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Die Angst hört nicht auf...

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Dreamerin, 4 Mai 2005.

  1. Dreamerin
    Gast
    0
    Hallo Leute!

    Ich weiß, dass ich zu diesem Thema schon 1-2 Threads aufgemacht habe, aber es lässt mich einfach nicht los. Im Gegenteil, es wird schlimmer! Mittlerweile unterhalten sich meine Kollegen in der Mittagspause nur noch über dieses Thema, weil es grad ein paar aussichtslose Fälle gibt im Kollegenkreis. Fälle, in denen die Leute wirklich lebensfroh sind, Hoffnung haben, leben wollen, aber dennoch den Kampf verlieren und sterben müssen. Ohne Vorwarnung…! Wegen einem Zipperlein sind sie zum Arzt, mit dem Todesurteil kamen sie nach Hause.

    Mir ist klar, ich fang grad wieder an, hier Menschen zu nerven. Die Menschen, die glauben, ich will damit Aufmerksamkeit erhalten oder mir Probleme machen, weil ich sonst keine habe. Ich habe zwar ein paar Probleme, z. B. in der Arbeit, aber im Großen und Ganzen geht es mir gut. Tief im Inneren glaub ich selbst, ich bin gesund. Aber trotzdem habe ich panische Angst, dass ich krank bin.

    Vorweg auch gleich: Ich werde eine Therapie machen, weil ich mit diesen Ängsten nicht weiterleben will und kann. Die Frage ist nur wann. Ich könnte theoretisch starten, der schulische Stress ist größtenteils weg. Allerdings bin ich Beamtin und noch in der Probezeit. Die Arztrechnungen werden zur Hälfte von der Beihilfe bezahlt und wenn die Beihilfe merkt, das sich nicht in der „psychischen Verfassung“ bin, Beamtin zu sein, verlängern sie mir die Probezeit.

    Ich bewundere die Leute, die keinen Gedanken daran verschwenden, krank zu sein, solange ihnen nichts weh tut. Die unbeschwert sind, ich will so auch sein!

    Ich merke, dass mich mein Umfeld nicht ernst nehmen kann, weil sie mich nicht verstehen. Da heißt es „Du machst dir zu viele Gedanken“ oder „Du steigerst dich schon wieder in was hinein!“. Aber dass ich wirklich Angstzustände habe, dass mir heiß wird, ich schwitzen muss, mein Herz anfängt zu rasen und alles um mich rum wie Watte wird, das wissen sie nicht. Und wenn ich es ihnen beschreibe, komm ich mir teilweise doof vor. Ich erzähle meiner Umgebung, Freunden, Partner, Familie, auch davon. Ich hoffe, dass sie mich mit ihrer Antwort beruhigen können. Nur verständlicherweise nach dem 5. Krebs, den ich „hatte“ , nehmen sie es nicht mehr für voll!

    Seit ich ca. 12 Jahre alt bin, bilde ich mir ein, dass ich Krebs habe. Bzw. ich habe wirklich Angst davor. Ich hatte schon die Symptome für Lymphdrüsenkrebs, Gehirntumor, Brustkrebs, Blasenkrebs, Darmkrebs… Nicht permanent, aber immer, wenn ich etwas an meinem Körper entdecke, was ich nicht normal finde.

    In diesem Moment ist es für mich so gut wie klar, dass ich sterben muss. Ich habe Gedanken im Kopf wie „Jetzt ist alles so schön…“ und ich frage mich, was nach dem Tod kommt. Ich habe schreckliche Angst davor, sterben zu müssen.

    Anstatt sofort zum Arzt zu gehen und mich beruhigen zu lassen, lese ich in meinem Hausarzt und im Internet über die Krebssymptome nach und finde immer mehr an mir selbst. Erst wenn ich die Angst nicht mehr aushalte, gehe ich zum Arzt. Ich habe Angst vor den Arztbesuchen. Angst vor der möglichen Diagnose. Ich gehe aus diesem Grund nicht Blutspenden!

