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Drohende Arbeitslosigkeit...

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von SottoVoce, 28 August 2006.

  1. SottoVoce
    SottoVoce (34)
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    Ich werde vermutlich bald arbeitslos sein - zumindest, wenn nicht noch ein Wunder geschieht... :geknickt:

    Ich hab nach der Geburt meines Sohnes ein Jahr mit der Schule ausgesetzt (nach der 11. Klasse) und hab dann noch ganz normal mein Abi gemacht nach der Pause (also 12 und 13 besucht). Ich hatte einen Schnitt von 1,8, war also wirklich nicht schlecht. Ich wusste dann nicht so richtig, was ich nach dem Abi machen sollte... Eigentlich hätte ich gerne studiert (Sprachen oder Geologie oder sowas), aber das ging wegen meinem Kind nicht so richtig (zum einen verdient man beim Studium nichts und ich wollte nicht über Jahre Schulden wegen Bafög anhäufen, zum anderen hätte ich ein Auslandssemester oder sowas machen wollen, WENN ich das schon mach, und das wäre mit dem Kind auch nicht gegangen, bzw. so ein Hin- und Hergeziehe wollte ich ihm nicht antun). Eine einfache Ausbildung wollte ich irgendwie nicht machen, weil ich dann ja nicht extra noch hätte das Abi machen müssen. Im Endeffekt entschied ich mich für die Berufsakademie - ein 3jähriges duales Studium mit viel Praxis und einem festen Betrieb, so dass die Übernahmechance bestand - außerdem verdient man die ganze Zeit ein Ausbildungsgehalt.

    Damit halte ich mich jetzt mühsam seit 3 Jahren mehr oder minder über Wasser. Ich hab irgendwie immer damit gerechnet, übernommen zu werden (es ist einfach so üblich bei einem BA-Studium) und hab mich drauf gefreut, mir vielleicht auch irgendwann ein neues Handy leisten zu können - oder ein Auto... Oder dass der Keks (mein Sohn wird dieses Jahr noch 6) endlich ein Fahrrad kriegen könnte oder die heiß ersehnte Carrera-Rennbahn...

    Tja, weit gefehlt. :geknickt: Ich werde nicht übernommen. Mein Betrieb hat letztes Jahr fast 100 Stellen abgebaut, weil es ihm finanziell nicht gut geht / ging. Jetzt geht es zwar aufwärts und es werden auch ab und zu neue Leute eingestellt und "normale" Azubis wurden auch alle übernommen - aber es sind alles eben keine hochqualifizierten Leute, sondern welche ohne Studium - die sind billiger als ich. Auf mein Argument, dass ich auch so einen Job nehmen würde, konterte die Personalabteilung, dass ich mich dann aber wegbewerben würde, wo ich mehr verdiene, und dann hätten sie wieder die Kosten, neue Mitarbeiter zu finden. Daher werde ich eben nun gar nicht erst übernommen. Da mein Ausbildungsvertrag keine Übernahmegarantie enthält, kann ich da dagegen auch nichts machen.

    Tja, nun habe ich ab dem 1.10. nichts mehr. Natürlich bewerbe ich mich bereits seit fast zwei Monaten neu. Beim Arbeitsamt bin ich auch shcon gemeldet. Aber vom Arbeitsamt kommt irgendwie nichts, was Arbeitsangebote angeht - es sähe gerade für Betriebswirte eben in meiner Stadt nicht gut aus. :ratlos: Und auch in der Zeitung gibt es praktisch keine Stellenanzeigen. Die wenigen, die es gab, hab ich alle beantwortet. Auch Blindbewerbungen (einfach größere Unternehmen der Gegend) hab ich abgeschickt. Aber ich hab NOCH KEINE EINZIGE Antwort bekommen!!! Dabei sind die ersten Bewerbungen jetzt vor 2 Monaten raus... :geknickt: Keiner antwortet - nicht einmal Absagen kommen! Einfach überhaupt nichts. :cry:

    Das zieht mich fürchterlich runter. Ich möchte so gerne arbeiten. Ich muss aus unserer chaotischen, geliebten Wohnung ausziehen, wenn ich keine Arbeit finde. Der Keks wird immer noch kein Fahrrad und keine Carrera-Rennbahn bekommen können. Wir werden uns auch im Winter noch keinen Schlitten leisten können und die Weihnachtsgeschenke werden äußerst spärlich ausfallen. Ich muss meine Kaninchen weggeben und wir haben auch in Zukunft kein Auto - aber ohne das Studententicket werden wir uns das Bahnfahren auch nicht mehr so oft leisten können...

    Ich will gar keine Tipps, was ich machen kann. Ich glaub, mehr als hoffen und beten kann ich gar nicht mehr tun. In meiner Stadt gibts halt gerade sehr viele Betriebswirte, die Arbeit suchen - und im Gegensatz zu mir können die Berufserfahrung vorweisen. Und die meisten großen Firmen hier haben eben auch Einstellungsstopp...

    Kann mich aber vielleicht einfach jemand ein bisschen aufmuntern?

    Und vielleicht kann mir jemand sagen, wie ich die Zeit einigermaßen sinnvoll überbrücken kann, wenn ich doch arbeitslos werde? ich möchte ein "Arbeitslos-Loch" in meinem lebenslauf haben, wenn ich mich dann später bewerbe!!!
     
    #1
    SottoVoce, 28 August 2006
  2. User 18889
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    nicht angegeben
    Musst du unbedingt in deiner Stadt wohnen bleiben? Dein Sohn geht ja noch nicht in die Schule, also müsstet ihr wegziehen können.

    Gibt es keine kleineren Jobs, die du zum Überbrücken machen könntest? Ich hab mich für die Wochen zwischen theoretischem und praktischem Ausbildungsjahr gerade in einer Behindertenwerkstatt beworben. Keine Ahnung, was mich da erwartet, aber rumsitzen finde ich doof.
     
