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Die Emanzipation des Mannes - Illusion oder Wirklichkeit?

Dieses Thema im Forum "Liebe & Sex Umfragen" wurde erstellt von User 75021, 22 November 2008.

  1. User 75021
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    Aus einem anderen Forum:
    Es redet zwar jeder von der Gleichstellung der Frau, aber wenn man genau hinschaut, wurde und wird der Mann bereits von klein auf daran gehindert sich zu emanzipieren.
    Kleine Jungs werden ausgelacht, wenn sie mit Puppen spielen und Väter trösten kaum sondern haun immer noch ihre "Indianer kennt keinen Schmerz"-Weisheiten raus.
    Hab ich oft genug im Bekanntenkreis erlebt.

    Männer werden belächelt, wenn sie weinen, nicht ernst genommen wenn sie Elternzeit (oder gar die ersten 3 Jahre nach der Geburt eines Kindes zu Hause bleiben, während Frau arbeitet) nehmen wollen.
    Wo bleibt die emanziapation der modernen Männer?
    Ganz vereinzelt tauchen sie auf, die sympathischen Kerle die zb als Erzieher im Kindergarten auftauchen-leider viel zu selten.
    Warum?
    Wollen wir Frauen so etwas nicht?
    Wollt ihr Männer nicht?
    Beherrscht die traditionelle und für mich total blödsinnige Rollenverteilung immer noch unsere Gesellschaft?

    Männer, haltet ihr euch für emanzipiert? Warum, oder warum auch nicht?
    Was zeichnet den emanzipierten Mann aus?


    Natürlich können die Frauen gerne ihre Erfahrungen/Meinungen einbringen. Vielleicht habt ihr so ein nettes Exemplar als Freund/Mann?
     
    #1
    User 75021, 22 November 2008
  2. User 48403
    User 48403 (47)
    SenfdazuGeber
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    nicht angegeben
    Brisante Frage, da hätt ich jede Menge Stoff zum Losfeuern.:-D Aber ich halt mich aus solchen Diskussionen besser raus, solange in dieser Gesellschaft noch die festgefahrenen Schienen der Stereotypisierung vorhanden sind......:engel:

    Aber um Deine Frage zu beantworten: Ja, ich halte mich für emanzipiert. Das fängt allein schon damit an, dass ich so viele Dinge, die in unserer Gesellschaft als üblich erscheinen und von jedem als selbstverständlich angenommen, zu hinterfragen. Und ich bin auch dabei, gewisse Schranken zu durchbrechen.
    Ein emanziperter Mann zeichnet sich für mich damit aus, dass ein Mann zu dem steht, was er sein will, und nicht, was die Gesellschaft aus ihm machen will.

    Die Geschlechtertrennung fängt ja schon in der Kindheit an. Alles in Rosa und Puppen für Mädchen, Autos für Jungs. Das Resultat dabei ist, dass Männer dann dazu gedrillt worden sind, immer den Harten zu markieren und keine Gefühle nach aussen hin zu zeigen. Wogegen das bei Frauen geradezu gefördert wird. Das Ende vom Lied ist dann, dass später Mann und Frau untereinander nicht verstehen können, weil sie zu unterschiedlichen Rollenstellungen erzogen worden sind.

    So, und jetzt hab ich schon wieder meine Klappe zu weit aufgerissen....:schuechte
     
    #2
    User 48403, 22 November 2008
  3. desh2003
    Gast
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    Ich bin ein aufgeklärter Mann. Ich laß auch mal Frauen Wasserkästen tragen.

    PS.: Es heißt Emanzipation, das kommt ja nicht von der Emma...
     
    #3
    desh2003, 22 November 2008
  4. Fuchs
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    Ich halte mich einfach nur für einen Mann. Ich denke nicht, dass ich insofern emanzipiert bin, als das ich typisches Rollenverhalten aufbreche und Tätigkeiten ausführe, die als typisch weiblich gelten. In der Tat bewege ich mich mit meiner Arbeit und all meinen Hobbys meist in Männerdomänen. Ich habe auch an "Frauenhobbys" oder dergleichen (wenn es denn soetwas geben kann) kein Interesse. Nur denke ich, dass ich mich dabei nicht allzusehr an irgendwelche Rollenklischees halte. Denn ein typischer beinharter Typ, der mit anderen Männern saufen geht und diese Pöbelkultur an den Tag legt - das bin ich ja nun wiederrum auch nicht :zwinker:

    Genausowenig erwarte ich Rollenverhalten von Frauen. Ich finde Frauen in Männerdomänen richtig gut und wenn das Weib lieber Karriere machen möchte, anstatt als Hüterin des Hauses daheim zu bleiben - umso besser!

