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Dreamworld - die Geschichte eines Wolfes, die Geschichte einer Liebe

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von Haika Ree, 9 Oktober 2006.

  1. Haika Ree
    Haika Ree (26)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Es hatte gefroren. Raureif bedeckte Gras, Bäume und Büsche und der Boden war steinhart. Als Laikan die Augen öffnete, blendete ihn das Glitzern und Funkeln der Sonnenstrahlen die sich in jedem noch so kleinen Eiskristall spiegelten und das Tal zum Strahlen brachten. Der kräftige, kastanienbraune Rüde, dessen Fell auch die ein oder andere helle Strähne aufwies, erhob sich und trabte über die Wiese in den Wald. Bei jedem Schritt knirschten die gefrorenen Halme unter seinen Pfoten. Der Waldboden war noch von einer dicken Laubschicht bedeckt. Sie würde erst in einigen Wochen größtenteils verrottet sein. Noch wahren viele kleine Waldbewohner am Werk die sich auf ihren Winterschlaf vorbereiteten, oder sich einfach nur einen Vorrat an Nahrung anlegten. Ein kleines Eichhörnchen flitzte nur kurz vor Laikan einen Baum hinauf und verschwand in einer kleinen Höhle. Neugierig streckte es seinen Kopf heraus und beobachtete den Wolf. Als es den Erdboden wieder für sicher hielt, hüpfte es den Baum wieder hinab und fuhr fort nach Nahrung und nistmaterial zu suchen. Laikan lauschte aufmerksam auf seine Umgebung. Er mochte es sich in andere Wesen zu versetzen, ihr Leben zu verfolgen und von ihnen zu lernen. Nach einer Weile kam der junge Wolf an einer Lichtung an, die von einem kleinen Bach durchtrennt war. Hier fand er auch den Rest seines Rudels. Seine Mutter Lara wartete bereits auf ihn. Seine zwei jüngeren Geschwister Nu und Kaski, die fast zwei Jahre alt waren, lagen etwas Abseits unter einer großen Buche. Als Nu ihn kommen sah, sprang sie auf und lief zu ihm. „Wo warst du, Bruderherz? Ich hab dich vermisst!“ Sie begrüßte ihn freundlich und fuhr mit ihrer Zunge über Laikans Schnauze. Er lächelte sie an und setzte sich. Der Bach war teilweise schon zugefroren, doch durch die Strömung war er an mehreren Stellen wieder aufgerissen. „Mutter, wo sind Lumian und die Welpen?“ Lara setzte sich neben ihn. „Nino, Janjii und Kasimir sind mit deinem Vater auf Entdeckungsreise gegangen!“ Sie grinste. „Die drei sind so neugierig, sie haben Lumian beinahe dazu zwingen müssen mit ihnen wegzugehen!“ Laikan streckte sich und ließ sich auf den Boden fallen. Er war der älteste Sohn von Lara, der Alphafähe des Rudels. Lumian war der Alpharüde, ihr Gefährte und natürlich Laikans Vater. Nu und Kaski waren ein Jahr jünger und Kasimir, Janjii und Nino brachte Lara in diesem Jahr zur Welt gekommen. Eigentlich konnte man bei ihnen nicht mehr wirklich von Welpen sprechen, sie waren ja schon nahezu Jährlinge. Im nächsten Jahr würde Lara keine Jungen gebären, denn sie und Lumian wollten eine Art „Babypause“, wie Lara es nannte, einlegen. Außer ihren eigenen Kindern, hatten die Alphas noch zwei andere Wölfe im Rudel aufgenommen, Jouske und Atakera waren nun schon seit drei Jahren zusammen und die Betawölfe des Rudels. Sie waren beide ein Jahr jünger als die Alphafähe. Lumian war sieben und Lara war sechs.
    Laikan genoss es sich den Rücken von der zwar nicht besonders starken, aber dennoch angenehm warmen Wintersonne wärmen zu lassen. Sein nachtschwarzes Fell nahm die Wärme gut auf und speicherte sie. Im Sommer litt er meist darunter, doch im Winter war er froh, dass er so dunkel war. Den ganzen Vormittag verbrachte er dösend. Am Tag zuvor hatte er mit den Betas und Lumian zusammen eine Hirschkuh erlegt und alle waren reichlich voll. Als Lumian und die Jungwölfe gegen Mittag zurückkehrten, war Lumian müde und grummelig. Er legte sich neben Lara und nickte ein.
    Derweil war Laikan gerade ein bisschen unternehmungslustig geworden. Er stand auf und sah sich um. Die Kleinen schliefen jetzt, auch alle anderen schlummerten vor sich hin, nur Atakera lag mit gespitzten Ohren da und musterte die Umgebung. Laikan beunruhigte das nicht, er wusste das Atakera immer so aufmerksam war und nur selten zur Ruhe kam, auch wenn von ihrer Umgebung keinerlei Gefahr ausging. Trotzdem reagierte sie nie über, sie war sehr gut darin Gefahren einzuschätzen. Er beschloss nicht zu ihr zu gehen, zwar mochte er sie, doch es war wenig Unterhaltsam mit ihr, sie sprach nicht viel wenn es wenig Wichtiges zu sagen gab. Laikan drehte ab und schritt in den Wald. Atakera sah ihm mit leeren Augen nach, auch sie kannte den Rüden so wie er sie und wusste, dass er nur wieder auf einen seiner üblichen Streifzüge ging. Als Laikan in einen leichten Trab fiel, konnte er immer deutlicher seinen Atem in der eisigen Luft sehen. Je weiter er nach Norden lief, desto spärlicher schien die Gegend bewohnt zu sein, doch Laikan wusste das dies ein Irrtum war. In diesem Teil des Reviers hatten die meisten Bewohner ihren Winterschlaf bereits begonnen. Ein großer, schwarzer Rabe zog mit einem lauten Krächzen über seinen Kopf hinweg und ließ sich anschließend auf einer toten Eiche nieder, die schon an mehreren Stellen verrottet war. Laikan sah zur Seite. Auf einer nahen Lichtung suchte eine kleine Gruppe von Rehen nach verwertbarem Futter. Sie weckten den Jagdtrieb des Wolfes nicht, er war satt und würde nicht versuchen eines der Tiere zu reißen. Er richtete seinen Blick geradeaus und erhöhte sein Tempo. Bald war er am unteren Teil der großen Bergkette die Dieses vom Nachbartal trennte. Kritisch um sich blickend blieb Laikan stehen. Noch nie hatte ihn sein Entdeckergeist bis hierher getrieben. Er wusste nicht einmal ob auf der anderen Seite der Berge ein anderes Wolfsrudel lebte. Er kannte jediglich die Wölfe die südlich und westlich vom Revier seiner Eltern lebten. Die Berge stellten die gesamte Nord- und Ostgrenze dar. Tief ein- und ausatmend trat Laikan auf den durch Regenwasser ausgespülten Bergpfad Er war über und über mit Steinen und Geröll bedeckt, das unter seinen Pfoten wegrutschte und den Steilhang hinunterkullerte. Vorsichtig setzte er Pfote für Pfote vorwärts, bis er auf dem ersten Felsplateau angelangt war. Es war nicht sehr groß, doch der Pfad endete hier und der Weg bestand fortan nur noch aus Vorsprüngen. Bewachsen waren die Berge hier kaum, manchmal zierte ein Busch oder ein Strauch die ansonsten kahle Landschaft, doch es floss ein hübscher, klarer Bach durch das Felsland. Laikan trat an die Kante des Plateaus und sah ins Tal hinunter. Noch war er nicht besonders hoch und die Bäume versperrten ihm die Sicht auf den Rudelplatz. Sein Blick wanderte die grauen Steinwände hinauf. Etwas weiter oben vermeinte er Schnee zu sehen, doch sicher war er sich nicht. Die Sonne blendete ihn und er konnte nicht viel sehen wenn er seine Augen nach oben wandte. Er machte einen gewaltigen Satz auf den ersten Felsvorsprung den er erreichen konnte und sprang von dort aus zum nächsten. Beim