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Das Problem mit dem schnell anfreunden

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von (ma)donna, 21 Oktober 2004.

  1. (ma)donna
    (ma)donna (32)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Ich merke sehr oft, dass ich nicht immer so kommunikativ bin wie mein Freund es ist. Am Selbstbewusstsein fehlt es bei mir nicht, daran kann es nicht liegen. Das liegt im gesundem Mittelmaß. Ich bin nicht schüchtern, weiss aber auch wann ich meine Klappe halten muss.

    Mein Freund hat jetzt seine Lehre angefangen und dutzt sich schon mit allen Angestellten. (Ist zum Beispiel bei meiner Lehre nicht so gewesen) Mit einer 30 Jährigen Arbeitskollegin zwickt (in die Rippen kneifen) er sich sogar schon und scheint schon fast alles von Ihr zu wissen. Sie auch von Ihm. Findet Ihr das nicht irgendwie naiv?

    Ich bin da irgendwie ganz anders. Ich bin sehr vorsichtig. Eher Mißtrauisch, ob ich mit dieser Person überhaupt meine Gedanken teilen möchte.
    Es fällt mir irgendwie schwer neue Freundschaften zu knüpfen, da ich mir bei einem Menschen 100 % sicher sein muss, dass ich Ihm vertrauen kann.
    Bin da zu verklemmt oder "anders" als andere?

    Ich bin eine sehr offene und extrovertierte Person und sage auch das was ich denke, aber dafür brauch ich eine Person meines Vertrauens.
    Ich habe zum Beispiel die Meinung, dass ich erst jemanden einen Freund nennen kann, wenn ich mich 100%ig auf Ihn verlassen kann.

    Würde mich interessieren was Ihr darüber denkt.
    Wie Ihr seid? Wie schnell Ihr euch mit jemanden anfreundet...

    DANKE !
     
    #1
    (ma)donna, 21 Oktober 2004
  2. AntiChristSuperStar
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hey....

    ich denk ich bin so ein bissi wie dein Freund, komm schnell mit leuten klar, und kann auch schnell gute Verhältnisse aufbauen....Dummerweise auch bei Frauen, dehne ich dann viel zu schnell, viel zu intime dinge anvertrau, und deswegen bin ich grade in den letzten 4 Wochen böse auf die Fresse geflogen.
    Mir wäre es oft lieber wenn ich so wie du wäre und net jedem alles erzähle und anvertrauen würde. Aber ich find da ist nix schlimmes dabei wie du bist meine Ex war noch viel schlimmer als du, aber das is ok.
    Echt lieber langsamer auf Leute zu als zu schnell.
     
    #2
    AntiChristSuperStar, 21 Oktober 2004
  3. Dreamerin
    Gast
    0
    Mir gehts da genauso. Beim Anfreunden brauche ich laaaang!

    Wenn ichs mit einer Gruppe von Leuten zutun habe, dann geht das ganz schlecht. Sind die Leute einzeln, gehts eher.

    Ich muss der Person nicht zu 100 % vertrauen können, um mich mit ihr zu verstehen. Sie muss einfach auf meiner Wellenlänge sein. Das ist selten so. Aus jedem "Lebensschritt" picke ich 1-2 Leute raus. Aus einer Berufsschulklasse z. B. Oder aus der Klasse, in der ich jetzt bin. Es bleiben immer nur 1-2 Leute wirklich hängen!

    Um jemandem viel zu erzählen, brauch ich auch nicht 100 % vertrauen. Ich rede mit vielen Leuten über viele Dinge. Mit dem über das, mit dem über dies...

    100 % ig vertrauen kann ich außerdem eh niemandem!
     
    #3
    Dreamerin, 21 Oktober 2004
  4. Schlaraffenland
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Mit naiv hat das nichts zu tun, er ist wie Du schon sagtest ein offener Mensch. Ich selbst würde mich auch so bezeichenen, lerne schnell neue Leute kennen. Aber um mich diesen dann anzuvertrauen dauert es auch ein bisschen. Deswegen würde ich mir keinen Kopf machen, wenn es Dich stört dann rede doch einfach mit Deinem Freund das ist immernoch die beste möglichkeit.
     
