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Das Wiedersehen

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von ogelique, 26 Juni 2004.

  1. ogelique
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    Hi!

    Diese Geschichte habe ich schon vor einem jahr angefangen und auch hier veröffentlicht. Nun habe ich eine kleine Fortsetzung geschrieben und habe es auch vor, eine weitere Fortsetzung zu schreiben.


    Déjà - vu

    Stop.
    Mein Körper ist völlig verkrampft, es zieht sich alles zusammen in der Magengegend, die Zähne knirschen zwischen fest zusammengekniffenen Lippen, der Atem stockt und die Luft bleibt weg. Das Herz hört längst nicht auf mein Gehirn, sondern holt zu immer häufigeren Schlägen aus und droht hinter den Rippen hervor zu springen.
    Was habe ich noch mal gegessen? Wo bin ich? Wieso bin ich hier? Wo bin ICH?
    Nein, es ist keine Verliebtheit, keine Vorfreude und auch keine Angst.
    Oder doch? Vielleicht alles zusammen?
    Nein. Heute weiß ich genau, was es ist. Es ist ein Déjà-vu mit einem alten Bekannten: Gefühl. Ja, genau das ist es, genau dieses habe ich schon mal erlebt - stärker und vielleicht begründeter, aber ich hab's erlebt. In dieser Hinsicht bin ich bereits erfahren.
    Es ist v. a. Angst. Angst, dass ich etwas Falsches mache, Angst, dass ich zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort bin, Angst, etwas zu verlieren, das nicht mehr da ist. Eine falsche Angst. Eine unbegründete. Was kann mir schon passieren?
    Und dann ist es noch etwas: Die Vortrauer. Nach der schwindenden Verliebtheit, nach einer von mir und ihm sorgfältigst aufgebauten Illusion, nach einem schon im Voraus verpatzten Tag. Eine Vortrauer - die ehrlichste und unnützeste aller Trauern. Man trauert etwas nach, was noch nicht eingetreten ist. Eine falsche Trauer.
    Es ist auch Stolz. Denn ich weiß, dass das nicht mehr wird rückgängig zu machen sein, dass ich ausgeliefert bin, dass ich nur jemand bin, der jemandem nachrennt, etwas nachrennt, was schon längst weg ist. Der Zug ist abgefahren. Ich kann nicht mehr zurück, nicht mehr umkehren, genau wie damals. Wegrennen geht nicht - ich muss mich der Gefahr stellen auch, wenn sie nicht mehr abwendbar ist. Und das beste daraus machen. Ein ehrlicher Stolz. Er ist der ehrlichste Teil meiner selbst, aber er ist hier fehl am Platz. Wieder falsch.
    Ich guck' instinktiv in den Spiegel, genau wie damals und genau wie damals sehe ich gut aus. Braungebrannt, diesmal nur keine Solariumbräune, geschminkt und verängstigt.
    Die Treppe rauf - da steht er. Er ist so hübsch! Genau wie damals der Andere. Jedesmal, wenn ich ihn sehe, bin ich von Neuem überrascht, dass er so gut aussieht und ich falle ihm um den Hals. Wie gut ist das, die Geborgenheit ist wunderschön. Mir kommen die Tränen - das Gefühl. Und die Hoffnung, nein, die Erleichterung, dass das Gefühl diesmal versagt hat, dass es nicht gestimmt hat und die Sorgen unnötig waren. Jetzt wird alles wieder gut. Ich bin glücklich, aber ich trauere. Es ist die Vortrauer.
