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  • Nutt3la
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    nicht angegeben
    6 Mai 2009
    #1

    Diebstahl durch Chatten möglich?

    Meine Mutter sagte mir heute Mittag, dass Sie der Meinung sei, ein Unternehmen könnte seinem Mitarbeiter die fristlose Kündigug erbringen. Wenn also ein Mitarbeiter wärend seiner Arbeitszeit am Chatten ist - dieses hat dann mit dessen Aufgabenbereich nichts zu tun - kann dieses eine fristlose Kündigung sein, da es laut Aussage des Chefes Diebstahl ist! Es betrifft nun niemanden direkt, habe es wie gesagt nur gehört und halte es nach wie vor für suspekt.

    Denn es wird dem Unternehmen ja nichts entwendet. Sehe ich das richtig oder bin ich da auf dem falschen Weg?
     
  • Peter007
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    6 Mai 2009
    #2
    Wegen Diebstahl ganz sicher nicht, weil der Tatbestand nicht annähernd erfüllt ist.

    Ob andere Gründe bestehen kann ich dir nicht sagen..
     
  • Tornadin
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    vergeben und glücklich
    6 Mai 2009
    #3
    Naja, denke auch nicht unbedingt, dass es Diebstahl auf den Kern trifft, aber eine fristlose Kündigung sollte durch ein solches Verhalten trotzdem allemal gerechtfertigt sein.
    Schließlich schadet die Person durch nicht erbringen der von ihr geforderten Leistungen doch ganz eindeutig und absichtlich dem Unternehmen.
    Das ist ja nicht ein Fehler, der aus Versehen mal passiert, sondern ein bewusstes Fehlverhalten.
     
  • Flowerlady
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    6 Mai 2009
    #4
    Der Arbeitsgeber hat durchaus ein Recht, die private Nutzung des Internets während der Arbeitszeit zu verbieten. Hält sich der Arbeitnehmer dann nicht daran, darf auch gekündigt werden.

    Mit Diebstahl kann man da zwar nicht argumentieren, aber an sich ist es doch logisch, dass man auf der Arbeit keinem privaten Zeitvertreib nachgehen sollte, da man in der Zeit eben nicht seiner Arbeit nachgeht und dem Arbeitgeber dadurch ein Schaden entsteht.
     
  • Skandha
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    nicht angegeben
    6 Mai 2009
    #5
    Kommt auf den Einzelfall an, allerdings ist das im Buerokratieland Deutschland meist an den Arbeitsvertrag gebunden.

    Zum Beispiel kann ein Chef dich nicht einfach ausspionieren und rauswerfen. Er muss es vorher ankuendigen, sonst ist eine Kuendigung meines Wissens nicht rechtsgueltig.

    Am besten du fragst einen Anwalt oder googlest nach eindeutigen Quellen. :zwinker:
     
  • Nutt3la
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    nicht angegeben
    6 Mai 2009
    #6
    Ich wollt schon sagen :grin:

    Ne also meine Mutter meinte es so: Diebstahl deshalb, da der Arbeitnehmer ja nicht seine ihm aufgetragenden Tätigkeiten nachkommt, trotzallem aber immer noch 100% des Gehaltes. Also volles Gehalt, aber halt nur 50% arbeiten. Also meinte Sie, dass der Arbeitnehmer somit "Lohn" entwendet bzw. diesen Teil des Lohnes zu unrecht erhält.
     
  • Studiosus
    Studiosus (30)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Single
    6 Mai 2009
    #7
    Der Arbeitnehmer "klaut" dann ja seinem Arbeitgeber Arbeitszeit, die er ihm schuldet.
     
  • 4more_boy86
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    6 Mai 2009
    #8
    Kündigung wohl gerechtfertigt, aber Diebstahl ist das definitiv nicht...Stichwort "strafrechtliches Analogieverbot"!
     
  • User 20579
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verheiratet
    6 Mai 2009
    #9
    Das kommt halt davon, wenn Laien juristische Sachverhalte so wiedergeben, wie sie sie verstanden haben :zwinker:

    Es rechtfertigt eine Kündigung - ggf. auch fristlos - aber mit Diebstahl hat das rein gar nichts zu tun.
     
