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Deutsches Abitur viel zu einfach!

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Final_Dream, 6 Mai 2009.

  1. Final_Dream
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    Single
    Hallo liebe community,
    ich wollte mal etwas ansprechen was mir schon lange auf dem herzen liegt, nämlich das lächerlich einfache Abi in Deutschland. Das Abitur zu machen ist im Trend wie nie zuvor, doch weshalb macht bald jeder zweite so einen abschluss? selbstverständlich wegen der besseren bildung, doch wohin mit all den abiturienten, die unis sind voll und die deutschen strömen nur so ins ausland mit teils mehr als mässigen abschlüssen. die CH ist ein ziel vieler zukünftiger studenten und die unis werden regelrecht überschwemmt von ihnen. ich frage mich nun weshalb eine CH matur so viel höhere anforderungen an den absolventen stellt als ein dt abitur? eigentlich sollte es doch gerade umgekehrt sein allein wegen dem grössenunterschied der beiden länder? Nur eine fremdsprache zu lernen halte ich einfach nicht für ausreichend für einen zukünftigen studenten.
    was meint ihr zu diesem thema?
    habe erst gerade im TV gesehen wie ein bildungsverantwortlicher von deutschland gesagt hat die anforderungen in deutschen schulen seien teils zu hoch und müssten reduziert werden, nun das finde ich überhaupt nicht im gegenteil! Eine zwanghafte überbildung ist doch keine lösung, was bringt schon ein abitur wenn die absolventen nicht wirklich für eine akademische laufbahn geeignet sind?
    grüsse
     
    #1
    Final_Dream, 6 Mai 2009
  2. User 53463
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    vergeben und glücklich
    Ich finde du urteilst viel zu pauschal. Vermutlich kennst du das deutsche Schulsystem nicht wirklich. Das fängt nämlich schon damit an, dass es in dem Sinne kein gesamt deutsches Schulsystem gibt. Bildung ist Ländersache. Folglich sind die Anforderungen und Ansprüche in jedem Bundesland unterschiedlich. Dies legt sich zum Beispiel in den Belegungspflichten für die Oberstufe, wie auch für den Schwierigkeitsgrad im Allgemeinen wieder. Das Niveau der einzelnen Länder unterscheidet sich bisweilen sehr drastisch, da einige Bundesländer bei Pisa in der Spitzengruppe platziert sind andere liegen dagegen auf dem Niveau von Entwicklungsländern.

    Bezüglich deiner These dass die Schweiz von Deutschen überschwemmt wird. Dies betrifft zumeist Fächer auf denen in Deutschland ein sehr hoher NC liegt. Folglich versuchen die Leute die diese Hürde nicht überwinden im Ausland an einen Platz zu kommen. Dass diese Studenten nicht gerade repräsentativ für Deutschland sind dürfte sich daraus leicht erschließen.
     
    #2
    User 53463, 6 Mai 2009
  3. Dies ist aber in der Schweiz auch der Fall. :zwinker:
     
    #3
    Chosylämmchen, 6 Mai 2009
  4. User 37284
    User 37284 (31)
    Benutzer gesperrt
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    vergeben und glücklich
    Wie kommst du denn darauf, dass man nur eine Fremdsprache belegt? Also bei uns war es ein MUSS mindestens 2 Sprachen zu lernen.

    Wo hast du Abi gemacht?
     
    #4
    User 37284, 6 Mai 2009
  5. Katha04
    Katha04 (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Also in NRW ist das z.B. kein MUSS, man kann auch stattdessen zwei naturwissenschaftliche Fächer belegen und nur eine Sprache.:zwinker:
     
    #5
    Katha04, 6 Mai 2009
  6. Película Muda
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    vergeben und glücklich
    Worauf gründet denn dein Halbwissen lieber Threadstarter?

    Wie schon gesagt wurde, zeig mir einen Abiturienten, der nur eine Fremdsprache gelernt hat!?

