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Der Egoismus diese Welt mit einer Kugel zu verlassen

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Blaubeerchen, 14 März 2010.

  1. Blaubeerchen
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    in einer Beziehung
    Hallo liebes Forum,

    lange habe ich nichts von mir hören lassen.
    Doch jetzt bin ich hier und bin schockiert. Normalerweise bin ich froh, wenn jemand seine Probleme löst. Doch nicht so.

    Am Samstag war ich mit meinem Freund bei seiner Mutter. Wir bekamen im laufe des Abends eine Sms von einem sehr guten Freund, wortlaut: "hilfe, mein Vater hat sich vor meinen Augen erschossen."

    Wir waren schockiert, wir kennen beiden seinen Vater sehr gut. Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll.
    Er erschoss sich im Garten, seine letzten Worte:" Ohne mich seid ihr besser dran" und seine letzte Tat, er schoss sich in den Kopf vor den Augen besagten Freundes.

    Wieso beendet man sein Leben vor den Augen des eigenen Sohnes...? Egoismus, Flucht vor seinen Problemen weil man den Konflikt nicht tragen kann.
    Von allem ein bisschen.
    Aber eins hat er geschafft. Er hat seinen Sohn geprägt und das für immer.

    Ruhe in Frieden!

    Lass mich die Kraft aufbringen unterstützung zu leisten.

    Lass mich die Welt verstehen.

    Bitte.
     
    #1
    Blaubeerchen, 14 März 2010
  2. brainforce
    brainforce (33)
    Beiträge füllen Bücher
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    nicht angegeben
    hmm was soll man dazu sagen?:ratlos::geknickt:

    Manche Entscheidungen sind wirklich absolut unergründlich... wichtig ist das ihr für euren Freund da seid wenn er Hilfe benötigt...

    Über die Tat des Vaters und seine Auswirkungen kann man philosophieren solange man möchte - es wird nichts mehr ändern und nachvollziehen wird man dies als "Otto-Normalverbraucher" auch nicht können. Wer seinem eigenen Leben ein Ende setzt - und das noch auf diese Art und Weise hatte offenbar ein gewaltiges Problem das vielleicht nichtmal "Fachleute" ergründen und begreifen können...:ratlos:
     
    #2
    brainforce, 14 März 2010
  3. spätzünder
    Benutzer gesperrt
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    Single
    Selbstmord ist für mich fast immer gleichbedeutend mit Feigheit und Egoismus, sofern diese Personen nicht gerade ernsthafte physische oder fremdverursachte psychische Probleme haben (Mobbing z.B.). Solche Menschen sind nur zu bemitleiden. Hat der Vater an seine Familie gedacht? Wohl kaum. Er hinterlässt jetzt einfach seine Familie, die jetzt alleine klarkommen darf. Ja, sowas ist feige. Was auch immer er getan hat, es hätte keinen Selbstmord gerechtfertigt.

    Was war mit ihm los? Geldsorgen? Fremdgegangen? Kriminelle Vergangenheit? Versagensängste?
     
    #3
    spätzünder, 14 März 2010
  4. Schweinebacke
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Off-Topic:
    Selbstmord ist in den seltensten Fällen eine für außenstehende rationale Handlung. Natürlich wirkt es auf uns "feige", für den der sich umbringt ist es aber im Normalfall eine unglaublich mutige und schwierige Entscheidung. Man bringt sich ja im Normalfall nicht mal eben so um, so eine Entscheidung reift oft über die Jahre. Im Normalfall haben "normale" Probleme wie Geldsorgen oder Fremdgegangen auch nichts damit zu tun, es sind tiefgehende Depressionen, die mit den oft harmlosen Ursprungsproblemen nichts mehr zu tun haben.
     
    #4
    Schweinebacke, 14 März 2010
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  5. Bailadora
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    nicht angegeben
    Ich glaube, als Mensch, der sich noch nie mit Selbstmordgedanken beschäftigt hat, sollte man kein hartes Urteil fällen.
    Ich denke nicht, dass der Vater noch so weit Herr seiner Sinne war, dass er sich klar überlegen konnte, was so eine Aktion für psychische Folgen für seine Familie und Augenzeugen hat. Er hat ja ganz klar gesagt "Ohne mich seid ihr besser dran" - er muss das tatsächlich geglaubt haben, sonst hätte er das nicht gesagt und sich anschliessend erschossen. Ich denke, er war ernsthaft krank - und das hat nichts mit Feigheit und Egoismus zu tun. Zu bemitleiden ist er sicher, denn wer wirklich glaubt, dass die Welt und seine Familie besser ohne ihn dran ist - das ist doch schrecklich. Ein schreckliches Gefühl. Das kann man nicht nachvollziehen, das kann man nur bedauern.