dritten wäre er fast wieder heruntergepurzelt, denn er blieb mit dem Hinterbein an einer Kerbe hängen und konnte sich nur daraus befreien indem er sich durch kräftiges ziehen den gesamten Pelz abriss. Mürrisch betrachtete er sein gerupftes Bein und sprang zum nächsten Absatz. Es kam ihm wie eine Ewigkeit vor, bis er endlich wieder auf einer Steinebene war und ein neuer Pfad ins höhere Bergland führte. Dieses Plateau war sehr viel größer und es lag auch so hoch das Laikan die Lichtung sehen konnte an dem sein Rudel war. Allerdings konnte man nur erkennen, dass dort ein kleines baumloses Fleckchen war und nicht was sich dort befand. Als Laikan weiterlaufen wollte, fiel ihm auf das sich dicke, flauschige graue Wolken über den Berg gezogen hatten und die Sonne verdeckten. Jetzt konnte er den vielen Schnee auf den Bergspitzen ganz deutliche erkennen. Es dauerte nur wenige Minuten, da fiel ihm die erste nasskalte Flocke auf die schwarze Wolfsnase und brachte ihn zum niesen. Bald befand sich Laikan in einem echten Wirbel aus glitzernden Schneeflocken, die sein schwarzes Fell weiß befleckten. Bald zogen jedoch eisige Winde auf und machten den Weg durch das ohnehin schon schwer zu bewältigende Gelände noch schwerer. Als es schon benahe Stürmte beschloss der Rüde sich Schutz zu suchen und ließ sie in einer kleinen Aushöhlung in den Felsen nieder. Die umstehenden Vorsprünge und Steingebilde bargen vor Wind und Schnee. Laikan legte den Kopf ab und sah in das muntere Flockentreiben. Er war froh hierher gekommen zu sein, denn er liebte den Schnee und bis er unten im Tal fiel und auch liegen blieb musste er sich noch ein wenig gedulden.
    Auf dem Berg tobte der Sturm und brauste der eiskalte Wind so sehr, das es auch bald unten im Tal ungemütlich wurde. Graue Wolken bedeckten den Himmel, versperrten der Sonne ihren Weg zur Erde. Doch statt Schnee schickten das Wetter ihnen Regen auf die Erde und schon bald hatte sich das ganze Rudel in die Höhle im nahen Wald verzogen und ruhte im trockenen Dunkel wo die niederprasselnden Schauer sie nicht erreichen konnten. Lara sah gedankenverloren ins Freie hinaus, wo die ersten grellen Blitze durch den fast schwarz gewordenen Himmel zuckten. Ein tiefes Donnergrollen ertönte und Laras Ohren stellten sich unwillkürlich auf. Sie wandte ihren Kopf zu ihrem Gefährten „Lumian, Laikan ist noch dort draußen!“ Der Rüde sah sie ruhig an und meinte einen Hauch von Wehmut in ihren Augen zu sehen. „Lara…“ Er legte seinen Kopf auf ihre Pfoten. „Du kennst ihn, er ist ein kluger, kräftiger junger Wolf. Er kommt doch stets allein zu Recht!“ Lara legte ihren Kopf in den Nacken Lumians und sah wieder verträumt nach draußen, wo gerade ein Eichhörnchen ängstlich an der Höhle vorbeiflitzte, kurz hineinlugte und dann, als es die Wölfe entdecke, so schnell es seine Beinchen trugen auf einen Baum hinauf eilte. „Es wird sein, wie es immer war“, sagte sie und schloss die Augen. Bestimmt, dachte sie, bestimmt war Laikan wohl auf.
    Während das Gewitter über das Tal und der Schneesturm über die Berge zogen, war auch Laikan in seiner Felsspalte eingeschlafen. Als er wieder erwachte war es vollkommen still. Der Wind hatte sich beruhigt, es fiel kein Schnee mehr und der Himmel war klar als hätte nie eine Wolke jemanden daran gehindert ihn anzusehen. Es war tiefste Nacht. Der zunehmende Mond der bald seine Runde vorm erreicht haben würde, legte einen silbernen Schimmer auf alles was sich unter ihm befand. Die kühle Nachtluft tief einatmend trat Laikan aus der Spalte hinaus unter das über und über mit Sternen verzierte, blauschwarze Himmelszelt. In der Dunkelheit sah der Berg noch schöner und geheimnisvoller aus als am Tage, wo die Sonne jede Fuge erhellte. Nein, in der Welt der Nacht schien er etwas zu verbergen. Ein Geheimnis das all denen verschlossen bleiben sollte, der nicht an Wunder glaubte. Dieser Gedanke durchlief Laikans Kopf als er die Schneebedeckten, vom Sternenlicht glitzernden Hänge, Klippen, Schrofen und Zinnen in dieser ihm so fremden Welt bewunderte. Sich vollkommen seiner Umgebung hingebend, überkam den Rüden ein wohliges Gefühl, eine innere Wärme und er musste einfach seine Schnauze heben und in die Weite des Landes hinausheulen. Die auf- und abschwellenden Töne schwebten durch die Berge, hinab in das Tal und wurden von einem leichten, angenehmen Windhauch noch viel weiter darüber hinaus getragen. Als Laikan sein Lied beendet hatte legte er sich auf einen kleinen Felsvorsprung, von dem aus er hinunter in sein Heimattal sehen konnte. Er lächelte zufrieden und dachte an die Zeit die er in diesem Tal, wo er geboren und aufgewachsen war, verbracht hatte und wie viele schöne Momente er mit seiner Familie erleben durfte.
    Plötzlich durchbrach ein deutlich vernehmbares Heulen die träumerische Abwesenheit des Rüdens und lies ihn hochfahren. Vor Überraschend wild schnaufend horchte er in die nun fast bedrückende Stille hinaus. Jede Sekunde kam ihm endlos lang vor, bis er noch einmal die Antwort auf sein Rufen hörte. Erst war er erleichtert, doch als er genauer hinhörte, merkte er das es eine Stimme war die er nicht kannte. Aber sie klang so geheimnisvoll und mysteriös, so einladend und freundlich, genauso wie die Stimme des Berges die ihn dazu gebracht hatte ihm zu antworten und sein Lied zu singen, als hätte der Berg gewollt das er heulte. Was Laikan aber am meisten verwunderte war, dass die Stimme aus dem Nordosten kam, aus dem unbekannten Gebiet, von dort wo er nicht wusste wer dort lebte und wie man dort lebte. Aufgeregt antwortete er dem fremden Wolf. „Ich bin Laikan, aus dem Rudel Lumians. Sag mir, Fremder, wie ist dein Name?“ Und wieder horchte der Rüde. Je ungeduldiger er wurde, desto länger kam ihm jede einzelne Sekunde vor. Und so zogen sich die Minuten hin, als seien es stunden und quälten den immer unruhiger werdenden Wolf der so sehnsüchtig eine Beantwortung seiner Frage erwarte. Schließlich, in Laikans Empfinden, nach beinahe endlos langer Zeit, ertönte noch einmal diese verlockende Stimme: „Meinen Namen soll ein Fremder nicht erfahren, ich hoffe das du mir schon bald keiner mehr sein wirst! Ich bin eine Wölfin aus dem Rudel von dem Alpharüden Kay“ Diese Worte stimmten Laikan noch viel aufgeregter. Am liebsten wollte er sofort loslaufen, über die ganzen Berge, egal wer sich ihm in den Weg stellte, er würde diese Wölfin finden. Doch als er schon inbegriffen war einfach loszulaufen, zu laufen so schnell er nur konnte, fiel ihm seine Familie ein und das Tal, das Tal in dem er doch immer gerne gelebt hatte. Wenn er jetzt ging, wer weiß wann er zurückkehren würde. Trotz allem war er aber fest entschlossen fortzugehen, aber zu erst würde er seinem Rudel, das er eigentlich einst führen sollte, Lebwohl sagen.