    Im Übrigen kann man, wie auch schon gesagt wurde, nicht von einem Gesamtdeutschen Abitur sprechen. Auch die Gymnasien unterscheiden sich stark. Ich gehe "angeblich" :zwinker: auf eines der anspruchsvollsten Gymnasien in Deutschland (das wurde geprüft, indem 1-2 Jahre unabhängige vom Staat beauftragte Prüfer aus verschiedenen Ländern dem Unterricht und schulleben beiwohnten). Das zeigt sich u.a. daran, dass unsere Klausuren schon in der Mittelstufe anders, strenger bewertet wurden als die im umliegenden Kreis. Natürlich schreiben wir das ganz normale bayerische Abitur (das ich persönlich auch anspruchsvoller finde als in anderen Bundeslänern wo man zT Themenbereiche für die Abiturprüfungen vorgegeben hat!), aber unsere Absolventen bewähren sich eigentlich im späteren Studium sehr gut. Viele unserer "ehemaligen" sind auch in Europa, nicht nur in Deutschland, durchgestartet.

    Im Endeffekt ist es MIR egal, wie anspruchsvoll oder anspruchslos mein Abitur ist, solange ich damit mein gewünschtes Studium bewältigen kann und gute Berufsaussichten habe.

    Und ich hasse auch alleine in Deutschland schon diese Konkurrenz zwischen den Bundesländern, ja, ich habe selbst geschrieben dass ich das bayerische Abitursystem für etwas anspruchsvoller halte - und damit stehe ich nicht alleine da - aber im Endeffekt ist das doch nichts womit ich mich profilieren muss á la "ICH habe in Bayern Abitur geschrieben..." (hab ich schon oft gehört). Für einen NRWler ist sein Abitur genauso schwer/leicht wie für einen Bayern das bayerische. Ganz einfach, weil sich zT auch Lehrplan und System unterscheiden. Wäre ich nicht aus Bayern und hätte einen leicht besseren Schnitt, würde ich mir nicht anhören wollen, dass ich ja nur so gut bin, weil ich nicht aus Bayern komme. (Wie gesagt, man kann das bestimmt auch noch mit anderen Bundesländern durchspielen). Genausowenig will ich mir ehrlichgesagt anhören, dass mir mein Abitur quasi geschenkt wird, weil ich in Deutschland lebe.

    Im Übrigen ist die Aussage, dass jeder zweite Deutsche Abitur hat, etwas übertrieben!


    edit: ok, habe grade den Beitrag von Katha04 gelesen... das war mir nicht bewusst, finde ich auch etwas krass. Eine Fremdsprache ist doch recht wenig. Aber nun gut, verdeutlicht nochmal, dass sich die Bundesländer unterscheiden.

    Im Übrigen kann es auch vorkommen, dass das tatsächlich berücksichtigt wird. Ein Bekannter von mir hat sich kürzlich wo beworben und die Institution, bei der er sich beworben hat, nimmt normalerweise nur bis 2,0 - er aber hatte 2,3 und wurde mit der begründung "dass es ja ein bayerisches Abitur gewesen sei" dennoch genommen. Fand ich auch ziemlich verwunderlich, aber offenbar gibt es Einrichtungen, die da drauf achten!?
     
    #6
    Película Muda, 6 Mai 2009
  7. User 37284
    User 37284 (31)
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    vergeben und glücklich
    in der Oberstufe oder auch in der Sek 1?
     
    #7
    User 37284, 6 Mai 2009
  8. Papier
    Gast
    0
    Warum? Wenn jemand ein naturwissenschaftliches Abitur macht, wozu zwangsweise 2 Fremdsprachen? Ich erkenn da keinen Sinn drin, Fremdsprachen ausser Englisch sind für einen angehenden Naturwissenschaftler zwar ein netter Bonus, jedoch absolut keine Vorraussetzung für den Erfolg im Studium und darum sollte es im wesentlichen gehen.
     
    #8
    Papier, 6 Mai 2009
  9. waschbär2
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    vergeben und glücklich
    Zunächst einmal sollte man definieren, wann jemand nicht für eine akademische Laufbahn geeignet ist.

    Wenn er keine zwei Fremdsprachen beherrscht ?
    Im technischen Sektor gibt es nur eine Sprache - englisch.
    Was soll ich da mit französischen, spanischen oder lateinischen Kenntnissen ?

    Und ich bezweifle schwer, dass das Abi leicht ist. Gut, es mag in CH andere Schwerpunkte geben, aber ob die wirklich besser auf eine akademische Laufbahn vorbereiten ?

    Im Grunde gilt, dass ein Studium absolut nicht mit Schule vergleichbar ist. Da zählen andere Qualitäten.
     
