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dreieinhalbfach frustriert, genervt und überfordert

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von User 44981, 16 Juli 2009.

  1. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Single
    Tja... dann werde ich wohl auch mal einen Thread im Kummerkasten aufmachen... vielleicht bringt es ja was, auch wenn ich das nicht wirklich erwarte...

    Irgendwie läuft bei mir zur Zeit alles ziemlich beschissen... vor allem drei Punkte beeinflussen mein Leben gerade ziemlich im negativen Sinne - und alle Punkte beeinflussen sich irgendwie gegenseitig.
    Aber jetzt mal eins nach dem Anderen:

    1. Probleme im Studium:
    Eigentlich habe ich wirklich mein Traum-Studienfach gefunden... zwar anstrengend, aber auch sehr interessant. Und trotzdem läuft es gerade einfach nicht rund.
    Ich habe dieses Semester wohl einfach zu viel gemacht... zu viele Vorlesungen und sonstige Veranstaltungen, so dass mir einfach die Zeit gefehlt hat, mich ausreichend um alle Dinge zu kümmern, obowhl ich schon kaum mehr Freizeit habe.
    Durch den ständigen Zeitdruck und viel zu viele Dinge, die ich eigentlich dringend mache sollte, ist meine Motivation ziemlich im Keller und ich kann mich zu fast nichts mehr aufraffen, was mein Zeitproblem natürlich noch weiter verstärkt.
    Auch meine Organisation lässt ziemlich zu Wünschen übrig. - Ich habe keinen wirklichen Zeitplan und keine Trennung zwischen Zeit fürs Studium und Freizeit.
    Besondere Probleme bereitet mir eine Pflichtvorlesung, aus einem Bereich, der absolut nicht mein Fall ist und bei der ich auch noch einen völlig unfähigen Prof erwischt habe (mit der Unfähigkeit würden mir alle Kommilitonen ohne zu zögern 100%ig zustimmen). - Über diese Vorlesung schreibe ich morgen eine Klausur, die ich mit Sicherheit völlig in den Sand setzen werde, da ich effektiv überhaupt nichts gelernt habe. - Ich habe es oft genug versucht - aber es hat einfach überhaupt nicht funktioniert. Den gleichen Lerneffekt hätte ich wohl auch erreicht, wenn ich die entsprechenden Dinge auf chinesisch gelesen hätte...
    Zum Glück studiere ich wenigstens noch auf Diplom, so dass es kein großes Problem ist, wenn ich den Schein jetzt nicht bekomme... es verzögert höchstens mein Studium, wobei es in meinem Studiengang sowieso völlig normal ist, dass man die Regelstudienzeit um 1-2 Semester überschreitet.
    Insgesamt ist es also gerade einfach frustrierend und extrem zeitaufwändig.


    2. unbefriedigendes Privatleben:
    Wenn ich mal trotz Uni-Stress Freizeit habe, oder mir die Freizeit einfach nehme, ist es mir meistens ziemlich langweilig.
    Außer meinem Training im Sportverein an zwei Abenden pro Woche und durchschnittlich ein mal fortgehen pro Wochenende (meistens mit dem gleichen Kumpel und in die gleiche Lokalität, die zwar inzwischen irgendwie auch langweilig wird... aber immer noch besser als nichts - und etwas besseres, das uns beiden gefällt, finden wir nicht), sowie gelegentlichen Wochenend-Trips, um einem anderen Hobby nachzugehen (was zur Zeit kaum möglich ist, da ich mir wegen dem Studium kaum ein komplettes Wochenende frei machen kann) unternehme ich eigentlich überhaupt nichts mit anderen Leuten.
    Ich habe einfach nur sehr wenige Freunde und bekannte, die natürlich immer dann, wenn ich Zeit hätte, keine Zeit haben, um etwas zu unternehmen...
    Neue Leute lernen ich auch überhaupt nicht kennen. Wie auch? - Ich bin einfach niemand, der einfach so alleine irgendwo hin geht und sofort irgendwelche Leute kennern lernt... im Gegenteil: wenn ich mal alleine irgendwo hin gehe, lerne ich garantiert niemanden kennen. - Nur über Freunde, Bekannte oder z.B. über irgendwelche Unisport-Aktivitäten, o.Ä. könnte ich neue Leute kennern lernen. - Aber all das geht einfach nicht, weil ich eben viel zu wenige Freunde habe, mit diesen viel zu wenig unternehme und für weitere Dinge wie Unisport kaum Zeit habe - und wenn schon, überschneiden sich alle interessanten Angebote sowieso mit meinem Training im Sportverein, auf das ich nicht verzichten kann und will.
    Auch bei meinen Kommilitonen konnte ich kaum Anschluss finden, weil ich einfach zu weit von meiner Unistadt entfernt wohne.
    Insgesamt habe ich also ein kaum vorhandenes Privatleben und viel zu wenige Kontakte mit anderen Menschen, was meine Laune natürlich nicht steigert und so auch zu meinem allgemeinen Motivationsmangel beiträgt, der sich natürlich auch aufs Studium auswirkt.