    Wir könnten jetzt miteinander reden, alles klären aber es gibt nichts zu klären. Ich weiß es. Das Problem liegt an ihm, es liegt in seinem Kopf, der für meine Argumente unzugänglich geworden ist, der mehr und mehr eine Mauer um ihn aufbaut, eine immer dickere. Nein, Reden bringt nichts. Nicht dafür treffen wir uns nach 5 Wochen wieder. Ich will mit ihm schlafen. Und er mit mir. Das ist viel besser, ich wollte doch das Beste aus diesem Tag machen.
    Eigentlich sollten die Männer nach dem Sex glücklich sein. Er wirkt so abwesend und konzentriert - konzentriert, aber nicht auf mich. Ich will das nicht. Mir geht's gut, ich fühle mich sexy und hübsch, aber ihm scheint das völlig egal zu sein. Warum? Warum kann er das alles nicht vergessen und einfach so sein, wie vor den Ferien? Déjà-vu.
    Es ist falsch und ich komme nicht davon los, dass etwas so sein kann wie es einmal war. Es wird niemals so sein. Wer macht so einen Fehler zwei Mal hintereinander? Ich. Aber warum? Ich bin hübsch, ich bin sexy, ich lache und fühle mich pudelwohl - warum will er mir nicht wenigstens das lassen? Und ich fange an zu weinen, weil er unglücklich und unzufrieden ist und ich überempfindlich. Ich will nicht, dass er es sieht, doch er versucht mich zu trösten. Ich will nicht. Wie ein kleines Kind. Genau wie damals. Es ist die Erkenntnis, die vage, dass es nicht mehr gehen wird. Die Angst. Der verletzte Stolz. Die Vortrauer.
    Und schon geht's mir wieder gut und ich bin glücklich. Oder ich tue so, um ihn und hoffentlich auch mich selber zu überzeugen. Wo ist die Nähe? Wo ist das alles hin, was zwischen uns mal war?
    Ich will Sex.
    "Du bist so schön. Du bist so schön. Es ist so schön mit dir." Ich will es spüren, so, dass es jede einzelne Zelle meines Körpers weiß, so, dass es jede meiner grauen Zellen glaubt und jeder Herzschlag es mir bestätigt. Ich will es spüren. Nicht hören.
    Nacht. Kuscheliger ist es niemals zu zweit, als einfach nur nachts unter einer Bettdecke einzuschlafen. Aber bei uns ist es nicht kuschelig. Er umarmt mich nicht. Wieso? Was ist denn mit ihm? Was hab' ich denn falsch gemacht? Ich muss schmunzeln. So läuft das also... Wie konnte ich nur so naiv sein, zu denken, dass alles wieder gut werden würde? Warum vertraue ich dem Gefühl nicht? Ich bin doch nicht blöd. Und ich drehe mich um, ihm den Rücken zukehrend. Er umarmt mich nicht. Ich kann nicht schlafen, bin zu aufgedreht - wie immer nach dem Sex. Er umarmt mich nicht. Der Stolz.
    Beim Frühstück liest er die Zeitung und ich habe Angst etwas zu sagen, um ihn nicht zu stören. Was ist das denn? Ich habe Angst? Vor ihm? Ja. Zum ersten Mal, weil ich weiß, dass er mir entgleitet, entglitten ist. Sonst habe ich doch immer alles im Griff und jetzt liest er einfach die Zeitung. Wieso Angst? Ihn zu verlieren? Wen denn? Ist da überhaupt noch jemand da? Die Angst.
    Am Auto umarmt er mich und küsst mich auf den Hals, nicht auf den Mund. Genau wie damals der Andere in der anderen Stadt aber vor demselben Auto. Als wenn es ein Zeichen sein soll des Abschieds für immer. Ich küsse ihn, aber er küsst etwas widerwillig zurück. Nur etwas, aber ich spüre es. Und ich weiß, was es bedeutet.
    Déjà-vu, Gefühl!
    "Was fällt dir bloss ein, nicht auf mich zu hören?"