    Wie ich hier feststellen musste, weil ich mal während so einem Angstzustand im Forum war, finden manche meine Gedanken nur lächerlich.

    Seit fast einem Jahr habe ich das Gefühl, ich hätte eine Blasenentzündung. Es brennt leicht beim Wasserlassen, sonst nichts. Habe seit dem schon 2 Urinproben abgegeben, die finden nichts! Urin ist in Ordnung.
    Nur ein Beispiel dafür, dass ich mir verdammt noch mal auch jetzt gerade wieder Sorgen mache :frown:
    Des Weiteren habe ich seit ca. 2 Wochen ein Ziehen in der Brust, bis unter die Achsel, welches nicht weg geht. Ähnlich wie ein Muskelkater.
    Auch deswegen mache ich mir Sorgen.
    Und zu guter letzt noch meine „Erbse“ am Schließmuskel, was eine Hämorrhoide sein könnte, oder was sonst?

    Ich habe am 13.5. einen Termin beim FA wo ich alles ansprechen werde, evtl. suche ich auch die Fachärzte auf. Hm… Ich habe wahnsinnige Angst vor Ärzten…

    Wenn irgendwer ein paar Worte dafür übrig hat, kann er sie loswerden...
     
    #1
    Dreamerin, 4 Mai 2005
  2. waschbär2
    Beiträge füllen Bücher
    6.405
    218
    275
    vergeben und glücklich
    Ich hab ein paar Worte ...

    Wer hat dir denn diesen Unfug erzählt :angryfire

    Der Versorgungsverband (heißt so in BW) hat absolute Verschwiegenheitspflicht. Dein Dienstherr erfährt genau gar nichts.
    Die Beurteilung der voraussichtlichen Dienstfähigkeit wird durch einen Amtsarzt festgestellt und der dürfe wohl kaum ein psychologisches Gutachten machen ... :rolleyes2

    Also: STARTE MIT DER THERAPIE !!!
     
    #2
    waschbär2, 4 Mai 2005
  3. zasa
    Verbringt hier viel Zeit
    1.897
    123
    2
    nicht angegeben
    Hör auf damit, mach eine Therapie... den wenn man ständig so denkt hat man es schlussendlich auch...

    Das beste Beispiel: Mann denkt immer ich bin schwanger ich bin schwanger und zack hat man eine scheinschwangerschaft...ist mir übrigens auch passiert. Und warum? weil ich panische angst hatte nochmal so einen Stress durchzustehen müssen mit einer Schwangerschaft die man nicht will/haben/verantworten kann.

    ehrlich Dreamerin... solange du so denkst wirds nicht besser. Solange du dir einredest du hast was... tja, wie gesagt... am besten machst du wirklich eine Therapie, so kann dir wenigstens jemand helfen der eine ahnung davon hat und vorallemjemand der das ganze objektiv betrachtet...

    Ich wünsch dir alles gute und zieh es durch!

    zasa
     
    #3
    zasa, 4 Mai 2005
  4. Ken Guru
    Gast
    0
    Ja, das kann man so stehen lassen. Vielleicht noch die eine oder andere Info
    dazu: Es ist natürlich nicht so, dass die Beihilfestelle einer Behörde die Leitung
    der selbigen über Krankheiten informieren darf.

    Verlängerung der Probezeit ist eher selten und ein Verfahren zur Feststellung
    der Dienstunfähigkeit ist ein sehr langer Prozeß, den man i.d.R. nur dann
    startet, wenn es unabwendbar ist. Du hast das Glück eines sehr guten Arbeit-
    gebers, was das angeht.

    Ebenso stellt der Amtsarzt seine Diagnose in psychischen Fällen nur anhand
    der Berichte von Fachärzten, die es auch im Kommunalen-, Landes- und
    Bundesdienst gibt. Aber bis dahin ist ein weiter weg.