    2,5 nicht vorhandenes Liebesleben:
    Wenn ich keine neuen Leute kennen lerne, lerne ich natürlich auch keine interessanten Frauen kennen, was ja schon mal die absolute Grundvoraussetzung wäre, um eine Freundin zu finden...
    Das ist natürlich auch ziemlich frustrierend, da ich mich eigentlich sehr nach einer Beziehung sehne (die dann meine erste Beziehung überhaupt wäre).
    Aber das ist noch das kleinste meiner Probleme... von daher auch nur Punkt 2,5.


    3. Angst vor der Zukunft:
    Erst mal das Positive: Um meine berufliche Zukunft muss ich mir wohl wirklich keine großen Sorgen machen. Mein Studium werde ich schon irgendwie schaffen, auch wenn es vielleicht etwas länger als geplant dauert und danach werde ich - Fachkräftemangel sei Dank - ziemlich gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt haben und kann auch eine ordentliche Bezahlung erwarten, die mir wohl den einen oder anderen materiellen Luxus erlauben wird. Hier besteht also wirklich kein Grund zur Sorge.
    Aber nun kommt das große Problem: Die politische Situation und die miserablen Zukunftsaussichten in unserem Staat:
    Ich fasse es hier nur kurz und knapp zusammen, um den Rahmen nicht völlig zu sprengen... aber ich erwarte prinzipiell folgendes:
    - Angesichts der Prognose, dass im Jahr 2050 jeder Rentenbeitragszahler für zwei Rentner aufkommen müsste, wird unser Rentensystem in absehbarer Zeit kollabieren und unseren ganzen Staat mit in den Abgrund reißen, wofür ich drei mögliche Szenarien sehe:
    a) Erst mal werden die Rentenbeiträge so lange erhöht, bis sie die Schmerzgrenze längst überschritten haben (da die Rentner immer mehr politische Macht besitzen). Danach müssen auch die Rentner immer größere Einschnitte hinnehmen. Dadurch fehlt der jungen Generation natürlich auch das Geld für Nachwuchs, was die ganze Entwicklung noch beschleunigt. - Spätestens in 100 Jahren wird unser Staat dann auf dem Niveau eines Entwicklungslandes sein. - Dazu müssten aber die Bürger brav bleiben.
    b) Durch die immer schlechteren Lebensumstände (s. Punkt a)) steigt erst mal die Kriminalität; später kommte es zu Krawallen und Aufständen, die letztendlich in einem Bürgerkrieg enden.
    c) Irgendein wahnsinniger Demagoge schafft es durch irgendwelche Heilsversprechen an die Macht zu kommen und führt unseren Staat in den Abgrund, zettelt einen Krieg an, o.Ä. - Also prinzipiell eine Wiederholung dessen, was wir aus der jüngeren Geschichte noch gut genug kennen dürften.

    Jede dieser Möglichkeiten wird sich höchstwahrscheinlich zumindest zu großen Teilen innerhalb meiner Lebenszeit abspielen, auch wenn ich bei Variante a) den absoluten Tiefpunkt vermutlich dank gesunkener Lebenserwartung nicht mehr erleben werde.