    Ob diese Rollenverteilung die Gesellschaft beherrscht vermag ich nicht wirklich zu beurteilen, aber ich denke schon, dass der Einfluss derlei Idealvorstellungen größer ist, als man erwartet.

    "Emanzipation" ist für mich eine Art Schlagwort (im Sinne von "jemanden schlagen") was ich lieber vermeide, denn es führt irgendwie zwangsläufig zu Streit. Wenngleich ich wirklich bedauere, dass einige Dinge von Frauen kaum angegangen und wieder andere bei Männern als verpönt gelten, halte ich nicht viel von Gleichmacherei. Ich sehe keine Notwendigkeit darin, dass beide Geschlechter völlig unterschiedslos innerhalb einer Gesellschaft die gleichen Tätigkeiten, die gleiche Mode, die gleichen Vorlieben etc. ausführen müssen. Etwas mehr Toleranz wäre zwar wünschenswert, aber explizite Forderung nach "Emanzipation" der Frau oder "Emanzipation" des Mannes stimmen mich meist verdrossen.
     
    #4
    Fuchs, 22 November 2008
  5. User 75021
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    :ROFLMAO: Ups, hab da wohl ein "m" vergessen :engel:

    Es geht sich doch nicht um das schleppen von Wasserkästen, klar tun wir Frauen das auch.
    Wieso nicht? Ich kann auch Reifen wechseln, Regale an die Wand schrauben. Dafür frag ich meinen Freund nicht. Wenn er es von sich aus tu, okay-aber ich mach es normal selbst.
     
    #5
    User 75021, 22 November 2008
  6. User 76250
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    Tim: Wir sind emanzipierte Männer!
    Mark: Was heißt emanzipiert?
    Randy: Angst vor Mom...

    (Aus "Hör mal, wer da hämmert"/"Home Improvement")

    :grin:
     
    #6
    User 76250, 22 November 2008
  7. Luno
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    Sweety, ich glaube, so ein gewisses Geschlechterrollenverständnis steckt in uns allen drin. Ich meine, schau dir mal deine beiden Kinder an - du erzählst stolz, wie deine Tochter dafür gelobt wird, wie graziös sie sich bewegt, fändest du so ein Lob für deinen Sohn auch toll? Dein Sohn bekommt einen ferngesteuerten Hubschrauber zu Weihnachten, deine Tochter eine "Winx-Club"-DVD (ich hab mich übrigens jetzt mal informiert, was das ist, ich finde, es ist schrecklicher Schund :schuechte ). Natürlich sagen viele dann, "was soll ich denn machen, wenn mein Sohn nunmal Technik und Lego toll findet und die Tochter alles was glitzert und rosa und mädchenhaft ist? Man kann ja auch schlecht "aus Prinzip" was schenken, was den gewohnten Geschlechterrollen gerade widerspricht, wenn das Kind eigentlich was anderes will.

    Aber man merkt bei so vielen Kleinigkeiten, wie Kinder von klein auf auf ihre Geschlechterrollen getrimmt werden - nichtmal unbedingt oder nur von den Eltern, sondern von ihrem ganzen Umfeld, der Werbung usw... Ich komme manchmal an einer Grundschule hier im Ort vorbei, und es ist so typisch, was man da sieht: Die Jungs haben bequeme Hosen, ordentlich festes Schuhwerk und eine schöne warme Jacke an. Die Mädchen haben Sandalen, Ballerinas und Lackschuhe (zum Teil sogar schon Schuhe mit (kleinem) Absatz!) an, Strumpfhosen und Rock drüber und eine Jacke, die gerade so bis zum Po reicht und sehen in dem Alter schon aus wie kleine Modepüppchen.

    Ich frage mich wirklich, was die Eltern sich denken, warum sie ihre Töchter so anziehen, dass sie zwar hübsch aussehen, aber leider für's Spielen absolut unpraktisch angezogen sind. Klettergerüst mit Rock ist natürlich nicht gerade optimal, genauso wenn beim Überschlag an der Kletterstange dann der nackte Rücken unter der kurzen Jacke vorschaut...