    Dein Freund braucht professionelle Hilfe. Schnell. Du kannst ihm zuhören und ihm eine starke Schulter sein, aber erwarte nicht von Dir, dass Du ihm ernsthaft helfen kannst. Dafür gibt es speziell ausgebildete Menschen.

    Fühl Dich gedrückt! Ich weiß nicht, wie schlimm es mir gehen würde, wenn ich an Deiner Stelle wäre :frown:
     
    #5
    Bailadora, 14 März 2010
  6. Blaubeerchen
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    in einer Beziehung
    Soweit habe ich ihn Gott sei dank. Er wird auch wegen seiner Mutter professionelle Hilfe suchen. Auch wenn ich mir kein zu hartes Urteil erlauben darf, wie kann ein Mensch nur glauben, ohne ihn seien sie besser dran. Welche Vorwürfe da herangezogen werden. Was das für die Familie bedeutet. Vllt kann ich niccht sagen dass er feige war. Aber ich kann sagen, dass das egoistisch ist. Selbst wenn er in dem Moment sagte seine Familie sei besser dran ohne ihn.
    Für mich hört sich das an, als hätte er einen grund gesucht um "ungestraft" und in reinheit mit seinem eigenen Gewissen gehen zu können.
    Wenn man sich etwas einredet...
    Ich kanns eig garnicht in Worte fassen was mir grade durch denk Kopf geht.
    Ich verstehe es eben einfach nicht.. =(

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 08:57 -----------

    Hm... jetzt wo ich das geschrieben habe weiß ich wirklich garnicht mehr was ich denken soll..
     
    #6
    Blaubeerchen, 15 März 2010
  7. squarepusher
    Sehr bekannt hier
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    ich halte selbstmord nicht für feige, sondern für das unumstößliche recht eines jeden, sein leben zu beenden, wenn er/sie nicht mehr will.

    es nützt letztlich auch den hinterbliebenen, besonders den kindern, nichts, wenn der papa/die mama als feige und egoistisch verunglimpft wird. die wahrheit ist, dass das leben hart ist, und dass es für leute, die nicht aufpassen, was sie tun und was sie denken, in welches weltbild sie hineinschlittern, kein sicherheitsnetz gibt. das leben bietet genug gründe, sich augenblicklich selbst zu töten, wie es gründe bietet, es zu lieben.

    menschen, die psychischem druck nachgeben, den sie sich selbst geschaffen haben/den sie vom elternhaus geerbt haben/dem sie sonstwie nicht auskommen, sind nicht feige, sondern einfach hilfsbedürftig. wenn der umgang mit psychischen problemen eine bloße frage der feigheit wäre, würde die arbeit von psychotherapeuten etwas anders aussehen.

    die kinder eines selbstmörders sollten sich klar überlegen, wie es so weit kommen konnte, und sich selbst vor solchen entwicklungen so gut als es geht schützen. feige und egoistisch ist hier gar nichts. es ist zu respektieren. deswegen muss man sagern wie "ohne mich seid ihr besser dran" ja nicht zustimmen. man muss schlicht einiges verstehen versuchen. etwa, wie drastisch endgültig selbstmitleid in selbsthass umschlagen kann.
     
    #7
    squarepusher, 15 März 2010
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  8. Seeker2010
    Gast
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    Ich denke, es wird immer das Problem aller Anderen sein, dass sie "nicht verstehen". Aus seiner Sicht war das völlig logisch, auch nicht einfach oder gar feige. Es ist sein gutes Recht sein Leben zu gestalten, seine Probleme zu lösen, - oder auch seine Probleme nicht zu lösen, - oder eben vor seinen Problemen zu flüchten...

    Manche flüchten in den Alkohol, manche werden depressiv, - und andere setzen ihrem Leben eben ein Ende.

    Ob es dafür nötig ist sich ein Publikum zu suchen, - das ist eine andere Frage. Aber in eurem Fall war es wohl so... Vielleicht hatte er eine Schuld auf sich geladen, mit der er nicht weiter leben wollte... Oder er kam mit dem Leistungsdruck unserer Gesellschaft nicht mehr klar...