    Mit unsicheren Schritten, die sein Herz eigentlich lieber in die entgegen gesetzte Richtung gelenkt hätte, stieg Laikan aus dem Gebirge wieder hinunter ins Tal. Mit starren Blick und pochendem Herzen setzte er seine Pfoten leichtfüßig auf den moosbewachsenen Boden des Waldes, den er bereits erreicht hatte. Als er am Rudelplatz angelangt war, kündigte sich binnen kurzem der Aufgang der Sonne an, doch es waren nur scheinheilige Zeichen, die erst Stunden später durch die Strahlen spätherbstlichen, fahlen Lichtes abgelöst werden würden. Die Nuancen hellerer Blautöne am östlichen Horizont ließen einen denken, der Tag würde anbrechen, doch die Nacht hatte sich noch nicht auf den Weg gemacht das Tal zu verlassen. Die Wölfe aus dem Rudel Lumians schliefen, alle bis auf den Alpha selbst. Er schien seinen Sohn erwartet zu haben. Der Rüde brauchte seinen Sohn nicht zu fragen, was ihn bewegte, er las es in seinen Augen. Schwer seufzte der kraftvolle Wolf, erhob sich und schritt davon. Im Davongehen drehte er sich noch einmal um. „Mein Sohn“ sprach er „Mögest du in der Schlacht die du mit dir selbst und mit der Welt um dich herum ausfechten wirst, siegreich und vom Leben belohnt sein!“ Mit diesen Worten machte er kehrt und verschwand zwischen den großen dunklen Tannen am Rande des Nadelwaldes, die sich im Wind wogen und wie schwarze Geister auf den jungen Rüden herabsahen, der mit leicht hängenden Ohren seine Mutter anstupste und sie sanft aus ihren Träumen zog. Lara gähnte, räkelte sich einen Moment und sah Laikan verwundert an. Doch auch ihr reichte ein Blick um wahrzunehmen, dass ihr Sohn fortgehen würde. Ihr entfuhr ein wehmutiger Laut, ihre Ohren legten sich nieder und sie rieb den Kopf am Brustpelz des Braunen. Laikan hielt einen Moment inne, kehrte dann und setzte ohne ein Wort zu verlieren in rasantem Tempo davon. Er war verwirrt, er fühlte sich inzwei gerissen. Was war es das ihn in das Ferne Land rief? Diese Wölfin? Er fühlte den Schmerz in seinem Herzen, der ihn stach wie die stählerne Klinge eines Dolches, der sich durch seine Muskeln bohrte, wie Fangzähne die sein Fleisch zerfetzten. Warum litt er so sehr unter der Entscheidung, die er selbst gefällt hatte? Warum hatte er seine Familie verlassen? Doch ganz gleich wie sehr er es sich auch gewünscht hätte, er hatte nicht die Kraft um sich umzudrehen, sich seinem Trieb zu widersetzen und einfach wieder zurückzugehen. Zu stark wurde er nach Nordosten gezogen, zu stark war die Macht die ihn zurück auf den Berg rief. So sehr war er verfolgt von dem Drang endlich dort zu sein, dass er so lange weiter rannte, bis seine Vorderläufe auf dem schotterigen Untergrund einknickten und ihn zu Boden warfen. Wieder aufzustehen würde ihm verwehrt bleiben bis die Sonne den Tag, der doch gerade erst begonnen hatte, durch ihren Untergang im Westen wieder beendete. Ohne an die Gefahren, die ihm drohen könnten, zu denken blieb Laikan keuchend auf der Erde liegen. Der Staub, den er im Lauf aufgewirbelt hatte, machte keine Anstalten sich wieder zu legen und schwebte in der dicken, feuchten Luft, die erneutes Unwetter ankündigte. Schon bald war die Tageslicht spendende Sonne hinter steinfarbenen Schauerwolken verschwunden und der kalte Regen prasselte gnadenlos und ohne Unterlass auf den schutzlosen Wolf, dem das herabfallende Wasser so hart ins Gesicht und auf den Körper schlug. Der Regen vermischte sich mit Hagelkörnern, die so groß waren, das Laikan es nicht mehr ertrug, sich nicht zu rühren. Er stützte sich auf seine Läufe und trottete schwankend, wie ein junger Baum der im Sturm zu brechen drohte, unter eine kleine Tanne, die kraftlos wirkend unter dem Gewicht ihrer großen Nadelmengen, am Rande des beginnenden Bergpfades wuchs. Die Zeit strich dahin. Der tosende Wind hielt mich vom Schlafen ab und Laikan fühlte sich immer schlechter. Wäre er doch nicht fortgegangen, dachte er. Er könnte doch umkehren, noch war er nicht weit von zu Hause weg. Aber er wusste, dass er es bereuen würde. Trotz den Tannenzweigen, die ihn beinahe vollkommen abdeckten, schlug ihm noch immer Regen und Hagel ins Gesicht. Der Rüde barg sein Gesicht wiefend unter einem seiner Vorderläufe und langsam wurde das Geräusch des Windes, das ihm so in den Ohren schmerzte, zu einem Lied, dessen Melodie ihn mit seinem beschwörenden Rauschen in den Schlaf wog.
    Als der Braune erwachte, hatten sich die Wolken verzogen. Die Luft war klar, aber klirrend kalt. Laikan räkelte sich leicht und richtete sich auf. Seine Beine hatten wieder Kraft ihn zu tragen, er fühlte die Energie die in ihm kochte und ausbrechen zu wollen schien. Seinen Kopf temperamentvoll in die Luft werfend machte er einen Satz nach vorn und – rutschte aus und fiel unsanft auf die Erde. Der Boden war gefroren. Laikan setzte sich auf und begutachtete misstrauisch und mit schief gelegtem Kopf die spiegelglatte Fläche die unter seinen Pfoten lag. Er schnaubte verärgert. Nach dem Regen war es so kalt geworden, das das Wasser fror und nun war die Erde so glatt das es kaum möglich war schneller als im Schritttempo darauf zu laufen. Der Rüde gähnte fiepend, schüttelte sich ein paar Tannennadeln aus dem rechten Ohr und machte sich dann daran den Berg erneut zu erklimmen. Unglücklicherweise war es bei dem unvorteilhaften Boden schon schwierig einfach nur geradeaus zu laufen, bergauf war es schier unmöglich. Laikan versuchte mit seinen Pfoten dort halt zu finden, wo vom Sturm heruntergefallene Steine und Äste kerben in das Eis geschlagen hatten. Manchmal riss ihm der Geduldsfaden und er rannte unbesonnen los, doch jedes mal rutschte er aus und schlidderte noch mehr Strecke wieder hinunter als er beim schnellen Laufen geschafft hatte. Irgendwann nahm er einfach so hin, dass er nun mal anspruchslos sein musste, was seine Geschwindigkeit anging und er beließ es bei einem gleichmäßigen Schritt. Als es langsam auf den Mittag zuging, brachte die Sonne das Eis mehr und mehr zum Schmelzen und schon bald lief Laikan, sehr zu Erleichterung seines Gemütes, wieder auf leichtem Boden. Übermütig mal hier und mal dort in die Luft hüpfend vor innerer Leichtigkeit trabte der Rüde den schotterigen Bergpfad hinauf, der sich zwischen grauen Felswänden, Zinnen und Schrofen hindurchschlängelte und das sonst unwegsame Land durch seine mühelose Begehbarkeit freundlicher erscheinen ließ. Bald schon hatte Laikan die Passagen und Felsplateaus die er noch von seinem letzten Bergbesuch kannte hinter sich gelassen. An der Aushöhlung, in der er die Sturmnacht auf dem Berg verbracht hatte, hatte er einen Moment inne gehalten und daran gedacht wie er in jener Nacht das Heulen der fremden Wölfin aus dem Land hinter dem Felsenland gehört hatte. Doch zu lange wollte er nicht in Erinnerungen schwelgen und so hatten ihn seine Pfoten bald noch tiefer in das Land der Felsen hinein getragen. Laikan trabte den Pfad, der ihm bekannt war bis zu seinem Ende. Dort war ein Spalt, zwischen zwei großen Felsplatten die vor einigen Jahren ineinander gestürzt waren. Die Fuge zwischen den Felsen war gerade groß genug, dass ein