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Das Phänomen "Bester Freund"

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von many--, 23 September 2006.

  1. many--
    many-- (32)
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    Verheiratet
    Mh, jetzt hat mich einer der threads hier doch mal motiviert, mich zu dem Thema zu äußern (richtiges Forum? Konnte mich nicht entscheiden). "Bester Freund"

    Kann es sein, dass große Teile der weiblichen Bevölkerung heutzutage analog zur oder anstelle der "besten Freundin" einen "besten Freund" haben? Also einen Typen, mit dem sie all das tun, was man normalerweise mit einem festen Freund tut - reden, Dinge unternehmen, Zärtlichkeiten auf Kuschelebene austauschen - abgesehen halt von Sex? Ein Typ, dem sie Freundschaft, aber keine Liebe entgegenbringen? Und den sie TROTZDEM behandeln wie einen festen Freund, nur ohne mit ihm zu schlafen?

    Gut, das ist der erste Problempunkt: warum wollen Frauen das? Bzw wie können sie da differenzieren - warum ist der Mann der "beste Freund", aber kein potentieller Liebhaber? Was ist es, was da den Ausschlag gibt? Ist Liebe ein Element, das zwischen Freundschaft und Freundschaft + Sex unterscheidet?

    Wie kommt es, dass diese seltsame Zwitterkategorie sich derart verbreitet? Warum brauchen Frauen einen männlichen Freund mit diesem komischen Status? Ein Mann, mit dem frau Intimes teilt, aber nicht intim wird?

    Ok, das ist Problem 1. Aber noch wichtiger, Problem 2: wo kommen die Besten Freunde her? Was sind das für Männer, die sich in einer derart engen Weise an eine Frau binden, ohne eine Beziehung entstehen zu lassen? Die mit der Frau viel teilen, aber nicht das Bett? Die erleben müssen, dass die Frau (vielleicht sogar mehrere) Liebhaber hat?
    Kann man Regeln für den Typ Mann "Bester Freund" erstellen? Ist der typische beste Freund (Vorschlag)
    -etwas metro; also in der Lage, über "Frauenthemen" ernsthaft zu sprechen und kuschelbereit (dh in der Lage Zärtlichkeit auszutauschen ohne sexuell zu werden)? Muss er das sein, um eine männliche Beste Freundin zu werden? (Und fehlt ihm vielleicht dieses Quentchen, naja, Männlichkeit, um ein Liebhaber zu werden, um für Frauen sexuell interessant zu sein? Ok, das ist jetzt eine provokative These gewesen)
    -etwas masochistisch/devot veranlagt? Ist es für ihn irgendwie erfüllend, für eine Frau da zu sein, sie aber nicht als "richtige" Freundin haben zu dürfen? Was empfindet er, wenn ihm andere als Liebhaber vorgezogen werden? Wenn die Frau sich zB von anderen Männern auf vorhersehbare Weise benutzen lässt, danach weinend zu ihm kommt, sich trösten und kuscheln lässt - "Wenn doch alle Männer wie du wären!" - und dann passiert das selbe schonwieder? Was empfindet der beste Freund dabei? Und wie ist das für ihn, sich so an die Frau zu binden und damit die Chance auf eine eigene Beziehung zu verringern? Definiert er sich dadurch, dass er für die Freundin da ist, für sie sorgt, es ihr schön macht - und selber dadurch Nachteile bzw Unglück erfährt (ist es für ihn Unglück, nicht der richtige Freund zu sein?)

    Nächster Ansatz:
    Ist der beste Freund selber Single oder hat er eine "richtige Freundin"? Ich bin bei meinen Gedanken vom "für mich" typischen "Besten Freund" ausgegangen: selbst Single, ist aber viel mit der Frau zusammen. Gibt es Beste Freunde in (anderer, "richtiger") Beziehung? Wird das von allen Seiten toleriert? Und: ist das Verhältnis dann im Durchschnitt weniger eng? Dh gibt es in diesem Fall Körperkontakt (Massage, kuscheln), gegenseitiges Übernachten etc?

    Vorletzte Frageanregung:
    Altersstruktur. Welche Generation hat solch enge "beste Freunde"? Seit wann haben Frauen Freundschaften zu Männern, ohne "was mit ihnen zu haben"? Und seit wann gibt es da Freundschaften, die "mehr" sind, also vergleichbar mit der Beziehung von "Besten Freundinnen"? Haben das Vierzigjährige? Haben das Dreissigjährige? Oder eher die heutigen Twens und Teens? Und wo ist es am Häufigsten? Kann man bei verschiedenen Altersstufen unterschiedlich enge "beste Freundschaften" feststellen (zB bei den Dreissigjährigen trifft man sich oft miteinander, die Twens tratschen und kuscheln und die Teens machen alles ausser Sex? Nur als Beispiel) Oder ist die Entwicklung sogar rückläufig, und die Generation "Bester Freund" sind zB eher die heutigen Twens?