    #2
    User 18889, 28 August 2006
  3. User 37284
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    Das ist natürlich sehr hart, vor allem wenn man noch, wie du, ein Kind zu ernähren hat! Hast du dir denn mal überlegt, dass du dich in einem "normalen" Beruf bewirbst, das soll heißen Bürokauffrau oder ähnliches? Ich könnte mir vorstellen das man da mit einem BWL-Studium auch sehr gute Chancen haben kann genommen zu werden. Das wäre ja vorrübergehend schonmal besser als nichts und wenn du da auch keinen Job bekommen würdest, bleibt ja nichts groß übrig als auf 400 EUR Basis zu arbeiten, da findet man sicher immer was!

    könnten dich denn notgedrungen nicht auch deine Eltern unterstützen?

    lass dich erstmal :knuddel:
     
    #3
    User 37284, 28 August 2006
  4. SottoVoce
    SottoVoce (34)
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    Rumsitzen finde ich auch sehr doof. Ich arbeite praktisch alles, hauptsache, ich bin beschäftigt. Außerdem sollte halt die Bezahlung netto mehr als 750 € hergeben, sonst kann ich eben die Wohnung hier nicht halten. :frown: Und ich will hier nicht weg. Und zudem müssen die Arbeitszeiten passen (ich kann zwischen 8 Uhr morgens und 18 Uhr abends arbeiten, aber davor und danach bin ich Mami).

    Wegziehen aus meiner Stadt geht kaum. Mein Sohn ist tagsüber zur Betreuung bei meinen Eltern und die wohnen hier. Da meine Geschwister auch noch hier zur Schule gehen oder hier studieren oder hier arbeiten und die alle drei noch bei meinen Eltern wohnen, kann ich auch schlecht meine Eltern bitten, mit mir in eine andere Stadt zu ziehen...

    Ich weiß, dass ich den keks auch in eine Ganztagesstätte geben könnte. Aber das wäre die allerschlechteste aller Lösungen. :geknickt: Übrigens hat auch das Arbeitsamt gesagt, ich muss nicht umziehen, wenn hier in der Stadt die Betreuung meines Sohnes gesichert ist.

    Ich wäre aber bereit, bis zu einer Stunde einfach Fahrt am Tag zu pendeln (das ist ein ziemlich großer Radius, ich wohne direkt an der Autobahn).
     
    #4
    SottoVoce, 28 August 2006
  5. caro84
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    Das ist wirklich immer sehr traurig, wenn man so kurz vor Schluß erfährt, das praktisch alles für die Katz war. Natürlich hast du recht, du kansst nur noch hoffen, dass du noch was findest, vllt. auch über Freunde, Bekannte etc. Das Arbeitsamt kann man gleich total vergessen. Das du einen Sohn hast, macht die Sache natürlich auch nicht einfacher. Ich weiß ja nicht, wo du wohnst, aber wenn man sich die Arbeitslosenquote vergegenwärtigt, kann einem schon die Lust vergehen. Besonders traurig ist es natürlich immer für junge Leute wie dich, die ja auch nur wenig Berufserfahrung haben. Eigentlich ist das ja heutzutage ein Teufelskreis. Ich selber lebe in Mecklenburg und bin extrem froh darüber, dass ich nach der Ausbildung übernommen wurde, das ist hier schon fast wie ein Sechser im Lotto. Aber ich habe auch die ständige Angst, dass es bald vorbei sein könnte.
    Womit man dich vielleicht trösten könnte: in Ba-Wü und Bayern siehts nicht ganz so trostlos aus, aber diese Bundesländer sind halt auch nicht jedermanns Geschmack. Und es geschehen immer noch Wunder: Die Mutter meiner besten Freundin arbeitet als Verkäuferin und war seit 1990 schon 6 mal arbeitslos, teilweise fast 2 Jahre. Irgendwie hat sie dann aber doch immer noch was gefunden. In dem Beruf ist es auch sehr schwer, da vielerorts Studenten bzw. ungelernte eingestellt werden, die zu Dumping-Löhnen arbeiten.
     
    #5
    caro84, 28 August 2006
  6. Henk2004
    Henk2004 (33)
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    Du bist doch vergeben; kann dein Typ nicht was bezahlen? Oder verklag den Erzeuger auf mehr Unterhalt.........
     
    #6
    Henk2004, 28 August 2006
  7. SottoVoce
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    Was für ein unqualifizierter Beitrag... :kopfschue

    Mein Freund verdient für SICH, nicht für mich. Ich bin schon zufrieden, wenn er beim Essengehen für alle zahlt - was er nicht müsste! Ich will kein Geld von ihm. Abgesehen davon - spätestens, wenn er einen Studienplatz hat und nur noch nebenher arbeiten kann, wird es bei ihm finanziell auch nicht rosig aussehen...

    Und mein Ex zahlt für den Kleinen, was er muss. Das ist aber nicht viel, weil der selbst gerade erst mit der Ausbildung fertig geworden ist.

    Ganz abgesehen davon: Ich WILL arbeiten. Es langweilt mich, immer nur daheim zu sitzen. Ich möchte auch meinen Kopf anstrengen müssen... Und ich will von niemandem abhängig sein. Ich bin viel zu stolz, um von anderen was anzunehmen!
     
    #7
    SottoVoce, 28 August 2006
  8. User 37284
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    mh, wie sieht es denn jetzt also mit meinem Vorschlag der Bürokauffrau etc. aus? Da verdient man auch auf jeden fall mehr als 750 EUR netto und von den arbeitszeiten wäre das auch in ordnung, zumal man da normalerweise nicht länger als 18 Uhr arbeitet und auch nicht zu früh anfängt.
    Was wären denn noch alternative Möglichkeiten für dich?
     