ausgewachsener Wolf sich hindurchquetschen konnte. Mit kritischen Blicken prüfte der Rüde die Felsen, vielleicht waren sie noch immer brüchig? Er sah an der steilen Felswand hoch, doch ehe er das Ende der Platte mit seinen Blicken erreichen konnte stach im die Sonne so schmerzhaft in den Augen das er sie schließen und wieder zu Boden richten musste. Blinzelnd sah Laikan in die ihm jetzt noch dunkler erscheinende Fellspalte. Er konnte nicht sehen wo sie endete, denn sie schien um die Ecke zu gehen. Hoffnungsvoll blickte der Braune zu allen Seiten und suchte mit seinen Scharfblicken einen anderen Weg, doch er sollte keinen finden. Nach einer Weile der vergeblichen Suche legte sich Laikan vor den düster erscheinenden Riss zwischen den Felsen und starrte benommen hinein. Sein Herz pochte ein wenig schneller als sonst. Wenn es etwas gab, was er wirklich fürchtete, dann hatte er Angst davor lebendig begraben zu werden. Er schluckte schwer, fasste sich jedoch ein Herz und kroch vorsichtig in den Spalt hinein. Eingeschüchtert von den sich an ihn drängenden kalten Steinwänden kroch er so schnell es nur ging. Von Zeit zu Zeit stieß er mit den Pfoten einen kieselartigen Stein an, der geräuschvoll davon kullerte. Es waren nur Minuten die Laikan in dem finsteren Gewinde unter den Felsen verbrachte, doch es schien ihm wie eine Ewigkeit und als er endlich das Licht sehen konnte, als er seine Vorderpfoten schon ins Freie strecken konnte, donnerte es ohrenbetäubend über ihm. In blinder Panik sprang der Rüde nach Vorne und stieß sich unsanft den Rücken an der Kante des Ausganges. Doch während er vor Angst davonrannte spürte er den Schmerz nicht. Er hetzte immer weiter, aus Furcht die niederbrechenden Felsen könnten ihn erschlagen. Erst als er hinter sich nichts mehr zu Hören vernahm wagte er zurückzublicken. Aufmerksam suchte er die steilen Gebirgswände nach Veränderungen ab und binnen kurzem fielen ihm einige Steinchen auf, die den Abhang über der Felsspalte hinterkollerten. Sie folgten einem großen Steingebilde, das sich vom oberen Teil der linken Felswand gelöst hatte und genau vor die Fuge im Gestein gefallen war. Der Rückweg war also versperrt, nun gab es kein zurück mehr, vielleicht niemals.
    Sich seiner starken Wegeseinschränkung inzwischen bewusster als es ihm lieb war, trabte Laikan den Pfad entlang, der sich nun vor ihm erstreckte. Er verlief ungewöhnlich eben für einen Weg der einen durch die Berge leitete. Nach einer Weile rastlosen Dahinlaufens meinte der Rüde in der Nähe etwas rauschen und plätschern zu hören und ganz offenbar lief er darauf zu. Den Kopf gereckt und die Ohren gespitzt beobachtete der Wolf im Passieren seine Umgebung. Das verheißungsvolle Plätschern wurde immer deutlicher und bald tauchte vor dem Braunen ein kleiner, klarer Gebirgsbach auf, dessen Wasser in der warmen Nachmittagsonne einladend funkelte. Randstücke des Baches waren noch gefroren, doch der Strom floss ungehindert seinen Lauf gen Südosten. Er floss so weit das Laikan sein Ende nicht zu erkennen vermochte. Voller Wonne löschte Laikan seinen Durst und ließ das kristallklare Wasser in seine trockene Kehle laufen. Eine ganze Weile stand er am Ufer, tauchte immer wieder seine Schnauze ins kühle Nass und nahm eine kleine Menge Flüssigkeit auf. Als er genug getrunken hatte, lag er noch eine Weile neben dem Bach und kühlte sich im sprudelnden Wasser die schmerzenden Pfoten, die schon teilweise mit Schürfungen und Kratzern versehen waren. Verkrustetes Blut, Dreck und Staub wurden fortgespühlt und die erlangte Erfrischung ließ den Wolf noch leichter über den Boden setzen, fast so, als schwebte er. Er überquerte den Bach über eine Brücke aus Stöcken und Steinen, Sand und Schlamm, die sich im Laufe der Jahre so sehr gefestigt hatte, dass man sie fast schon als Fossil bezeichnen konnte. Das Wasser hatte sie von unten ausgewaschen und sich seinen Weg durch jedes Gestein gebahnt. So wie der kleine Strom, dachte Laikan, so müsste man sein. Zwar klein und unscheinbar, ungefährlich und sanft, aber doch so stark und unaufhaltsam das man jede Hürde überwinden konnte. Als die Dämmerung eintrat begann der Weg wieder anzusteigen, doch nicht nur das, einige Meter weiter endete der Pfad, der doch so wegsam gewesen war und der Rüde stand wieder einem streifen Land gegenüber, der nur aus Fels, Fels und noch mal Fels bestand, aufeinander gestapelt und gereiht, wie Ziegel in einer Mauer, nur das hier der Stein an vielen Stellen so weiter überstand, das sich nach innen oder nach außen ein kleiner oder auch ein großer Felsvorsprung bildete. Laikan seufzte und beschloss, die Nacht lieber unterhalb der Vorsprünge zu verbringen, denn im Dunkeln konnte er zu leicht etwas übersehen, sich verletzen oder fallen. Nicht sehr Müde, aber doch ein wenig erschöpft, ließ er sich neben einem dicken Steinblock nieder, rollte sich zusammen und war bald eingeschlafen.
    Als der Schlaf den Rüden wieder verließ, war es noch Dunkel. Nicht mal ein winziges Zeichen vom Aufgang der Sonne war zu erkennen, der Tag war noch fern. Und doch fand Laikan nicht erneut die Ruhe um zu schlafen oder auch nur zu dösen. Und so Schritt er ruhelos auf und ab, lauschte ab und zu dem fernen aber noch immer deutlich erkennbaren Plätschern des Baches oder blickte die Schrofen und Klüften der Gebirgswelt um sich herum hinauf. Nach einer Weile hatte er sich dazu entschlossen, der Sonne schon einmal entgegen zu gehen, holte zum Sprung aus und machte einen großen Satz auf den ersten erreichbaren Vorsprung. Von dort sprang er auf den Nächsten, der so klein war, dass er fast auf der anderen Seite wieder hinuntergepurzelt wäre. Auf dem dritten Felsabsatz, den er erreicht hatte, machte er einen Moment halt und sah zurück. Er konnte in der Ferne, hinter einigen sich in sein Blickfeld schiebenden, aufragenden Zinnen, noch immer die ineinander geschachtelten Gesteinplatten sehen. Er seufzte leicht und setzte seinen Weg fort. Als die Sonne aufging, hatte er noch nicht einmal die Hälfte der so schwer zu bewältigenden Felsentreppe hinter sich, was er nicht wusste, denn das Ende des Teilweges der ihm solche Mühe machte konnte er nicht erkennen. Nach etlichen Ausbuchtungen in dem harten, dunklen Stein die er erklommen hatte, suchte sich der Rüde eine Einbuchtung in der er sich müde hineinlegte um ein wenig zu Ruhen. Das Tageslicht ging auf die Zwölf zu und es würde ebenso schnell wieder verschwunden sein, wie es gekommen war. Im Winter waren die Tage sehr kurz hier zu Lande. Deshalb beschloss Laikan, trotz seiner Unlust weiter Sprung um Sprung zu immer höher liegenden Ausläufern der Felsen zu setzen, weiterzureisen. Nach vier weiteren Vorsprüngen die er mühsam absolviert hatte, stand er auf einmal auf einer Felsplatte von der es keinen Anschluss zu einer weiteren Ausbuchtung gab. Egal wie er es auch drehte, nach oben hin war keine erreichbare Plattform zu finden, auf die er springen