    Und die letzte Problematik:
    Kann die "Beste Freund"-Geschichte auf Dauer funktionieren? Bleibt das platonisch? Oder ist es nicht so, dass sich irgendwann einer in den anderen verliebt und mehr will? Es sagt, und das Verhältnis zerbricht? Es verschweigt, und sich daran verzehrt (Stichwort masochismus)? Es sagt, und es wird eine richtige Beziehung, die hält? Es sagt, und es wird eine kurze Affäre daraus? Oder kann sich eine "Beste Freund" Beziehung auch zu einer Freundschaft mit gelegentlichem Sex ohne feste Bindung entwickeln?
    Man liest hier ja doch erstaunlich oft, dass es eben nicht klappt, dass irgendwie etwas sexuelles draus wird oder werden soll... versuchen also viele, diesen seltsamen Beziehungsstatus in eine richtige Beziehung aufzulösen?
    ..
    ..
    ..
    Das wären mein Diskussionsansätze. Was ich brauche, sind Erfahrungsberichte. Mein Erfahrung beschränkt sich darauf, dass ich einen "typischen" Besten Freund kenne, also einen, der ein bischen metro ist, gut mit Mädels tratschen und umgehen kann, aber nie als Liebhaber in Betracht kommt (und ich kenne ihn seit Jahren und beobachte das interessiert), obwohl er es gerne wäre. Außerdem kenne ich den jungen Mann, den meine Freundin ihren Besten Freund nennt; er verdient sich diesen Titel wohl durch ähnliche Interessen und ...naja, das, was Freundschaft ausmacht. Wobei ich auch hier nicht verstehe, warum die beiden nie zusammengekommen sind; dass er wollte, ist mir bekannt. Warum hat das also nie geklappt? Ist er nicht "ihr Typ"? Aber da er mir in jeder Hinsicht sehr ähnlich ist, Aussehen und Art... warum bin ich "ihr Typ" und er nicht? Und wie ist das für ihn, zu sehen, wie dieses Mädchen (für das er was empfindet? Freundschaft? Liebe?) mit einem anderen "weiter geht" als mit ihm? Mh.
    ...
    Jaja, kompliziert. vermutlich eine Geschichte, die letztendlich darauf hinausläuft: Was ist Liebe? Was ist Freundschaft. OK, kann man nicht beantwortern. Aber dieser seltsame Beziehungszwitter "Beste Freundschaft" ist doch vielleicht eine kleine Diskussion bzw ein paar Erfahrungsaustäusche wert.

    Also die Frage: was denkt ihr zu dem Thema?
    (nochmal @Moderatoren: richtiges Forum?)
     
    #1
    many--, 23 September 2006
  2. fractured
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    ich geb zu, ich bin schuld an diesem threat... :schuechte

    also ich hab ja auch meinen besten freund - mit dem kuschele ich aber nicht, wir kloppen uns halt... er ist weder metro noch besonders der frauenversteher. wir haben uns einfach sehr gut angefreundet. ich weiß auch nicht, ob er überhaupt auf mich steht, ich glaube er steht eher auf süße frauen und süß bin ich absolut nicht....

    als ich ihn kennengelernt hab, kam er grad aus ner Beziehung und irgendwann hatte er dann wieder ne freundin. kann jetzt zeitlich nicht einordnen, ob vor oder nachdem ich meinen festen freund bekommen habe. das ist dann allerdings zu bruch gegangen.

    ich habe allerdings schon seit ich klein bin immer nen besten freund gehabt. mädels fand ich immer langweilig, wollten nur mit puppen spielen und später nur über schminke reden. ich bin lieber mit den jungs bolzen gegangen. dementsprechend habe ich auf jeden fall während meiner teen und nun auch in den twens nen besten freund.

    bei uns ist es nun seit 3 jahren platonisch und mein andrer (früherer bester freund), mit dem ich mich ein bisschen auseinandergelebt habe, waren auch 7 jahre beste freunde. hab ihn auch mit ner freundin verkuppelt.
    platonische beziehungen sind also für mich vollkommen normal, kann nicht verstehen, wenn wer meint, dass es sowas nicht gibt.
     
