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Der kleine Indianer Schneller Fuß

Dieses Thema im Forum "Stammkneipe" wurde erstellt von SottoVoce, 18 Dezember 2004.

  1. SottoVoce
    SottoVoce (34)
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    Hallo Leute, ich brauch Eure Hilfe.

    Mein Keks liebt Indianergeschichten, das fasziniert ihn total, vor allem, seitdem mal echte bei uns in der Stadt waren und dort so indianische Musik gemacht haben und auch so "verkleidet" waren und so dunkle Haut hatten und bemalt waren und überhaupt so ganz anders aussahen. Da es ihm heute schlecht ging und ich ihm Fieber messen wollte, aber er weinte, hab ich, um ihn zu beruhigen, eine Indianergeschichte für ihn erfunden. Hat topp funktioniert. Dumm nur, dass ich ihm dann versprechen musste, noch mehr geschichten vom Indianer Schneller Fuß zu erzählen... :eek: Und... Naja... Ich bin nicht so gut, im aus dem Stehgreif Kindergeschichten erfinden.

    Habt ihr Ideen?

    Hier mal, was ich heut erzählt hab, in der Kurzfassung: Der Indianer Schneller Fuß ist der Sohn vom Indianerhäuptling Großer Bär, der so heißt, weil er so groß und massig ist wie ein richtiger Bär. Schneller Fuß ist von allen Kindern der schnellste - und der frechste. Also hat er eine Nacht die Wasserpfeife vom Papa gemopst, obwohl der ihm gesagt hat, dass er das erst darf, wenn er erwachsen ist. Schneller Fuß wollte aber nicht so lange warten, und er hat dem Papa auch nicht geglaubt, dass einem Kind davon schlecht werden kann. Dann hat er sich nachts ans Feuer gesetzt und eine Stunde lang Pfeife geraucht. Und dann war ihm soooo schlecht, dass er den Papa geweckt hat. Und der hat ihn dann in den Arm genommen und ihn getröstet und sich um ihn gekümmert, weil ihm der Schnelle Fuß so leid getan hat. Und danach hat Schneller Fuß lieber nie mehr die Wasserpfeife angefasst, sondern wartet jetzt lieber, bis er wirklich groß ist.

    Naja, solche Geschichten such ich jetzt noch mehr. Der Schnelle Fuß ist halt so ein kleiner, frecher, der immer irgendwie was lustiges und ein bisschen aufregendes erleben soll. Man kann beliebig Personen dazu erfinden, ich dachte schon an einen kleinen Freund, aber mir fällt nicht einmal ein Name ein, und eine Mutter braucht er ja auch noch, die könnte man vielleicht Goldene Sonne nennen, weil sie so schön ist oder sowas.

    Bitte, helft mir, ich will den Keks nicht enttäuschen... *SOS*
     
    #1
    SottoVoce, 18 Dezember 2004
  2. User 25480
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    Ich versuchs einfach mal *g* ist schon lange her, dass ich mir geschichten ausgedacht habe und da waren es nicht wirklich Indianergeschichten :zwinker:

    Schneller Fuß ist nicht nur der Schnellste, sonders außerdem auch sehr neugierig. Er möchte zu gerne mal dabei sein, wenn der große Stammesrat im Indianerdorf tagt, doch sein Vater, Großer Bär, hat es ihm verboten. Er sei noch zu klein und im Stammesrat sind nur große Krieger, die sich um das Wohl des Indianerdorfes verdient gemacht haben. Außerdem müsste er erst eine Prüfung absolvieren, wonach er dann im Stamm als erwachsener Krieger anerkannt wird. Schneller Fuß wollte noch wissen, wie so eine Prüfung aussehen würde und was er da machen muss. Sein Vater erzählte ihm davon, wenn er groß ist und einen Büffel für das Dorf erlegen würde, damit seine Stammesbrüder und -schwestern etwas zu essen haben und das Fell des Büffels für warme Kleidung im Winter verwendet werden kann.

