oder andere mich dafür auslachen - an kleinen Dingen des Alltags. Wenn ich für andere Menschen etwas Gutes tue, fühle ich ebenfalls gut. Ein Blick, ein Lächeln, eine Geste, ……
    Wenn ich mit meinem Freund auf unserer Couch liege, er mich ansieht, ich dann einfach lächeln muß, er dann auch und er mich dann ganz fest in den Arm nimmt … ein schönes Gefühl. :herz:
    Beim Besuch von einem befreundeten Pärchen sind wir letzten Freitag spazieren gegangen; als wir dann rausgegangen sind, hat die kleine Tochter (ist jetzt zweieinhalb), ihre Hand in meine gelegt und dabei mich angelächelt. :smile:
    Letzten Monat hatte ich ein richtiges Gefühlstief nach längerer Talfahrt. Durch einen richtigen Knall, der mich bis ins Bodenlose hat rauschen lassen, ging´s mir richtig schlecht. Als es dann wieder bergauf ging, wurde es viel besser und ich war glücklich über den Knall. Ohne den hätte es das Gefühl nicht gegeben. :herz:
    Ich habe heute morgen einen schönen Brief bekommen. Wenn Gedanken und Emotionen wieder durch mich hindurchrauschen, brauche ich manchmal jemanden, der für mich die Notbremse zieht. Auch wenn derjenige gar nicht weiß, was er gemacht, vielmehr geschafft hat. Und da bin sehr dankbar. :smile:

    Achja, Dankbarkeit löst bei mir auch Glückgefühle aus, ob ich auf der einen oder anderen Seite des Dankes stehe, ist dabei unerheblich. Heutzutage wird vieles einfach als selbstverständlich hin- und angenommen, gar nicht hochgeschätzt. Wenn man dann immer noch unzufrieden ist, ist schon bei etlichen Jammern auf hohem Niveau. Daß man nicht mal dankbar ist, für das man hat, was einem widerfährt; sondern mehr unruhig ist für das, was man nicht hat und einem nicht vergönnt ist. Was hat denn den größeren Anteil?

    Eigentlich hätte ich noch einen Sinnspruch, der vielfach zutrifft; aber einfach zu hart klingt. Ich glaube, den verkneife ich mir besser …
    Habe eh´ schon genug geschrieben; werde wahrscheinlich eh´ schon milde belächelt bzw. als arrogante Tante abgetan; vielleicht bin ich auch einfach nur eine Träumerin
     
    #5
    User 78066, 4 Mai 2009
  6. User 75021
    Beiträge füllen Bücher
    8.289
    298
    988
    Verheiratet
    Ich bin kein Perfektionist, eher ein Kindskopf.
    Ich freue mich an den Kleinigkeiten im Alltag, bin mit mir selber im reinen. Vielleicht bin ich deshalb glücklich, keine Ahnung.
    Ich erwarte auch von keinem anderen, das er mich glücklich macht-das kann ich nur selber. Ein anderer (Freund/Kinder) können dem ganzen noch das Sahnehäubchen aufsetzen, aber zum glücklich sein braucht man die richtige Einstellung zum Leben.
    Ich denke eigentlich nie pessimistisch, warum auch?
    Ich habe zwei süße Kinder, einen total superlieben Freund, meine eigene Wohnung, liebe Freundinnen und eine Familie die da ist, wenn man sie braucht, ausserdem einen tollen Job der mich glücklich macht...wozu dann jammern, wenn es mal nicht so rund läuft?
    Klar könnte alles noch perfekter sein, mehr Geld wäre nicht schlecht...mal in Urlaub fliegen anstatt Zelten, mehr Wochenenden und Kinder die bis 11 Uhr schlafen-geil.
    Aber glücklich bin ich auch so, also brauch ich das nicht unbedingt.
     
    #6
    User 75021, 4 Mai 2009
  7. it's me
    it's me (34)
    Verbringt hier viel Zeit
    276
    101
    0
    Single
    Dann schaust Du in die falsche Richtung - oder die Leute wollen es nicht zugeben. :zwinker:

    Mir geht es prima. Habe gerade die Abrechnung von meiner Vermieterin bekommen und erhalte einen ordentlichen Batzen (über eine halbe Monatsmiete zurück). Das liegt wohl an meinem Einsatz der Heizung (wie? Da gibt es eine in der Wohnung?) Jetzt kann ich mir überlegen, was ich damit mache. Wahrscheinlich zum anderen Geld, ich "brauche" es zur Zeit nicht unbedingt.
    Anstatt von den 70 Stunden Arbeit pro Woche die letzten 2,5 Monate über, habe ich jetzt ...öhm... 30? (Nein, nicht Kurzarbeit :zwinker:) Ausschlafen kann (könnte) ich 4 Mal die Woche, da es geht es erst später los. Ansonsten raus um 6 und 45 Minuten zur Fuß und mit Mp3-Player und guter Musik unterwegs. Das macht dann auch gleich gute Laune. Und wenn es mal regnen sollte, dann nehme ich halt doch die Straßenbahn.

    Das Wetter ist 1a, bei Gelegenheit sitze ich mit Buch im Freien. Je nach Lust und Laune gehe ich mit einem guten Freund die Stadt unsicher machen. Mein größtes Problem zur Zeit ist, dass mir langsam der Lesestoff ausgeht. Was den Partner-Stress angeht: Habe ich keinen, als Single wäre das auch schwer.

    Also, ist das nicht ein schönes Leben? :grin:
     
    #7
    it's me, 4 Mai 2009
  8. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
    20.750
    698
    2.618
    Verheiratet
    Ich habe mir in jungen Jahren ein Ziel gesetzt, welches ich erst im hohen Alter erreichen werde. Es ist ein großes Ziel mit vielen kleinen Etappen und immer wenn ich eine weitere Etappe geschafft habe, dann bin ich glücklich. Außerdem machen mich gedankenverlorene, träumerische Momente sowie Erinnerungen (die mir keiner mehr nehmen kann) glücklich.

    Damit ich selber mein eigenes Leben als schön empfinde, ziehe ich mein Ding durch. Ich stehe zu mir. Wenn ich mich nach Ruhe sehne, dann gönne ich mir Ruhe, wenn ich 10 Stunden an der Uni und danach 3 Stunden beim Sport verbringen möchte, dann mache ich das. Wenn ich alleine sein will, sage ich Dinge ab, wenn ich Action brauche sind meine Freunde für mich da. Wenn ich weg will, dann buche ich einen Flug usw ... Ich genieße das Leben, ich gönne mir Dinge und ich nehme das alles nicht so ernst.

    Meinetwegen könnte ich jetzt gerade auf der Stelle tot umfallen. Ich würde glücklich sterben. Und wenn ich erst morgen umkomme oder in 10 Jahren, ich würde (sehr wahrscheinlich) immer noch glücklich sein.
     
    #8
    xoxo, 4 Mai 2009

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
Die Seite wird geladen...

Ähnliche Fragen - Leben schööön
Shelly5
Kummerkasten Forum
29 Oktober 2016
11 Antworten