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Diese ewige Fragerei wegen dem Beruf

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Glückskätzchen, 20 Januar 2006.

  1. Glückskätzchen
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Nabend die Damen und Herren!

    Neben meinen ganzen psychischen und physischen Problemen, wegen denen ich oft krank gestellt werden musste, belastet mich zurzeit immer stärker die Frage: Was nach dem Abitur?

    Ich glaube, ich war die einzige in der Klassenstufe, die wirklich seit dem 13. Lebensjahr sagen konnte: "Journalismus in Leipzig studieren". Ja, ich liebe den Journalismus, schreibe Artikel neben der Schule für Lokalzeitungen (z.B. über für mich erreichbare Veranstaltungen) und bin Chefredakteurin unserer sehr beliebten Schülerzeitung jetzt seit 4 Jahren. In dieser Zeit habe ich viel aus unserer Schulzeitung gemacht, glaubt mir.

    Mittlerweile musste ich meine Meinung ändern: ich werde keine finanziellen Mittel haben, um studieren zu können. Außer ich wohne weiterhin zu Hause. Ich wohne in S-A und es wäre dennoch zu weit, jeden Tag nach Leipzig zu fahren (logisch, sehr teuer), aber ich zweifel auch zurzeit an den Sinn des Studiums. 4,5 Jahre studieren, vorher 6 Monate ein Vorpraktikum, also fünf Jahre. Dann bin ich 24 und versuche einen Job zu bekommen, habe aber sicherlich nie etwas festes. Wenn ich in den Jorunalismus komme, dann am liebsten für Fernsehreports oder für z.B. Zeitungen wie den SPIEGEL. Zu solchen Dingen kommt man aber nicht mit einem blanken Studium, aber schon eher mit einer Ausbildung auf einer Journalistenschule. Aber auf die werde ich nie gehen können (denke ich, dennoch probiere ich alles dafür!), da die Anforderungen für mich zu hoch sind - vielleicht nicht die Ausbildung, ich kann es nicht einschätzen, aber der Eignungstest. Hier werden über die ganze Welt Fakten abgefragt, die ich nur wissen könnte, wenn ich seit der 7. Klasse wöchentlich den SPIEGEL lese oder so.

    Was noch möglich wäre? Politikwissenschaft, Lehramt, Psychologie, Design (Modedesign oder Modejournalismus) und so weiter. Aber alles dauert so lange, ich habe keine Möglichkeit auf Bafög (denke ich mal) und meinen Eltern fünf Jahre auf der Tasche liegen, die das eh kaum bezahlen können? Ich bezweifle, dass das gut geht. Und hier weiterhin wohnen kommt für mich kaum in Frage, weils hier Dauerstreit gibt und es null Atmosphäre gewährt.

    Eine Lehre wäre eine Möglichkeit, wenn es meinen Interessen entsprechen würde, allerdings möchte ich wirklich studieren. Besonders, weil ich den Wunsch habe, mich weiterzubilden. Ich möchte kein Abendstudium oder so, weil ich glaube, dass mir dann meine nötige Zeit fehlen würde. Sitze alleine heutzutage in der 12. Klasse so lange, dass ich täglich (außer Wochenende) um die 3-4h Schlaf abbekomme...

    Kann mir jemand etwas raten? Und wie kann ich bei Unis an Lesungen teilnehmen?
     
    #1
    Glückskätzchen, 20 Januar 2006
  2. Céleste
    Gast
    0
    Mmhhh... das finanzielle Problem kenne ich auch. Aber auswegslos? Warum denn? Bekommst du kein Bafög? Wohngeld?
    Wäre es nicht möglich, neben dem Studiem ein bisschen zu jobben (oder während der Semesterferien richtig hart ranzuklotzen)?
    Klar...das leben ist teuer, aber, wenn man sehr, sehr sparsam ist und ein klitzekleines WG-Zimmer nimmt...bei ALDI einkauft...etc.?
    Das dürfte doch auch in leipzig irgendwie möglich sein.
    Und wenn nicht Leipzig...andere Städte können auch schön sein. :smile:
    Um Journalistin zu werden brauchst du doch aber nicht unbedingt ein Journalistik-Studium(soll sowieso total langweilig und theoretisch sein - habe ich jedenfalls gehört).
    Ich kenne einen journalisten, der Germanistik und Geschichte studiert hat. Dann hat er ein Volontariat bei einer zeitung gemacht, wo man ihm den letzten "Schliff" verpasst hat. Jetzt arbeitet er als festangestelletr Redakteur bei einer Zeitung.
    Also...ich denke, viele Wege führen nach Rom. Informier dich mal bei der Berufsberatung.

