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Das leben: tragische komödie oder komische tragödie?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Human-Tiger, 28 November 2009.

  1. Human-Tiger
    Sorgt für Gesprächsstoff
    21
    28
    3
    Single
    mahlzeit zusammen,

    ich will mal n bisschen von mir plaudern. Achtung! wenn sie das lesen, drücken sie sich viiieeeel subjektive sch.... aufs auge.

    ich fang mal ganz vorne an.
    mutter(deutsche) lernt vater(kanadischer militär stationiert in deutschland) kennen, verliebt sich, verschwindet mit vater nach kanada. sie heiraten dort und mutter wirft kurz darauf ein kleines balg auf die welt, nämlich mich. im hause herrscht eintracht und friede und wenn der hausherr ein paar wochen zuhause ist weil er urlaub hat, herrscht dieser mit eiserner faust... oder schraubenschlüsseln... oder mit sonst irgendwas, was er nun mal gerade zur hand hat. daher habe ich auch ein paar hübsche narbenan oberschenkel, hinterkopf und rücken.

    was solls, als ich 7 bin wirds meiner mutter zu doof und haut ab in die deutsche heimat. nun steht sie da, mit nichts als einem koffer und nem balg. glingt schlimm, aber sie bekommts gebügelt, da tüpischer vertreter der xxy cromosomen träger (zu deutsch: mannsweib, karrierefrau, e.c.t.). zusätzlich doch die tatsache, dass sie allein erziehende mutter ist, fördert das heranreifen eines menschen, das total ab vom schuss und irgendwie auf seine art und weise nich ganz sauber ist.

    weiter giens in der schule. top noten und klassenclown... bis zur 3.ten klasse zumindest. kaum nach deutschland gekommen und etwas gefestigt (für ein junges balg heist das halt freunde gefunden) schon muss man aus "berufsgründen" wieder umziehen. also: neue schule, neue umgebung... neue freunde? wenige. sehr wenige. einer um genau zu sein.war gut so, gieng schnell weiter. 4.te klasse vorbei: nochmal umziehen. und wunder oh wunder, ich hatte sogar zeit die realschule abzuschließen... vor dem nächsten umzug.

    war natürlich immer noch der klassenclown, von anfang bis ende, aber hab ich mich damit beliebt gemacht? nö. war schon immer der randgruppengänger. abgehangen mit den strebern und ein paar anderen suspekten individuen. seit der realschule auch immer selbes freundes schema: sehr wenige freunde, aber dafür auch dementsprechen gute freunde. diese wissen, dass ich für sie das goldene vließ holen würde und lächelnd für sie auf den scheiterhaufen stehen würde, und ich weis auch, dass sie für mich auch einiges auf sich nehmen würden. und beim rest meiner bekannten... bin ich halt irgend so ein merkwürdiger tüp.

    charakterlich, bin ich unter den leuten bekannt als possenreißer... das wars. treudoof mit nem IQ knapp über einer kartoffel und einem leichten hang zur legastenie (ist bestimmt schon aufgefallen) habe ich schon vor längerem eine erkenntnis gemacht. es giebt diesen spruch: "Der vorteil an intelligenz ist, dass man sich dumm stellen kann. anders herum ist das schwer". schwer aber nicht unmöglich, solange man sich eines merkt. sobald man ein paar fremdwörter in fachchinesisch einbringt, schalten die zuhöhrer in den "dummy modus". in diesem zustand kannst du ihnen erzählen, dass wasser den berg rauffließt, das bienen und blüten kinter zeugen, und dass unsere Bundes-Angie germany's next topmodel ist. daher binn ich nicht nur als possenreißer sondern als intelligent bekannt. und verklemmt.

    obs bekannt ist oder nicht: ich bin es. allerdings nur in gegenwart von frauen. verklemmt und hunds schüchtern. könnte vieleicht an meiner jungfreulichkeit liegen (derzeit 22). nicht das ich noch keinen sex hatte, aber sex interresiert mich nicht sonderlich. bemerkung: ich unterscheide zwischen sex haben (onanieren mit weiblicher zuhilfename b.z.w. stupides rein-raus-kommen-gut-ist-und-tschüss) und dem liebes akt (2 liebende in inniger leidenschaft vereint). dabei bin ich mir noch nichtmal über meine sexuelle ausrichtung ganz im klahren (hetero? homo? bi?). ich meine ich hatte schon feuchte treume in alle richtungen, von daher...

