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Du bist Deutschland

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von User 75021, 7 Februar 2008.

  1. User 75021
    Beiträge füllen Bücher Themenstarter
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    988
    Verheiratet
    Ich spinne dann mal noch weiter. Du bist verheiratet und wirst höchstwahrscheinlich Steuerkl.5 haben und er 3. Das heißt, von deinem gehalt wird eh nicht so viel übrig bleiben. Dann musst du ja auch noch die Kinderbetreuung bezahlen, die bei einem unter 3 jährigen Kind wirklich enorm sind.
    Das bedeutet- Mama arbeitet im Endeffeckt nur für die Betreuung ihres Kindes! :ratlos: Na ganz toll!
     
    #21
    User 75021, 9 Februar 2008
  2. User 67627
    User 67627 (47)
    Sehr bekannt hier
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    466
    vergeben und glücklich
    Off-Topic:

    so siehts aus :zwinker: selbst, wenn das kind in kindergarten kommt, der meistens nur halbtags ist, kann man locker zwischen 60 und 140Eur !!!!! im monat dafür hinblättern und dann ist das kind nur den halben tag versorgt.
    wenn man wieder ganz arbeiten möchte, muss das kind also auch nachmittags betreut werden...da kommt ordentlich was zusammen.


    ich finde die werbung wirklich süss gemacht, aber der sinn erschliesst sich mir überhaupt nicht. es wird überhaupt nichts bringen....rein gar nichts.
     
    #22
    User 67627, 9 Februar 2008
  3. bfdhd
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    Ich sehe zugegebenermaßen Defizite in der Kleinkinderbetreuung, besonders in Westdeutschland. Ich denke "wir" (=Bevölkerung, Staat, ...) haben da einen Trend verschlafen und man versucht nun, oder auch wieder nicht, da mit massivem Geldaufwand was zu verbessern... Ob das klappt, ich bin gespannt...
    Ich hätte bzgl. der Kleinkindbetreuung sowieso einen ganz einfachen, unbürokratischen Vorschlag: Jedes Kleinkind bekommt, zusätzlich zum Kindergeld, eine monatliche Zahlung von maximal 200-250€. Ob die Eltern das Geld nun für sich behalten und das Kind selbst erziehen oder ob sie das Geld verwenden um es in eine Grippe o.ä. zu geben, ist dann ihre Entscheidung. Und ich wage zu prophezeihen, dass innerhalb kürzester Zeit es genügend Grippen- / Hortplätze geben wird...

    Na und?
    Entschuldige die etwas ruppige Antwort - ich kann da noch sehr leicht reden, weil ich keine Kinder habe. Aber ich gehe zum jetzigen Zeitpunkt schon davon aus, dass, sollte ich und meine Partnerin einmal Kinder haben (wie möchten eigentlich nicht nur ein Kind...), wir unseren Lebensstandard senken müssen. Ist doch auch völlig logisch. Es gibt eine Person mehr zu versorgen - mit nahezu gleichem Einkommen, wenn nicht sogar mit weniger Einkommen. Aber es wäre doch auch irgendwie etwas seltsam zu erwarten, dass der Staat dann irgendwie für die Different aufkommt, oder? Das Geld muss ja auch irgendwo herkommen - weil bekanntermaßen kann der Staat nur das Geld verteilen, welches er vorher eingenommen hat. An dieser Stelle sei auch nochmal kurz erwähnt, dass wir bis einschließlich 2006 weit über unseren Verhätnissen gelebt haben in Deutschland... Es wurden der Bevölkerung Geschenke gemacht (ja, auch solche Dinge wie Kindergeld) und das ganze mit Schulden finanziert.
    Ich hab da noch ne Idee: wir geben jetzt einfach jedem Elternteil 2000€ pro Monat - das wäre doch was, oder? Damit wären dann doch alle zufrieden, oder?
    Naja - und wie erkären wir dann unseren Kindern, warum der Staat bankrott ist, wenn sie erwachsen sind???
    Aber das würde jetzt zu weit führen - bei Interesse könnte man ja nen eigenen Thread für solch ein Thema eröffnen.