    Und wenn Journalismus wirklich dein absoluter Traum ist, musst du den auch verwirklichen, oder zumindest alles dafür geben, ihn zu verwirklichen.
    Ich meine, dass ist ja mit fast allen Dingen so. Wenn man sich etwas so, so, so sehr wünscht, muss man an anderen Stellen Abstriche machen und oft einige Durststrecken erleben.
    Ich weiß, das ist nicht schön, aber lohnt es sich nicht, für einen Traum zu kämpfen?!


    Liebe Grüße
     
    #2
    Céleste, 20 Januar 2006
  3. JWill
    Gast
    0
    Momentan studiere ich auch. Glücklicherweise muss ich nicht allzu lange bis zur Uni fahren. Nur ne 3/4 Stunde. Kostenprobleme wegen ner Fahrkarte wirst du nicht haben. Für gewöhnlich gelten die Studentenausweisen auch als Fahrschein. D.H. du kannst immer mindestens von dir zu Hause bis zur Uni fahren ohne dafür zu löhnen. Wenn du Glück hast, kannst du mit dem Ausweis auch noch im gesamten Bundesland fahren.
    Was ist so schlimmd daran bei deinen Eltern zu bleiben?Du wirst die eh kaum noch zu Gesicht bekommen.
    Als Alternative bietet sich auch noch an, dass du vor dem Studium ne Ausbildung machst die du fürs Studium anrechnen lassen kannst. Dann fällt schonmal das Praktikum weg und du wärst defenitiv Bafögberechtigt.

    mfg und alles gute
     
    #3
    JWill, 20 Januar 2006
  4. Sternschnuppe_x
    Benutzer gesperrt
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    Single
    Ich weiß ja nicht, wo du studierst, aber bei uns kostet das Semesterticket (das man ja auch schon über den Studentenwerksbeitrag von ca. 50 Euro pro Semester mitfinanziert) zusätzlich noch 89 Euro pro Semester. Fahren kann man damit nur im jeweiligen Verbund, das heißt, wenn's blöd läuft und man gerade über der "Grenze" wohnt, muß man auch noch ein Anschlußticket haben, das kostet nochmal extra und zwar nicht zu knapp. Wär schön, wenn die Fahrten kostenlos wären, aber bei uns wollen sie das Ticket demnächst sogar bis 120 Euro/Semester raufschrauben...

    Sternschnuppe
     
    #4
    Sternschnuppe_x, 20 Januar 2006
  5. Schaky
    Schaky (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    ich bezahle 250 e pro semester für ticket und studiengebühren...

    leipzig ist aber wensentlich günstiger...
    mit nen semesterticket und nen anschlußticket dazu kommst du schon sehr sehr weit...und der lange anfahrtsweg sollte dir dein traumberuf/traumstudium schon wert sein...du kannst die zeit im zug ja zum lernen nutzen :smile:
    du kannst ja mal bei der bahn nachfragen die können dir sicher sagen wie teuer das werde würde

    gruß schaky
     
    #5
    Schaky, 21 Januar 2006
  6. User 12529
    User 12529 (31)
    Echt Schaf
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    7.208
    in einer Beziehung
    wenn deine eltern so das geld net grade über haben (klingt so), dürftest du sehr gute chancen auf bafög haben denke ich.

    wenn du ausziehst und ne eigene ohnung hast, sollte denk ich noch mehr bei rausspringen...

    kannst ja mal hier nen bisschen rumlesen, da stehen ganz gute infos www.bafoeg-rechner.de
     
    #6
    User 12529, 21 Januar 2006
  7. Ein gutes Allgemeinwissen wird nicht allein vom SPIEGEL abhängig sein:zwinker: , dass das jedoch Grundvoraussetzung sein dürfte, um ein Bewerbungsgespräch beim SPIEGEL-Verlag erfolgreich zu durchlaufen, dürfte bei der durchweg anspruchsvollen Leserschaft des Magazins nicht weiter verwundern, um auch künftig jene über die Grenzen deutschlands hinweg bekannte Qualität des Politmagazins gewährleisten zu können.
     
