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Depression - Ich will etwas dagegen tun... nur wie?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Himmelswolf, 4 Januar 2008.

  1. Himmelswolf
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    Single
    In letzter Zeit scheinen die Depressionsthreads wieder aus dem Boden zu sprießen, aber diesmal möchte ich es versuchen mit professioneller Hilfe.

    Zu mir:
    Ich bin 22 und Student.
    Depressiv war ich mit 15-18, dann war Pause, aber seit einem Jahr kommt es mit voller Härte wieder.

    Ich habe viele Freunde, ich bin generell beliebt, es hat letztes Jahr mit meinem Studienplatz geklappt, ich habe ein Dach über dem Kopf. Eigentlich ist alles gut.
    Jedoch bin ich erstens unheimlich mit meinem Aussehen unzufrieden. Mir gefällt mein Gesicht nicht, ich habe Übergewicht, ich bin weitsichtig. Den letzteren beiden Dingen versuche ich mit viel Sport und Kontaktlinsen beizukommen. Am Gesicht kann man leider nicht viel verändern und bedingt durch meine Glatze und dass mir nie wieder Haare wachsen, kann ich mir keine neue Frisuren zulegen. Ich habe ein rundes Gesicht mit weichen Zügen und Stubsnase und das missfällt mir komplett... wäre doch lieber kantiger, aber da kann man nichts machen. Also ist hier kein Spielraum möglich.

    Zweitens bin ich ziemlich frustriert darüber, dass ich nie eine Freundin für mich gewinnen konnte. Bin mit 22 komplett unerfahren und komme mir daher minderwertig und ungeliebt vor. Aber dazu habe ich einen anderen, sehr ausführlichen Thread eröffnet.

    Obwohl ich nun in letzter Zeit beinahe täglich ausgehe und da auch währenddessen meinen Spaß habe, habe ich in den letzten Tagen wieder unheimlich viel an Selbstmord gedacht. Ich hatte einen dringenden Wunsch danach verspürt, mir das Küchenmesser zu nehmen und es mir ins Herz zu rammen. Ich recherchiere ständig nach Selbstmordmethoden.
    Ich verstehe das selbst nicht.

    Dazu bin ich wenn ich zu Hause bin unglaublich antriebslos. Bald sind Klausuren und ich kann mich nicht zum Lernen motivieren. Und wenn ich dann mal beim Lernen bin, fehlt mir die Konzentration. Ich breche schon häufig nach einer halben Stunde ab, weil ich selbst merke, dass mein Gehirn auf Durchzug geschaltet hat. Beispielsweise lese ich 50 Seiten in einem Buch und gleich danach weiß ich nicht mehr was ich gelesen habe. Ich lese zwar die Wörter, aber mein Hirn verarbeitet nichts davon.

    Das ist deswegen gefährlich, da wenn ich die Klausuren nicht bestehen sollte ich mit einem Bein raus aus dem Studium bin. Das würde meiner Stimmung natürlich alles andere als gut tun...

    Ich habe mir nun gedacht, dass meine Depression vielleicht eine physische Ursache haben könnte. Das in meinem Hirn etwas nicht richtig geschaltet ist, sodass ich kein Glück empfinden kann.
    Interessant wäre sicherlich noch zu erwähnen, dass meine Eltern beide an Depressionen leiden. Vielleicht habe ich das geerbt?

    Meine konkrete Frage ist nun, was mir da für Möglichkeiten bleiben. Ich habe schon etwas gesucht und es schaut so aus, als müsste ich meinem Hausarzt einfach sagen, dass ich glaube eine Depression zu haben und der leitet mich dann weiter.

    Ich würde es gerne mit Antidepressiva versuchen. Was ein Gespräch mit einem Psychologen betrifft, kann ich mir schwer vorstellen, was er mir erzählen will, worüber ich nicht schon nachgedacht hätte. Ich möchte doch eher auf Medikamente zurückgreifen.

    Andererseits aber liest man oft in Foren, dass Therapien eigentlich eine geringe Erfolgsquote haben. Es wird oft eher nach einem "Jetzt schauen wir mal"-Motto behandelt, als dass da richtige Heilmethoden dahinter stecken...

    Also:
    Zum Hausarzt gehen, mich weiterleiten lassen und dann Antidepressiva "verlangen"?

    Würde gerne von anderen Leuten, die eine Therapie gemacht haben, Erfahrungen mitbekommen.