    - Des weiteren wird unser Staat langsam zum Überwachungs- und Zensurstaat ausgebaut und den Bürgern wird immer mehr Freiheit genommen (das dürfte ein kluger Schachzug sein, um den Punkt b) hinauszuzögern, bzw. zu verhindern; wird aber Variante c) erleichtern)

    - Durch das sowieso schon schlechte Bildungssystem, für das Angesichts der zu erwartenden Rentenkrise immer weniger Geld zur Verfügung stehen wird, werden unserer Wirtschaft viele Fachkräfte fehlen, was diese immens schwächen wird.
    Insgesamt also politische Zustände, unter denen man das sinkende Schiff Deutschland besser schnellstmöglich verlassen sollte, wenn man nicht selbst mit untergehen will.
    Dabei mache ich mir große Sorgen, ob ich diesen Absprung wirklich schaffe, ob ich ein Land finde, mit dessen politischer Situation ich mich arrangieren kann und in dem ich mich halbwegs wohl fühle, ob ich es schaffe, die Landesprache zu lernen und mich als Ausländer in die dortige Gesellschaft zu integriefen, usw.
    Und eigentlich möchte ich dieses Land auch überhaupt nicht verlassen und dabei wahrscheinlich meine Freunde und meine Eltern in diesem untergehenden Staat zurückzulassen (wobei ich bei meinen Eltern keine großen Sorgen in dieser Hinsicht habe, da sie in ihrer Lebenszeit wohl von den schlimmsten Dingen noch verschont bleiben dürften). Dazu möchte ich mich auch aus persönlichen Gründen eigentlich nicht von meinen Freunden und meiner Familie derart weit entfernen.

    Durch diese ganze Situation habe ich auch große Sorgen, ob ich es überhaupt schaffen kann, mein einziges großes Lebensziel zu erreichen: Mit einer tollen Frau eine Familie gründen, Kinder haben und diese zu tollen, eigenständigen Menschen erziehen.

    In Deutschland könnte ich es sowieso nicht verantworten, Kinder in die Welt zu setzen, sofern der absehbare Untergang nicht doch noch abgewendet wird (was ich für so gut wie unmöglich halte).
    Und falls ich es wirklich schaffe, in ein Land auszuwandern, in dem ich es verantworten könnte, Kinder in die Welt zu setzen, muss ich dort auch noch erst mal als Fremder eine passende Frau finden, was wohl keine leichte Aufgabe sein wird.

    Diese große Unsicherheit und Angst vor der Zukunft belastet mich natürlich weiter und senkt meine Motivation. Ich frage mich oft, für was sich irgendwelche Anstrengungen überhaupt lohnen, wenn es doch äußerst unwahrscheinlich ist, dass ich es schaffe, meine Zukunftspläne irgendwann zu verwirklichen...


    Fazit: Meine Probleme im Studium, mein unbefriedigendes Privatleben und nicht vorhandenes Liebesleben, sowie meine Angst vor der Zukunft werden zusammen zu einem wunderbaren Teufelskreis, aus dem ich nicht wirklich ausbrechen kann...
    Und selbst wenn ich es schaffen würde, die Punkte 1, 2 und 2,5 in den Griff zu bekommen, so bliebe doch immer noch meine große Angst vor der Zukunft, gegen deren Ursachen ich völlig machtlos bin.


    Ehrlich gesagt, weiß ich überhaupt nicht, warum ich das hier alles schreibe... Mein Gejammer ist ja sowieso viel zu lang, als dass ich erwarten könnte, dass sich jemand das alles durchliest... - Und wenn schon, was soll man schon dazu sagen?
     
    #1
    User 44981, 16 Juli 2009
  2. User 10802
    Planet-Liebe Berühmtheit
    3.083
    348
    4.777
    nicht angegeben
    Hi!

    zu 1.:
    Nachdem es Dein Traumstudienfach ist, kann ich hierzu nur eins sagen: Augen zu und durch! :zwinker:

    zu 2.:
    Wäre es möglich, dass Du in Deine Unistadt ziehst, in ne WG oder ein Studentenwohnheim? Das nicht direkt vor Ort wohnen ist da nämlich schon ein Faktor, der Kontakte ziemlich erschwert. Ansonsten kann ich eigentlich nur empfehlen, zu versuchen die Kontakte an der Uni so auszubauen... Sympathische Sitznachbarn anlabern, öfter mal versuchen ne Uni-Party (irgendeinen Kommilitonen kennst Du doch sicher, so dass Du da nicht alleine hinmusst) oder eine andere Verantstaltung mitzunehmen... Ansonsten mal versuchen mit den alten Leuten ein zwei Ausgeh-Termine langfristiger zu planen, bei dem man Menschen kennenlernen kann... Keine Ahnung was euch so interessiert, Clubs, Kultur, Strassenfeste... Da gibt's doch sicher was.