    Schneller Fuß ging daraufhin zu seinem Fellbett, legt sich darauf und denkt intensiv darüber nach, was sein Vater ihm erzählt hat. Nach einer ganzen Weile kommt ihm ein Gedanke. Er steht auf, nimmt seinen Bogen und Pfeile. Er geht in den nahe gelegenen Wald und legt sich hinter einem Gebüsch auf die Lauer. Nach einer ganzen Weile sieht er einen Hasen im Unterholz laufen. Er nimmt den Bogen, spannt einen Pfeil ein und zielt. Doch leider trieft er nicht, der Hase kann schnell einen Haken schlagen und weglaufen. So geht es Schneller Fuß noch ein paar mal, er will schon aufgeben, als wieder ein Hase vorbeikommt. Diesmal jedoch trifft er den Hasen. Schnell holt er sich den Hasen und läuft zurück zum Dorf, ganz stolz bringt er den Hasen zu seinem Vater. "Hier Großer Bär, Fleisch zum essen und Fell für warme Kleidung", spricht er voller Stolz. Seine Vater lächelt ihn an und sagt ihm, dass er sehr stolz auf ihn ist, aber das leider nicht reicht. Als Schneller Fuß dann ganz traurig wird, sagt der Vater, "gut mein Sohn, ich werde mit dem Stammesrat sprechen und dir berichten, wie sie entschieden haben".

    Schneller Fuß war sehr aufgeregt in der Zeit, als der Rat wieder tagte. Sein Vater kam später zu ihm und erklärte ihm, dass die anderen Stammesmitglieder ihm erlaubten, einmal dabei sein zu dürfen. Schneller Fuß freut sich so sehr darüber, dass man es an seinen glänzenden Augen sehen konnte.

    Bald kam der Tag, an dessen Abend der Stammesrat wieder tagen sollte. Wieder war Schneller Fuß ganz aufgeregt. Er ließ seinen Vater nicht einen Moment aus den Augen, damit Großer Bär ihn auch ja nicht vergessen sollte. Dann saß er aufgeregt im Kreis des Rates und lauschte den Dingen, die dort gesprochen wurden. Die Erwachsenen achteten zunächst nicht weiter auf den kleinen Krieger, doch als sein Vater dann zu ihm hinab sah, sah er den kleinen Krieger friedlich schlafen. Die Aufregung war dann doch wohl etwas zu viel für Schneller Fuß. Großer Bär nahm seinen Sohn auf den Arm und trug ihn zum Tipi und legte ihn auf sein Fellbett.

    :smile:
    So, ich hoffe, du kannst was damit anfangen. Ist nicht viel und sicher nicht das Nonplusultra, aber vielleicht hilft es dir ja doch ein bisschen. Bin halt keine Schriftstellerin, die mal eben so eine Geschichte aus dem Ärmel zaubert :zwinker: Viel Spaß damit.
     
    #2
    User 25480, 18 Dezember 2004
  3. SottoVoce
    SottoVoce (34)
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    Die ist gut, die Geschichte! :smile: Danke! Sowas such ich!

    Würden ja auch Anregungen reichen, müssen nicht immer ganze geschichten sein. Die ausschmücken krieg ich selber zum Glück auch noch hin. *g*
     
    #3
    SottoVoce, 18 Dezember 2004
  4. cranberry
    cranberry (27)
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    nicht angegeben
    Aber ist das nicht ein bisschen hart für den kleinen Keks, dass der Hase abgeschossen wird? *g*
     
    #4
    cranberry, 18 Dezember 2004
  5. SottoVoce
    SottoVoce (34)
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    Er weiß, dass Tiere gegessen werden. *g* Solange ich nicht beschreibe, wie süüüüß der Hase doch ist, geht das schon in Ordnung. *g* Er fand die Beschreibung vom Bauchweh nach dem Rauchen heut schlimm, weil er das die letzte Nacht selber hatte und 3mal gespuckt hat... *g* Hat dann zigmal nachgefragt, wie es denn Schneller Fuß am nächsten Tag gegangen wär... *g*
     
    #5
    SottoVoce, 18 Dezember 2004
  6. Sternschnuppe_x
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    Auch von mir eine Geschichte! :smile:

    "Komm, wir gehen zum Fluß", rief der Indianerjunge Schneller Fuß seinem besten Freund Kleiner Adler zu. Er hatte schon oft gesehen, wie sein Vater Großer Bär und die anderen Männer des Stammes mit großen Fischen nach Hause gekommen waren. Aber er und die anderen Kinder mussten immer zu Hause bei den Tipis bleiben.

    "Meinst du, das dürfen wir? Meine Mutter hat gesagt, ich darf nicht alleine weg von unserem Lager", meinte Kleiner Adler zweifelnd. Er war der Kleinste der Indianerjungen, und auch einer der vorsichtigsten, ja, fast schon ängstlich. Trotzdem waren er und der mutige, freche Schneller Fuß beste Freunde. "Ich komme doch mit, also bist du gar nicht alleine! Außerdem merkt das sowieso niemand, und in ein paar Stunden sind wir wieder da. Was glaubst du, werden die Großen staunen, wenn wir mit einem riesigen Berg Fischen zurückkommen!", lachte Schneller Fuß unbekümmert.

