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Earthlings..

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von schneewante, 27 März 2009.

  1. schneewante
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    ich bin grade auf dieses video gestoßen...

    wiki:
    "Earthlings" ist eine Dokumentation in Spielfilmlänge über die absolute Abhängigkeit der Menschheit von Tieren (als Haustiere, Nahrung, Kleidung, zur Unterhaltung und in der wissenschaftlichen Forschung), veranschaulicht aber auch unsere Geringschätzung gegenüber diesen sog. "nicht-menschlichen Versorgern". Sprecher des Films ist der Oscar-nominierte Joaquin Phoenix ("Gladiator"), die Filmmusik schrieb der mit Platin ausgezeichnete Künstler Moby.

    Der Film bietet detaillierte Einblicke in Tierhandlungen, Welpen-Fabriken und Tierheime sowie Massentierhaltungen, den Leder- und Pelzhandel, die Sport- und Unterhaltungsindustrie und schließlich den medizinischen und wissenschaftlichen Beruf. "Earthlings" verwendet versteckte Kameras und vorher nicht gezeigtes Filmmaterial, um die täglichen Praktiken einiger der größten Industrien der Welt aufzuzeichnen, deren aller Profit vollständig auf Tieren beruht. Kraftvoll, informativ und zum Nachdenken anregend, ist "Earthlings" mit Abstand die umfassendste jemals produzierte Dokumentation zum Verhältnis zwischen Natur, Tieren und menschlichen Wirtschaftsinteressen. Es existieren viele würdige Tierrechtsfilme, aber dieser Film geht über das Bisherige hinaus. "Earthlings" schreit danach, gesehen zu werden. Höchst empfehlenswert!


    video

    es macht mich so traurig.
    und mit fehlen einfach die worte.:geknickt:
     
    #1
    schneewante, 27 März 2009
  2. schneewante
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    hat sich niemand das video angeschaut?
     
    #2
    schneewante, 27 März 2009
  3. User 77547
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    Verheiratet
    Hab nicht die Zeit mir das ganz anzusehen. Nur reingeschaut......furchtbar.

    In vielem würde ich den Autoren komplett recht geben. Tiere werden auf unglaubliche Weise gequält und ausgebeutet.

    Trotzdem bin ich aber der Meinung, dass es möglich ist, Tiere zu "nutzen", ohne dass es zu diesen Exzessen kommen muss. Ich werde deswegen nicht zum Veganer.
     
    #3
    User 77547, 27 März 2009
  4. stubsi
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verlobt
    Jain, die ersten 30 Minuten habe ich mir angeschaut danach habe ich mich dann doch lieber entschieden mein Frühstück bei mir zu behalten. Solche Methoden sind ja leider nichts Neues, hat man in der Art alles schon gesehen.
     
    #4
    stubsi, 27 März 2009
  5. User 11345
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Vieles in dem Video kenne ich bereits. Habe es anderswo bereits gesehen.

    Aber mal ehrlich:
    wir heizen dieses Problem von selbst an.
    Alles muss Günstig sein, wir möchten nicht viel Geld ausgeben.
    Wir kaufen das Essen "steril" im Supermarkt. Es ist weitestgehend frei von Blut. Die Eier sind sauber und weiß.
    Und so weiter.

    Durch "Geiz ist Geil" werden wir selbst zum Täter.

    Unser Fleisch ist vom Biobauer. Wir können die Tiere dort jederzeit ansehen wenn wir möchten. Fahren dort auch öfter vorbei wenn wir in der Gegend sind. Und das ganze seit bestimmt 25 Jahren und länger.
     
    #5
    User 11345, 27 März 2009
  6. metamorphosen
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    Hab die ersten zehn Minuten angeschaut, aber das ist nicht mein Fall. Da schaue ich mir lieber eine ernstzunehmende Doku an. Billige Propaganda mit Nazivergleichen deckt sich nicht mit meinen Ansprüchen an solche Filme.
     
    #6
    metamorphosen, 27 März 2009
  7. User 77547
    Beiträge füllen Bücher
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    Verheiratet
    Naja, so richtig "propagandamäßig" fand ich die Ausschnitte, die ich gesehen habe, eigentlich nicht. O.K. es appelliert an Emotion und nicht unbedingt an die Vernunft. Das muss aber nicht per se schlecht oder anspruchslos sein.

    Solche "Nazivergleiche" finde ich aber auch unter aller Sau....."Hühnerholocaust" und so ein Mist.
     
