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Der Kampf gegen die Magersucht..

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von InMyDreams, 21 Februar 2009.

  1. InMyDreams
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Single
    Hallo ihr,

    bei diesem Thema geht es nicht um mich, ich bin wohl alles andere als gefährdet, magersüchtig zu werden. Es geht hierbei um eine sehr gute Freundin von mir, die nun seit einiger Zeit magersüchtig ist. Wann genau es angefangen hat, kann ich nicht sagen, ich kann nur sagen, ab wann man die Gewichtsabnahme deutlich gesehen hat.
    Ich traue mich nicht, mit ihr offen darüber zu reden, da ich nicht weiß, wie sie darauf reagieren würde und ob sie überhaupt von allen darauf angesprochen werden möchte.

    Nun wollte ich hier mal fragen, ob es Leute gibt, die magersüchtig sind oder waren und mir vielleicht etwas mehr darüber erzählen können, wie es zu Stande kam, wie sich das ausgewirkt hat und unter Umständen, wie ihr davon weggekommen seid. Ich möchte einfach etwas genauer wissen, was in ihr vorgeht, damit ich weiß, wie ich auf sie reagieren kann. Verändert wirkt sie eigentlich nicht, nach Aussen ist sie ganz die Alte...

    Ich weiß auch, dass ich einfach irgendwelche Texte über Magersucht lesen könnte, aber ich würde halt einfach gerne persönliche Erfahrungen hören.

    Ich danke euch, LG, InMyDreams
     
    #1
    InMyDreams, 21 Februar 2009
  2. InMyDreams
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    Single
    hmm...?
     
    #2
    InMyDreams, 21 Februar 2009
  3. User 49007
    User 49007 (29)
    Sehr bekannt hier
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    Sprich sie auf jedenfall direkt an. Wenn ihr mal allein seit und du merkst sie ist wie immer. Frag erstmal so durch die Blume, oder sag was zu ihrem Gewicht. Kann auch was positives sein.

    Wenn sie dann wirklich eine Magersucht hat, kommt sie davon bestimmt nicht alleine los. Da hilft meist nur eine intensive Therapie. Je nach stärke der Magersucht auch nur ein stationärer Aufenthalt.
    Ich hatte vom Zeitpunkt an, als ich es selbst gemerkt hab und mich in Therapie begeben habe ein gutes Jahr gebraucht bis ich da halbwegs von weg war. Aber sowas bleibt einem immer haften
     
    #3
    User 49007, 21 Februar 2009
  4. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    Verheiratet
    Magersucht kommt zustande, weil man dem gesellschaftlichen Druck und dem Schlankheitswahnsinn nicht mehr standhalten kann, sich zu dick fühlt, beschließt etwas zu ändern und dann sein Essverhalten radikal umstellt (ungesund). [Übrigens bist du dir sicher, dass deine Freundin Magersüchtig ist und nicht etwa Bulimie hat?] Naja, man fängt an abzunehmen und die ersten Erfolge zu sehen, aber egal wie schlank man ist, man will mehr, immer noch dünner werden, immer in eine noch kleinere Kleidergröße machen. Aber selbst wenn man in 32/34 reinpasst, dann reicht das nicht; selbst wenn alle Knochen sichtbar werden, es reicht einfach nicht. Alle Gedanken kreisen nur ums Essen, bzw. wo man Kalorien einsparen kann, man hungert und fühlt sich anderen Mitmenschen die vollkommen normal essen überlegen, weil man seinen Körper so sehr kontrollieren kann. Man rennt ständig zur Waage.

    In so genannten Ana-Foren können sich Magersüchtige gegenseitig anstacheln in einer Woche so und soviel Kilos abzunehmen, sie vergleichen was sie täglich essen und diejenige die am wenigsten isst gewinnt, diejenige mit dem kleinsten Beinumfang gewinnt und so weiter. Es gibt so genannte Thinspiration Videos, in denen andere Magersüchtige und Models, schlanke Filmstars gezeigt werden, um sich zu motivieren. Im Gegensatz dazu gibt es auch Videos mit fettleibigen, sehr übergewichtigen Menschen, sogenannte Reverse Thinspo.

