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DRINGEND: Pille Danach & Eptileptikerin (Trileptal) -> Wirkung?

Dieses Thema im Forum "Aufklärung & Verhütung" wurde erstellt von razorlight, 16 Dezember 2006.

  1. razorlight
    razorlight (29)
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    Single
    Hallo zusammen
    Geniales Forum! Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

    Hatte heute Morgen (Samstag) um 4 Uhr Sex mit meiner Freundin (20). Dabei ist das Kondom geplatz. Leider ist sie Eptileptikerin (muss regelmässig Medikamente ( Trileptal ) schlucken...) und kann deshalb die normale Pille nicht nehmen, auf Grund irgendwelcher Komplikationen...

    Sind natürlich am Samstag Morgen um 9Uhr sofort in die nächste Apotheke -> Pille danach & Anti-Brechmittel geschluckt. Der Apotheker hat gemeint, dass Trileptal die Wirkung der Pille Danach ( Levonorgestrel ) minimiert, aber die "Verhütung" schon funktionieren sollte.
    Zu Hause dann die Packungsbeilage von der Pille Danach (levonorgestrel) studiert. Leider steht wirklich explizit, dass die Wirkung bei Einnahme von Trileptal minimiert ist.... ja was soll das jetzt bitte heissen? Wichtig ist doch schlussendlich ob man noch schwanger wird, oder nicht?

    Wissenswert ist, dass meine Freundin eigentlich kurz vor Ihren Tagen steht. Ist leider momentan bei Ihr extrem schwankend, sie hatte jedoch seit ein bisschen mehr als einem Monat nicht mehr Ihre Periode (kann sich bei ihr manchmal sogar noch länger hinauszögern, bis zu 1.5 monaten!) & schwankt laider extrem. Trotzdem sollte sie theoretisch sehr bald ihre Tage bekommen. In der Packungsbeilage von levonorgestrel steht, dass sich durch die Einnahme der Pille Danach, die Periode um bis zu zwei Wochen verschieben kann...

    Schlussendlich haben wir ihrer Frauenärztin telefoniert. Diese meint, ja trileptal vermindert die wirkung. Jedoch ist die Pille Danach so überdosiert dass es sehr unwahrscheindlich sei, dass sie schwanger werden kann (zudem sei Levonorgestrel eine der stärksten Pillen Danach) & da sie kurz vor ihrer Periode sei es auch unwahrscheindlich....

    okee... hab jetzt noch ein bisschen im Internet recherchiert und
    folgendes auf der der trileptal homepage gefunden -> Packungsbeilage Trileptal:

    *********************************
    Hormonale Kontrazeptiva
    Es wurde gezeigt, dass Trileptal Ethinyloestradiol und Levonorgestrel, diebeiden Komponenten eines hormonalen Kontrazeptivums, beeinflusst. Diemittleren AUC-Werte von Ethinyloestradiol und Levonorgestrel wurden um 48–52 % bzw. 32–52 % erniedrigt. Mit anderen oralen oder implantierbaren Kontrazeptiva wurden keine Studien durchgeführt. Daher kann diegleichzeitige Anwendung von Trileptal und hormonalen Kontrazeptiva diese unwirksam machen (s. Abschnitt 4.4: „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen fürdie Anwendung“).
    ********************************


    Meine Freundin hat leider ca. eine halbe Stunde nach der Einnahme der Pille Danach ihre Dosis Trileptal geschluckt (muss sie drei mal am tag nehmen & war rein aus gewohnheit). Weiss war nen Fehler! Hat jetzt aufgehört Trileptal zu schlucken...

    Heute Nachmittag/Abend hatte sie leicht Bauchweh, war müde (haben aber auch nur 3h geschlafen), hatte den ganzen tag keinen Hunger. Doch ihrer Meinung nach sind diese Symptome nicht soo ausgeprägt & könnten ev. auch Nebenwirkungen der Anti-Brechpille sein.

    Wie schätzt Ihr die Lage ein`? Kann man irgendwas unternehmen? Erfahrungen?
    Oder muss man nun ev. bis zu zwei Wochen mit dem Ungewissen leben, ev. schwanger zu sein & jeden Tag auf die Periode hoffen?

    Vielen Dank
    Gruss besorgter Stefan
     
    #1
    razorlight, 16 Dezember 2006
  2. kittie
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    nicht angegeben
    mit der wechselwirkung kann euch wohl nur ein arzt weiterhelfen, ich finde es allerdings ziemlich gefährlich wenn sie plötzlich ohne absprache mit ihrem arzt die epilepsie medikamente absetzt!!!
     
    #2
    kittie, 16 Dezember 2006
  3. Dunsti
    Dunsti (39)
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    vergeben und glücklich
    Aus welchem Land kommst Du? In Deutschland ist die Pille danach verschreibungspflichtig und wenn ein Kollege das im Wissen um ihre Dauermedikation ohne individuelle Beratung verschrieben hat, ist das zumindest fahrlässig. Oder hat er danach nicht gefragt? Oder habt ihr das nicht gesagt?