    #7
    User 77547, 27 März 2009
  8. ecoraider
    ecoraider (32)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    nicht angegeben
    Until every cage is empty

    Natürlich ist jeder Schritt - Vegetarismus, Biotierprodukte, Verringerung des Konsums von Tierprodukten - ein Schritt in die richtige Richtung. Wusstet ihr, dass man mit dem Verzicht von Fleisch etwa 42% der ernährungsbedingten Treibhausgasemissionen einspart? Durch Veganismus kann jeder von uns jährlich 1,7 Tonnen Co2-Equivalent einsparen - das ist etwa soviel wie durch den Wechsel zu einem echten Ökostromanbieter (Greenpeace Energy, EWS Schönau, Naturstrom, Lichtblick bedingt).


    Moralisch habe ich allerdings eine etwas radikalere Meinung:

    Ich finde, es stellt sich die Frage, ob wir so etwas überhaupt dürfen. Tiere halten. Sich einfach über sie zu stellen, sie zu fangen, zu töten, ihre Kinder zu entreißen, um ihre Milch abzusaugen, sie zu vergewaltigen, um mehr von ihnen zu erzeugen - das alles (außer mit der Milch) wurde vorher schon mit menschlichen Tieren gemacht. Wir haben die die Indianer "ausgerottet" und die Schwarzafrikaner als "Nutztiere" gehalten, weil wir sie effektiv von uns abgrenzen konnten. (Irgendwer hat damals gesagt, dass das keine Menschen sind). Mit den "Untermenschen" im dritten Reich wurde perverse Forschung betrieben, der unsere heutigen Tierversuche nichts nachstehen. In verschiedenen Ländern wurden und werden Frauen vergewaltigt, und ihre Kinder zu Soldaten gemacht.

    Niemand in diesem Forum, außer Zarewitsch, der ist Neonazi, würde obiges befürworten, niemand würde es unterstützen, niemand würde es heute noch durchgehen lassen.

    Warum machen wir zu Tieren einen so großen Unterschied?
    Wer meint, dass es an der Intelligenz liegt, Geistig Behinderte haben auch Rechte, oder?

    Wer mir mit der Bibel kommt, Im Paradies wurden nur Pflanzen ausdrücklich als Nahrung deklariert, Tiere zu töten wurde erst nach dem Rausschmiss gestattet.

    Wer mir mit "sie sind anders" kommt, dass werden sie dir in jedem Krieg einreden wollen, dass der andere anders ist.


    Ich denke, wir sollten über die Tiere wachen, ihnen bei den Problemen helfen, die wir ihnen Verursacht haben - Zerschneidung der Landschaft durch Straßenbau, Verlagerung von Klimazonen, Ausrottung verschiedener Schlüsselspezies, Lärm, elektrosmog - und mit ihnen leben. Ob einige Tiere freiwillig mit uns leben wollen oder nicht, dazu fehlt mir die Expertise, aber Fleischproduktion etc. kann wohl kaum der Sinn eines Lebens sein.

    Kann mir eigentlich irgendwer erklären, wie man als "vegetarier" Fisch essen kann? Die wachsen nicht auf Bäumen, oder?
     
    #8
    ecoraider, 27 März 2009
  9. schneewante
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    diese frage habe ich einem fisch essenden vegetarier gestellt.
    er sagte: fisch ist doch kein fleisch.
    hab nicht weiter gefragt...!

    ich dank dir für deinen beitrag!



    ich muss mein verhalten auch ändern!
     
    #9
    schneewante, 27 März 2009
  10. metamorphosen
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    Nö, an die Emotionen kann ein Film natürlich appellieren. Hier handelt es sich aber zweifelsfrei um Propaganda, denn die Hauptaussagen die nur im Sprecherton transportiert werden, werden gezielt mit einzelnen Filmschnipselchen unterlegt. Es wird ganz bewusst drauf verzichtet einen Gesamtzusammenhang zu zeigen und die Bilder selber sprechen zu lassen. Es kommen nur die Schnipsel in den Film, die der Intention des Autors dienen. Ob die falschen Darstellungen bewusst eingebaut sind oder nur mit Unkenntnis zu tun haben, kann ich natürlich nicht sagen. Aber das ganze stinkt 10 Meilen gegen den Wind.

    Aber ich denke, ich gehöre ach nicht zur Zielgruppe. Das richtet sich halt eher an Veganer und radikale Tierschützer. Als kritischer Konsument, der durchaus Missstände in der Tierhaltung und der Lebensmittelindustrie sieht und die gerne beseitigt hätte bzw. der als Verbraucher viele Dinge nicht mitmacht, fühle ich mich da gar nicht angesprochen.
     