    Was Du aber vielleicht machen solltest: Es gibt eigentlich in allen Behörden
    sogenannte Soziale Ansprechpartner, die ebenfalls der Verschwiegenheit ver-
    pflichtet sind. Und Du solltest - wenn ein Vertrauensverhältnis da ist - Deinen
    Cheft informieren, einbinden.

    Mein Grandpa hat immer gesagt, es ist okay, wenn der Job Scheisse ist und es
    Dir gut geht. Oder Umgekehrt. Wenn beides nix ist, hast Du ein Problem.

    Worauf ich hinaus möchte: hol Dir Rückendeckung. Angst kann ein Krankheits-
    bild wie Depression sein und Vorgesetzte können i.d.R. damit besser umgehen,
    als wenn sie überlegen ob Du nur aus Faulheit ständig ausfällst.

    Offenheit hilft. Deine Freunde und Kollegen und Vorgesetzten werden Dich mit
    Sicherheit nach Kräften unterstützen. Gib ihnen die Chance.

    LG
     
    #4
    Ken Guru, 4 Mai 2005
  5. Dreamerin
    Gast
    0
    Okay, das ist gut zu wissen.

    Zur Not zahl ich die Rechnungen eben erst selbst und dann wenn ich ernannt wurde, reich ich sie bei der Beihilfe ein (Ernennung 1.12.05).

    Solang es nur ein "Scheinkrebs" wäre... :schuechte
     
    #5
    Dreamerin, 4 Mai 2005
  6. Koyote
    Koyote (38)
    Verbringt hier viel Zeit
    781
    113
    17
    Verheiratet
    Also mich nervst Du damit bestimmt nicht, und fast alle anderen auch nicht. :zwinker:
    Man muss sich davon einfach nur ablenken... ich habe seit fast 1,5 Jahren Leberwerte, die teilweise das 7 fache des Grenzwertes sind...aber kein Arzt konnte bisher was finden...jeder hat gesagt abwarten wird schon wieder besser, keiner versteht dass ich die Ursache dafür wissen will... :rolleyes2

    Mein Körper ist alles andere als Gesund...ich habe unzählige Wehwehchen, zum teil sind es bestimmt auch ernstere Sachen, aber ich will mir davon nicht mein leben versauen lassen...wenn es nach den Ärzten geht dürfte ich fast keinen Sport mehr ausüben wegen dem Rücken... aber ich habe mit diesem (kaputten) Rücken 26 jahre lang gut gelebt und werde auch weiterhin das machen was ich möchte...alles andere wäre kein Leben mehr.

    Versuche einfach es zu ignorieren, ewig wird eh niemand leben, und die vermeintlich Gesunden sterben eh am schnellsten :link:
    Auch das kann ich sehr gut nachvollziehen, es ist für viele nicht erkennbar was eine vermeintliche Kleinigkeit für ein riesen Problem für jemanden sein kann, über solchen leuten muss man einfach drüberstehen, auch wenn es schwerfällt und man dadurch unter Umständen viele Menschen verliert, die die am Ende übrig bleiben sind dann auf jeden Fall echte Freunde...
    Habe ein paar Worte übrig gehabt und bin sie losgeworden :gluecklic

    Versuche einfach mehr Selbstvertrauen zu gewinnen, nicht Du bist seltsam weil Du diese Probleme hast, sondern die anderen, weil sie Deine Probleme nicht ernstnehmen.
    Wenn Du selber daran glaubst dass Dir eine Therapie hilft, dann mach eine, aber nur dann, denn wenn Du nicht daran glaubst wird eine Therapie auch nichts bringen...

    LG Koyote
     
    #6
    Koyote, 4 Mai 2005
  7. Dreamerin
    Gast
    0
    Neee. Ich HASSE meinen Chef, er hat mir meine "Karriere" versaut...
     