    Es ist immer leicht für uns zu sagen, dass man alle Probleme lösen kann - aber ich denke, das wusste er auch... Er wollte die Probleme eben nicht mehr lösen - da hatte er keine Luste mehr zu - oder keine Kraft mehr... Vielleicht ist ihm auch der Sinn des Lebens abhanden gekommen - oder seine Ziele - oder er war psychisch krank und eben nicht mehr Herr seiner Sinne...

    Das Problem ist: Wir wissen es nicht - und ohne ihn werden wir es kaum herausfinden...

    Verurteilen kann ich ihn nicht dafür. Auch hier regt sich eher Mitleid für einen Menschen, der entweder keinen Weg mehr gesehen hat, - oder kein Ziel mehr hatte, - oder dem die Kraft gefehlt hat...

    Grüße vom Seeker
     
    #8
    Seeker2010, 15 März 2010
  9. Maxx
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    Ich sehe das ähnlich wie die letzten Vorschreiber. Selbst wenn man wüsste, dass er zum Zeitpunkt der Selbsttötung bei klarem Verstand und vollem Bewusstsein war, wäre der Vorwurf des Egoismus und der Feigheit ein unsachliches Werturteil, ohne die Umstände des Betroffenen, die zur Tat führten, berücksichtigen zu können.

    Man kann das Ganze nun mal nicht einseitig betrachten, denn ob es eine Frage von Mut ist sein Leben trotz aller Beschwerden weiter zu leben, darüber kann man wohl genauso streiten wie über die Frage, ob es mutig ist einen Schnitt zu machen und sich dazu zu entschliessen seinem Leben ein vorzeitiges Ende zu bereiten.

    Falls das Opfer aber schwer psychisch krank war, so stellt sich diese Frage sowieso nicht, genauso wenig wie man ihm hinterher vorwerfen kann egoistisch gehandelt zu haben. Man kann den Freitod aber wohl als sehr einsame und ungewisse Entscheidung bezeichnen, die meist auch von innerlich leeren, einsamen und ohne Hoffnung lebenden Personen getroffen wird.

    Im vorliegenden Fall ist es für die Familienangehörigen wohl nicht nur schlimm, dass sie ihren Vater bzw. Ehemann verloren haben, denn insbesondere kommt hinzu, dass der Sohn vom Vater zum unfreiwilligen Augenzeugen der Tat gemacht wurde. Da es natürlich nicht möglich ist zu wissen wie der Geisteszustand des Vaters zum Zeitpunkt der Tat war, kann man selbst darüber nicht urteilen und es würde zudem auch nichts bringen dem Mann posthum Vorwürfe zu machen, selbst wenn er sich im Klaren darüber war, was er besonders dem Sohn antut, wenn er ihm diesen Anblick zumutet.

    Natürlich wäre es verständlich, wenn sich zu all der Trauer und den Nachwirkungen durch das traumatische Erlebnis früher oder später auch Wut auf den Vater einstellen wird, eben nicht nur, weil er die trauernde Familie zurückgelassen hat, sondern auch wegen der Art und Weise wie er es getan hat. Eine solche Wut sollte aber in erster Linie den Hinterbliebenen vorbehalten sein, da diese seine Tat und auch seine aus seiner Sicht vielleicht nachvollziehbaren Beweggründe wohl kaum emotionslos und somit wertneutral betrachten können.
     
    #9
    Maxx, 15 März 2010
  10. spätzünder
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    Niemand hat das "Recht", sein Leben zu beenden, wann er will. Was ist denn das für ein Schmarrn? Das Leben ist kein Gesetz und juristische Sache, sondern eine Existenzform. Und Leben ist mit Verantwortung verbunden, gerade weil man selbst frei darüber verfügt. Wenn tatsächlich jemand seinen Selbstmord sorgfältig vorbereitet, dann wohl eher in seinem stillen Kämmerlein, in dem der oder die Lebensmüde mit ihren inneren Dämonen nicht fertig wird. Aber anstatt sich dann nach Außen zu wenden und Hilfe zu suchen und um ihr Leben zu kämpfen, geben diese Leute auf. Sie kapitulieren vor den Problemen des Lebens. Und ja, das ist feige, vor Allem, wenn man noch Verantwortung gegenüber bestimmten Mitmenschen hatte (Familie, Freunde, Liebesbeziehung). Man stiehlt sich dann aus der Verantwortung. Ein Selbstmord ist auch, wie der Name schon sagt, Mord. Es ist ein sinnloser Tod, wie jeder Mord - es sei denn, die jeweilige Person ist unheilbar krank und das Weiterleben unkurierbar mit Schmerzen verbunden. Und Niemand wird mir hier wohl sagen, dass der Vater hier, der sich selbst umgebracht hat, keine andere Chance mehr hatte.