    Magersüchtige sind sehr unzufrieden mit ihrem Körper, sie können Komplimente nicht wahrnehmen und möchte nicht auf ihren Körper oder ihr Essverhalten angesprochen werden. Sie suchen immer neue Ausreden, um z.B. nicht gemeinsam mit den Eltern essen zu müssen. Deine Freundin würde wohl einfach verneinen und sagen, dass sie nicht magersüchtig ist und die fragen, wie du auf solche Gedanken kommst, wenn du sie darauf ansprichst. Und dennoch wäre es wohl wichtig, mit ihr über deine Beobachtung zu sprechen, ihr anzubieten, mit zum Arzt zu gehen und vielleicht solltest du auch zu ihren Eltern gehen und deine Beobachtung schildern.

    Was nicht helfen wird ist zu sagen, dass sie doch einfach mehr essen soll. Das versuchen Eltern dann ja gerne, sie zwingen ihre Schützlinge zu essen, weil sie nicht verstehen, wie Magersüchtige denken. Magersucht kann lebensgefährlich sein, die Betroffenen müssen meist in ein Therapiezentrum eingewiesen werden und danach auch noch hin und wieder zu einem Betreuer bzw. einer Betreuerin. In der Regel ist es aber so, dass sich das Essverhalten nie vollkommen normalisiert. Essen wird immer eine wichtige Rolle im Leben der (ehemals) Betroffenen spielen.

    Das allerwichtigste aber ist, dass man Magersüchtige nicht dazu zwingen kann, irgendetwas zu unternehmen, irgendetwas zu ändern. Sie müssen selber einsehen, dass das was sie tun falsch ist und das sie Hilfe brauchen. Das ist leider ein sehr schwieriger Prozess und alle Betroffenen (auch Freundinnen, Eltern) wird dieser Weg viel Kraft kosten.
     
    #4
    xoxo, 21 Februar 2009
  5. Tinkerbellw
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    nicht angegeben
    wenn du dir erst einmal sicher sein willst, dann würde ich einfach Zeit mit ihr verbringen und ihr verhalten etwas beobachten. ich habe eine freundin, die essgestört ist und es ist schon sehr deutlich, wenn man in ihrer Nähe ist:
    - sie sagt selbr von sich, dass sie mit vielen Menschen nicht essen kann, sei es am Arbeitsplatz oder bei Familienfesten ( wenn wir uns zu zweit etwas kochen geht es)
    - nach jeder Krankheit sagt sie wieviel sie abgenommen hat und wo sie wieder hinwill
    - sie fühlt sich im Vergleich zu anderne Menschen immer zu dick, selbst zu mir und ich wiege bei ungefähr gleicher Größe 20 Kilo mehr!
    - Wenn sie zwischendruch etwas isst rechnet sie sogleich aus, wieviel Sport sie dafür machen müsste!


    das sind jetzt nur Bsp. aber vielleicht zeigen sie dir, wie man erst einmal die Anzeichen abchecken kann und dann vielleicht drüber rede kann. Bei meine Freundin ist es so,dass sie sowieso noch andere schwere somatischen symptome hat in eine Psychotherapie gehört und das auch weiß und hoffentlich auch bald eine anfängt. Solange bin ich für sie da, wenn sie mich braucht und rede auch mir ihr die Nächte durch.


    Ps. ich habe auch essgesörte Freunde die in die andere Richtung gehen und soviel essen, dass sie mit 26 schonBlutdrucksenker etc. brauchen und bei denen es mit der Familienplanung vermutlich deswegen auch nicht hinhaut. Aber erfahrungsgemäß kann man mit denen viel schelchter darüber reden, als mit der zu dünnen Freundin!
     