    #8
    User 37284, 28 August 2006
  9. Tinkerbellw
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    nicht angegeben
    hmmm lass mal überlegen was man da noch machen könnte....
    Irgendetwas auf deine Ausbildung draufsetzen, dich höher qualifizieren, so das du danach bessere Chancen hast eine dauerhaften Arbeitsplatz zu finden????
    Ich mein eigentlich hast du ja auch Vorteile! Dein Betrieb muss nicht fürchten, das du nach einem Jahr schwanger bist und dann nicht mehr arbeiten kommst! Kann man das nicht gewinnbringend in Bewerbungen einbringen????(hoffe das wird nicht falsch verstanden ist aber auch oft ein argument junge frauen nicht einzustellen)

    Bist du noch unter 25 ???? versuch ne zweite Ausbildung bei der Stadt zu finden, da bekommt man schon in der Ausbildung relativ viel Geld (800 € +)und mit Ausbildung bist du doch schon hochqualifiziert, auch die brauchen bwler Beamten!
    Mein Vorschläge sind zwar alle keine Soforthilfen, aber langfristig könnte eine Umorientierung vielleicht sinnvoller sein, wenn die Chancen was zu finden echt so schlecht sind!
     
    #9
    Tinkerbellw, 28 August 2006
  10. SottoVoce
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    @caro: Ich komme aus Ba-Wü. :frown: Aber wie gesagt, hier sind erst ganz viele Leute entlassen worden, die genau das arbeiten, was ich kann und wofür ich ausgebildet wurde. Und die haben alle im Gegensatz zu mir Berufserfahrung.

    @San-dee: Ich arbeite wie gesagt als alles. Ich denke ja schon drüber nach, ob mich wohl ein Supermarkt an die Kasse setzen würde und wieviel man da wohl dabei verdient. :ratlos: Dagegen ist Bürokauffrau natürlich ein Traum! Aber auch da gibt es keine Stellenanzeigen davon?! :frown: Wieso braucht denn keiner Mitarbeiter, die im Büro so ziemlich alles erledigen würden?!

    @Tinker: Soviel verdient man bei einer Ausbildung für eine Beamtenstelle?! :eek: Kann ich mir gar nicht so recht vorstellen?! Allerdings ist es zu spät, sich für einen Ausbildungsplatz für dieses Jahr zu bewerben, oder? Also müsste ich das nächstes Jahr machen und ein Jahr irgendwie überbrücken - und wie?! :ratlos:
     
    #10
    SottoVoce, 28 August 2006
  11. Tinkerbellw
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    na das eine Jahr könnte man ja auch irgendwas weniger qualifiziertes machen was genug Geld bringt.Bei usn in Solingen wärs bei Haribo Gummibärchen gießen oder bei Wilkinson Rasierer zusammensetzen!
    Ja Ausbildungen bei der Stadt werden gut bezahlt und man einigermaßen sicher übernommen?
     
    #11
    Tinkerbellw, 28 August 2006
  12. SottoVoce
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    Ist das dann aber brutto oder netto? Brutto verdien ich jetzt nämlich mehr als 900 €, aber da kommt halt leider netto net soviel raus... *seufz* Und wie gesagt - netto muss es über 750 € sein, ansonsten muss ich hier ausziehen... und die Wohnung ist für den Keks und mich perfekt (wir haben Platz, er darf laut sein, wir haben nen großen Garten, es ist ruhig, die Straße ist von wenig Autos befahren, der Keks kann also draußen spielen, es wohnen allein hier in der Straße ungefähr 20 Kinder, es gibt einen großen Sandkasten im Haus, wir können zu meinen Eltern laufen, ...).

    Krieg ich denn überhaupt einen Ausbildungsplatz, wenn ich sowas "unterqualifiziertes" arbeite wie als Hilfsarbeiterin für irgendwas? Wobei da halt oft das Problem ist, dass das Schichtarbeit ist. Und das wiederum geht mit dem keks auf gar keinen Fall...
     
    #12
    SottoVoce, 28 August 2006
  13. HaveABreak
    Gast
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    Da ich mich in den letzten 2 Monate sehr intensiv mit Bewerbungen und dem Arbeitsmarkt auseinandergesetzt habe, kann ich Dir nur in der Hinsicht ein paar Beiträge liefern, vielleicht hilft Dir irgendwas davon.

    Zuallererst ist die Frage, wie Du die Bewerbungen geschrieben hast: Hast Du in Büchern oder dem Internet recherchiert, wie man eine optimale Bewerbung schreibt oder hast Du eher einfach so drauflosgeschrieben? Hast Du professionelle Bewerbungsfotos machen lassen? Stimmst Du jede einzelne Bewerbung auf das jeweilige Unternehmen ab oder verschickst Du Standardbewerbungen? Rufst Du vorher in den Unternehmen an und erkundigst Dich bei den Verantwortlichen in welcher Art und Weise eine Bewerbung sinnvoll wäre? Hast Du Deinen Lebenslauf so ausformuliert, das klar ist, was für ne tolle Arbeitnehmerin Du aufgrund Deiner theoretischen und praktischen Erfahrungen bist?

    Das alles ist sehr aufwendig, aber Personaler merken sofort, wenn jemand sich blind einfach überall bewirbt und dieser Fehler wird immer wieder vielen Arbeitssuchenden zum Verhängnis. Standardbewerbungen fliegen als erstes in den Müll und da Du nach 2 Monaten keinerlei Rückmeldungen bekommen hast, kann genau das bei Dir schiefgegangen sein.

    Da Du immer wieder betonst, daß Du wenig Praxiserfahrung hast, würde ich Dir dringend raten, ein Praktikum zu machen, idealerweise in einer Richtung die irgendwas mit Deinem Studium zu tun hast. Du mußt bei einem Bewerbungsgespräch ne klare Linie in Deinem Leben aufzeigen können und wenn Du nach Ende dieser Ausbildung nächstes Jahr ne andere Ausbildung machst, sieht das halt ein bißchen komisch aus. Du hast (sehr) gute Abiturnoten und ein gelungenes BA-Studium, ich kann mir einfach nicht vorstellen, daß Du damit schlechtere Arbeitsmarktchancen hast wie als Bürokauffrau. Vielleicht gibt es ja auch die Möglichkeit, in dem Unternehmen, in dem Du bis jetzt warst, ein Praktikum zu machen und den Leuten im Gedächtnis zu bleiben, das ist meist der beste Einstieg. Meine Mutti (eine Personalerin) sagt immer: "Wenn Dich Leute kennen und wissen, daß Du gut arbeitest, dann hast Du einen riesen Vorteil gegenüber allen anderen Mitbewerbern."

