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Depressionen? - Wie komm ich hier wieder raus?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von HappyEnd., 4 April 2009.

  1. HappyEnd.
    Gast
    0
    Hallo,
    heute ist mal wieder so ein Tag, an dem ich nur weinen könnte. Ohne Grund, mit Gründen. Ich wache auf und fühle dieses bedrückende Gefühl und es geht nicht weg. Mein Leben und alles was sich darin befindet, es kann so nicht mehr weiter gehn. Ich habe eine tolle Familie, in jeder Familie gibt es Probleme, doch es fühlt sich so an, als müsste ich sie zusammen halten. Ich muss so viele Dinge auf meinen Schultern tragen, dabei zwingt mich niemand. Ich habe tolle Freunde, doch sie wissen nicht, dass es mir so verdammt schlecht geht. Schon seit bestimmt 2 Jahren habe ich öfters mal im Monat ein richtiges Tief. Tage lang weine ich und esse kaum. Gewichtabnahme, akute Unlust zu irgendwas. Ich verkrieche mich, weine wegen allem und jeden. Ein kleiner Streit, ein falsches Wort und in mir zerfällt alles. Ich weine wegen allem. Es gibt einfach nichts was mich glücklich macht, worauf ich mich noch freue. Ich lebe einfach so vor mich hin. Natürlich lache ich viel und es gibt auch Tage, an denen ich mir unglaublich stark vorkomme, aber dann gibt es so Tage wie diesen heute. Mein Freund hat mich vor über einem Monat verlassen, damit hat das traurige Spiel erneut begonnen. Ich weine, weil er mir fehlt, das ist normal. Liebeskummer! Kennt jeder, muss jeder mal durch. Aber mich zerreißt es innerlich, weil ich das nicht mehr will, ich kenne dieses Gefühl besser, als das Gefühl des Glücks. Menschen kommen und gehe & genau damit kann ich nicht umgehen. Jedes Mal werde ich verlassen und der Halt und die Sicherheit ist weg. Jedes Mal verfalle ich in Panik vor der Zukunft, denke, dass ich alleine nichts schaffe. Selbstmitleid, ich bins so leid. Aber ist das normal? Dass man in seinem Leben nichts hat, was einem einen Sinn gibt? Alles läuft scheiße, ob Schule oder Freunde. Ich kämpfe mich überall durch, überall wird irgendetwas von mir erwartet, aber ich kann schon lange nicht mehr, aber tragischerweise geht es doch vorran. Ich hasse mich selbst dafür, dass ich immer so lebensfroh bin, bei anderen. Ich lache viel, rede eine Menge und alle denken, ich sei glücklich, aber das bin ich nicht. Es würde nichts ändern, würde ich es ihnen sagen. Ich wurde schon so oft enttäuscht und ich verliere den Glauben an das Leben. Was habe ich getan, dass ich für jedes kleine Glück kämpfen muss? Ich bemitleide mich schon selbst, wie erbärmlich. Ist es normal? Üblich? Ich bin 19 Jahre alt und weine jeden Tag. Mir fehlt es an nichts, aber trotzdem ist da so eine Leere, die ich nicht zu füllen weiss. Ich lebe nun schon länger mit diesen Gefühlen und Gedanken, ich kanns nicht mehr. Irgendwann ist man doch auch mal schwach, oder? Aber genau das will ich nicht, schwach sein, mir helfen lassen, oder doch? Ich glaube, niemand kann es verstehen, oder doch? Ich möchte, dass es aufhört und ich wie fast jedes Mädchen in meinem Alter Spaß haben. Leben und lachen, ein ehrliches Lachen! Ich werde geschätzt, weil ich zuhöre, wenn jemand ein Problem hat. Ich bin immer da, doch wer ist da für mich? Es liegt an mir, weil ich nicht rede. Ist es nur eine Phase, die wieder vergeht? Pubertät? Mein Leben zerfällt und ich weiss nicht, was ich dagegen tun soll. Ich hasse mich, wenn ich einen dieser starken Tage habe, an denen ich mir selbst sage, dass ich das alleine schaffe und ich stark bin. Ich hasse mich an diesen Tagen, weil sich ja doch nichts ändert. Ich bin so verzweifelt und innerlich so verdammt schwach. Ich möchte, dass man sich einmal um mich sorgt und kümmert. Mich wie etwas zerbrechliches behandelt, ich habe diese Rolle der Starken schon viel zu lange gespielt. Wer kennt mich denn schon wirklich, von all meinen Freunden ... noch nicht mal meine Eltern kennen mich wirklich. Aber das liegt an mir, oder nicht? Was ich hier schreibe ist so verwirrend, dennoch hoffe ich, dass es irgendjemand ließt und einen Rat weiss. Wer bin ich? Was ist bei mir los? Bin ich zu nachdenklich? Vermutlich. Brauche ich aufmerksamkeit? Die habe ich, oder nicht? Ich weiss, was mich zerbrechen lässt. Ich kann mit einem Verlust nicht umgehen. Mein Opa starb, als ich 6 war. Zu klein, um etwas zu begreifen, aber damals hat es schon begonnen, dass ich nachts alleine in meinem bett weine. Oh gott, mein Leben ist so durchzogen von kleinen Problemen und schmerzlichen Erinnerungen. Aber das ist normal, es gibt Menschen, denen es viel schlechter geht. Vermutlich habe ich gar kein Problem und ich will mich nur selbst in den Mittelpunkt stellen, wobei ich es doch spüre, dass es weh tut und ich das nicht mehr will. Wenn es weh tut, dann kann es doch nicht richtig sein, oder?
     
