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"du brauchst 'nen Psychodoc.!"

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von User 12616, 7 August 2007.

  1. User 12616
    User 12616 (27)
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    nicht angegeben
    Ich bin's mal wieder. Fühl mich langsam wie das Sorgenkind des Forums :geknickt:

    Ich habe hier mal die Probleme des letzten halben Jahres, die ich auch in Threadform festgehalten habe, aufgelistet, damit die, die das alles nicht mit bekommen haben, sich ein Bild davon machen können:

    Chronologisch geordnet...:
    Knacks in unserer Beziehung... ich brauche eure Hilfe
    Ex macht sich kaputt
    Ich weiß nicht, wie's mir geht
    Es geht nicht mehr weiter ... und ich will nicht mehr
    Eltern trennen sich...emotional eh schon am Boden (wegen Ex)...ich kann nicht mehr!!
    Ich bin da und bin es nicht

    Nun, die aktuelle Situation:

    Meine Eltern kommen nicht wirklich klar, mein Vater war in der Psychatrie, mit dem Verweis, dass er dringend einen Entzug und danach eine Therapie machen muss wurde er nach Hause geschickt, meine Eltern leben immer noch in ein und dem selben Haus und gehen sich auf die Nerven.

    Ich bin was chemische Drogen angeht bisher nicht mehr rückfällig geworden, aber es nagt an mir, am Wochenende fühle ich mich schlecht, gehe irgendwann entnervt nach Hause, weil ich will was ich nicht soll und das Gefühl habe, so macht alles keinen Spaß.

    Es gab nun noch ein schlimmes Ereigniss, über das ich nicht mal hier sprechen möchte.
    Mein Ex, von dem ich eigentlich inzwischen dachte, dass ich ihn wirklich als guten Freund behalten habe (wir hatten uns zusammengerauft, uns was Drogen angeht ein Versprechen gegeben, wir wollten füreinander da sein...) hat mir nicht geholfen, obwohl er es hätte tun können, auch wenn etwas Selbstbewusstsein dazugehört.
    Es ging mir aufgrund dieses Ereignisses richtig, richtig dreckig. Ich hatte Angst, ich mir gings grottenschlecht, er hat mir nicht geholfen. Ich war kurz davor, mir das Leben nehmen zu wollen und das hier ist keine leere Drohung.
    Ich war so wütend und enttäuscht, dass ich ihm sogar eine geknallt habe, was mir im Nachhinein sehr Leid tut.
    Er hat mir eine SMS geschrieben, dass ich keine Scheiße bauen soll.
    Von anderen habe ich erfahren, dass er, nachdem ich ihm eine geklebt habe, sogar geweint hat und er hat meine Mutter angerufen und gefragt, wie es mir geht und wo ich bin, weil er sich Sorgen machen würde.
    Aber, die Sache ist über eine Woche her, entschuldigt hat er sich bisher nicht. Er hat sich nicht gemeldet und bisher halte ich wacker durch, habe ihm kein Einziges Mal geschrieben oder angerufen. Aber es fällt mir von Stunde zu Stunde, in der ich nichts von ihm höre, schwerer.

    So und jetzt zum eigentlichen Sinn dieses Threads.

    All diese Geschehnisse haben mir, so glaube ich es langsam zumindest, einen ordentlichen Knacks versetzt.
    Ich fühle mich irgendwie... krank. Körperlich bin ich aber gesund.
    Ich schildere jetzt mal ganz trocken die "Symptome"

    * Ich kann erst sehr spät einschlafen, muss wachbleiben, bis mir die Augen zu fallen. Würde ich vorher versuchen, zu schlafen, würde ich mich nochmehr mit Gedanken quälen.

    * Ich bin völlig antriebslos. Ich gehe kaum aus dem Haus. Obwohl mich das Chaos hier total nervt, schaffe ich es nicht mal, Geschirr zu spülen oder aufzuräumen, zu saugen etc.