    Oder, was mir hier im Forum zum Beispiel schon öfter begegnet ist, die große Frage bei Schwangerschaften: Wird es ein Mädchen oder ein Junge? Und dann heißt es "ich weiß noch nicht, was es wird, ich muss mit dem Einkaufen noch warten". Als ob das einen Jungen im Babyalter interessieren würde, ob er im rosafarbenen oder im hellblauen Strampler im Bettchen liegt! Genauso Zimmereinrichtung, Kuscheltiere... wer sagt denn, dass Mädchen rosa Tapete mit Blümchen haben müssen und Jungs hellblaue mit Fischen drauf? Da werden die Rollen schon verteilt, bevor das Kind überhaupt auf der Welt ist...
     
    #7
    Luno, 22 November 2008
  8. User 75021
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    Nein, reiß die Klappe weiter auf.
    Ich gebe dir vollkommen Recht und finde das Thema total interessant.
    Es gibt ja auch Tests/ Berichte, das viele Eltern mit einem weiblichen Baby mehr kuscheln und liebevoller umgehen, als mit einem Jungen.
    Da ich zwei Kinder habe (Tochter und Sohn) konnte ich jedoch auch andere Dinge beobachten.
    Mein Sohn hat von mir als Kleinkind eine Puppe bekommen, die hat ihn absolut nicht interessiert, wogegen er Autos von Anfang an spannend fand. Das war sehr merkwürdig, denn wir haben ihm das nicht "anerzogen". Meine Tochter fand Puppen von Anfang an viel interessanter. Also scheint es ein wenig in den Genen zu liegen, man kann das jedoch entweder total unterstützen oder dem Kind auch andere Wege öffnen.
    Eines Tages stand mein Sohn plötzlich im Kleid (mit Krönchen und geschminkt) vor mir. Anstatt ihn auszulachen habe ich ihm gesagt wie hübsch das aussieht und wie toll er sich geschminkt hat.
    Seitdem spielt er manchmal mit seiner Schwester Prinzessin, die beiden verkleiden sich und rennen dann als Prinzessinen in rosa Kleidern durch die Gegend.
     
    #8
    User 75021, 22 November 2008
  9. desh2003
    Gast
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    Ich halte (weibliche) Emanzipation für eine fraueninterne Angelegenheit. Richtig in die Wolle bekommen sich bei dem Thema meistens nur Frauen. Die Gräben zwischen Frau/Frau in dieser Hinsicht verlaufen wesentlich tiefer als Frau/Mann. Für einen Mann heißt doch Emanzipation im Alltag meistens "Na gut, dann hol ich mir mein Bier eben selbst aus dem Kühlschrank ...wenn das Emanzipation ist, damit werd ich leben können" ...oder nicht?

    Zum Thema männliche Emanzipation: Ich glaub, wenn ich Balettstunden nehmen muss um ein emanzipierter Mann zu werden, kann der Klech an mir vorübergehen.

    PS.: Vielleicht haben emanzipierte Frauen keine Probleme mit Wasserkästen schleppen. Aber aus -eigener Erfahrung kann- ich sagen: Mit dem Aufbauen von Ikeabetten schon :grin:
     
    #9
    desh2003, 22 November 2008
  10. User 75021
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    Ich schenke den Kindern das, was sie sich wünschen und wie schon erwähnt, hab ich meine Kinder nicht auf rosa für Mädchen und Autos für Jungs "getrimmt".
    Ich denke auch, das manche Vorlieben bei den Geschlechtern ind en Genen liegen-es komtm jedoch drauf an was man damit macht und wie man damit umgeht.
    Das mein Sohn gerne mit meiner Tochter zum tanzen geht, ist zb nicht "üblich", er macht es aber total gerne.
    Meine Tochter hingegen fährt mit meinem Freund zum Fussballspiel, was mein Sohn total langweilig findet. Ich versuche ihnen auch andere Wege zu öffnen, ob sie das annehmen ist jedoch eine andere Sache.
    Da muss ich dir allerdings Recht geben.
    Bei uns gab es kein rosa Zimmer, bis meine Tochter sich von alleine eins gewünscht hat. Mittlerweile ist das aber wieder out und ich darf bald blaue Wolken dan die Wand pinseln :grin:
    Aber ich sehe auch, wie die Kinder durch Schule, Kindergarten und die Medien beeinflusst werden.
    Die anderen Mädels haben im Winter ein Röckchen an-klar, meine will auch. Da hilft nur diskutieren und sich als Elternteil durchzusetzen, das es nun mal praktischer und wärmer mit Jeans ist (Mama rennt ja auch mit Jeans und Turnschuhen rum). Klappt auch eigentlich immer.