    #1
    HappyEnd., 4 April 2009
  2. Luc
    Luc (29)
    Meistens hier zu finden
    2.148
    148
    108
    nicht angegeben
    Nein, ich glaube nicht, dass du dich bloss in den Mittelpunkt stellen willst. Und ob es anderen Menschen schlechter geht oder nicht, ist nicht relevant, weil jeder Mensch wieder seine eigenen Empfindungen hat. Deine Traurigkeit und dass du mit einem Verlust nur sehr schwer umgehen kannst hast du nun mit dem Tod von deinem Opa begründet. Mit 6 Jahren hat man noch andere Weltbilder. Man muss sich da noch entwickeln. Darum prägen auch solch Erfahrungen wie der Tod eines Elternteils sehr. Vor allem als Kind ankern sich solche Erlebnisse tiefer ein. Da man nicht ewig leiden will, zeigt man sich halt stark. Bahnt sich wieder ein Verlust an, kommen die Gefühle vom Kindesalter wieder hoch, welche du als fast unerträglich empfindest.
    Ich finde, du warst jetzt genug lange stark, hast dir genug Probleme anderer angehört und hast dich tapfer geschlagen. :smile: Jetzt ist es Zeit dir helfen zu lassen. Freundinnen können mit solchen Problemen oft nicht so gut umgehen. Sie grenzen sich da ab, weils ihnen zu viel wird oder sie sind so einfühlsam, dass sie sich selber in sowas stürtzen. Darum wäre ein Fachmann oder auch nur eine Selbsterfahrungsgruppe empfehlenswert. Ich finde, es muss nicht immer eine Gesprächstherapie sein. Wenn du zum Beispiel gerne malst, dann mach eine Maltherapie. Oder wenn du dich der Schauspielerei angezogen fühlst, dann kannst du zum Beispiel eine Psychodrama - Therapie machen (bitte versteh das Wort "Psychodrama" nicht falsch...). Also da ich auch eine Ausbildung in die Therapierichtung mache, habe ich herausgefunden, dass die klassische Gesprächstherapie gar nicht umbedingt die beste sein muss, ausser man redet gerne. :smile:
    Ich finde du kannst deinen Freundinnen sagen, dass es dir gerade nicht gut geht, aber nur sehr selten können sie wirklich helfen. Da du einen Verlust erlitten hast, musst du in dir wieder etwas integrieren, damit du damit Frieden schliessen kannst. Und für sowas wurden Therapeuten ausgebildet.