    Back to topic: Ich finde den Film immernoch gut :smile:
     
    #23
    bfdhd, 9 Februar 2008
  4. Daucus-Zentrus
    Verbringt hier viel Zeit
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    1
    nicht angegeben
    Ob nun Mama oder Papa sei jetzt mal dahingestellt, aber wenn ein Kind eine betreuende Person braucht, die für es da ist, ihm etwas beibringt, dann muss das eben entweder Mama/Papa selbst machen oder jemanden dafür bezahlen, der das für sie/ihn macht. Warum sollte Mama/Papa dann automatisch mehr Geld bekommen für die Arbeit, die in der Zeit geleistet wird, in der die Kinderbetreuungsperson das Kind betreut? -> Will man also durch die Fremdbetreuung einen Gewinn haben, muss man logischerweise entweder als Mama/Papa wertvollere Arbeit leisten als es die Beschäftigung mit Kindern darstellen kann, oder die Kinderbetreuung rationalisieren, also mehrere Kinder von einer einzigen Person beschäftigen lassen. Beides zeigt, welchen Stellenwert Kinder für euch haben.
     
    #24
    Daucus-Zentrus, 9 Februar 2008
  5. User 44981
    User 44981 (30)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Ich frage mich, was hier viele Leute gegen die (angeblich sooo böse, gemeine und geldgierige) Wirtschaft haben...

    Zur Zeit finde ich die (zugegebenermaßen nicht sehr intensiven, aber immerhin vornandenen) Bemühungen der Wirtschaft, bzw. der Wirtschaftsverbände, etwas für die Kinderfreundlichkeit / Kinderbetreuung und insbesondere für die Bildung zu tun um einiges besser, als das, was unser Staat abzieht.
    Insbesondere im Bildungsbereich wird gerade eine ungehreure Flickschusterei betrieben und das System an allen möglichen Stellen verschlimmbessert. (ganz aktuelles Beispiel: Die Wahnvorstellungen des Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten Öttinger, der fordert, die Schüler durch Kürzungen im Bereich der Naturwissenschaften zu entlasten).

    Die Wirtschaft, deren eigentlicher Sinn es nun mal ist, Gewinn zu erwirtschaften, weil sie sonst schlichtweg nicht funktioniert, liefert hier zur Zeit durchaus gute Vorschläge:
    Die IHK Stuttgart fordert das Land Baden-Württemberg auf, keine Subventionen mehr an Unternehmen zu bezahlen und das dadurch eingesparte Geld lieber für eine gute Schulbildung zu verwenden.
    Wer profitiert denn von diesen Subventionen?!? - Genau. Eigentlich nur die Unternehmen.
    Trotzdem wollen sie darauf verzichten, weil sie erkannt haben, dass sie genau wie unser ganzer Staat ohne gute Bildung keine Zukunft haben und wollen nun auf kurzfristige Vorteile verzichten, um auf lange Sicht konkurrenzfähig zu bleiben.

    Mal ein Aspekt zu dieser Thematik:
    Es gibt natürlich sehr viele Jugendliche, die keinen Ausbildungsplatz haben.
    Ebenso gibt es aber auch (zumindest in Baden-Württemberg) eine große Zahl von freien Ausbildungsplätzen, die nicht besetzt werden können, weil den Bewerbern schlicht die elementrarsten Grundkenntnisse fehlen, die die Schule vermitteln sollte (ordentliches Deutsch in Wort und Schrift, einfache Rechnungen, grundlegendes Allgemeinwissen).
    Wie sollen solche Leute denn bitteschön jemals ausgebildet werden, bzw. einen Beruf mit gewissen Anforderungen ausführen können?!?

    Die Unternehmen haben diese Problematik (genau wie den immer schlimmer werdenden Fachkräftemangel im technischen Bereich) längst erkannt und versuchen, gegenzusteuern.
    Sie machen unserem Staat (bzw. in diesem Fall einem Bundesland) Vorschläge, das Problem zu lösen und bieten an, auf (kurzfristige) Vorteile zu verzichten.
    Was erwartet ihr denn noch von den Unternehmen?!?