    Na dann hast du das Thema nicht ganz verstanden.
    Ich sag dir mal was ein emanzipierter Mann u.a. für mich ist:
    -er kümmert sich mit dem gleichen Elan um Haushalt und Kinder wie die Frau
    -er ist bereit Elternzeit zu nehmen (warum soll das immer an uns hängen bleiben? Wir "dürfen" unseren Job an den Nagel hängen oder schaun, wie wir alles unter einen Hut bringen).
    -er kann Gefühle zeigen oder zumindest darüber reden
    -er bildet sich nicht ein schlauer oder stärker als seine Partnerin zu sein, sondern sieht sie als gleichberechtigten Partner an (er holt sich auch Ratschläge und Hilfe bei ihr)
    -und das allerwichtigste er steht öffentlich und selbstsicher dazu und ihm ist es egal, was Freunde und Familie darüber denken


    :schuechte wäre vielleicht ein Mod so nett und würde den Threadtitel korrigieren? Habs versucht, aber das geht nicht.
     
    #10
    User 75021, 22 November 2008
  11. Luno
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    nicht angegeben
    Ich glaube, da dürftest du die Ausnahme sein... bei vielen Leuten herrscht ja immer noch die Vorstellung, ein Junge, der sich gerne als Prinzessin verkleidet, würde bestimmt mal schwul werden oder ähnliches... :ratlos: Ich glaube, Männer sind da häufig noch sehr viel "intoleranter" als Frauen, weil sie sich oft einen "Stammhalter" wünschen, einen "richtigen" Jungen, der Autos und Technik mag und auf Fußball steht...
     
    #11
    Luno, 22 November 2008
  12. desh2003
    Gast
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    Ich würd nie Stereotypen kloppen. Ich bin hier ja schon regelmäßiger im Forum unterwegs und dabei hab ich gelernt, dass man muss einfach aufhören muß in der Frau die Frau zu sehen ...sondern einen ganz normalen Forumsteilnehmer :grin:

    Das Problem ist, dass Emanzipation -zumindest ansatzweise- eine gewisse Gleichmacherei ist. Ich denke, dass man auch in einer Beziehung nicht unbedingt Gleichheit anstreben muss. Ecken und Kanten haben auch Vorteile. Wenn das ganze abgerundet und abgeschliffen, so dass es nicht mehr unterscheidbar ist, fehlt einem ein Gegenpart und Spannung. Die Partner müssen nicht besser oder schlechter als der andere sein, aber anders. Dazu gehört auch eine gewisse Aufgabenteilung. Sicher kann man auch Aufgaben vom anderen übernehmen (und Männer sind da zum Teil auch pragmatischer als Frauen denken) solang das untereinander eingespielt ist. Wenn es ständig Streitigkeiten gibt, wer was macht oder nicht macht und Zuständigkeitsprobleme, macht es die Sache nicht leichter.
    Das ist auch das häufigste Argument was Frauen mit 'klassischen Ansichten' (meist ältere Frauen) 'emanzipierten' Frauen vorhalten: Dass die Aufgabenverteilung klar ist und somit nicht die Beziehung/Ehe strapaziert wird. Und die beiden Frauentypen haben sich in Sachen 'Frauenbild' ziemlich in den Haaren.

    Auch wär ich nicht sicher, ob die Punkte, die du unter emanzipierter Mann genannt hast unbedingt unter den Punkt "Emanzipation" fallen. Emanzipation hat ja eher die Bedeutung sich von Zwängen in die Eigenständigkeit zu begeben.
    Ich seh in den genannten Punkten nicht ein Prozeß des Sich-Befreiens sondern ein reflektiertes und aufgeklärtes Verhalten.
     
    #12
    desh2003, 22 November 2008
  13. User 75021
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    Ja, ich weiß. Meine Mutter hat mich auch so angeschaut :eek: und gemeint, "nicht das der Junge schwul wird" :kopfschue
    Ich finde es sehr wichtig das die Kinder wissen, es gibt zwar typische Mädch-und Jungenensachen (da kommt man leider nicht drum herum, selbst wenn man sein Baby nicht geschlechtsspezifisch kleidet und erzieht, denn spätestens im Kindergarten sehen sie was "in" ist und wollen das natürlich auch), aber man alle Möglichkeiten hat, alles mal auszuprobieren.
    Mein Sohn ist übrigens ein richtiges Sensibelchen und weint oft wenn er traurig ist, meine Tochter dagegen die harte, selbstbewusste (wie du ja sicher schon in den SS-Foren gelesen hast). Und auch das unterstütze ich und bin froh darüber!
    Ich will keinen coolen Macho erziehen und kein ängstliches Modepüppchen.