    #2
    fractured, 23 September 2006
  3. Gravity
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    nicht angegeben
    Ich denke, dass die entsprechenden Mädels ein Nähe-Distanz Problem haben. Vielleicht wollen sie auch alle annehmlichkeiten, aber keine Verpflichtungen. Vielleicht wollen sie auch eine romantische Liebe - alles außer Sex. Vielleicht gibt es ihnen das Gefühl von Sauberkeit.
    Was die Jungs dabei angeht: Vermutlich gilt für sie das selbe.

    Natürlich könnte es auch sein, dass einer mehr interesse hat als der Andere und der jenige mit weniger Interesse einfach die Annehmlichkeiten abkassiert ohne was dafür tun zu müssen.
     
    #3
    Gravity, 23 September 2006
  4. Shiny Flame
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    Verlobt
    Meinen besten Freund nenne ich liebevoll-scherzhaft meinen "großen Bruder". Er war vor Jahren mal mein Ex-Freund, und langsam hat sich daraus dann eine schöne Freundschaft entwickelt.

    Er ist verheiratet, ich bin (mehr oder weniger stressig/glücklich) liiert. Manche Dinge unternehmen wir zusammen, manchmal unternehmen wir auch zu viert etwas. Er hat damals mich und meinen jetzigen Freund überhaupt erst verkuppelt.

    Nachdem die Beziehung mit meinem zweiten Ex vorbei war, hat er mcih oft kuschelnderweise in den Arm genommen. Zwischen uns ist immer ein klitzekleines bisschen erotischer Spannung, aber da das ausgesprochen ist und wir beide wissen, dass wir keine Beziehung wollen (und führen könnten, weil es einfach nicht passt), funktioniert das.

    Und bei anderen Männern... Tja, da fühle ich einfach noch mehr erotische Spannung, besonders bei meinem Freund. Aber für Außenseiter kann es ganz schön komisch wirken, wenn wir Arm in Arm irgendwo lang gehen... (und für seine Frau vielleicht auch?)
     
    #4
    Shiny Flame, 23 September 2006
  5. anti-anti
    anti-anti (33)
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    nicht angegeben
    Es kommt wohl immer auf den besten Freund und die Frau an, aber nach meiner Erfahrung aus dem Bekanntenkreis oder bei meinen Ex-Freundinnen ist es schon häufiger das mit dem besten Freund mal was passiert ist, als das die Freundschaftsbeziehung tatsächlich völlig platonisch verlief.

    Und warum das so ist: ohne jetzt pauschal "alle" sagen zu wollen, denke ich das viele Frauen dann einfach an dem Kerl was finden das ihr eigener nicht hat oder ihn zu Single-Zeiten eben als "Ersatz-Freund" ohne sexuellen Kontakt nehmen. Umgekehrt, ist es bei den Männern wahrscheinlich so ähnlich + dem Hintergedanken das da ja vielleicht irgendwann mal was gehen könnte.
     
    #5
    anti-anti, 23 September 2006
  6. Shiny Flame
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    Verlobt
    Mir ist grad noch eingefallen, dass ich im Bekanntenkreis noch eine Freundin und ihren besten Freund habe. Die beiden sind Single (waren allerdings in der Vergangenheit schon mal zusammen, nur hat der Beziehungsalltag eben nicht geklappt, möglicheweise, weil er zu gerne flirtet), unternehmen manchmal was zusammen, wenn es einem von beiden schlecht geht, ist der andere für ihn da, und ganz selten, wenn beide sich zu einsam fühlen, haben sie auch zusammen Sex (alle 6-10 Monate, also nein, man kann nciht sagen, dass sie eigentlich zusammen sind - vor allem, weil beide das auch durchaus mit gelegentlichen Disco-Bekanntschaften o.ä. so halten!)

    Beide flirten auch sonst gerne und sind durchaus auf der Suche. Nur nicht nacheinander.

    Das wollte ich nur mal als Beispiel dafür bringen, wie "beste-Freunde"Arrangements auch aussehen können. Und nein, die beiden sind nicht distanzlos. Sex und Freundschaft ist eben manchmal einfach nicht gleich Liebe und Partnerschaft.

    Außerdem gibt es auch Frauen, die halt eher der Kumpeltyp sind, mit Männern total gut klarkommen, aber auch nie als potentielle Partnerin wahrgenommen werden...

    Muss man Liebe oder Freundschaft immer definieren? Sind nicht gerade die tausend Facetten und Nuancen davon so reizvoll?
     