    *Ich wache morgens oft viel zu früh auf, fühle mich direkt erschlagen, weil sofort wieder ein Film voller negativer Gedanken in meinem Kopf abläuft, den ich nicht mehr abschalten kann

    * Ich weine sehr oft

    * Ich lache sehr selten

    * Ich träume seit Längerem jede Nacht sehr wirres Zeug, es kommen oft Leute wie mein Ex usw. darin vor, es ist total psychodelisch, erschreckend, beängstigt. Am nächsten Morgen brauche ich einige Zeit, bis ich überhaupt weiß, dass es nur ein Traum war

    * Ich hatte desöfteren den Wunsch, zu sterben. Ich habe mich bereits gefragt, ob es reicht, wenn meine ganzen Medikamte, die ich daheim habe, schlucken würde. Ich denke, ich wäre "bereit" dazu

    * Ich frage mich, wo der Sinn in meiner Existenz liegt

    * Ich habe das sehr sichere Gefühl, niemals wieder jemanden lieben zu können

    * Ich kann kaum einem Menschen mehr vertrauen. Sogar bei meinem besten Freund fällt mir das inzwischen schwer

    * Ich habe keine Lust irgendetwas zu unternehmen, egal, wie schön es eigentlich ist. Ich musste mich am Sonntag wirklich zwingen und überreden, zum See zu fahren, obwohl es sooo heiß war

    * Wenn Menschen bei mir sind, will ich am Liebsten, dass sie auf der Stelle gehen, mir geht jede Gesellschaft auf die Nerven. Wenn ich alleine bin, könnte ich durchdrehen und hoffe, dass mich schnellstmöglich jemand besucht

    * Ich kann nicht klar denken, in meine Gedanken mischen sich ständig Dinge, die mich belasten, aber da gar nicht reingehören


    So... dementsprechend geht es mir momentan auf deutsch gesagt einfach ZUM KOTZEN.

    Ich hatte ein bißchen Stress mit einem Kumpel, vor Kurzem, der mir dann hinterhergeschrieen hat "such dir endlich 'nen Psychodoc!" (Besagter Kumpel ist Schizophren und besucht einen solchen Arzt schon seit Jahren....)
    ... Und ich habe wirklich drüber nachgedacht.

    Brauch ich sowas?
    Übertreibe ich?
    Wird es vielleicht einfach ganz bald alles wieder besser?
    Oder habe ich wirklich ein ernstes Problem?

    Ich weiß nicht, ob ich zu so einem Arzt gehen will....
    Hab dazu noch ein paar Fragen... falls es denn so sein sollte...
    * Wo MÜSSTE ich hin? Psychiater? Therapeut? Psychologe?
    * Wie komm ich da überhaupt dran?
    * Kostet das was (gesetzlich versichert)?
    * Ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass ich einem wildfremden Menschen das alles erzählen möchte, geschweige denn kann...
    * Ganz ehrlich... was soll das bringen? Was soll es bringen, jemandem meine Sorgen zu erzählen???
    * Ich komme mir ehrlich gesagt... ein klein wenig... im wahrsten Sinne des Wortes bescheuert vor. Ich meine... ich bin doch nicht... geistesgestört oder sowas... Und... ich bin kein Kriegsopfer oder sonstwas traumatisches.

    Ich würde gerne mal ...

    1. Einfach irgendwelches Geschreibsel von euch zu meinen Problemen hören... tut mir immer irgendwie gut, wirklich.
    2. Hätte ich gerne Meinungen zu der Sache mit dem Arzt.

    Danke...
     
    #1
    User 12616, 7 August 2007
  2. Ginny
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    Ich glaub schon, dass du guten Gewissens dir professionelle Hilfe suchen solltest ... zumindest den Versuch ist es wert. Ich kenne das so: Von der Krankenkasse bekommt man ne Nummer (kassenärztliche Vereinigung, glaub ich), die man anruft und dort bekommt man wiederum Nummern von Psychologen in der Nähe, die in Frage kommen. Bei einem davon vereinbart man nen Termin und nach der ersten Sitzung schaut man dann, ob man weitermacht. Das kostet dich dann nichts, das übernimmt die Krankenkasse, solange die Therapie läuft und "notwendig" ist. Ich hoffe, ich erzähl da nix Falsches, aber so ist mein Informationsstand.

