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Doping

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von ProxySurfer, 22 Mai 2007.

  1. ProxySurfer
    Sehr bekannt hier
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    Single
    Stell dir vor du bist ein hochtalentierter Nachwuchs-Radrennfahrer. Du kannst in einem Profi-Rennstall sehr viel Geld verdienen. Dafür müsstest du aber (laut Manager, Arzt, Teamchef, Sponsor usw.) EPO, Wachstumshormone, Kortison usw. nehmen - ansonsten wirst du nicht die Leistung bringen dort mitzuhalten.

    Wie entscheidest du dich? Nimmst du das Zeug, weil du diesen Sport liebst? Oder brauchst du einfach das Geld? Oder machst du nicht mit?
     
    #1
    ProxySurfer, 22 Mai 2007
  2. desh2003
    Gast
    0
    Nehmen wir einen Profisportler, der damit seinen Lebenunterhalt verdient und der Trainer sagt: Friß Scheisse, damit bist du 0,2 Sekunden schneller.
    Was macht der Sportler? Er tut es.
     
    #2
    desh2003, 23 Mai 2007
  3. User 29377
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    nicht angegeben
    Ich würd's schon in Anbetracht des Tatsache bleiben lassen, dass im Endeffekt so ziemlich alle solche Machenschaften aufgedeckt werden. Und dann steh ich ziemlich bescheuert da und hab ein sehr geiles Karriereende, weil mein toller Toursieg nur durch das Spritzchen-stündlich-Programm möglich war ....
    Nee, danke.
     
    #3
    User 29377, 23 Mai 2007
  4. matze8474
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    vergeben und glücklich
    Ja das ist sehr großes Problem im ganzen Sport und nicht nur im Radsport, der im Moment leider zum Sündenbock gemacht wird

    Aber das Problem beim Radsport liegt nicht nur im Profibereich
    Ich bin bis vor ein paar Jahren selbst aktiv Rennen gefahren im Nachwuchsbereich bis hin zur Männerklasse

    Und ich sags euch, selbst da gibt es schon genug Leute die zu sind
    Man kann es diesen Leuten an den Augen und an ihrem Verhalten ansehen

    Die Versuchung ist sehr groß, etwas zu nehmen, da es einfach sehr viele machen und man glaubt in dem Moment nicht an die Folgen:kopfschue
     
    #4
    matze8474, 23 Mai 2007
  5. Miss_Marple
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    nicht angegeben
    Als Außenstehender ist es immer leicht zu sagen, nein, würde ich nie machen.
    Als bis dato sauberes Nachwuchstalent im Radsport hast du heute aber kaum eine reelle Chance, ganz nach oben zu kommen, wenn du sauber bleiben willst.

    Ich war bei kleinen Provinzrennen, die eigentlich nur für mich persönlich wichtig sind, mehrere Male Zweite oder Dritte hinter einer Athletin, die später wegen überhöhter Testosteronwerte gesperrt wurde :-(. Egal wie fit ich war, sie war immer fitter.
    Zum Glück muss ich mein Geld nicht mit Sport verdienen und will das auch gar nicht. Aber in solchen Situationen kann ich dann ansatzweise nachvollziehen, wie groß unter Umständen die Versuchung sein kann, mit unerlaubten Mitteln nachzuhelfen.
     
    #5
    Miss_Marple, 23 Mai 2007
  6. thomHH68
    thomHH68 (48)
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    nicht angegeben
    Gerade bei diesen Höchstleistungs- und Ausdauersportarten frage ich mich, ob man die immer steigenden Anforderungen überhaupt noch ausschließlich mit Talent oder physischen/psychischen Vorteilen durchhält. Und immer wieder wird die Sportmedizin Methoden entwickeln, die letzten Endes als Doping gekennzeichnet, und bis dahin von jedem ambitionierten Sportler genutzt werden.
    Als Außenstehender kann man im Übrigen leicht den Zeigefinger erheben, daher kann ich nicht sagen, für was ich mich entscheiden würde, denn mit fast jedem Sport geht ein gewisser Nachteil aus.
    Ich behaupte mal, dass man einen Unterschied dahingehend machen kann, ob eine/r den Sport "nur" aus reiner Leidenschaft ausübt oder mit diesem erfolgreich sein will. Macht jemand es aus Leidenschaft, dann würde er/sie vielleicht auf Hilfsmittel eher verzichten können, als jemand, der/die erfolgreich sein will. Und um erfolgreich zu sein ist jedes Mittel recht (solange man nicht dabei erwischt wird, versteht sich).
     