    #7
    Dreamerin, 4 Mai 2005
  8. Ken Guru
    Gast
    0

    Sweetheart, das GELD sollte weit nach der GESUNDHEIT kommen. Du machst
    Dir da viel zu viele Gedanken drum. Was glaubst Du, wie viele Menschen im
    öffentlichen Dienst psychische Probleme haben? Mach doch mal ein Praktikum
    bei der Beihilfe für Lehrer *hint* oder bei der Polizei. Für die Beihilfesachbear-
    beiter ist das so normal wie eine Rechnung vom Zahnarzt. Und da denkt und
    redet niemand komisch drüber. Ehrlich nicht.

    Und wenn Du magst, meine PN-Box ist Tag und Nacht für Dich geöffnet, das
    weißt Du.

    BTW: was meint der Nachsatz?

    LG


    Eine Ebene höher? Oder Jugend- und Auszubildendenvertretung? Gleich-
    stellungsbeauftragte? Personalrat? Etc...
     
    #8
    Ken Guru, 4 Mai 2005
  9. Dreamerin
    Gast
    0
    Ich weiß, die anderen denken, ich will mich grade wieder in den Mittelpunkt drängen und Aufmerksamkeit haben. Das stimmt nicht...!

    Ich habe auch nicht vor, meine Freunde zu verlieren, wegen dieser Angst. Hey, ich rede grad mal mit meinem Freund, meiner besten Freundin und meiner Familie drüber.
    Meine Mutter weiß, dass ich echt Probleme damit hab, sie nimmt das ernst und sagt immer "Sei doch mal unbeschwert. In deinem Alter...!" usw.
    Meine Schwester ist mir eh ähnlich!

    Mein Freund meint, ich mach mir zu viele Gedanken.

    Und meine beste Freundin meint, ich soll mich nicht runter ziehen lassen. Sie sagt mir, dass es auf andere vielleicht wirkt, als ob ich mit Gewalt ein Problem suchen würde. Aber sie wisse, dass das nicht der Fall ist!

    Naja...

    Klar ist Gesundheit wichtiger. Und wäre ich ERNSTHAFT krank (sprich Krebs o.Ä.) würde ich keinen Gedanken dran verschwenden, nicht zum Arzt zu gehen. Aber bei diesem "Leiden", das ich schon jahrelang habe, kann ich wohl noch paar Monate warten (notfalls!). Davon stirbt man nicht.
    Ich will auf keinen Fall, was auch immer passiert, freiwillig meine Arbeit gefährden! Niemals.

    Klar haben viele psychische Probleme. Ich kenn sogar 2 davon, beide noch in der Probezeit gewesen (manisch depressiv), beide Probezeit verlängert und wahrscheinlich keine Übernahme. Tolle Wurst!

    Der Nachsatz meint, weil zasa von einer Scheinschwangerschaft erzählt hat.

    Was die Arbeit angeht: Ich habe zu niemanden so eine Beziehung, dass ich über SOWAS ernsthaft reden möchte.


    Aber Leute, bei den Dingen, die ich aufgezählt hab (Blase, Brust usw.), würdet ihr euch da nicht auch Gedanken machen :ratlos:


    Ich hab nen Kollegen, dessen D-Dimer-Wert war so erhöht. Und das weist meines Wissens nur auf Entzündungen und Tumore hin. Der hat sich lockerlässig dann von jedem Arzt durchchecken lassen (Darmspiegelung, Urologen usw.), um einen Tumor zu finden. Ich wäre durchgedreht. Der hatte aber keinen.


    Was mir auch wichtig wäre: Meinem Freund mal klar machen, dass das von mir nicht nur so ne Spinnerei ist. Ich habs ihm schon zu erklären versucht. Scheinbar auch angekommen. Aber schriftlich drück ich mich nunmal besser aus. Brief?


    Weil Koyote vom Ablenken geredet hat: Ich hatte jetzt immer gut zutun, kaum ne ruhige Minute zu Hause, da lernen, Freund, Freunde, Arbeit, Abendschule usw. Also hatte immer ein schönes Programm. Jetzt isses aber so dass die Schule sich langsam dem Ende zu neigt und ich hin und wieder mal nen freien Abend hab. Ich habe mich sehr drauf gefreut, wirklich. Und jetzt sitz ich daheim und kann ihn nicht genießen... mir ist langweilig und ich denk nach... denk nach... und denk nach... :eek4: Und krieg Angst.
     