    Man muss auch weder geistesgestört noch Kriegs- oder Vergwaltigungsopfer sein ... was meinst du, wie viele Leute sich einfach "nur" ausgebrannt fühlen und solche Hilfe suchen. Nicht jedem bringt es sofort was, aber manchmal kann es schon sehr befreiend sein, die Sachen einfach zu erzählen. Und zwar einer neutralen Person, die einen nicht sofort in eine bestimmte Richtung hin belabert. Sondern jemandem, der einfach ganz ruhig bleibt, zuhört, gezielte Fragen stellt, sodass man selber darüber nachdenkt und die eigene Lage nüchterner betrachtet. Und solche Therapeuten sind erfahren mit allen möglichen Problemen und man kann sie "rücksichtslos" mit allem vollquatschen, während man bei Freunden vielleicht schonmal Angst hat, auf die Nerven zu gehen. Und man kann ja jederzeit aufhören, wenn man meint, es bringt nichts. Aber wenn du schon an die Medikamente denkst vonwegen Überdosis, mit Drogen Probleme hattest und dann noch die Belastungen mit Exfreund und jetzt Eltern sind das ja wohl genug Gründe - lieber zu früh als zu spät was unternehmen.
     
    #2
    Ginny, 7 August 2007
  3. User 12216
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    ganz ehrlich gesagt fänd ich das garkeine so schlechte idee und daran is ja auch net was wirklich schlimmes!

    du merkst es ja selbst das du es von allein net hinbekommst und wenn man hilfe braucht holt man sich die und dann am besten gleich professionelle!

    ich bin auch der meinung auch wenn es schöne sach dort gab das du in den letzten 1 - 2jahren in kreise geraten bist die dir net wirklich gut getan haben!
     
    #3
    User 12216, 7 August 2007
  4. User 67627
    User 67627 (46)
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    Ich weiss jetzt nicht inwieweit Dich Dein Freund in der schlimmen Situation hat hängen lassen, aber manchmal ist es auch sehr schwer einem anderen beiszustehen, wenn man selbst nicht damit klar kommt.
    Aber das kannst nur Du beurteilen.
    Ich denke schon, dass sich Dein Ex große Sorgen um Dich macht. Vielleicht solltest Du einen Schritt auf ihn zugehen, sofern es Dir guttun würde wieder mit ihm zu sprechen.
    Zu Zweit lässt sich vieles leichter ertragen.

    Zu Deiner Frage mit dem Arzt:

    am besten gehst Du zu Deinem Hausarzt und fragst nach einer Überweisung für den Psychologen oder auch den Psychiater. Da kann Dir Dein Hausarzt aber weiterhelfen.

    Die Kosten werden für gewöhnlich von der Krankenkasse übernommen.
    Du kannst dort aber auch anrufen und nachfragen.

    Das kann sehr viel bringen. An Deiner Stelle würde es sicherlich guttun mit jemand zu reden und Du bist sicher nicht geistesgestörrt deswegen.

    Ich wünsch Dir viel Glück bei dem was Du tust und Du schaffst das schon :smile:
     
    #4
    User 67627, 7 August 2007
  5. klatschmohn
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    Also :smile: ich gehe auch seit über einem Jahr zur ambulanten Therapie und habe vorher zwei stationäre Therapien gemacht.........und ich halte mich nicht für geisteskrank....auch nicht für irgendwas anderes...ich war einfach irgendwann an einem Punkt, wo es nicht mehr ging und ich wusste, dass ich etwas ändern muss um so zu werden, wie ich sein wollte...auch wenn ich nie wusste, wer ich sein will....

    Aber egal, dass ist nicht das Thema....du kannst Probesitzungen bei einem Therpeuten oder Psychologen ausmachen und sehen, ob du mit ihm klar kommst...dann beantragt dieser Therpiestunden...und die werden dann von der Krankenkasse bezahlt und genehmigt oder eben auch nicht....aber ich denke schon, ich habe damals 50 Stunden genehmigt bekommen und jetzt nochmal 50....

    Leider herrscht oft immer noch das Vorurteil, dass alle, die zum Therapeuten gehen "nicht richtig" ticken...das ist aber absolut nicht so...und ich finde es viel besser jetzt an mir zu arbeiten als in 30 Jahren.......

    Und wenn du dich so wie es im moment ist nicht wohl fühlst solltest du das in Angriff nehmen.....ich meine es herrschen eben gesellschaftliche Vorurteile....aber diese werden immer wieder und mehr verschwinden....