    Das mit dem knappen Geld macht die Sache natürlich schwieriger, da ist perfekte Organisation gefragt. Du bist "Vergeben und Glücklich", wie sieht es denn mit Deinem Partner aus, kann der Dich finanziell unterstützen, Dich abfangen, falls Du einige Monate unbezahltes Praktikum machen mußt? Arbeitet er, kann er sich in seinem Unternehmen mal umhören, wie es mit Stellen aussieht? Hast Du schon Freunde, Verwandte, Bekannte, Angeheiratete, wasauchimmer gefragt, ob es bei denen was zu arbeiten gibt?
     
    #13
    HaveABreak, 28 August 2006
  14. SottoVoce
    SottoVoce (34)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    Verheiratet
    Danke HaveABreak, das war ein super Post! Ich versuch, ausführlich zu antworten...

    Ich hab mich informiert. Hab mich im Februar bei einer Unternehmensberatung beworben, wo ich eigentlich nicht hin wollte (die Arbeitszeiten mit Wochenende und ganz ohne feste Bezahlung, sondern rein auf Erfolgsbasis wollte ich keinesfalls). Das sollte mir nur zeigen, ob meine Bewerbung auf Interesse stößt und ob mir die angst vor einem "ernsten" Bewerbungsgespräch nehmen, falls ich so weit kommen sollte. Damals wurde ich sofort zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen und auch das zweistündige, sehr intensive Gespräch verlief so positiv, dass ich in die "nächste Runde" gekommen wäre. Da war ich dann aber so ehrlich und hab gesagt, dass es mit diesen Arbeitszeiten wegen meinem Kind nicht geht.

    Ja (und sie waren schweineteuer!).

    Mein Lebenslauf wird immer nur geringfügig angepasst (was Interessen angeht oder besondere Kenntnisse). Meine Bewerbung selbst besteht aus verschiedenen Absätzen. *g* Manche benutze ich eigentlich immer (also zB was ich zurzeit mache, also dass ich meine Ausbildung dann und dann abschließen werde und mit welchem Abschluss). Der restliche Text wird auf die Anzeige oder das Unternehmen, wo ich mich bewerbe, abgestimmt (also, wenn es eine Controlling-Stelle ist, dann ist es darauf gemünzt, dass ich das in der Ausbildung mal gemacht hab und da auch ne englische Praxisarbeit drüber geschrieben hab, wenns dagegen ne Kreditstelle ist, beziehe ich mich auf meine monatelange selbstständige Arbeit im Kreditbereich).

    Das hab ich bisher nicht gemacht. Ehrlich gesagt, ich weiß gerade auch nicht so sehr, was Du meinst? :schuechte In Anzeigen steht ja meist ganz genau, was sie wollen (tabellarischer Lebenslauf, schriftliche Bewerbung mit Passfoto usw...). Bei Blindbewerbungen hab ichs einfach genauso gemacht. Online-Bewerbungen hatte ich bisher keine Gelegenheit. Die find ich aber auch irgendwie "unsympathisch".

    Mein Lebenslauf ist wenig spannend. Wie kann man den aufmotzen? Das weiß ich nämlich nicht... Hab ihn halt so geschrieben, wie er war... Und der beinhaltet bisher leider keine Praktika... Und irgendwelche ziemlich hirnrissigen Seminare, bei denen man gar nichts lernen KONNTE, hab ich da auch nicht erwähnt... Sollte ich das?

    Ich muss dazusagen: Mein duales Studium war so aufgebaut, dass ich immer etwa 3 Monate Studium hatte und anschließend 3 Monate Praktische Zeit. Also ich bin nicht nur theoretisch ausgebildet. Ich arbeite bei einer Bank. Ich stand schon alleine am Schalter, ich war in den meisten Abteilungen, und das letzte halbe Jahr hab ich jetzt selbstständig in der Kreditabteilung gearbeitet (was ich auch immer in meinen Bewerbungen erwähne). Also, ganz unerfahren bin ich nicht mit normalem Arbeitsleben. Ich meinte mit meiner Aussage nur, dass ich eben keinen richtigen vollen Arbeitsplatz besetzt hab - zumindest auf dem Papier nicht (in Wahrheit war ich wohl eine billige Arbeitskraft, die immer dort aushalf, wo es am meisten brannte - was bedeutet, dass ich alleine Pfändungen bearbeiten kann, sowie Avale verbuche oder auch Grundschulden bearbeiten, ich konnte also in der Bank problemlos Urlaubsvertretungen für die jeweiligen Bearbeiter machen, ohne dass was liegenblieb für später!). Ich denke halt, dass das negativ aussieht gegenüber jemandem, der in dem Bereich, für den man sich bewerbt, schon 3 Jahre alleine gearbeitet hat...

    Bei Praktika hab ich auch so ein Problem: Wie findet man da ein längeres???

    Ich will eigentlich keine andere Ausbildung machen. Aber was wäre, wenn ich bis in einem Jahr immer noch nichts gefunden hätte? Irgendwann bleibt mir ja nichts anderes mehr übrig. :frown:

    Der Witz ist der: Ich würde gebraucht werden. In der Kreditabteilung, wo ich ja jetzt auch immer eingesprungen bin, da fehlen mindestens 2 Vollzeitarbeitskräfte. Die Mitarbeiter dort haben sich auch dafür eingesetzt, dass ich bleiben darf. Aber die Personalabteilung hat beschlossen, dass es für dort keinen Mitarbeiter mehr gibt, dass da keine Stelle geschaffen wird. Ich BIN den Leuten im Gedächtnis. Aber es gibt halt keine Stelle... :geknickt:

    Praktikum geht also nur außerhalb meiner Bank.