    #7
    einfachnurich01, 21 Januar 2006
  8. hmm
    hmm
    Gast
    0
    Man kann auch einen kleinen Kredit aufnehmen, um studieren zu können. :zwinker:
     
    #8
    hmm, 21 Januar 2006
  9. Glückskätzchen
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Ich meinte übrigens kein Bewerbungsgespräch oder so beim Spiegel, sondern einen Eignungstest an einer normalen Journalistenschule. Klar, ich kann Fragen beantworten, aber nicht wirklich 80% + ...

    Habe mir überlegt, so lang das auch dauert, halt zu jobben und alles mögliche zu tun... ich frage mich, ob es geht, Politikwissenschaft als Hauptfach und Journalistik als Nebenfach zu studieren? Danach könnte ich bei Bedarf immernoch auf die Journalistenschule...(Eignungstest dürfen nur einmalig gemacht werden, einmal verdonnert und ich bin weg vom Fenster :zwinker:)
     
    #9
    Glückskätzchen, 22 Januar 2006
  10. Locarnus
    Locarnus (31)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    Single
    also es gibt immer möglichkeiten, wenn man studieren will
    ein bisschen bafög plus 400€ job und dann müsste man auch erstmal einen grundbetrag haben
    damit kann man keine großen sprünge machen, aber das sollte ja selbstverstänglich sein

    und ne eigene wohnung ist purer luxus
    studentenwohnheim oder wg
    nicht bei den eltern wohnen und keine langen fahrtzeiten, da verpasst man nämlich das meiste, man ist nicht richtig integriert
    wenn die anderen was gemeinsam machen, muss man nach hause, weil der weg so weit ist... das ist einfach nur mist

    also wie gesagt, bafög und jobben
    und besonders in so ner günstigen stadt wie leipzig sollte da schon was zu machen sein

    und das mit dem spiegel lesen:
    ich les jeden morgen beim frühstück die wichtigsten themen auf spiegel.de
    das ist nämlich topaktuell, seriös, übersichtlich und obendrein kostenlos!!
     
    #10
    Locarnus, 22 Januar 2006
  11. inaj
    inaj (34)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    Wenn studieren und Journalistin werden wirklich dein Traum ist ( und das klingt bei deiner Beschreibung so) - dann mach es auf jeden Fall. Deine Bedenken verstehe ich, aber wenn du wirklich willst sind sie kein Hindernis:

    1. bei vielen Berufen und besonders im Journalismus hängt viel vom persönlichen Einsatz und Elan ab - den hast du doch
    2. klar ist ein Arbeitsplatz nicht sicher, aber das ist in den meisten anderen Berufen auch so
    3. die meisten Studenten haben nicht viel Geld und schaffen es trotzdem (wenn deine Eltern nicht viel haben, bekommst du auch BAfÖG und wenn du ne eigene Wohnung hast bekommst du mehr Geld; Studentenwohnheime sind gerade in Leipzig relativ billig)

    Klar wird es nicht einfach und du musst durchhalten. Aber wenn du etwas erreichen willst, musst du eben viel tun. Das ist (fast) immer so im Leben.
    Kleine Ansprüche - einfach
    Große Ansprüche - schwierig

    Du hast die Wahl!
     
    #11
    inaj, 23 Januar 2006
  12. SirLurchi
    Gast
    0
    Wenn du in Richtung Journalismus etwas machen willst, ist es eigentlich gar nicht wichtig, dass du auch eplizit Journalismus studierst. Wichtig ist bloß, dass du irgendwas studierst. Klingt komisch, ist aber so. Vielleicht wäre etwas Geisteswissenschaftliches sogar noch besser, aber das kann ich nur vermuten.
     
    #12
    SirLurchi, 24 Januar 2006
  13. User 4590
    User 4590 (33)
    Planet-Liebe ist Startseite
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    9.730
    nicht angegeben
    Sehr richtig. Ich würde sogar wirklich so weit gehen, zu sagen, es ist besser, ein Fach studiert zu haben, in dessen Bereich du später schreiben willst (also wenn du z.B. mal ins Feuilleton willst, dann studier Literatur, Kunstgeschichte o.ä.). Auf der Journalistenschule lernst du zwar das Handwerkszeug, aber wenn du da rauskommst, hast du keinen Schimmer von den Inhalten, die du in deinen Artikeln transportieren musst. Es ist weit besser, du eignest dir das Wissen über die Inhalte im Studium an, das Handwerkszeug lernst du dann im Volontariat, dafür brauchst du keine extra Schule.
     
    #13
    User 4590, 24 Januar 2006

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