    #4
    Schlaraffenland, 21 Oktober 2004
  5. purzel74
    Gast
    0
    Deine Einstellung deckt sich 100%-ig mit meiner. Ich bin sehr "wählerisch", brauche lange, um Vertrauen aufzubauen, bin aber im Grunde total gesellig. Ich war immer der Meinung, dass ich damit richtig liege. Entweder ganz oder gar nicht. Mittlerweile fühle ich mich mit dieser Einstellung fehl am Platz. Durch einen Umzug und Trennung vom Partner habe ich den größten Teil meiner guten Freunde mehr oder weniger verloren. Dass ich mich jetzt nicht leicht auf neue Leute einlassen kann, sondern erst genau "begutachten" muss, macht mir das zwischenmenschliche Leben schwer. Aus meiner heutigen Sicht finde ich das Verhalten deines Freundes nicht naiv. Es birgt einfach Chancen und Risiken. Miteinander über viel reden sehe ich nicht als Problem, körperliche Berührungen sollte er aber unterlassen. Ich würde mir gerne ein Scheibchen von ihm abschneiden...Lass ihn ruhig, rede mit ihm, dass er einfach nicht zu weit gehen soll.
     
    #5
    purzel74, 21 Oktober 2004
  6. (ma)donna
    (ma)donna (32)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Nein nein, ich glaube Ihr versteht mich da falsch. Um mit jemandem per Du zu sein, vermag es nicht an 100%igem Vertrauen.

    Aber um jemanden meinen Freund oder meine Freundin zu nennen, finde ich, gehört es zu mehr.....
     
    #6
    (ma)donna, 21 Oktober 2004
  7. glashaus
    Gast
    0
    Ich glaube da sind wir uns relativ ähnlich.

    Ich hab auch kein Problem damit Leute zu duzen, passe aber auf was ich sage, wenn ich diese Menschen nicht gut kenne. Wird oft als "Arroganz" gewertet, dabei teste ich eigentlich nur aus, wie in Bezug auf die Person meine Grenzen gesteckt sind.
    Hab mir auch schon oft den Satz anhören müssen: "Also, so hätte ich dich ja ja GAR NICHT eingeschätzt..."
     
    #7
    glashaus, 21 Oktober 2004
  8. Olga
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Exakt so ist es bei mir auch.
    Ich glaube, viele denken von mir, ich sei arrogant und wolle nichts mit ihnen zu tun haben.
    Dabei ist es eher andersrum, dass ich gerne mit mehr Leuten befreundet wäre, aber immer denke, dass ich die eher nerve oder so.
    Naja, bei mir liegts glaub ich auch an ziemlich schlechten Erfahrungen, die ich mit "Freunden" gemacht hab. Seitdem bin ich übervorsichtig.
    Wenn ich dann mal jemanden gut kenn, dann laber ich den auch ohne Ende zu. Aber bis dahin brauchts halt seine Zeit.
     
    #8
    Olga, 21 Oktober 2004
  9. User 15156
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    vergeben und glücklich
    geht mir genauso. ich brauch immer ziemlich lange bis ich vertrauen zu einem menschen habe und ich mich mit ihm anfreunde. deswegen kenne mich auch viele menschen nicht wirklich gut und schätzen mich falsch ein. bei mir wird zum beispiel meine zurückhaltung oft als extrem schüchtern gewertet,menschen die mich aber kennen wissen dass das nicht ganz so der fall ist.
    ich hab deswegen auch nur wenige sehr gute freunde. is mir aber lieber als viele oberflächliche freunde!
     
    #9
    User 15156, 21 Oktober 2004
  10. Reamon
    Reamon (34)
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    0
    vergeben und glücklich
    Salut

    hma, also früher war ich auch so wie du...eher zurückhaltend...nicht so viele Freunde, mit denen aber dafür richtige, tiefe Freundschaften.
    nun, mein Bruder war da eher der extrovertierte Typ, der schnell auf andere zugehen konnte und das hat mich immer irgendwie fasziniert, wie er mit wildfremden Leuten über irgendwas reden konnte...small-talk halt.