    #9
    Dreamerin, 4 Mai 2005
  10. Ken Guru
    Gast
    0
    Aus Erfahrung weiss ich, dass sowas eine Partnerschaft sehr belasten, zer-
    brechen lassen kann. Bitte sieh es nicht nur aus Deiner Sicht (Er soll das nicht
    nur als Spinnerei) sondern auch aus seiner: Er kennt Dich, fühlt Deine Angst,
    sieht, dass es Dir nicht gut geht und leidet unter der Hilflosigkeit, NIX für
    Dich tun zu können....
     
    #10
    Ken Guru, 4 Mai 2005
  11. Dreamerin
    Gast
    0
    Ne, ich glaub soooooooo tiefgründig isser nicht.
    Ich könnt mir vorstellen, dass es ihn über kurz oder lang nervt. Aber nicht, dass er mitleidet. Er ist auch nur ein normaler Mensch.
    Aber ganz abgehoben bin ich auch wieder nicht. Ich hab meinen Geist schon noch beisammen und hin und wieder einen hellen Moment...

    Was genau von meinem Beitrag hast du jetzt beantwortet :ratlos:
    Und was hätte es mir sagen sollen? Dass ich nicht weiter drüber reden soll?
     
    #11
    Dreamerin, 4 Mai 2005
  12. Ken Guru
    Gast
    0
    Rat war da keiner. Nur ein erfahrungsbedingter Hinweis. Was Du daraus
    machst ist doch Deine Sache und geht mich NIX an. Aber ich mag Dich halt
    glücklich sehen :gluecklic
     
    #12
    Ken Guru, 4 Mai 2005
  13. Dreamerin
    Gast
    0
    @ Ken Guru

    Ja ich hätt aber gern ne Antwort auf meinen letzten längeren Beitrag.

    Du kannst hier schreiben, was du willst... Du kannst Befehle erteilen, aber im Grunde tu ich doch das, was ich will.
    Kurz: Du kannst mir ruhig Tipps geben!
    Und noch was: In dem Moment, wo ich hier ein Thema offen darlege, geht es jeden was an. Denn ich stell es hier rein, damit ich was drauf höre... damit sich Leute "einmischen".

    Du kannst gern Hinweise geben. Aber die kann ich so und so interpretieren bzw. so und so handeln. Sprich: richtig oder falsch.
     
    #13
    Dreamerin, 4 Mai 2005
  14. Touchdown
    Touchdown (37)
    Verbringt hier viel Zeit
    2.220
    121
    1
    vergeben und glücklich
    Wenn du soviel über die entsprechenden symptome von Krankheiten weißt, liest du dann auch viel darüber? Evtl bringt dich ja gerade das dazu darüber nachzugrübeln...
     
    #14
    Touchdown, 4 Mai 2005
  15. Dreamerin
    Gast
    0
    Ja, ich lese viel drüber. Aber das geht Hand in Hand.
    Ich spüre etwas, gucke nach, was es sein könnte, immer wieder...

    Und wenn man das seit 8 Jahren macht, lernt man die Symptome langsam auswendig.

    Außerdem interessiert mich dieses Thema, ich könnte es wirklich in mich aufsaugen, vollständig.
     
