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  • VersatileGuy
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    24 Februar 2018
    #1

    Dem Freundeskreis entwachsen

    "Sei doch nicht so anti!"
    "Das schaffe ich doch eh nicht!"
    "Wird schon klappen."
    "Ist die Frage gerade dein Ernst?"
    Und so weiter und so fort.

    Das sind Dinge die man zu hören bekommt, wenn man in einem Umfeld, welches nicht in der Lage ist klare Positionen und Meinungsäußerungen zu formulieren, Entscheidungen trifft.

    Ein Umfeld, in dem sich nur wenige seit der Schule weiterentwickelt, und sich mit ihrer Zukunft beschäftigt haben.
    In dem die Menschen nicht in der Lage sind zu reflektieren.

    Anstatt "Nein" lieber "Wahrscheinlich eher nicht" sagen.

    Die eigenen Pläne, Gedanken und Handlungen noch einmal zu überdenken und kritisch zu überprüfen. Sich selbst zu übertreffen. Zu wachsen, seine Augen der Realität zu öffnen und sich ihrer Herausforderungen anzunehmen.

    Es scheint, als ist man allein. Verloren zwischen Menschen, deren schwerste Entscheidung der Woche sich auf die Preise für Jacky Cola und das erledigen der Hausarbeiten für das Bwl Studium beschränkt.

    Menschen die sich sicher sind, keine Liegestütz zu schaffen, ohne jemals eine einzige versucht zu haben. Sich aber im gleichen Zug über den zu schwachen Longdrink beschweren.


    Klar muss ich mir in manchen Bereichen auch an die eigene Nase fassen. Auch ich kann mich manchmal nur schwerlich entscheiden. In solchen Momenten aber gestehe ich mir ein, mich nicht entscheiden zu können. Nicht zu wissen, was zu tun ist.
    Sich schwer zu tun, eigene Pläne so zu verwirklichen, wie ich es eigentlich will.

    Manchmal kann ich Menschen nur schwer vergeben. Manchmal überhaupt nicht.

    Trotzdem ist es wie ein Stich mitten ins Herz, wenn von so vielen am Ende nur noch eine halbe Hand voll treuer Seelen übrig bleibt.
    Die dadurch entstandene Leere wandelt sich zu irgendetwas zwischen Selbstzweifel, Enttäuschung und Motivation. Die. Motivation, unermüdlich an sich zu arbeiten.
    Auch wenn man am Ende allein dasteht.

    Kommt man da jemals wieder heraus?
     
    Zuletzt bearbeitet: 24 Februar 2018
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  • User 67523
    User 67523 (41)
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    24 Februar 2018
    #2
    Gut geschrieben! Richtig literarisch!

    Und zum Thema:
    Lieber eine Handvoll gutergFreunde, als viele, die nicht wirklich passen.
    Doch Deine Beobachtung stimmt schon, Freundschaften verlieren sich auch. Durch Änderungen wie Umzüge, andere weitere Sozialisierung, andere Erfahrungen, etc.

    Um nicht allein zu sein, muss man also schon selbst aktiv schauen, dass auch wieder neue Freunde hinzukommen.
    An der Schule passiert dies auch einfacher als später im Erwerbsleben.
     
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    24 Februar 2018
    #3
    In deinem Alter entwickeln sich die Leute entweder auseinander oder in die selbe Richtung und da kannst du wenig Einfluss drauf nehmen. Als ich so alt war wie du, habe ich mich gefangen in meinem Alltag gefühlt. Ich hatte das Gefühl in einer Schublade zu stecken, wo ich nicht mehr rauskam, weil ich mich weiterentwickelt habe. Die Leute jedoch nicht und vor allem haben sie mich noch immer so angesehen, als wäre ich unverändert und die selbe Person wie vor 3 Jahren. Zurückblickend betrachtet, waren diese Leute nur noch eine Last, die ich unbemerkt mit mir rumgeschleppt habe.
    Heute sind nur noch die wirklich echten Freunde aus der Zeit und der Zeit davor über und ich bin froh darüber. Es macht daher keinen Sinn dagegen anzukämpfen. Lass die Leute ziehen und lass dich vor allem nicht in deiner Entwicklung und deinem Drang zur Entfaltung aufhalten. Was nicht passt, sollte nicht passend gemacht werden.
     
  • VersatileGuy
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    24 Februar 2018
    #4
    Danke, ich hatte heute morgen so einen spontanen Anflug meinen Gedanken freien Lauf zu lassen :smile:.

    Das ist wohl wahr. Ich bemerke das gerade sehr stark, dass man eben nicht jeden Tag viele Menschen im gleichen Alter sieht. Besonders nicht solche, mit denen man groß befreundet sein will.

    Du sprichst mir aus der Seele.

    Wenn das große Bindeglied Schule wegfällt, bleibt bei den meisten Freundschaften eben nur noch sehr wenig. Angst davor allein zu sein habe ich allerdings nicht. Das ist ja irgendwie das schöne daran, wenn man sich selbst stetig verbessert. Man schafft sich selbst seine eigenen neuen Herausforderungen und Aufgaben.
     