    #6
    Shiny Flame, 23 September 2006
  7. User 53748
    User 53748 (28)
    Meistens hier zu finden
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    in einer Beziehung
    Puh ich hab seit drei Jahren einen besten Freund (jetzt 19) dem ich eigentlich fast alles anvertraue. Wir haben uns in der Schule kennen gelernt, gingen lange Zeit in die gleiche Klasse.
    Ich fand damals, da er älter war als die anderen Jungs, das er bereits älter und männlicher wirkte. Er hat mich einfach irgendwie fasziniert, vielleicht hab ich auch von ihm geschwärmt und tat dies lange Zeit. Das eine richtig dicke Freundschaft draus wurde entwickelte sich mit der Zeit.
    Ich sag mal so: Anfangs (und jetzt) hätte ich vllt die "Chance" auf eine Partnerschaft gehabt, aber ich fühlte, das er nicht der Richtige ist.

    Dann erlebte ich zwei feste Freundinnen mit, die erste machte mich irgendwie erst richtig auf ihn aufmerksam.. machte ihn interessant für mich. Weil er nicht zu haben war... (Problem mit Nähe meinerseits?.. ) und ich mich gefahrlos mit ihm "abgeben" konnte und er mir natürlich auch sympatisch war/ist. Die zweite Freundin von ihm kam, ich derweil die ganze Zeit über Single. Ich fand den "Zustand": "beste Freunde" perfekt.

    Ich muss dazu sagen: Wir sahen uns eher selten nachdem er die Schule wechselte, vllt alle 4 Wochen einen Tag und chatteten aber JEDEN Abend mehrere Stunden sehr intensiv. Oft fehlte er mir sehr und ich hänge immer noch sehr an ihm. Hm, er ist kein "Metro", er ist eher eine Art Einzelgänger, ich kenne kein PC Problem was er nicht lösen könnte. Was mich immer besorgt(e) war sein Alkoholkonsum und eben teilweise zu lockere oder schräge Einstellung zu manchen Dingen meiner Meinung nach.

    Nun denn, nach über einem Jahr neigte sich seine Beziehung dem Ende was ich aber wirklich erst ca 1 Woche vor dem Schlusstrich erfuhr. Das es nie richtig toll lief wusste ich aber die ganze Zeit, habe teilw. sogar versucht zu vermitteln weil ich auch mit ihr gut klarkam. Ihrerseits soll vor über einem Jahr der Spruch gekommen sein, warum er nicht mit mir zusammen ist, wo er doch mit mir viel glücklicher zu sein scheint.
    Nun ist Schluß und ich mache mir Sorgen. Das durchkitzeln und kuscheln ist für mich ok, aber mehr möchte ich nicht. Und er erwähnt immer wieder beiläufig und in Andeutungen versteckt, das er sich schon etwas mit mir vorstellen könnte, eben auch eine Beziehung. Aber ich LIEBE ihn eben nicht, für mich ist er wirklich eher wie ein Bruder. Ich will einfach keine Intimitäten mit ihm und ich möchte auch nicht die Freundschaft zwischen uns aufs Spiel setzen, dafür ist er mir ZU wichtig. Ein Leben ohne ihn ist für mich unvorstellbar. (Außerdem denke ich, das er noch unter der Trennung leidet und nur diese "Lücke" füllen möchte)


    Generell habe ich ein Problem mit mir selbst um es mal so zu sagen. Ich weiß fast nie wie es um meine Gefühle zu jemandem steht, schaffe es oft,mir verliebt sein einzubilden usw.
    Passt das in deine Theorien? :grin:
     
    #7
    User 53748, 23 September 2006
  8. Caty
    Caty (29)
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    vergeben und glücklich
    ich habe auch sowas wie einen "besten freund", seit knapp 1 1/2 jahren...es begann damals damit, dass ich mich bei einem schulprojekt total in ihn verknallt habe und begann, näheren kontakt zu ihm zu haben. wir schrieben über icq und fingen dann an, uns zu treffen, meist mit einer gemeinsamen freundin(tanja), die schon lange mit ihm befreundet war. wir verbrachten dann praktisch jeden abend miteinander, oft bis spät nachts, mit gemeinsamen dvd-gucken, reden usw. da waren wir dann zu dritt oder auch zu viert mit noch einer weiteren freundin.
    diese zeit war für mich toll, aber oft auch schmerzhaft, da er immer zwischen uns 3 mädels stand.