    zu 3.:
    An dem Punkt steig ich ehrlich gesagt etwas aus. Du lebst jetzt, 2009. Ja, die Zukunftsaussichten sind grade nicht das Gelbe vom Ei, aber in völlige Perspektivlosigkeit und totale Panikmache muss man nicht verfallen. Was da kommt, kommt so oder so... Und was das genau sein wird, kann noch keiner 100prozentig vorhersagen. Man kann nur versuchen, privat vorzusorgen, es mit politischen und Konsumentscheidungen zu beeinflussen oder gegebenenfalls selbst politisch aktiv werden. Soll ich deswegen aufhören zu leben und präventiv in Depressionen verfallen? Ich glaube nicht.

    Wenn Du wirklich glaubst hier gäbe es keinerlei Perspektiven, dann wander aus. Soooo schwer ist es nicht, eine Sprache zu lernen und sich woanders zu integrieren. Ich persönlich finde aber dass Du entschieden zu schwarz malst. JA, es kommen große Probleme auf uns zu. Aber ich bin auch eher ein Freund von machen und versuchen etwas zu ändern, als dazusitzen und jammern, dass wir dem Untergang geweiht sind. Und wie gesagt: Präventiv deshalb jede Lebensfreude und Hoffnung zu verlieren wäre der falsche Weg. Ich halte es nicht für verantwortungslos, Kinder in diese Welt oder dieses Land zu setzen, und es ist nie falsch seine Träume zu verfolgen und für sie zu kämpfen. Wenn man scheitert, hat man's wenigstens versucht. Wenn man jeden Tag so "gut" wie möglich lebt (und damit mein ich nicht völlig verantwortunglos Kohle rauszuhauen und nach uns die Sintflut), hat man zumindest diese Erfahrungen und Erinnerungen - das ist verdammt viel wert.

    Du scheinst sehr viel nachzudenken und zu grübeln und wegen Deiner Angst vor jeder möglichen Option zurückzuschrecken. Du willst auswandern? Mach es! Du willst hier bleiben? Auch gut. Aber Du musst nicht jetzt Entscheidungen treffen, die für den Rest Deines Lebens zwingend gelten. Mal abgesehen davon dass ein gewisses Maß an Flexibilität selten schadet... Erstens kommt es anders... Du kennst den Spruch. Sorge und ein kritisches Auge sind okay und gut, sich davon blockieren lassen und nur noch Grübeln bringt Dich nicht weiter. Hoffnung ist erlaubt. Wenn man nicht wenigstens versucht, seine Träume zu verwirklichen, hat man eben auch keine Chance dazu.

    Also: aufhören zu jammern, Entscheidungen treffen und das Beste aus der jeweiligen Situation machen.

    Hoff das macht alles Sinn (inzwischen bin ich geistig auch schon im Halbschlaf, sorry :zwinker:) und viel Glück bei der Klausur morgen (die Du vielleicht ja auch bestehst..?),
    greetz,
    brainie
     
    #2
    User 10802, 16 Juli 2009
  3. squarepusher
    Sehr bekannt hier
    2.507
    198
    442
    Single
    ich frage mich manchmal, wenn du hier längere beiträge schreibst und es um dich oder deine ansichten geht, was du nicht erwähnst. bei diesem threadstart kommt es mir wieder stark so vor, als würden all deine ausführungen um ein "schwarzes loch" kreisen. wo hängen deine gedanken wirklich?

    tut mir leid, wenn ich dir damit zu nahe trete, aber du wirst durch die wahl dieses formats - ein eigenes thema im kummerkasten - wohl auf der suche nach individuellen antworten sein. und weder über studienbezogenes-burnout"light", noch soziale isolation noch weltpolitische pessimismusfaktoren allgemein räsonieren wollen.
     