    UND ganz wichtig:
    Meine Eltern dürfen nichts davon erfahren. Ich bin gesetzlich versichert, also sollte das kein Problem sein, oder? Bin nämlich noch bei meinem Vater mitversichert...
     
    #1
    Himmelswolf, 4 Januar 2008
  2. LiLaLotta
    LiLaLotta (31)
    Sehr bekannt hier
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    335
    vergeben und glücklich
    Also wenn du über deinen Vater versichert bist, dann glaube ich ehrlich gesagt schon, dass er das mitbekommt, wenn du zum Psychologen gehst.

    Und das mit dem Hausarzt - das hab ich mir auch so leicht vorgestellt. Aber der leitet dich nicht einfach weiter, du musst dir deinen Therapeuten selber suchen. Und dann kannst du dir ne Überweisung vom Hausarzt holen. Mehr hat der da nicht zu tun.

    Und ja, man kann den Hang zur Depressivität durchaus erben.

    Such dir doch einfach mal nen Psychologen raus und geh da hin. Kann doch nicht schaden, oder?
     
    #2
    LiLaLotta, 4 Januar 2008
  3. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    Du bist Student - an vielen Unis gibt es psychologische Beratungsstellen. Nein, es landet nicht in den Unterlagen, dass Du dort warst, außer dem Berater und Dir erfährt keiner etwas davon. Dort könnte man Dir auch Wege nennen.

    Depressionen und andere seelische Störungen haben zwangsläufig Auswirkungen aufs Studium - aber auch bei der Beratungsstelle geht es nicht darum, dass Du die Klausuren schaffst, sondern darum, dass es Dir besser geht. Und wie Du das erreichen kannst.

    Ich habe solche Beratungen selbst mehrfach wahrgenommen und kann das grundsätzlich empfehlen. Ich hab damals eine Mail geschrieben und hatte wenige Tage später den ersten Termin.

    Ein Hausarzt kann grundsätzlich schon Empfehlungen geben für einen Therapeuten, mancher Arzt wird da vielleicht auch für Dich einen Termin vereinbaren lassen. Grundsätzlich steht Dir aber frei, einfach bei entsprechenden Psychotherapeuten anzurufen und nachzufragen, um Probetermine zu vereinbaren.


    Du sagst, Du hattest schon mal Depressionen - warst Du damals denn in Behandlung?

    Was soll Dein "Countdown" bedeuten: "Mein Ende" (in derzeit gut 768 Tagen)?
     
    #3
    User 20976, 4 Januar 2008
  4. wellenreiten
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    ich möchte da doch noch etwas kritisches einwerfen:

    bei depressionen ist es leider sehr oft der fall, dass einfach ADs verschrieben werden. das machen auch hausärzte, da muss man nicht einmal zum spezialisten. die suche nach konkreten physischen ursachen (v.a. im hormonellen bereich) erfolgt dabei leider nicht oder nur sehr unzureichend. mir sind so einige fälle bekannt, wo jahre oder jahrzehnte gezielt auf depressionen behandelt wurde, weil die grunderkrankung einfach nicht diagnostiziert wurde (aufgrund fehlender kenntnisse). das muss nicht so sein, aber man sollte da vielleicht etwas genauer nachforschen, bevor man sich tatsächlich auf ADs einlässt.

    du schreibst einerseits, was in deinem leben positiv ist, aber andererseits führst du ja auch einige punkte auf, die dich belasten und die dann durchaus dazu führen können, dass du dich depressiv fühlst. es sind konkrete dinge, an denen man arbeiten kann/sollte. ich finde, mit dem gedanken "och, jetzt nehme ich ADs und gut ist" macht man es sich da auch etwas einfach.

    und zu den selbstmordgedanken: ist es tatsächlich so, dass dein hirn dir diese gedanken einfach aufdrängt oder ist es eher ein (bewusstes) reinsteigern - vielleicht überhaupt in diesen ganzen psychischen zustand? bitte nicht falsch verstehen, aber auch das wäre möglich...
     
    #4
    wellenreiten, 4 Januar 2008
  5. Himmelswolf
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    Single
    Hm, schlecht... das wäre ein absolutes K.O. Kriterium für mich, so eine Therapie nicht in Anspruch nehmen zu können, wenn meine Eltern davon Wind bekommen.