    "Warum vertraust du mir nicht? Ich habe dir bisher immer die Wahrheit gesagt und du solltest wissen, dass ich dein einziger wahrer Freund bin." - hörte ich später mein Gefühl sagen. Damals unterdrückte ich diese Stimme. Es war mir lästig, es hat meine innere und meine äußere Welt gestört, schließlich war ich immer ein Kopfmensch.
    Und trotzdem hat dieses Deja-vu mit meinem eigenen, tief in meinem Herzen wurzelnden Ich mein ganzes Leben verändert, auf eine nur ihm eigene Art und Weise.

    Er wurde immer abweisender und je abweisender er wurde, desto mehr wollte ich retten. Er war nicht schuld daran, es ging nicht anders seit diesem dummen Vorfall. Ich merkte es förmlich, wie ich - die von ihm einmal vergöttert wurde - wieder Schritt um Schritt entthront wurde und mein Heiligenschein in seinen Augen immer schwächer wurde. Ich glaube wirklich, dass er nichts dafür konnte. Aber ich auch nicht.
    Und deswegen kämpfte ich. Was habe ich nicht alles versucht!?! Ich war abwechselnd alles: Mal traurig, mal lustig, mal leidenschaftlich oder zurückhaltend, zuversichtlich und verzweifelt. Es war ihm wenig Wert. Immer weiter entglitt er mir, immer fremder wurden mir seine Umarmungen und seine Worte, immer seltener hörte ich seine Stimme in meinem Herzen.
    Und je weiter weg er war, desto erniedrigter fühlte ich mich.
    Ich sank immer tiefer in meinen eigenen Augen. Mein Selbstwertgefühl schrumpfte zu einem kaum erkennbaren Punkt, je weiter er war, je stärker sein Schatten verblasste.
    Ich ließ unsere Beziehung revue passieren, Tag für Tag.
    Ich sah ihn wieder zum ersten Mal, ich sah, wie er mir sagte, wie hübsch ich sei. Ich bekam wieder die Rosen von ihm und hörte die wundervollste Liebeserklärung meines Lebens.
    Unendlich oft hintereinander spürte ich die erste Berührung, seiner Hand, seiner weichen Lippen auf den meinen und das schwindelerregende Kribbeln am ganzen Körper.
    Und ich hörte wieder die Frage: "Darf ich dich küssen?" und spürte, wie sich alles in meinem Magen umdrehte.
    Ich sah seine Augen vor mir und das Lächeln, das mir immer so unheimlich gutmütig erschien und seinen Gesichtsausdruck, wenn er mich ansah, den ich über alles liebte.
    Er hielt meine Hand, umarmte mich und lief wieder gegen ein Schild, weil er nur für mich Augen hatte.
    Er sagte mir, dass ich seine Traumfrau sei und dass er noch nie so ein Mädchen kennengelernt hatte, wie mich.
    Und dann umarmte er mich wieder beim Kochen und sagte mir, dass er mich nie wieder loslassen würde.

    Nie wieder, nie wieder will ich so weinen, wie ich in diesen Tagen geweint habe.
    Nie wieder will ich mich so elend fühlen.

    Mein Verstand wusste nicht mehr weiter. Mein Kopf hatte ausgesetzt, er wollte mir bei der Beantwortung dieser Frage nicht helfen, an der mein Innerstes verbrannte.

    Dann fiel mir das Gefühl wieder ein und zum ersten Mal in meinem Leben fragte ich es nach einem Rat. Und es sagte:
    "Aus zwei Sachen wähle immer das aus, was dich glücklicher macht."
    Und wenn mich beides unglücklich macht?
    "Dann wähle das, was dich weniger unglücklich machen würde."

    Die nächsten Tage, nachdem es aus war, fühlte ich mich in einem mir noch nie bekannten Hoch.
    Ich habe alles richtig gemacht.
    Ich war mit meinem Gewissen im Reinen.
    Ich war frei.
    Ich war glücklich.
    Ja, glücklich, nicht weniger unglücklich, sondern glücklich. Und es war unglaublich befreiend.

    Von nun an machte ich mich an mein eigenes Leben. Ich schaffte ein glänzendes Abitur, promovierte, verdiente mehr Geld, als ich es mir jemals erhofft hätte und - das Wichtigste - ich lebte im Einklang mit mir selber.

    Zuerst versuchte ich, mich von dem alten Ballast völlig loszulösen.

    Was hatte ich, als ich an diesem Punkt angelangt bin?
    Ich war Tochter, Schülerin, Freundin, Schwester und feste Freundin gewesen, ich hatte zwei Männer geliebt mit einer herzzerreißenden Leidenschaft, die mehr schlecht als Recht für mich gewesen ist.
    Ich war für beide Liebhaberin, Mutter und Freundin in einem gewesen.

