Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

dominanzspiele: was reizt euch daran?(an die leute, die es mögen)

Dieses Thema im Forum "Liebe & Sex Umfragen" wurde erstellt von diskuswerfer85, 25 März 2010.

  1. diskuswerfer85
    Sehr bekannt hier
    3.198
    198
    838
    in einer Beziehung
    Ich kenne einige menschen die auf solche spielchen aus dem BDSM bereich stehen. Ich bin gerne ein wenig dominant, aber ich konnte nie nachvollziehen was menschen an extremeren formen(also in richtung domina, erniedrigung, "sexsklave" oder rape spielen finden), das kommt mir doch irgendwie befremdlich vor weil ich mit sex doch eher eine geteilte schöne erfahrung und ein gegenseitiges geben verbinde.

    Das soll jetzt keine wertung sein von mir, mich interessiert nur der gedankengang oder emotionale prozess der die befürworter an der sache anzieht.

    Also an die dominanten hier:
    Was reizt euch daran dominant zu sein?

    an die submissiven:
    Was reizt euch daran submissiv zu sein? ist da nicht ein gewisses unbehagen dabei?
     
    #1
    diskuswerfer85, 25 März 2010
  2. Shiny Flame
    Beiträge füllen Bücher
    6.934
    298
    1.627
    Verlobt
    Für mich liegt der Reiz darin, dass ich mit all meinen vielen Facetten geliebt und angenommen werde. Mit dem Teil, der gerne dominiert, dem Teil, der gerne einfach jede Verantwortung abgibt und nichts tun muss, und natürlich (weil wir ja auch sonst eine Beziehung haben) auch mit dem Teil von mir, der gerne zärtlich ist.

    Gegenseitiges Geben ist es doch trotzdem, wenn es in einer Partnerschaft oder Freundschaft passiert! Ich könnte meinen Freund niemals fesseln, demütigen oder ihm Schmerzen zufügen, wenn ich nicht ganz genau wüsste und in seinen Augen (und an anderer Körperstelle) sehen würde, wie sehr ihn das erregt!

    Was mich daran reizt? Nun, es ist eine Antwort, die nur für mich gilt und ich will damit keinesfalls sagen, dass jeder, der sich zärtlich fühlt, nun auch so agieren muss! Aber für mich ist es so, dass meine Fähigkeit, Liebe zu zeigen und zu demonstrieren, dadurch erweitert wird. Ich habe immer noch das ganze Spektrum, das ich früher hatte, Zärtlichkeit, Romantik, Nähe, Sex, Petting, Schmusen, Streicheln, Küssen, Knutschen, gemeinsam Baden, Lachen, Dirty Talk, Kerzenlicht, gemeinsames Musikhören, schnelles Autofahren...

    Aber jetzt habe ich noch viel mehr. Ich kann meine Emotionen auch zeigen, indem ich ihn zu meinem Eigentum mache, weil er so kostbar ist, dass ich ihn nie wieder hergeben will. Ich kann ihn demütigen und beschimpfen - und sage damit dem Teil in ihm, der oft Selbstzweifel hat, dass er genauso geliebt wird wie der ganze Rest von mir. Ich kann seine Psyche berühren, seine Ängste, sie triggern und ihn dann auffangen, und dieses Gefühl eines völlig erschöpften, an den Rand seiner Leidensfähigkeit getriebenen Mannes, der mich dankbar anschaut und sich an meine Schulter schmiegt, ist unbeschreiblich. Ich kann ihn mit gefesseltem Körper und verbundenen Augen dazu bringen, dass sein ganzes Universum für einen begrenzten Zeitraum nur noch aus mir, meiner Nähe, meiner Existenz besteht, aus der ängstlichen Erwartung dessen, was geschehen wird... Ich kann ihm körperliche (Schmerz-)Erfahrungen bescheren, die so intensiv sind, dass.... Schwer zu beschreiben.

    Ich kann meine Emotionen für ihn auch zeigen, indem ich devot bin. Indem ich mich hingebe, ihm meinen ganzen Körper und meine Seele zum Geschenk mache. Die körperlichen Schmerzerfahrungen genieße ich, da ich entsprechend veranlagt bin, das hat nichts mit Submissivität zu tun, aber auch da ist es schön einen Partner zu haben, der sie mir schenkt.