    #5
    Tinkerbellw, 21 Februar 2009
  6. User 49007
    User 49007 (29)
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    Naja so allgemein kann man das nicht immer sagen. In der Regel ist es zwar so aber es gibt es auch oft, dass man einfach psychische Probleme hat und darum nicht essen mag. Das "Warum" muss man immer von Fall zu Fall anschauen
     
    #6
    User 49007, 21 Februar 2009
  7. InMyDreams
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    Hallo!
    Danke erstmal für die Antworten.
    Es ist nicht nötig herauszufinden, ob sie magersüchtig ist, denn das steht ja längst fest. Sie ist auch in Therapie. Meine Frage war auch eigentlich nur an diejenigen gerichtet, die sebst davon betroffen waren/sind.

    @xoxo: es wundert mich das sagen zu müssen, aber ich habe in deinem Beitrag viele Dinge entdeckt, die so garnicht der Wahrheit entsprechen, zudem ist Bulimie eine Form der Magersucht.

    Ich weiß ja sehr sehr viel über die "wissenschaftlichen" Dinge der Magersucht, mögliche Ursachen und und und...aber eben diese Wissenschaftlichkeit hilft mir jetzt nicht wirklich weiter.
    Ich würde gerne wissen, was bei EUCH der Grund war, wie IHR euch die Reaktionen der anderen gewünscht habt und/oder wie sie tatsächlich waren.

    Lieben Dank InMyDreams
     
    #7
    InMyDreams, 21 Februar 2009
  8. User 49007
    User 49007 (29)
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    Gründe kamen aus der Kindheit und frühren Jugend. Viele Probleme, zu Hause viel Zoff. Bei mir waren was keine "ich will so dünn wie andere sein" Gründe.
    Es hat es wirklich lange niemand gemekrt weil ich mich gut versteckt habe unter weiten Klamotten. Ich fühlte mich immer sehr wohl wie ich war.
    Als mich dann irgendwann doch jemand drauf angesprochen hat hab ich es nicht wahrhaben wollen. Es hat auch nichts genutzt das mich alle zum Essen überreden wollte, denn in meinen Augen hab ich ja genug gegessen. Der Körper gewöhnt sich schnell an wenig Essen und du hast dann auch nicht mehr dauernd hunger.

    Hat lange gedauert bis ich es selbt gemerkt habe das ich nichts mehr kann das ich schlapp und müde bin.Mein Körper war einfach am Ende und ich musste etwas tun. Nach mehreren Zusammenbrüchen hab ich einer Therapie zugestimmt.

    That's it. Sowas wird wohl bei jedem anderst sein. Jeder hat eine andere Geschichte für seine Sucht.
     
    #8
    User 49007, 21 Februar 2009
  9. User 53338
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    offene Beziehung
    Schlankheitswahn hat wirklich nicht immer etwas mit einer ES zu tun. Ich kenne Frauen, die in ihrer Kindheit missbraucht wurden und sich versuchen "wegzuhungern", sich unsichtbar zu hungern oder so weit runter zu hungern, dass an ihrem Koerper absolut nichts mehr weibliches zu finden ist. Ansonten habe ich die Erfahrung gemacht, dass eine ES auch als Selbstschaedigendes Verhalten benutzt wird, indem man sich durch Essensverweigerung bestrafen oder sich bewusst damit schaden will, aehnlich wie beim Schneiden (ausgeloest durch andere Probleme, zum Beispiel Probleme innerhalb der Familie). (SVV).


    Ich wuerde an deiner Stelle wohl deiner Freundin einfach zeigen, dass du fuer sie da bist. Dass du ihr deine Hilfe bzw. deine Schulter zum ausheulen anbietest, wenn sie das moechte. Aber zwing ihr nichts auf. Bei einer ES und anderen psychisch starken Problemen kann sich der Betroffene ganz schnell unter Druck gesetzt fuehlen (eigene Erfahrung, war frueher stark Autoagressiv). Wichtig ist natuerlich auch das sie professionelle Hilfe bekommt. Der Weg aus einer ES ist lang und hart und wirklich gesund werden die Betroffenen manchmal nie (es ist aehnlich wie bei einem Alkoholiker, der sein leben lang Alkoholiker bleibt, aber trocken ist).
     