    #6
    thomHH68, 23 Mai 2007
  7. CCFly
    CCFly (36)
    live und direkt
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    Verheiratet
    ich such mir nen anständigen sport, bei dem man keine drogen braucht.
     
    #7
    CCFly, 23 Mai 2007
  8. desh2003
    Gast
    0
    Das soll keine Rechtfertigung für Doping sein, sondern nur ein Einblick in die Denkensweise geben:

    Als Athlet zählt immer der Glaube an MEHR, es gibt immer ein MEHR an Leistung: Eine bessere Zeit, ein höheres Gewicht, eine größere Weite, mehr Muskeln, mehr Geschwindigkeit... Man ist quasi ein Junkie dieser unbegrenzen Leitungsillusion, wenn Sport dein Leben ist, ist das die Ersatzreligion (es geht "immer" was; wenn man mit einer anderen Einstellung drangeht, hat man schon verloren). Irgendwann kommt für ganz viele die Erkenntnis, dass man nie zur richtigen, bleibenden Weltspitze gehören wird, dass es eine obere Schranke gibt. Es gibt kein MEHR mehr und man wird immer (wenn überhaupt) in der 2. Reihe bleiben, es hört auf bevor es richtig angefangen hat.
    Aber vielleicht gibt es was, womit man seine Leistung doch steigern kann, auch wenn es nicht im Rahmen der eigenen, schaffbaren Möglichkeiten liegt und man auf Mittel zurückgreifen muss, die von außen kommen ...aber man merkt, da ist wieder Platz nach oben.

    Aber für ganz gefährlich halte ich den Trend, dass es nicht nur Leute im Hoch-/Höchstleistungssport betrifft, sondern auch viele, die auf der Stufe zwischen Breiten- und Wettkampfsport stehen (z.B. Bodybuilding und Ausdauersportarten).
     
    #8
    desh2003, 23 Mai 2007
  9. Schäfchen
    Schäfchen (36)
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    Es ist kompliziert
    Jeder Radler dopt, nur viele schaffen es halt, genau an die Maximalwerte des Zugelassenen zu kommen und nicht drüber. Und evtl. hat ja wieder mal jemand nen Stoff entdeckt, der zum jetzigen Zeitpunkt nicht nachgewiesen werden kann.
    Ich verdien lieber ehrlich 1000-3000€ im Monat als meinen Körper kaputtzumachen, aber wenn man schonmal soweit ist, auf dem Weg zu Profisportler, halt ich alles für möglich.
     
    #9
    Schäfchen, 23 Mai 2007
  10. desh2003
    Gast
    0
    ... im Höchstleistungssport machst du eh deinen Körper kaputt, da du ihn eh stärker belastest als dieser regenerieren kann.

    Das gesündeste, dem man sich langfristig aussetzten kann ist Breitensport (bis zur Grenze zum Leistungssport).
     
    #10
    desh2003, 23 Mai 2007
  11. Miss_Marple
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    nicht angegeben
    Das ist echt total krass. Irgendwo hab ich neulich was gelesen, dass bei einem stinknormalen Stadtmarathon 10-30% der Starter als "gedopt" gelten müssten. Wenn man die ganzen Nasensprays etc, die auf der Dopingliste stehen, dazuzählen würde, läge der Anteil noch höher. Weiß grad leider die Quelle nicht.
     
    #11
    Miss_Marple, 24 Mai 2007
  12. anjep
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    nicht angegeben
    Also ich würde Profisportler die es tun sofort für ihr ganzes Leben speren und von der Sportart ausschliessen ohne wenn und aber.
    ich meine die mesten Sportler bekommen dann ne Geldstrafe und paar Monate sperre und was dann? Sobald Graß drüber gewachsen ist machen die es wieder (na soviel zu Thema fairer Sport)
    :kopfschue
     
    #12
    anjep, 24 Mai 2007
  13. Annika86
    Annika86 (30)
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    Diese Pressekonferenz heute war ja wohl der Gipfel. Da setzt sich dieser Zabel hin und heult wie ein kleines Kind, um sich auch noch Mitleid zu erheischen. Da fragt man sich schon: Sieht dieser Mann sich eigentlich als Opfer oder als Täter? Und dann dieses gespielte Erstaunen der Medien: Was, noch einer, der gedopt hat?