    Was hatte ich nun?
    Der eine, perfekt, verliebt und ehrgeizig mit Betonung auf „geizig“, der Andere zärtlich, verkuschelt und von einem allumfassenden kindischen Egoismus wie ein Wattebausch mit Tinte durchtränkt.
    Ihm, dem Anderen, habe ich ein Gedicht gewidmet, das mich beim lesen immer noch aufschmunzeln läßt, so ehrlich und komisch klingt es. Er hat mich inspiriert, wie eine unglückliche Verliebtheit nur inspirieren kann. Ihm habe ich mich gewidmet, er war mein Hobby und mein Leben.
    Das Ende war bei Beiden dasselbe. Ein tragisch-komisches, die Komik begann ich gerade erst herauszufinden und befand mich auf dem besten Weg dahin.

    Was hatte ich nun?
    Ich bin alles gewesen, ich war perfekt und verletzlich, schön und häßlich, liebevoll und abweisend.
    Das einzige, was ich niemals gewesen bin, war ich selbst.
     
    #1
    ogelique, 26 Juni 2004
  2. ogelique
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Verheiratet
    Die innere Ruhe

    Innere Ruhe

    Leider klappte ein ganz männerfreies Leben nicht von Anfang an, denn ich war, bin und werde immer ein Gewöhnungstier sein.
    Nicht umsonst ist wurden die Weather Girls berühmt, als sie die Männer regnen ließen, denn schließlich ist es doch genau das, was wir brauchen: Viele muskulöse, hübsche Burschen, für eine größere Auswahl.
    Also begann ich, mir meinen eigenen, kleinen Schauer zu organisieren.
    Ich umgab mir von dieser Spezies und spielte mit ihr, wie mit neugeborenen Welpen, lockte sie an mit meinen speziell entwickelten Kochkünsten, durchwuschelte ihr mehr oder weniger dicht gewachsenes Fell und schickte sie wieder nach Hause, sobald der Spaß vorüber war.

    Mein Gefühl gab mir stets ein Startzeichen.
    „Was willst du?“, fragte es.
    Das musst du mir doch sagen – die Frage empörte mich ein wenig.
    „Ich kann nicht, der Verstand muss mir doch dabei helfen.“
    Und dann begann ich zu grübeln und zuzuhören und zu lauschen, bis mir mein anderer Freund, der Verstand, sein Veto vorlegte.
    Und dann schob ich es auf, schob die Welpen ab und achtete gründlich auf meine neu erworbene Unabhängigkeit.

    Die Sonne schien nicht meinen Himmel zu verlassen, ich war wie das Britische Kaiserreich unter Queen Victoria, ich war unantastbar, unverletzbar.
    Meine beiden Berater lebten in völliger Harmonie miteinander und mit mir und ich wälzte mich in dem erworbenen Glück.
    Der verstand erwies sich ebenfalls als durchaus sinnvoller Begleiter, vor allem in der Schule, machte mich konzentriert und erfolgreich. Der Erfolg machte mich glücklich und das Glück machte mich zufrieden.
    Die Zufriedenheit machte mich hübscher.
    Nach allgemeiner Meinung war ich aufgeblüht, wie eine Rose. Dass auch Rosen welken, erfuhr ich erst später, deshalb freute ich mich vorerst nur und übte täglich mein inneres Joga mit den beiden versöhnten Begleitern.
     
    #2
    ogelique, 26 Juni 2004
  3. SickOfLove
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    würde ich gern alles verstehen , ist aber leider nicht möglich mit so wenig Hintergrundwissen. Interessant was in dir vorgeht , ehrlich

    Für dich bedeutet Freiheit wohl nicht eine Resignation vor der oft so schmerzhaften Erfahrung "Liebe". Für mich war es das immer
    Die Suche minimalisiert?!

    Kann sein , dass ich völlig danebenlieg
     
    #3
    SickOfLove, 26 Juni 2004
  4. ogelique
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Verheiratet
    Das Hintergrundwissen soll während der Geschichte geliefert werden, also, in so kleineren Episoden und/oder Erinnerungen, Abschnitten usw.

    Da zerbreche ich mir immer noch dne Kopf darüber, wie ich das am geschicktesten anstelle, aber eine Idee habe ich schon.

    Es ist aber schon deutlich, dass es um 2 Männer geht, die eine große Rolle in ihrem Leben spielen?