    :anbeten: Das ist doch schon mal was :zwinker:
    Das sehe ich nicht so.
    Ich sehe die Emanzipation eher als eine Möglichkeit, andere Dinge an sich und dem Partner zu entdecken und sie auszuleben, ohne das man schräg angeschaut wird.


    Ecken und Kanten hat jeder Mensch. Ich denke darauf hat die Emanzipation keinen Einfluss, denn wir bleiben trotzdem verschiedene Charaktere-nur ohne die "typisch Mann/Frau" Schublade, sondern typisch Mensch!

    Anders ist jeder, nur muss es ja wie gesagt nicht am Geschlecht liegen sondern einfach an der Einstellung und der Art.
    Klar ist es wichtig, das jeder gewisse Aufgaben (wenn man zusammen lebt) zu erledigen hat, denn sonst funktioniert ein Zusammenleben nicht.
    Jedoch finde ich, das die Männer offener in der Aufgabenverteilung sein könnten und gleichzeitig mehr Vertrauen in die Frauen haben sollten. Wir können Ikea-Regale aufbauen-wenn ihr uns dabei einfach mal in Frieden lasst :-D
    Ein Mann, der sich gerne mehr um die Familie kümmern möchte, vielleicht die ersten 3 Jahre Elternzeit nehmen würde, sich aber nicht traut weil die Kollegen ihn auslachen und nicht für voll nehmen, unterliegt gesellschaftlichen Zwängen.
     
    #13
    User 75021, 22 November 2008
  14. desh2003
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    Naja, du wirst nicht nur deshalb mit deinem Partner zusammensein, weil er ein Mensch ist sondern auch deshalb, weil er ein Mann ist. Also wirst du in ihm nicht nur ein geschlechtsneutrales Charakterwesen sehen.


    Daran hakt es in der Wirklichkeit nicht selten.

    Mhhh, ich bin immer noch nicht sicher, ob das Emanzipation sein soll. Genauso wie Männer es Frauen überlassen, wie sie (weibliche) Emanzipation auffassen, wäre es gut, (männliche) Emanzipation Männern zu überlassen. Vielleicht verstehen die ja was ganz anderes darunter (Potential für eine weitere Umfrage)....
     
    #14
    desh2003, 22 November 2008
  15. User 44981
    User 44981 (29)
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    Ich halte mich durchaus für einen "emanzipierten" Mann (auch wenn ich das Wort nicht mag).
    Gerade im Bezug auf Kinder.

    Zur Zeit engagiere ich mich stark als (noch angehender) Skilehrer, gebe Kinderskikurse, usw. - Einfach weil es für mich wunderschön ist, mit Kindern zusammen Spaß zu haben, ihnen mein Hobby näherzubringen und ihnen neue Dinge beizubringen.

    Ich schrecke auch vor Hausarbeit, etc. nicht zurück... Kochen und Backen kann sogar richtig Spaß machen. (Aber es gibt auch einige Dinge, die ich zugegebenermaßen äußerst ungern mache).

    Beim späteren Zusammenleben mit einer Frau ist es für mich selbstverständlich, mich am Haushalt zur Hälfte zu beteiligen, so lange wir beide berufstätig sind. - Ist eine(r) von uns dann mal Hausfrau und Mutter / Hausmann und Vater, so wird dieser natürlich wohl etwas mehr im Haushalt machen.

    Wenn ich dann hoffentlich mal Kinder habe, möchte ich diese auf jeden Fall so viel wie möglich aufwachsen sehen. - Zumindest die zusätzliche zweimonatige Elternzeit würde ich - wenn irgendwie möglich - sehr gerne wahrnehmen.
    Aus biologischen Gründen halte ich es zwar für sinnvoll, wenn die Mutter in der ersten Zeit beim Kind zu Hause bleibt (einfach weil Mann nicht stillen kann und ich das Stillen sehr wichtig finde).
    Nach der Stillzeit wäre ich aber gerne dazu bereit, erst mal überhaupt nicht und später nur in reduziertem Umfang zu arbeiten und mich stattdessen um das Kind / die Kinder zu kümmern, sofern das aus finanziellen Gesichtspunken und nach Fragen, wie "Wer kann danach leichter wieder in den Beruf einsteigen?" und "Wer kann in seinem Beruf leichter auch in reduziertem Umfang arbeiten?" sinnvoll erscheint.