    Die einzig sinnvollen Konsequenzen wären jetzt:
    - T-Mobile trennt sich ohne Wenn und Aber vom Radsport und jagt die vollgepumpten Fahrer, Trainer, Manager und sonstige Leute zum Teufel. Das ist notfalls von der Bundesregierung als Vertreter des größten Telekom-Aktionärs Bundesrepublik durchzusetzen.
    - ARD und ZDF geben bekannt, daß die diesjährige Tour nicht übertragen wird (was ja auch sinnlose Gebührenverschwendung erspart)

    Außerdem sollte die Öffentlichkeit sich mal klar machen, daß im Leistungssport wahrscheinlich fast alle gedopt sind, nicht nur im Radsport.
     
    #13
    Annika86, 25 Mai 2007
  14. British_Bulldog
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    nicht angegeben
    Wer ernsthaft glaubt, dass man in irgendeiner Sportart sehr erfolgreich sein kann, in der man primär Kraft, Ausdauer oder Schnelligkeit braucht und dies ohne Doping schaffen kann, der muss hinter dem Mond leben. Ist doch wohl klar, dass da alle ausnahmslos bis oben hin voll sind. Je weniger Spielintelligenz oder sonstige geistige Fähigkeiten gebraucht werden, desto höher die Wahrscheinlichkeit. Obwohl ich auch schon einmal gelesen habe, dass auch im Bogenschießen gedopt wird, damit man eine ruhigere Hand hat...
    Ich bin froh, dass mal nicht auf dem Bodybuilding rumgehackt wird, sondern es mal eine andere Sportart erwischt hat. :cool1:
     
    #14
    British_Bulldog, 25 Mai 2007
  15. Miss_Marple
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    nicht angegeben
    Nein.
    Doping kommt in allen Sportarten vor, in einigen ist es verbreiteter als in anderen. Und in einigen Sparten mag es so sein, dass man ohne Hilfsmittel nicht mehr ganz nach oben kommen kann.
    Aber nach wie vor kann man auch sauber sehr erfolgreich sein, man muss sich seine Ziele halt etwas anders stecken. Soviel Glaube an das Gute im Menschen muss sein :engel_alt:
     
    #15
    Miss_Marple, 25 Mai 2007
  16. shabba
    Gast
    0
    ich entschuldige mich an dieser stelle bei meinen fans, die ich jahrelang belogen und betrogen habe. ja, auch ich habe mich des doping-vergehens schuldig gemacht. die oeffentlichkeit muss an dieser stelle jedoch auch aufwachen und sehen, dass derartige hoechstleistungen im grenzbereich, die ich ueber jahren hinweg gebracht habe, ohne doping ueberhaupt nicht moeglich sind. ich habe anfangs aktiv nach dopingmitteln nachgefragt und danach systematisch ueber jahre hinweg dopingmittel konsumiert. ich habe dabei in kauf genommen, dass meinen fans nun der glaube an einen sauberen sport fuer immer fehlen wird - allerdings habe ich es immer in dem glauben getan, dass man es mir nie nachweisen koennen wird.

    in zusammenarbeit mit meinen aerzten, ohne die ein derart systematisches doping nie moeglich gewesen waere, habe ich in kuren wochenendweise systematisch mit ethanol in verschiedenen generika dedopt. meinem koerper habe ich dabei auch großen schaden zugefuegt, jedoch war dies gegenueber meinen und vor allem auch den oeffentlichen anforderungen an meine hoechstleistungen sekundaer. in einer welt, in der es immer nur um hoeher, schneller, weiter geht, habe ich den kontakt zur realitaet verloren und habe mich mitreißen lassen - denn ohne doping haette ich schnell keine chance gegen meine mitbewerber mehr gehabt.