    #10
    metamorphosen, 27 März 2009
  11. ecoraider
    ecoraider (32)
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    nicht angegeben
    Ich hab lange gebraucht, aber ich bin seit September vegan.
    Jetzt kann ich kochen, (notgedrungen), und bin mit mir selbst wesentlich zufriedener. Dienstags gibts bei uns die "Soliküche", wo vegan gekocht wird, und das als Solidaritätsbeitrag (vorgeschlagen sind 2€, aber ist jedem selbst überlassen, ob und wieviel) eingesammelte Geld wird unter anderem für Tierrecht, Atomwiderstand und gerade aktuell der unterstützung diskriminierter ImmigrantInnen eingesetzt.

    Ich hab früher viele Vorurteile gegen VeganerInnen gehabt, weil viele zu entschlossen, kämpferisch und konfrontativ die Leute überzeugen wollen, indem sie sie beleidigen. Inzwischen habe ich in der Szene allerdings mit die liebsten, tolerantesten und verständnisvollsten Menschen kennen gelernt. Und meine FreundInnen unterstützen mich nicht aus Ideologie, sondern weil sie wissen, dass es mir wichtig ist, und das sie mir so zeigen können, dass sie mich respektieren.

    Erstmal Begriffserklärung: Tierschützer sind per se nicht radikal, da sie Tierhaltung unterstützen und nur größere Käfige fordern. Tierrechtler sie diejenigen, die man durchaus als radikal einstufen kann, da sie die Herrschaft der menschlichen Tiere über die nichtmenschlichen ablehnen, wobei auch lange nicht alle von denen direkte Aktion, wie Tierbefreiung, unterstützen, oder sich gar daran beteiligen.

    Ja, das moralische Argument hat bei mir auch nie gezogen, ich hab mich halt aus Klimaschutzgründen dafür entschieden. Inzwischen hab ich allerdings einiges überdacht, und kann Tierhaltung auch moralisch nicht unterstützen. Natürlich boykottiere ich auch Coca-Cola, Nestlé, Unilever, Kraft, Procter & Gamble etc., das ist die andere Seite der Medaille...
     
    #11
    ecoraider, 27 März 2009
  12. User 10015
    User 10015 (28)
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    Ja, ich kenne den Film. Fand ihn sehr gut und bewegend.
    Der Nazivergleich ist teil der Argumentation und als Analogie meiner Meinung nach gerechtfertigt. Heißt ja nicht, dass es genau so schlimm ist. Es soll nur zeigen, wie der Speziesismus wirkt und ich welche Richtungen dieser gehen kann.

    Und nach zehn Minuten über nen Film zu urteilen bringt auch nichts, der Rest hat sich schließlich nicht mehr dahingehend entwickelt, wenn natürlich die Argumenationsgrundlage gleich blieb.
     
    #12
    User 10015, 27 März 2009
  13. User 53463
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    vergeben und glücklich
    Ich sehe das Ganze ähnlich wie Metamorphosen.

    Habe ca. 5 min von dem Film angesehen, danach war mir die Zeit echt zu schade. Wenn ein Film es nötig hat mit solchen Vergleichen zu arbeiten kann in meinen Augen nichts sinnvolles dahinter stecken.

    Und zu dem Thema, dass Veganismus ach so gut für die Umwelt und was nicht sonst alles ist. Kann ja sein, dass dem so wäre. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass der Mensch nun mal als unter anderem Fleischesser konzipiert ist. Eine rein vegane Ernährung führt bewiesener Maßen zu Mangelerscheinungen. Und mal ganz ehrlich, wieso um alles in der Welt sollte es für die Menschen sinnvoll sein, einen Geschmacksrezeptor für fleischigen Geschmack (umami) zu haben, wenn dieser nicht genutzt werden soll?
     
    #13
    User 53463, 27 März 2009
  14. ecoraider
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    Dafür hätte ich gerne Quellen. Momentan lese ich nur überall, dass man von rotem Fleisch und Produkten daraus Krebs kriegt. Und dass Fleischkonsum in heute praktizierten Maßen oft zu Herzkreislauferkrankungen führt.

    Meine Blutwerte sind jedenfalls OK, und nicht übersäuert, wie bei Omnivorer Ernährung oft üblich.
     
    #14
    ecoraider, 27 März 2009
  15. User 10015
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    :ratlos:

    Eigentlich will ich ja nicht wieder über diese Themen diskutieren, aber das verlockt immer so. :grin:

    Jedenfalls kann ich dazu nur zwei Sachen sagen. Wir waren halt irgendwann man relativ primitive Lebewesen, die überleben mussten und alles verzehrt haben, was uns dabei half. Irgendwann sollten wir uns aber von dieser primitiven Form wegbewegen und mithilfe eines moralischen Bewusstseins, entscheiden was richtig oder falsch ist. Potenziell kann deine Hand auch eine Axt führen und alles kurz und klein hauen, allerdings machst du es nicht, weil es nicht sein muss.