    Und was macht der Staat (bzw. das Land)?!?
    Es nimmt diese Vorschläge nicht ernst, geht nicht darauf ein und führt unser Land so immer weiter ins Abseits!

    Meiner Meinung nach fährt unser Staat gerade mit Vollgas aufs Abstellgleis und ich hoffe, den Absprung auf einen anderen Zug zu schaffen, bevor es zu spät ist.
     
    #25
    User 44981, 9 Februar 2008
  6. spätzünder
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    Single
    @banane

    Die Wirtschaft tut etwas für mehr Kinderbetreuung? Habe ich da etwas verpasst?

    Und was machen die Unternehmen anders als Kosten senken?

    Besteht in dieser Forderung die Bemühung der Wirtschaft für mehr Kinderfreundlichkeit? Fordern kann jeder, ja, auch die Wirtschaft. Die Frage ist, wer ist bereit, Geld dafür auszugeben? Die Wirtschaft ganz sicher nicht. Und der Staat ebensowenig. Und der einzelne Privatbürger kann es am Allerwenigsten.
    Off-Topic:
    Mal abgesehen davon, dass es viele Unternehmen selbst sind, die vom Staat Subventionen fordern; und dieser dann bereitwillig subventioniert, in der Hoffnung auf ein paar Arbeitsplätze. Siehe Nokia. Die Wirtschaft hingegen möchte doch am Liebsten, dass der Staat die ganzen Unternehmenskosten übernimmt, damit für den Konzern nur noch Gewinne zu verbuchen sind.
    Außerdem fallen mit der Streichung von Subventionen auch ganze Arbeitsplätze weg, weil jedes Untenehmen heute nur noch darauf erpicht ist, Kosten zu senken. Und da kommt vielen Unternehmen auch die Subventionsbereitsschaft des Staates sehr gelegen (siehe auch Kombilöhne).


    ... während die Unternehmen seit Jahren Ausbildungsstellen streichen. Klasse, immer nur fordern, aber selber nix machen wollen - so sieht die heutige Wirtschaft weitgehend aus! Der Schwarze Peter wird immer nur an die anderen weitergegeben. Man selber ist nie schuld an etwas. :mad:

    Es fehlen vielen aber auch Kenntnisse, von denen manche Unternehmen bloß glauben, die Schule müsste die Schüler darin ausbilden. Die Schuld trägt aber auch der Staat.

    Wie schon oben gesagt: Fordern und gute Ratschläge erteilen kann jeder.

    Auf welche Vorteile wollen Unternehmen verzichten? Beispiele?

    Was soll diese dämliche Frage? Mehr Ausbildungsplätze! Das verlangen die Leute, und zwar schon seit Jahren.

    Zusammen mit der Wirtschaft, den Medien und den ganzen Kleinbürgern.
     
    #26
    spätzünder, 11 Februar 2008
  7. User 44981
    User 44981 (30)
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    Die Wirtschaft fordert das Land dazu auf, Geld, das bis jetzt direkt in die Wirtschaft fließt (Subventionen), lieber für die Bildung zu verwenden, wobei für mich das Bildungssystem zu den wichtigsten Aspekten eines kinderfreundlichen staates aussieht.
    Dazu startet die Wirtschaft eine (zugegebenermaßen eher nutzlose) Werbekampagne für Kinderfreundlichkeit.
    Und dann gibt es auch noch so Dinge, wie betriebliche Kindergärten, etc. Das sollte man auch nicht vergessen.
    Es ist aber ein großer Unterschied, ob man versucht, Kosten für ein Produkt, oder eine Dienstleistung zu senken, oder ob man Kosten im Bildungsbereich senkt, obwohl sich hier aus langfristiger Sicht Investitionen in sinnvolle Dinge (z.B. mehr Lehrer, so dass die Klassen kleiner werden) mit Sicherheit auch für den Staat finanziell lohnen.
    Die Wirtschaft stellt die Forderungen vor allem aus der Sorge um die eigene Existenz, allerdings führt diese Forderung auch zu mehr Kinderderfreundlichkeit.
    Der Staat muss ja nicht auf alle Vorschläge aus der Wirtschaft eingehen... aber wenn die Wirtschaft dazu bereit ist, auf finanzielle Vorteile zu verzichten, sollte der Staat hellhörig werden.