    Ich würde an deiner Stelle schon mal nen Doc aufsuchen....es sind ja in letzter Zeit schon ein paar Dinge passiert, die niemand so einfach wegstecken könnte und wenn es sich dann so häuft ist das noch schwieriger..schon einer dieser Punkte würde reichen..und es sind gleich mehrere....

    Du kannst auch erstmal (falls du einen hast) zu deinem Hausarzt gehen und ihm das so weit wie es geht schildern..und dann kann er dir evtl. jmd. empfehlen?
     
    #5
    klatschmohn, 7 August 2007
  6. SexySellerie
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    Hört sich für mich nach Depression o.ä. an.

    Du müsstest zu einem Psychotherapeuten,schätze ich
    Telefonbuch?
    Wird von der Krankenkasse bezahlt
    Psychologen sind darauf geschult, dass wildfremde Menschen ihnen ihr Herz ausschütten sollen. Der kennt diese Ängste, die du jetzt hast. Sei einfach offen, sag, dass dir etwas mulmig dabei ist und du erst Vertrauen fassen musst. Aber sowas weiß der.
    Vergiss mal das Bild von dem auf der Couch liegen und sinnlosem Labern. Man unterhält sich über seine Probleme, über Dinge, die einen beschäftigen. Er stellt Fragen und liefert dir wahrsheinlich Denkanstöße. Diese Denkanstöße sind es meiner Erfahrung nach eigentlich, die es wieder aussichtsvoller scheinen lassen. Es kann sein, dass du dort hin gehst, ie Stunde ist vorbei und danach musst du fürchterlich weinen - weil ein paar Dinge aufgewühlt wurden. Aber letztlich ordnest du deine Gedanken, hinterfragst dein Verhalten und kommst Stück für Stück wieder auf den richtigen Weg.
    Ich kenn das Gefühl. Ich überlege imMoment auch,ob ich wegen meiner Kindheit eine Therapie machen sollte und frag mich, ob der mich dann nicht wegschickt weil es heißt "Ich kann dir dabei nicht helfen". Aber eigentlich sind diese Befürchtungen unbegründet.


    Nach wie vor denke ich, dass du dich endgültig von deinem Exfreund separieren lässt. Ich weiß, dass du auf diese Antworten nicht hörst/hören willst oder wirst, aber schau dir doch mal bitte in der Summe an,was der Kerl dir gebracht hat. Und? Ziemlich wenig. Du hast ein Drogenproblem, der Typ verletzt dich immer wieder, er tritt deine Gefühle (bewusst oder unbewusst) mit Füßen. Ebenso wie er dich physisch ja auch getreten hast - das sollte man nicht unter den Tisch kehren.
    Sieh's doch bitte,bitte ein, dass er dir nicht gut tut.

    Mach einen Neuanfang, separier nicht von allem, was dir schlecht ist. Trenn dich von dem Freundeskreis, in demDrogen Usus sind und vn diesem Exfreund. Diese Leute in der Clique sind bestimmt alle freundlich und nett, aber du wirst von den Drogen nicht loskommen, wenn du keine Prioritäten setzt. Außerdem: Willst du dir Woche für Woche anschauen,wie die sich Drogen in den Kopf knallen?

    Zum Thema Familie:
    Ich weiß, dass es ganz schwer ist, aber mach dich von dem Gedanken frei, dass du dich für deine Familie verantwortlich fühlst. Deine Eltern kriegen ihr Leben nicht richtig in den Griff - mach es besser!
     
    #6
    SexySellerie, 7 August 2007
  7. hilja
    hilja (31)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Ich habe zwar nur diesen einen Thread von dir gelesen, aber man hört deutlich raus, dass es dir nicht gut geht. Es ist nichts schlimmes wenn man sich professionelle Hilfe sucht. Im Gegenteil, die Einsicht, dass man sich helfen lassen sollte, ist schon der erste Schritt in die richtige Richtung.

    Du kannst zu deinem Hausarzt gehen und dich von ihm an einen Psychotherapeuten überweisen lassen. Die Krankenkasse sollte das eigentlich bezahlen.

