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Ein fairer Deal?

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von Molly, 30 Juni 2007.

  1. Molly
    Molly (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Es ist kompliziert
    Bleib doch noch einen Moment“, sagte sie mit leicht heiserer Stimme, während die Kerzen in ihren Gläsern flackerten und merkwürdige Bilder an die Wände des Küchenzeltes warfen. Von draußen erklang das Rollen der Nordsee an die flachen Ufer der Hallig, fern der Zivilisation und fern der Regeln dort draußen. Der Wind riss an den Planen des Zeltes, grausam und verführerisch zugleich. Amanda legte den Kopf auf die Seite, befeuchtete ihre Lippen und schlug die Augen halb nieder.

    Warum verstand er das bloß nicht? Was war falsch an ihren Signalen?
    Eine Woche waren sie jetzt schon hier, zwei Tage weniger als die Trennung von ihrem Ex-Freund insgesamt dauerte, und die Einsamkeit machte sie fast verrückt.

    „Warum?“, fragte er, und Amanda fasste sich innerlich an den Kopf. Was sollte sie bloß tun? Sie wollte ihn, sie wollte ihn so sehr, dass es wehtat, sie wollte ihn anfassen, seine Bewegungen und seine Stärke in sich spüren. Aber er begriff es nicht, er begriff es einfach nicht...

    „Och, ich dachte, wir können noch ein bisschen quatschen“, sagte sie mit einem (hoffentlich) vielsagenden Blick und strich mit ihrem Bein unter dem Tisch an seinem entlang. „Oder ich könnte dir den Rücken massieren, der muss doch nach der ganzen Arbeit ziemlich wehtun.“

    „Ach, eigentlich nicht, ich bin einiges gewöhnt“, meinte er und wirkte dabei ziemlich unsicher, was diese Frau jetzt von ihm wollte, der er tagsüber wegen ihre spitzen Zunge meist aus dem Weg zu gehen versuchte.

    „Ich könnte dir trotzdem den Rücken massieren?“, fragte sie halb spöttisch, halb resigniert, innerlich schon bereit, den Rückzug in ihr Zelt anzutreten und diese peinliche Niederlage nie wieder anzusprechen.

    Jan schien zu einem Entschluss zu kommen und versuchte, auch spöttisch zu lächeln. „Könntest du natürlich machen.“ Der tiefe Seufzer, der Amanda entfuhr, war ihr hoffentlich nicht anzusehen.

    Sie dirigierte Jan so, dass er rittlings auf der Bank saß, und hockte sich hinter ihn. Zunächst begann sie damit, seine Schultern unbeteiligt zu massieren, genoss das Gefühl von Muskeln unter ihren fingern und atmete verstohlen Jans männlichen Duft ein. Er roch nach Meer, nach körperlicher Arbeit und irgendwie nach Holz. Oh, wie diese Mischung sie erregte! Wie gerne sie ihm jetzt das T-Shirt vom Leib reißen würde, mit ihren Fingern seine Arme, seinen Bauch, seinen Hintern entlangfahren würde, wie sehr sie sich danach sehnte, ihm die Hose aufzuknöpfen, mit den Händen tiefer zu tauchen und ihn dort, genau dort, fest zu umschließen und seine pulsierende Wärme und Festigkeit zu genießen...

    Nur, was, wenn sie ihn falsch verstand? Was, wenn er sich durch ihr Verlangen belästigt fühlte? Um Himmels willen, das könnte sie nicht ertragen, noch konnte sie zurück. Vorsichtig strich sie mit ihren Fingern an seinem Hals entlang, ganz langsam und tastend, und spürte, wie er scharf einatmete und sein Duft sich um eine Nuance veränderte, die ihre Nase ausfüllte und sie noch viel mehr erregte. Das gleiche Spielchen an seinem Bauch, diesmal hielt er die Luft an, und Amanda schloss die Augen, um das Tosen und Pulsieren ihres immer mehr erhitzten Blutes in ihren Brustwarzen und weiter unten ganz bewusst wahrzunehmen.

    Eine letzte Möglichkeit, nein zu sagen, wollte sie ihm noch geben, bevor sie sich endlich erlaubte, nachzugeben. Sie zupfte an seinem T-Shirt, das in der Hose steckte, und flüsterte leise in sein Ohr: „Darf ich?“ Als Antwort zog er das T-Shirt selbst aus der Hose und wollte es über seinen Kopf streifen, doch sie hielt ihn fest und knabberte ein wenig an seinem rechten Ohr herum, bevor sie ihm das T-Shirt selbst über den Kopf zog.

    Er machte sich los von ihr und drehte sich um, und für einen schrecklichen Augenblick hatte sie wieder das Gefühl, ihn falsch verstanden zu haben. „Ähm, weißt du, ich hab das noch nie gemacht, verstehst du? Du wirst mir helfen müssen. Stört dich das?“ Sie lachte leise, innerlich entzückt und gleichzeitig überrascht davon, wie jung er noch war. „Ich hab mich vor grad einer Woche von meinem Ex-Freund getrennt, weißt du? Stört dich das?“
    „Nein, warum sollte es?“
    „Warum sollte es mich dann stören? Genieße es einfach, du wirst sehen, es ist wunderschön...“
    Er brummte zustimmend, und das war für lange Zeit das letzte, was sie sagten.