  • User 135804
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    24 Februar 2018
    #5
    Erinnert mich total an die sogenannten "Bewohner" bei Tobias Beck, dein Freundeskreis... Sieht wohl so aus, als müsstest du weiterziehen und dir ein anderes Umfeld suchen bzw. den Kontakt zum alten Freundeskreis zumindest drastisch reduzieren. Denn es stimmt, die Menschen, mit denen wir uns umgeben, haben immer Einfluss aus uns - und das falsche Umfeld hindert einen am Wachsen, an der Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit...
    Du bist mit deinen Gedanken und Gefühlen in Bezug auf dieses Problem keineswegs allein, denn genau das ist in der Persönlichkeitsentwicklung ein großes Thema. Und immer mehr Menschen interessieren sich für die Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit, du bist keineswegs damit alleine. Kann dir nur raten, guten Content aus diesem Bereich zu konsumieren und dich von nichts und niemandem davon abbringen zu lassen, persönlich wachsen zu wollen. Und btw, bei Veranstaltungen in dem Bereich kann man hunderte Gleichgesinnte kennenlernen, was einen noch mal pusht.
     
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    24 Februar 2018
    #6
    Ich bin gerade überrascht aber zugleich erfreut, dass es hier im Forum Menschen gibt die sich mit der Persönichkeitsentwicklung beschäftigen. :smile: Der schwerste Schritt ist immer die Freunde von sich abzuschütteln und sich nur noch mit Menschen zu umgeben, die sich ebenfalls mit der persönlichen Weiterentwicklung beschäftigen.
     
  • User 135804
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    24 Februar 2018
    #7
    Das sehe ich anders. Ich will meine Freunde nicht loswerden, ich liebe sie ja. Auch die, die sich nicht mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigen oder dafür offen sind (und das sind die wenigsten), halte mich nicht von meinem persönlichen Wachstum ab, im Gegenteil, sie alle bestärken mich darin. Sollte mir auffallen, dass der Kontakt zu manchen meiner Entwicklung schadet bzw. diese bremst, habe ich zu denen dann halt noch weniger Kontakt (habe eh nicht so oft Kontakt zu all meinen Freunden, sind halt einige). Einen Grund, eine Freundschaft zu beenden sähe ich erst, wenn mir jemand wirklich schaden würde oder z. B. keinen Respekt vor meinem Business und meinem großem Warum hätte und dies belächeln würde.
    Ansonsten kann man sich natürlich zusätzlich zu den Freunden mit neuen Menschen umgeben, die eben auch Persönlichkeitsentwicklung betreiben - und das müssen nicht mal persönliche Kontakte sein. Ich z. B. hau mir jeden Tag Podcasts oder Videos meiner "Gurus" aus dem Bereich rein, auch das wirkt. Und spätestens bei einer Masterclass werde ich einen Haufen Gleichgesinnte finden, darauf freue ich mich schon.
     
  • User 67523
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    24 Februar 2018
    #8
    Das ist natürlich Quatsch.

    Im Übrigen denke ich auch nicht, dass Persönlichkeitsentwicklung losgelöst von allem Anderen stattfinden muss (und auch gar nicht kann.)
    Persönlichkeitsentwicklung findet statt durch anspruchsvolle Aufgaben und Ziele, die man sich setzt und mit Nachdruck verfolgt und die von einem auch verlangen, Dinge zu tun, die einen etwas unheimlich erscheinen.
    Je nach Person kann das bedeuten, vor Leuten zu sprechen, eine Frau anzusprechen, an einem harten sportlichen Anlass teilzunehmen und sich durchzubeissen, etc.
    Das alles kann man trotz Freunden sehr wohl tun, vielleicht hilft einem eine(r) sogar dabei, und es kommt überhaupt nicht darauf an, ob die anderen sich auch mit der Entwicklung ihrer Persönlichkeit beschäftigen oder nicht.
     
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    24 Februar 2018
    #9
    Sei mir nicht böse, aber für mich klingt nach dem für dieses Alter typischen Weltschmerz. :zwinker: Das kennen wohl ganz viele hier und dass sich mit Ende der Schulzeit ganz viele Freundschaften (und Beziehungen), die in der Kindheit geknüpft wurden, auseinander gehen is völlig normal. :smile:
     
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    24 Februar 2018
    #10
    Anfang 20 oder auch die Quarter-Life-Crisis, tut sich soooo viel.
    Ich habe einige Freunde regelrecht abgesägt, da es nicht auszuhalten war und gleichzeitig neue, sehr wertvolle Menschen kennen gelernt. Mit ihnen passt es einfach. Wir können zusammen Fußball gucken oder einfach nur quatschen, aber auch sich ernst zusammen setzen und über die Selbstmorddrohung eines weiteren Freundes reden und die damit einhergehende Angst, die wir alle mit uns herumtragen.
    Quarterlife Crisis – Wikipedia
     