    #9
    User 53338, 21 Februar 2009
  10. Schweinebacke
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Off-Topic:
    Ich glaube nicht, das eine Esstörung immer eine im Hintergrund verborgene Ursache haben muss. Hungern hat genauso wie Glückspiel an sich einen gewissen Suchtfaktor.
     
    #10
    Schweinebacke, 22 Februar 2009
  11. nallee
    nallee (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    wer bulimie hat, nimmt nicht wirklich ab, grundsätzlich sind bulimie-erkrankte normalgewichtig. sie essen ja auch, nur brechen sie es wieder aus.
    wer bulimie hat, hat heißhungerattacken. wer hingegen magersucht hat, der isst noch nicht einmal.

    bulimie ist keine form von magersucht. bulimie gehört, genauso wie die magersucht, zu den essstörungen.

    meiner besten freundin half es eigentlich schon, wenn ich ihr komplimente gemacht hab, wie toll ihr bauch aussieht und was für hübsche beine sie hat. ich hab auch immer gesagt, dass frauen, die einen schönen po und busen haben, viel schöner sind, als die, bei denen nur die knochen zu sehen ist. ich muss dazu auch gestehen, dass ich zu der zeit gar nicht gemerkt hab, dass sie magersüchtig ist. ich wusste eigentlich auch gar nicht, WAS magersucht ist, da wir da circa 10 jahre alt waren.. :/
     
    #11
    nallee, 22 Februar 2009
  12. Pink Bunny
    Pink Bunny (27)
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    in einer Beziehung
    Mein jetztiger Freund hatte zwar damals keine Magersucht sondern Bulimie aber ihm hat damals ein krasser Umgebungswechsel sehr geholfen.
    Und natürlich viele Gespräche als die Sache bei mir und ihm Gespräch wurde.

    Wichtig ist ja das viele die eine Esstörung haben es nicht zugeben weil sie es selber an sich ja garnicht sehen.
    Wenn du also mit deiner Freundin redest und sie es abstreitet kannst du leider erstmal nicht viel machen denn die Erkenntnis das man krank ist muss von einem selber kommen.
     
    #12
    Pink Bunny, 22 Februar 2009
  13. User 53338
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    offene Beziehung
    Das ist auch meine Erfahrung bei meinem Ex so gewesen. Der wusste schon das ich Recht habe, aber hat dann ganz krass abgestritten, sich darueber lustig gemacht oder schnell das Thema gewechselt. Da war gar kein dran kommen.
     
    #13
    User 53338, 22 Februar 2009
  14. LiLaLotta
    LiLaLotta (31)
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    vergeben und glücklich
    Ich war irgendwann mal auf dem besten Weg in die Magersucht, bin aber zum Glück rechtzeitig wieder da rausgekommen. Habe aber genug gesehen, die das nicht geschafft haben und zu letzt am Tropf hingen und keine Haare mehr hatten, weil sie sich selbst so kaputt gemacht haben...
    Ich denke, dass das Thema "Kontrolle" ein wichtiger Punkt ist. Man will Kontrolle über seinen Körper, man braucht das Gefühl, dass etwas so läuft, wie man es will. Oft fühlt man sich auch einsam und denkt, das würde sich ändern, wenn man dünn wäre. Vielleicht hat man auch keinen Lebensinhalt und konzentirert sich deswegen zu sehr aufs Abnehmen.
    Letztendlich liegt alldem aber ein gestörtes Selbstwertgefühl zugrunde, oft auch der Wunsch nach Selbstzerstörung oder Selbstverletzung.

    Was genau es bei deiner Freundin ist, kann dir niemand sagen. Da solltest du dich vielleicht mal mehr mit ihr befassen und genaue Beobachtungen anstellen, auf kleine Zeichen achten. Direkt ansprechen würde ich sie erst danach.
     
    #14
    LiLaLotta, 23 Februar 2009

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