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Diagnose:Krebs

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Salvavida, 24 Oktober 2005.

  1. Salvavida
    Gast
    0
    Hallo,
    ich weiß nicht mehr weiter...Ich habe heute erfahren, dass ein Freund/Klassenkamerad von mir, Lymphdrüsenkrebs hat. Es geht ihm wohl sehr schlecht. Und obwohl er eine ganz gute Heilungschance hat, habe ich immer den Hintergedanken, dass es ihm doch zerstören könnte.
    Wir(meine klasse, freunde) wissen alle, dass wir ihn jetzt nicht mit Mitleid belasten sollten...aber er tut mir so leid...und es lähmt mich, dass jemand mit dem ich jeden Tag verbracht habe, aufeinmal so eine schwere Krankheit durchleben muss und vielleicht irgendwann nicht mehr bei uns ist.
    Ich habe 5 Jahe meines Lebens mit ihm verbracht und wir kamen immer sehr gut miteinander klar...ich denke viel darüber nach und weiß nicht,was ich tun soll....
    :cry: :cry: :cry: :cry: :cry: :cry:
     
    #1
    Salvavida, 24 Oktober 2005
  2. Ginny
    Ginny (35)
    Sehr bekannt hier
    5.531
    173
    3
    vergeben und glücklich
    Mhm, das tut mir sehr Leid. :frown: Ich weiß genau, wie hilflos man sich fühlt, wenn ein nahestehender Mensch schwer erkrankt. Viel kannst du wirklich nicht tun ... außer für ihn da zu sein. Wenn er sich ausheulen will, ihm zuhören und ihn in den Arm nehmen. Und wenn er nicht über die Krankheit reden will, ihn ablenken und über alles reden, wie ihr es vorher getan habt ... weil Betroffene auf Mitleid oft empfindlich reagieren. Es ist schwierig, den Mittelweg zu finden zwischen "sich kümmern" und "jemanden nicht bemuttern". Aber mit der Zeit lernt man, wie man mit dem Betroffenen am besten umgeht. Vor allem braucht er viel Kraft und Unterstützung, damit er den Kampf gegen die Krankheit gewinnt. Wenigsten stehen die Chancen ja recht gut und er kann aktiv dagegen vorgehen.
    Wenn du ihn nicht belasten willst, hilft es vielleicht, wenn du dich mit seinen anderen Freunden darüber unterhälst. Denen geht es sicher genauso wie dir und ihr könnt über eure Ängste sprechen, ohne dass er damit belastet wird.
     
    #2
    Ginny, 24 Oktober 2005
  3. space
    Ist noch neu hier
    1.363
    0
    1
    nicht angegeben
    Ihm Deine Liebe auf jede erdenkliche Art und Weise mitteilen, aber bloß kein Mitleid.
    Lies' ihm etwas vor. Schreibe ihm einen lustigen, netten Brief, schenk' ihm ein Buch. Hör' zu. Sei da. Aber fang' bloß nicht an zu heulen.
     
    #3
    space, 24 Oktober 2005
  4. XhoShamaN
    XhoShamaN (30)
    Verbringt hier viel Zeit
    1.079
    123
    1
    vergeben und glücklich
    Alles was ihr versuchen solltet ist, ihn von seiner Krankheit abzulenken. Sprecht nicht mit ihm darüber, ausser er sucht das Gespräch mit euch. Meine Mutter hat seit zwei Jahren Krebs. Es werden zwar nicht alle schaffen, ihm ganz normal gegenüberzutreten. Aber behandelt ihn wie vor der Diagnose, nehmt ihn mit auf Feten, alles. Wenn er zumindest gute Heilungschancen hat, ist noch lange nicht alles verloren. Der Kampf gegen den Krebs beginnt hauptsächlich im Kopf. Wenn du dich hineingibst und in Selbstmitleid versinkst, dann bin ich pessimistisch, dass er's schafft. Genau davor müsst ihr ihn bewahren. Zeigt ihm, dass es sich lohnt, weiterzuleben!
     