    Nein, könnte er nicht. Er kann sich ganz gut über Wasser halten, aber er wird ab nächstem Jahr auch keine Stelle mehr haben, weil sein Vertrag befristet ist. Abgesehen davon verdient er zwar nicht schlecht, aber nicht die Welt. Wir sind auch noch nicht so arg lange zusammen und ich würde nur sehr ungern Geld von ihm annehmen (selbst wenn er sich das leisten könnte, was ich mir nicht vorstellen kann). Auch meine Eltern kommen nicht in Frage (mein Vater ist schon Rentner, meine Mutter Hausfrau und kostenlose Betreuungsmöglichkeit für mein Sohn, außerdem haben sie noch 3 andere Kinder...).

    Er arbeitet in einem völlig anderen Bereich als ich. Da wird es kaum Stellen geben, die überhaupt für mich in Frage kommen. Trotzdem schaut er immer die internen Stellenausschreibungen an... Er hat auch seine Familie (Cousine und Onkel), die Bezug zu Unternehmen haben, die als potenzielle Arbeitgeber für mich in Frage kämen, schon angestoßen, für mich die Augen aufzuhalten. Leider hat sich auch da bisher nichts ergeben. Über seinen Vater hab ich zwar ne Bewerbung loswerden können, aber das war auch eine der allerersten und von denen hab ich auch noch nix gehört. Außerdem wäre das in einer anderen Stadt, was bedeuten würde, dass ich umziehen müsste - und zwar ohne meinen Sohn, der dann unter der Woche bei meinen Eltern wohnen würde. :cry: Und das würde ich nur dann machen, wenn es gar nicht anders geht. Ich lieb den Kleinen so sehr, das würde ich nicht wirklich aushalten. :geknickt:

    Da gibt es leider nicht viel... :geknickt: Mein Freund, hab ich ja shcon geschrieben, arbeitet wo völlig anderes, was heißt, da werd ich kaum was finden. Sein Vater hat sich für mich eingesetzt, sieht aber so aus, als bliebe das erfolglos. Die meisten meiner Freunde arbeiten in meinem eigenen Betrieb und da klappt es ja nicht. Andere Freunde studieren oder sind Angestellte wo ich nicht arbeiten kann (zB bei einem Rechtsanwalt könnte ich ja nicht unterkommen). Mein Onkel ist Lektor, was auch nicht passt. Mein anderer Onkel arbeitet weiter weg. Meine Tante ist Organistin in einer Kirche. Meine Mutter war Erzieherin, jetzt wie gesagt Hausfrau, mein Vater ist Rentner... Es ist wie verhext! :frown:
     
    #14
    SottoVoce, 28 August 2006
  15. Browneyedsoul
    Verbringt hier viel Zeit
    527
    101
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    Verheiratet


    man verdient net in allen ausbildungsbereichen der städte oder kreise so viel, die beamtenstellen sind gut bezahlt. hab selbst den mittleren dienst gemacht und hab da 843 im monat verdient, natürlich noch abzüglich der privaten krankenversicherung.

    gehobener dienst hat glaub ich 50 euro mehr.
    dafür gibt es immer nur spezielle schulen, wohne in RLP, in Speyer, war dann in den 24 monaten ausbildung 11 monate 180 km von zu hause weg in der schule und hab dort gewohnt.
    beim gehobenen dienst geht die ausbildung 36 monate und man is davon glaub ich 18 monate weg, wäre also net grad vorteilhaft, wenn sie ein kind hat...
     
    #15
    Browneyedsoul, 28 August 2006
  16. Britt
    Britt (42)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hallo,

    hmm.. wenn es in deiner Stadt so mies aussieht mit Jobs, solltest du dich doch woanders bewerben. Deswegen musst du doch deinen Sohn nicht die Woche über bei den Eltern lassen. Die meisten Ganztagsschulen, Horts (hab gerechnet, dass er wohl über 6 Jahre ist?) und Kitas sind heutzutage keine "Kinderaufbewahrungsstätten" mehr, sondern es wird auf die Kinder eingegangen und sie haben viel Spass. Ich denke, das würde deinem Sohn eventuell sogar besser gefallen, als den Nachmittag bei deinen Eltern zu verbringen (oder erst recht die ganze WOche..). Natürlich ist es schwer, sein soziales Netz zurückzulassen, aber wenn die Alternative dauerhafte Arbeitslosigkeit heisst, musst du in diesem Punkt wirklich umdenken. Eine neue Ausbildung anfangen, ich weiss nicht.. eigentlich hast du bis jetzt doch eine sehr gute Entwicklung hingelegt, da muss doch ein guter Job rausspringen.

    PS: Eventuell solltest du deine Bewerbung mal von einem Personal oder so durchchecken lassen, vielleicht ist irgendwo ein unauffälliger Patzer drin, dass nun gar keiner reagiert ist schon extrem.
     
    #16
    Britt, 28 August 2006
  17. SottoVoce
    SottoVoce (34)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    Mein Sohn liebt seine Oma über alles. Für ihn ist das alles eine große, perfekt Familie. Er hat gar keinen Papa (der will nämlich von ihm nichts wissen) und er leidet da sehr drunter. Umso wichtiger ist ein Fußballspielender Opa und eine Oma, die mit ihm und seinem besten Freund Stunden auf Spielplätzen, Fußballplätzen oder Schwimmbädern verbringt... Schon am Sonntag wird ihm das Wochenende lang und er fragt nach der Oma (genauso wie ihm die Arbeitswoche lang wird und er da auch nach mehr Zeit mit der Mami fragt). Er würde die Oma ganz fürchterlich vermissen.

    Er ist noch nicht 6, wird erst nächstes Jahr eingeschult. Daher würde ich ihn jetzt ungern aus dem sozialen Umfeld rausreißen. Er würde dann gerade ein knappes Jahr in einen neuen Kindergarten, bzw. ja gleich eine Ganztagesstätte gehen (was er gar nicht kennt, da war er nur mal als noch-nicht-ganz-Einjähriger für 3 Monate und in diesen 3 Monaten war er NUR krank, weil ihm das viel zu stressig war). Und nach dem knappen Jahr würde er dann WIEDER aus seinem Umfeld rausgerissen werden, gerade wenn er sich eingewöhnt hat, weil er dann ja in die Schule kommt. Ich denke, zwei so tiefe Veränderungen in seinem Leben so kurz hintereinander wären ganz schlimm für ihn und würden ihn dann vollends verunsichern (wie gesagt, er ist das schon wegen fehlendem Papa etwas).