    Auch sonst bin ich nicht wirklich der typische "starke, besonders männliche Mann" - aber auch nicht total "verweiblicht".
    Mein Studium ist immer noch eher eine Männerdomäne, ich interessiere mich für Technik, Wissenschaft, etc.
    Ich betreibe zwei Sportarten, die eher als "Frauensportarten" gelten, finde dafür den typischen Männersport Fußball schon immer stinklangweilig.
    Als Kind war ich sicher nicht der clicheehafte fußballspielende, raufende, im Matsch rumrennende Junge; sondern habe viel lieber Lego gebaut (OK... auch eher was für Jungs) oder mit meinen Plüschtieren Tierarzt gespielt.

    Mein Thema :zwinker:

    Diese Frage lässt sich leicht mit zwei argumenten Beantworten, die die bestimmt viele Männer vom Job des Erziehers, o.Ä. abhält, auch wenn er ihn gerne machen würde:
    1. Der Verdienst ist gering; Aufstiegsmöglichkeiten kaum vorhanden.
    2. Als Mann, der Beruflich (oder auch Hobbymäßig als Sport-Trainer, Jungscharleiter, o.Ä.) mit Kindern zu tun hat, besteht ständig die Gefahr, dass der liebevolle Umgang mit den Kindern (also auch mal körperliche Nähe zulassen; in den Arm nehmen zum Trösten, usw.) von übervorsichtigen, durch den großen Medienrummel verunsicherten Eltern für einen Pädophilen gehalten zu werden. - Und wenn dieses (völlig falsche) Gerücht nur mal existiert, ist es nur eine Frage der Zeit, bis man seinen Beruf, o.Ä. aufgeben muss und - um noch ein halbwegs normales Leben führen zu können - in eine völlig neue Umgebung umziehen muss - immer Mit der Gefahr, dass das Gerücht doch wieder irgendwann auftaucht.
    Von daher ist ein solcher Job für einen Mann alles Andere als sicher.


    Allerdings finde ich es ziemlich schlecht, dass Kinder (und insbesondere Jungs) in einer so "verweiblichten" Welt der öffentlichen Erziehung und Bildung aufwachsen. (Damit meine ich vor allem Kindergarten und Grundschule)
    Viele Jungs neigen doch eher zu kleinern Raufereien, usw., bzw. allgemein zu einem etwas "wilderem" Verhalten als gleichaltrige Mädchen, die sich oftmals doch eher "ruhig und lieb" verhalten.
    Und insbesondere viele Erzieherinnen und Lehrerinnen wollen dieses Verhalten nicht wirklich akzeptieren oder tolerieren.
    Sie erklären das ruhige und liebe Verhalten der Mädchen als besonders gut und versuchen, das wilde Verhalten der Jungs zu unterdrücken.
    Männliche Erzieher und Grundschullehrer können mit diesem "wilden" Verhalten der Jungs wohl mehr anfangen und würden dieses nicht gleich als "schlecht und böse" ansehen.


    Aber ganz wichtig!!! - Ich bin ein Gegner von irgendwelchem "Gender Mainstreaming".
    Ich bin für Gleichberechtigung in allen nicht geschlechtsspezifischen Bereichen, aber keine gewaltsame Gleichmacherei.
    Und ich bin für eine sinnvolle Berücksichtigung geschlechterspezifischer Besonderheiten.
     
    #15
    User 44981, 22 November 2008
  16. User 75021
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    Natürlich bin ich mit ihm zusammen, weil er ein Mann ist :grin:
    Aber nur körperlich, denn ansonsten ist er mir sehr ähnlich.
    Ich finde Gemeinsamkeiten wichtiger als Unterschiede, denn dadurch entstehen die meisten Streitereien.
    Wenn man ähnlich denkt und fühlt ist die Beziehung um einiges harmonischer.
    Ich brauch keine Spannungen in meiner Beziehung.

    banane0815 :anbeten: Genau so etwas meine ich. Super Einstellung!
     