    Was für Zwischendurch gegen so ein Tief helfen kann ist Sonnenlicht. Kein Scherz.
    Ich kann nicht genau einschätzen, wie akut dein Problem ist, aber falls du dich aufraffen kannst ist Ausdauersport das A und O, weil es Endorphine ausschüttet.

    Ach ja. Bitte tu mir den Gefallen und fange nicht an dich selber zu verletzen. Das wäre etwas vom Schlimmsten was du dir antun kannst, denn es wird zur Sucht, die Narben bleiben und man geht somit dem eigentlichen Problem aus dem Weg, was nicht viel bringt, weil es dann wieder zurückkommt.

    Ich hoffe ich habe dich überall richtig verstanden und ich freue mich aus Antworten. :smile:
     
    #2
    Luc, 4 April 2009
  3. Fluxo
    Ibiza
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    nicht angegeben
    Hey,

    mir kommen die Sachen in deinem Text sehr bekannt vor. Sei es nun das sich die Probleme anderer auf die Schultern zu laden oder dieses immer stark sein zu müssen oder die Freunde dich nicht genau wissen, wie es in einem aussieht...

    Ich stecke seit fast 2 Jahren in einer Depression (jetzt aber etwas besser..), davor hatte ich wohl auch Probleme, aber es war halt nicht so offensichtlich. Manchmal reicht dann ein Schlüsselerlebnis, wie z.Bsp. Verlassen werden vom Partner (von dem man vllt. dachte, man könne sich auf ihn verlassen - hätte einen ruhenden Pol...) um alles hochkommen zu lassen.

    Da die Probleme schon länger zu bestehen scheinen (hattest du die auch mit deinem Freund?), würde ich dir raten prof. Hilfe aufzusuchen. Also zuerst mit deinem Hausarzt darüber reden und dann halt die Treppe weiter zum Therapeuten gehen. Das Ganze natürlich nur, wenn dir danach ist. Fakt ist aber das dir niemand hilft, wenn du dich nicht darum kümmerst das dir jemand hilft. Du musst zu den Leuten hin und ihnen sagen das du gerade Probleme hast - klar fordert das auch einiges an Kraft von einem zuzugeben das man nunmal nicht so stark ist, wie die anderen es gerne hätten, aber diesen Gang muss man meiner Meinung nach auch gehen (bereit sein ihn zu gehen).

    Mit Freunden wäre ich mehr als vorsichtig, wie Luc schon geschrieben hat kann es passieren das sie dir nervig werden, weil sie dir keinen Freiraum lassen, oder sie sind mit der Situation überfordert. Bei mir wissen wenige von meinen Problemen, einfach weil ich z. Bsp. mit einer sehr guten Freundin die Erfahrung gemacht habe, dass sie irgendwann keinen Nerv dafür hatte, bzw. auf dieser Ebene nicht auf dem gleichen Stand ist. Gestern hat auf meiner Grillparty auch einer in meiner Wohnung meine Tabletten angeschaut - und mich gefragt was das ist... ich hab ihm gesagt das es nun mal Anit-Derpressiva sind und ihm halt erklärt das man manche Erfahrungen im Leben nicht so einfach verarbeitet - und dann war Ruhe!

    Sonst kann ich dir höchstens noch sagen das Probleme sehr(!) gute Schwimmer sind - Versuche sie mit SVV, Alkohol, etc. zu lindern gehen meisten nach hinten los!

    Probleme sind normal - und die hat jeder, auch wenn dir die starke Umwelt was anderes vorgaukeln will! (Warum denkst du bekommt man so schwer ´nen Therapieplatz? :zwinker: )
     
    #3
    Fluxo, 4 April 2009
  4. User 10802
    Planet-Liebe Berühmtheit
    3.083
    348
    4.777
    nicht angegeben
    Hi!