    Ich hoffe, Deine Freundin überblickt, was sie da tut, wenn sie ihre Medikamente absetzt. Ich würde Dir dringend raten, mit einem Frauenarzt, dem behandelnden Neurologen oder zumindest (am Sonntag morgen) mit dem ärztlichen Notdienst zu sprechen, denn eigenmächtige Dosisänderungen bei Antiepileptika können lebensgefährlich sein.

    :kopfschue
     
    #3
    Dunsti, 17 Dezember 2006
  4. razorlight
    razorlight (29)
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    Single
    Danke für die Antworten.
    Ja ihr habt wahrscheindlich recht. Die Idee dabei war die Wirkung der Pille Danach nicht zu minimieren! Zudem ist bei ihr die Epilepsie nicht stark ausgeprägt, hatte seit 3 Jahren keine Anfälle mehr & sie sollte wohl wissen, was sie da macht, da sie schon 20 Jahre damit lebt. Aber ich werd sie heute darauf ansprechen & gegenenfalls dem Notdienst telefonieren. (leben in der Schweiz)

    Die eigendliche Frage, denkt ihr die Pille Danach verfehlt durch die Epilepsie Medikamente (Trileptal) ihre WIrkung, bzw. seht Ihre eine reele Chance auf eine Schwangerschaft? Wenn ja, kann man was dagegen machen, oder nur abwarten und Tee trinken?
    Weiss jemand wie stark solche "Pillen Danach" überdosiert sind? In der Packungsbeilage sprechen Sie ja von 30-50% Wirkungsverlust bei Trileptal, damit kann ich nichts anfangen... ?!? :ratlos:

    Vielen Dank
     
    #4
    razorlight, 17 Dezember 2006
  5. ~Carry~
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    nicht angegeben
    Da werdet ihr wohl nur abwarten können. Die Fragen wird euch niemand beantworten können. Medikamente sind eben nur gerade so hoch dosiert, wie sie es sein müssen. Schleißlich will man keine unnötigen Nebenwirkungen provozieren.

    Und sie soll bloß ihre Medikamente weiternehmen. Daß sie 3 Jahre keine anfälle hatte, wird wohl daran liegen, daß sie regelmäßig ihre Medikamente nimmt.
     
    #5
    ~Carry~, 17 Dezember 2006
  6. Dunsti
    Dunsti (39)
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    vergeben und glücklich
    In der Schweiz gibt es die Pille danach ohne Rezept, das ist richtig. Was ich nicht verstehen kann, ist, dass jemand, der Epileptiker ist und deshalb Medikamente einnimmt, sich nicht vorher entsprechend beraten lässt - das hätte auch der Apotheker gekonnt.

    Was auf gar keinen Fall geht, und deshalb empfehle ich Dir auch nach wie vor, einen Arzt zu kontaktieren, ist das eigenmächtige Absetzen der Antiepileptika. Das zeigt eigentlich nur, dass Deine Freundin nicht verstanden hat, warum sie diese Medikamente nimmt und wie sie wirken. Sie werden normalerweise (gerade wenn die Erkrankung seit Jahren besteht) auf eine sogenannte "Erhaltungs-Dosis" herabgefahren, so dass sie mit der niedrigst-möglichen Dosierung gerade so eben symptomfrei ist. Man will ja nicht unnötig Chemie in sich reinpumpen, auf der anderen Seite aber beschwerdefrei sein. Insofern ist die Stufe zu einer Unterdosierung beim plötzlichen Weglassen der Medikamente nicht groß. Hinzu kommt, dass das einmalige Absetzen überhaupt nichts bringt. Anti-Epileptika verweilen etliche Zeit im Körper (salopp ausgedrückt). Um eine gegenseitige Beeinflussung von Pille danach und Epilepsiemittel wirksam zu verhindern, hätte man das Antiepileptikum schon Tage bis Wochen vorher absetzen müssen. Somit ist das, was ihr da jetzt macht, nicht nur Blödsinn, sondern auch noch gefährlich.

    Was Deine Statistiken angeht, so sind solche Berechnungen müßig. Sie helfen Dir überhaupt nicht, denn egal, ob Dir bei der Wahrscheinlichkeitsrechnung 10% oder 90% bleiben - eine Aussage, ob sie nun schwanger ist oder nicht, hast Du trotzdem nicht. Hinzu kommt, dass die Pille danach auch bei Leuten, die keine weiteren Medikamente nehmen, nur in 3 bis 4 von 5 Fällen wirkt (je nach Einnahmezeitpunkt). Ich kann also nur dringend raten, die Epilepsie-Medikamente wieder zu nehmen und hinsichtlich der möglichen Schwangerschaft einen Frauenarzt aufzusuchen.

    Ich denke, damit ist jetzt auch alles gesagt.

    Alles Gute für Euch!
     