    Ich verstehe, dass du dir nicht vorstellen kannst, mit einem Fremden über deine Probleme zu reden. Allerdings kann auch genau dies die Sache erleichtern. Diese Person hat sonst keinerlei Beziehung zu dir und deiner Umwelt. Du kannst also total offen reden, ohne dass jemand anderes davon erfährt. Wenn du es langsam angehst, wirst du es sicher schaffen, dich immer mehr und mehr zu öffnen. Im Übrigen kannst du selbstverständlich nach einigen Probesitzungen auch den Therapeuten wechseln, falls dieser nicht auf deiner Wellenlänge sein sollte.
     
    #7
    hilja, 7 August 2007
  8. Wolf50
    nur 1-Satz Beiträge
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    vergeben und glücklich
    das ist alles ein bisschen viel zur gleichen Zeit - und das tut mir leid für dich - ob du nen Doc brauchst, weiß ich nicht, aber was mir auffällt ist, dass du anscheinend keinen Sinn und keine Ziele mehr siehst

    früher hattest du Ideen, was du kurz- und vor allem langfristig machen wolltest (da gab es doch den Mechatroniker?) - und jetzt? Ich kann mir nicht vorstellen, dass du mit Mini-Job ohne Ausbildungs- oder Berufsziel auf Sicht klar kommst

    klar ist es faszinierend, sich mal total durchhängen zu lassen, aber das birgt immer die Gefahr, nicht mehr raus zu kommen - fordern muss man sich auch schon ein bisschen selber

    und mir scheint, dass deine Freunde in Richtung einer sinnvollen Lebensplanung auch nicht sehr förderlich sind

    ich habe den Eindruck, dass es dir besser gehen wird, wenn du wieder eine Perspektive entwickelst, die übers Treiben lassen hinaus geht

    und lass dich weder von Ex-Freunden noch Eltern runter ziehen - wer erwachsen ist, muss selber sehen, wie er durch kommt - und Kinder sollten nicht Kümmerer für die Eltern sein - das klingt jetzt hart, aber ich meine, wer Kinder in die Welt setzt und erzieht, muss auch mit sich selber klar kommen

    du bist ein sehr sensitiver und mitfühlender Mensch und deshalb in Gefahr, dich von anderen, die dir Ihr Schicksal und Ihre Ansichten aufdrängen, von deinem Weg abbringen zu lassen

    mein Rat: setze dich hin und schreibe auf, wo du in 3, in 5 und in 10 Jahren sein und was du dann machen möchtest - und gehe dann deine Ziele an und lass dich nicht von Eltern, Freunden und Strömungen abhalten - denn wer dich wirklich mag, wird das verstehen und akzeptieren - viel Glück :smile:
     
    #8
    Wolf50, 7 August 2007
  9. User 12616
    User 12616 (27)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    Mh.. inzwischen... bin ich wirklich soweit, dass ich selbst nicht weiß, ob ich noch Kontakt zu ihm möchte.
    Die Tatsache, dass er mir nicht geholfen hat, obwohl er es hätte tun können, obwohl er der Einzige war, der es hätte tun können und obwohl ich seine Hilfe so unglaublich doll gebraucht hätte... das hat mir wirklich sehr zu denken gegeben.
    Das ist ja auch der Grund, weshalb ich nicht, wie sonst immer, kurz darauf wieder bei ihm angekrochen kam.
    Es fällt mir unwahrscheinlich schwer, aber ich möchte mich nicht mehr bei ihm melden.
    Ich denke, es ist jetzt ganz gut, wenn wir vorerst keinen Kontakt haben und sollte ihm wirklich noch etwas an mir liegen, dann muss er sich irgendwann melden und mir erstmal Beweisen, dass er noch eine Chance verdient hat.
    Leicht ist das aber wirklich nicht. Ich frage mich ständig, was er macht, ich habe Angst und bin sehr unglücklich deswegen :geknickt:

    Ja, zum Thema Neuanfang habe ich mir auch so meine Gedanken gemacht, allerdings in drastischerer Form.
    Ich lebe in einer von Drogen und Gewalt verseuchten Kleinstadt. Das klingt jetzt sehr dramatisch, ist aber leider Realität.
    Der Ausländer sowie Arbeitslosenanteil hier ist gigantisch, die Stadt ist dreckig, vergammelt, trostlos. Neue Freunde finden ist quasi unmöglich, hier kennt jeder jeden und ist entweder über ein paar Ecken verwandt, bekannt oder zumindest durch Drogendeals miteinander verbunden.
    Wenn ich jemand Neues kennen lerne, dann kennt der garantiert die Hälfte meiner Freunde.