    Da müsste ich wohl mehr oder weniger ins Branchenverzeichnis nachschauen... aber vielleicht wäre als erstes der Gang zum Hausarzt doch am besten.

    Ich habe gerade bei meiner Uni gesucht und auch tatsächlich gefunden. Das ist ein sehr nützlicher Tipp, den ich auch anwenden kann, danke...

    Nein. Als Minderjähriger hätten meine Eltern wahrscheinlich auf alle Fälle etwas mitbekommen.
    Ich habe damals nur psychologische Beratungen im Internet genutzt, war über Jahre in Kontakt mit einer Psychologin... es war "ganz nett", aber durch Gespräche fühlte ich mich nicht bedeutend besser.

    Wegen meiner Depression bin ich einmal im Gymnasium sitzengeblieben. Ich kam dann in eine neue Klasse, in der ich mich schnell eingefunden habe, die Noten wurden besser. Außerdem habe ich mich in soviele Schulorganisationen gestürzt, dass ich dafür viel Anerkennungen bekommen habe und mich so mit Arbeit zugedeckt, damit ich übers Grübeln keine Zeit mehr habe. Mit Anfang des Studiums ist mir da ein Pfeiler weggebrochen. Jetzt wäre hier naheliegend, dass ich mir an der Uni sowas suchen sollte, aber ich bin derzeit mit meinem Studium alleine so beschäftigt, dass ich dafür keine Zeit finde.

    Ich erhoffe mir von den ADs, dass sie mir wenigstens die Antriebslosigkeit und die Selbstmordgedanken nehmen. Aus mir selbst heraus versuche ich es schon, aber es gelingt mir nur mal mehr, mal weniger gut.

    Das einzige was mir seit gut 7 Jahren, allerdings mit Pausen dazwischen, richtig zu schaffen macht ist meine Ablehnung bei den Frauen. Ich habe zwar viele weibliche Freundinnen, aber ich meine, dass ich von Frauen bisher nur Körbe und Enttäuschungen einkassieren durfte, wenn es um Beziehungen geht. Ich habe dazu einen anderen Thread eröffnet und möchte das nicht noch einmal ausufernd beschreiben.

    Ansonsten wüsste ich nicht, was ich noch machen sollte... wie gesagt, mein Übergewicht bekämpfe ich mit Sport und gesünderer Ernährung (manchmal durch Erbrechen von Essen). An meinem Gesicht, dass für mich nicht wirklich schön ist, kann ich nichts ändern. Ihr Frauen habt dafür wenigstens Schminke und eure Haare, ich hab gar keine Mittel zur Hand.

    Und was wäre hier genau der Unterschied?
    Rede ich mir meine Depression ein?

    Ich sitz nicht zu Hause, denke ständig an Selbstmord und MUSS mich regelrecht zurückhalten mir nichts anzutun, weil es mir so ein Heidenspaß bereitet. Früher habe ich mich oft geritzt, jetzt habe ich wieder damit angefangen, wenn es auch bei Weitem nicht mehr sooft vorkommt wie früher.

    Ich weiß doch wie bescheuert das ist, sich selbst etwas anzutun und danach mit den Narben rumzulaufen... aber in gewissen Momenten überkommt mich so etwas einfach... Wut auf mich selbst, Neid auf andere Menschen (vor allem an denen mit Beziehung), Neid auf solche, denen das Glück scheinbar zufliegt, ohne dafür etwas zu tun, meine Minderwertigkeitskomplexe...


    Achja, mir fällt noch eine Frage ein, die ich vergessen habe...

    Ich habe gehört, dass man später beim Abschluss von diversen Versicherungen wie z.B. Berufsunfähigkeit ziemliche Probleme bekommt, wenn man einmal eine Therapie wegen Depressionen hinter sich hatte... inwiefern ist denn daran etwas dran?
     
    #5
    Himmelswolf, 4 Januar 2008
  6. Sternschnuppe_x
    Benutzer gesperrt
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    Single
    Du schreibst, deine Eltern hätten selbst Depressionen. Wäre das dann wirklich so schlimm, wenn sie es mitbekämen? Sie können doch bestimmt dann auch selbst nachfühlen, wie es dir geht, und auch, daß es nicht mit einem "laß dich eben nicht so hängen" getan ist, sondern daß das eine Krankheit ist wie andere auch, die man behandeln muß.
     