    Erstmal: gut dass Du hier schreibst und ja, das ist ein echtes Problem, dass Du hast... Da musst Du Dich nicht für entschuldigen. Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, wenn Du Dich schon länger so fühlst, wäre es gut wenn Du Dir professionelle Hilfe suchst. Was Du beschreibst ähnelt sehr dem Verhalten einer Ex-Partnerin von mir... Auch ihr ging es oft sehr schlecht, ihre Reaktion darauf war Wut auf sich selbst, auf ihre "Schwäche", nicht alleine aus dieser Situation rauszukommen. "Allen geht es gut, nur mir nicht" ist ein Trugschluss, die meisten verstecken eben ihre Probleme vor der Öffentlichkeit.

    Bei meiner Ex-Partnerin hat diese "Ich muss das selbst schaffen und mich immer zusammenreissen"-Routine damit geendet, dass sie in eine schwere Depression gefallen ist - erst dann hat sie selbst erkannt, dass sie sich alleine nicht daraus befreien kann. Sie macht jetzt Therapie, ein holpriger, schwerer Weg, aber einer der hilft und den sie bis jetzt nicht bereut hat. Keiner der davon weiß schaut sie deswegen schief an. Es war unglaublich erleichternd für sie, nicht mehr "alleine" (Freunde können da sein und ablenken, aber in den meisten Fällen eben nicht wirklich helfen, das Problem zu lösen) vor ihrem Problem zu stehen und Hilfe zu bekommen.

    Luc's Vorschlag öfter rauszugehen und etwas Sonne zu tanken kann ich nur unterschreiben, die Sonne ist eins der besten Antidepressiva dass es gibt. :smile: Auch Bewegung, ob Spaziergang oder Sport kann helfen. Yoga oder progressive Muskelentspannung nach Jacobson wird auch oft empfohlen.

    Was auch helfen kann, sit sich immer wieder klarzumachen, was es an guten Dingen im Leben gibt, was einem gefällt - auch an sich selbst. Und dass es ok ist, auch mal schwach zu sein, man muss nicht perfekt sein - und man kann, darf und sollte in manchen Situationen einfach auch Hilfe annehmen und suchen.

    Lg und Kopf hoch,
    Brainie
     
    #4
    User 10802, 4 April 2009
  5. zickzackbum
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ich kann dir nur aus Erfahrung sagen, dass andere Menschen es nicht mal annähernd verstehen werden, was du durchmachst. Fast niemand, der nicht selbst betroffen war, wird das richtig einordnen können.

    Die Leute sind eher überfordert und wenden sich von einem ab, da sie nicht wissen, was sie machen sollen.


    Ich denke, du hast tolle Freunde ?
     
    #5
    zickzackbum, 4 April 2009
  6. HappyEnd.
    Gast
    0
    Erstmal Danke, dass ihr geschrieben habt. Eure Worte tun mir grad richtig gut und ich bin froh, dass ich mein "Problem" hier geschildert habe.

    Jetzt, wo es langsam wärmer wird und die Sonne mal scheint, bin ich oft draußen. Habe wieder angefangen zu joggen, nur leider endet selbst sowas in Tränen. Bei einem Spaziergang oder eben bei einer Runde joggen gehen die Gedanken mit einem durch, daher versuche ich jetzt schon immer jemanden aus meiner Familie zu überreden, dass sie mit mir kommen, da ich dann Unterhaltung hab.

    Meine Freunde sind gut. Es war darauf bezogen, dass sie einfach nicht merken, was bei mir los ist, was sie ja widerrum nicht merken oder wissen können.

    Am Montag werd ich zu meiner Ärztin gehen und mit ihr darüber sprechen, wobei ich nicht weiss, inwiefern ich diesen Mut aufbringen kann & ob ich ihr überhaupt klarmachen kann, worum es mir geht. Ich habe darüber eben noch nie wirklich gesprochen, deswegen werden mir da wohl die Worte fehlen.