    Ich habe ja im Moment nichts "richtiges", mache nur einen Aushilfsjob. Ich überlege, ob ich meinen Traum verwirklich soll, mir über dieses Jahr hinweg einen Ausbildungsplatz in meiner absoluten Lieblingsstadt Berlin suchen soll. Ein Freund, den ich seit 6 Jahren kenne, wohnt da, ganz alleine wäre ich also nicht und ich könnte richtig neu anfangen.
    Allerdings habe ich andererseits auch große Angst, alles hinter mir zu lassen... ist ein großer Schritt :ratlos:


    Ja, aber das ist schon schwierig, wenn beide Elternteile ständig Meinungen von einem hören wollen... Und... ich mache mir natürlich auch so meine Sorgen, wie es mit ihnen weitergehen wird...
    ~~~

    @ all
    Danke bisher und ich freue mich auf weitere Meinungen und Denkanstösse! :smile:

    -> Habe noch eine Frage:
    Kann ich so einem Psychologen bedenkenlos von der Drogensache erzählen? Ich meine, das ist schließlich alles illegal und ich möchte nicht, das die Polizei informiert würde.
    Außerdem habe ich keine Lust, die ganze Zeit nur belehrt zu werden, dass Drogen ja scheiße sind, dass man das nicht darf usw.
     
    #9
    User 12616, 7 August 2007
  10. User 12216
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    ich glaub das ist so ziemlich die beste idee seit langem von dir!damit wärest du raus aus dem ganzen drogenmilleu!zumindest in deiner stadt,musst türlich aufpassen das dir das in berlin net gleich wieder passiert!und auf professionelle hilfe würd ich an deiner stelle trotzdem net verzichten!
     
    #10
    User 12216, 7 August 2007
  11. SexySellerie
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    Dann mach den Neuanfang komplett und zieh um. Komplett. Such dir eine Lehrstelle in einer anderen Stadt.
    KLar ist das ein großer Schritt. Aber ich persönlich glaube, dass das eine große Chance für dich sein könnte
    Ich kann das gut verstehen und wie gesagt, ich weiß, dass das supersuperschwer ist. Aber mach den Mund auf und sag deinen Eltern auch mal, dass dich die Situation stark belastet und du da nicht mehr mit hinein gezogen werden willst; dass sie zwar deine Eltern sind, aber dennoch deren Ehe - und eben nicht deine. Klar machst du dir Sorgen, aber irgendwann wenn es einem zu sehr an die Substanz geht, muss man Grenzen ziehen.
    Sowas würde ein Psychologe nie tun. Der belehrt dich nicht. Sagen wir so...er erarbeitet es mit dir zusammen, dass Drogen schlecht sind ;-)
    Im Übrigen hat der genauso eine Schweigepflicht wie ein Arzt und - Drogen konsumieren ist nicht illegal. Verkauf und Kauf sind strafbar.
     
    #11
    SexySellerie, 7 August 2007
  12. Parachute
    Gast
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    ----
     
    #12
    Parachute, 7 August 2007
  13. Die_Kleene
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    vergeben und glücklich
    Zudem würde ich jetzt einfach mal so behaupten, dass du das jetzt eh schon der Öffentlichkeit "preisgegeben" hast und der Psychodoc wie Sellerie schon gesagt hat, Schweigepflicht.
     
    #13
    Die_Kleene, 7 August 2007
  14. klatschmohn
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    Sicher ist das mit dem Neuanfang eine ziemlich gute Idee..ich denke auch, dass dieser dir neuen Elan und neuen Aufschwung geben würde...Lehrstelle, neue Umgebung, neue Leute......aber ich muss da grad an ein Zitat denken: Du kannst vor allem fliehen, nur nicht vor dir selbst....