    #6
    Dunsti, 17 Dezember 2006
  7. razorlight
    razorlight (29)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    Hey nochmals vielen, vielen Dank für die Antworten.
    Die Situation hat sich wieder beruhigt. Meine Freundin hatte nie vor die Medikamente abzusetzen, sie dachte sich nur, dass es ev. sinnvoll ist nicht gleichzeitig die Pille Danach & Trileptan ( ihr Eptileptika - Medikament ) einzunehmen, da Trileptan die Aufnahme von Medikamenten im Darm vermindert. Zudem besteht die Tatsache dass Trileptan den Abbau von Medikamenten in der Leber fördert. Aber schlussendlich habt Ihr wahrscheindlich recht und der Effekt ist zu vernachlässigen.
    Zudem wusste meine Freundin sehr genau was sie da tut, da bei ihr die Eptilepsie nicht stark ausgeprägt ist und eventuell nach der Pubertät wieder verschwienden könnte (laut Arzt wird sie nächstens ihre Medikamenten Dosis vermindern)... Zudem kann sie Problemlos ein zwei Tage ohne ihre Medikamente auskommen. Früher bekam sie ihre Anfälle nur in extremen Übermüdikeitssituationen... naja, auch egal. Sie nimmt auf jeden Fall wieder ihre Medikamente...

    @Dunsti: Klar haben wir mit dem Apotheker die ganze Eptilepsie-Sache besprochen. Er hat in seinem System nachgeschaut und hatte keine Sorgen...

    Das Problem hat sich mitlerweile erledigt. SIe hat am Sonntag ihrem Hausarzt, welcher über ihre Epitilepsie bestens informiert ist, angerufen, dieser meinte:

    *******************************
    Die Wirkung der Pille Danach ist normalerweise bei 99.9 % Erfolgswahrscheindlichkeit. Bei der gleichzeitigen Einnahme von Trileptan (Eptilepsie-Medikament) sinkt die Wahrscheindlichkeit auf 99.7 %. (laut Hausarzt, der sich angeblich am PC schlau gemacht hat, er hatte sogar schon einmal den gleichen Fall) -> Keinen Grund zur Besorgniss.
    *******************************

    Meine Freundin hat heute einen Termin in zwei Wochen beim Frauenarzt abgemacht, dann sehen wir weiter. Hoffe sie hat bis dahin schon ihre Tage...

    @Dunsti: Wie kommst du auf 3 bis 4 von 5 Leuten. Finde ich doch schon ein bisschen wenig (60% bis 80%)...?!? Die Pille Danach ist wie unser Bsp. zeigt so krass überdosiert (30 - 50 % Prozent weniger Wirkung & trotzdem kann eine Schwangerschaft bei 99.7% verhindert werden...) Das ist doch auch der Ursache für die vielen Nebenwirkungen. Bei diesem Medikament will man doch unbedingt die bestimmte Wirkung (Schwangerschaft verhindern) erreichen und geht dabei lieber Kompromisse bei den Nebenwirkungen ein. Kann somit ~Carry~ nicht zustimmen.
    Aber schlussendlich sind die Zahlen ja eh egal, entweder man hat Glück oder eben nicht.

    Nochmfals vielen Dank an alle.
    Gruss
    razorlight
     
    #7
    razorlight, 18 Dezember 2006
  8. Dunsti
    Dunsti (39)
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    vergeben und glücklich
    Weißt Du was? Du machst hier eine riesige Welle und zitierst hier stundenlang aus irgendwelchen Packungsbeilagen, sprichst mit fünf Ärzten und Apothekern - und dann reichts immernoch nicht? Ich fühl mich echt ein bißchen verarscht. Du bist Dir schon sicher, dass die ganze Geschichte so stimmt? Ich meine, wenn Du nicht mal weißt, wie die Krankheit Deiner Freundin heißt ... ihr werdet ja sicher schonmal drüber gesprochen haben, auch in Gegenwart eines Arztes oder Apothekers, oder? Denk mal drüber nach.

    Und was diese Quoten da angeht: Ich hab keinen Schimmer, wo er die 99.7% her nimmt, wenn bekanntermaßen die Pille danach nach 12 Stunden rund 80% Erfolgschance, nach 72 Stunden rund 70% Erfolgschance hat. Dann wird sie mit Medikamenten, die die Wirksamkeit herabsetzen, kaum 99.7% haben, oder?

    Aber ist mir egal. Du hast Deine Beratungen bekommen, Deine Freundin nimmt weiter ihre Medikamente oder auch mal zwei Tage nicht und demnächst weniger, alles ist in Butter. Viel Glück.
     
    #8
    Dunsti, 19 Dezember 2006
  9. ~Carry~
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    sorry, aber die pille danach hat garantiert keine 99,9% Erfolgschance (Nachzulesen in der Packungsbeilage der Pille danach)

    Die Erfolgschance ist bestensfalls 95% und sinkt mit zunehmender Dauer.
     
    #9
    ~Carry~, 22 Dezember 2006

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