könnte. Die einzige Möglichkeit war ein scharfkantiger Felsen, der so locker im Gestein saß, dass es schien als wenn er fallen würde, egal ob ein ausgewachsener Wolf oder die Feder eines winzigen Geflügelten auf ihm landete. Außerdem würde sich der Rüde bei einem Sprung auf diesen Felsen die Ballen aufreißen und sich im Falle eines Abrutschens, den gesamten Körper aufschlitzen. Der Vorsprung auf dem sich Laikan momentan befand war von relativ beachtlicher Größe wenn man ihn mit den Anderen verglich. Langsam, aber zu allem bereit, stapfte Laikan bis an das äußerste Ende des Felsens, so weit ging er zurück, dass seine Hinterläufe fast den Halt an dem rauen Gestein verloren. Einen Augenblick stand er nur da und atmete tief ein und aus, wie ein Kämpfer, der sich sammelt vor seinem großen Angriff. Urplötzlich, hetzte der Rüde los und setzte in großen, rhythmischen Galoppsprüngen über den Felsen der ihm den Boden unter seinen Füßen darstellte. Erst einen kurzen Moment bevor seine Pfoten ins Leere getreten hätten, sprang der Rüde kraftvoll von der Steinkante ab. Er streckte sich so stark er nur konnte und erreichte den lockeren Felsen von schräg von oben. Er landete geschickt und sicher auf seinen Pfoten, die durch die Felsklinge zwar leicht eingeschnitten, aber nicht schwer verletzt wurden. Doch ehe er es schaffte den nächsten Vorsprung auch nur zu fixieren, brach der Stein aus der Wand und stürzte mit dem Wolf in die Tiefe. Laikan prallte schmerzhaft mit dem Kopf auf einen Felsen und wurde bewusstlos. Seine Flugbahn jedoch wurde durch den Aufprall umgelenkt und er landete mit einem lauten krachen auf einem hervorstehenden Gebirgspfad den er vorher nicht einmal wahrgenommen hatte.
    Als er wieder aufwachte, wusste Laikan nicht wie lange er bewusstlos gewesen war. Ebenso wenig war ihm klar wo er sich befand oder wie er dorthin gekommen war. Er versuchte sich aufzurichten, doch es gelang ihm nicht, seine Beine gaben nach und er sank zurück auf die Erde. Er fühlte sich als hätte er sich viele Runden im Kreis bewegt, er war benommen und ihm war schwindelig. Wenn er flach auf der Seite lag konnte er leicht seinen Kopf drehen. Überall, egal wohin er blickte, sah er Berge in den Himmel ragen. Es wurde ihm schwer ums Herz, er war also noch immer im Felsenland, doch wie konnte das sein? Er spürte das Gras unter seinem Körper, er roch die Bäume, das Wasser und – er roch fremde Wölfe. Wieder schreckte er hoch, doch der starke, stechende Schmerz in seinem Kopf zwang ihn erneut zu Boden. Vor seinen Augen erschien eine schneeweiße, schwanzwedelnde Wölfin mit ruhigen, azurblauen Augen, die ihn an den sprudelnden, kleinen Bach mitten im Gebirge erinnerten, weil sie so lebendig und voller Kraft und Lebensfreude wahren. Er schloss die Augen, vielleicht war sie ja nur eine Einbildung, schließlich drehte sich ja auch alles und das war auch nicht real, dachte er. Doch als er die Augen wieder öffnete war sie immer noch da. Er wedelte kraftlos mit seiner Rute, während er die Fähe mit müden, aber vor Freude, dass er nicht mehr allein war, leuchtenden Augen ansah. In ihr Fell waren farbige Muster gezeichnet, so blau wie ihre Augen, die Laikan voller Sorge ansahen, wie eine Mutter ihren kranken Welpen. Neben Laikan und der Wölfin glommen zu allein Seiten blauweiß schimmernde Feuer, die im kühlen Abendwind sanft flackerten. Merkwürdigerweise strahlten diese Feuer kaum Hitze ab und jagten dem Rüden auch keine Angst ein. Die Sonne schien gerade erst Untergegangen zu sein, denn im Westen lag ein rot-orange-farbiger Glanz rötlichen Lichtes hinter den inzwischen wieder Schneebedeckten Bergen. Nach einer Weile konnte Laikan noch andere Wölfe entdecken. Ein großer dunkelbrauner Rüde mit bordeauxfarbenen Mustern im Pelz, lag an der Seite einer ebenso weißen Fähe, wie die Wölfin die nicht mal einen Moment die Augen von Laikan abwandte. Nur das die Fähe, die neben dem großen Wolf lag, älter war und im Gegensatz zu der jungen Fähe keine Male trug. Nur eine kunstvoll grün gemusterte Feder hinter ihrem rechten Ohr verzierte ihr Abbild. Im Licht eines weiteren blauen Feuers erkannte Laikan noch eine graue Fähe und einen graubraunen Rüden, beide mit Schwarzen Musterungen in ihrem Fell. Erst jetzt, da er wieder zu ihr sah, fiel ihm auf das die weiße Fähe ebenfalls Federn trug. Nicht bloß eine sondern drei wunderschöne blaue Federn, ließen sich hinter ihrem linken Ohr von der eben aufkommenden Brise umspülen und sich sanft hin und her wiegen. Es strengte Laikan so sehr an, zu versuchen seine Umgebung wahrzunehmen, dass er schon nach kurzer Zeit wieder in einen tiefen, traumlosen Schlaf fiel.
    Er blinzelte. Die Sonne schien so hell, dass es ihm die verschlafenen Augen öffnete. Es war lau, fast warm und doch lag auf allen ringsum liegenden Bergen wieder Schnee. Obwohl tiefster Winter hätte sein müssen saßen trällernd singende Geflügelte in den Bäumen, flogen von Zweig zu Zweig oder schwebten frei und unbekümmert durch die klare, frische Luft angetrieben durch den sanften Wind der ihnen noch ein wenig mehr Leichtigkeit und Anmut verschaffte als sie sowieso schon besaßen. Laikan hob seinen Kopf. Es drehte sich nichts mehr, alles lag friedlich da, wie gewöhnlich. Der Rüde spürte wieder Kraft in seinem Körper. Er streckte sich und erhob sich. Mit gespitzten Ohren sah er sich nach den Wölfen um, die er gesehen hatte als er in jener Nacht erwacht war. Der Ort an dem er sich befand, offensichtlich war es der Rudelplatz, war eine Lichtung im Wald. Ein großer Felsen lag Oberhalb einer Erdhöhle und warf einen kurzen Schatten, wie man es in morgendlichen Strahlen nun mal tat, in das duftende Gras und auf die frühblühenden Blumen, die im Licht der Morgensonne aufgegangen sein mussten. Die blauen Feuer waren erloschen und dort wo sie einst gebrannt hatten war bloß eine kleine Stelle pflanzenfreien Bodens, sodass man die braunschwarze Erde sehen konnte. Als der Braune seinen Blick hob kannte er den Grund, weshalb er nachts überall Berge gesehen hatte. Er war in einem Tal, das mitten im Gebirge lag, eingeschlossen von den Schrofen, Felsdächern, Zinnen und Klüften die er von seiner Reise kannte. Doch die Berge schienen so fern, dass dieser wundersame Ort von größerem Ausmaß sein musste, als einfache Bergoasen, wie Laikan es nannte wenn man mitten im Gebirge auf eine Ansammlung von Pflanzen, ebenem Boden und Wasser traf. Vorsichtig spähte der Wolf in die fremde Höhle. Sie war sehr geräumig, doch es war niemand darin. Witternd streckte er nun seine Nase in den Wind und hoffte, dass er ihm Botschaft von den geheimnisvollen Wölfen bringen würde. Hatte er sie sich etwa nur erträumt? Das konnte doch nicht sein. Egal wie wenig er bei Bewusstsein gewesen war, er konnte noch immer ihre Spuren am Boden riechen. Alle Sinne geschärft und mit Nase und Ohren besonders aufmerksam suchend trabte der Rüde in den Wald. Ein fiepender brauner Gefiederter mit roter