    Das ist allerdings auch sehr sehr fraglich. ich befürworte was du machst, bin selbst Vegetarier, aber die Wissenschaft hat schon bewiesen, das einmal die woche fleisch gesund ist.
    Wie deckst du Eisen und B12? Das kommt natürlich auch in pflanzlicher Nahrung vor, aber z.B. bei Eisen ist es nur zweiwertig, wodurch du dem Körper mehr als doppelt so viel zuführen musst, als wenn du leber essen würdest. Nur so als Beispiel.
    Dennoch finde ich es richtig so zu leben.
     
    #15
    User 10015, 27 März 2009
  16. ecoraider
    ecoraider (32)
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    Das Thema verlockt wirklich...

    Also Vitamin B12 wird oft in Sojamilch beigemischt, und ist ein Spurenvitamin.

    Eisen kommt viel in Hülsenfrüchten, bspw. Linsen vor, und in roter Beete und so. und auch in Soja.

    Außerdem sind die Eisenwerte einfach nur der Durchschnitt, und ein "Eisenmangel" hat nicht umbedingt medizinische Relevanz, da statistisch gesehen der Eisenbedarf der meisten Menschen übersättigt ist.
     
    #16
    ecoraider, 27 März 2009
  17. User 10015
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    Eisen kommt auch viel in pflanzlicher Nahrung vor, aber dieses Eisen kann eben, leider, nicht so gut verwertet werden. Aber wenn du laut deinem Blutbild noch gut dabei bist, dann ist es ja gut.

    Hab ich auch gelesen, dass zuviel Eisen nicht gut ist. Aber meiner ist recht niedrig und ich bin daher oft etwas müde. Ich versuch da aber grad etwas mehr drauf zu achten. Zur Not lass ich ihn einmal mit ner Kur auffüllen und halte ihn dann mit der normalen Ernährung.
     
    #17
    User 10015, 27 März 2009
  18. happy&sad
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    Für jeden, der sich für Speziezismus interessiert kann ich nur den australischen Philosophen Peter Singer empfehlen! Er hat einige (wie ich finde) gut geschriebene Bücher verfasst die man auch als nicht Vegetarier lesen kann ohne sich beleidigt zu fühlen (das kommt bei einigen Texten nämlich durchaus vor... die Nicht-Vegetarier fühlen sich beleidigt aufgrund von Wortwahl oder ähnlichem und verbannen den Text direkt kategorisch).

    Zum menschlichen Gebiss, Verdauungsapparat etc. der ua. auch auf Fleischverzehr ausgelegt ist: Ja, das haben wir. Aber eine Spezies ändert sich eben nicht von einer Generation auf die nächste. Selbst wenn wir alle sofort vegan oder vegetarisch leben würden, hätten unsere Kinder noch immer die Fähigkeit Fleisch zu verdauen. Würden wir über Jahrtausende auf Fleisch verzichten würde diese Möglichkeit nach und nach zurück gehen.

    Ich habe den Film übrigens nicht gesehen. Ich sehe für mich einfach keine Notwendigkeit dazu. Ich weiß wie schlecht es manchen Tieren dank dem Menschen geht und ich freue mich sicherlich nicht darüber. Aber ich gebe gerne zu, dass ich Fleisch esse und nicht vorhabe das zu ändern.
    Ich gucke den Film auch nicht deswegen nicht, weil ich Angst hätte mich selbst als Mittäter zu sehen und vor der Wahl zu stehen heuchlerisch weiter Fleisch zu essen oder guten Gewissens Vegetarier (oder besser noch Veganer) zu werden. Ich habe schon viele Filme von Tierrechtlern gesehen, trotzdem hat sich mein Essverhalten nicht geändert, dieser eine Film würde es auch nicht schaffen.
    Ich habe sowohl Veganer als auch Vegetarier in meinem Freundeskreis und ich gebe zu, sie haben alle gute Gründe und auch gute Argumente. Aber ich bin froh, dass keiner davon radikal versucht mich zu überzeugen, denn dann wäre die Freundschaft recht schnell dahin.
     
    #18
    happy&sad, 27 März 2009
  19. metamorphosen
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    vergeben und glücklich
    Ok, die Begriffe waren mir nicht wirklich geläufig, so das ich da nicht unterschieden habe und Sachen in einen Topf geworfen, die wohl nicht zusammen gehören.

    Die moralische Diskussion finde ich auch sehr schwierig und letztlich nicht schlüssig.