    #15
    Dreamerin, 4 Mai 2005
  16. User 15848
    Meistens hier zu finden
    3.460
    133
    60
    nicht angegeben
    Wenn du weißt, welche Symptome du bekommen "solltest" bei welcher Art Krankheit (bzw Krebs hauptsächlich oder?), dann ist es für deinen Körper ein Leichtes, diese auch schmerzhaft und sehr glaubwürdig zu produzieren.
    Lies eine Zeit lang nichts darüber und informiere dich nicht ständig, was du haben könntest, wenn es mal irgendwo drückt. Lies stattdessen lieber etwas, was dir bewusst macht, wie sehr die Psyche den Körper beeinflussen kann.
    Ich weiß nicht, ob das bei allen Menschen gleich ist, aber ich kann auch auf Befehl sozusagen Fieber bekommen. Ich bilde mir ein, dass ich krank bin, dass es mir furchtbar schlecht geht, dann werde ich automatisch blass und mir wird übel, ich bilde mir ein dass ich Kopfweh habe und halts eine halbe Stunde später fast nicht mehr aus, ich bilde mir ein, dass ich sicher Fieber habe und wenn ich dann die Temperatur messe, ist es so, für jeden ersichtlich.
    Der Unterschied zwischen uns besteht wahrscheinlich darin, dass du wahnsinnige Angst davor hast, und deswegen ein Ziehen in der Brust spürst oder sonst etwas und dass ich diese "Methode" früher gerne angewendet habe, wenn ich nicht in die Schule wollte.
    Dafür bilde ich mir seit recht langer Zeit ein, dass ich eigentlich von "außen" eh nicht krank werde und zumindest bis jetzt hat sich das seitdem bestätigt *g*

    Vielleicht beruhigt es dich ja wenigstens ein bisschen:
    Eine Phase, während der ich Angst hatte, Krebs zu haben, hatte ich auch schon. So extrem wie bei dir war es ganz sicher nicht, aber wenn man will, findet man immer Symptome.
     
    #16
    User 15848, 4 Mai 2005
  17. tinasun
    tinasun (29)
    Verbringt hier viel Zeit
    70
    91
    0
    Single
    ich kann dich etwas verstehen, als außenstehender kann man es auch nicht verstehen, du darfst es ihnen nicht übel nehmen, ich habe auch lange gebraucht um es zu verstehen, wie man angst vor etwas haben kann was gar nicht da ist, denn mein Vater leidet auch an Angstzuständen. Du musst dich behandeln lassen, denke nur an dich lass die Zukunft erst mal Zukunft sein, denn es ist nur wichtig das du wieder gesund wirst, sonst gehst du an deiner angst kaputt.
     
    #17
    tinasun, 4 Mai 2005
  18. sachsenlady
    Verbringt hier viel Zeit
    217
    101
    0
    nicht angegeben
    Hallo Dreamerin!

    Wie bekannt mir das alles vorkommt. Mir ging es vor Jahren ganz genauso. Habe mir ständig eingebildet,irgendeine Krankheit zu haben.
    Nur mal ein Beispiel. Ich bin im Herbst ´95 bei einem Herbstspaziergang in ein Wasserloch getreten. Bin dann noch eine reichliche Stunde mit nassen Schuhen rumgelaufen und hab mir dabei wahrscheinlich ne Erkältung geholt. Hatte dann ne Weile erhöhte Temperatur und Gliederschmerzen. Hab dann Bücher gewälzt und mir die Selbstdiagnose" Blutkrebs" gestellt. Die bescheuerte Ärztin meinte auch noch "Könnte schon sein,mein Bruder ist als Kind auch an Blutkrebs Gestorben". Nach und nach bekam ich tatsächlich die Symptome alle,die in meinem schlauen Buch standen. Ich bekam Panik und bekam Herzrasen,Herzstolpern,kriegte schlecht Luft. Horror. Bis ich dem Kinderarzt meiner Tochter davon erzählte. Er schickte mich zu einem befreundeten Internisten. Der stellte mich erstmal auf dem Kopf und als er merkte daß ich wirklich nichts hatte,las er mir die Leviten. Seitdem ging es mir wieder besser. Und ich habe mir mit der Aktion ein halbes Jahr meines Lebens versaut.
    im Jahr 2000 hatte ich noch mal so ein Problem,fing nach 6 Jahren wieder an zu arbeiten. Wollte auf Arbeit perfekt sein,zu Hause aber auch alles machen wie bisher. Da ging es wieder los. Durch den inneren Druck bekam ich wieder Herzstolpern (in einer Nacht bei jedem 2. Herzschlag). Wieder zum Arzt Organisch gesund. Die Schmerzen in der Brust kenn ich übrigens auch. Sie kommen,weil Du Dich innerlich verspannst und dann bekommst Du ne Art permanenten Muskelkater. Bei Deiner Blase tippe ich auf Reizblase,ist auch nervlich bedingt sowas.
    Mir hat letztendlich geholfen,meine Wünsche und Bedürfnisse etwas "egoistischer" durchzusetzen. Mir selbst was Gutes zu tun. Bei beginnenden "Anfällen" hab ich mich abgelenkt,etwas für mich getan. Ich weiß durch andere Beiträge,daß Du nicht so sehr selbstbewußt bist. Versuche Dich selbst zu lieben. Du bist wer. Du kannst was. Tu etwas für Dich.
    Ich hatte übrigens seit 2000 keinen "Anfall" mehr.