Brust sah auf ihn herab, schwang sich schließlich in die Luft und sauste trällernd um seine Ohren herum. Verwirrt und aufgebracht über die eigentlich freundlich gemeinte Geste des Vogels sprang Laikan knurrend zur Seite. Der Gefiederte verstummte kurz, ließ sich dann vor dem Wolf im Gras nieder und stimmte ein lautes, in den Ohren schmerzendes Gezeter an. Erschrocken über die Reaktion des kleinen Geschöpfes, machte der Rüde einen Satz und rannte davon. Nun grüßte er jeden Vogel, der ihn trällernd umflog, mit einem freundlichen Wuffen oder einem munteren Fiepen. Es kamen jedes Mal ein paar fröhliche Singtöne aus der Kehle des Gefiederten, der noch eine Runde über dem Wolf zog und dann seinen Platz auf einem Zweig oder Ast wieder einnahm. Laikan verfiel der fröhlichen Stimmung des Waldes und geriet ins Träumen. Plötzlich erreichte den Braunen ein Geruch, der ihn wieder Aufmerksam werden ließ. Er reckte den Kopf, bleib wie angewurzelt stehen und blickte aufgeregt umher. Durch zahlreiche Bäume hindurch, erblickte er eine Lichtung, erhellt von den goldenen Strahlen des wärmenden Sonnenlichts. Ein Bach plätscherte, Welpen spielten ausgelassen und unbekümmert. Der dunkle Rüde sah ihnen dabei zu. Angespannt und nervös und doch lautlos und geschickt glitt Laikan durch das Dickicht hindurch und tauchte zwischen den Bäumen die den waldfreien Flecken Land säumten. Nun sah er auch die anderen Wölfe, er erkannte alle, bis auf die Welpen, die wohl in der Höhle gewesen sein mussten, als er nachts zu sich gekommen war. Die erwachsenen Wölfe sahen ihn freundlich an, die junge weiße Fähe kam schwanzwedelnd auf ihn zu gelaufen. „Du bist wach!“ sagte sie glücklich und umsprang den Rüden, der völlig perplex auf seinen vier Pfoten stand und sich von der Weißen umkreisen ließ. Bald wedelte auch er heftig mit seiner Rute und wiefte vor Freude. „Sag mir eines“ sprach er „Bist du die Wölfin mit der ich einst gesprochen habe?“ Sie hielt inne und legte den Kopf schief. „Dann bist du…“ ihre Stimme klang fragend. Sie trat näher an ihn heran und beäugte ihn neugierig „Dann bist du der Wolf der auf dem Berg geheult hat?“ Laikan nickte. „Bist du deshalb durch die Berge gereist?“ Wieder nickte er. „Er ließ mich nicht mehr los, der Gedanke das fremde Land im Nordosten unserer Wälder und seine Bewohner kennen zu lernen!“ gab der Braune zu. Die weiße Fähe musste grinsen. „Mein Name ist Vulani und du bist Laikan, richtig?“ Ihr Blick war so voller Wärme und doch so geheimnisvoll, dass es Laikan mitriss und er wie in Trance sprach „So ist es“ Freudig umherhüpfend stellte sie ihm ihre Familie vor. Kay, ihr Vater, war der dunkelbraune Rüde und die weiße Fähe, deren Name Shayla war, war natürlich ihre Mutter. Die Welpen waren ihre kleinen Geschwister, Darian und Dagonet. Beide waren groß für ihr Alter und ebenso beinahe schwarz wie ihr Vater. Die graue Fähe und der graubraune Rüde trugen die Namen Tristan und Lyra, sie hatten sich vor drei Jahren dem Rudel angeschlossen und kannten Vulani seit ihrer Geburt. Die Welpen hatten anders als die Erwachsenen weder Muster noch Federn in ihrem wuscheligen Pelz. „Wenn sie einmal groß sind, dann werden sie auch Federn und Zeichen tragen“ sagte Shayla lächelnd „Mit einem Alter von zwei Jahren erhält jeder Wolf unseres Rudels solche Kennzeichen!“ Laikan sah sie fragend an. „Und wieso?“ Kay lachte leise. „Es ist ein Zeichen der Treue zu unseren Göttern, das wir den Frieden, den sie auf Erden wünschen, herzustellen versuchen. Wir leben nach den Regeln des Feuergottes Fuego Azur der uns das blaue Feuer und die Freiheit schenkte!“ Unser Brauner sah ihn mit großen, aufmerksamen Augen an. Noch einmal erhob Shayla ihre sanfte Stimme „Du kommst aus dem Land im Südwesten, hinter den Bergen. Gehst du dorthin zurück?“ Laikan senkte seinen Blick. „Der Weg durch die große Felswand ist versperrt“ sagte er. „Das tut mir leid“ Shayla senkte ihren Kopf zum Zeichen ihrer Anteilnahme, die anderen Wölfe taten es ihr gleich. „Wirst du also bleiben um bei uns zu Leben?“ „Es wäre mir eine Ehre!“
    Den Tag verbrachte der Rüde gemeinsam mit den Welpen und Lyra. Sie achteten auf die kleinen und spielten mit ihnen, während die anderen Wölfe auf Jagd gingen. Als die Sonne ihren Untergang ankündigte machten sich die Aufpasser mit den Welpen auf den Weg zurück zum Rudelplatz. Als sie ihn erreichten, sah Laikan wie Kay die Runde über den Platz machte. Wenn er eine Feuerstelle passierte, schossen die Flammen flackernd neben ihm hoch und tauchten die Lichtung in ihr geheimnisvolles Licht. Shayla lag vor der Höhle und sah Kay dabei zu, wie er das Leben in der schwarzen Erde in Form von Feuer erwachen ließ. Zwischen zwei großen, knisternden Flammen lag eine tote Hirschkuh, genug Nahrung für das ganze Rudel. Vulani und Tristan lagen vor der Beute, den Blick auf Laikan gerichtet. Lyra trabte zu ihnen hinüber und legte sich dazu während die Welpen sich zu ihrer Mutter gesellten. Nachdem alle Feuer entzündet waren tauchte Kay vor dem Rüden auf und sprach mit ihm. „Folge mir“ sagte er und verschwand in der Höhle. Aufgeregt trat Laikan hinter ihm her. In der Höhle brannten ebenfalls zwei Feuer, die die schwarzen Stein- und Erdwände mit ihrem blauen Licht beschienen. Am Ende der Höhle lagen einige bunte Federn. Die Rückwand wies einige farbige Stellen auf, die fast flüssig zu sein schienen. Links und rechts davon lagen zwei kleine Wasserstellen, nicht sehr groß, aber scheinbar sehr tief. Kay wies den Rüden an vor der Wand entlangzuschreiten. Im Vorbeigehen bemerkte Laikan wie eine der wandfarben aufzuleuchten schien. „Setz dich Laikan“ sprach Kay „Fuego Azur hat weiß für dich gewählt!“ Er setzte sich ebenfalls „Federn und Farbe“ Er lächelte munter. Laikan dagegen war völlig nervös. „Steh auf und berühre den weißen Wandstreifen mit der Schnauze“ sagte Kay. Ein wenig zitternd und ungeschickt über ein paar Bodenunebenheiten stolpernd tappte der Wolf zu der Wand, zögerte einen Moment und drückte dann seine Nase gegen die Stelle an der Felswand, die weiß wirkte. Im gleichen Moment wurde er von Wind umströmt der ihn fast von den Beinen riss, all die bunten Federn wurden aufgewirbelt und umkreisten den Rüden. Weiße Linien erschienen in seinem Fell und zeichneten kunstvolle Muster hinein. Zwei der Federn blieben hinter Laikans linkem Ohr hängen. Eine Weiße und eine Schwarze, was wie er an Kays erstaunter Miene sah, anscheinend nicht üblich war. Als der Wind sich gelegt hatte richtete der Braune sich an seinen neuen Alpharüden. „Was hat das zu bedeuten, Kay?“ Nun erkannte man neben den weißen Linien, ebenfalls Schwarze. „Es heißt du bist das Licht und du bist der Schatten. Du wirst hier das Glück finden und uns zum Glück verhelfen“ Seine Stimme wurde schwer „Und dafür wirst du sterben“ Laikan legte den Kopf schief „Es ist also so etwas wie“ Einen kurzen Moment hielt er inne „Meine Bestimmung?“ Kay nickte mit dem Kopf. „Aber lass es dein Gemüt nicht trüben, wo Schatten ist, dort ist auch Licht!“ sagte er mit einem ermunterndem Lächeln. Als sie hinaustraten unter den freien Himmel, sahen ihnen viele freudige Augen entgegen. Das ganze Rudel freute sich über den Neuen. Sie fraßen gemeinsam, niemand machte dem anderen ein besonders gutes Stück Fleisch streitig, alles wurde geteilt. Danach lagen die Wölfe zusammen an den Feuern, Shayla erzählte den Welpen eine Geschichte. Wann immer es zu einer spannenden Stelle kam suchten die Welpen die Nähe des anderen und wenn der Held der Erzählung wieder einmal eine große Gefahr gemeistert hatte bekamen sie große glänzende Augen voller Bewunderung.