    Sicher kann eine neue Umgebung sehr viel verändern...aber wie du mit "Problemen" umgehst wird bleiben..wenn du nicht daran arbeitest :smile:

    Ich würde dir trotzdem empfehlen zu einem Therapeuten oder Psychologen zu gehen und mit jemanden zu reden, der dich zum nachdenken anregt..ich meine, sicher denkt man den ganzen Tag nach...über sein Handeln, Fühlen, Empfinden...aber ich habe die Erfahrung gemacht, mich irgendwann im Kreis zu drehen.....und ich empfinde es als angenehm, eine "neutrale Person" zu haben, zu der ich ein oder zweimal in der Woche gehe..die sich anhört, was ich erzähle, mich hinterfragt, bestärkt...meine Trauer aushält....

    Ich dachte am Anfang immer meine Probleme seien zu gering und zu lächlerlich....aber wenn du nicht zurecht kommst und nicht zufrieden bist sind sie das nicht....

    Ich meine...am Ende muss jede allein seinen Weg irgendwie finden..aber es ist nicht schlecht einen Menschen zu haben, der unterstützt.....

    Jeder ist der Experte für seine eigenen Probleme..und es ist gut sich mal darauf zu besinnen,wie man es bis jetzt geschafft hat...die Stärken zu betrachten...

    ja ich weiß ich rede zuviel..:schuechte
     
    #14
    klatschmohn, 7 August 2007
  15. User 12616
    User 12616 (27)
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    nicht angegeben
    Nein nein, ich finde es gut, was du schreibst.

    Und völlig unabhängig davon, ob ich wegziehe oder nicht, denke ich, möchte ich die Sache mit dem Psychologen dennoch in Angriff nehmen.
    1 Jahr wäre ich ja in jedem Fall dann noch hier... Und ich weiß auch, dass ich nicht vor meinen Problemen fliehe, indem ich mich von diesem Umfeld hier entferne.
    Aber hier drehe ich mich im Kreis, die Leuten bleiben die selben, die Probleme sind wiederkehrend, mein Umfeld würde sich nicht verändern... Es belastet mich auch irgendwie, dass ich hier niemand Neues mehr kennen lernen kann, egal wo ich hingehe, immer treffe ich Bekannte, Leute, die mit meiner Vergangenheit in Verbidung stehen...

    Andererseits... vor allem meine Mutter würde ich verdammt unglücklich machen, wenn ich soweit wegziehe. Und sie hat soviel für mich getan. Ich habe Angst, dass sie enttäuscht ist...
     
    #15
    User 12616, 7 August 2007
  16. klatschmohn
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    Ja, ich weiß was du meinst..es ist sehr angenehm, Menschen zu treffen, die nichts von einem wissen- man kann nochmal von vorn anfangen, dass ist ein sehr angenehmes, befreiendes Gefühl...

    Wieso musst du noch ein Jahr dort bleiben?

    ach so...du kannst mir gern auch ne PN schreiben, vielleicht kann ich dir ja ein bißchen helfen..aber ist nur ein Angebot :smile: mit Therapien und Psychologen kenne ich mich aus :ratlos:
     
    #16
    klatschmohn, 7 August 2007
  17. User 12616
    User 12616 (27)
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    Naja, jetzt wäre es zu spät, Ausbildungsbeginn ist ja meist schon 1. September. Und ohne Ausbildung kann ich nicht weg, weil ich mir dann die Wohnung nicht leisten könnte. Meine Eltern unterstützen mich ja derzeit finanziell. Und wenn ich wegziehe, dann würden sie das nur tun, wenn ich auch etwas in der Hand habe, weil sie, verständlicherweise nicht möchten, dass ich irgendwo weit weg in einer Großstadt vor mich hingammele.

    Ich nehme dein Angebot im Übrigen gerne an, werde mich aber erst Morgen oder Übermorgen melden, habe gerade noch Besuch.
     