    Liebe Grüße Sachsenlady
     
    #18
    sachsenlady, 4 Mai 2005
  19. patensen
    Verbringt hier viel Zeit
    608
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Hey Dreamerin! Ich habe nicht alle Antworten gelesen, dafür aber den Thread sehr sorgfältig.

    Ich habe genau dieselben Probleme wie Du. Ständig bilde ich mir ein, ich sei krank. Wenn ich Husten habe, schlag ich im Buch nach, was es bedeuten könnte. Vielleicht hab ich ja was schwerwiegendes, wie Tuberkulose?!

    Blaue Flecken, bei denen ich nicht weiss, woher sie kommen? Vielleicht ist es ja Leukämie!?

    Oder seit ca. 2 Jahren hab ich ständig Magenschmerzen, oder dann ist mir übel, dann hab ich wieder mal Durchfall, oder Verstopfung, abwechslungsweise. Ich ging zum Arzt, in der Angst, ich hätte vielleicht Magenkrebs. Oder Darmkrebs. Schliesslich hatte meine Oma das auch, die starb mit 60, warum sollte also nicht die Möglichkeit bestehen, dass auch ich, obwohl ich erst 20 bin, einen Krebs habe, der mich inerlich zerfrisst?

    Auch nach der Magenspiegelung bin ich mir noch nicht ganz 100% sicher, dass da NICHTS ist..... Ich glaubs einfach nicht so richtig.

    Ich male mir dann immer die schlimmsten Folgen aus: Chemotherapie, Strahlentherapie, ich verlier alle Haare, ich habe einfach ernsthafte ANGST, krank zu sein bzw. zu werden. Dann kriegte ich Herzrasen, Schmerzen in der Brust, keine Luft, als ob etwas in meiner Luftröhre sitzt, worauf ich in allen Möglichen Büchern die Symptome nachschlage und mich anschliessend selber diagnostiziere.

    Meistens, wenn ich zu einem Arzt gehe, hab ich mir schon eine eigene Diagnose erstellt.

    Eine Reizblase hab ich übrigens auch und ab und zu schmerzen / brennen beim wasserlassen.

    Das kann niemand wirklich nachvollziehen, warum sollten sie auch? Solangs einem gut geht, brauchen sie sich darum ja nicht zu kümmern. Aber ich weiss, wie Du Dich fühlst. Es ist zum :kotz: nicht ernst genommen zu werden, von Arzt zu Arzt zu rennen, und trotzdem immer der Meinung zu sein, er habe keine Ahnung.
    Man wird ausgelacht und nicht für voll genommen, weil niemand es nachvollziehen kann, was in einem abgeht. Das ist, als ob man Angst hätte vor Spinnen, Höhenangst, Angst vor Hexen, Monstern, oder was weiss ich, bloss dass sich diese Angst um den eigenen Körper dreht, man sich Dinge einbildet, die gar nicht existieren, und das auf eine so starke Art und Weise, dass man meint, man FÜHLT diese Symptome WIRKLICH, und niemand kann das nachvollziehen, weil die ja nicht wissen, was TATSÄCHLICH in solch einem Menschen vorgeht.....