    auch sondt in meinem leben habe ich mehr glück als verstand und fühle mich dor irgendwie von einer art schicksal hinterhergescheift, denn: ich bin zu allem bereit und zu nichts zu gebrauchen, trozdem gelingt mir alles auf irgend eine art und weise. ich hab einfang langsam das gefühl das alles, was mein leben ist, alles was ich von mir kenne, irgendwie von anderen aufgebaut wurde, und dass ich nur stummer zeuge war, und das macht mich irgendwie fertig. ich weis nich nich ob die debresionen davon manisch sind oder nich (die quaksalber meinen nur "mein gott, der is in der pupertät, da is das normal"......... mit 9 in der pubertät? da tauchten nähmlich erstmals suizit gedanken auf) aber sind es auf jedenfall, die mich entgültig runterziehen wo ich mir dann nur noch
    a) in arbeit
    oder
    b) in ein messer
    stürzen möchte.
    bisher war es fast immer a) was zutraf... fast...

    naja, genug rumgeheult. ich weis, es giebt leute, denen geht es schlechter wie mir... viel schlechter aber es tut gut sich einfach mal in einem forum die seele aus dem laib zu schei(b)en.

    na dann, man liehst sich

    P.s. immer daran denken: wer bis zum hals in scheiße steckt, sollte den kopf nicht hängen lassen.
     
    #1
    Human-Tiger, 28 November 2009
  2. Ich werde mich vorallem auf einen Aspekt festlegen, da dieser ein sehr integraler Bestandteil des Lebens ist und für sovieles spätere wichtig ist um ein "tolles Leben" führen zu können.
    Die Sexualität.

    Du machst meiner Meinung nach einen Fehler für deine eigene Person und zwar stürzt du dich in die Ketten der Gesellschaft. Und zwar gehts um deine Einteilung in "Bi, Hetero oder Homo".
    Du sagst selbst, dass du Träume in beide Richtungen hast und da ist grundsätzlich das Thema klar, du verspürst Anziehungen zu beiden Geschlechtern.
    Weiter musst du gar nicht gehen, du musst dich deswegen nicht einteilen, es ist deine Sexualität und die wird sich immer wieder verändern und auch die Anziehung zu den Geschlechtern. Die Sexualität ist kein statisches Konstrukt.

    Für ein glückliches Leben ist es keineswegs notwendig dich in ein solches Verhalten zu drängen, viel mehr ist es meiner Meinungn ach so, dass solche Einteilung im alltäglichen Leben falsch und hinderlich sind, da man sich dadurch einen Stempel aufdrückt und sich zum Teil in eine Rolle eingliedert, welche gefordert wird; wichtig ist, dass du dich davon befreist und so lebst wie du es willst.

    Und daher solltest du sexuell das tun was du willst und nicht, was die Gesellschaft vermeintlich für eine Person wie dich vorschreibt. Erstmals von dieser Fessel befreit, werden andere Fesseln von selbst fallen.

    Wichtig ist, was du für dich willst und nicht, was die Gesellschaft für dich will.

    Willst du aus dem Leben treten? Tu das.
    Willst du Sex mit Männern? Hab das.
    Sex mit Frauen? Hab das.
    Sex mit Frauen und Männer gleichzeitig, abwechselnd, Gruppensex, kuschelsex, Liebe usw? Mach das.

    Werde nicht klar über deine sexuelle Ausrichtung, sondern über deine Sexualität und den Verlangen und wenn du nach einem ähnlichen Schema in anderen Lebenslagen vorgehs, wirst du lernen sowenig Einengungen wiemöglich zu benutzen und dich selbst zu verwirklichen.
    Ist dies einfach? Nein, nicht immer, gibt auch Leute die daran scheitern.
    Lohnt es sich denn, auch wenn die Gefahr des Scheiterns gross ist? Natürlich, denn es ist das was du verlangst, was du möchtest und dies sollte Ziel jedes Lebewesens sein, seine Ziele und seine Gefühle zu verwirklichen und mit sich selbst im Reinen zu sein.