    Er geht gerne in den Kindergarten. Aber er ist auch ein Träumer und immer andere Kinder um ihn herum ohne Auszeit den ganzen Tag lang wäre ihm zuviel (wie mir es übrigens selbst auch geht, wenn ich immer andere um mich habe, das scheint irgendwie erblich zu sein). Außerdem muss ich ihn dann morgens ja um vor 6 wecken (er schläft sonst mindestens bis Viertel nach sieben), weil die Kitas ja alle schon früh wieder schließen (keine Kita hat bis 18 Uhr geöffnet).
     
    #17
    SottoVoce, 28 August 2006
  18. HaveABreak
    Gast
    0
    Bei meiner Bewerbung hat mir eine Freundin sehr geholfen, in dem sie sehr ehrlich und direkt meine Angaben auseinandergenommen hat und ich werd das jetzt mit Dir auch mal machen, also nicht erschrecken, wenn ich etwas kritisch bin. Auf gehts:

    Was heißt das genau? Wo hast Du Dich informiert? Wieviele Bücher zum Thema ausgeliehen? Wieviele Internet-Seiten durchgearbeitet? Hast Du das meiste nur aus einem Buch oder hast Du Dir das Beste aus verschiedenen Tips zusammengesucht und verarbeitet?

    Erstmal eine gute Idee, es stellt sich jetzt die Frage, ob man daraus wirklich Rückschlüsse ziehen sollte. Es klingt nach üblen Job-Bedingungen, was die Vermutung aufdrängen könnte, daß Du nur wenige Mitbewerber hattest und die Firma vielleicht froh war, daß sich überhaupt jemand dafür interessiert hat. Wurden Dir konkrete Zahlen über Mitbewerber genannt? Gab es ein Assessment,bei dem Du andere Bewerber kennengelernt hast? Ist diese oder eine ähnliche Stelle bei dem Unternehmen immernoch ausgeschrieben?


    Es wird immer geraten, sich überall telefonisch zu melden, um einen ersten Kontakt zum Personaler herzustellen. Es geht darum, herauszufinden wer der Entscheidungsträger ist. Wichtige Informationen die man dabei sammeln kann: An wen sollte ich das Anschreiben richten ("Sehr geehrte Damen und Herren" ist immer schlechter als "Sehr geehrte Frau Personaler,...")? Ist der Personalabteilung eine kurze Bewerbung vielleicht lieber als eine ausführliche? Welche Zeugnisse sollten beiliegen? Gerade bei Initiativbewerbungen sind das Dinge die man wissen MUSS! Es spart Dir ja auch Geld, wenn Du schon bei einem Telefongespräch raushörst, daß überhaupt keine Chance besteht, irgendwie beachtet zu werden. Außerdem gibt es nichts besseres als eine Bewerbung damit zu beginnen, daß man sich noch einmal für das nette Telefongespräch bedanken möchte.



    UNBEDINGT!!!! Der Lebenslauf ist das A&O Deiner Bewerbung. Du kannst die Leute in Deinem Anschreiben noch so zuquatschen, wenn Dein Lebenslauf nicht klar darstellt, daß Du die fachliche Qualifikation hast, die ausgeschriebene Stelle bestmöglich auszufüllen, hast Du keine Chance. Jede noch so kleine Erfahrung in Deinem Leben die Du durch ein Zeugnis oder ein Zertifikat oder sonstwie belegen kannst, kann hilfreich sein. Ich versteh auch überhaupt nicht, wie Du darauf kommst, daß Du keine praktische Erfahrung hättest. Wenn Du in 3 Jahren BA-Studium im 3-Monats-Wechsel Theorie und Praxis hattest, dann ergibt das bei mir 18 Monate praktische Erfahrung, das ist mehr als viele andere Studenten haben. Völlig egal, ob andere 3 Jahre an ein und derselben Stelle gearbeitet haben. Du hast ALLE Arbeitsstellen mal kennengelernt und hast dort gute Arbeit geleistet, das ist besser! Flexibilität ist das unendlich ausgeleierte Wort welches man heute überall hört und genau das solltest Du unbedingt in Deinen Lebenslauf einbringen? Du hast überall mal gearbeitet? Dann schreib das rein. Der große Vorteil am BA-Studium ist doch die Orientierung auf die Praxis, also solltest Du doch auch genau diese Karte ausspielen. Natürlich sollte im Vordergrund immer der Bereich stehen, für den Du Dich bewirbst, aber umfassendes Wissen in anderen Bereichen und eine gute Auffassungsgabe sind auch sehr viel wert. Du solltest Dich da unbedingt weiter informieren, anscheinend gibt es da noch enormes Potential. Ein Lebenslauf sollte über 2 Seiten gehen, denn Du willst doch zeigen, daß Du viel Erfahrung gesammelt hast, Dich vielleicht außerhalb der Arbeit noch fortgebildet hast (Sprachen, EDV, etc.) und so weiter. Du solltest unbedingt darauf achte, daß Du nicht nur kurz erwähnst, in welches Abteilung Du mal warst, sondern wirklich konkret auf Tätigkeiten eingehen und diese aufzählen. Es gibt in Lebensläufen auch keine hirnrissigen Seminare, in denen man nichts lernt; es gibt Seminare in denen man sich über irgendetwas fortgebildet hat und es gibt Seminare, in denen man Erfahrungen gesammelt hat. (selbst wenn die Erfahrung nur die war, daß man gelernt hat, was man als Dozent vor einer Klasse nicht machen sollte, da sonst alles einschläft). Mit ein bißchen Aufwand und etwas rhetorischem Geschick kann man aus den übelsten Leerlauf-Praktika gut klingende Erfahrungen machen. Du sollst denen ja nicht das Blaue vom Himmel runterlügen, Du sollst halt einfach zeigen, daß Du immer was nützliches aus den Sachen mitgenommen hast. Dabei aber immer beachten, daß Du es durch Zeugnisse belegst, alles andere wirft kein gutes Licht auf Dich!