    #6
    Sternschnuppe_x, 4 Januar 2008
  7. el_wayne
    el_wayne (32)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Die sind i.d.R. von der Uni finanziert und laufen daher abseits von der Krankenkasse -> Deine Eltern erfahren davon nix. Aber wie ist es denn bei einem normalen Arzt? Umgeht das nicht irgendwo die ärztliche Schweigepflicht, wenn die Eltern irgendetwas erfahren??

    Du hast weiter oben geschrieben, Du hättest Übergewicht - geh joggen! Ich hab damit damals in einer schwachen Phase angefangen und mich hat das enorm psychisch stabilisiert. Nicht einmal wegen des Gewichtsverlusts, sondern einfach nur wegen des "Energieumsatzes", weil man ja sonst als Studi eher weniger Bewegung kommt (genau das verstärkt teilweise meine Melancholie sogar noch!).

    Wenn man selbst depressiv ist und erfährt, dass jemand aus dem engsten Umkreis auch unter Depris leidet, kann das einen ganz schön mitnehmen. Ich kann mir vor allem vorstellen, dass bei den Eltern dann (nolens volens) Gedanken kommen wie "Das sind meine Gene, wegen denen er das auch hat...".
    Ich habe das deshalb auch immer vor meinen Eltern geheim gehalten.
     
    #7
    el_wayne, 4 Januar 2008
  8. klatschmohn
    Meistens hier zu finden
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    Single
    Ich habe unter anderem eine rezidive depressive Störung und ich muss sagen, dass ich von Medikamenten nicht enorm viel halte.

    Als ich sehr suizidgefährdet war, hat mir meine HÄ diverse Antidepressiva und andere Mittel verschrieben, hab am Ende 4 verschiedene Medikamente genommen. Deswegen kann ich dir nur sagen, wie ich es sehe. In dieser, enorm intensiven Phase fand ich die Medikamente auf jeden Fall sinnvoll, um mich vor mir selbst zu schützen.

    Ich habe die Medikamente damals unter anderem auch genommen, um meine Diplomarbeit hin zu bekommen. Deswegen finde ich es bei schlimmen depressiven Phasen durchaus angebracht Medikamnete zu nehmen, um eben diverse, wichtige Dinge trotz der Depression hin zu bekommen. Aber nebenher finde ich eine intensive Psychotherapie sehr sehr wichtig, denn ich möchte meine Erkrankungen nicht nur mit Medikamenten in den Griff bekommen sondern verstehen, woher sie kommen und was ich noch dagegen tun kann.

    Das ist sicher der schwierigere Weg, sich mit seiner Vergangenheit, seinem Umfeld und seinem Unterbewusstsein auseinander zu setzen, aber ich empfinde ihn als sinnvoller.

    Es wird für dich wahrscheinlich nie in Frage kommen, aber ich habe auch 2 stationäre Psychotherapien gemacht, eine über 5 Wochen und eine über 12 Wochen und das hat mir sehr geholfen. Gerade wenn man sich intensiv mit sich selbst beschäftigt ist es sehr wichtig aufgefangen und zu werden und unter Beobachtung zu sein, auch wenn das ziemlich daneben klingt.

    Es ist auf jeden Fall so, dass dein HA dir eine Überweisung zur Psychotherapie bzw. zum Psychiater geben wird... suchen musst du ihn dir dann aber alleine. Meistens sind die Wartezeiten ziemlich lang. Vielleicht wäre es noch wichtig zu wissen, dass es eine zeitlang dauert, bis dein Körper sich auf die Medikamte eingestellt haben wird.

    Ich glaube als Überbrückung, bis du einen Therapeuten gefunden hast wäre es wirklich sinnvoll, die psychosoziale Beratung an deinem Campus zu besuchen.
     