    Aber ich will, dass das aufhört und ich die Welt und mein Leben mit anderen Augen sehen kann.

    Mit meinem Ex hatte ich übrigens keine Probleme, er war und ist immer noch ein wunderbarer Mensch. Die Beziehung ist größtenteils wegen meiner Stimmungsschwankungen kaputt gegangen. Von einem Moment auf den anderen war ich sauer, zickig, traurig oder einfach nur richtig schlecht drauf. Er hatte nie Schuld daran, aber ich habe ihm immer die Schuld gegeben.
     
    #6
    HappyEnd., 4 April 2009
  7. *havingadream*
    Verbringt hier viel Zeit
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    1
    nicht angegeben
    Vielleicht hilft es, wenn ich dir im kurzen meinen Ärzte Verlauf schildere, wie sowas aussehen kann.

    Jetzt habe ich wohl eine bipolare Störung, mit längeren depressive Phasen, deswegen dachte ich selbst jahrelang, dass ich 'nur' depressiv wäre..

    Es ging los nach dem Abitur, es kam das Studium, fühlte mich überfordert, dazu Probleme in der Beziehung,.. dann Jahre später Trennung.. In der Zeit war ich damals wegen einem Schnupfen beim Arzt & habe angefangen zu heulen ;-) ja so wie ich dies täglich tat, mir ist das gar nicht mehr aufgefallen so war ich da bereits in mich zurückgezogen und vegetierte vor mich hin.
    Sie schickte mich zugleich zum Psychater, ich bekam Antidepressiva, ein Jahr lang mit leichter Besserung der Stimmung, war eben stabiler. Keine Übelkeit mehr, kein tägliches weinen mehr, nicht mehr so schnell gereizt ect. dafür aber viel viel müder und die Antriebslosigkeit, ständige Traurigkeit, Bedrücktheit, Hoffnungs und Ziellosigkeit, keine Motivation was zu tun, Stimmungsschwankungen blieben.
    Auch ich hatte Gespräche mir dem Psychater, habe erzählt und erzählt,.. erzählte auch zwei Freunden, meinem Freund, den Eltern in Foren, das half mir nicht.
    Jetzt war ich in der Uniklinik und habe dort mit zwei Ärzten geredet. Resultat: ich solle erstmal stationär aufgenommen werden, Bild vom Gehirn, diverse Untersuchungen, Einstellung auf geeignete Medikamente und dann Tagesklinik um wieder einen geregleten Tagesablauf zu erleben.

    Man denkt man hat das ganze gar nich nötig. Ich mein, man liegt eben den ganzen Tag im Bett, heult ein wenig herum, kriegt eben nichts auf die Reihe und einmal in zwei Wochen macht man mal was mit Freunden und dann is doch wieder alles super^^ naja.. was soll man sagen.. ich stehe gerade auf der Warteliste.. in ein zwei wochen gehts wohl los..
     
    #7
    *havingadream*, 6 April 2009
  8. HappyEnd.
    Gast
    0
    Danke *havingadream*, auch wenn deine Erfahrungen und momentane Situation einem etwas Angst macht.. denn geholfen hat dir ja bis jetzt noch nichts wirklich. Ich bin wirklich mal gespannt, was bei mir rauskommt und wie schnell es mir besser geht oder eben auch nicht. Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute & dass es dir bald besser geht!
     
    #8
    HappyEnd., 6 April 2009
  9. Mr.Piep
    Mr.Piep (30)
    Verbringt hier viel Zeit
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    103
    2
    Single
    Hi HappyEnd. :smile:

    Du schriebst, du könntest weinen ohne Grund. Was für ein Gedanke bekommst du wenn du ein beklemmendes Gefühl verspürst und wieder in negativen Gedanken abtrifftest. Ist es immer der selbe ?
    Die Angst alleine zu sein, oder bist du immer noch voller Trauer wegen des Todes deiner Angehörigen ?
    Alles hat nämlich einen Grund.