    #3
    squarepusher, 16 Juli 2009
  4. Luc
    Luc (29)
    Meistens hier zu finden
    2.148
    148
    108
    nicht angegeben
    Warum ist das nur ein kleines Problem? Ich finde das ist eine Grundsehnsucht. Der erste Gedanke, wo mir da gekommen ist, ist dass du vielleicht hier nicht als "Heuler" oder "Jammerer" gelten willst.

    Ansonsten denke ich würde es dir am meisten helfen, wenn du jeden Punkt einzeln durchkaust egal ob es in einem Forum oder bei einem Therapeuten ist.

    Ich vermute, du brauchst einfach mehr menschlichen Austausch. Ob es jetzt Freunde sind oder eine Freundin ist egal. Dann wird wie man so schön sagt "die Seele genährt" und du gehtst mit einem besserern Gefühl durch das Leben. Das Studium ist hart und die Zukunftsaussichten sind politisch schwieriger? Es ist nun mal so. Da heisst es Augen zu und durch.

    Bist du genug ehrgeizig das Studium zu meistern? Bist du genug kontaktfreudig um Leute kennenzulernen? Achte wo deine Stärken sind, also worauf du setzen kannst. Indem du deine Sorgen hier ins Forum geschrieben hast, schilderst du schon mal deine Sorgen und hast diese vor dir. Nun kannst du dir überlegen, was du brauchst und was für Mäglichkeiten du hast. Die Welt um dich ist gross und frei genug. Das Gefängniss macht man sich eigentlich immer selber. ^^
     
    #4
    Luc, 16 Juli 2009
  5. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit Themenstarter
    4.093
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    2.105
    Single
    Danke für eure Antworten!

    Insgesamt sehe ich die Sache auch schon wieder etwas entspannter... aber irgendwie musste ich meinen Problemen auch mal Luft machen...

    Die Sache im Studium hat sich schon mal ein wenig entspannt...

    Aus finanziellen Gründen kann ich leider nicht wirklich in meine Uni-Stad ziehen.
    Theoretisch wäre es evtl. möglich, wenn meine Eltern auf jeglichen Luxus (Urlaub, ein bestimmtes Hobby, etc.) verzichten würden - Aber das wollen sie nicht und ich auch nicht.
    Klar sollte man versuche, das beste aus der Sache zu machen... aber irgendwie frage ich mich halt doch immer, welchen Sinn das hat, wenn ich nicht damit rechnen kann, in Zukunft ein schönes Leben zu haben - egal wie sehr ich mich anstrenge - sofern ich in Deutschland bleibe.
    Hört sich vielleicht sehr pessimistsich an, ich halte es aber für realistisch und nahezu unausweichlich.
    Zu versuche, seine Träume zu verwirklichen ist sicherlich immer der beste Weg.
    Aber wie sollte ich es denn verantworten, Kinder in Deutschland in die Welt zu setzen, wenn ich davon ausgehen kann, dass sie unter katastrophalen Umständen leben müssen...
    Mein Problem ist, dass jede Möglichkeit einerseits aus gewissen Gründen notwenig wäre, ich es aus anderen Gründen aber eigentlich überhaupt nicht tun will...
    Sozusagen die Entscheidung zwischen Pest und Cholera.
    Ich sehe meine Gedanken wirklich nur um die hier genannten Dinge kreisen und kann beim besten Willen keine andere Sache erkennen.

    Ich sehe es eher als eine Art Teufelskreis aus Problemen, die sich gegenseitig beeinflussen.
    Weil ich eigentlich immer noch relativ optimistisch bin, auch mal die passende Frau zu finden, da ich genügend Beispiele von ähnlichen Spätzündern wie mir kenne, die letztendlich doch noch ihr Glück gefunden haben.
    Mehr menschlicher Austausch wäre sicherlich ein guter Anfang...
    Dazu muss ich nur auch mal genügend Zeit haben... mal sehen, wie ich das irgendwie schaffe.
    Und trotzdem ist es nicht leicht, aus dem selbstgebauten Gefängnis wieder rauszukommen...
     
    #5
    User 44981, 17 Juli 2009

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