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Druck aushalten / Entspannung, whatever...

Dieses Thema im Forum "Lifestyle & Sport" wurde erstellt von glashaus, 9 Februar 2009.

  1. glashaus
    Gast
    0
    Hallo alle,

    ich hab noch 30 Tage bis zur Abgabe meiner Bachelorarbeit und bin derzeit an einem Punkt angelangt, bei dem ich absolut nicht mehr mag (sitze schon seit 4 Monaten dran...) und irgendwo auch bald befürchte nicht mehr zu können.
    Seit Wochen tiger ich fast jeden Tag in die Bibliothek um da von 9 Uhr morgens bis nicht selten 9 Uhr abends an meinem Kram zu sitzen, für Freizeit bleiben da nicht viele Stunden über.

    Selbst wenn ich mir mal ein paar freie Abende gönne ertappe ich mich dabei, wie ich ein schlechtes Gewissen habe und mich nur schlecht entspannen kann, weil ich denke "eigentlich müsstest du noch dieses und jenes tun"... der Druck ist recht hoch geworden (nicht nur zeit- sondern auch leistungsmäßig, weil ich ziemlich ehrgeizig bin).
    Nun ist es so, dass ich diese Drucksituationen eigentlich nicht kenne, weil bislang immer alles top lief und die bisher anstehenden Aufgaben in der Schule, in der Ausbildung und im Studium eher easy waren....

    Wie geht ihr denn damit um? Ich fühl mich seit Tagen nur noch dauerhaft gestresst, als wenn mich jemand jagt :-/ Aber ich muss es ja nunmal noch 30 Tage aushalten!
    Ich hab sonst viel Sport getrieben, aber abends um 20 Uhr kann ich auch nicht mehr rüber in den Wald um eine Runde zu laufen...
     
    #1
    glashaus, 9 Februar 2009
  2. Endivie
    Endivie (47)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ist natürlich auch Sinn der Sache, dass man mal ein bisschen Druck spürt. Ich würde versuchen in einen Arbeitsrhytmus zu kommen, z. B. jeden Tag 6-8 Stunden konsequent arbeiten und danach abschalten und etwas anderes machen. Zwischendurch anderen Leuten (fachlich 1 Kommilitone/ Rechtschreibung Eltern oder so) schon mal die Arbeit zur Durchsicht / Korrektur geben. Gibt ein gutes Gefühl, dass an Deinem "Jahrhundert-Werk" weiter gearbeitet wird, ohne dass man selbst involviert ist.

    Wenn kopfmäßig nichts läuft, dann wird halt formatiert oder noch an einer schönen Grafik gebastelt.:smile:
    Und vor dem Schlafen gehen natürlich den "Gute-Nacht-Drink" nicht vergessen.
     
    #2
    Endivie, 9 Februar 2009
  3. User 18780
    User 18780 (33)
    Meistens hier zu finden
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    133
    22
    Verheiratet
    Vermutlich sitzt du auch am Wochendene dran, stimmts?
    Ich kenne das, man gönnt es sich nicht mal mehr, an einem Tag auszuschlafen.

    Natürlich ist der Leistungsdruck da, du musst die Arbeit ja beenden und dafür etwas tun.
    Ein wichtiger Punkt um ein absehbares Ende der eigenen Arbeit zu haben ist es, sein eigenes Thema klar abzugrenzen. Wenn du in viele Richtungen ausholst ist das oft unerschöpflich viel Arbeit. Wenn du dein Thema klar abgenzen kannst, zeigt das ja auch, dass du strukturiert und geplant vorgehst. Vielleicht kannst du an der Stelle noch etwas Druck aus deiner Arbeit nehmen, indem du versuchst, unwichtige Dinge aus deinem Bereich auszugrenzen und das in der Arbeit auch plausibel zu begründen warum.

    Ansonsten hat mir folgende Überlegung geholfen: Die meisten Dinge brauchen genau solange, wie man Zeit dafür hat. Zumindest bei mir hat das immer so gepasst, denn selbst wenn man fertig ist, kann man immer noch etwas finden und perfektionieren.
    An dieser Stelle kannst du ansetzen, um dir mal einen Tag der Woche komplett frei zu nehmen und dabei kein schlechtes Gewissen zu haben.

    Ich hoffe, da ist etwas dabei, mit dem du etwas anfangen kannst.
     
    #3
    User 18780, 9 Februar 2009
  4. glashaus
    Gast
    0
    Ja, ich hab schon länger kein freies Wochenende mehr gehabt, weil ich unter der Woche noch einen oder zwei Tage arbeite und die Zeit dann natürlich nicht für meine BA nutzen kann.

    An Stringenz hapert es bei mir nicht. Dafür bin ich bekannt und das läuft auch ganz gut. Vermutlich hab ich für das, was ich noch machen muss, auch noch mehr als genug Zeit. Ich denke nur selbst immer "was wäre wenn", weil mich momentan so absolute Kleinigkeiten länger aufhalten als geplant und ich noch einen Teil habe, bei dem ich richtig Gehirnschmalz reinbuttern muss um 'ne Lösung zu finden...