    #9
    waschbär2, 6 Mai 2009
  10. Película Muda
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    vergeben und glücklich
    Ich war mehr verwundert als dass ich es nun kritisieren wollte, dachte nur nicht dass es das gibt. Generell hätte ich auch kein Problem damit, wenn das alles "spezialisierter" wäre, aber dann würde ich auch erwarten, dass ein Neusprachler nicht 3 naturwissenschaftliche Fächer belegen muss (wie es bei uns der Fall ist). Das Abitur (ich kenne mich nicht mit jedem Bundesland aus) ist ja ein allgemeines und somit sollten die Absolventen doch auch allgemein gebildet werden und da zähle ich eine 2. Fremdsprache einfach mal dazu. Außerdem ist im Beruf oftmals eine zweite Fremdsprache von eindeutigem Vorteil, weil englisch ja heute jeder spricht und manchmal garnicht mehr als Fremdsprache anerkannt wird. Das gilt natürlich nicht für alle Berufszweige. Mehr so allgemein. Wie du es beschreibst, klingt es für mich mehr nach Fachabitur. Da spezialisiert man sich dann und braucht sich nicht mit Zweigfremden Sachen rumschlagen. Gibt Sinn, Fachabitur halte ich generell für 'ne super Alternative, aber im allgemeinen Abitur war mir nicht bekannt, dass man sich so spezialisieren kann.
     
    #10
    Película Muda, 6 Mai 2009
  11. User 37284
    User 37284 (31)
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    vergeben und glücklich
    So ist es! Und das ist doch der wichtigste Punkt, immerhin soll doch der Schulabschluss für ein Studium qualifizieren. Allerdings kann man oftmals an der Uni gar nichts mehr mit bestimmten Inhalten der Schule anfangen.
    Und nur, weil man vielleicht ein 1er Abitur in Bayern abgelegt hat, heißt das nicht gleich, dass man auch in seinem Studiengang zu den Besten gehört.
    Ich denke ja immernoch, dass man früher speziell gefördert werden sollte!
     
    #11
    User 37284, 6 Mai 2009
  12. Papier
    Gast
    0
    Man kann in NRW ein sprachpunktschweres Abi machen oder eben ein naturwissenschaftliches. Im Abi selbst muss man dann eine Sprache als NWler belegen, kann auch Deutsch sein. Jedoch eine 2 Fremdsprache als Allgemeinbildung zu betrachten halte ich für sehr fragwürdig, wer Französisch kann aber nichts vom politischen System versteht hat nach meiner Auffassung eine schlechtere Allgemeinbildung als jener der in der Hinsicht sehr gut bewandert ist. Fremdsprachen sind für mich bis auf Englisch definitiv nichts allgemeinbildendes sondern eine Spezialisierung.
     
    #12
    Papier, 6 Mai 2009
  13. User 37284
    User 37284 (31)
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    vergeben und glücklich
    Das sehe ich genauso.
    Und jetzt mal ehrlich: Man vergisst doch sowieso wieder alles, wenn man sich dafür nicht interessiert. Was bringt es einem denn, der wirklich überhaupt nicht musikalisch oder künstlerisch begabt und interessiert ist, diese Fächer zu belegen? In seiner späteren Laufbahn wird er damit sowieso nichts mehr anfangen können.

    Genau aus diesem Grund bin ich für eine konkretere Spezialisierung.
     
    #13
    User 37284, 6 Mai 2009
  14. Película Muda
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    vergeben und glücklich
    Moment Mal, ich sehe das im Grunde garnicht anders als ihr. Wenn es nach mir gegange wäre, hätte ich meine Sprachen gemacht, ein bisschen Politik und Biologie und auf Mathematik, Physik, Chemie geschissen. Vielleicht hab' ich mich mit dem Ausdruck "Allgemeinbildung" vergriffen. Ich halte das aktuelle Abitursystem nur für eines, das eben allgemein ist und möglichst allgemein lehren und prüfen will, daher hat es mich halt verwundert, dass man sich auch im allgemeinen spezialisieren kann. Im Endeffekt ist es mir egal, wer was belegt. Ich hätte mir einige Fächer komplett sparen können - meiner Meinung nach -, aber so ist nun mal das momentane System. Hier wird es sich sowieso im übernächsten Jahr ändern und offenbar kommt dann auch ein bisschen mehr "Spezialisierung", zumindest kommt mehr Praktisches, was ich für extremst wichtig halte. Ich weiß nicht wie es in anderen Bundesländern ist, aber das ist was was ich dem bayerischen Abitur bzw. der Gymnasialbildung vorwerfen kann: praktisch geht hier garnichts.
     