    Frage dich was willst du, wie kannst du es erreichen?
    Viele Freunde wird zwar oft propagiert, aber was bringen dir viele Freunde wenn sich diese dir in den Rücken fallen, dann lieber einer, der dich vor solchen Personen schützt. Den dieser Person kannst du dein Leben anvertrauen.
    Die Frage ist: Was möchtest du, wie kannst du es erreichen und dies kann und wird sich durchaus von den gesellschaftlichen Dogmen und Werten unterscheiden und dies ist gut so. Denn ist es nicht genau dieser Individualismus der dich ausmacht und dein Leben einzigartig macht und so solltest du auch daran interessiert sein, dein individuelles Leben, nach deinem Gutdünken zu gestalten und nicht das der Anderen.

    Natürlich gehts Leuten schlechter als dir, aber was bringt es dir? Nichts. Wenn du tot bist, werden die dich kaum interessieren, aber wenn es dir gut geht, ist die Chance grösser, dass du auch diesen Leuten helfen kannst/willst. Damit machst du zwei glücklich.

    Als erstes schaust du für dich und wenn du gestärkt in die Welt hinaus gehst, hast du Kraft über, die du für andere einsetzen kannst.

    Übrigens zum Thema sexuelle Anziehung zu den Geschlechtern:
    Nicht ganz ernst zu nehmen natürlich. Aber wird warsch. eh wieder eine Moralkeule folgen. :smile:
     
    #2
    Chosylämmchen, 28 November 2009
  3. Human-Tiger
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    3
    Single
    hmm. wenn ich mir das so durchlese, kann ich nur ein dazu sagen: stimmt.

    ich stehe wohl wirklich noch zu sehr unter dem springerstiefel der gesellschaft, aber ich werde einfach mal in den sauren apfel beißen und versuchen, diese ketten von mir lösen. ich schätze es wird nicht leicht, doch wenn ich das geschafft habe, habe ich wohl auch genug zeit mir über die wichtigste frage klar zu werden, nämlich: wer bin ICH? und wenn ja, wie viele :tongue:

    und von wegen moralkeule. ich für meinen teil finde das zitat garnicht mal so blöd, im gegenteil.

    bleibt nur noch eins zu sagen... Danke :smile:
     
    #3
    Human-Tiger, 4 Dezember 2009
  4. User 27629
    User 27629 (33)
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    nicht angegeben
    Bevor ich zum Thema komme: Du hast wirklich einen angenehmen bildlichen Schreibstil, finde ich. Und mit der Art, wie du reflektierst, hebst du dich positiv von der "Einheitsmasse" und vor allem von den Leuten ab, die dich als "komischen Typen" ansehen, also lass dir von denen bloß nichts einreden! Sag dir: Du bist nicht komisch, sondern individuell!

    Und zu deiner Geschichte.. es ist für mich eigentlich nicht verwunderlich, dass du dir nur wie ein stummer Zeuge deines bisherigen Schicksals vorkommst. Immerhin hast du oft genug die Erfahrung gemacht, dass du irgendwohin "mitgeschleift" wurdest und dich immer wieder mit neuen Situationen und Lebenswelten auseinandersetzen musstest. Ich teile dieses Schicksal übrigens ein Stück weit mit dir, kam auch in das "Vergnügen" von diversen Umzügen und Partnerwechseln meiner Mam.. deshalb kann ich mich zumindest in dem Punkt ein bisschen reinversetzen. Sowas erleben zu müssen, ist nicht so schön, eigentlich sogar ziemlich ätzend, aber irgendwann kommt man an den Punkt, wo man endlich selbst entscheiden darf, wie man leben möchte und vor allem, wo man die Vergangenheit mit all ihren Schattenseiten annehmen kann. Wer du bist.. ja, das rauszufinden ist sicherlich ein längerer (lebenslanger) Prozess. Wie das funktioniert, muss wohl jeder selbst herausfinden, aber bei mir ist es so, dass das am besten im Kontakt mit anderen Menschen geht. Ich glaube jedenfalls nicht, dass man sich selbst oder seine Sexualität durch reine Gedankenarbeit entdecken kann, sondern durch das Gefühl, sich ein Stück weit selbst in anderen Menschen zu begegnen und offen zu sein für das, was man da "sieht".

    Aber was deine Depressionen betrifft und deine Unsicherheiten diesbezüglich - da bist du bei einem Spezialisten sicherlich am besten aufgehoben, vor allem, wenn auch Suizidgedanken oder ähnliches eine Rolle spielen. Weiß ja nicht, ob du schon mal eine Psychotherapie versucht hast, aber vielleicht hilft es dir ja.
     
    #4
    User 27629, 4 Dezember 2009

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