    Wenn das Opfer tatsächlich schwer psychisch krank war, dann kann man auch nicht mehr behaupten, dass diese Person noch die volle Kontrolle über ihr Leben hatte und zurechnungsfähig war. Von daher hätte diese Person irgendwie unter Vormund gestellt und vom Selbstmord abgehalten werden müssen, bis die Psychose geheilt ist. Offenbar ist er ja mit seinen Problemen noch nicht einmal an die Öffentlichkeit gegangen.
     
    #10
    spätzünder, 15 März 2010
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  11. squarepusher
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    oh, reden wir über anderer leute leben? da nimmt sich aber jemand gefährlich viel "recht" heraus, für so eine argumentationslinie. ich beschränke mich mit meinen urteilen auf das eigene leben und gestehe anderen dasselbe zu. ich hab jedes recht mit meinem leben zu tun und zu lassen, was ich will. es wäre ja noch schöner, wenn mir clowns wie du noch bis über den tod hinaus meinen, vorschriften machen zu dürfen. geh bitte in deinen sittenverfalls-thread, wo du dir auf pseudo-hochintellektuellem niveau zu gut dafür bist, dir deinn knacks einzugestehen. anstatt mit deiner "moral" andere menschen - die mit dem, was immer du für ausreichend solide lebensgrundsätze hältst, als dass du meinst, anderen vorschreiben zu können, wozu menschen, wenn es um ihr eigenes leben geht, ein recht hätten und wozu nicht, nichts zu tun haben - durchs dorf zu schleifen. danke nein, ich kenn dein sonstiges blah, und du bist wirklich der allerletzte, der es sich zumuten sollte, anderen menschen etwas über das leben erklären zu wollen.

     
    #11
    squarepusher, 15 März 2010
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  12. User 38494
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    es gibt auch das wort freitod oder selbsttötung.
    ob jemand das recht hat sich selbst zu töten oder nicht ... darüber hat wohl jeder seine eigene meinung.


    so ein geschehniss im nahen umfeld ist natürlich immer ein schock für alle beteiligten.
    gerade für den sohn muss es ein schreckliches erlebnis sein das mit ansehen und jetzt verarbeiten zu müssen.

    man wird nie einen menschen voll und ganz verstehen können und schon gar nicht warum er sich in der gegenwart des eigenen sohnes das leben nimmt.
    ihm hätte klar sein müssen, was er damit anrichtet.

    ich persönlich habe kein problem damit, wenn sich jemand umbringt.
    es gehört für mich zur freien entscheidung eines jeden ... sofern man geistig gesund ist.
    natürlich ist jemand, der des lebens müde ist und für sich selbst keinen ausweg mehr sieht, nicht gesund, wenn er sich selbst tötet.
    aber dann sollte man noch mindestens soviel anstand haben, diesen schritt mit sich allein auszumachen.

    für den vater selbst, war es in diesem moment eine erlösung von seinen problemen.
    vielleicht hat er in gewisser weise seinen sohn als "beistand" mißbraucht ... ich weiß es nicht.

    fakt ist, das euer freund um hilfe bittet.
    hilfe bedeutet dann, das man dem anderen zeigen muss, das man für ihn da ist ... zuhören kann und manchmal auch einfach nur körperlich anwesend zu sein.

    wichtig ist wohl aufzuzeigen, das es der freie wille des vaters war und jetzt nicht jeder danach sucht, wer "schuld" daran ist, das er sich getötet hat.
     