  • Annika86
    Annika86 (31)
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    7 Mai 2009
    #10
    Na, wo bleibt denn die Schließung wegen "verbotener Rechtsberatung"? :grin:
     
  • User 67523
    User 67523 (40)
    Sehr bekannt hier
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    nicht angegeben
    7 Mai 2009
    #11
    Uebersteigerte private Internetnutzung ist allemal ein Kuendigungsgrund.
    Ob's noch eine Warnung braucht, oder ob eine fristlose Entlassung gerechtfertigt ist, weiss ich nicht abschliessend bzw. juristisch korrekt, es haengt aber von einigen Dingen ab.
    Wenn Deine Nutzung nicht ueberwacht wird, und der Arbeitgeber ploetzlich irgendwie verlaesslich korrekt herausfindet, dass Du Dich ueber laengere Zeit zu einem grossen (was auch immer das heisst...) Teil Deiner Zeit privat im Internet betaetigst und die Arbeit darunter leidet (e.g. bei einer gelangweilten Empfangsangestellten, die einen Besucher und zwei Telefonate am Tag zu erledigen hat, ist Zweites natuerlich nicht erfuellt) reicht's ganz sicher fuer eine fristlose Entlassung.
    Wenn der Arbeitnehmer engmaschig ueberwacht wird, und starke private Internetnutzung laengere Zeit "aktiv" toleriert wurde, kann man nicht vom einen Tag auf den anderen die Leute fristlos rausschmeissen.

    Alles andere sind Graubereiche, aber grundsaetzlich stehen jegliche private Aktivitaeten am Arbeitsplatz eher schlecht da, wenn sie beginnen, Zeit/Nerven/Konzentration/... zu kosten. Der Arbeitgeber bezahlt die Zeit und hat ein Recht drauf, dass man einigermassen frisch und arbeitsfaehig auftaucht und sich waehrend der Arbeitszeit mit der Arbeit beschaeftigt.

    Internet-spezifisch kommt zudem noch dazu, dass ohnehin oft sehr leichtsinnig das Image des Arbeitgebers beschaedigt wird, in sozialen Netzwerken, etc., und beim Gebrauch von Infrastruktur des Arbeitgebers mehren sich die Risiken. (IP-Nummer(n) der Firma bei Forumeintraegen etc., Datenlecks/verluste/diebstahl, Viren beim Besuch "schlechter" Seiten) (Wenn Du beruflich eine Virenschleuder-Seite besuchst (e.g. eine verseuchte serioese Homepage, ...), ist's dem Arbeitgeber sein Risiko, bei privatem Gebrauch viel staerker Deines.

    Aber eben, voll von Graubereichen.
     
  • DarkSilver
    Gast
    0
    7 Mai 2009
    #12
    Die Bezeichung "Diebstahl" ist eben falsch... zu prüfen wäre, ob es sich um Betrug handelt.

    Du erhältst für das Bereitstellen der Arbeitszeit (X) dein Gehalt (Y).
    Der Chef zahlt also für (X) Stunden den Betrag (Y) und darf davon ausgehen, dass die Stunden auch für die Firma erbracht werden. Solltest du jedoch nur 50% der Arbeitszeit für die Firma erbringen und den Rest chatten, wird der Chef um den Rest betrogen, da er ja für die Gesamtzeit zahlt und deshalb Anspruch auf die Gesamtzeit hat. Eine Internetnutzung "im geringen Umfang", also vergleichbar mit einem privaten Telefonat kurzer Dauer wird jedoch an vielen Stellen geduldet bzw. ist in Arbeitsvereinbarungen u. ä. erlaubt. "Zwingen" dazu kann man seinen Chef aber eher nicht.

    Wie würdest Du reagieren wenn der Chef nur die Hälfte des Gehaltes auszahlt...

    Ich wär ja auch nicht unbedingt dafür, dass der Angestellte der Flugsicherung chattet, während er meinen Flieger "zu Boden bringt". Wenn er während seiner Pause seiner Frau eine E-Mail schreibt ist mir das aber egal....
     

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