    Einfach mal die Firmen anrufen. Das Internet ist auch eine große Hilfe. Schonmal bei Monster.de geguckt? Oder anderen Jobvermittlern? Die haben nicht nur Festanstellungen sondern auch Praktika. Ich weiß jetzt nicht wo Du in BA-WÜ wohnst, aber ihr habt dort doch eigentlich viele große Firmen oder wohnst Du auf'm Dorf?


    Bewerben kannst Du Dich ja dafür, aber ich würde Dir unbedingt raten, Dich erstmal darauf zu konzentrieren, JETZT und HIER eine Arbeitsstelle zu finden. Was in einem Jahr ist, weiß man nicht...

    Das in den meisten Firmen Mitarbeiter gebraucht werden, aber niemand eingestellt wird ist leider brutale Wahrheit, aber daran kann man nichts ändern. Man kann nur versuchen, alles dafür zu geben, eine Arbeitsstelle zu finden. Das ist mit viel Einsatz verbunden, aber wenn es dann klappt war es allen Stress wert, oder nicht?

    Eine Frage noch: Was genau hast Du studiert?
     
    #18
    HaveABreak, 28 August 2006
  19. SottoVoce
    SottoVoce (34)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    Verheiratet
    Okay, der Post war wieder hilfreich. Ich bin leider ein absoluter "Neuling" auf dem Gebiet Bewerbung und beim Arbeitsamt konnten die mir auch nicht wirklich helfen (lauter Wischi-Waschi-Angaben). Ich musste mich erst einmal bewerben und das war auf das BA-Studium (immerhin hab ich einen BA-Platz bekommen - und das bei nur 60 Plätzen und etwa 1.000 Bewerbern darauf!).

    Im Gegenteil, ich bin dankbar. Ich kenne leider niemanden, der in Bewerbungen viel Erfahrung hätte und der mir meines auseinander nehmen könnte...

    Sicherlich 40 Internetseiten, aber nur ein Buch (wo aber dann auch nichts anderes stand, als ich nicht schon auf irgendeiner Seite gelesen hatte, weshalb ich dann doch keine weiteren Bücher besorgt hab). Hab auf der einen Seite Anregungen für ein Bewerbungsschreiben geholt, woanderes Ideen für den Lebenslauf bzw. die Gestaltung, wieder woanderes die Idee, ein Titelblatt zu machen und dort ein größeres Foto anzubringen als auf einem Lebenslauf (gefällt mir deutlich besser so). Hab soviel gelesen, wie ich innerhalb einer Woche geschafft hab und mir soviel versucht zu merken, wie es ging. Mit Hilfe von mehreren Seiten und den Bewerbungs-Erfahrungen meines Freundes und auch denen von seinem Bruder hab ich dann meine Bewerbung gebastelt, die zwei haben auch über meine Bewerbung drüber gelesen.

    Mir ging es vor allem darum, cooler zu werden, was Bewerbungsgespräche angeht. *g* Ich wollte einfach mal gucken, wie sowas läuft (vor allem auch NACH der Ausbildung, das damals fand ich nämlich nicht arg schlimm). Ich hab aber festgestellt, dass ich mich wohl recht gut kenne, mich sicher einschätzen kann, weiß, wo Stärken und Schwächen liegen und wie ich gegen die Schwächen angehen kann. Ich glaub, wenn ich bis zu nem Bewerbungsgespräch käme, wäre das schon die halbe Miete... Das war eigentlich alles, was ich mit der Bewerbung damals erreichen wollte...

    Die Unternehmensberatung hat in Stuttgart eine neue Außenstelle aufgemacht, hat in anderen Städten schon größere. Sie ist auch recht bekannt vom Namen her (mir sagte sie zwar nichts, aber mein Vater kannte sie).

    Nein. Aber es wurde gesagt, dass sie ihren Mitarbeiterstock ohne Eile etwas vergrößeren wollen. Die neuen Mitarbeiter sollten aber auch passen. Ich wurde angehalten, mir wirklich sehr gut zu überlegen, ob ich das mit den Arbeitszeiten so haben wollen würde, denn wenn nein solle ich lieber gleich absagen (was ich dann ja auch gemacht hab).

    Da wäre ich dann ja hingekommen. Davor hab ich ja abgesagt. Es hätte eins stattgefunden, wenn ich hin wäre...

    Sie haben auf ihrer Homepage stehen, dass man sich unverbindlich mal erkundigen könnte, eine konkrete Stelle ist aber keine genannt.

    Das weiß ich. Aber gerade bei Stellenanzeigen steht das doch meist dabei? Was mich übrigens immer irritiert ist, wenn ich ein Anschreiben an jemanden bestimmtes richte ("Frau XY"), aber mir dann jemand ganz anderes antwortet (komm ich gleich näher dazu).

    Was kürzt man weg, wenn die Bewerbung nur ganz kurz sein soll? Lebenslauf ist 2 Seiten, Anschreiben 1 Seite, dazu kommen Zeugnisse und meine Urkunde. Was müsste ich weglassen?

    Da hab ich leider noch nicht viel Auswahl, hab höchstens Abi-Zeugnis und dann eben das Zwischenzeugnis von der Wirtschaftsassistentenprüfung. Diplomzeugnis oder Arbeitszeugnis hab ich noch nicht, weil ich ja noch nicht fertig bin.

    Dann werde ich wohl meine Abneigung gegen Telefonieren überwinden müssen... Ich mag das überhaupt nicht, wenn ich was von jemandem anderes haben möchte (in dem Fall einen Arbeitsplatz), wenn ich dann anrufen muss und dabei ja gar nicht mein Gegenüber richtig beobachten kann... Verunsichert mich und das merkt mein Gegenüber am Telefon ja auch. :geknickt:

    Ich hab keine Berufserfahrung! Praktische Erfahrung hab ich eine ganze Menge...