    Amanda zog ihr T-Shirt und ihren BH aus, setzte sich enger hinter ihm, so dass sie mit ihren Brüsten seinen Rücken spüren konnte, und erlaubte sich endlich, Jans Bauch, seine Arme, seine Brust und seine Beine mit ihren Händen zu erforschen.

    So weit, so gut, über Lob oder konstruktive Kritik freue ich mich, es gibt bei Gelegenheit auch noch die Fortsetzung.
     
    #1
    Molly, 30 Juni 2007
  2. ~*+DeJuLe+*~
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    sehr schön geschrieben :smile:
    fortsetzung wäre schön
    kritik hab ich keine^^...ist eigentlich gut so:zwinker:
     
    #2
    ~*+DeJuLe+*~, 2 Juli 2007
  3. Molly
    Molly (33)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Es ist kompliziert
    ich habe fertig gestellt!

    Längst hatte die angebliche Massage aufgehört, der Muskellockerung zu dienen, längst fühlte sich seine Haut wie flüssiger Stahl an, der ihre Fingerspitzen versengte mit seiner Hitze. Es war, als würden Ströme aus Lebensenergie sich in seinem Körper eine Bahn brechen, die ihnen viel zu lange verwehrt geblieben war, und Amanda spürte den Widerhall davon in ihrem eigenen Körper.

    War es wirklich das erste mal für ihn? Noch nie zuvor hatte sie so viel Energie in einem Mann gespürt, machtvoll, doch ungelenkt und unerfahren. Wie schön sich das anfühlte...

    Sie stand von der Bank auf, wobei sie stolperte und er sich erschrocken zu ihr drehte, befürchtend, dass er etwas falsch gemacht hätte. Die Frau lachte leise und schubste ihn zurück auf die Bank, setzte sich vor ihn und begann, sich von seinem Hals an tiefer zu küssen. Es war ihr nicht länger wichtig, ihre eigenen sexuellen Bedürfnisse in dieser Nacht erfüllt zu kriegen. Wenn sie die Augen schloss, konnte sie die Wärme unter seiner Haut wie einen Fluss aus Energie wahrnehmen, der sich an einer Stelle konzentrierte. Sie knöpfte seine Hose auf und begann, sich ebenfalls dort zu konzentrieren, mit liebevoll geöffneten Lippen und neugieriger Zunge. So blieben sie eine Zeit lang, eine halbe Ewigkeit und nur einen kurzen Augenblick.

    Amanda spürte, wie sich die Erregung des Jünglings immer mehr ansammelte. Ihre Finger strichen fieberhaft über seinen Bauch, seine Beine, an seinem Gesäß entlang, wobei sie sich einen Holzsplitter von der rauen Zeltbank holte und es nicht einmal merkte. Die Energie, die sie mit geschlossenen Augen wie flüssiges Licht unter seiner Hautoberfläche spürte, staute sich an einer einzigen Stelle. Längst hatte Jan die Augen geschlossen und weilte irgendwo in einem fernen Nirvana, während Amanda Mund und Zunge vorsichtig, oh, so vorsichtig bewegte, um es für ihn immer mehr ins Unerträgliche zu steigern. Auch sie hatte längst die Augen geschlossen und spürte nur noch, Hitze, Licht und Energie unter ihren Handen, in ihrem Mund, während sie Luft und Leben einatmete.

    Es fühlte sich an wie ein Blitz, der in ihrem eigenen Körper widerhallte. Mit einer schnellen, unendlich sinnlichen Bewegung zog sie ihren Kopf zurück, bot ihr hingebungsvolles Gesicht dem Himmel an und dem warmen Regen aus Lebensenergie, der nun ihre Haut benetzte und brennendes Leben durch ihre Adern fließen ließ. Sie atmete langsam und flach, während der Nachhall seiner Extase auf rätselhafte Weise durch ihren Körper floss, und fühlte gar nichts, hörte für einen winzigen Augenblick auf, zu existieren, war nur noch fließendes Feuer. Die feuchten Stellen in ihrem Gesicht glühten wie flüssige Lava, und verstohlen hob sie die Hand und verwischte sie, berauscht, ohne zu wissen wovon.

    Jan hatte seine Hose schon wieder zugemacht. „Sehen wir uns morgen wieder?“, fragte Amanda, obwohl sie wusste, es würde nie wieder so sein. „Von mir aus“, sagte Jan, und es gelang ihm fast, gleichgültig zu wirken.

    Dann lief Amanda leichten Schrittes hinaus, um ihr verjüngtes Gesicht, ihren wieder lebendigen Körper der Nacht, dem Mondlicht und dem über die Wellen peitschenden Wind darzubieten.
     
    #3
    Molly, 4 Juli 2007
  4. Wüstensand
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    anregend und schön geschrieben :thumbsup:
     
    #4
    Wüstensand, 9 Juli 2007
  5. User 77157
    User 77157 (28)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    sehr schön geschrieben:smile2:
     
    #5
    User 77157, 19 Juli 2007

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