    Andererseits: 30 Tage sind auch noch eine längere Zeit.
     
    #4
    glashaus, 9 Februar 2009
  5. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
    20.750
    698
    2.618
    Verheiratet
    Ich arbeite seit Jahren nur noch richtig effektiv, wenn ich einen hohen Zeitdruck habe. Mit meiner letzten Hausarbeit habe ich 2 Tage vorher angefangen, 2 Nächte lang eben jeweils nur 3, 4 Stunden geschlafen, ansonsten relativ konsequent durchgearbeitet und es hat wunderbar geklappt. Angegeben war, dass man mindestens 14 Tage brauchen würde.

    Sport mache ich übrigens immer von 20:30 bis 22 Uhr, auch wenn ich die Nacht zuvor nur 4 Stunden geschlafen habe und um 5 Uhr aufgestanden bin.
     
    #5
    xoxo, 9 Februar 2009
  6. Starla
    Gast
    0
    Wie wäre es, wenn Du Dir einen konkreten Plan erstellst (mit genügend Pufferzeiten), damit diese diffuse Angst verschwindet und Du zum einen siehst, wieviel Du ja eigentlich schon erreicht hast und damit das, was Du noch erledigen musst, konkret und greifbar wird?

    Dann hättest Du auch kein schlechtes Gewissen, wenn Du abends eben nichts machst und Dich entspannst, weil Du weißt, dass Du im Zeitrahmen liegst.

    Ich glaube auch nicht, dass man 12 Stunden wirklich effektiv arbeiten kann, vielleicht wäre es besser, lieber wenige Stunden zu arbeiten, dafür aber produktiv. Wenn das Gehirn überreizt ist, bringt es einfach nichts mehr...

    Entspannung kann vielfältig aussehen, die einen treiben Sport, die anderen legen sich mit einer Wärmflasche ins Bett und dunkeln den Raum ab :zwinker: Was Dir am besten tut, musst Du selbst rausfinden :smile:

    Wie auch immer, Entspannung ist jedenfalls SEHR wichtig und absolut kein Zeichen von Schwäche. Es ist eher 'dumm', sich ständig vollkommen zu verausgaben und nicht dafür zu sorgen, dass die Batterien auch wiederaufladen.

    Viel Erfolg dabei :smile:
     
    #6
    Starla, 9 Februar 2009
  7. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
    13.614
    398
    2.056
    vergeben und glücklich
    Pausenzeiten unbedingt einplanen. Eigentlich kann man sich eh nicht länger als vier Stunden täglich WIRKLICH konzentrieren, habe ich mal gelesen. Klar muss man meist länger arbeiten, aber täglich zwölf Stunden hochkonzentrierter Arbeit ohne Erholungspausen sind nicht wirklich effizient möglich.

    Bevor Du also am Schreibtisch sitzt und Dich wie erwähnt mit Kleinigkeiten aufhältst, um danach das Gefühl zu haben, dass Du ja fleißig warst, mach klar den Schnitt und gönn Dir Pausen.
    Ich mach am liebsten morgens Sport, obwohl ich eher Eule als Lerche bin. Aber mit etwas Sport am frühen Morgen fühle ich mich großartig, weil ich dann schon soooo fleißig war und einfach die Endorphine mitnehme in den Tag. Mein Fitnessstudio öffnet zum Glück schon um 6.30 Uhr, auch wenn ich das in letzter Zeit nicht so oft in Anspruch genommen habe.

    Im Wald ist es Dir abends zu dunkel und daher zu riskant? Kannst Du vielleicht mit jemandem zusammen laufen? Oder statt im Wald in beleuchteten Straßen laufen, auch wenns im Wald schöner ist.

    Das packst Du schon :smile:. Schreib Dir halt Erholungspausen in Deinen Kalender und vor allem: Halte sie ein! Ob mit Sport, mit Musik oder ob Du einfach abhängst und mit einer Freundin telefonierst... Und vergiss nicht, Dir ab und an was richtig Leckeres zu kochen und genügend zu schlafen.

    Wenn noch nicht vorhanden, dann schreib Dir eine Liste, was noch zu erledigen ist - Überarbeitung, Gliederung prüfen, Literaturangaben prüfen, Formatierungen oder was eben sonst noch nötig ist. Hast Du noch ganze Kapitel zu schreiben? Dann schreib Dir auf, was da noch ansteht, und arbeite das nach und nach ab.
     
    #7
    User 20976, 9 Februar 2009
  8. User 4590
    User 4590 (33)
    Planet-Liebe ist Startseite
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    9.730
    nicht angegeben
    Ich hab letztes Jahr 6 Monate lang meine Masterarbeit geschrieben und 2006 3 Monate lang meine Bachelorarbeit - ich weiß, wovon du sprichst. :zwinker:

    Dass du jetzt in der Endphase der Arbeit dieses 'Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr'-Gefühl hast, ist völlig normal, das hatte ich auch jedesmal, genauso wie alle Freunde und Bekannten in ähnlicher Situation. Und mit dem schlechten Gewissen ist es genauso, das ist echt ätzend, wenn man sich nicht mal mehr ein bisschen Freizeit gönnen kann, ohne dass gleich die innere Stimme mäkelt.