    Hatte dazumals nicht das grösste Selbstbewusstsein, das änderte sich aber im Laufe der Zeit, da ich daran arbeitete. Ausserdem hab ich mir über Jahre diesen "Small-Talk" auch angeeignet, einfach mit irgendwelchen Leuten angefangen zu reden...im Studium, in der Mensa...meist fängt alles mit einer kleinen harmlosen, zur Situation passenden Bemerkung an...und genau da muss man "weiterhaken". Die meisten geben nur ne Antwort und evt. noch en Lächeln, und das wars...aber wenn man dranbleibt, entwickelt sich ein Dialog.

    Heute bin ich ganz froh, über diese "Gabe" zu verfügen, es macht das gesellschaftliche Leben um einiges einfacher...obwohl ich mich ab und zu selbst dabei ertappe, wie ich immer noch "falsche Hemmungen" habe. Aber das ist das wichtigste: es zu merken und was dagegen tun...meist, wenn ich wieder zurückhaltend bin und es merke, geh ich extra "offensiv" vor, gewissermassen um es mir zu zeigen, dass es keine Sache ist.
    Genügend Selbstvertrauen, Humor und Natürlichkeit sind die wichtigsten Eigenschaften...und ja nicht denken, man könne sich blamieren oder so...das gibts nicht...entweder man ist auf der selben Wellenlänge oder nicht...aber das merkt man nach einigen kurz gewechselten Sätzen relativ schnell.

    Was mir aufgefallen ist, dass meistens alle Leute "mitziehen" wenn ich mit ihenen ein Gespräch, Bemerkung anfange...einfach mal eine witzige Bemerkung oder eine treffende Situationsbeschreibung. Am Anfang kann man das auch einfach nur laut vor sich hersagen, so dass es aber die anderen auch hören können, und dann sich umsehen wer einen anschaut, dann noch was hinterherwerfen oder die Person anlächeln.

    Joah, keine Ahnung, ob das jetzt was mit deiner Frage zu tun hat. Auf jeden Fall heisst es noch lange nicht, dass jemand mein "Freund" ist, wenn ich es lustig mir ihm/ihr haben kann, und locker Gespräche führen. Meist ist das ganze auch ziemlich oberflächlich gehalten...je nachdem kann sich daraus aber auch was tieferes entwickeln. Und erzählen tu ich somit dieser Person auch nicht meine intimsten Sachen...obwohl ich da nix zu verbergen hätte.

    Schlimm ist es nur, wenn jemand nur so "oberflächliche" Gespräche führen kann und nicht in die tiefe gehen.

    Find aber sehr gut, dass das dein Freund kann...wie gesagt, es erleichter einem viel...was kann man dabei schon verlieren? Sein Gesicht? Quatsch!

    gruss
     
    #10
    Reamon, 21 Oktober 2004
  11. kerl
    kerl (53)
    Verbringt hier viel Zeit
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    1
    nicht angegeben
    @hi "komische sprichwortkennerin" :link: madonna

    ich denke mal das dein kerl so ein bischen tickt wie ich.
    ich werde sehr schnell "warm" mit fremden menschen. aus mir unerfindlichen gründen werden mir auch sehr schnell intimitäten erzählt. vielleicht weil ich so´n vertrauenserweckender mensch bin. (sagte mir mal eine kollegin als sie mir unvermittelt ihre bettprobleme beichtete und mich nach einer lösungsidee fragte)
    mit dem image hätte ich sicherlich eine grosse karriere als trickbetrüger machen können. :grin:

    aber wieso soll das naiv sein? verstehe ich nicht.
    vielleicht sind die wertigkeiten eurer "geheimnisse" einfach anders.
    das ist so wie bei meinem schnucki und mir.
    was für mich völlig normal ist wenn ich es in einer lustigen runde erzähle würde mein schnucki nieeeeeeeee erzählen.

    ich glaube nicht das du da sonderlich verklemmt bist. würde eher sagen das das andere ehr anormal ist.

    freund nennen..... weiss nicht. ich habe gute zwei hand voll echte freunde. auf den rest könnte ich mich aber ebenso 100%ig verlassen.

    wie ich darüber denke weisst du nun.

    freundschaft schliesse ich übrigens sehr schnell. ob es eine tiefe oder "flache" freundschaft wird endscheidet meist die zeit.

    lg
    kerl
     
    #11
    kerl, 21 Oktober 2004

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