    Wie schreibe ich das dann aber? Ich war oft nur 2 Wochen in einer Abteilung (sonst hätt ich ja soviele nicht geschafft). Wie erwähnt man sowas denn?

    WIE? Wohin und wie formulier ich das? Das kann man ja bei persönlicher Eignung oder sowas hinschreiben und bei meinem Anschreiben fiele mir das auch leicht, das reinzuschreiben (steh ja schon drin). Aber wie bekomme ich sowas in den Lebenslauf? Bisher steht da eben Datum-Datum - Studium an der BA (so ungefähr). Das beinhaltet zwar die Praxis, aber erwähnt sie nicht extra. Aber eigentlich müsste ich die ja mehr hervorherben... ich könnte eventuell das letzte halbe Jahr (mit Daten) erwähnen, wo ich in der Kreditabteilung alleine gearbeitet hab? Als "selbstständige Bearbeiterin im Kreditbereich" oder irgendsowas. Aber das kann ich alles nicht mit zeugnissen belegen. Ich hab da nix schriftliches dazu... :frown:

    Okay, ich hab aber nur Sprachen in der Schule gelernt, EDV-Schulungen gibt es bei meiner Bank höchstens intern (wofür es dann aber logischerweise wiederum keine Belege gibt, die ich vorzeigen könnte). Ich könnte höchstens noch irgendwie Kurse an der Volkshochschule belegen oder was weiß ich, aber dazu ist es jetzt eigentlich auch zu spät... Das ist ja mein Problem! Ich hab Erfahrung - aber die hab ich eher "nebenher" gesammelt und nie für irgendwas Kurse besucht! Trotzdem kann ich Avale bearbeiten, kenne die Gesetzeslage, was Grundschulden angeht, weiß genau wie man Pfändungen bearbeiten muss, damit der Bank da kein Strick draus gedreht wird usw... Aber ich bin nie offiziell eingelernt worden (das hätte meinen Betrieb ja was gekostet, und das ist ein kleiner Azubi nicht wert), sondern mit Fachliteratur und eingelernten Arbeitskräften wurde mir das halt so beigebracht. Aber nachweisen kann ich da halt überhaupt nichts.

    Naja, ich denk halt, wenn ich ein Seminar zur Verkaufsförderung besucht hab, erwartet jeder, dass ich in der Hinsicht auch was weiß. Aber ich bin nicht so eine gute Verkäuferin (ich kriege ein schlechtes Gewissen, wenn ich jemandem was aufschwatze, was ich selbst völlig unnütz und schwachsinnig finde). Und ich hab zwar schon etwas Wissen mitgenommen, aber nicht arg viel... Und es waren auch nur 2 Seminare von einer Vereinigung, die nicht so ein arg hohes Ansehen genießt... Und die sind zweieinhalb bzw. anderthalb Jahre her. Mehr Seminare / Schulungen hat meine depperte Bank nicht bezahlt.

    tja, genau hier liegt mein problem...

    Hauptstadt. :zwinker: ich dachte ja, hier würde es recht einfach sein. Aber alle großen Firmen hier haben Einstellungsstopp oder wollen dieses Jahr niemanden mehr haben.

    Das tue ich. Ich bin eigentlich zufrieden mit meinem Studium und wäre ganz froh, wenn ich mit der Lernerei für ne kleine Weile wenigstens mal meine Ruhe hätte, bzw. mich freiwillig weiterbilden könnte (VHS-Kurs in einer Fremdsprache oder sowas), ohne dass Druck dahinter ist. Ich würd gerne auch mal den Feierabend mit meinem Sohn genießen zu können, ohne angestrengt was lernen zu müssen...

    Definitiv. Ich bin Dir darum auch wirklich dankbar für die vielen Tipps und Anregungen, die Du mir gibst! :smile: Danke!

    Noch studiere ich ja (noch einen Monat *g*). Und zwar Betriebswirtschaft Fachrichtung Bank / Finanzmanagement.

    Noch was fiel mir zu meinen Bewerbungen ein: Zu den meisten Bewerbungen kam ein Schreiben, dass meine Bewerbung angekommen sei und dass sie bearbeitet werden würde. Vom Regierungspräsidium, wo ich mich auch beworben hatte, kam dann noch die Frage hinterher, ob ich schwerbehindert sei, wenn ja, müsse ich einen Nachweis erbringen (bin ich ja aber nicht). Danach trat dann Funkstille ein. Es war aber nihct so, dass ich gar nichts gehört hätte von Anfang an (das war nur bei einer Bewerbung so, bei allen anderen kam eben diese Bearbeitungsbestätigung so, ausgenommen jetzt Blindbewerbungen). Ist das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen?

    Gerade hab ich übrigens noch Emails gecheckt. Ich hab ne Antwort bekommen und muss morgen jetzt bei einem anrufen, sie möchten mich treffen. :glueckli_alt: *aufgeregt*
     
    #19
    SottoVoce, 28 August 2006
  20. Fabelle
    Fabelle (35)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Helfen kann ich dir nicht wirklich .. aber lass dich nicht entmutigen :zwinker:.

    Ich habe Wirtschafts-Informatik studiert... innert kürzester Zeit mit einer Topnote abgeschlossen.
    3 Monate vor dem Abschluss habe ich angefangen mich zu bewerben... 180 Bewerbungen inkl. Blindbewerbungen... nur Absagen. 1 Woche vor dem Abschluss war ich in einer Zoohandlung um Meerschweinchenfutter zu kaufen, sah einen Anschlag, dass sie eine Kassiererin suchen und sprach die Verkäuferin darauf an...am selben Tag schrieb ich eine Bewerbung, gab sie dort ab und hatte den Job.

    Tja.. das war vor 1 Jahr.. seit 6 Monaten bin ich Gebietsleiterin und habe 4 Filialen unter mir... und verdiene mehr als das Doppelte einer Kassiererin (bei uns in der Schweiz sind sie nicht soooo unterbezahlt)
     
    #20
    Fabelle, 29 August 2006

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