    Mir hat es - grade bei der fast 90 Seiten starken Masterarbeit - immer geholfen, dass ich mir ein festes Arbeitspensum gesteckt hatte: Pro Tag mindestens 1 Seite schreiben. Wenn die Seite erreicht war und es lief grad gut, dann hab ich weitergeschrieben; wenn nicht, dann hab ich nach der einen Seite aufgehört und mir den Rest des Tages frei genommen. Auf die Art konnte ich das schlechte Gewissen ein wenig eindämmen, denn ich hatte ja meine 'Pflicht' für den Tag erledigt.

    Ich weiß nicht, ob ein Seitenpensum bei deiner Arbeit funktioniert, aber was ich an deiner Stelle auf alle Fälle machen würde, wären feste (und realistische) Arbeitszeiten. 12 Stunden pro Tag sind zuviel, über einen so langen Zeitraum kannst du dich sowieso nicht ordentlich konzentrieren, selbst wenn du dazwischen Pausen machst. Deshalb schraub die Arbeitszeit lieber gleich auf ein vernünftiges Maß runter, die kannst du dann effektiv nutzen und bist aber gleichzeitig nicht so k.o. und kannst dich auch noch erholen. Und wenn du dein Tagwerk getan hast, dann lass mental die Arbeit ganz bewusst in der Bibliothek und schalt auf Privatleben um, sobald du dort aus der Tür gehst.

    Versuch außerdem wirklich, dir wieder Zeit für Sport zu gönnen, denn wenn du das früher viel gemacht hast und dir jetzt gar keine Zeit mehr dafür nimmst, dann fehlt dir das natürlich und du fühlst dich erst recht unausgeglichen und gestresst. Sport kann eine super Sache sein, um zu entspannen und den Kopf wieder etwas frei zu kriegen. Pass deine Arbeitszeiten so an, dass du nicht zu spät aus der Bibliothek kommst und noch gemütlich ein Stündchen bleibt, um zu sporteln.

    Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen für den Endspurt, du schaffst das schon!
     
    #8
    User 4590, 10 Februar 2009
  9. glashaus
    Gast
    0
    Danke für eure Tipps und insbesondere die lieben Worte, leider kann ich euch hier ja nicht positiv bewerten (v.a. In Love and War!)

    Ich hab mir jetzt aufgeschrieben, was ich noch machen muss, und bis wann ich das jeweils erledigt haben möchte (ich denke dass der Zeitplan auch ganz realistisch ist, muss noch zwei Forschungsfragen auswerten & beantworten und dann Fazit, Einleitung schreiben und dann gehts an die Korrektur). Außerdem stehen in meinem Zeitplan auch Dates mit Freunden und Arbeiten (was für mich momentan Entspannung pur ist) und sowas :smile:
    Morgen und übermorgen muss ich z.B. auch arbeiten, ich denke es ist ganz gut, dass ich da nicht dazu komme großartig was für die BA zu tun, dann sackt das alles etwas. Und nach Feierabend kann ich auch noch laufen, ist dann noch nicht so spät.

    Ansonsten heißt es jetzt Augen zu und einfach durchbeißen! Komme ja doch nicht drumherum..
     
    #9
    glashaus, 10 Februar 2009
  10. User 53463
    Meistens hier zu finden
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    128
    189
    vergeben und glücklich
    Zu dem was du im Moment machen kannst um die Sache etwas zu entspannen wurde ja bereits einiges geschrieben.

    Was du machen kannst, damit die Zeit schneller vorbei geht und dieses wenn es denn endlich vorbei ist Gefühl weg ist kannst du ja schon mal Pläne machen, was du alles machen wirst, wenn es wirklich rum ist. Also von evtl. größeren Sachen wie Urlaub oder so auch zu kleinen alltäglichen Dingen für die jetzt trotzdem keine Zeit ist. Mich motiviert das zumindest meist so, dass ich dann etwas effektiver voran kommen. Ob das bei dir klappt musst du evtl. ausprobieren.

    Was ich bei der momentanen Phase noch sehr wichtig finde ist dass man gezielt Pausen macht. Also man sich sagt, nach dem oder dem Abschnitt gehe ich mal für 15min raus, laufe um den Block und schnappe etwas Luft. Danach ist man wieder etwas frischer unter motivierter und es zieht sich nicht ganz so ewig.
     
    #10
    User 53463, 10 Februar 2009
  11. glashaus
    Gast
    0
    Das mit dem Vornehmen klappt nicht (mehr) so gut, dazu ist die Zeit schon zu lang.

    Aber im Moment hab ich total viele stressige Kleinigkeiten zu erledigen, die lenken mich ganz gut von der BA ab -.-
    War vorhin nach der Arbeit eine Runde (zwar nur eine kleine) laufen, und das tat schonmal total gut! Allerdings hätte ich das machen sollen, nachdem ich diese Mail gelesen habe und jetzt diese riesen Wut im Bauch hab.
     
    #11
    glashaus, 11 Februar 2009

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