    Lyra und Tristan unterhielten sich mit Kay über alte Zeiten, während Vulani und Laikan auf dem Felsen über der Höhle lagen und in den mit tausenden von Sternen verzierten Himmel blickten. „Siehst du dort?“ fragte Laikan „Das ist der Polarstern oder? Mensch der leuchtet hier ja noch heller als in meinem Heimattal!“ „Vermisst du dein zu Hause, Laikan?“ Überrascht sah er die Weiße an. „Es ist schön dort, aber mein zu Hause ist nun hier!“ Er lächelte sie warm an und legte seine Schnauze auf ihren Rücken. „Erzähl mir von dem Land, jenseits der Berge, Laikan, ist es dort anders als hier?“ „Genauso wie dieses Land, ist es ein Land der Wälder, der Wiesen und Flüsse, doch anders als hier scheint es Grenzenlos zu sein. Der Wind braust an manchen Tagen im Jahr so stark das Bäume umstürzen und der Regen bleibt vor den Bergen hängen. Dann fällt so viel Wasser auf die Erde nieder, dass die Wasserläufe reißende Ströme werden und alles mit sich nehmen, was nicht die Kraft hat um dem zu widerstehen. Im Winter ist es eisig kalt und die Welpen werden im Frühling geboren, dann wenn alle Welt aus ihrem Winterschlaf erwacht, wenn Wald und Wiese wieder zu Leben beginnt und die Sonne den Bewohnern des Landes ihre Kraft wieder einhaucht“ Träumerisch blickte Vulani in die Ferne. „Was für ein Abenteuerliches Leben muss man dort führen. Dieses Land hier ist immer Grün, es ist zwar manchmal kalt, aber es friert nie. Jäger und Gejagter sind Freunde in der Zeit des Sattseins und Feinde erst dann wenn der Jäger die Nahrung wieder benötigt. Alle Jäger teilen, egal ob Bär, Katze oder Wolf. Welpen werden das ganze Jahr über geboren und unser Gott schützt sie und uns vor Hunger und Krankheit. Trotzdem nimmt die Bevölkerung des Tales nicht zu. Wann immer es von einer Art zu viele Lebewesen gibt, wird das Futter knapp und sie wandern fort. Noch dazu schützen die Berge uns vor Wanderern. Die meisten umgehen diese Gefahr und wer sie doch meistert, den nehmen wir gern bei uns auf denn dann wissen wir Fuego Azur duldet ihn wie Unsereins die wir im Tal geboren sind“ Zufrieden sah Laikan in die Ferne, dort wo die schneebedeckten Berge sich gegen den nachtschwarzen Himmel abhoben. Nicht vergessen waren die Worte Kays über die Bestimmung seines Schicksals, doch den Tod in diesem Tal zu finden, so wie der Gott dieser Wölfe, der nun auch sein Gott war, es vorherbestimmt hatte, musste Lohn und nicht Strafe sein, dachte er. Dann schlief er ein.
    Als er am nächsten Morgen erwachte, schlief Vulani noch. Vorsichtig stand er auf und kletterte den Felsen hinunter auf den Rudelplatz. Die Sonne war bereits aufgegangen und die Feuer, wie auch am Tag zuvor, gerade erloschen. Kay lag vor der Höhle. „Guten Morgen“ sagte er. Laikan blieb vor ihm stehen. „Kay“ sagte er ernst „Du hast gesagt ich werde euch zum Glück verhelfen und dafür sterben, was hast du damit gemeint?“ Kay lächelte. „Damit meinte ich einzig und allein - Willkommen zu Hause – Kleiner! Ich freue mich dich bei uns zu haben und bedaure sehr das du bald deinen Tod findest!“ Sein lächeln zeigte einen etwas bitteren Unterton. „Ich bin etwas ratlos weißt du, so ein Schicksal hat uns unser Gott bisher noch nie offenbart“ Laikan sprang auf Kay zu und knuffte ihn freundlich ins Nackenfell. „Was kümmert mich der Tod, wenn mir Zeit mit Wölfen wie euch gegeben ist!“
    Laikan kümmerte sein Schicksal nicht, vielleicht nahm er es auch einfach nicht ernst. Monate vergingen, Monate die er sorglos verlebte mit Vulani und dem Rudel ihres Vaters an seiner Seite. Er fand seinen Frieden und vergaß, dass er seine Familie vermisste. Nichts schien sein Leben zu bedrohen, also begann er nicht mehr daran zu glauben, dass sein Leben bald beendet würde. Jeder Tag begann und endete mit dem gleichen Glück, mit demselben Frieden. Solange bis Laikan eines morgens erwachte und irgendetwas anders war. Und noch ehe er sich erhoben hatte um den Tag mit seinem allmorgendlichen Trab zum Bach zu beginnen wusste er, dass heute Abend alles vorbei sein würde. Er stand auf und lief zu Vulani in die Höhle, weckte sie indem er ihr liebevoll über die Schnauze schleckte. „Der Tag ist gekommen“ sagte er. Sie sah ihn an und nickte. Er wusste das sie und die anderen Wölfe des Tals alles hinnahmen was Fuego Azur ihnen auferlegte und so stand sie wortlos auf. Seite an Seite ohne auch nur einen Laut zu verlieren verließen sie den Rudelplatz. Immer wieder streiften sich ihre Schultern im Lauf. Sie trabten durch den Wald. Verschwiegen. Ihr Weg führte sie nach Norden, über das Wiesenland in die Berge. Auf dieser Seite des Tals waren die Berge leicht zu passieren durch ihre Pfade, die Vulani und Laikan inzwischen beide gut kannten. Sie hatten viele gemeinsame Ausflüge in die Bergwelt hinter sich und die Welt die selbst im Sommer aus Eis und Schnee bestand war ihr zu Hause geworden. Als sie mit ihren Pfoten das weiße Pulver erreichten kamen sie ihrem Ziel immer näher. Die Spitze des Berges war ihr Platz, der Ort den sie aufsuchten wenn sie für sich sein wollten und manchmal waren sie Tagelang dort gewesen bis sie der Hunger zurück ins Tal hinab trieb. Diesmal aber, würde Vulani den Rückweg allein beschreiten müssen. Als sie oben ankamen sahen ihre Augen die vertrauten Schneebedeckten Felsen, die sie so gut kannten, sie legten sich an dieselbe Stelle an der sie immer lagen. Die Augen starr geradeaus gerichtet lagen sie stumm nebeneinander. Sie waren nicht traurig, ihnen war leicht und frei ums Herz. Man soll sich nicht grämen über die Zeit die man nicht miteinander hat sondern man soll sich erfreuen an der Zeit die einem Gegeben ist. Sie waren froh, einander getroffen zu haben und waren glücklich noch ein letztes Mal still nebeneinander im Schnee zu liegen und in die Ferne zu sehen. Als die Sonne glühend und blutrot hinter den Bergen im Westen versank und die Nacht ihren Sternenhimmel über den beiden ausbreitete, zerteilte sich der braune Rüde, der für die Tage mit Vulani gelebt und die weiße Wölfin geliebt hatte, in viele kleine glitzernde Lichtfunken, die von der zärtlich ihr Fell streichelnden Brise um Vulani herumgewirbelt und dann hinfort in den Himmel getragen wurden, wo sie zu Sternen wurden, die den Wölfen des Tals auf ewig ihr Leben erhellen sollten.
     