    Anti-Depressiva behandeln nur die Symptome, packen das Problem aber nie an der Wurzel an. Wie so gut wie alles in der Schulmedizin.
    Wir Menschen sind im ständigen bestreben nach Glück, gehen auf die Suche nach einem tieferen Sinn und betrachten alles als beständig.

    Ich kann mir im wahrsten Sinne nicht vorstellen das soviele Menschen depressiv sein sollen, das nur auf ein körperlichen Mängeln zurückführen ist.

    Es gibt soviele unglückliche Menschen da draußen, zum einen weil diese nicht schätzen was sie besitzen, was sie können und völlig falsche Vorstellungen des Lebens von den Medien eingehämmert bekommen.

    Manche sind non-stop am arbeiten, um sich am Monatsende mit Konsumgütern einzudecken die sie nur auf kurze Dauer befriedigen.

    Was gibt es schöneres als ein Spaziergang, den Frühling zu riechen, spüren wie der Wind einen küsst, die Natur wieder erwacht und die Vögel singen. :herz:

    ---

    Auf was hast du zur Zeit absolut keine Lust bzw. was siehst du als Balast an ? Nimmst du dir Zeit zum entspannen ? Was möchtest du gerne an dir verändern ? Was macht DIR Spaß bzw. könnte dir Spaß bereiten ?

    Wenn es nicht Frühling bzw. Sommer wäre würde ich dir Johanniskraut empfehlen (Lichtempfindlichkeit) , da dies in Studien im Bezug zu Anti-Depressiva ausgezeichnet gewirkt hat. Vor allem da es ganzheitlich wirkt. Man weiß bis heute nicht welche einzelne Stoffe dazu beitragen. Da hohe Dosen seit April Rezeptpflichtig sind kommst du um einen Arztbesuch aber nicht rum :eek:

    Ich wünsche dir alles Gute auf deinem weiteren Weg. Möge dein inneres Feuer wieder erflammen.

    Gruß Piep

    PS: Bei nochmaligen Lesen fällt mir auf das dich der stetige Wandel betrückt.
    "Das Menschen kommen und gehen". Ich kenne den Gedanken zugut. Doch ohne Wandel gebe es dich nicht, gebe es keine Jahreszeiten und alles wäre absolut monton und langweilig. Nichts ist beständig. Das Haus in dem du wohnst steht vermutlich in 30 Jahren nicht mehr. Den einen oder anderen Angehörigen gibt es vll. auch nicht mehr. Der Nachbarsjunge ist verheiratet.
    Ändern kannst du daran nichts, es würde nur unnötig Kraft kosten.
    Schätze die Momente.
     
    #9
    Mr.Piep, 6 April 2009
  10. zickzackbum
    Verbringt hier viel Zeit
    754
    113
    64
    nicht angegeben
    Ich habe zwar schon Negatives von Leuten gehört, welche Antidepressiva genommen haben, aber das ist bestimmt nicht repräsentativ. Zwar soll es fast immer zu mehr oder weniger starken Nebenwirkungen kommen, aber so eine pauschale Aussage, dass die Schulmedizin (by the way : es gibt für mich keine Schulmedizin, genauso wenig wie es eine "Schulphysik" gibt, physikalische Gesetze sind entweder richtig oder falsch, ebenso sind medizinische Therapien entweder wirkungsvoll oder nicht) nur Symptome bekämpfe (was auch oft ausreicht, bei einem gebrochenen Arm kann man schlecht die Ursache bekämpfen) halte ich für falsch und außerdem ist das hier kein Ideologie-Thread^^.
    Um manche Krankheiten ursächlich zu bekämpfen müsste man schon ins Genom der Person eingreifen. Naja, zurück zum Thema.