    #4
    XhoShamaN, 24 Oktober 2005
  5. kerl
    kerl (53)
    Verbringt hier viel Zeit
    1.138
    121
    1
    nicht angegeben

    tut mir leid wenn es hart klingt:
    was du für ihn tun kannst?
    das erste ist ihn wie ein lebenden menschen zu behandeln! auch in deinen gedanken! (wichtig)
    er ist krank nicht tot!

    und dann behandelst du ihn eben so wie du jeden behandelst der z.b. ner grippe oder sonst was hat.
    das ist eben etwas was sich länger zieht und auch mehr weh tut, aber damit muss er klar kommen. du kannst einfach nur für ihn da sein ohne das du es ihm ständig sagst das du für ihn da bist.


    lg
    kerl
     
    #5
    kerl, 24 Oktober 2005
  6. Celina
    Celina (28)
    Verbringt hier viel Zeit
    588
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Ohje, tut mir sehr Leid für deinen Freund und für dich ist es ja jetzt auch nicht gerade einfach. Aber ich stimme Kerl zu, behandel ihn möglichst normal. Ich glaube seine Krankheit sorgt schon von selbst dafür, dass er oft genug an sie erinnert wird, da muss das nicht auch noch von Freunden kommen.
     
    #6
    Celina, 24 Oktober 2005
  7. Pinaco
    Pinaco (33)
    Verbringt hier viel Zeit
    537
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Eine sehr gute Freundin von mir hat vor ca. 5 Monaten auch die Diagnose Lymphdrüsenkrebs bekommen. Zusätzlich hatte sie einen Tumor in der Lunge.

    Sie wurde operiert, bekam Chemo usw.! Ihr ging es wirklich sehr schlecht. Jeden Tag ging einer von uns Freunden sie besuchen, haben uns immer abgesprochen, damit sie nicht so oft alleine ist. Manchmal ging es ihr aber so schlecht, dass wir sie nicht besuchen konnten/durften. In diesen Momenten haben wir immer mit dem schlimmsten gerechnet.

    Doch jetzt gilt sie vorläufig als geheilt (nach so kurzer Zeit kann man das noch nicht genau sagen)! Sie ist seit Donnerstag für 4-6 Wochen in Kur. Habe gestern mit ihr telefoniert, und sie sagt, es würde ihr wieder ziemlich gut gehen.

    Die Ärzte haben ihr damals gesagt, sie hätte maximal noch 4 Wochen zu leben - und jetzt scheint es hoffentlich wieder bergauf zu gehen!

    Was ich damit sagen will - es ist wichtig, dass die Betroffene Person nicht den Mut zu kämpfen verliert, und Freunde hat, die zu ihr halten.
    Und wichtig ist auch, diese Person so gut es geht abzulenken. Also nicht wie einen schwerkranken, sondern ganz normal zu behandeln.

    Ich wünsche dir, dass es bei eurem Freund auch so gut verlaufen wird.
     
    #7
    Pinaco, 24 Oktober 2005
  8. Shakker
    Shakker (37)
    Verbringt hier viel Zeit
    115
    101
    0
    nicht angegeben
    Ist vielleicht anfangs ein wenig schwierig, aber sei einfach wie immer. Und warte nicht zu lange, bis Du ihn anrufst oder besuchst, das macht die Sache für dich dann wahrscheinlich noch schwieriger. Falls Du nicht genau wissen solltest, wie es ihm geht, dann kannst Du ja evtl. vorher mit seinen Eltern sprechen und fragen, wie es mit Besuchen und so aussieht. Aber wenn es ihm nicht gerade richtig schlecht geht, dann wird er wohl nichts dagegen haben, im Gegenteil, denn er wird wohl viel Zeit im Krankenhaus verbringen müssen.

    Auch wenn Du Fragen zur Krankheit/Behandlung haben solltest, dann würde ich einfach fragen. Ist einfach besser, wenn solche Sachen dann zu Anfang geklärt sind und man kann danach wieder über andere Themen reden kann. Muss man ja nicht ständig darauf herumkauen und ihn ständig bedauern, aber ist meiner Meinung nach einfacher, wenn beide auf demselben Informationsstand sind.

    Ich fand es zum Beispiel interessant, dass viele Leute nicht wirklich wissen, was es z.B. mit einer Chemo- oder Strahlentherapie auf sich hat. Aber woher soll man es andererseits wissen, wenn man noch nichts damit zu tun hatte.

    Ich wünsche euch/ihm auf jeden Fall alles Gute!

    P.S. Auch wenn es fast schon ein Klischee ist, ich fand die Bücher von Lance Armstrong ziemlich ermunternd, solltest Du vielleicht auch einmal reinschauen.
     
    #8
    Shakker, 24 Oktober 2005
  9. Sie
    Sie (52)
    Verbringt hier viel Zeit
    463
    101
    0
    nicht angegeben
    Ich empfehle die Bücher von Louise L. Hay
     
    #9
    Sie, 24 Oktober 2005

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