    #12
    User 38494, 15 März 2010
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  13. Damian
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    Hi du...

    sehr sehr schreckliche Sache, die man sich kaum vorstellen kann. Ich denke du möchtest es einfach verstehen können, deswegen kann ich dir nur vorschlagen, falls du dazu stabil genug bist, dich mit dem Thema mal ein paar Stunden im Internet zu beschäftigen. Es gibt z.B. verschiedene Gründe für eine Selbsttötung. Eine der, wenn nicht die häufigste ist der Depressive Selbstmord und in meinen Augen der unnötigste. Es gibt aber auch unter Anderem einen existenziellen. Man kann sich auch selbst das Leben nehmen, wenn man an einer unheilbaren Krankheit leidet und das ganz rational begründen.

    In diesem Fall klingt es so, als seien es deprissive Gründe. Vor allem mit einem latzten dramatischen Satz und Publikum aus dem Leben zu scheiden. Ich will den Vater deines Freundes weder verurteilen und in Schutz nehmen. Die eine Ebene ist, dass er völlig davon überzeugt war, dass es richtig ist was er tut. Die andere Eben war, dass es völliger schwachsinn war und gänzlich unnötig.

    Ich denke das war dein Anliegen...zumindest eine erklärung finden. Es gibt sicher welche, ich weiss aber nicht, ob du damit zufrieden sein kannst.

    Wenn du deinem Freund helfen willst, dann lass ihn entscheiden wie. Frag nach, ob du da sein sollst, evtl. zuhören.
    Wenn ich irgendwas zu verdauen hab, dann hilft es oft schon, dass jemand im gleichen Raum am Computer rumsurft oder irgendwas anderes macht. Aber das hat mein Vorposter ja bereits auch schon gesagt.

    Fühl dich gedrückt...und drück deinen Freund von uns!

    Damian
     
    #13
    Damian, 15 März 2010
  14. spätzünder
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    Ja, ich rede auch über das Leben anderer Leute. Das nennt man Verantwortung und Hilfsbereitschaft. Ich sehe nicht nur mein eigenes Leben, sondern auch das anderer Leute. Traurig, dass viele Leute meinen, sich nur um sich selbst kümmern zu müssen, obwohl sie tagtäglich in Interaktion mit anderen Menschen stehen und auch von anderen Menschen abhängig sind.
     
    #14
    spätzünder, 15 März 2010
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  15. User 15352
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    Das Schockierende an der Sache ist doch, dass der Vater es vor den Augen des Sohnes gemacht hat - und ihn damit traumatisiert hat :ratlos:. Das hätte nun echt nicht sein müssen!
     
    #15
    User 15352, 15 März 2010
  16. squarepusher
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    Off-Topic:
    das ist eine reine rethorische verknüpfung von dingen, die - hättest du ein wohlgerüttelt maß an lebenserfahrung, wüsstest du das - in wirklichkeit nicht zusammenhängen. aber genug, das thema soll nicht genukt werden.. wie gesagt: für sowas eignet sich dein eigenes thema besser.
     
    #16
    squarepusher, 15 März 2010
  17. Maxx
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    Dein Beitrag weist einige Widersprüche und Ungereimtheiten auf. Du behauptest auf der einen Seite, dass niemand das Recht habe sich umzubringen und auf der anderen Seite bist du der Meinung, dass das Leben kein Gesetz und keine juristische Sache sei. Wie kannst du aber in dem Zusammenhang dann von Recht sprechen?

    Das Leben ist zwar eine Existenzform, wie du sagst, ist aber dennoch gesetzlichen Bestimmungen unterworfen. Diese greifen aber im strafrechtlichen Sinne erst dann, wenn du das Leben anderer Menschen gefährden bzw. zerstören willst, da die Absicht bzw. der reine Versuch der Beendung deines eigenen Lebens nicht unter Strafe gestellt werden kann. Da ist so weil das Selbstbestimmungsrecht dir in gewissem Masse die Entscheidung überlässt, ob du leben oder sterben willst und ob du die Verantwortung für dein eigenes Leben aufgibst. Schon deshalb kannst du eigentlich, wenn man es juristisch betrachtet, nicht behaupten, dass niemand ein Recht dazu habe sich umzubringen, weil du das Recht nicht nach deiner persönlichen Definition auslegen kannst.