    man muss sehen: auch wenn nun viele meiner kollegen zugeben, "mal" eine kur gemacht zu haben (ironischerweise alles laenger als fuenf jahre zurueckliegend, um eine verjaehrung wegen der strafverfolgung zu erwirken), muss man doch deutlich sagen: jeder einzelne von uns profis dopt ueber jahre hinweg konstant und nicht nur "mal eine woche". da gibt es keine ausnahme.

    ich habe fuer mich aus dieser sache konsequenzen gezogen und ziehe mich aus dem aktiven hochleistungssport zurueck. vermissen werde ich die samstagabendlichen triumphgefuehle, aber genießen werde ich mein nun reines gewissen. ich hoffe, dass ich hierdurch einigen meiner kollegen die augen oeffnen kann und sie motivieren kann, reinen tisch zu machen.

    ich bitte deshalb alle weiteren dopingsuender, hier ihre suenden zu gestehen. es ist der einzige weg.
     
    #16
    shabba, 25 Mai 2007
  17. User 48403
    User 48403 (47)
    SenfdazuGeber
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    nicht angegeben
    Ein Sport, wo man diverse Chemiebomben einnehmen muss, um überhaupt mithalten zu können, ist meiner Ansicht nach kein Sport mehr. Die TDF-Fahrer der 'heroischen Epoche' hatten damals viel höhere Leistungen erbracht als heute: Die Tour war länger/Etappen um 400 km/Kalorien mussten mit Steaks und Bier erbracht werden:cool1: /Fahrräder hatten keine Gangschaltung.
    Das ging alles ohne Doping (es gibt aber Hinweise, dass damals schon Absinth und Koks als Aufputschmittel genommen wurden)
    Gedopt wurde, soweit ich weiss, erst seit den 60er Jahren mit Amphetaminen,u.ä.

    Off-Topic:
    Ich dope auf Bergtappen trotzdem - mit Bananen und Cola :-D
     
    #17
    User 48403, 25 Mai 2007
  18. British_Bulldog
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Klar, wenn du den Sieg in [hier x-beliebiger Name eines Kuhdorfes mit einer Handvoll Starter/Wettkämpfer einfügen] als erfolgreich wertest, dann stimme ich dir zu. Ansonsten siehe erster Post von mir...
     
    #18
    British_Bulldog, 26 Mai 2007
  19. Miss_Marple
    Meistens hier zu finden
    4.527
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    nicht angegeben
    Ich rede nicht von mir, falls du das meinst, sondern bin insgesamt der Meinung, dass man (nicht ich!) auch ohne Doping erfolgreich sein kann. Man muss dann halt in Kauf nehmen, dass es vielleicht nicht ausreicht, um mit der absoluten Spitze mitzuhalten, aber hartes Training, entsprechende Ernährung und Lebenswandel, gepaar mit einer guten Portion Talent, können nach wie vor ausreichen, um sehr gute Leistungen zu erzielen.
    Ich finde dieses "alle, die besser sind als ich, müssen gedopt sein" und "ohne Doping geht heute gar nichts mehr" genauso zum Kotzen wie einen völlig naiven Glauben an die Sauberkeit des eigenen Sports.
     
    #19
    Miss_Marple, 26 Mai 2007
  20. British_Bulldog
    Verbringt hier viel Zeit
    78
    91
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    nicht angegeben
    Erstens ist mir das egal, wer besser ist als ich. Nur weil ich der Wahrheit ins Auge blicke, muss ich nicht neidisch sein (das ist so eine typische Keule. Keine Argumente mehr, dann unterstellt man dem anderen Neid *gähn*). Und zweitens würde mich doch mal stark interessieren, was sehr gute Leistungen sind? Meiner Meinung nach sind die ersten Plätze bei deutschen Meisterschaften in folgenden Kategorien ohne Doping nicht zu erreichen: Kugelstoßen, Bodybuilding, Fahrradfahren, Marathonlaufen, 100m-Sprint, Schwimmen usw. usf., um nur ein "paar" Sportarten zu nennen. Für mich sind sehr gute Leistungen, wenn ich davon zumindest halbwegs leben kann.

    Das soll hier jetzt nicht ausufern. Aber zu sagen, dass man ohne Doping was erreichen kann, empfinde ich als weltfremd. Die Zeiten sind lange vorbei...
     
    #20
    British_Bulldog, 26 Mai 2007

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