    Die Freiheit bedeutet in dem Zusammenhang, alle Erinnerungen hinter sich zu lassen und sich ind as Leben zu stürzen, sich selbst zu vertrauen, an sich selbst zu glauben.
     
    #4
    ogelique, 26 Juni 2004
  5. SickOfLove
    SickOfLove (34)
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    Single
    es schien mir so , als ob es sich auf das Singleleben bezieht dieses "frei" sein.
    Finde das Ganze ist sehr gut geschrieben.


    Das mit den 2 Männern kommt bereits klar rüber !
     
    #5
    SickOfLove, 26 Juni 2004
  6. ogelique
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Verheiratet
    FORTSETZUNG

    @SickOfLove: Danke :smile:
    Ja, das Singleleben ist befreiend, das hat einen bestimmten Grund :zwinker:

    FORTSETZUNG

    Wie es so üblich ist bei reifen Rosen, zog ich jede Menge Insekten an.
    Die neuen kamen, die alten kehrten wieder.

    Zuerst traf ich den Anderen.
    Er war gerade dabei, seinen Bus zu verpassen und als er mich erblickte, erfüllte er sein Vorhaben vollends.
    „Wie!? Du fährst in einem BUS?“
    Ich konnte es kaum fassen, dass der leicht versnobte, immer ein schickes Wägelchen dabei habende Mann, der vor mir stand, sich gerade in einen Bus zu zwängen versuchte.
    „Wie sonst soll ich denn deiner Meinung nach zur Uni fahren? Aber danke, du hast mir das Leben gerettet, das muss ja wohl Schicksal sein, dass ich ihn nicht gekriegt habe.“
    „Ich könnte dich doch fahren.“
    Der Vorschlag war ehrlich, völlig uneigennützig gemeint.
    Er wollte nicht, war ja auch klar, wie hätte ich es vergessen können, er war nie ein Studium-Freak, das Wort „Streber“ hörte er nur, wenn es einer pickeligen Brillenschlange auf dem Pausenhof hinterher gerufen wurde.
    „Gehen wir lieber frühstücken, ich hatte heute noch keinen Kaffee.“
    Wir gingen in das nächstgelegene Kaffee, meine Arbeitsmoral war offensichtlich nicht gerade die beste an jenem Morgen.
    Er erzählte mir, was mit seinem Auto passiert ist.
    „Ich bin in einen graben reingefahren. Nachts. Totalschaden.“
    Genaueres Nachfragen brachte zum Vorschein, dass er eine Spritztour auf einem frisch verschneiten Parkplatz zu machen beabsichtigte. Mit Alus drauf.
    „Dicht?“, fragte ich. „Ja.“ „Bekifft?“ „Ein bisschen.“
    Er schaute mich an mit einem kindlichen Hundeblick.
    „Meine Mama war nicht da“ – und zog eine Schnute.
    Wir beide fingen an zu lachen. Gut. Schön. Wie damals.
    Ich hatte ganz vergessen, wie lustig es mit ihm gewesen ist. Dass wir in derselben Stadt studierten war bestimmt Schicksal, dachte ich bei mir, ohne auf das leise Quieken meiner besten Freunde zu hören.
     
    #6
    ogelique, 26 Juni 2004
  7. SickOfLove
    SickOfLove (34)
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    Single
    heh , in derselben Stadt studieren mit der EX , das blüht mir auch bald.....

    gn8
     
    #7
    SickOfLove, 26 Juni 2004
  8. ogelique
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Verheiratet
    Mir nicht :smile:
    Wie furchtbar!!!! (aber wneigstens kann man sich dann evtl. etwas vergnügen :link: )

    Gute Nacht!
     
    #8
    ogelique, 26 Juni 2004
  9. SickOfLove
    SickOfLove (34)
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    Single
    das letzte Mal als man sich miteinander vergnügte nachdem man schon ewig nicht mehr zusammen war , endete es in einer Katastrophe aber das mit ihr und mir ist so ne "neverending story" könnteste ja vielleicht sogar Recht haben
    :rolleyes2
     
    #9
    SickOfLove, 26 Juni 2004

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