    eine zeitlang trafen wir uns öfter allein und hatten dann was miteinander, er wollte aber keine beziehung. das war erst schlimm für mich, dann merkte ich aber, dass das wichtigste für mich seine freundschaft und nähe ist, und es ging halt weiter.
    sehr hart war es dann nochmal, als er mit tanja zusammen kam, vor knapp einem jahr...
    ich kam aber drüber weg und habe jetzt seit 5 monaten einen freund, mit dem ich glücklich bin. die beiden sind auch sehr gut befreundet.

    mein bester freund hat mir auch in klischeehafter "bester-freund-manier" dabei geholfen, mit meinem jetzigen freund zusammenzukommen, und hatte immer ein offenes ohr für mich...auch wenn es, so glaube ich, nicht so einfach für ihn war, dass jetzt noch ein anderer in meinem leben ist.

    na und jetzt passt eigentlich alles perfekt, wir sind 2 paare, die sich gut verstehen und viel zusammen machen, und mein bester freund ist mein bester freund und nicht mehr...wir vertrauen uns recht intime sachen an und haben vor allem unheimlich viel spaß zusammen.allerdings ist da schon noch eine gewisse erotische spannung zwischen uns...er eröffnete mir auch vor einiger zeit, dass er gefühle für mich hat und sich etwas mit seiner freundin und mir vorstellen könnte....da war ich perplex, ich wollte ihn schließlich immer damals...aber er kam zu spät damit, ich will nur noch meinen freund und nicht wieder die schmerzhaften verworrenheiten von damals. mein bester freund ist mir aber schon sehr wichtig, es geht mir immer schlecht, wenn mal nicht so viel kontakt zwischen uns ist und ich will ihn nicht mehr missen.

    na jedenfalls passt er nicht so in dein schema, er ist nicht so ein metro-typ und auch nicht masochistisch-devot...ist schon eine komische sache bei uns, aber im moment bin ich sehr zufrieden mit dem status.
     
    #8
    Caty, 24 September 2006
  9. ~Vienna~
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    nicht angegeben
    Dein Text passt mir ja gerade wie die Faust aufs Auge :cool1: Hat Spaß gemacht, ihn zu lesen, um das mal vorweg zu sagen.


    Ich habe auch einen besten Freund.
    Und in dieser Freundschaft konnte niemand mehr sagen, wo die Grenzen zur Liebe/Beziehung lagen. Sie waren verwischt.
    Ich weiß, dass er mich mal geliebt hat, aber für mich war er eben nur mein Freund ohne den Faktor Sex. Verkraftet hat er es wohl nie, dass ich mit anderen weiter ging, als mit ihm. Es traf ihn in seinem Stolz und seiner Männlichkeit, denn metro ist er ganz und gar nicht. Doch so sehr ich mich auch bemühte, sexuell gesehen war es für mich einfach nicht vorstellbar. Auch wenn ich ihn immer geliebt habe. Auf eine komische Art und Weise.
    Nachdem er mir seine Liebe gestand, kamen wir beide nicht mehr damit zurecht. Es folgte eine lange Zeit ohne Kontakt. Ich fühlte mich schuldig und unter Druck gesetzt und er warf mir vor, ihn als Lückenfüller benutzt zu haben.
    Gerade, als ich die Freundschaft abgehakt hatte, lebte sie wieder auf. Er wurde zum von dir beschriebenen Bild von bestem Freund: Man redete über alles, traf sich sehr oft, kuschelte und massierte sich, hielt sogar ab und zu Händchen und benahm sich so, als sei man zusammen, ohne es zu sein.

    Das war der perfekte Zustand für mich.
    Und das hatte nicht viel damit zu tun, dass ich mich vor Verantwortung drücken wollte. Nein. Ich konnte ihm das geben, was mein Herz mir sagte und ihm war es genug. Das war ein gutes Gefühl.

    Doch dann lernte er ein Mädchen kennen und distanziert sich seitdem mehr und mehr von mir. Vielleicht, weil er mich noch immer zu sehr mag. Vielleicht, weil er das Mädchen lieber mag. Vielleicht, weil ich ihm egal geworden bin.
    Und was soll ich sagen, es tut mir weh, denn er ist für mich eben wie ein richtiger Freund gewesen. Einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben.
    Er war immer derselbe für mich mit demselben Status, egal ob ich in einer Beziehung war, oder nicht.

    Und nun neigt es sich dem Ende zu und es mag sein, dass es besser so ist. Für ihn.