    Du kannst ihr einfach sagen, dass du dich ständig niedergeschlagen und traurig fühlst und das nun schon länger anhält. Du kannst, falls du das willst, auch bei einem Psychologen/Psychologin anrufen und dir dort einen Termin machen, was allerdings mit Wartezeiten verbunden ist. Der Psychologe würde dir dann alles weitere erklären. Du musst da auch nichts bezahlen, die ersten paar Stunden übernimmt die Krankenkasse auf jeden Fall, und danach muss der Psychologe der Krankenkasse mitteilen, ob eine weitere Therapie nötig ist und die Kasse muss das dann bewilligen.
     
    #10
    zickzackbum, 6 April 2009
  11. HappyEnd.
    Gast
    0
    Hallo Piep,
    welche Gedanken bekomme ich in einer depressiven Phase ... alles ist dann irgendwie in meinem Kopf beständig. Der Verlust von meinem Opa, die Trennung von meinem Ex, die Familienprobleme, das Selbstmitleid, welches mich dann überkommt, weil ich mein ganzes Leben als völlig sinnlos betrachte.

    Alles ist momentan zu viel für mich, alles ist Balast. Ob Schule, die Arbeit, die Freunde oder die Familie. Ich müsste lernen, der Gedanke belastet mich. Ich weiss, ich muss wieder arbeiten und mir wird schlecht. Ein Treffen mit Freunden und ich würde am liebsten absagen. Am liebsten würd ich ne Weile wegfahren, an das Meer, nur ich und meine Gedanken. Abstand zu allem, neue Kraft sammeln, einfach nur für den Moment und für mich leben - ohne an all diese Dinge/Probleme denken zu müssen - aber Zeit für Urlaub hab ich nicht.

    Ich würde gerne los gelöster sein, spontaner, aktiver. Früher habe ich in einem Verein getanzt, total gerne würde ich dies wieder tun. Ich würde gerne etwas machen, was ich richtig gut kann, eine Sache, bei der ich Anerkennung für meine Person bekomme. Ich würde gerne schreiben ... ein Verlag in meiner Nähe sucht Autoren, doch ich bezweifel, dass sie meine Texten für die Besten halten werden, aber ein Versuch ist es wert. Ich möchte al Person gerne mal wieder etwas erreichen!


    Danke für deinen Rat! Da meine Ärztin über Ostern Urlaub hat und ich das so schnell wie möglich hinter mich bringen will, werde ich bei der Charitas anrufen & dort mal nachfragen, ob die was für mich tun können.
     
    #11
    HappyEnd., 6 April 2009
  12. Mr.Piep
    Mr.Piep (30)
    Verbringt hier viel Zeit
    196
    103
    2
    Single
    Ach komm, als Schülerin hat man doch Schulferien, da sollte was drin sein. Notfalls ein WE Trip. Ist nur eine Frage des Geldes.

    Klingt doch gut. Was hindert dich daran ?
    Wer nichts versucht, hat schon verloren :smile:
    (mir ist bewusst das man in einer Depression Probleme mit dem aufraffen hat, kenne ich selber genüge da ich auch mal depressiv war bzw. teilweise noch bin)

    Schönen Abend
    Piep
     
    #12
    Mr.Piep, 6 April 2009
  13. HappyEnd.
    Gast
    0

    Ich schreib nach den Ferien Abi, arbeite halt neben der Schule, des Geldes wegen & dann fängt auch schon meine Ausbildung an. Alles ziemlich aussichtslos momentan.

    Irgendwas hält mich innerlich einfach immer, ich kann nicht so tun, als sei nichts.
     
    #13
    HappyEnd., 6 April 2009
  14. User 32296
    Meistens hier zu finden
    173
    128
    126
    nicht angegeben
    Hey du :smile:

    Ich kenne deine Situation selbst von mir, da ich vor einiger Zeit auch eine starke Depression hatte, aus der ich raus gekommen bin.