    Gerade am Fall Nokia sieht man ja wieder, dass Subventionen nicht in der Lage sind, Arbeitsplätze langfristig in Deutschland zu halten. Von daher frage ich mich, warum unsere Politik immer noch an diesem untauglichen Mittel festhält.
    Warum gibt es dann dieses Jahr in Baden-Württemberg erstmals seit vilen Jahren wieder mehr freie Ausbildungsplätze (die wegen fehlender Qualifikation der Bewerber oder fehlenden Bewerbern nicht besetzt werden können), als Jugendliche, die einen Ausbildungsplatz suchen?
    Natürlich gibt es auch Unternehmen, die zu viel von den Bewerbern verlangen, aber oftmals fehlen wirklich elementare Grundkenntnisse:
    Deutsche Sprache, Rechtschreibung und Grammatik;
    Einfachste Rechnungen (4 Grundrechenarten), Dreisatz, Prozentrechnung, einfachste geometrische Kenntnisse, o.ä.
    Ja. Das kann jeder und unsere Politik wäre gut beraten, diese Ratschläge nicht einfach zu ignorieren, sondern aufzunehmen, zu beurteilen und gegebenenfalls umzusetzen.
    Auf Subventionen, die sie zur Zeit bekommen.
    Hast du dich schonmal mit dem Begriff "Rhetorische Frage" beschäftigt? - Das sollte eine sein.
    Auf das dämlich gehe ich jetzt mal lieber nicht weiter ein... ich möchte hier sachlich diskutieren und nicht persönlich werden.
    Die Frage bezieht sich auf den angebotenen Verzicht auf Subventionen.
    Ich halte es für alles andere, als selbstverständlich, wenn Unternehmen dazu bereit sind, auf Dinge zu verzichten, von denen sie bisher profitieren.
    Auf die Ausbildungsplatzsituation bin ich schon weiter oben eingegangen.
    Natürlich sind auch Andere daran nicht unbeteiligt. Allerdings sehe ich zur Zeit keine einzige Reform, die auch nur ansatzweise in dir richtige Richtung geht!
    Unsere Regierung hat von uns allen den Auftrag bekommen, unseren Staat zu führen.
    Dazu gehört für mich vor allem, die Zukunft unseres Staates zu sichern.
     
    #27
    User 44981, 11 Februar 2008
  8. spätzünder
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    @banane

    Auch der Staat fordert. Jeder kann fordern. Das ist keine Leistung.

    Gib mir mal ein paar Zahlen. Wieviele betrieblich Kindergärten gibt es in D? Wie entwickelt sich die Zahl der betrieblichen Kindergärten? Und was meinst du mit etc.?

    Eigentlich nicht. In beiden Fällen werden Arbeitskräfte entlassen.

    Höhere Investitionen in der Wirtschaft lohnt sich sowohl für Staat als auch für die Unternehmen.

    :rolleyes: Na aber sicher doch. Deswegen werden auch Ausbildungsplätze abgebaut, Löhne gekürzt und Arbeitszeiten verlängert. Aus Sorge um ihre eigene Existenz. Oder doch nicht?

    Jawoll! Einfach nur fordern, und schon ist die Kinderfreundlichkeit hergestellt. :rolleyes: Bei wem eigentlich?

    Auf welche finanziellen Vorteile will denn die Wirtschaft verzichten?

    Komisch. Wären die Subventionen an Nokia gar nicht gezahlt worden, hätte es überhaupt keine Nokia-Arbeitsplätze in D gegeben.

    Warum wurden jahrelang Ausbildungsplätze gestrichen?