  • User 167547
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    24 Februar 2018
    #11
    hurryhurryhurry Felicia80 Ich habe mich falsch ausgedrückt. Wenn man mit der Persönlichkeitsentwicklung beginnt soll man natürlich nicht den ganzen Freundeskreis über Board schmeißen. Wenn man jedoch belächelt wird, man merkt dass man sich von einigen Freunden distanziert, keine Gemeinsamkeiten mehr bestehen oder was weiß ich, dann sollte man ehrlich sein und die Freundschaft langsam einschlafen lassen oder auch direkt beenden. Es gibt nicht umsonst den wahren Spruch: "Du bist der Durchschnitt von den 5 Menschen, mit denen du am meisten Zeit verbringst".
     
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  • Nevery
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    24 Februar 2018
    #12
    klar - indem man den nächsten schritt geht und "sich selber, eigene entscheidungen" abgrenzt von "meine kumpels sagen" :zwinker:

    man kann schon auch mit menschen freundschaft halten, die da... sagen wir: weniger motiviert sind. man muss sie halt nur raushalten aus allem, was für einen selber wichtig ist - deren meinung und aussage nicht berücksichtigen.

    18, ja? wenn du in dem alter schon ernsthaft anfängst entscheidungen zu treffen, dann bist du den meisten deiner altersgenossen voraus. das ist aber auch kein fehler auf deren seite, sie brauchen bloß noch ein wenig und sind solange in der hinsicht kein geeigneter ansprechpartner für dich.

    tipp: nicht über die ärgern, sondern selber besser differenzieren - es ist so, du kannst nichts dran ändern, nimm es hin. früher oder später wird a) du neue bekanntschaften schließen, b) sich einige deiner bekannten weiterentwickeln - und c) wirst du selber nochmal drüber nachdenken, wer nun dein kumpel ist und wer nicht.

    es ist gut, wenn dir das soweit bewusst ist, dass du dich von lapidaren aussagen deiner kumpels nicht lenken lässt, aber es ist halt auch ein alter des umbruchs und wann genau der stattfindet ist von person zu person verschieden - also auch kein grund, sich großartig nen kopf zu machen.
     
  • VersatileGuy
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    25 Februar 2018
    #13
    Genau so sehe ich das auch. Ich habe mir Ziele abgesteckt, und will diese erreichen. Sei es auf einer Körperlichen Ebene beim Sport oder im Bezug auf ein Studium. Diese eigenen Grenzen zu überschreiten (oder überhaupt erst wahrzunehmen) ist in meinen Augen der Ausschlag gebende Punkt.

    Ich weiss nicht ob das explizit an mich gerichtet war, aber so direkt setze ich mich garnicht mit dem Thema auseinander. Da bekomme ich nur ab und zu was von meinen Eltern mit.

    Ich denke das ist der springende Punkt. Ob das nun eine "Quarter Life Crisis" ist oder normal in dem Alter.

    Das Thema mit den Entscheidungen habe ich definitiv von meinen Eltern. Ich war seit ich ca. 12 war regelmäßig alleine zu Hause bis Abends. Generell wurde ich an einer recht langen Leine gelassen (was nicht heisst, dass die auch im Zweifelsfall mal sehr kurz werden konnte bzw kann). Das ist auch jetzt noch so.
    Abgesehen davon, dass ich noch bei den Eltern wohne und natürlich auch finanziell noch von Ihnen abhängig bin, bin ich weitgehend unabhängig von Ihnen und kann vieles frei entscheiden.

    Dass ich mich schon recht früh immer selbst bei bestimmten Dingen entscheiden müsste hat eben als Ergebnis, dass ich jetzt auch wirklich eigenverantwortlich handeln kann. Und mir der Konsequenzen der Handlungen bewusst bin.

    In diesem Punkt ticke ich gefühlt anders als ein Großteil der Leute in meinem Alter. Dass ich da "voraus" bin würde ich nicht sagen. Eher, dass ich (meistens) überlegter und bewusster bin .

    Da bin ich schon dabei...
     
  • User 167547
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    25 Februar 2018
    #14
    VersatileGuy
    Das war an all diejenigen hier im Forum gerichtet, die sich für die Persönlichkeitsentwicklung interessieren und sich jeden Tag ein Stück weiterentwickeln. :zwinker:
     
  • User 103483
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    25 Februar 2018
    #15
    Ich habe den Kontakt zu "unpassenden" Freunden etwas gelockert und ein paar Jahre abgewartet. Mit manchen fand ich bald wieder zusammen. Auch ich habe mich in dieser Zeit verändert und so entwickelten sich ein paar alte Freundschaften ganz neu. Mit manchen fand ich nie wieder wirklich zusammen. Der Abschied war nur noch halb so traurig, weil ich uns lange genug die Zeit gegeben hatte um beidseitig zu erkennen, dass die Interessen nicht mehr vereinbar sind.
     

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