    #1
    Haika Ree, 9 Oktober 2006
  2. Vida Rota
    Vida Rota (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    puh

    hab grad deine geschichte überflogen, echt n langes stück :grin: aber ich werd mich dran machen :tongue: wenn ich fertig bin schreib ich nochmal :engel:

    Also...HUI! :eek:

    Hast du die Geschichte echt selbst geschrieben? Wenn ja, ich bewundere dich für deine Phantasie! Ich konnte mich echt gut in deine Geschichte hineinversetzen, das was du geschrieben hast konnte ich ohne Probleme zu einem stimmigen Bild zusammensetzen! Einfach schön geschrieben und beschrieben!

    Doch mir sind auch einige Schnitzer aufgefallen :zwinker:

    1.) Das wichtigste: ABSÄTZE!!! :ratlos: In deiner Geschichte gabs viel zu wenig Absätze, da müsstest du mehr einbauen damit man den Überblick behalten kann!

    2.) Als du die Rudel vorgestellt hast, kamen sehr viele Namen ins Spiel, was mich persönlich sehr verwirrt hat, da auch die meisten Namen später nicht mehr erwähnt werden, womit es ja eigentlich sinnlos ist sie zu erwähnen :zwinker:

    Der Rest sind Kleinigkeiten die nicht weiter ins Gewicht fallen, z.B. sagst du manchmal das Laikan braun ist, aber auch das er schwarz ist...ein Chamäleon-Wolf? :zwinker: Und einige Tipp- bzw Rechtschreibfehler hab ich auch gefunden :engel:

    Aber lass dich davon nicht stören! Du hast meiner Meinung nach eine echt schöne Geschichte geschrieben! :zwinker:
     
    #2
    Vida Rota, 9 Oktober 2006
  3. Haika Ree
    Haika Ree (26)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    jap, hab die Geschichte selbst geschrieben, aber das ist auch schon wieder 1,5 Jahre her

    meine Rechtschreibfehler sind eigentlich Flüchtigkeitsfehler, wenn ich sie sehen würde, wüsste ich, dass sie falsch sind xD und Absätze habe ich mir erst vor ca. einem Jahr angewöhnt :zwinker:

    das mit dem braun und schwarz kommt, weil ich Schreibpausen gemacht und vergessen habe welche Farbe das Tier hat x)

    Ich finde die Geschichte okay, ich finde aber ich habe bessere, allerdings ist keine davon fertig und ich wollte nicht so viele unabgeschlossene geschichten hier reinstellen :kopfschue
     
    #3
    Haika Ree, 10 Oktober 2006
  4. Vida Rota
    Vida Rota (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Achja, das kenn ich :tongue: Ich schreib aber eher Kurzgeschichten, will mich aber auch bald an eine längere ran machen, da mich kürzere nicht mehr zufriedenstellen :tongue:
    Da kommt aber wieder das Problem mit der Phantasie auf, die reicht nur für kurze :grin:
     
    #4
    Vida Rota, 10 Oktober 2006
  5. Haika Ree
    Haika Ree (26)
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    vergeben und glücklich
    meine geschichten haben nie Handlung :schuechte ich kann beschreiben, aber Inhalt gibts eigentlich keinen :link:
     
    #5
    Haika Ree, 11 Oktober 2006
  6. ~batidakirsch~
    Verbringt hier viel Zeit
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    1
    nicht angegeben
    Eine sehr schöne Geschichte! Ich konnte mich gut durch deine Beschreibungen hinein fühlen.
    Erinnert mich an das Buch "Die Wölfe der Zeit", das ich vor ein paar Jahren gelesen habe.
    Der Schluss gefällt mir sehr gut...schön traurig... ich mag Wolfsgeschichten! :smile:
     
    #6
    ~batidakirsch~, 27 Oktober 2006

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