    #17
    User 12616, 7 August 2007
  18. klatschmohn
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    ok..mach wie du magst..ich bin fast jeden Tag mal hier und wenn du lust hast kannst du mir jederzeit schreiben :smile:
     
    #18
    klatschmohn, 7 August 2007
  19. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    da ist grad was los bei dir - und ich mein nicht nur die krisen, sondern auch der umgang mit selbigen. klingt nach "mensch im aufbruch"! :smile:

    ob du nächstes jahr wegziehst, musst du nicht sofort jetzt entscheiden, viellieicht ist diese entscheidung jetzt auch zu "groß" und macht dir eben angst oder neue sorgen (deine mutter...).

    deswegen: eins nach dem anderen.
    geh zu deinem hausarzt (wenn du einen hast und an sich gut mit ihm kannst). der kann dir weiteres erklären.
    du kannst auch aus dem telefonbuch (gelbe seiten) die nummern von einem psychotherapeuten heraussuchen, anrufen und fragen, wie du vorgehen sollst. du kannst auch den sachbearbeiter deiner krankenkasse anrufen.

    du hast anspruch auf mehrere probetermine bei mehreren therapeuten - es ist bekannt, dass nicht jeder patient zu jedem therapeuten passt.
    kann also sein, dass du auch erst ne enttäuschende erfahrung machst - bitte nicht gleich resignieren.

    kann aber auch sein, dass du gleich auf den oder die richtige(n) triffst.

    du kannst auch deinen kumpel fragen, der in behandlung ist - wenn er wegen schizophrenie behandelt wird, dürfte er meiner laienmeinung nach bei einem psychiater in behandlung sein? ein arzt für psychiatrie kann gleichzeitig auch psychotherapeut sein; ein psychotherapeut hingegen MUSS kein facharzt für psychiatrie sein. hoffentlich nicht zu verwirrend?

    wegen deiner scheu vor wildfremden: es kann durchaus befreiend sein, eben einem fremden deinen kummer zu erzählen - weil der nicht schon meinungen über dich hat, sondern dich neu kennenlernt. und weil er eben eine distanz hat zu dir und deiner geschichte.

    du kannst dir auch überlegen, ob du einen teil deines kummers schriftlich zusammenfasst, zum beispiel unter verwendung deiner forenbeiträge.

    dein startbeitrag in diesem thread scheint mir gut geeignet... die hintergründe können später ja noch thema werden. das schreiben im forum ist quasi der erste schritt gewesen - hilfe von fachleuten zu holen, halte ich für sinnvoll. man wird dich nicht auslachen, weil deine probleme zu klein wären. das sind sie nicht. egal, was seelische probleme letztlich auslöst - dir geht es schlecht, da muss was unternommen werden.

    ich wünsch dir weiterhin mut, dem neu eingeschlagenen weg zu folgen. das klingt grad echt pathetisch, ist aber das, was ich dir mitteilen will.
     
    #19
    User 20976, 8 August 2007
  20. StolzesHerz
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    Es ist echt traurig das alles zu lesen, vorallem wenn man dich aus früheren Zeiten noch kennt.
    Auch wenn du es ungerne hören willst, aber der Abstieg in deine jetzige Situation kam ganz sicher mit deinem plötzlichen "Abrutsch" in die Punk-Szene. Und genau dort solltest du eben als erstes ansetzen. Weg aus der Stadt (also so schlimm wie du die Stadt beschreibst ist sie nicht. Ich kenne die Stadt sehr gut. Aber trotzdem gibt es dort keine Zukunftschancen. Da würde ich dir recht geben), mach eine Therapie bzw. such die psychologische Hilfe, such dir eine Ausbildung und vorallem such dir neue Freunde. Dir tut diese Szene alles andere als gut. Drogen, Alkohol und Gewalt sollten deinen Alltag nicht bestimmen, wie sie es in den letzten Jahren getan haben.

    Mach was. Du bist noch so jung, hast noch soooo viel schönes vor dir, wenn du es schaffst aus diesem Sumpf rauszukommen. Und das schaffst du. Ganz sicher.

    Und noch ein kleiner gut gemeinter Tipp. Wenn du dir eine Ausbildung suchst, solltest du schleunigst was an deinem Äußeren machen. Ich weiß, dass dein Äußeres deine Zugehörigkeit zu der Szene wiederspiegelt, aber du tust dir damit ganz sicher keinen Gefallen.
    Du bist ein so hübsches Mädel und könntest soviel aus deinem Leben machen....Nutze dein Potential, sonst landest du irgendwann wirklich noch auf der Straße.
     
    #20
    StolzesHerz, 8 August 2007

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