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  • Piratin
    Piratin (40)
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    13 März 2009
    #1

    Drogenmissbrauch, geschlossene Anstalt

    Ich hätte da mal ne Frage an Leute die sich damit auskennen:

    angenommen jemand nimmt seit Jahren Drogen. Dieser Jemand hat nun noch etwas richtig Schlimmes gemacht und sitzt nun in der geschlossenen Abteilung eines psychiatrischen Krankenhauses. Wie lange bleibt der da drin? Was machen die da mit einem?

    Nee, keine Angst, es geht hier nicht um mich oder jemanden den ich lieb habe.
     
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  • User 32843
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    nicht angegeben
    13 März 2009
    #2
    Als ich in der geschlossenen Anstalt der Psychiatrie gearbeitet habe hatten wir dort drin Leute die seit über 50 Jahre dort waren.

    Ich schätze das kommt sehr stark auf den Richter an, der die betreffende Person in die Psychiatrie einweist, bzw. auf die Therapie und das Verhalten der Person... unter Umständen kann die bestimmt bis an ihr Lebensende verwahrt bleiben, meist wird aber versucht über Therapien eine Entlassung zu rechtfertigen.
     
  • brainforce
    brainforce (35)
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    13 März 2009
    #3
    ich nehme ganz stark an sie versuchen ihm zu helfen...
     
  • Samaire
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    13 März 2009
    #4
    Kommt drauf an, was "was ganz Schlimmes" ist. Schlussendlich kann der Aufenthalt schlicht ein Ersatz für eine Gefängnisstrafe sein. Wie lange man da drin bleibt, kann man so nicht beantworten, ein paar Monate, einige Jahre, Verwahrung auf Lebenszeit - alles möglich.

    Was die da machen? Entzug und Therapie.
     
  • FreeMind
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    13 März 2009
    #5
    Was für Drogen? Sorry frage nicht aus Voyeurismus, sondern danach ob sie körperlich oder/und psychisch abhängig machen.

    Danach richtet sich ein möglicher Behandlungs- und Therapieplan.

    Das Schlimme was er gemacht hat, war das eine Gefahr "nur" für sich selbst oder auch für andere? Hat er sich selbst eingewiesen oder wer (welche Stelle) hat das veranlasst? (Ja man kann sich auch selber in die Geschlossene einweisen)

    (Habe mal ehrenamtlich Drogenberatung und Aufklärung gemacht; nur damit jetzt keiner falsche Schlüsse zieht)
     
  • metamorphosen
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    vergeben und glücklich
    14 März 2009
    #6
    Da gibt es ja prinzipiell zwei Möglichkeiten, entweder Zwangseinweisung wegen Selbst- oder Fremdgefährdung oder Maßregelvollzug weil derjenige eine Straftat begangen hat.

    Im ersteren Fall bleibt derjenige so lange drin bis die behandelnden Ärzte der Meinung sind, dass der Klient auf eine offene Abteilung verlegt werden kann und letztendlich dann ambulant weiterbehandelt werden kann.

    Keine Ahnung wie das im zweiten Fall ist.

    Was gemacht wird sind z.B. Entzug, Pharmakotherapien, Psychotherapien und Beschäftigungsangebote, je nach dem was notwendig und möglich ist.
     
  • Piratin
    Piratin (40)
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    14 März 2009
    #7
    Sagen wir, das eigene Kind misshandeln.

    Sagen wir, die ganze Bandbreite von Marihuana bis zu Koks und Heroin.

    Sagen wir, hat sich selbst eingewiesen, Strafverfahren läuft aber.
     
  • Tinkerbellw
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    14 März 2009
    #8
    Soweit ich weiß, kann man, wenn man sich selber eingwiesen hat auch leichter wieder herauskommen, als wenn man eingewisen wurde.

    Läuft ein Verfahren wegen Kindesmisshandlung und würde in der Verhandlung festgestellt, dass die Misshandlung zum Teil auch durch den massiven Drogenmissbrauch mit verursacht wurden, dann könnte der Richter das Sorgerecht entziehen und als Auflage für die Frau machen, dass sie wenn sie ihr Kind sehen will, zunächst ihr Drogenproblem in Angriff nehmen muss, sozusagen als Auflage (wobei ich auch Pflegekinder kenne, die unter Beaufsichtigung weiter ihre Mütter sehen dürfen, auch wenn deren Leben immer noch chaotisch ist). Allgemein denke ich, dass sie aus der Psychatrie(solange die Drogen ihr Gehirn nicht schon sehr massiv kaputt gemacht haben) erstmal in eine Entzugsklinik überwiesen würde, wenn die Klinik selber auf dem Gebiet nicht so kompetent ist.

    Off-Topic:
    Ist es die Person, die ich denke ?
     
  • Piratin
    Piratin (40)
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    15 März 2009
    #9
    Off-Topic:
    ja, ist es
     
  • User 75021
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    15 März 2009
    #10
    Ohje, das tut mir für das Kind richtig leid.:geknickt:

    Sie bekommt hoffentlich in dem Verfahren das Sorgerecht entzogen.
    Als Vater würde ich auf das alleinige Sorgerecht pochen.
     
  • wundergibtes
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    19 März 2009
    #11
    Wenn jemand auf einer geschlossenen Abteilung einer Psychiatrie landet, dann meistens mit einem Beschluss (PsychKG) eines Richters.
    Erstmal kommt die Person nicht ganz so einfach wieder heraus.

    Zuerst steht wohl der Entzug an. Sollte die Person dann irgendwann einigermaßen klar sein und das Bewusstsein wiedererlangt haben, wird sie wohl zu der Tat befragt etc. Dann wird sich relativ schnell entscheiden, was weiter ansteht. Wie schon jemand sagte, bei einer Straftat + psychische Erkrankung steht evtl. der Maßregelvollzug an in einer Forensik an. Bis dahin könnten aber auch ein längerer Weg werden, wenn die Medikamententherapie nicht wie gewünscht anschlägt.

    @Piratin
    Meinst du mit deinen Fragen evtl. auch einen Alltag in der Psychiatrie?
     
  • Piratin
    Piratin (40)
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    21 März 2009
    #12
    Hat sie.

    @wundergibtes: jo, so der Alltag würde mich schon interessieren. :smile:
     

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