    #14
    Película Muda, 6 Mai 2009
  15. Ginny
    Ginny (35)
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    Also, bei uns schon - in der 5. Klasse konnte man wählen zwischen Englisch und Latein und ab der 7. kam dann das jeweils andere bzw. Französisch dazu. Erst ab der 9 wars freiwillig, ob man noch eine dritte Sprache nimmt oder einen anderen Kurs wählt.
     
    #15
    Ginny, 6 Mai 2009
  16. User 37284
    User 37284 (31)
    Benutzer gesperrt
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    vergeben und glücklich
    Es gibt ja auch Wirtschaftsgymnasien, Sprachgymnasien etc., da liegt der Schwerpunkt einfach woanders.
    Ich habe meine Abitur z.b. auf dem zweiten Bildungsweg mit der Spezialisierung auf Soziales gemacht und hatte dann zusätzlich noch die Fächer Psychologie und Pädagogik. Das fand ich sehr sinnvoll :smile:
     
    #16
    User 37284, 6 Mai 2009
  17. User 29290
    User 29290 (37)
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    Verheiratet
    So war es in Hessen zu meiner Zeit auch. Ich hatte ab der 5. Englisch, ab der 7. Latein und ab der 9. Franzoesisch. Mathe, Bio, Chemie und Physik hatte ich aber auch, nur Chemie habe ich nach der 11. abgewaehlt.
     
    #17
    User 29290, 6 Mai 2009
  18. Beastie
    Beastialische Beiträge
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    Single
    haben die in deinen berichten auch dazu gesagt, dass jeder dritte abiturient nachhilfeunterricht braucht (und nutzt?)
     
    #18
    Beastie, 6 Mai 2009
  19. Samaire
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    nicht angegeben
    Ich habe sowieso eine ähnliche Meinung wie der TS. Selbstverständlich gibt es da eindeutige Unterschiede und es wird schon seinen Grund haben, warum in der CH verhältnismässig wenige Matura (gymnasiale, versteht sich, die Berufsmatura aka wohl in etwa eure Fachhochschulreife kann man sowieso nicht auf die gleiche Stufe stellen) haben, während in D jeder zweite (oder noch mehr) mit Abi rumdackelt. D ist imho eher vergleichbar mit den USA, was das Oberstufensystem anbelangt. Ihr könnt ja sogar munter Fächer abwählen, versuch das mal in der CH. Da wird schlussendlich jeder in um die 15 Fächer geprüft und/oder benotet, Schwerpunkt hin- oder her. Ich hab auch neusprachliches Gym gemacht und wurde in meinen Schwerpunkten exakt so bewertet, wie in Mathe, Physik, Chemie und Bio auch, genau wie jeder Mathe-Schwerpünktler auch in Deutsch, Latein, Franz und Englisch so geprüft wurde, wie er eben in Mathe geprüft wurde. Nix da mit Abwählen und sicher hat das einen grossen Einfluss. Ihr spezialisiert - wir nicht, das ist eine deutlich generalistischere, breitere Ausbildung. Spezialisiert wird im Studium, nicht vorher. Wer sich für bestimmte Berufe interessiert und sich mit 16, 17 spezialiseren will, der macht halt ne Lehre/Ausbildung oder irgendeine Schule, bei der niemand genau weiss, wozu die gehören soll, aber der geht eben schlicht nicht ans Gymnasium. Das System unterscheidet sich eindeutig von dem in D.

    So, und jetzt haut auf mich ein.
     
    #19
    Samaire, 6 Mai 2009
  20. Malin
    Malin (29)
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    Single
    Und was wäre deiner Meinung nach sinnvoller, TS?
    Das Abitur so schwer zu machen, dass wie früher nur die Oberschicht ihre Kinder aufs Gymnasium schicken kann?
    Yippie! Chancengleichheit wir kommen!
     
    #20
    Malin, 6 Mai 2009

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