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Die Bedrohung Liebe

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von Lichttänzer, 9 Juni 2004.

  1. Lichttänzer
    Verbringt hier viel Zeit
    69
    91
    0
    Single
    Tja, warum schreibe ich sowas auch, wenn es am Ende doch niemand liest? Also, ab in dieses Forum damit.
    Kommentare sind absolut erwünscht :zwinker:

    Sie kommt zu mir und sagt „Knie nieder!
    Denn Dunkelheit umgibt dich wieder!
    Dir ist der Kopf schwer von Gedanken,
    die tausendfach gedacht, geschrieben,
    sich um den Kern der Sache ranken
    und völlig unerfassbar blieben.
    Wie kann, was Dich so lang beschäftigt,
    so unerklärlich, unklar sein
    und Dich so allumfassend mächtig
    beunruhigen?“ – lass mich allein!
    Mir ist, als würde ich verzehrt
    von meinen eigenen Gedanken,
    als wär’ die Welt ins Gegenteil verkehrt,
    als käm mein Wertsystem ins wanken.
    Ich mag nicht mehr, ich kann es nicht:
    mich selber länger noch ertragen
    ich fürcht’ mein eig’nes Angesicht –
    mein geistiges, wohl sozusagen.
    So bin ich denn, der ich niemals
    auch nur um einen Satz verlegen
    aus Eigenantrieb stumm gemacht
    und körperlich allein zugegen.
    Dutzendfach hab ich verflucht,
    was meinen Kopf so wirkungsvoll
    so schwerlich kontrollierbar macht.

    Oh, wie ekstatisch tönt ihr Fluch:
    „Es ist alleine die Natur
    die mich zum Morde an dir ruft
    lauf nur, mein Opfer, lauf du nur.
    Du magst mich nennen, wie du willst;
    Magst mich verfluchen, wie’s gefällt,
    lauf nur, mein Opfer, lauf du nur,
    Ich habe alle Zeit der Welt!“
    Schwer und stampfend geh’n die Schritte
    Keuchend, schmerzhaft hebt die Brust
    Stechend, hektisch schmerzt die Mitte
    Vervielfachen die Jageslust.
    Jedoch die Lüste des Gejagten
    Ersterben all ganz liederlich -
    Sofern sie jemals ganz vorhanden -
    Dieser Gejagte, das bin ich.

    Und holt sie mich auch noch nicht ein
    So bin ich doch ein Flüchtiger
    Der kaum noch zu entrinnen weiß,
    die Chancen werden seltener.
    Ich muss erkennen, dass sie sich –
    Wie blind war ich, dies nicht zu sehn –
    Der selben Kraft bedient wie ich,
    Wir jeden Schritt gemeinsam geh’n.
    Sie lebt durch mich, sie lebt in mir,
    sie wird mich bald schon packen,
    nicht wie Jäger und gejagtes Tier –
    Eher ist sie mir ein Schatten!
    Und jedes Pochen meiner Venen
    Erneuert auch bei ihr die Kraft
    Allein kann keiner von uns leben
    Einheitlich fließt der Lebenssaft.
    Wie kann ich also fertigbringen,
    dass sie ein and’res Opfer sucht?
    Wie kann ich sie nur dazu zwingen,
    mir Rast zu gönnen von der Flucht?
    Ich könnte wohl mein eig’nes Leben
    In diesem Zustand weiterführ’n;
    Alles Hoffen wäre dann vergeben
    Ich würde es schon bald verlier’n.
    Ich könnt, wie angeschossenes Getiere
    Die Flucht beenden durch den Tod:
    Mit meinem End kommt auch das ihre –
    Allein der Preis scheint mir zu hoch.

    Was tun? Wohin? Wo ist mein Ziel? -
    Du fragst nach der Verfolgerin?
    Sie ist ein umfassend Gefühl,
    dem ich ganz ausgeliefert bin.
    Sie ist so feurig, weise, wunderschön,
    die stolze Königin der Menschen;
    ach, ließe sie mich doch nur zieh’n:
    ich kann und kann sie nicht verehren.
    Leid und Elend wird sie wecken,
    sie schafft und tötet alle Triebe,
    Hass und Zorn kann sie ersticken;
    Ihr Name lautet: Liebe.
     
    #1
    Lichttänzer, 9 Juni 2004
  2. Sonnendrache
    0
    naja, was soll ich sagen, es is perfekt, ich mag dichter die auch darauf achten alles betont geschrieben zu haben, keine rechtschreibfehler drin haben, und vorallem auf taktgefühl achten, es lässt sich wunderbar lesen, ich liebe es, und es erinnert mich an meinen eigenen schreibstil.
    Wenn du willst kannste acuh mal meine angucken auf meiner HP, du wirst sehen, unser schreibstil hat viele parallelen :zwinker:

    MfG Sonnendrache
     
    #2
    Sonnendrache, 29 Juni 2004
  3. AvA
    AvA
    Gast
    0
    Ich schließe mich meinem Vorredner an. Tolles Werk. "Mein" Schreibstil.
    Einfach nur gut!
     
    #3
    AvA, 2 Juli 2004

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