    Als junges Mädchen hatte ich auch schon mal einen besten Freund. Wir waren Kinder, aber selbst da zerbrach die Freundschaft mit Einsetzen der Pubertät. Konnte ich es mir damals aufgrund der fehlenden Erfahrung und des jungen Alters nicht erklären, so weiß ich heute, dass wohl Verliebtheits-ähnliche Gefühle Schuld daran trugen.


    Im Großen und Ganzen war niemand von meinen besten Freunden der Typ Frauenversteher. Und gerade das war es, was mich reizte. Ich suche in Männern keinen Ersatz für die beste Freundin. Ich möchte mit Männern nicht Frauenthemen bereden. Was ich an ihnen schätze ist ihre unkomplizierte und draufgängerische Art, ihr Humor, ihr gelegentlich zum Vorschein kommendes Macho-Gehabe und ihre Direktheit. Ich mag es, zu sehen, wie und warum Männer so denken und handeln, freue mich über (wertvolle?) Tipps. Außerdem kann man sich so wunderbar mit ihnen kloppen. Und sie ertragen auch meine manchmal etwas forsche Art. Mein bester Freund kontert mit einem lockeren Spruch und nimmt mir somit den Wind aus den Segeln, wo meine beste Freundin schon beleidigt in der Ecke säße.
    Mit Männern verstehe ich mich einfach besser, als mit Frauen.

    Doch leider wird der Faktor Sex immer zwischen mir und einem Mann stehen. Das ist nunmal menschlich. Gerade für den Mann muss es anscheinend (?) schwierig sein, immer nur neben einer für ihn attraktiven Frau zu sitzen und zuzusehen, wie andere zum Zuge kommen, er selbst aber nur davon träumen kann :kopfschue
     
    #9
    ~Vienna~, 24 September 2006
  10. ~Wolke~
    ~Wolke~ (29)
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    nicht angegeben
    Joa will auch mal meinen Senf dazugeben.
    Habe auch einen besten Freund, war er allerdings noch nicht immer.Kennen uns seit der 5.Klasse und mochten uns auch ganz gerne und mit den Jahren hatten wir immer mehr miteinander zu tun (gleiche Freunde usw).
    Ich schlafe weder bei ihm noch tausche ich irgendwelche Zärtlichkeiten aus und ich habe auch noch nie daran gedacht irgendwie.Er ist so absolut nich mein Typ,aber ich kann mich halt gut mit unterhalten usw. Schwierig wurde es vor nem Jahr ungefähr,wo er sich in mich verliebte,aber wir haben das geklärt, und seitdem verstehen wir uns wieder besser.
    In das Muster passt er insofern,weil er Single ist und schon eine Art Frauenversteher :zwinker: Ich denke es gibt keine einfache Erklärung für das Phänomen "bester Freund" und man kann auch nich alle Frau- Mann Freundschaften irgendwie in eine Schublade stecken, weil bei jedem da andere Gefühle bzw Sichtweisen hinterstecken.

    Aber @ Threadstarter, ich find deine Ideen und Ansätze echt interessant :cool1:
     
    #10
    ~Wolke~, 24 September 2006
  11. Tafkadasom2k5
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    nicht angegeben
    Ich als "bester Freund" werde auch mal stellung nehmen.
    Metrosexuell würde ich mich nicht bezeichnen, aber eine gute Bekannte nannte mich letztens eine "komische, seltene Art von Mann". Die Freundschaft zu meiner besten Freundin besteht seit ca 4 Jahren und in dieser Zeit ist viel passiert.

    Sie verliebt->Ich nichts gemerkt
    Ich verliebt->Sie nichts gemerkt
    Missverständnis-> Das Unvermeindliche -> Missverständniss aufgeklärt-> Streit-> Vertragen -> Intimwerdung vermieden.

    So bin ich mehr oder minder auf den Schluss gekommen, dass "beste Freunde" wohl Beziehungen sind, die in einer gewissen Weise Reizvoll, aber zu wenig Zukunft haben. So schützt man das "innige" dieser Beziehung, indem man es nicht durch ein schlechtes Aus innerhalb der Beziehung zerstört...
    Einfach jemand, mit dem man reden kann, mit dem man theoretisch auch schlafen kann, aber der einem zu wichtig dafür ist...