    Die beiden paßten einen Moment ab, als von den Erwachsenen gerade niemand Zeit hatte, auf sie aufzupassen, und schlichen sich aus dem Lager, in Richtung Fluß. Sie waren schon eine Weile gegangen, als Schneller Fuß sich umdrehte, um sich zu vergewissern, daß niemand ihnen folgte. Da sah er es: Seine kleine Schwester Weiße Feder war ihnen nachgelaufen, ohne daß er es gemerkt hatte, sie wollte auch bei dem Abenteuer der Jungen dabei sein.

    "Was machst du denn hier? Du darfst doch gar nicht alleine aus dem Lager verschwinden!", rief Schneller Fuß erschrocken. "Ich wollte eben auch dabeisein und mir war langweilig. Außerdem bin ich nicht alleine, ich bin doch bei euch", erklärte Weiße Feder mit derselben Logik wie vorher Schneller Fuß selbst. Da konnte er nun nicht widersprechen. "Na schön, dann komm eben mit. Aber stör uns nicht und tu das, was ich dir sage", gab er nach.

    Kurze Zeit später kamen die beiden am großen Fluß an, wo auch die Männer des Stammes immer fischten. In dem klaren, in der Sonne glitzernden Wasser schwammen viele Forellen, und Schneller Fuß hatte auch schon eine Idee. Er nahm einige herumliegende lange Stöcke und erklärte: "Damit fangen wir die Fische, wir stechen sie einfach auf und holen sie aus dem Wasser". "Denkst du, das funktioniert?", fragte der nachdenkliche Kleiner Adler zweifelnd. "Natürlich funktioniert das!", rief Schneller Fuß, der es gewohnt war, immer die besten Ideen zu haben, ein bißchen verärgert und gab Kleiner Adler einen Stock in die Hand.

    "Ich auch!", rief Weiße Feder, die zwar jünger als Schneller Fuß, aber fast schon ebenso mutig und aufgeweckt war wie er. "Na schön", erklärte Schneller Fuß, der gerne der Anführer war, großmütig. Lange stocherten die drei im klaren Wasser umher, doch es war wie verhext! Immer wieder entwischten ihnen die Fische, sie verfehlten sie, so oft sie es auch versuchten. Schneller Fuß merkte nun, daß das Fischefangen wohl doch nicht so leicht war, wie er gedacht hatte.

    "Na siehst du, ich hab's ja gleich gesagt", sagte Kleiner Adler kopfschüttelnd, "das funktioniert NIE!".
    "Ach ja?!", rief Schneller Fuß wütend.
    "JA!", entgegnete Kleiner Adler, "und ich hätte gar nicht erst mitgehen sollen, weil wir bestimmt zu Hause Ärger bekommen, wenn wir wieder zurück sind."
    "Hab ich dich gezwungen? Du bist doch freiwillig mitgekommen. Und außerdem funktioniert das sehr wohl, du wirst sehen, wir werden noch tausend Fische fangen und mit nach Hause nehmen, und dann wird uns niemand böse sein!"

    Während die beiden so stritten, hatte niemand auf Weiße Feder geachtet. Das kleine Indianermädchen hatte weiter mit ihrem Stock im Wasser gestochert und auf dem Grund des Flusses einen riesengroßen Fisch entdeckt. Den mußte sie erwischen! Immer weiter lehnte sie sich vor, schließlich war sie fast genauso mutig wie ihr älterer Bruder Schneller Fuß, bis sie plötzlich das Gleichgewicht verlor und im kalten Wasser landete.

    "Hilfe, Hilfe!", schrie Weiße Feder. Denn sie konnte zwar, wie alle Indianerkinder, schon schwimmen, doch die Strömung des Flusses war sie nicht gewohnt. Schneller Fuß und Adlerfeder drehten sich um, ihr Streit war sofort vergessen. Den frechen Schneller Fuß verließ auf einmal sein Mut, er hatte Angst um seine kleine Schwester und begann sein Abenteuer zu bereuen.

    "Was machen wir denn jetzt? Wir müssen ihr helfen!", rief er verzweifelt. Doch Kleiner Adler hatte eine Idee! "Komm, wir binden die beiden langen Stöcke zusammen, wenn Weiße Feder sich daran festhält, können wir sie aus dem Wasser herausziehen!", erklärte er.