    #16
    User 75021, 22 November 2008
  17. User 18889
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    Ich sehe das sehr geteilt. Ich halte nichts davon, wenn Kinder zu weinerlich sind. Mir wurde oft gesagt: "Ein Indianer kennt keinen Schmerz" und meistens hat das geholfen. Wenn wirklich was weh tat oder schrecklich war, wurde ich natürlich trotzdem getröstet, aber der Indianer-Spruch wurde desöfteren benutzt und ich empfand ihn nie als schlimm. Was einen nicht umbringt, macht einen härter. In der Schule etc. ist ja auch keine Mama da, die einen tröstet, wenn man hingefallen ist. Da habe ich mir bestimmt manchmal den Spruch ins Gedächtnis gerufen.

    Ja, ich gehöre sogar zu den Leuten, die ihrem Kind, sofern es ein Junge wäre, mit Sicherheit keine Puppen zum Spielen geben würden. Solche Jungs wurden in meiner Kindheit schon ausgelacht und ich weiß, dass das teilweise immer noch so ist. Es gibt doch genug Spielzeug wie Lego, Autos oder Malkram. Für mich passt es nicht zum Bild eines kleinen Jungen, dass dieser mit Puppen oder Barbies spielt.

    Weinende Männer mag ich ebenfalls nicht so gern, siehe anderer Thread. Ich mag allgemein viel Rumgeweine nicht und erst recht nicht bei Männern.

    Andererseits finde ich es nicht schlimm, wenn ein Mann die Elternzeit für sich beansprucht. Da es aber leider noch nicht der Regelfall ist, dass die Frau genauso viel oder sogar mehr verdient, ist das oft nicht wirtschaftlich. Deshalb bleibt eben die Frau Zuhause bei den Kindern.

    Den Haushalt sollte meiner Meinung nach großteils die Person führen, die mehr Zeit Zuhaus verbringt. Es ist wohl etwas unfair, wenn ein Mann 45 Stunden arbeitet, die Frau nur 20 und der Mann dann noch die Hälfte des Haushalts erledigen soll. Arbeiten beide gleich viel, kann man das gut teilen. Ich bin übrigens noch nie auf einen Mann gestoßen, der sich diesbzüglich geweigert hätte.
     
    #17
    User 18889, 22 November 2008
  18. spätzünder
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    Frage 1: Nein, ich halte mich nicht für emanzipiert. Wie du schon sagtest, sind unsere Ungleichstellungen zwischen Mann und Frau gesellschaftlich bedingt. Die Emanzipation des Mannes (Emanzipation=Eigenständigkeit) kann daher nur eine gesellschaftliche Handlung sein, und nicht eine Solala-Entscheidung, die jeder für sich selbst treffen darf. Männlichkeit und Weiblichkeit sind gesellschaftliche Aufspaltungen der Menschheit in zwei "Klassen", und zwar einzig zum Zweck der Kapitalverwertung. Männer sollen sich auf dem Schlachtfeld des Marktes beweisen, daher sollen sie dort keine Gefühle oder Weichheiten zeigen. Frauen hingegen sind in der Moderne per se für den kapitalistisch nicht-reproduktiven, aber dennoch notwendigen Teil der Menschheit zuständig: Erziehung, Hauspflege, generell Pflege anderer Menschen, Passivität, Gewaltlosigkeit, Reden etc..
    Die Emanzipation des Mannes muss also zugleich auch eine Emanzipation der Frau sein. Das Ende des Feudalsystems brachte ja auch nicht nur das Ende der patrimonialen Sklaverei mit sich, sondern auch das Ende der Sklavenhalter.

    Und ich halte mich deshalb nicht für emanzipiert, weil man sich alleine einfach nicht von einem Zustand emanzipieren kann, der gesellschaftlich erzwungen ist. In Schulgeschäften ist mir vor einiger Zeit erst aufgefallen, wie schon kleine Kinder zu Männern und Frauen erzogen werden. Die Schulutensilien für Jungen sind mit irgendwelchen Brutalo-Kerlen (Turtles, Dragonball Z, Knight Rider etc.) verhässlicht, und die Utensilien für die Mädels überwiegend in pinken oder rosa Farben gehalten und mit weiblichen Comicfiguren (Minnie Maus, Barbie), Ponies oder sonstigen verniedlichten Dingen verziert.
    Beim Nachhilfeunterricht, den ich damals einer Gymnasial-Schülerin gab, stellte ich fest, dass Jugendliche im schulischen Aufklärungsunterricht immer noch den Blödsinn erzählt bekommen, dass es ganz natürlich und biologisch logisch ist, wenn Mädchen in der Pubertät anfangen, sich zu schminken und dumm rumzukichern, während heranwachsende Jungen sich ständig gegenseitig in die Fresse schlagen und eine Proletensprache entwickeln, um damit anderen zu imponieren. Homosexualität wird auch in heutigen Schulbüchern immer noch als etwas irgendwie Abnormes dargestellt, dem nach zehn Seiten sexistischer Hetero-Aufklärung nur eine Seite gewidmet wird. Von weiteren menschlichen sexuellen Orientierungen wie Transsexualität, Fetisch, BDSM, Rollenspiel, Voyeurismus/Exhibitionismus wird gar nicht erst gesprochen.