    Ok, das fällt in den Bereich des Staates.

    Dasselbe gilt auch für die Wirtschaft.

    Welches Unternehmen hat das gesagt? Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Unternehmen auf Geldgeschenke vom Staat verzichten, ohne dass ihnen daraus ein Kostennachteil entsteht.

    Ich habe dich auch nicht angegriffen, sondern deine Frage beurteilt. Die Antwort auf deine Frage müsstest du eigentlich seit mehreren Jahren kennen. Ich kann es einfach nicht ab, wenn Leute sich absichtlich dumm stellen oder dumme Fragen stellen, obwohl die Antwort seit Jahren bekannt ist. Da komme ich mir immer verarscht vor.

    Die Zukunft des Staates kann gar nicht gesichert werden - aber das würde hier noch weiter vom Thema wegführen.
     
    #28
    spätzünder, 11 Februar 2008
  9. Chafu
    Verbringt hier viel Zeit
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    91
    0
    nicht angegeben
    Wiederspruch schön und gut.
    Aber ich bin der Meinung, mann sollte da garnix finanzieren...wer meint, Kinder in die Welt setzen zu müssen, sollte auch über die Finanziellen mittel verfügung...aber mit unserem Vater-Staat kann mans ja machen :ratlos:
     
    #29
    Chafu, 11 Februar 2008
  10. Augen|Blick
    0
    Die Initiative geht auf Adolf zurück:
    [​IMG]

    Der neue Spin, kommt von der Bertelsmann-Stiftung.

    Ich enthalte mich da lieber einer Meinung.
    LG
     
    #30
    Augen|Blick, 11 Februar 2008
  11. User 44981
    User 44981 (30)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Single
    Mir geht es hier nicht darum, dass die Wirtschaft fordert (das kann wirklich jeder), sondern um den Inhalt der Forderung der Wirtschaft! (und nein, ich wiederhole mich jetzt nicht nochmal, was die Wirtschaft fordert... das kannst du in meinen vorherigen Posts nachlesen)
    Ich habe hier keine Zahlen, aber natürlich ist mir auch klar, dass nur wenige Unternehmen wirklich betriebliche Kindergärten unterhalten.
    Allerdings sind solche Kindergärten wirklicher Luxus, den das Unternehmen seinen Mitarbeitern gönnt: Das Unternehmen profitiert nicht direkt von diesem Kindergärten, trägt aber trotzdem die Kosten.
    Ein Unternehmen ist keine Sozialeinrichtung!
    Ein unternehmen muss rentabel arbeiten! - Sonst kommt es irgendwann unweigerlich zum Konkurs, der zu noch viel größeren Arbeitsplatzverlusten führt.
    Nicht immer.
    Haben sich die Nokia-Subventionen für unseren Staat gelohnt?!? - Wäre es nicht eventuell günstiger gewesen, den Nokia-Mitarbeitern Arbeitslosengeld zu zahlen?
    Lohnen sich die deutschen Kohle-Subventionen, bei denen jeder Arbeitsplatz mit mehr als dessen Einkommen subventioniert wird?!?
    Auch hier verweise ich wieder auf mein Argument, dass ein Unternehmen rentabel arbeiten muss, um nicht pleite zu gehen.
    Allerdings stimme ich dir in sofern zu, dass es manche Unternehmen mit der Profitgier übertreiben.
    Natürlich bringt diese Forderung nur etwas, wenn sie wirklich umgesetzt wird und das Geld auch sinnvoll in die Bildung investiert wird.
    Auch hier wiederhole ich mich, dass die Wirtschaft auf die Subventionen, die ja zweifellos ein finanzieller Vorteil sind, verzichten will.
    Lohnt es sich, so viel Geld für kurzzeitig existierende Arbeitsplätze auszugeben?
    Das möchte ich zumindest bezweifeln.
    Weil es unserer Wirtschaft (insbesondere den kleineren Unternehmen) in letzter Zeit nicht besonders gut geht und ein Azubi während seiner Ausbildung einiges an Kosten für das Unternehmen verursacht.
    Das kann sich insbesondere ein kleines Unternehmen in schlechten Zeiten einfach nicht leisten, ohne seine Existenz zu gefährden.
    Ich bleibe dabei: Ein Unternehmen muss vor allem wirtschaftlich sein, um zu existieren.
    Erst wenn ein Unternehmen wirklich schwarze Zahlen schreibt, kann es zusätzliches Geld in Ausbildungsplätze investieren.
    Ich habe den Eindruck, du hast meine vorherigen Beiträge entweder nicht richtig gelesen, oder nicht richtig verstanden... aber nochmal:
    Die IHK Stuttgart fordert das Land Baden-Württemberg auf, Subventionen für die Wirtschaft zu streichen und das dadurch eingesparte Geld für Verbesserungen im Bereich der Bildung zu verwenden.
    Auch hier verweise ich wieder auf mein Argument, dass Unternehmen keine Wohltätigkeitseinrichtungen sind, sondern vor allem wirtschaftlich sein müssen.
    Ansonsten komme ich mir bei einigen deiner Fragen auch etwas verarscht vor, wen du mehrmals nach Dingen fragst, die ich schon in meinen vorherigen Beiträgen eindeutig geschrieben habe.
    OK. Eine 100%ige Sicherheit gibt es nie.
    Aber man kann versuchen, alles mögliche zu tun, was gut für die Zukunft unseres Staates ist.
     