    Dieser Schwebezustand ist leider schwer zu definieren... :zwinker:

    Gr33tz
    Tafkadasom2k5
     
    #11
    Tafkadasom2k5, 24 September 2006
  12. many--
    many-- (32)
    Beiträge füllen Bücher Themenstarter
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    Verheiratet
    Interessanter Einwurf nebenbei: man müsste einfach mal zählen, wie viele Themen hier im Forum sich um das "Bester Freund" Problem drehen. Grundtenor: Will er was von mir? Oder: Er will was von mir, und ich will das nicht! Oder: Ich bin eifersüchtig auf den Besten Freund meiner Freundin.
    Ich komm gerade drauf, weil ich bei meinem oberflächlichen Blick über die neuen Themen direkt einige gefunden habe.
    Dabei scheinen sich diese Themen vornehmlich im Liebe und Partnerschaft sowie im Kummerkasten-Forum zu befinden. Ich hätte ja noch gedacht, das bei den Umfragen einige dabei sind... aber offenbar gibt es da mehr von der Seele zu reden als zu erfragen.
    ...
    Lasst euch von diesem Zwischeneinwurf nicht vom freien Diskutieren und Beispielbringen abhalten :zwinker: ich finde das interessant, da Meinungen zu hören...
     
    #12
    many--, 24 September 2006
  13. Firebladerin
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Als mein bester Freund und ich uns vor etwas mehr als 3 Jahren kennenlernten, waren wir beide frisch getrennt, hatten einige Probleme am Hals und dementsprechend den Kopf nicht frei für was Festes. Anlehnungsbedürftig waren wir trotzdem, und so entstand aus nem klassischem ONS unser "Freundschaft PLUS"-Arrangement, also Freundschaft + Sex. Spaß und gegenseitige Unterstützung ohne Verpflichtung und Beziehungsstreß. HEUTE -rückblickend- muß ich sagen, daß wir uns EIGENTLICH was vorgemacht haben und DURCHAUS eine Beziehung (und zwar eine sehr schöne !!!) hatten, die aber durch unser Denken "Wir haben keine Beziehung" :tongue: vor negativen Verhaltensweisen verschont geblieben ist. Streits wurden nicht so zu Herzen genommen, Machtkämpfe gab es keine. Schließlich mußte man sich ohne Beziehung ja auch nicht zusammenraufen ! :tongue: Wir erlebten also nur die positiven Seiten einer Beziehung und es blieb nicht aus, daß ich mich schließlich in ihn verliebte. Leider blieben diese Gefühle einseitig und so sah ich nach 9-monatiger gemeinsamer Zeit letztlich keinen anderen Weg mehr, als unsere "Beziehung, die eigentlich keine war -oder etwa doch ?" :tongue: zu beenden, BEVOR es wegen verletzter Gefühle in einen Rosenkrieg eskalierte. Die erste Zeit nach unserer "Trennung" (die ja eigentlich keine war, denn wir hatten ja nie eine Beziehung, also konnten wir uns auch nicht trennen und dementsprechend würde ja alles beim Alten bleiben, nur daß wir halt den Sex weglassen würden... :tongue: ) war für mich dann doch leider ziemlich heftig, aber letztlich siegte unsere tiefe Freundschaft über den Schmerz.

    Seitdem ist das Thema "Sex" bei uns völlig vom Tisch. Klar gibts mal eine Umarmung oder ein Bussi. Oder eindeutig zweideutige Sprüche und Witzeleien, wobei jeder von uns weiß, wie es der andere meint (Außenstehende gucken schon mal ein bißchen dumm aus der Wäsche... :zwinker: ). Das wars dann aber auch schon, weiter geht keiner von uns. -Auch wenn wir gemeinsam mit unseren Motorrädern unterwegs sind, aus Gepäckreduzierungsgründen im selben Zelt schlafen oder aus Kostengründen im Hotel ein Doppelzimmer buchen (was natürlich nur passiert, wenn wir BEIDE solo sind, denn ansonsten ist der jeweilige Partner ja eh mit von der Partie.).

    Durch unseren Zusammenhalt, die gegenseitige Unterstützung und die absolute Ehrlichkeit, die immer zwischen uns herrschte, ist so im Lauf der Zeit einfach ein Gefühl entstanden, das auf 100%igem Vertrauen basiert und wir wissen, daß der eine IMMER für den anderen da sein wird, egal was auch passieren mag. Aber ist es nicht GENAU DAS, was eine ECHTE Freundschaft ausmacht ?!?

    Eifersüchteleien und / oder Probleme in Bezug auf "außerfreundschaftlichen Beziehungsversuche zu Dritten" gab es eigentlich keine, außer mal ganz am Anfang nach unserer "Trennung" :tongue: . Damals war ich eifersüchtig auf seine aktuelle Bettgefährtin, denn (wie oben beschrieben) hatte ich ja durchaus Gefühle für ihn entwickelt. Von seiner Seite aus kenne ich sowas wie Eifersucht gar nicht.