    Dieses Phänomen nennt man Hypochondrie, (Link dazu: http://www.mww.de/krankheiten/psychische_krankheiten/hypochondrie.html ) es kommt öfters vor, als man glaubt- auch wenn es nicht alle Personen einsehen oder zugeben wollen, die es haben.

    Mir half die Therapie, nicht, dass ich jetzt keine Angst mehr habe, krank zu werden. Aber ich weiss deutlicher, dass jeder Mensch mal krank wird, (und das meist harmlos!) und dass man deswegen nicht gleich vom schlimmsten ausgehen muss. Und man lernt, solche Ängste in den Griff zu bekommen und mit ihnen umgehen, bzw. LEBEN zu können.....

    Es ist einfach, für "normale" Menschen, zu sagen: "Mach ne Therapie".

    Aber, Therapie bedeuetet, dass mit einem etwas im Kopf nicht stimmt, und das kratzt 1. am Ego und 2. braucht es sehr viel Disziplin vom Patienten und wahnsinnig viel Vertrauen in den Therapeuten, und genau das fehlt einem Hypochonder: VERTRAUEN....


    Ich wünsche Dir viel Glück. Vielleicht können wir uns ja mal per PN austauschen. :smile:
     
    #19
    patensen, 4 Mai 2005
  20. Dreamerin
    Gast
    0
    Das ist sicherlich nicht eingebildet.
    Es ist erst rechts gewesen, von den Achseln bis zur Brustmitte. Und links nur ganz leicht.
    Und jetzt ist es links stark, rechts weg. Von der Achsel bis über die Brustmitte.
    Ich spür es besonders, wenn ich den Muskel anspanne, es ist muskelkaterähnlich. Spüre es mittlerweile aber auch, wenn ich ihn nicht anziehe.

    Woher das kommt? Keine Ahnung. Ich hatte vor 2 Wochen meine Tage und habs da drauf geschoben. Und jetzt hab ich sie nimmer, war Sonntag inlineskaten. Vielleicht hab ich den Muskel dabei so angespannt, dass es wieder schlimmer wurde. Ich weiß es nicht :cry:

    Aber ich werd zum Doc gehen.
    Das Dumme ist nur, ich kenn eine, die hatte Brustkrebs (34 J.), der ging dann auf die Lymphe, Leber, Knochenmark. Und jetzt ist die 2. Brust befallen, sie kriegt Morphium... :geknickt:

    Wie die Zukunft sein lassen?
    Dass sagst du der Falschen. Der, die die Zukunft 10 Jahre voraus schon verplant hat :eek4:

    Also ob das mit der Brust noch was mit Psyche zutun hab. Ich hab die Symptome für Brustkrebs gelesen. Das, was ich da hab, das wird nebenbei auch als Zeichen erwähnt. Nur komisch, dass es auf beiden Seiten war. Wenn ich jetzt z. B. links nen Tumor sitzen hätte, würde es doch nicht rechts und links bis zur Achselhöhle spannen?? :ratlos:

    Wünsche und Bedürfnisse hab ich eigentlich so jetzt keine, die mir nicht erfüllt werden. Im Gegenteil, letztes Jahr hat sich sogar der größte meiner Wünsche erfüllt :eek4: (Liebe).

    Mein Selbstbewusstsein... ja. Ich mag mich doch, mich selbst. Nur mein Aussehen nicht so...

    Danke Patensen!

    Ich mal mir auch die schlimmsten Folgen aus. Und vor allem die Situation, wenn man mir sagt, ich habe nur noch 2 Monate zu leben oder so.

    Und wenn ich zum Arzt geh, hab ich auch schon eine Diagnose. Wenn ich im Wartezimmer sitz, hab ich total Angst, dass sich das bewahrheitet...
     
    #20
    Dreamerin, 5 Mai 2005

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