    Gesagt, getan. Ein Stück Schilf zum Zusammenbinden war schnell gefunden [Ja, ich weiß, vermutlich nicht realistisch, aber was soll's :grin:], und Schneller Fuß hatte seinen Tatendrang zurück. Mutig wagte er sich bis ganz ans Ufer vor und lehnte sich nach vorn, damit die zusammengebundenen Stöcke bis zu Kleiner Feder reichten. "Halt dich daran fest, wir ziehen dich raus", rief er. Weiße Feder kämpfte immer noch gegen die Strömung, doch sie schaffte es, sich an den Stöcken festzuklammern.

    Mit vereinten Kräften zogen Schneller Fuß und Kleiner Adler, bis Weiße Feder das Ufer erreichte und sich hochziehen konnte. Weinend saß das Indianermädchen am Flußufer, doch Schneller Fuß fiel ein Stein vom Herzen, es war alles noch einmal gutgegangen. "Jetzt müssen wir es nur noch unbemerkt zurück ins Lager schaffen. Bis wir dort sind, ist Weiße Feder bestimmt wieder trocken", dachte er.

    Doch er hatte sich geirrt. "Schneller Fuß, was tust du hier?", hörte er die laute, dröhnende Stimme von Großer Bär, seinem Vater. "Weißt du eigentlich, daß wir uns alle Sorgen gemacht habt, als ihr plötzlich verschwunden wart? Du weißt doch, daß ihr das Lager nicht alleine verlassen dürft!". Schneller Fuß war plötzlich ganz kleinlaut. "Es tut mir leid. Ich wollte doch nur auch mal Fische fangen, damit die Großen stolz auf mich sind. Ich bin doch der Sohn vom Häuptling!"

    Großer Bär sah, dass es Schneller Fuß wirklich leidtat, und Kleiner Adler und Weiße Feder sahen ähnlich unglücklich aus. "Aber Schneller Fuß, du weißt doch, daß du noch nicht alt genug bist, um alleine fischen zu gehen. Wie wäre es damit: Nächste Woche nehme ich dich und Weiße Feder einmal mit, und Kleiner Adler darf auch mitkommen. Dann zeige ich euch, die das mit dem Fischen wirklich funktioniert, und dann muß sich auch keiner von uns Sorgen um euch machen! Aber versprich mir, daß du nie mehr einfach weggehst, ohne vorher etwas zu sagen!"

    "Ja, ganz bestimmt", versprach Schneller Fuß, dem sein Abenteuer doch einen gehörigen Schreck eingejagt hatte. "Na schön, dann können wir jetzt ja nach Hause gehen", antwortete Großer Bär lächelnd. Er freute sich, daß er seine beiden Indianerkinder Schneller Fuß und Weiße Feder wiedergefunden hatte und daß es ihnen gutging.

    Alle zusammen kehrten sie ins Indianerlager zurück, wo die anderen Stammesmitglieder sie schon besorgt erwarteten. Die Freude war groß, als sie sahen, daß alle wohlbehalten wieder zu Hause waren, es begann schließlich schon dunkel zu werden. Und Schneller Fuß? Der träumte in dieser Nacht von seinem aufregenden Abenteuer!


    So, das wär meine Geschichte! :smile: Hab sowas auch noch nie versucht, ist jetzt irgendwie auch ziemlich lang geworden, aber na ja, vielleicht gefällt's dir (und dem Keks!) ja. Ich hab noch die kleine Schwester "Weiße Feder" (genauso neugierig wie Schneller Fuß!) und den besten Freund "Kleiner Adler" (eher nachdenklich, vorsichtig und ängstlich) dazuerfunden! :smile:

    viele Grüße
    Sternschnuppe
     
    #6
    Sternschnuppe_x, 18 Dezember 2004
  7. SottoVoce
    SottoVoce (34)
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    Verheiratet
    Die Geschichte ist klasse! :smile: Vielen Danke! Ich hab mir auch schon überlegt, ob sie fischen gehen könnten, aber mir ist nichts so richtig aufregendes dabei eingefallen... :schuechte

    Hm, jetzt hab ich noch zwei Geschichten... *freu* Ich befürchte aber, ich brauche noch viel mehr... Habt ihr gar keine Ideen mehr? Muss ja nicht immer gleich ne fertige Geschichte sein, wäre auch mit Anstößen, was Indianerjungen so alles anstellen könnten, zufrieden...
     
    #7
    SottoVoce, 19 Dezember 2004

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