    #8
    klatschmohn, 4 Januar 2008
  9. User 48403
    User 48403 (47)
    SenfdazuGeber
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    nicht angegeben
    Bei Dir kommt, wie bei vielen anderen, so einiges gleichzeitig zusammen, da ist es schwer, den richtigen Weg aus dem Dilemma rauszufinden.
    Was Depressionen angeht, ich hatte kürzlich selbst welche. Allerdings hatte ich nicht an Selbstmord gadacht, sondern ich bekomm dann den Drang, alles hinzuschmeissen, wie Job, Familie und so. Das sind für mich Alarmzeichen, dass ich umgehend nen Arzt aufsuchen muss, bevor ich ne Dummheit mache, die ich u.U. mein ganzes Leben bereue.
    Meine Ärztin hatte mir zugehört und Lösungswege vorgeschlagen, die mir in der Zwischenzeit auch etwas geholfen. Es geht mir jetzt etwas besser. Sie wollte mir allerdings auch AD verschreiben, aber ich hatte abgelehnt. Erstens vertrage ich das Medikament nicht (Bekomm Schwindelanfälle und fühl mich wie mit Drogen zugedröhnt), und zweitens, wenn ich sowas einnehmen will, geh ich zu nem richtigen Therapeuten.
    Deshalb, wenn Du zum Hausarzt gehst, lass Dir nix verschreiben, sondern lass Dich an nen Psychodoc weiterempfehelen. Dass die Erfolgquote gering ist, hab ich anhand von zahlreichen Threads inzw. selbst festgestellt. Liegt aber auch oft daran, dass viele nicht so richtig da mit arbeiten wollen. Denn für ne erfolgreiche Therapie bedarf es auch den Willen des Betroffenen, sich in die Therapie einzuarbeiten. Der Therapeut allein kann Deine Depressionen nicht verschwinden lassen. Und Medikamente soll man auch nur nehmen, wenn es wirklich nicht mehr geht.

    Zu den Frauen: Ich kann Dich wirklich verstehen, ich hatte selbst viele Jahre von Frauen nur Ablehnung erfahren, und ich war noch einige Jahre älter als Du. Und ich hatte wegen anderer Umstände völlig den Anschluss verpasst, was Kontakte zum weiblichen Geschlecht anging. Als ich 30 war und immer noch nix Gescheites gefunden hatte, und mir bewusst war, dass der Zug für mich für jeden Moment abfährt, musste ich einige Initiativen ergreifen, um zum Erfolg zu kommen. Regelmässig unter die Leute zu gehen, muss nicht heissen, dass man dabei auch irgendwann ne Frau kennenlernt. Jedenfalls so meine Erfahrung. Andererseits kommt auch keine Frau zum mir nach Hause klingeln und sagt 'Hier bin ich'.

    Das Problem wegen Aussehens: Ich hatte kein Übergewicht und auch keine Glatze - aber trotzdem hatte sich keine für mich interessiert. Woran lag es? Ich weiss es heute noch nicht, denn ich war nicht sooo schüchtern, und ich war auch nicht mit Depri-Miene unter die Leute gegangen.
    Es gibt andere Möglichkeiten, ne Frau kennenzulernen, die zwar unkonventionell sind, aber wenn man keine andere Wahl hat und nicht als Dauersingle einsam, alt und grau enden will, muss man halt woanders ansetzen.

    Für mehr Infos dazu kannst mich per PN anschreiben
     
    #9
    User 48403, 4 Januar 2008
  10. klatschmohn
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    Meine Hausärtzin hat mir die Medis verschrieben, die mir die Ärtze in der Klinik verschrieben hatten. Längerfristig hätte ich mir dafür jedoch auch einen Psychiater suchen müssen....

    Und bei mir war es auch so, dass ich mich durch die Medikament sehr benebelt und nicht mehr wirklich wie ich gefühlt habe. Allen Emotionen werden die Spitzen genommen. Ich war nicht mehr richtig traurig, aber eben auch nicht mehr in der Lage Glück empfinden zu können. Aber Medikamente wirken bei allen anders, allerdings habe ich schon oft gehört, was ich auch empfunden habe.
     
    #10
    klatschmohn, 4 Januar 2008
  11. User 48403
    User 48403 (47)
    SenfdazuGeber
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    nicht angegeben
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    Hey, genau so wars bei mir. Ich war irgendwie wie abgestumpft, wie ne Maschine ohne Gefühle. Das Medikament heisst Serlain. Kennst Du das?
     
    #11
    User 48403, 4 Januar 2008
  12. klatschmohn
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    Off-Topic:
    Nein, es hieß Cypralex.... aber ich glaube so ziemlich alle AD haben die Wirkung, dass man nicht mehr zu tief in Emotionen hinein rutscht, eben um "Gefährliche" Situationen zu vermeiden. Aber leider werden davon auch die "positiven" Emotionen und Gefühle abgeschwächt und total benebelt :ratlos:
     
    #12
    klatschmohn, 4 Januar 2008

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