    #31
    User 44981, 12 Februar 2008
  12. Linguist
    Linguist (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    103
    13
    vergeben und glücklich
    Ich mag den Spot eigentlich auch, unabhängig wessen Kopf der entsprungen ist :zwinker:

    Wenn ich in Zukunft vor der Entscheidung stehe "Kinder, keine oder erst später", werd ich das auf jeden Fall von meiner finanziellen Lage bzw. die der gesamten Familie abhängig machen. Ich hoffe, dass ich später vllt. mal mehr verdiene als meine Eltern, studiere und einen Job finde der mir Spaß macht, aber das Leben ist leider unberechenbar. Wenn ich meinem Kind auch mit staatlicher Hilfe keine materiellen Dinge ermöglichen kann, werde ich auch keine in die Welt setzen. Ich meine damit nicht die neuste Playstation, irgendwelche Markenklamotten oder sonstiges, eher einen Führerschein, ein Auto und genug Reserven um meinem Kind ein "unbeschwertes" Studium zu ermöglichen.

    Zur konkreten staatlichen Familienunterstützung kann ich nix sagen. Was ich aber mitbekomme und mir gewaltig gegen den Strich geht, ist unser verkorkstes Bildungsystem. Wenn ich mir Klassen mit knapp 35 Schülern anschaue, in denen der nötige Lerneffekt völlig ausbleibt, nicht auf einzelne Schüler eingegangen wird und die Lehrkraft völlig überfordert ist, kann ich mir nur an den Kopf packen.

    Ich werde bei sowas einfach wütend und irgendwie auch traurig. Da investiert die Stadt Millionen Steuergelder um noch ein Einkaufszentrum aus dem Boden zu stampfen, gleichzeitig muss ich mir dauernd die Klagen der Lehrer anhören, die selber von ihrer Sache nicht mehr allzu überzeugt sind.

    z.B. gibt's bei uns jetzt Förderunterricht. An sich eine gute Sache, leider sind die Schüler auf freiwillige Arbeit der Lehrer angewiesen, die nach einem sowieso schon stressigen Schultag auch wenig Lust haben noch zu unterrichten, und Geld für eine fest angestelle Lehrkraft ist nicht da. Ich versteh das nicht. Kinder mit rel. vermögenden Eltern können sich Nachhilfe leisten. Familien mit mehreren Kindern, die sowieso schon die letzten Euro's zusammenkratzen, können sich sowas nicht leisten. Da läuft doch irgendwas gewaltig schief...


    Ich werd hier ohne Änderungen eher keine Kinder in die Welt setzen.
     
    #32
    Linguist, 12 Februar 2008

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