    Diese Leute gehen immer davon aus, man würde Fleisch essen, weil man Tiere für etwas mit niedrigerem Wert halten würde oder ihnen z.B. die Selbstreflexion oder das Denkvermögen abspricht. Das ist bei mir überhaupt nicht der Fall.

    Ich hab keine Ahnung was Tiere denken oder nicht denken und ich halte ein Schwein auch nicht für weniger "Wert" oder ähnliches. Meinetwegen kann es auch mehr "Wert" sein als ich. Ich verhalte mich einfach so, wie andere Tiere auch. Ich esse etwas, weil es eine wohlschmeckende und gute Nahrung für mich ist und weil ich die Möglichkeit dazu habe.

    Der Löwe überlegt sich wahrscheinlich auch nicht ob es moralisch vertretbar ist, die Antilope zu verspeisen. Andere Löwen frisst er aber nicht auf. Letztlich verhalte ich mich auch nicht anders und hab keine Ahnung ob ich deswegen ein "Speziezist" bin.

    Das einem Tier nicht mehr als unvermeidbar Schmerzen zugefügt werden, das finde ich persönlich für mich wichtig. Gute Haltungsbedingungen und vernünftiger Umgang sollten selbstverständlich werden. Die derzeitigen Bedingungen der Nahrungserzeugung entsprechen dem oft nicht und darüber sehe oder lese ich gerne sachliche Informationen.

    Das selber denken muss mir dabei kein wohlmeinender Autor abnehmen, ich sehe lieber sachliche Darstellungen von größeren Zusammenhängen die von mehreren Seiten beleuchtet werden, so dass ich eine eigene Meinung gewinnen kann. Gerne auch kritisch, aber eben nicht rein propagandistisch.
     
    #19
    metamorphosen, 27 März 2009
  20. User 53463
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    vergeben und glücklich
    Quelle bezüglich dem Auftreten von Mangelerscheinungen bei veganer Ernährung:
    Das Zitat stammt aus dem Buch Löffler/Petrides Biochemie & Pathobiochemie.

    Beim Gesundheitsgrad des Fleischkonsums kommt es wie bei allem auf die Menge und die Qualität an. Wenn jemand jeden Tag ein halbes kg fettes Schweinefleisch isst wird er seiner Gesundheit damit sicherlich nichts gutes tun. Jemand der jedoch ab und an etwas mageres Fleisch isst fügt sich damit sicherlich keinen Schaden zu.

    Deine Blutwerte alleine sind kein Freifahrtschein. Gerade beim Eisen oder Vit B12 besitzt der Körper gewisse Speicher, die unter Umständen erst nach mehreren Jahren (Vit B12) veganer Ernährung erschöpft sein können. Erst dann würden sich Symptome zeigen. Das heißt aber eben noch lange nicht dass die Ernährung bis dahin gesund war.

    Deine Argumentation bezüglich dem Sinn des Vorhandenseins bestimmter körperlicher Merkmale die für den Fleischkonsum sprechen ist nicht stichhaltig. Die prinzipielle Fähigkeit zu gewissen Handlungen ist nicht vergleichbar mit dem Vorhandensein bestimmter Sinnesrezeptoren für die Wahrnehmung bestimmter Stoffe. Auch ist die Argumentation bezüglich der Weiterentwicklung nicht überzeugend, da sich solche Körpermerkmale durchaus zurückentwickeln, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Eine Argumentation die auf Moral abzielt kann in meinen Augen nicht gelten, da eine vegane Ernährungsform bewiesener Maßen eben nicht gesund ist. Eine Diskussion ob es moralisch vertretbar ist nicht-vegan zu Leben kann nicht sinnvoll sein, solange Menschen auf gewisse Stoffe angewiesen sind mit denen sie durch eine vegane Ernährung nicht ausreichend versorgt wären.

    Der Abschnitt bezüglich den Eisenwerten ist schlicht falsch und sehr gefährlich. Das was du behauptest stimmt einfach nicht. Im Gegenteil. Sehr viele Menschen leiden selbst bei einer "normalen" Ernährung unter einem Eisenmangel. Bei vegetarischer Ernährung ist es noch schwieriger diesen zu verhindern. Bei veganer fallen dann noch mehr Möglichkeiten dazu weg. Die Folgen eines Eisenmangels sind durchaus nicht so harmlos wie du es darstellst. Da du jedoch männlich bist fällt bei dir ein Faktor zu Entstehung eines Eisenmangels weg. Jedoch ist es grob fahrlässig solche Behauptungen in die Welt zu setzen!
     
    #20
    User 53463, 27 März 2009

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