    Und zur letzten Frage: Ein emanzipierter Mann würde sich für mich dadurch auszeichnen, dass er einfach selbst wählen kann (natürlich nur innerhalb der Grenzen des 'Erlaubten'), welche sexuellen Orientierung er haben will. Aus meiner Sicht gibt es nämlich so viele sexuelle Ausrichtungen, wie es Menschen auf der Welt gibt. Aber eine solche Selbstbestimmung wäre eben nur in einer Gesellschaft möglich, die eine Aufspaltung der Menschen in 'männlich' und 'weiblich' (oder gar 'Mann' und 'Frau') nicht mehr kennt.
     
    #18
    spätzünder, 22 November 2008
  19. desh2003
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    Es gibt also keine männlichen Charaktereigenschaften, die du an deinem Partner liebst?
     
    #19
    desh2003, 22 November 2008
  20. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    Verheiratet
    Die Frauen der zweiten, neuen Frauenbewegung waren bereit das Private politisch zu machen. Besonders seit diesem Zeitpunkt waren und sind Frauen bereit sich auf das Abenteuer Arbeit einzulassen. Sie adaptierten schnell. Seither teilen sich Frauen und Männer die Berufswelt, wenn auch zu ungleichen Teilen in vielerlei Hinsicht. Das Problem: Der Mann drang nicht mit gleichem Elan in die Welt der Kindererziehung und der Haushaltsführung ein.

    Wenn man einem Jungen sagt, dass er gefälligst aufhören soll zu weinen, weil man ihn unbewusst in die akzeptierte Rolle des Mannes einführen will. Genauso wenig gut ist es, Mädchen einfach weinen zu lassen, weil das ebenso ihrer angeblichen Rolle entspricht. Sind solche Rollen nicht bloß ein Konstrukt unserer Gesellschaft?

    Du sagst, das Männer belächelt und nicht ernst genommen werden, wenn sie weinen. Aber wer ist es, der sich belächelt und nicht ernst nimmt? Die gesamte Gesellschaft? Sicherlich ist der Prozentsatz höher bei Männern als bei Frauen. Es gibt doch inzwischen genug Frauen die es befürworten, wenn Männer ihren Gefühlen auch durch Tränen Ausdruck verleihen.

    Ich vermute es wird noch mindestens zwei, drei Generationen dauern, bevor ein Mann, der seinen Anspruch auf Vaterschaftsurlaub für längere Zeit als zwei, drei Monate in Anspruch nimmt, überhaupt auch nur toleriert wird, von akzeptiert und vollkommen ernst genommen mal ganz zu schweigen. Wobei auch hier die Männer bei der Akzeptanz den Frauen hinterher hinken. Einfach weil Frauen seit Jahren die Bereiche Beruf und Familie vereinen und Männer sich Zeit lassen.

    Ja, die traditionelle Rollenvorstellung – besonders die des Mannes – beherrscht unser Denken und dies wird sich auch in den kommenden Jahren nur kaum merklich verschieben.

    Eines meiner Liebsten Exemplare von Mann und ich haben uns erst kürzlich über genau dieses Thema unterhalten. Während ich für absolute Gleichstellung bzw. Anerkennung der Idee und Rolle "Frau" bin, ist er zwar "leicht" emanzipiert, aber leider keineswegs soweit, wie ich ihn gerne hätte. Er würde ein wenig im Haushalt mithelfen und gerne auch seinen Teil zur Kindererziehung beisteuern. Allerdings keinen 50:50 Anteil. Der Mann verdient mehr und die Frau arbeitet dafür mehr, insofern man Hausarbeit als Arbeit wertet.

    Übrigens: Wenn man dies tut, dann verrichten Frauen etwa 80% der Arbeit auf dieser Welt, bekommen dafür nur 10% des verfügbaren Geldes auf dieser Welt und Frauen besitzen lediglich 1% der Rohstoffe auf dieser Erde. Habe ich erst neulich gelesen, sollte einem zu Denken geben!
     
    #20
    xoxo, 22 November 2008

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