    Das schlimmste sind sicherlich die Kettenreaktionen, in denen ALLES einen belastet und alle schlechten dinge lassen sich gegenseitig noch schlechter erscheinen und man wird förmlich erdrückt..deshalb wäre deine Idee des "Kurzurlaubs" sicherlich eine sehr gute, um mal richtig Abstand zu gewinnen und aus der Hektik des Alltags rauszukommen.

    Ich für meinen Teil bin nicht durch Psychologen oder andere Menschen etc. rausgekommen..nur durch pure selbstreflektion. Klar ist es befriedigend, wenn dir jemand zuhört, und es verschafft einem auch kurzzeitig ein beruhigendes Gefühl..aber den Kern des Problems erfasst es kaum. Andere Menschen können einem nur Gedankenanstöße geben, aber wirklich rauskommen kann man nur in seinem eigenen Kopf.

    Meine Gedankengänge waren nicht komplex..letztendlich habe ich mir gedacht, dass das Leben jeden mal mit Scheisse bewirft und man, so verführerisch das Selbstmitleid auch ist, es als Herausforderung sehen muss. Wir haben nur begrenzte Zeit und es ist doch Verschwendung, sie mit dunklen Gedanken anstatt Freude zu verbringen. Es gibt soviel schönes in der Welt..das darf man nicht für die unschönen Dinge wegwerfen.

    Du sagst, du wurdest oft enttäuscht. Das ist traurig, und leider gibt es viele schlechte Menschen, aber gib doch bitte nicht den Glauben auf, dass es dort draußen viele gibt, die dich unterstützen wollen. Ich denke wirklich, du solltest wenigstens einer deiner engsten Freundinnen von deinen Depressionen erzählen, um zu sehen, dass es Menschen gibt, die für dich da sind. So wie ich das lese, hast du dich absolut niemanden geöffnet weil du Angst hast, verletzt zu werden...aber wenn du nicht denkst, dass deine engsten Freunde dir helfen..sind es dann wirklich Freunde?

    Das Ende deiner Beziehung ist natürlich auch etwas trauriges, aber du solltest die Zeit der Beziehung als etwas schönes sehen, dass das Leben bereichert und viel Spaß gebracht hat und es als solche in Erinnerung behalten. Es werden noch andere kommen, und mit 19 Jahren finden sicher die wenigsten von uns ihren zukünftigen Partner fürs Leben.

    Das mit dem "Sinn" im Leben ist immer ein heikles Thema..manche sehen den Sinn darin, möglichst viel Geld zu haben, mit möglichst vielen Frauen zu schlafen, möglichst viele Briefmarken zu sammeln...ich habe meinen Sinn darin gefunden, mein maximales Potential aus mir rauszuholen, weil es Spaß macht, Herausforderungen zu meistern. Gleichzeitig erhält man dadurch Selbstbewusststein und Lebensfreude. Aber wie gesagt, es ist ein individuelles Phänomen, dass du für dich selbst finden musst.

    Du solltest die Ideen mit dem Tanzen und Schreiben auf jeden Fall verfolgen! Seine eigenen Stärken erkennen und verfolgen ist ein sehr wichtiger und notwendiger Schritt. Versuchs einfach, und lass dich nicht von Gedanken, warum du es nicht machen kannst/sollst abhalten.

    Ich wünsche dir jedenfalls ganz viel Kraft, um diese schwere Zeit zu überwinden.
     
    #14
    User 32296, 6 April 2009
  15. Mr.Piep
    Mr.Piep (30)
    Verbringt hier viel Zeit
    196
    103
    2
    Single
    Klingt fast so als müsstest du mal deinen Alltag entkommen. Gibt es keine Abifahrt ?

    Gruß Piep
     
    #15
    Mr.Piep, 6 April 2009
  16. HappyEnd.
    Gast
    0

    Abifahrt, nee. Waren bloß im Februar 4 Tage in Hamburg - "Studienfahrt".
     
    #16
    HappyEnd., 6 April 2009

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