    Komischerweise durchlebe ich gerade jetzt nochmal eine ähnliche Situation wie damals, als ich meinen besten Freund kennenlernte. Verblüffende Paralellen, einseitige Gefühle, Herzschmerz und doch tiefe Verbundenheit zum anderen... -Aber manche Leute müssen gewisse Situationen eben 2x erleben um das daraus aufnehmen zu können, was ihnen das Leben damit zeigen will... :zwinker: .

    Im Übrigen hab ich seit ich denken kann mehr mit Männern zu tun als mit Frauen. Bin wohl der klassische Kumpeltyp und mache fast jeden Scheiß mit. Schon als Kind hab ich eher mit Jungs gespielt, im Dreck gewühlt und Lego gebastelt als Barbies angezogen und Frisuren ausprobiert. Heute bringt es auch meine große Leidenschaft mit sich, daß ich mich eigentlich in ner Männerwelt bewege: das Motorradfahren. Die Biker-Szene ist halt immer noch männerdominitert, auch wenn inzwischen mehr Frauen selber fahren als zu Mutters Zeiten. Und genau dieses Hobby ist es auch, das viele Bereiche meines Lebens "maskulinisiert". Anstatt für Schminke geb ich mein Geld für Motoröl aus, anstatt All-inklusiv-Club-Urlaub zu machen fahre ich mit Zelt, Schlafsack und Isomatte auf Motorradtreffen, anstatt über Schuhe und Handtaschen zu plaudern führe ich Benzingespräche und anstatt meine Zeit mit Kaffeekränzchen zu verplempern schraube ich lieber an meinem Bock. Ist es dann also ein Wunder, wenn ich anstatt ner besten Freundin nen besten Freund habe ?!?
     
    #13
    Firebladerin, 24 September 2006
  14. Immortality
    Verbringt hier viel Zeit
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    2
    Single
    Ich habe auch einen besten Freund, und wie schon ein paar vor mir gesagt haben, liegt das vor allem daran, dass ich mit Jungs besser klarkomme und sie in der Regel lieber mag. Ich hatte auch als Kind, also im Grunde 13 Jahre lang, einen besten Freund. Das war so ziemlich die Freundschaft, die mir bisher am meisten bedeutet hat. Mit 13 ging das Ganze dann irgendwie auseinander, und ich bin mir auch sicher, dass es damit zusammenhängt, dass die Pubertät eingesetzt hat und sich irgendwie Gefühle entwickelt haben. Da lief auch sowas mit Händchenhalten und Kuscheln vorm Fernseher. Und dann wars irgendwie vorbei, und er wohnt immer noch neben mir , aber wir sind praktisch Fremde. Und klar kommen tu ich mit der Situation nicht wirklich, obwohls jetzt auch schon ein paar Jahre her ist.

    Meinen jetzigen besten Freund hab ich noch nicth so lange. Ich hab im Januar die Schule gewechselt, ihn kannt ich als Freund meines Freundes zwar schon vorher mehr oder weniger, aber erst dann haben wir uns besser angefreundet.Und es ist eine schwierige Beziehung. Wir streiten uns ziemlich häufig, und auch, wenns mir vielleicht teilweise besser gehen würde ohne ihn, kann und will ich das nicht, denn er bedeutet mir einfach verdammt viel. Und ich ihm auch.
    Und ich kann nicht leugnen, dass ich mir manchmal über meine Gefühle ihm gegenüber einfach nicht sicher bin, weil er für mich schon sehr anziehend ist. Und ich schätze mal einfach aus dem, wie er sich verhält, und was er ab und zu sagt, dass das für ihn auch so ist. Es ist aber NICHT so, dass die Beziehung, die wir führen, schon wäre, als sei er mein fester Freund nur ohne Sex. Also nix mit Massagen oder so was. Dadurch, dass er zuerst der Freund meines Freundes war, machen wir auch immer was zusammen, und nicht ich mit ihm allein, was ich auch teilweise schade finde, aber ich will meinen Freund auch nicht vor den Kopf stoßen indem ich ihn fragen würde, obs ok wäre, wenn ich mit ihm auch was allein machen würde. Keine Ahnung, ob mein bester Freund das überhaupt wollen würde, weils bisher eben nie so war.
     
    #14
    Immortality, 24 September 2006

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