    Es geht doch nicht nur um die Zeit, in der jemand seinen Freitod sorgfältig vorbereitet, sondern um die viel längere Zeitspanne, in welcher der Entschluss dazu nach und nach reifen kann. Es gibt nun mal Menschen, die still in ihrem Kämmerlein sitzen und auf Dauer mit ihren inneren Dämonen nicht fertig werden. Manchmal sind ihre Probleme zu schwerwiegend oder es gibt andere Gründe, warum sie sich keine Hilfe suchen. Trotzdem kannst du Betroffenen doch nicht die Verantwortung dafür anlasten und anführen, dass sie verpflichtet sind sich Hilfe zu suchen, wenn sie zwar psychisch krank sind, aber nicht so dermassen krank, dass ein offensichtlicher Zwang dazu besteht sie gegen ihren Willen in professionelle Hände zu begeben.

    Oft sieht man ihnen das Ausmass ihrer Probleme auch gar nicht wirklich an, so dass nicht automatisch von ausserhalb Leute eingreifen und einen potentiellen Suizidkandidaten rechtzeitig einliefern können. Du siehst die Sache ganz schön schwarz/weiss. Nur weil jemand mit der Zeit Lebensmüde wird und Selbstmordabsichten hegt, so teilt er das seinem Umfeld doch nicht zwangsläufig mit und wirkt deshalb in vielen Fällen noch relativ zurechnungsfähig und nicht unbedingt geistig umnachtet, so dass es gerechtfertigt wäre ihn gegen seinen Willen zwangsweise in eine entsprechende Klinik einzuweisen. Deshalb wird auch frühstens dann eingegriffen, wenn jemand konkrete Selbsttötungsabsichten äussert oder wenn derjenige bereits mitten in seinem Vorhaben steckt und seinen Plan zu vollenden droht.

    Und natürlich ist der Begriff Selbstmord in dem Zusammenhang eigentlich unpassend, obwohl er im Volksmund nun mal benutzt wird. Da der Begriff Mord als Zusatz in dem Wort negativ konnotiert ist und im Gegensatz zu Freitod oder Suizid bereits eine Wertung enthält, kann der Begriff durchaus bestimmte Emotionen auslösen und sogar eine falsche Rechtsempfindung suggerieren. Wenn jemand also wie du ein so vehementer Gegner von Selbstmord ist und vielleicht gar nicht auf den Gedanken kommt, dass es auf der anderen Seite ebenfalls höchst egoistisch wäre, von einer betroffenen Person zu verlangen, dass sie ihr Leben nicht ihrer selbst wegen, sondern zum Wohle der Angehörigen weiterlebt, weil der Betroffene deiner Meinung nach ja die Verantwortung dafür trägt, dass Angehörige nicht durch ihn in die Trauer um die eigene Person gestürzt werden, dann kann ich wiederum schon verstehen, dass so jemand wie du sich für seine Zwecke an den Begriff Selbstmord klammert.
     
    #17
    Maxx, 15 März 2010
  18. Lady_Conny
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Man kennt die wahren Hintergründe nicht, daher kann man diese Aktion vom Sohn schwer interpretieren und werten. In jedemfalle ein tragisches Ende mit mindestens einer genauso tragischen Geschichte dahinter.
     
    #18
    Lady_Conny, 15 März 2010
  19. Blaubeerchen
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    in einer Beziehung
    Es ist sehr wichtig für mich, die vielen verschiedenen meinungen zu lesen und damit meine Ansichten zu erweitern und über den tellerrand zu blicken, aber bitte nicht streiten !
    Jeder sieht es anders, jeder verbindet seine Ansichten evt mit persönlichen und anderen Erfahrungen.
    Ich denke, jetzt da es zu spät ist kann man nur da sein, die Schulter anbieten und hoffen, dass für den menschen alles wieder gut werden kann, auch wenn ich dies bezweifle.
    Schließlich starb sein vater vor seinen Augen.
    Deswegen, auch wenn ich nicht an Gott glaube, wünsche ich dem Vater Ruhe und Frieden, seinem Sohn unserem Freund jede Hilfe die er braucht und die nötige Stärke damit umzugehen und das leben wieder in die Hand zu nehmen.
     
    #19
    Blaubeerchen, 15 März 2010
  20. Damian
    Damian (36)
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    Verheiratet
    Jup..ich finde bei einem solchen sensiblen Thema, kann durchaus ein weiterer Thread und ein Link dahin aufgemacht werden, wenn sich die Leute in Grundsatzdiskussionen ergehen wollen. Hier geht es darum Blaubeerchen zu helfen, denn diese hat nach Hilfe gefragt! Sie möchte Erfahrungen von Menschen hören, die damit zu tun hatten und verstehen.
     
    #20
    Damian, 16 März 2010

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