    Bis dahin ist es alles ein gegenseitiges Geben, was das normale Spektrum um vieles erweitert und die Möglichkeiten zur sexuellen Zweisamkeit vielseitiger und schöner werden lässt.

    ***

    Dann kommt noch der Teil, wo es wirklich zu etwas besonderem wird. Nämlich dass man in der Partnerschaft darüber redet. Darüber, was einem gefällt, was man sich vielleicht immer heimlich manchmal ersehnt hat und sich nie auszuleben getraut hat. Man erfährt: Mein Partner liebt mich auch mit diesen ganzen Teilen meiner Persönlichkeit, die von früheren Partnern vielleicht belächelt oder für krank befunden wurden. Das ist unglaublich erregend.

    Ich werde wirklich für das geliebt, was ich bin. Nicht für die Maske, die ich aufsetzen muss. Ich werde mit all meinen Teilen geliebt. Ich habe einen Partner, dem ich alles zeigen kann, was ich bin.

    Dann kommt noch der Teil, das manchmal halt doch etwas schief geht. Der oder die Dominante wird davongetragen und zu heftig, oder der Submissive erleidet einen Absturz. So etwas ist eine Herausforderung für die Partnerschaft, und sie bewältigt zu haben, ist auch noch mal wunderschön. Hey, mein Schatz liebt mich auch, wenn ich in den Seilen plötzlich zu weinen anfange, weil ich mich an irgendeine alte Verletzung erinnert habe! Wenn ich völlig hilflos bin und die Kontrolle verliere, sie wirklcih verliere, dann bin ich immer noch geliebt und werde gehalten! Und umgekehrt, wenn ich vor lauter sadistisch-dominanter Erregung auch die Kontrolle verliere und zu heftig zuschlage - dann wird mir verziehen!

    Man redet darüber. Man redet gemeinsam über Grenzerfahrungen, die man geteilt hat, über das, was man dabei erlebt hat, wie man sich gefühlt hat. Auch das bedeutet viel Nähe.

    ***

    Viele geteilte schöne Erfahrung, viel gegenseitiges Geben und Glücklich machen.

    Ich "befürworte" die Sache nicht, da sie nur dann funktioniert, wenn es halt dein Ding und das deiner Partnerin ist. Wenn nicht, werden diese schönen Glückserfahrungen, die ich damit verbinde, wohl auch nicht erlebt werden können. Ich weiß, dass es für viele Leute nichts ist, und das ist auch völlig in Ordnung so.

    Aber für mich halt schon. Nicht, weil ich meinen Freund verachte (wenn er devot ist) oder mich vor ihm fürchte und deshalb nachgebe (wenn er dominant ist), sondern weil ich ihn liebe und bewundere und diese Liebe und Bewunderung in allen "Sprachen" der Zärtlichkeit, denen ich mächtig bin, zeigen möchte.
     
    #2
    Shiny Flame, 26 März 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  3. User 49007
    User 49007 (29)
    Sehr bekannt hier
    2.977
    168
    299
    Verheiratet
    Sau schwer diese >Frage in Worte zu fasse, und so viel wie Flame kann und werde ich jetzt auch nciht darüber schreibem :tongue:

    Halt einfach das absolute Gefühl das einem der Partner alles jeden cm an sich anvertraut. Das er es natürlich selber liebt, mal im Bett herumkommandiert zu werden.
    Es geht nicht nur darum den anderen zu beherrschen und für sagen wir paar Stunden seinen Verstand zu haben sondern sein Vertrauen.
     
    #3
    User 49007, 26 März 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  4. BrooklynBridge
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
    5.857
    598
    5.380
    nicht angegeben
    Es ist schwer zu fassen. Vielleicht ist es einfach ein "mag es oder mag es nicht". Jedenfalls macht es Spaß, erregt und stellt auf seine weise eine innige Verbundenheit dar: Es erfordert viel beiderseitiges Einfühlen und auch eine Menge Vertrauen. Aber letztlich kann es vermutlich nur der verstehen, der Vergnügen daran findet.
     
    #4
    BrooklynBridge, 26 März 2010

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
Die Seite wird geladen...

Ähnliche Fragen - dominanzspiele reizt euch
NEVAD4
Liebe & Sex Umfragen Forum
31 Juli 2012
44 Antworten
Babymel
Liebe & Sex Umfragen Forum
22 Oktober 2011
72 Antworten
Mithrandir
Liebe & Sex Umfragen Forum
8 Dezember 2008
12 Antworten